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Demokraten der Linken
Radikale und Radikalsozialisten
Soziale Republikaner
Geeinigte Sozialisten
Kommunisten
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Ereignis von großer Tragweite und er fest, daß dies zu der nötigen Befriede! Welt führen werde.
Bestürzung in Belgien.
Marburg
Mittwoch, üen 14. Msi
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pie Haltung Millerands ist noch unbestimmt. Es wird als selbstverständlich anerkannt, daß die Entscheidung über das Verbleiben oder den Rücktritt des Präsidenten der Republik Nicht in die Kompetenz des Ministerrates fällt. Die politische Lage scheint aber den Rücktritt Millerands zu fordern.
' Hebet den heute vormittag unter bem Vorsitz bes Präsidenten bet Republik abgehaltenen Ministerrat wirb bar folgenbe EommuniquS ansge- geben: Ministerpräsident Poincarö, hat den Mi- misterrat über die auswärtige Politik aufgeklärt. Der Ministerrat hat beschlossen, feine nächste Sitzung am 22. Mai abzuhalten. Ministerpräsident Poincare hat de« Präsidenten bet Republik mit»
Paris, 13. Mai. Poincars hat gestern •«it mehreren Ministern konferiert. Er sieht die Lage wie folgt: Der Linke Block hat dem RechM block 100 Sitze abgenommen, aber der linke Block besteht aus drei, der rechte aus vier Parteien. Beide Blöcke haben wenig innerpolitischen Zusammenhang. Poincar6 könnte eine Mehrheit für sich finden, aber er glaubt, daß man der neuen Orien- sterung Rechnung tragen und denSiegerndie Verantwortung überlassen müsse. Da-
tivdemission des Ministeriums am L 3uni zu überreichen.
Nach den bisherigen Wahlergebnissen haben die Parteien des Rechtsblocks 263 Mandate, die des Linksblocks 267 Mandate erhalten. Hierzu kommen noch die 11 konservativen Abgeordneten und die 27 kommunistischen, die für eine Regierungsbildung roohl von vornherein ausscheiden. ... .
berechnet, ebenso Auskunft dur» Vie Eeschättsstslle und Zusendung der Angebote. 3ablunr innerhalb 5 Tagen (1 Dollar ~ J,on ..
turs des Zahlun°s-Ei«s«,s»tages. Verzugszinsen pro Tag nach dem Bankzlnsfnh
Anflehung der kriegerischen Leidenschaften feefürchtften Hier habe man e5 mit besorgniserregenden Sfemplomen zu tun, die überwacht werden müßten. Ein Volk, so erklärte Painleve im Hinblick aus den Sachverständigen» plan, das diese Möglichkeit einer gerechten Regelung ablehnen würde, würde in den Angen der öffentlichen Meinung der ganzen Well eine schwere Verantwortung aus sich nehmen. <
Der Nachfolger Poincarös.
Paris, 13. Mai. Zm Anschluß an die K'-m- binationen, die gestern Abend in den Wano.-gä r- gen der Kammer erwogen wurden, schreibt Haoas: Unter den politischen Persönlichkeiten, die unter den gegenwärtigen Umständen am meisten in dem eventuellen Nachfolger PoincarSs berufen zu sein scheint, wird schon jetzt in erster Linie B r i a n d genannt und an seine Teilnahme als Ministerpräsident an zahlreichen interalliierten Verhandlungen erinnert. Auch der Name Her- r i o t s wird ausgesprochen, aber sehr viele unter den politischen Freunden Herriots erklären, sie würden es für den Augenblick vorziehen, wenn er für den Vorsitz in der neuen Kammer kandidiere.
nicht erfüllt hätten. „Giornale d'Italia" gibt bei Ansicht Ausdruck, daß die Lösung des Reparations- prvblems durch die Bildung einer französische» Linköregierung erleichtert fei.
Die „Dberbefititbe Zeitung" ericbeint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 2 Mark ausschließlich Zullellungsgebühr. Für ausiallenve Nummern infolge
Streits oo. eiement.Sreignifie kein Ccnas. — SPet.aj non Dt. L. Higeroth. — Druck der llniv.»Buchdruckerei non 2oh. Lug. Noch. Marti 21,23. — Rerniptemet 55, Bollicheckkonto: Nr. 5015 Amt Sranfiurt a. Main.
genommen Poincars verzichte auf die Leitung der öffentlichen Geschäfte, keineswegs daraus folgen, daß sein Nachfolger die Politik Poincarös vollständig aufgebe.
Der wahre Grund.
Paris, 13. Mai. Hadas veröffentlicht einen offiziösen Kommentar zu dem Ergebnis der Wahlen, in dem es heißt, die Wahlen in Frankreich hätten eine ausgesprochen demokratische Strömung nachgrwiesen. Im Gegensatz zu t<n Borgängen in Deutschland, öd" baß reaktionäre Element der Sieger bei den Wahlen gewesen sei, hälfe in Frankreich die konservative Partei 50 Prozent ihrer Mandate verloren. Das Wahlergebnis sei in erst« Linie auf die Wahlordnung zurückzuführen, dAkdie Koal U*pn der Elemente der Lin - ken erleichtert habe. Wenn die radikalen und M? sozialistischen Krä te getrennt g b'i'ben wü er, würden sie keine grvßeil Erfolge zu verzeichnen gehabt haben. Aber man könne sich fragen, ob die Gruppierung von Abgeordneten, die zwar auf einer gemeinsamen Liste gewählt worden seien, deren Programm aber in wesentlichen Punkten sehr verschieden sei, die Berantwortuag zu übernehmen. Das vorherrschende Element, das vor allem die Wahlen beeinflußt habe, sei die durch die Teuerung und die neuen Steuern hervvrgerufene Unzufriedenheit gewesen. Im übrigen sei darauf hinzu- weiscn. daß die Wählerschaft, die sich vor allem von innerpvlrtischen Erwägungen habe leiten lassen, die Außenpolitik Pvincares nicht im Auge gehabt habe. Es wäre sehr vermessen, anzunehmen, daß die ftanzösische Polttik von der neuen Kammer von heute auf morgen abgeändert werden würde. Das Kabinett Poincare habe bereits vorbehaltlos dem Plane der Sachverständigen zugestimmt, der auch in Zukunft die Grundlage der französischen Repa ra- tivnspvlitik bleiben werde. Wie in England die Aebernahme- der Regierung durch Mac Donald keine merkliche Aenderung in der Führung der auswärtigen Angelegenheiten des Landes herbeigeführt habe, so müsse auch in Frankreich, ange- nommet: Poincare verzichte auf die Leitung der öffentlichen Geschäfte, daraus keineswegs folgen, daß sein Nachfolger die Pvlittk Poincares völlig aufgeben müsse.
London, 13. Mai. In den verantwortlichen Kreisen Londons geht nach einer Reutermeümng der allgemeine Eindruck dahin, daß das Wahlergebnis in Frankreich keine eingreifende Veränderung in der iran- zösifchen auswärtigen Politik Hel bei führen werde. Man sei der Ansicht, daß das Ergebnis der Wahlen auf innere Fragen, wie z. B. die Erhöhung der Steuern zurückzuführen ist.
London, 13. Mai. Llvhd George sagte in einer Rede im Rat der Nationalliberalen Ver- .cinigung, ganz Europa freue sich über die Nachrichten von dem großen Sieg des Liberalismus in Frankreich. Dies sei ein sehr bezeich-
Rücktritt PoincarLs
Auch Millerand geht?
Paris, 13. Mai. Die Presse des nationalen Blocks findet sich nur schwer mit der Niederlage bei den Wahlen ab. So schreibt Gustav Herve in der „Bictoire". „Der nationale Block, auf den wir so große Hoffnungen gesetzt haben, hat nicht nur eine schwere Niederlage et« litten, er ist ganz zusammengebrochen. Der unheilvolle Mann, der durch seine Mittelmäßigkeit, Qinen Eigensinn und seinen Mangel an Führereigenschaften die Hauptverantwortung an dieser Katastrophe trägt, hat eine schöne Arbeit geleistet."
Havas stellt ht einem offiziellen Kommentar fest, daß bei den Wahlen die Konservativen und die «mäßigten Republikaner 50 Prozent ihrer Mandate verloren hätten. Wenn die radikalen und die sozialistischen Kräfte getrennt geblieben wären, hätten sie keinen so großen Erfolg zu verzeichnen gehabt. Aber man könne sich fragen, ob die Gruppierung von Abgeordneten, die auf einer gemein» fernen Liste gewählt worden seien, deren Programm aber in wesentlichen Punkten voneinander abweiche, von Bestand sein .würde, wenn für die Sieger der Augenblick gekommen sei, die Verantwortung zu über» nehmen. Das vorherrschende Element, das vor vllem die Wahlen beeinflußt habe, fei die durch die Teuerung und die neuen Steuern hervorgerufene Unzufriedenheit gewesen. Zm übrigen sei darauf hinzuweisen, daß die Wählerschaft, die vor allem Ach von innerpolitischen Motiven habe leiten lassen, die Außenpolitik Poincar6s nicht im Auge gehabt habe. Es wäre sehr vermessen, anzu- Jtefemen, daß die französische Politik von der neuen 'Kammer von heute auf morgen abgeändert werden würde. Das Kabinett Poincar4 habe bereits vorbehaltlos dem Plan der Sachverständigen rügestimmt, bgx auch in Zukunft die Grundlage der französischen Reparationspolitik bleiben werde. Wie in England die Uebernahme der Regierung durch Mac Donald keine merkliche Aenderung in der Führung der Außenpolitik des Landes herbeigeführt habe, so dürfe auch in Frankreich an-
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, Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurhessischej Oberhessen
Insgesamt 569
Zu wählen find insgesamt 584 Abgeordnete. Unbekannt sind bis jetzt noch zehn Ergebnisse aus den Kolonien, vier Stichwahlen und ein Sitz im Departement Nord, das ««gefochten wird.
Amnestie für die Ruhrgefangenen?
Paris, 13. Mai. Eine Anzahl neugewühl- ter, linksstehender Abgeordneter haben ihre Absicht angekündigt, sofvtt nach Zusammenttttt der neuen Kammer einen umfassenden Amnestievorschlag zugunsten der von den KriegSge- richten und der wegen polittscher Vergehen Ver-§ urteilen einzubringen. Gleichzeitig weide die Wie«, dereinstellung sämtlicher wegen StteikS oder ihre« politischen Meinung entlassenen Eisenbahnen oder sonstigen ^Beamten in die Wege geleitet werden. j
Es ist zu hoffen, daß sich diese Andeutungen 11 erster Linie aus die im Ruhr! am Pf Derur- teilten. Ausgewiesenen und Entlassenen beziehen sollen. j
Genf, 13. Mai. Die bis jetzt vorsieaenbetl re» daktionellen Kommentare der westschweizerischen Blätter bedauern im allgemeinen ine Niederlage PoincareS,s Die Genfer „Suisse", behauptet, daß btt, Schweiz kein Jyteresse an einer Lösungi der Reparationsfrage aus Sofien FrankreichO
Skepsis in Amerika.
Newhork, 13. Mai. Verschiedene führend« amerikanische Blätter Bringen die Ileberzeu- gung zum Ausdruck, daß ein Regierungswechsel in Frankreich nicht zugleich eine Aenderung des außenpolitischei Kurse S bedeute. So sagt „World", Amerika stehe den Auswirkungen der Niederlage Poincares noch sehr skeptisch gegenüber. Man müsse erst abwarten, wie Briand sich zu dem DaweS-De- richt verhalte. Ob Herriot, ob Briand komme, di« auswärtige Politik ändere sich nicht.
Newhork, 14. Mai. „Newhork Times* fließt z: dem Crzebns der franzLs schen Wahlen, es bestehe große Gefahr, daß die Deut» schen durch den Wahlausfall zu neuen Widerstand ermutigt würden. Sollte dies geschehen, sollten sie beschließen, ihren Widerstand gegen den Dawesplan zu erneuern, so könnten die Folgen ernst fein.
Amerikas Befürchtungen für den Franken.
London ,13. Mai. Ter überraschende Sturz de» Franken in Newriork und London wird in Finanzkrnsez daraus zurückgeführt, daß die englischen und amerik» nischen Großbanken befürchten, daß eine neue französische Regierung, in der die Sozialisten direkt oder indirekt mit» zurcden hätten, schwer die nötigen Ersparnismaßnahmen durchführen könnte, die dazu notwendig seren, bl8 französische Budget in Ordnung zu bringen und zu halten
Paris, 13. Mai. Der wiedergewählte Abgeordnete tzrnd ehemalige Ministerpräsident Paileve hat im Hinblick auf das Ergebnis der französischen Wahlen dem „Excelsior" in einer Unierredung über die Re» parationsfrage und den Sachverständigcnplan erklärt, Frankreich wolle den Frieden, den gerechten und stabilen Frieden. Ein gesicherter Friede wäre nicht möglich, ohne Wiedergutmachung der Krregsschäden, ein stabiler Friede nicht ohne großzügige und generöse Auffassung der materiellen und moralischen Möglichkeiten, das strikte Recht in lebendige Wirksamkeit umzuwandeln. Vor 1914 habe Frankreich dem Frieden das größte Opfer gebracht. Die Alldeutschen hätten Frankreichs Rücksicht auf die Menschheit für ein Versagen der französischen Raffe gehalten Deutschland müsse sich hüten, in einen ähnlichen Irrtum zu verfallen, was für Deutschland die schlimmsten Folgen habe nwürde. Es gebe nur eine friedliche Zukunft für Frankreich und die ganze Welt, wenn der gute Wille, Frankreichs Versöhnlichkeit, ien» sttts des Rheins den guten Willen loyaler und beharr- kicher Erfüllung sind. Ein« Kundgebung wie in Halle fei t'.A Mißtor» in den Ohren der Gutwilligen, die die
Deutsche Kommentare.
Berlin, 13. Mai. Der „Lokalanzeiger* schreibt: Die Linksparteien in Deutschland haben sich wieder einmal, um auch dar noch festzustellen, all schlechte Propheten erwiesen. Himmel und Höll« haben sie in Bewegung gesetzt, tun den deutschen Wühlern klar au machen, daß sie die Position des nationalen Blocks in Frankreich außerordentlich befestigen würden, wenn sie sich am 4. Mai von den Rechtsparteien betören ließen. Der deutsche Wähler bat sich durch diese nicht gerade sehr würdevollen Vorstellungen nicht beirren lasten. Der Erfolg ist, daß der Blök national in Frankreich einigermaßen kampfunfähig am Boden liegt. Der entschlossene nationale Wille, der durch die Reichstagswahlen am 4. Mai so deutlich zutage getreten ist, bat den Respekt vor dem deutschen Namen im Ausland und nun, wie es scheint, auch in Frankreich wieder lebendig gemacht.
Die „D. A. Z." betont: Die neuk Kammer dürfte zu Verhandlungen mit England und Deutschland drängen, ohne daß von ihr volftische Einsicht und Verständnis für den Frieden Europas im geringsten erwartet werden dürfte.
Die „Deutsche Zeitung" urteilt: Das Ergeb« nis der ftanzöfischen Wahlen kann man immerhin al» einen kleinen ersten Sieg des nationalen Deutschlands b trachten.
Der „Vorwärts" schreibt: Es wäre gänakich verfehlt, wollte man meinen, eine Linksregie» rung in Frankreich würde von beute auf in argen oas Ruhrgebiet räumen.
Die „Deutsche Tageszeitung" meint: Eine Erleichterung der internationalen Eesamtlage können wir uns von den ftanaöfischen Wahlen an sich nicht versprechen.
Die "Börfenaeitung" schreibt: Es bestebi immer noch die Möglichkeit, daß die Parteien der bis« fertigen Poincarä-Mehrheit sich abermals zu einet Gruppe vereinigen, die einbeitlichere außervolitifche £ <le haben wind- als der Block der Linken, bei dem die Ziele jDer Radikalsozialisten und der Sozialisten außenpolitisch keineswegs Lbereinstimmten. Erst di« «ckellun,..2hme aller dieser Patteien zum Wabletgeb« nis wird zeigen, wohin in Zukunft der außervolitifch« Kurs Frankreichs gebt.
gehend fei. Aber man verstehe das Verhalten dieses gewissenhaften Befolgers der republikanisihen Ver- sirssung. Auch der Staatspräsident werde diese Regel befolgen. Die Entscheidung müsse rasch fallen. Die fremden Währungen seien plötzlich gestiegen. Die Finanzmänner, die vor einem Monat den französischen Franken unterstützten, müßten bald wissen, ob die Finanzpolittk weiter befolgt wird, und sie könnten das nur aus dem Munde der neuen Regierung erfahren. Diese habe selbst das Interesse, daß die Kurse nicht in 5Bet« Wirrung geraten.
Paris, 13. Mai. Soeben wird folgendes amtliches Ergebnis bet
her betrachtet sich PoincarS von heute nur noch »ls Geschäftsführer und enthält sich aller Initiativen. Er verzichtet daher auf den Besuch in khequers. Die Krise müsse vor dem 2.
Die englische Presse zu der Niederlage Poincares.
London, 13. Mai. Die englische Presse mach' ans ibrer Uebercaschung über das französische Wahl- e-aebni. keinen Hehl. „Morningpost" schreibt, Pmir- rares Schicksal ähnle, dem Schicksal von Beniselos, Curzon und anderen Staatsmännern, die die Innenpolitik aus Kosten der auswärtigen vernachlässigt hätten.
Der „Daily Triegraph" nennt die Wahlen einen po- litischen Erdru tsch. Das Blatt ist gleichzeitig von dem Wahlergebnis sehr überrascht. Es schreibt den Mißerfolg Poincares in der Hauptsache auf die Enttäuschung in der Ruhrpolitik zu, da man den Frankensturz als eine Folge dieser Politik empfunden habe. Mar erwartet einen Wechsel in der französischen Politik, sobald eine Linksregierung aus der neuen Mehrheit gebildet werde und man müsse dann auf eine uneingeschränkte Annahme des Sachverständigen-But- achtens wie in Frankreich so auch in Deutschland hoffen.
Die,, Times" meint, man habe nur eine leichte Ver> Minderung der Regierungsmehrheit erwartet, aber nichi mit einem btrartigen Mißerfolg Poincares gerechnet. Paris habe seine Funkttonen als Resonanzboden der öffentlichen Meinung Frankreichs nicht erfüllt.
„Da ilh Ehronicle" schreibt, eine Veränderung des französischen Premierministerpostens könnte kaum verfehlen, ein Vorteil für die Welt zu sein. Poincare habe Frankreich zur vorherrschenden Militärmacht auf dem Kontinent machen wollen, und seine Politik habe auf die dauernde Schwächung Deutschlands durch die Los- trennung deutscher Gebiete und die Umzingelung Deutschlands mit bewaffneten Mächten unter Führung Frankreichs abgezielt. Frankreich wollte nicht nur die militärische Vorherrschaft erobern, sondern auch eine auf den Ruinen der deutschen Industtie gegründete wittschastliche Vorherrschaft. Eine Möglichkeit auf eine Wiederherstellung Europas bestände nicht ,sv lange Poincare fvrtfahre, Frankreich zu beherrschen. Kein brittscher Premierminister irgend einer Pattei hätte eine Regelung erzielen können, so lantze Poincare im Amte fei. „Dallh Ehronicle" schließt: „Wir werden daher eine Veränderung in der Führerschaft Frankreichs begrüßen, da wir bestrebt sind, die alte Freundschaft mit Frankreich wiederherzustellen und mit seiner Hilfe einen wirklichen Frieden und eine neue Ordnung in Europa zu schaffen."
London, 13. Mai. Der Brüsseler Berichterstatter der „Times" schreibt, die Ergebnisse der französischen Wahlen seien von allen belgischen Regierungskreisen, ausgenommen den Sozaliten. mit Bestürzung ausgenommen w rd:n Ein derartiger ausgesprochener Erfolg des Blockes der Linken sei von niemand ertoartet worden. In politischen Kreisen sei plötzlich große Zurückhaltung an die Stell edes Opttmismus gerieten.
Befriedigung in Rom.
Rom, 13. Mai. Die italienischen Blätter lassen erkennen, daß die Ergebnisse des ftanzösi- schen Wahlkampfes einen unverkennLaren Optimismus in den politischen Kreisen ausgelöst haben. „Epoca" hebt hervor, daß die nach den deutschen Reichs ag.wählen äuge el .e.r Voraussagungen sich
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|6h Juni gelöst melden. Viel bedauert werde, sein Verschwinden, wenn es auch nur vorüber-