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0,35 Eoldmark. Stier Rabatt gilt al, Barrabatt. Belege »erbe« 0Ml|l
Ur. 121
1924
3269
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3282
aikt 17.
amtliche Bericht besagt lediglich, daß Herr lot und Pailev 6 die Aeberzeugung ausgedrückt harten, daß der Budgetausgleich ein Gebot ffc jede Regierung sei, wie sie auch immer heiße» möge.
onsirage. Englands Grundforderungen bezüglich einer solchen Regelung seien folgende:
1. die sofortige Räumung deSRuhr- gebietes in wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht, . .
2. die Beseitigung der Zollschranken im Rheinland und das Aufhören jeder Einmischung in die deutsche Industrie durch die Micumverträge,
3. Deutschland soll gleichzeitig -seine Plane vor- legen, um die Dawesvorschläge in Kraft treten zv lassen und es soll der Reichstag die notwendigen Gesche unterbreiten,
4. die Möglichkeit, vorläufig eine kleine Besatzung im Ruhrgebiet zu lassen, könne Gegenstand eines Kompromisses sein, aber die Eisenbahnen müßten Deutschland unbedingt wieder ausgeliefcrt werden.
fiel einmal eine Aebereinstimmung über die Re- paratirnsfrage erreicht, dann sei England bereit, auf schnellstem Wege auf einer internationalen Konferenz die Sicherheitsfrage, die interalliierten Schulden und die Festsetzung der Restsummen der deutschen Reparationsleistungen zu erörtern. Eine solche Konferenz mühte unter Teilnahme der Bereinigten Staaten, Deutschlands und Rußlands abgehalten werden. Die Sicherheitsfrage könne für Frankreich und ganz Europa sehr wohl unter ein
Marburg
Freitag, de« 23. Rai
Fortgang der varlamentarlschen Arbeite« im Reichstag.
Berlin, 2':. Mai. Für heute Donnerstag ist nur das Zentrum zusammenberufen gewesen. Doch häl! Reichskanzler Marx Besprechungen mit anbei en Führern der Mittelparteien ab.
Am Sonn.bend Mtt die nationalsozialistische Freiheitspartei zusammen. Die Fraktionen der Deutschen Volkspartei. der Sozialdemokraten, der Demokraten und der Bayrischen Bolkspartei, versammeln sich erst am Montag, die Fraktionen der Kommunisten und der Wirtschaftspartei erst am Dienstag.
Man nimmt in parlamentarischen Kreisen der Mitte an, daß im gegenwärtigen Augenblick keine Regierungsbiidvng erfolgen wird, sodaß das Kabinett Mar) vor den neuen Reichstag tritt, dort sein Programm entwickelt und das Reichstagsplenum dann entscheidet.
Di« franMsche Presse gegen Tirpitz.
Paris, 22. Mai. Der „Temps" schreibt in einem gegen die Kandidatur des Admirals von Tirpitz gerichteten Leitartikel: Geführt von Männern, wie dem Admiral von Tirpitz, besitz« die deutschnationale Partei eine un
sämtliche zur Stützung des Franken beanspruchten Summen von der Bank von Frankreich bereits zurückgezablt
zuzahlen, sei nach Aeuherungen pon New^tter Bankiers unbegründet. Eine Umfrage in Bankkrcisen
stischen Kongresses, der bekanntlich am 1. Juni zusammentritt, werde Herriot den Ausschüssen der Sozialistischen Partei den Text, des Programms Wütteilen, das er unter allen Umständen in die Tat vnzusetzen beabsichtige. Die Sozialisten werden daher bei voller Sachkenntnis sich über die Zweckmäßigkeit der Anterstützung des Programms schlüssig werden und eventl. alle Mitglieder der Regierung an seiner Verwirklichung Mitarbeiten. Im Verlaufe der gestern im Elhsee stattgefundenen Konferenz habe Poincare Herriot mitgeteilt, daß ei btn lebhaften Wunsch habe, sich mit ihm übet die : Bregen der auswärtigen Politik und die gegenwär- tig schwebenden Fragen zu unterhalten und eine
Mülheim (Ruhr), 22. Mai. Du- Thssenwerk« • geben durch Anschlag bekannt, daß sie infolge Kohlen-, Koks- und Gasmangels vom 26. Mai ab einzelne Betriebe zum Teil ganz stillegkN müssen und in anderen nur beschränkt weiter arbeiten können. Die Le* tegschast der Tyssenwerke beträgt rund 8000 Man«
Parts, 22. Mai. Der „Rewyork Herold" meldet aus Newvork, die Beunrubioung in Frankreich hinsichtlich der Notwendigkeit, die von den amerikanischen Bankiers zur Stützung de» Franken geliehenen 100 Millionen Dollars z o - ck-
Die „Oderhesfllche Zeitung" erscheint leäsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 2 Mark ausfchlietzlich Zustellungsgebühr. Für ausfallende Nummern infolge Streit» oo. rlement.Ereignisse kein Eria?.—Benag von Dr. L. Higerotd. — Druck der Univ.»Buchdruckerei von Jod. Lug. Koch, Markt 21,23. — ^ernwiecher 55, Bolllchecktonto: Nr. 5015 Lmt Frankfurt a. Main.
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Essen, 22. Mai. Zu der Blättcrmeldung, daß die beteiligten Organisationen des Ruhrbergbaues von dem Reichskommissar Mehlich zu Weiterverband- l u n g e n am 23. Mai eingeladen worden seien, wird mit- geteilt, daß eS sich dabei um das Anhören der Parteien handelt, da nach der Verodnung über das Schiedswese« fftr die Entscheidung die zuständige Stell« entweder selbst oder durch eine von ihr beauftragte Stelle die Partei«» vor der Entscheidung zu hören hat.
vom Mlkerkmd auszuführenden Projett gelegt j Qrge ins Bild zu setzen. Kurz vor 2 Ahr war die werden. Besprechung zu Ende. Der darüber ausgegebene
Mas Deutschland bereit» gezahlt bat.
London, 21. Mai. Der Finanzsckretär des Schatzamtes Graham teilt« gestern im Unterhaus« schriftlich mit, baß von der deutschen Regierung für Rechnung der Reparationen während des Finanzjahres 1923'24 geleisteten Betrage sich auf 11 111 000 Pfund einschließlich der in Papiermark gezahlten Summe von 784 000 Pmnd beliefen, die in Deutschland selbst gezahlt worden ist. Die Kosten, die England für die Besatzungstruppen erwuchsen, betrugen 1510 000. Tie Summe, die Deutschland jedoch als Besatzungskosten zu zahlen verpslichtet sei, betrage nach den interattaerten Uebereinkommen etwa 1200 000 Pfund, die in dem oben genannten Gesamtbeträge von 11111000 Pfund einbegriffen seien. Großbritannien werde daher von der Re- parationskommission für das Rechnungsjahr 1923'24 mit einer Summe von 9911000 Pfund belastet werben.
fügende Organisation, energische Männer und ebenso geschmeidige wie zähe Methlchen zugutekämen. Daß dies« Partei jetzt nachdem AmtedesReichskanzlers, nach dem An ß e n m i n i st e r i u m strebe, sei eine ernste Tatsache für ganz Europa. Bon dem Tage, wo die Sachverständigen ihren Bericht vorgelegt hätten bis zu dem Tage der deutschen Reichstagswahlen hätten die Regierungen der Entente mehr als 3 Wochen Zeit gehabt, ihre Politik gegenüber Deutschland zu formulieren und die deutschen Wähler vor eine klare Wahl zu stellen. Dazu hätte man allerdings nicht nur den Sachverstän- digenbericht grundsätzlich annehmen, sondern auch mit aller Klarheit die politischen, administrativen und anderen Vorteil« auseinandersetzen müssen, die Deutschland aus einer ausrichtigen Ausführung erwachsen würden, ohne einen Zweifel darüber zu lassen, daß diese Vorteile sich verfluchten würtigen, wenn der künftige Reichstag oder die künftig« deutsche Regierung Widerstand leisteten oder auch nur feilschten. Die Notwendigkeit dieser Politik sei nicht überall begriffen worden. Gewisse Leute hätten cs für geschickt gehalten, weniger Eile an den Tag zu legen und Worte zu machen. Heute habe man es dafür in Berlin nicht eilig und aus Berlin würden di« Vorbehalt« kommen Von Tag zu Tag wüchsen die Hindernisse, die sich dem Sachverständigenbericht in den Weg legten. Man laufe Gefahr, vor das gefährliche Dilemma gestellt zu werden, entrvfbtt einem nationalistischen Deutschland mehr Zugeständnisse zu machen, als man fte einem dernokra-j tischen Deutschland gewährt hätte oder aber das System der Sachverständigen untergehen zu lassen und so die Reparationen, ja den Frieden zu gefährden. Aber noch sei die Gefahr abzuwenden. Dazu sei nötig, daß das englische und das künftige fmnzösische Kabinett beide den Sachverständigenbericht ohne Vorbehalte annehmen, tertit, alle Kvnseauenzen daraus zu ziehen und sich dah'n zu einigen, die kommende deutsche Regierung zu seiner Annahme und restlosen Aussührung zu bringen, auch wenn in dieser Regierung der Admiral von Tirpitz in Person säße.
"Zusammenkunft zwischen beiden sei für morgen nach- Lachmittag im Auswärtigen Amt in Aussicht ge- nornmen. „Echo de Paris" glaubt zu wissen, daß Herriot am Freitag Abend nach Paris zurück- khten werde, wo er sich bis Mitte nächster Woche «ishalten werde.
Sie Micum beschlagnahmt die Kohlenlager.
B e r l i n, 22. Mai. BlätterrneLungen aus Essen zu- > folge ist den Zechen im Ruhrgebiet ein Schreiben der Micum zugcgangen, daß sich die für Mai fälligen Reparationslieferungen der Zechen durch den gegenwärtigen Komps im Ruhrbergbau nicht vermindern. Jnsolgidesim habe der Präsident d«r Micum angeordnet, daß di« Lagev- rorrät« der Zechen bis zur Wiederaufnahme der Kohlenförderung plombiert werden. Während dieser Zeil dürfen die Zechen den Sagern keine Kohle ohne die Genehmigung der Micum entnehmen. Die Micum hab« weiter amjeorbnet, daß die Lagervorräte zwecks Reparationslieferungen verladen werden. Sollte dies seitens der Zechen nicht geschehen, so würde die Micum das Verladen durch eigene Mannschaften vornehmen lassen.
Sie Rotstanbsarbetten eingestellt.
Berlin, 22. Mai. Wie die „Voss. Zella." auS Böckum meldet, mußten auf faßt der Hälfte der Ruhp- zechen die Notstandsarbeiten eingestellt wer- den. Wie die Blätter weiter melden, ist der Kampf- Wille der Bergarbeiter trotz der wachsenden Not noch stark. Eine Konferenz sämtlicher Funktionäre des Bezirks Bochum des Bergarbeiterverbandes stellte sich legschaft der Tyssenwerke brträgt rund 8000 Mann, tonte auÄtrücklich. daß die Bergarbeiter gewillt seien, den Kampf für die sieben- bis achtstündige Schicht bis zu« Weißbluten zu führen. •
Sie Lm im WkzM.
Blutige Zusammenstöße im Ruhrgebiet.
G e s e n k i r ch e n, 22. Mai. Gestern ist «S z» blutigen A nru hen gekommen. Auf der Zeche Brossert in Marl demonstrierten zunächst etwa KOC Frauen, die die Zechentore zu stürmen versuchten, um die Notstandsarbeiter andern Betrieb zu holen. Ain 9 Ahr abends drangen etwa 3000 Bergarbeiter in den Zechenhof ein. stürmten di»^ Zcchentore und holten die arbeit'?» Willigen, mit Notstandsarbeiten beschäftigten Leute von ih>er Arbeitsstätte. Der Kampf zwischen Zechenwache und den Streiken- den t crlief zt ungunsten der Wache, w -- rauf schließlich belgisches Militär eingriff und von der Waffe »Gebrauch machte. Gegen Mitternacht war die Zcchr gesäubert. Einzelheiten fehlen noch
Sie UesinmMdm in Stonfrei®.
Herriot bereit.
- Paris, 22. Mai. Herriot hat gestern 5Ibenfc in der außerordentlichen Sitzung der Leitung des radikalsozialistischen Partei- A r S s ch u s f e s einen kurzen Bericht über die poetische Situation und insbesondere die am Voc- ntittag mit Millerand geführte Antcrhultung «r'iattct. Die Anwesenden sprachen Her- riot ihr Vertrauen aus und forderten ihn »auf, die Ausarbeitung eines Programms vvrzu- nchmen. daß der sozialistischen Partei nach genauer jkcnntniSnohme mitgeteilt werden wird. Der am Schluß der Sitzung herausgegebene Bericht besagt, daß Herriot den neugewählten Abgeordneten, Kon- didatcu und Wählern, die zu dem republikanischen Siege in hervorragendem Maße beigetragen haben, lebhafte Glückwünsche aus. Es wurde schließlich beschlossen, entsprechende Maßnahmen zur Abhaltung ztteler Sitzungen des Exekutiv, ausschusfes per radikalsozialistischen Partei am 1. und 2. Juni, au: der die Gesamtlage zur Sprache gebracht werden foll, zu ergreifen.
Auch eine künftig straffere Parteidisziplin deutet bi r zum Schluß der Sitzung herausgegebene Bericht an. in dem es heißt, daß die radikalsoziali- stifche Partei nur eingeschriebene Mitglieder umfassen könne. Zu dem offiziellen Bericht, in dem es gestern hieß, daß Herriot und Painleve die Ausgleichung des Budgets für die Kslich* einer jeden Regierung halten, schreibt der »Oeuvre" heute srüh: Poincare und sein Finmzmi- eificr hatten zunächst einen ganz anderen Bericht enitoutfen, der eine Stelle enthalte, wonach zwi- .jchen her. Vertretern des gegenwärtigen Kabinetts :eah denjenigen des kommenden volles Einvssftänd- silis in der Handhabung der Finanzpolitik bestünde, i Herriot und Painleve haben es jedoch abgelehnt, den ihnen vorgelegten Bericht zu unterzeichnen mit dec Begründung, daß sie nicht in der Lage und wich nicht befugt seien, vorbehaltlos der in der letzten Woche befolgten Finanzpolitik beizupflich- . ten, insbesondere, da sie nicht über alles den ge- ; wünschten Ausschluß erhalten konnten. ' „Oeuvre" ist in der Lage, mttzuteilen, daß Herriot fest entschlossen ist, das Kabinett mit oder Ahne Mitwirkung der Sozialisten zu Hilden unter der Voraussetzung allerdings, daß t-ie Sozialisten die formelle Verpflichtung über* nehmen, seine Regierung und ein im Voraus ent- jenes Programm zu unterstützen. Wenn die ^Sozialisten in' das Kabinett eintreten, so werde Herriot ihnen einen hervorragenden Anteil an del- sem sichern. Wenn sie Dagegen ablehnen sollten, so werde er ein radikalsozialistisches Kabinett bilden. 48 Stunden vor Einberufung des soziali-
Die Verhandlungen in Berlin
Zentrum und Demokraten gegen Deutschnationale.
Bninrlige Mmng Des MMelr.
Forderungen England».
London, 22. Mai. Die „Westminster Ga- krite" veröffentlicht heute eine Information ihres öiplom.ttifchen Berichterstatters über die Absichten englischen Regierung bezüglich der Reparatt
worden seien. Nach weiteren Aeußerungen der Bankiers, die den Kredit bewilligten, sei die Anleihe nicht sofort rückzahlbar gewesen, sondern könne auf ein Jak» ober noch weiter verlängert werden. An anderer Stell« erklärt dasselbe Blatt, daß der Kredit bis zum 1. September verlängert worden sei auf Grund der stillschw«» genben Uebereinkunft, baß bas französisch« Budget stabilisiert werbe, bie Ausgaben in ben zerstörten Gc- cteten eingeschränkt würben, bis sie burch neue Einnahmen unmittelbar gebeckt seien, unb baß Frankreich keine weitere Anleihe aufnehme, ausgenommen solche zur Konsolibierung seiner schwebenben Schuld.
Sos SstWnk Mn.
London, 21. Mai. In Londoner Citykreiftn hat die über die Firma Stahlwerk Becker verhängte Gefchäsis- auffichl erhebliches Aussehen erregt. Der Han- delstcil der „Times", die mittcilen, daß dies« Firma vergeblich versuch: sabe auf dem englischen Markt Kredit« zu bekommen, weist daraufhin, daß es notwendig fei» werde, die englischen und amerikanischen Kredit« der Gold- diskontbank zu erweitern, damit diese Bank leichter ttnK besser in der Lage wäre, lebensfckhigen deutschen Hndu. stric-Unlerr>ehmungen die notwendigen Kredite zu gewähren.
t Sie englische Einladung nach dem t Juni.
Paris, 22. Mai. Der „Information" wird aus London gemeldet, wenn nach dem 1. Juni das neue französische Kabinett gebildet sei, werbe Ramsay Mac Donalb wahrscheinlich bem neuen Ministervräfibenten 6ib bem Außenminister gegenüber seine Einlabung wiederholen, in Checquers mit ihm Fühlung zu nehmen. Sollten bie parlamentarischen Arbeiten Frankreichs bem Linistetvtäsibenlen nötigen, in Paris zu bleiben, |o werbe Mac Donalb selbst nach Frankreich kommen unb über Sonntag in Paris verweilen. Auf alle Fälle würbe bie Zusammenkunft zwischen ben beiben Pre- dietministetn in aller Kürze unb zwar höchstwahrscheinlich in her ersten Junibekabe stattfinben.
_ Str im 3ronle*i.
Neue Maßnahmen.
Paris. 22. Mai. Gestern Mittag hat im Esysee unter dem Vorsitz Millerands eine Besprechung stattgefunden, an der Poincare, der Fini nzuini'e. Marsal, sowie Herriot und Painleve teilnahmen. Der Finanzminister hatte den Auftrag, die beiden Führer des Kartells der Linken über die Schwierigkeiten der finanziellen
Die Deutschnationale Volkspartei bat in ber Besprechung mit ben Vertretern ber Mittelparteien ben Vorschlag gemacht, bie Lösung ber für bie Regierungs- frlbung bestehenben Schwierigkeiten in ber Voranstellung ber Personenfrage zu suchen.
Als geeignete Persönlichkeit war von ben Deutschnatt malen bekanntlich Croßabmiral v. Tirvitz bezeichnet worben. Sie machten ben Vorschlag, Etoß- abmiral v. Tirpitz zu ben Besprechungen hinzuzuziehen unb zunächst ein von ihm formuliertes außenpolitisches Programm anzuhören. Dieser Vorschlag würbe von ben Vertretern ber Demokraten unb bes Zentrums sehr schroff abgelehnt, unb zwar mit ber Begrünbung, baß man bamit fchon viel zu weit in eine Erörterung ber Personenfrage bineingeraten fei, wäbrenb es sich in ben vorbcreitenben Besprechungen nur um bie Erörterung eines allgemeinen Programms hanbeln könne.
Nach ber Erklärung ber Deutschnationalen Volkspartei, bie iebe Initiative ber Deutsch- nationalen für bie Resierungsbilbung zurückstellte, traten gestern vormittag im Reichstag bie Vorstänbe ber Fraktionen ber Mittelvarteien zunächst getrennt unb bann gemeinsam zu einer Beratung zusammen. Nachbem ber Votfianb ber Fraktion ber Deutschen Volksvartei einen entsore- chenben Beschluß gefaßt hatte, würbe in einer mittags fiattfinbenben Besprechung ber Führer bet Mittelvar- teien von bem Vertreter ber Deutschen Bolkspartei votgeschlagen, baß Vertreter ber Deutschnationalen Partei nunmehr zu einer gemeinsamen Besprechung etngelaben werben sollen, in ber bas von bet Deutschen Volkspattei aufgestellte außenpolitische Programm erörtert werben soll. Dieses Programm, bas bie Zustimmung ber übrigen Mittelvarteien geftinben bat, soll bie Basis für ei ne sachliche Einigung mit ben Deutscknatio- ualen geben. Der Vorschlag ber Deutschen Volksvartei fanb bie Billigung ber übrigen Vertreter ber Mittelvarteien. Eine Einlabung bet Deutschen Volksvartei ist bereits an bie Deutschnationale Volksvartei für ben heutigen Freitag vormittag obgegangen. Der Dotstanb bet Zentrumsfraktion fiat es gebilligt, baß bie Einlabung an bie Deutschnationalen erfolgt ist. Eine Aeußetung ber Demokraten liegt noch nicht vor. Es ist aber auch mit be- offiziellen Zustimmung bes Vorftanbes ber Deutfchbemokratifchen Fraktion zu biefer Einlabung zu rechnen.
Die Besprechung am heutigen Freitag vormittag wirb unter Vorsitz bet Deutschen Volksvartei stattfin- ben. Die Einlabung ist, wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, von ben Deutschnationalen angenom- m e n worben. Damit ist aber noch keineswegs gesagt, baß nunmehr bie Schwierigkeiten, bie in ber Besprechung am Mittwock auftauchten, befeitigt stnb. Es ist bie Absicht ber Mittelvarteien, in bisset Besprechung zunächst eine Einigung übet ein sachliches Programm zu finben, wäbrenb wahrscheinlich von beutschnatioualer Seite aus wiebet bie Petsonen- froge in ben Votbetgtunb gerückt wirb. Aus bet Linken bet Mittelvarteien lehnt man bie Befiaublung ber Personenfrage insbesondere deshalb ab, weil man damit in die Kompetenzen bes Reichspräsidenten einzugreifen fürchtet.
Man nimmt in parlamentarischen Kreisen bet Mitte an, baß im gegenwärtigen Augenblick keine Resierungsbilbung erfolgen wirb, fvnbetn baß bas Kabinett Marr vor ben neuen Reichstag tritt, sein Programm entwichen unb bas Reichstagsplenum bann entscheiben lassen wirb.
Der Anzeigenpreis beträgt für den lOgefp. Zeilenmillimetet 0,08 »aldmark. MetH*« r auswärt. Anzeigen 0,10 Ealdmatk. Lei ichmier.Satz 50 •/. Aufschlag. Sammel«,,«ig. 1M*U Aufs-filag. Reklamen k," " ' -- -- - - ■ * ilr T_—......
berechnet, ebenso Auskunft durch die Selchästrstelle und Zule,du«g'd«r S,««b»te. Zahl»,« innerhalb 5 Tagen (1 Dollar - 4,20 Eoldmatk), Berechnung nach de« Lerliner Hütet* kurs bes 3ablungs*ei*g«m6»tages. Lerzugszinsen pro Tag nach bem Lank,in »faß
i Amtliches Verkllndigungsblatt des Kreises Marbmg
Anzeiger für (das früher kurheffifchej Oberhessen
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rrschütterliche Tradition und einen u n 6 e u g - ergebe, baß ber Krebit so gut wie unverzefirt sei, ba som«n Willen, denen eine über große Mittel ber* '