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I Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen
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Die Träger des Kampfes sind die K o m m u -
rheinisch-westfälischen Zn-
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in einer Unterredung mit dem 'Chefredakteur .Lokalanzeiger", Hämisch, über den Wahlansund das Reaierunasvroararnm der Deutsch-
Eindruck Tatsache Welt in
sämtlichen Zechen dustriegebietS.
Essen, 6. Mai. Di« Bergwerksbesitzr^Ha- ben infolge der Beschlüsse der Bergarbeiterorganisationen in Essen und Bochum seit heute Abend 6 Ahr die gesamten Belegschaften ausgesperrt Seit d'eser Zeit ruht die Arbeit auf
Blärtermeldungen aus Dresden zufolge ist gestern auch auf allen Drüben des sächsischen Bergbaues die Aussperrung der Berg, arbeitet erfolgt. Die AvtstandsarbeitenjDerben von den Bergarbeitern verrichtet.
der deutschen DvlkSpartei — haben sich des Wahlseldzugs gegen ben Bersailler erhoben, jedoch kann man beim ersten Sicht bis zum Tragischen-gehen. Eine aber wird die öffentliche Meinung der
bald es technisch irgendwie möglich ist, werden Arbeit-? willige beschäftigt.
in Gelsenkirchen eine große Bergarbeiterversammlunck aus Vertretern sämtlicher Gewerkschaften eine Kommission erneniKn, die sah nach Düsseckorf begebe« fett um dort die Stellungnahme der Micu zu dem ArbettA- zeitkampf im Bergbau kennen zu lernen. Borläufig verhalten sich die Besatzungsbehörden vollkommen passiv.
Sm MlemMMUm Ott Stultt« national««.
Nach. Blältermeldungcn aus (Elfen ruht seit beut: Vormittag auf fad allen Zechen des Ruhrgebiets die Arbeit, nur im Bochumer. Bezirk ist ein Teil der Arbeiter, etwa 14 Prozent, eingefahren.. Der Rest ist teils aiS- ständig, teils wird er nicht zur Arbeit zugelassen, wen sich die Arbeiter weigern, die Achtstunsensckicht zu verfahren. Nach ben im Rei bskohtenkornrmssariat vorliegenden Meldungen wird die Lage irn Ruhrgebiet wobl als sehr ernst angesehen, jedoch hält man die Gefahr einer Swckung in der Kohlenrersorgung gegenwärtig nicht für gegeben
Stellungnahme der Micum zum Streit he Ruhrgebiet.
Essen, 7. Mai. Die DesatzungSbehörd« wird sich dem Bernehmen nach keineswegs in ben Streit zwischen Unternehmern und Bergarbeitem einmischen Sie wird jedoch auf alle Fälle die Ruhe und Sicherheit aufrechterhalten und Ausschreitungen oder gewaltsame Zerstörungen nicht dulden. Die Micum bestcht auf bei Durchführung der Reparationslieferungen in Kohlen und will gegebenenfalls Beschlagnahmungen vornehmen oder aber sogar noch weitere Zechen der Regie einverleiben.
Der Reichsarbeitsminifter reift ins Ruhrgebiet.
9Bte der „Lokalanz." mittedt bestandet sich Reichs- «rbeitSminister Brauns aus dem Wege zum Ruhrgebiet, um dort durch eine Bermittlungsaktion ben N«mpf im Bergbau beizulegen. Die Vertreter der vier Bergarbeiterverbände haben gestern in Essen in einer Sitzung die Lage besprochen. Heute nachmittag soll
nisten, die mit der Zeit die alten Bcrgarbeiter- verbände zurückgedrängt und die Führung an sich gerissen haben. Aber des llcbeLs Wurzel liegt doch tiefer. Um die Micumverträge zu erfüllen, ist die Anspannung der Arbeitskraft zur höchsten Leistung erforderlich. Das verlangt Frankreich, das sonst mit neuen Gewalttaten einen Druck ausüben wird. Die Bergarbeiter sollten hier nur die Faust des französischen Tyrannen fühlen — sonst nichts. Jedenfalls mutz eine vernünftige Regelung gefunden werden.
Königsberg i. Pr., 7. Mm. In dem Land- arbeit erstreik sind aus 312 Gütern in zwölf Kreisen der Provinz Ostpreußen 1800 Nothelfer eingesetzt worden. , München, 7. Mai. Nachdem im Betrieb der deutschen Werke, Werk München, 2 30 Holzarbeiter in den Streik getreten sind, sah sich die Firma aus betriebstechnischen Gründen genötigt, der Gesamtbelegschaft zum 20. Mai zu kündigen.
Abgelebnter Schiedsspruch.
Bremen, 7. Mai. Die Bremer Werftarberte i haben mit überwiegender Mehrheit beschlossen, ben Hamburger Schiedsspruch abzulehnen.
Lübeck, 7. Mai. Die Lübecker Werftarbeiter haben mit 571 gegen 57 Stimmen beschlossen, den neuen Homburger Schiedsspruch abzulehnen.
hete»net, ebenso Susfunft dur» die ffieidiöftsiteUe und Zuienduna der Angebote. Zahlung innerhalb 5 Tonen (1 Dollar — 4,20 Eoldmarki, Berechnung nach dem Berliner Mittel, fürs des Zahlunos-Eingangstages. Verzugszinsen pro Tag «ach dem Bankzinsfuß
Streit in W«M
Die meisten Zechern feiern.
Dessau, 7. Mai. Der Verband Mitteldeutscher Metallindustrieller hat wegen d« Niederlegung der Arbeit in einigen anhaltlischen Fabriken beschlossen, die Betriebe in Anhalt, in denen jetzt noch gearbeitet wird, zu schließen. Davon werden tausend Me- lallarbeiter betroffen. Die Schließung der Fabriken soll am 14. Mai erfolgen. ' i
Essen, 6. Mai. Die technischen Verband: der Angestellten des Ruhrbergbaus (Afa-Gewerk- schaftsbiind der Angestellten. Gesamtverband deutscher Angestellten-G.werk cha't n. Reich-verbal» deutscher Bergbauangestellter) geben folgende Erklärung bekannt'
Das arbeitsrechtliche Ver^ältn-s nc- technischen Ange stellten wird durch die getroffenen Maßnahmen im Ruhr- bergbau nicht berührt. Hieraus ergbi fick für die Mitglieder der obengenannten Verbände, daß sie etwaigen Aiissorderungen zur Verrichtung von Notstands- arbeiten nachkommen.
Don bet Aussperrung im Ruhrgebiet werden laut ^Berl. Tageblatt" etwa 300000 Bergarbeiter betroffen. Die Besatzungsbehörden habendem Blatte zufolge erklärt, dah sie strikte Neutralität üben werdeen. Diee Halbenbestände für die kuhleverbrauchende Industrie sind gleich null. Infolgedessen muß. man bei einer längeren Dauer des Kampfes mit der Stillegung weiterer Betriebe vor allem der Metallindustrie rechnen, wodurch weitere 150 - 200 000 Arbeiter brotlos werde« würden.
Essen, 6. Mai- Von Arbeitgeberseite wird mit- geteilt: Die gestern verbreitete Meldung, daß die Zechen- besitzer des Bergbaues seit gestern abend 6 Uhr die gesamte Belegschaft ausgesperrt hätten, ist in dieser Form nicht ganz zutreffend. Die Zechenverwaltungen haben lediglich diejenigen B e r g a r b e i te r, die sich weigerten, länger als sieb en Stunden z» arbeiten, nicht tue Arbeit zugelassen. So-
nationalen. Aeber die Stellung der deutsch- nationalen Dvllspattei zu dem Sachverständigengutachtens sagte er u. a. Folgerndes:: Mm» scheint in objektiveren Kreisen des Auslandes zu hoffen — und man hat ein Recht dazu — daß unter entscheidendem Einfluß der Deutschnationalen eine deutsche Außenpolitik betrie- ben wird, die den Lebensnotwendigkeiten und dem Lebenswill en des deutschen Volkes unbedingt Rechnung trä£t, aber anderseits geeignet ist, eine befriedigende Lösung der dentsche n Ge - samtfragen auf dem Wege schleunigster Verständigung herbeizuführen. Wir setzen dem Gutachten und der Aufforderung zu Verhandlungen nicht von vornherein ein rundes Anannehmbar entgegen, wohl aber Vorbehalte, die ganz unverzichtbar sind. Wir gehen davon aus daß es unmöglich ist und daher von den Gutachtern auch nicht beabsichtigt fein kann, für die Verhandlungen zwischen den beteiligten Staaten die politischen von den wirtschaftlichen Fragen zu trennen, sind diese doch einfach untrennbar miteinander verbunden, greisen sic doch tausendfach ineinander. Soweit von Deutschland wirtschaftliche Konzessionen — Konzessirnen, über deren Maß verhandelt werden müßte — erwartet werden, sind diese doch ganz unmöglich, solange nicht die großen staatspolitischen ®n ndfragen einwandfrei geklärt sind, jene Grund- frcgen, von denen Die weitere Existenz Deutschland^ als Nation und als Staat abhängt. Dem deutschen Volk können wirtschaftliche LafteningrößeremAuSmahnichtzuge- mutet werden. — und wir werden sie -hm niemals zumuten — bevor die häufig genannten Eh- renpunkt ebefriedigend gelöst sind. Auf keinen Fall wird sich je eine deutschnational beeinflußte Regierung dazu hergebe n, Versp rech ungen mit ihrer Anterschijft zu decken, von deren Anerfüllbarkeil sienachpflichtgemäßerPrüfungübeer- zeugt ist. Damit spreche ich ja nur eine Selbst. Verständlichkeit au«. Das Ausland wird die Ge- wPht.it haben, dah, wenn mit ihm Vereinbarungen unter deutschnationaler Mitarbeit zustandekom- mer, das Versprochene auch gehalten werden wird womit sichere Grundlagen für das Neben- einanderleben der Staaten gegeben sein werden und nicht immer wieder neue Konfliktstoffe ent-
Grande genommen keine große Bedeutung haben. Alle beide — man könnte hinzufügen:
Marburg
Donnerstag. Sen 8. Mai
Sie Aei-KmmW.
Die Zersplitterung.
Berlin. 6. Mai. Wie jetzt feststeht, find in« folge der Zersplitterung int ganzen 14 Sitze mit eher 600000 Stimmen als verloren zu betrachten. Den 29 Millionen abgegebenen Stimmen stehen etwas über 28 Millionen bei den Wahlen von 1920 gegenüber.
! Ausländische Urteile.
London, 6. Mai. Die „Times" gründet Ihren etwas trostlosen Leitaufsatz auf die Behaup- fctng ihres Berliner Vertreters, die volle Hälfte pes deutschen Volkes habe für Verwerfung des DachverständigenberichteS gestimmt, und behauptet, der Wahlausfall verurteile jeden Versuch einer Kombination, der zur Ausführungen der Empfehlungei? des Berichts nötig wäre, von vornherein zum Mißerfolg. Der Artikel schließt wenn die konservativen Führer aus politi-, scheu Gründen den Bericht verwerfen, sei alle Hoffnung vorbei, daß Deutschland seinem Ruin entrinne, vor dem eS heute schon unmittelbar stehe. Vas Diehardvrgan glaubt nicht, daß die Konservativen den Bericht verwerfen und damit Deutschland wieder der völligen Vereinsamung aussehen werden. Der Mahlausfall beweise aber, daß die deutsche Annahme niemals aufrichtig sein könne. Hieraus folge natürlich, daß Frankreichs Politik die einzig richtige und der Verzicht «ms Sanktionen Und Pfänder Wahnsinn wäre. Die »Westminster Gazette" teilt die Auffassung der »Morning Post" bezüglich der Haltung der Konservativen, zieht aber aus der Sachlage den entgegengesetzten Schluß, nämlich, daß Frankreich zeigen müsse, dah seine Annahme des Sach- derständigenberichteS aufrichtig fei. Das Arbeiter- «gen ,bet „Daily Herald". schweigt.
Die Aeuherungen der maßgebenden Morgenblätter geben ein klares Bild der Auffassung in KariS. Der „OK atin", dessen Ausführungen als hochofsiziös aufgefaht werden können, schreibt:
Dft Hoffnungeen, die man haben konnte, das Deutsche Reich werde sich in loyaler Auslegung des Versailler Vertrages zu einer Demokratie entwickeln. sind durch die Wahlen von 1920 bereits park erschüttert worden; die vorgestrige Abstim- »mg hat sie vollständig beseitigt. Die Anhan- tzer der Gewalt im Inneren und dir Abenteurer nach außerhalb haben triumphiert sowohl bei der äußersten Linken, wie bei den Bürgerlichen. Man wird uns vielleicht tagen, man müsse sorgsam unterscheiden, und dar- «uj Hinweisen, daß Abgeordneter Hergt sich für die Annahme de« Sachverständigenplanes ausgesprochen hat, während die Agrarier und die Alldeutschen von der äußersten Rechten davon nichts wisse» wollten Das sind nur Abschattungen, die im
6rstaunen setzen, nämlich, daß in den Provinzen, die Frankreich besetzt hat, die Anhänger der Revanche nicht den Erfolg hatten, den sie erwa.r- Ittfn.
Das „Echo be Paris" glaubt, dah kaum eine Zweidrittelmehrheit für die Annahme der von den Sachverständigen vorgesehenen Gesetze zustande frrrmc. Die Lehren der Wahl könnten zweifelhaft fein Deutschland werde durch die Niederlage nicht gewandelt. Der Versailler Verttag werde gegen Len.schland nur siegen in dem Maße, in dem ihn eine hört er e Macht unterstützt. Gustave H e r » dce urteilt schnellsettig in seiner „Diktvire": Die .deutschen Wahlen sind, rund heraus gesagt, abscheulich. Ständen wir nicht am Rhein und ‘fei Ruhrgebiet, wir brauchten nicht mehr lange auf die Rückkehr der Hohenzollern zu toarten! „ß i - bettce“ erklärt: Was am meisten im neuen Reichstag fehlen wird, das ist eine Pattei oder Parteigruppe, die die nötige Mehrheit »der Autorität besitzt, um die Vertantwortung auf sich zu nehmen, den ikSertragvonDersailleszuverteidigen !(!) und den Vorschlag der Sachverständigen auszuführen.
* Berlin, 7. Mai. Exzellenz Hergt äußerte
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Sie Mftimimg her Bellen.
Hannxver, 7. Mai. Die Deutschhan. noveraner haben im ganzen Wahlkreisverband Niedersc chsen, also einschließlich Braunschweig, Bremen. Oldenburg und kstsriesland 3 3 379 Stimmen aufgebracht, gegen 1920 rund 100 00 Stim» men weniger. Für die Vorabstimmung am 81. Mai können diee Deutschhannoveraner aber von tiefe er Summe aber keinen vollen Gebrauch machen» da von ihr die Stimmeen abzusehen sind, die im Regierungsbezirk Aurich und selbstverständlich auch in Braunschweig, Oldenburg und Bremen aufge- b'.achi wurden. Es sind dies 10 530 Stimmen. Für die Vorabftimmung hätten die Deutschhannoveraner olsdonn nur 297 799 Stimmen einzusetzen. Bis zu den erforderlichen rund 500 000 Ja-Stimmen ist also noch ein weiter Weg. Nach Artikel 18 der ReichSverfossung ordnet die Reichsregierung di» Abstimmung an, wenn ein Drittel der zum Reichstag wahlberechtigten Einwohner des abzutrennen» den Gcbieetes es verlangt.
Berlin, 7. Mai. Beim Reichskanzler ist heute aus Hannover folgendes Telegramm eingo» gangen: Eine reibungslose Vorabsiimmnng ist durch die maßlose Beeinftussnug der preußischen Instanzen schwer gefährdet. Tic preußisch« Regierung unter Führung deS Ministerpräsidenten und des Hannoverschen Oberpräsidenten stellt die verfassungsmäßige Durchführung bet Abstimmung am 10. Mai in Frage durch amtsiche Leitung einer Gegenagitation und Bereitstellung namhafter Geldmittel des Staates sowie durch di« Verwirrung bet! Volksmeinung burtf) amtliche Flugblätter, ferner durch einen weitgehenden Druck auf die Beamten und vieles aridere mehr. Die reichsministerlichen Aeußerungen trage» daran die Mitschuld. Wir legen Verwahrung ein vor bet aller Demokratie hohnfprechenden VergewaUigung der Reichsversaffung und der unerhörten Hetze gegen die kerndeutsche, nur ihr verfassungsmäßiges Recht fordernde Bewegung. Wir rufen den Schutz der Reichsregierung an und fordern als einzige Gewähr für loyate Abstimmung sofort einen unpatteiischen Reichskonnmssar für Hannover, Die Vettrauensmänner und Bevollmächtigten für bN Abstimmung: Hofkammerrat Meyer, Graf Bernstorssi Justizrat Ratgen, AlperS.
Der Reichskanzler sandte daraufhin an be» Hostammerrat Meyer (Hannover) folgendes Telegramm: Di« verfassungsmäßige Durchführung der Borabstimmun- ist durch die Maßnahmen und Leitung der Reichsregieruitz vollkommen gefiebert. Die Ausführung der Anordnungen liegt in den Händen der Rerchsbeamten in Hannover und die Bestellung eines RerchskommUars ist danach völlig überstüfsig. Wenn zur Abwehr der Abtrennung» agitation bas beteiligte Land Preußen duchh seine berufnen Vertreter den preußischen Standpunkt wahtt, so ift ’ hiergegen verfassungsmäßrg Nicht das Mindeste «inzu- wenden. Ebenso haben die Mitglieder des ReichskabinettS in ihrer Stellungnahme zur hannoverschen Frage nur ihr gutes Recht zur Meimingsäußerung als Reichs« (Unb Staatsbürger, insbesondere als Angehörige bet durch die Abstimmung mitbetroffenen preußischen West- Provinzen, ausgeübt und dabei lediglich der in diese» - Landesteilen herrschenden Stimmung Ausdruck verliehe»
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Dir „Dberbeifiictie Leitung" ericheint ierbsmal wöchentlich. — Lezv.gsvreis monatlich 2 Mark ausschließlich ZufieNungsgedühr. ftüt ausiaHenbe Nummern infolge Streite oo. «temenr.Ereignin« teia Eriag. — Ber>a, non Dr. L. Hinerotd. —Druck der Unia.»Buchdruckeiri non 2ot>. Hua. Koch, Markt 21/23. — Hernwrecher Sä, Boltichrckkonto: Nr. 5015 3mt ^rankiurr a. Main.
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London, 7. Mai. Die „Morning Post" will trifft», paß Moskau Äs Aequivalent für eine Anleihe der britischen Regierung mit Krediterleichterung geneigt sei».' Knute, die folgenden wittschastliche« und politisches. Garantien zu gewähren: 1. Berkaus ober Uebertragung der vstchinesischen Bahnen an England: 2. Zurückziehung aller diplomatischen, wittschaftlichen oder propagandistischen Vertreter, Delegationen, Missionen «ick Agentur« der Sowjetregierung aus Afghanistan: 3. Schließung des in Taschkent errichteten besonderen Institutes z« Ausdickung kommunistischer Propagandisten und antibritischer revolutionärer Agenten: 4. vollständige Anstellung der antibntischen Propaganda in Persien «nii Zmückziehung aller Organisationen und Agenten, die im Auftrage ober in Verbindung mit der Dritten Inte» nationale in Persien tätig sind, : ti -,
Düsseldorf, 7. Mai. Der ganze Ruhrberghau mit Ausnahme von wenigen ruht nunmehr. Von dei Belcgichait sind heute mindestens 90 Prozent nicht einge- fahren: lleine arbeitsw.lsige Grupren haben sich nicht halten können. Die gestern in Bochum von der kommunistischen Union für Hand- und Kopfarbeiter abgebal- tene Betriebsratssitzung bat bereits eine Kampfleitung von 15 Bergarb-itern eingesetzt die sich zwar aus verschißenen Unionen zu'ammensctzen soll, in W-rklichkeit aber von Kommunisten Unionisten und Syndi'alisien maßgeb«-id bfftr flu^t tourte. Di- Folgen des Streiks machten fick bereits auf anderen Gebieten des Wirtschaftslebens bemerkbar, so wurde infolge des Streiks aus-der Zeche Radbod die Gasz.rmhr für die Stadt Münster unterbunden.
Weitere Streiks.
Brut den. 7. Mai. Nach Mitteilung des Berg- und Hüttenmännischen Vereins ist die Strciklage auf den deutsch-oberschtesifchen Gruben un- m rändert. Von den Eisenhütten schloß sich die Belegschaft des Hüttenamts in Gleiwitz und der Teichselfabrik in Hindenburg an. Von gewerkschaftlicher Seite wir» mit geteilt, daß eine Konferenz der Berriebsräte oer M e - tallindustrie gestern in geheimer Abstimmung beschlossen hat, ebenfalls in den Streik zu treten. Ihre Streikforderungen decken rid> mit denen der Bergarbeiter. Für Streik stimmten 51, dagegen 20 Betriebsräte.
Beuthen, 7. Mai. Ueber oie Streiklage in Deutsch- Oberschlefien wird noch berichtet, daß auf der Beuthener und der Frichensgrube voll gearbeitet wird. Die Hed- wigwunschgrub« arbeitet mit 80, der Gräfin Johanna- Schacht mit 20, die Castellengogrube mit 24, Bergin- fpektion mit 4, Hindenburg mit 25 und die Abwehrgrube mit 38 Prozent, aber sämtlich nur über Tage. . Die übrigen Gruben liegen still. Von den Hüttenbetriebrn traten außer den bereits gestern streikenden Rütgers- werken noch die ober schlesischen Kvkswerke und die staatliche Hütte in Streik: die übrigen Hüttenbettiebc arbeiten noch voll.
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Während amtlichen Schiedsspruch gerechtfertigt worden. Verttag t ' '' '
Im deutschen Kohlenbergbau ist Kampf ausgebroch, wodurch einmal durch Aussperrung, bann t rch Streiks die Kohlenversorgung stark ges 5 ist. Es geht um die achtstündige Arbeitszeit ober Mehrleistung. Letztere ist
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