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vormittag nach Chequers begebens Donald wird ihnen zu Ehren ein Sie iverdeir bis Samstag bei dem zu Gaste weilen und am Sonntag eintresfen. Man glaubt, daß die mit Mac Donald dieselben Fragen
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Marburg
Sträng, in 2. Äii
Hindenburg. 1. Mai. Heute kam es ge- l'gentlich eines trotz- des Verbots abgehaltenen Dcmvnstrationszuges zu einer Schie ße- r e i. Ein Polizeiaufgebot suchte den Zug zu zerstreuen. Dabei fielen aus der Menge Schüsse, worauf die Polizei das Feuer erwiderte. Zwei PersvnenwurdengetStetundfünsver- letzt, eine Person lebensgefährlich. Der Anführer der Leute, die geschossen hatten, Glvdnisk aus Kvch- lowitz (Polnisch-Oberschlesien) wurde festgenommen.
Die „Oberdelliiche Zeitung" erscheint leibemal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 2 Mark ausschließlich Zustellungsgebühr. Für ausfallend« Nummern in,olg« Streiks oo. element.Ereignisse kein Eriatz. — Der^ag non Dr. T. Higeroti». — Druck der Univ.-Buchdruckerei von Job. Lug. Koch. Markt 21/23. — Fernsprecher 55, Boülcheckkonto: Nr. 5015 Lmt Frankfurt a. Main.
Air Im itMIti StiitL
Das Wahlrecht der politischen Selauaene«. Mannheim, L Mai. Die aus der Zeit
Frankreich wünscht eine« Handelsvertrag »it Deutschland.
< Paris, 1. Mai. Tas „Journal" gibt eine Korrespondenz aus Paris wieder, die sich mit der Notwendigkeit örsatzt, über ein Wirtschaftsabkommen oder einen Handelsvertrag mit Deutschland zu verhandeln, angesichts der Tatsache, daß das Borzugssystem, dar Frankreich durch Anwendung des Meistbegünstigungsrechtes aus Grund des Versailler Vertrages besitzt, Ende dieses Jahres abläust und ebenso die Abgabe freier Dinfuhrkontignente für Elsaß-Lothringen mit dem 1. Sauuar 1925 aufhört. Das Blatt teilt weiter «it, daß Louch-ur mit der Ausarbeitung einer deutsch- französischen Handelsvertrages beschäftigt fein soll und die Absicht habe, eine Studienkommission aus Industriellen, Kaufleuten und Experten nach Berti« m edfenfcen.
Der Maigend Mac Donald».
Berlin, 1. Mai. Der „Vorwärts" veröffentlicht einen Maigruß des englischen Premierministers Raman Macdonalds, in dem es beißt: Auch dieser 1. Mai findet noch immer nab und fern Millionen im Unglück, In Unterdrückung und Angst, zugleich aber bringt er die (Ecfeyntnis. daß in aller Welt die alte schlechte O-dnung des—Mißtrauens, des Halles und der Zwietracht hn Kampf steht mit der neuen Ordnung der Arbeit und Gemeinsamkeit. Hierzulande bat die Arbeiterschaft die Aufgaben der Regieruna übernommen und ist trotz aller Schwierigkeiten am Werk, der sttelt- crnillten und umdüfterten Welt Friede und Sicherbeit zu bringen. Die englische Arbeiterschaft hofft, daß das was sie in ihrem Lande tut, die Arbeiter aller Länder ermutigen möge, und daß die Zeit nicht fern ist. in der die Mächte der Unterdrückung und der Diktatur den Kräften der .Demokratie und der Freiheit überall Platz machen müllen.
Berufe Dr. Berthold, Chefredakteur Bernhard, Mar Cohen und Handelskammerprästdent Dr. Grund.
München. 1. Mai. Im Straßenbild der inneren Stadt war von der sozialistischen Maifeier nicht viel zu merken. In den großen Betrieben ruhte die Arbeit. Heute vormittag sanken neun stark besuchte Versammlungen statt, in denen insbesondere die Aufrechterhaltung des Acht» stundenlages gefordert wurde. Zwei von den Kommunisten einberufene Versammlungen wurden, da die Kommunistische Partei verboten ist, von der Polizei untersagt.
von Dänemark zum Herbst im Reichstag einen Abrüstungsvorschlag vorlegen,demzufolge die militärischen Ausgaben von 50 Millionen auf jährlich mindestens achkBKUlioar-l herabgesetzt werden. Die Annahme dieser Abrüstungsvorlage bedingt den Wegfall der allgemeinen Wehrpflicht. Die Flotte soll auf neun Schiffe beschränkt werden, von denen vier der Fischereikonzessionen, vier der Küsteiwerteidiguug und eins maritimen Messungen dienen soll.
passiven Widerstande» und der Sevaratistenherrschaft noch in grober Anzahl in den pfälzischen Gefängnissen schmachtenden politischen Gefangenen könnten nach den deutschen Gesetzen am 4. Mai tot Wahlrecht ausüben. Die Beiatzunasbebörde verweigerte diesen Gefangenen die Ausübung ihres Wahlrechts, indem sie behauptet, in den pfälzischen Gefängnissen seien keine politischen Gefangenen mehr. Mit anderen Worten: Die in den pfälzischen Eeiängnis- Icrt befindlichen oben erwähnten Gefangenen werven von ihnen als gewöhnliche Verbrecher betrachtet. Zu diesen „gewöhnlichen Verbrechern" hat in letzter Zeit übrigens nicht einmal das Rote Kreuz Zutritt.
Ei« gerichtlicher Ausschuß der Reaiebabn.
Berlin, 1. Mai. General Degoutte bat eine Verfügung erlallen. wonach in den besetzten Gebieten ein gemischter gerichtlicher Ausschuß der Regte- bahn eingesetzt wird. Der Ausschuß ist beauftragt, über alle Rechtsstreitigkeiten, betreffend die Haftpflicht der Regie, namentlich infolge von Unfällen, Verlusten, Verspätungen, sachlichen oder körperlichen Schäden zu entscheiden. Cer Ausschutz wird in Düsseldorf
Säitmart.
Eft» dänischer AbrLft««o»vorschla».
Maifeier« in Varis.
Paris, 1. Mai. Die Feier des 1. Mai macht sich in diesem Jahre in Paris viel starker bemerkbar als in irgendeinem der vergangenen Jähre. Namentlich in der Privalindustrie wird zum Teil bis zu 90 Prozent gefeiert. Jede Autodroschke fehlt in den Straßen, es ei denn, daß die Autodröschkenbcsitzer selbst einige wenige Wagen fcchren. Auch der Verehr der Straßenbahnen
Wie wirb btt neue Belästig «Men?
Politiker und Statistiker beschäftigt diese Frage u gleichem Maße. Wer sie genau zu beantworten wüßten würde nicht nur Preisträger in den verlockenden Preis« ausschreibungen, welche allenthalben durch vie Wahl«, veranlaßt wurden- er würde vielmehr den Ruhm bei Propheten für sich beanspruchen können, der auch in dem Fall in keinem Vaterlande nicht gellen würde. All« Zahlen über die mutmaßliche Zusammensetzung des zweiten Reichstages der Republik entspringen mehr oder weniger gefühlsmäßigen Schätzungen, bei denen bet Wunsch der Vater der Berechnung, je nach der Parteizugehörigkeit des Wahlmathematikers, ist. Und selbst der rein verständnismäßig ans Werk gehende Schätzer wird am 5. oder 6 Mai feststellen müssen, daß er sich doch ge< trri hat, weil eben gerade bei den Wahlen za viel« Imponderabilien mitspielen, deren Einfluß sich int voraus unmöglich übersehen läßt. Tie Zahl der viele« Parteien, welche um die Gunst der Wähler buhlen, braucht dabei weniger zu schrecken, sie ist durchaus nicht neu. weil sie im deutschen politischen Wese» liegt. Bei den Reichstagswahlen im Jahre 1920 wäre« genau so wie setzt 23 Wahlvorschläge »«gelassen. Di« Parirlzerspli tterung hätte also nur einen geringen Fortschritt gemacht, wenn die vom RvchSwahl« leiter zurückgewiesenen Vorschläge angenommen wo-de« wären. Vertreten waren im alten Reichstag zehn Parteien, zu denen noch die beiden „Frakttonen" Ledebour und Wegmann kamen. j
Von entscheidendem Einfluß auf den Ausfall bet Wahlen ist selbbstverständlich die Wahlbeteiligung». Die,e war bei den ReickStagswahlen 1920 eine seht erhebliche. Sie betrug im Durchschnitt etwa77 Prozent Da di; Zahl der Wahlberechtigten in Deutschland um 35 949 774, also rund 36 Millionen beträgt und auf je 60 000 Stimmen ein Abgeordneter entfällt, ergibt dies« Berechnung auch die Stärke des aufgelösten Reichstages!. Die Wahlbeteiligung dürfte bei diesen Wahlen kau« Nachlassen: die Wahlen in Bayern, Mecklenburg, Thüringen, Lübeck haben vielmehr gezeigt, daß der Deutsch« Interesse zeigt für die Wahle«. Dafür spricht auch die Tatsache, daß die oppositionellen Flügelparteiett mit besorckerrm Eifer die Wahlagitation betreiben, trat die Schanzen ihrer polittschen Stellung im ersten Ansturm zu nehmen. Bei einer Durchschnittswahlbetei- ligung von 80 Prozent wäre also mit rurck 480 Abgeordneten im neuen Reichstag zu rechnen. Im Große« und ganzen dürste sich die Zahl der Marrdatsträger als« nicht erheblich verschieben. ,
Umdie einzelnen Parteien! Die Berechn«,« auf der Grundlage des Wahlergebnisses des Jahres 1920 gestaltet sich aus verschiedenen Gründen besonders schwierig. Damals zog die Sozialdemokratie noch nicht als „Vereinigte sozialdemokratische Partei" t» den Wahlkampf. „Mehrbeitssozialüemokratle" und „Unabhängige" bewarben sich getrennt um die Gunst bei Wähler. Die Kommunisten fonuten nur in eine« e-n-sgcn Wahlkreis (Chemnitz-Zwickau) ein Mandat fftX >ie Klara Zetkin erobern. Diesem einen Sitz vev» dankten sie dann noch ein Mandat auf der ReichSlister auf dieser wären ihnen allerdings 6 Sitze zugefallenj aber die Zahl der Abgeordneten der Reichsliste darf nicht höher sein als die in den Verbänden gewählte« Bei der Auflösung deS Reichstages zählte die Komm«« nistische Partei 15 Abgeordnete, 13 waren bei der Eeni- gnng in der Sozialdemokratie zu den Kommunisten Ibet» gegangen, 2 blieben „fraktionslos". Die Mchrhests- oziaLemokratte hatte bei den. Wahlen deS Jahres 1920 rund 6100000 aufgebracht. Wenn bte Sozialdemokratie mit dem Besitz von 100 Mandaten im neuen Rnchs- tag rechnet, so nimmt sie an, daß sie ihren Besttzstand wahrt unb daß alle Stimmen, welche im Jahre 1920 Ar die U. S. P. abgegeben wurden, an die Kommunisten »erkoren gehen. Beide Annahmen dürften unzutrefsendl ein; die Sozialdemokratie wird nicht, wie in Bay«« bei bett Landtagswahken, in allen Wahlkreisen ihre Stimmenzahl behaupten, aber sie wird sicher aiuh Stimmen aufbringen, welche 1920 der U. S. P. zufielen. Aus den Verlusten einerseits und aus den von bs» £} S. P. hinzukommcnden Stimmen andererseits bürftt ich dis Annahme rechtfertigen, daß die S o z i a l d e m o - trotte es auf 90—100 Sitze bringen kann. Dtz „Unabhängigen" erhielte« bei ben Wahlen zum letzte« Reichstag rund 5 Millionen Stimmen, Die Kommunisten rund 550 000 Stimmen. Würden tatsächlich bei diesen Wahlen alle U. S. P.-Stimmen ben Kommunisten zufallen, so würden diese rund 90 Sitze erhalten. Daß sie diese Zahl erreichen, ist jedoch kaum anzunehmen« In dem Fall würde die „Linke" — wie stn Slszelöstn» Reichstag — über 190 Sitze verfügen, nur würde sich der Einfluß der radikalen Linken erheblich verstirben« Ob das in dem Maße der Fall sein wird, erscheint aller* längs nicht wahrscheinlich, da auch hier die 'Abwanderungen zu anderen Parteien und die Patteizersplitterung zu berücksichtigen ist
Außerordentlich schwierig sind Mutmaßungen Über die'Stärke der in diesem Wahlkampfe zum erstemnalr austretenden oppositionellen rechten Flügelpartei. Tit deutsch-völkische Freihcitspartei hatte im alten Reichstag 0 Sitze; ihre Inhaber waren von bei dentschnaiionalcn Volksparrei gekommen, welche selbst über 67 Sitze verfügte. Auf dem deutschnationalen Parteitag in Homburg rcchncte Dr. Hergt mit eines Vermehrung der deutschnationalen Sitze um 20, was ein Stimmcnmchr von 1200 000 voraussetzen würde. Dieses Slimmcnmrkr wird aber bedeutend größer sei» müssen, da die deutschnationale Volkspartei ohne Zw» rl Stimmen an die Deutsch-Völkischen toiro ab geben
Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen
Die SWtri In Me.
®i»6et ungestörter Verlauf der Berliner Maifeier.
Berlin, 1. Mai. Die Kommunisten, die für beute vormittag einen Aufmarsch in das Stadtzentrum geplant hatten und in den Vororten Demonstrationsrüge zu bilden versuchten, konnten bei den ersten Ansammlungen ohne Schwierigkeiten auseinander getrieben werden. Auch in Neukölln und Lichtenberg gelang es der Polizei, mühelos Zusammenballungen ,u zerstreuen. In den Betrieben wird durchweg gearbeitet und die Teilnahme an den Feiern wird nur durch Abordnungen ausneübt. Im Lustgarten batten kich zwischen 10 und 11 Uhr vormittags mehrere tausend Anhänger der Kommunisten eingefunden und nachdem die Polizei stch zuerst abwar- iend verhalte« hatte, nahm sie kurz nach 11 Uhr eine Räumung des Lustgartens und des Schloßgartens vor. Diese Aktion konnte ohne ernste Zwischenfälle durchgeführt werden.
Die Maifeier in Leipzig.
Leipzig, 1. Mai Die Maifeier in Leipzig ist bis zur Mittagsstunde ohne besondere Zwischenfälle verlaufen. Die Sozialdemokraten, das Eewerkschafts- kartell und der Asabund oeranstalteien im Valmengar- ten eine Mallenkundgebung mit rednerischen und künstlerischem Teil. Dagegen sammelten die Kommunisten trotz des VerboteB unter freiem Himmel ihre Anhänger an verschiedenen Stellen, namentlich in den Außenvierteln. von wo aus dann geschlossene Trupps mit zahlreichen roten Fahnen nach dem Stadtinnern zogen, wo sie von einem verstärkten Polizeiaufgebot »um Halten gebracht wurden. Rach längerem Aufenthalt und nachdem die Menge auf mehrere tausend Personen an- gewachsen war, zog sie schließlich unter Absingen revolutionärer Lieder vom Innern der Stadt in die südlichen Viertel. Um Ruhestörungen zu vermeiden, ist die Polizei in dauernder Alarmbereitschaft Verschiedentlich durchfahren Panzerauto» die Straßen der Stadt.
ME- Znfammetcktöße. zK-D :
KÄckvfgsberg, 1. Mai. deute vormittag gegen » Uhr bewegte stch trotz des Verbotes ein Demonstrationszug von etwa 2000 Personen durch die Hufen- und Goltzallee. Als ein Polizeikommando den Zug zum Stehen bringen wollte, schlugen die Demonstranten auf die Polizeibeamten mit Gummiknüppeln. Stöcken ufw. ein. Die Polizeibeamten zogen hierauf ihre Säbel und forderten die Menge auf. auseinanderzugehen. In demselben Augenblick fiel aus der Menge ein Schuß und der Polizei-Oberwachtmeifter Margen - felb brach am Halse getroffen zufammen. Ein anderer Polizeibeamte schoß den Führer nieder. Als die SÄülle gefallen waren, stob die Menge auseinander. Es ist festgestellt worden, daß außer den beiden Schüsien noch andere Schälle ans der Menge abgegeben worden sind. Auch an anderer Stelle wurden die Beamten betört von der Menge bedroht, daß sie von ihrer Waffe Gebrauch machen mußten.
9tt amerikanische Senat für eine Abrüstungskonferenz
Washington, 1. Mai. Der Senat hat er» •e«t beschlossen, ben Präsidenten Eoolidge zur Einbe- »fung einer Abrüstungskonferenz aufcufot» •ein.
Mach einer Meldung der ,Vvss. 3tg.’ Kopenhagen wird die sozialistische Regie rung
Sie WM-riWti MünWuW.
Rußland fordert eine Anleihe.
London, 1. Mai. Die Verhandlungen der en Fisch- russischen Konferenz beschäftigten sich in erster Linie mit ben Verhandlungen der für die Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Beziehungen. Tie Russen stehen auf dem Standpunkt, baß ohne eine Anleihe. t>? durch die englische Regierung garantiert werden müsse, überhaupt keine finanziellen Lei- st un ge n Ruß.lan ds möglich seien, bie birert ober indirekt den ausländischen Gläubigern zugute (ummm müßte. Aks Gegenleistung für eine solche Anleihe hat bie russische Delegation dem englischen Wirtschaftsleben eine Reihe von Vorteilen im Verkehr mit Rußland gewährt. So Rußland die Verpflichtung übernehmen, daß der englische Handel nicht durch neue Steuern und Zollgesetze geschädigt werden toll und daß englische Firmen das Recht erhalten lallen, direkt mit den russischen Geschäftsleuten ohne Vermittlung bet Sowjet zu verkehren. Ferner wurden den Engländern' besondere Zugeständnisse gemacht, hinsichtlich der Schifffahrt in den Küstengewässern und hinsichtkich von Erleichterungen englischer Schiffe in russischen Häfen.
Die von den Russe« gewünschte Anleihe soll 30 bis 50 Pfund betragen, wovon ein Teil dem Wittschafts- leben zufließen soll und damit zu einer Verminderung der Arbeitslosigkeit beitragen soll.
In der Schuldlüge scheinen die Russen verschiedenen- artige Vorschläge zu machen. Die Kapitalforderungen von Privatleute» sollen durch Anfteilen der russischen Guthaben bestrftten werden, die sich noch im Besitz der englischen Regierung und Banken befinden. Auch die Beträge, die seinerzeit auf Grund bei Friedens von Brest» Litowsk an Deutschland gezahlt worden sind, und die sich im Besitze der Alliierten befinden, sollen hierzu verwendet werden. Fabriken und- sonstiges Grundeigentum sollen, soweit sie «och vorhanden sind, ben fr ü- herenEigentümern in Form von Pachtverträgen überlasse« werden, ober ei können durch besondere Abmach«ngen,die Mittel für bie Entschädigung aufgebracht werden. In bezug auf die allen russischen Staatsschulden scheinen die Moskauer Vertreter befhmmte Vorschläge nNch nicht formuliert zu haben.
SalMIttksüstträz uni fionlrniiMle.
Varis, 1.. Mast Havas veröffentlicht folgendes Communioue: Die Botschafterko uferen z hat sich in einer heute vormittag abgehaltenen Sitzung nut fanfenben Angelegenheiten .sowie mit der Antwort beschäftigt, die demnächst Teutschlond in der Frage der interalliierten Mililärkontrolle erteilt werden soll. Diese Rote wird nicht vor nächster Woche nach Berlin abgehen können.
SiiWWöt 118 S1WMM
. B l i n, 1. Mai. Gestern ist der Arbeitsausschuß •cs Reichswirtschaftsrates, der sich mit dem Gutachten der Sachverständigen beschäftigt. « erner Sitzung zusammengetteten. Der Ausschuß setzt sich aus Mitgliedern des wirtschaftspolitischen und ftnanzvollttschen Ausschusses zusammen und hat die Ausgabe, auf Grund der Sachverständigengutachten ein Wirtschaftsprogramm für die nächste Zeit auf- sustcllen. Insbesondere wird sich der Ausschuß mit den [ Schlußfolgerungen, die sich für die deutsche Wirtschaft ergeben, zu befallen haben. 6/ wird aber auch Stellung nehmen zu den Voraussetzungen, unter denen die Vorschläge für die deutsche Wirtschaft tragbar sind. Im einzelnen werden 1 steuerpolitische, währungspolitische nnb sozialpolitische Problem- die sich aus dem Sachverständigengutachten »ergebe^. behandelt werden. Auch die Wirkungen der Vorschläge auf Gin- und Ausfuhr -werden Gegenstand der Beratungen bilden. Das Er- ‘fiebnis der auf mehrere Tage berechneter, llntersuchun- ^«en des Arbeitsausschusses wird der Rcichsregie- E- I *u n 8 *n Form eines Gutachtens übermittelt werden. ;Xem Ausschuß gehören an als Arbeitgebervertreter: Geheimrat Dr. B L ch e r. Dr. Kutscher. Hermann I •»'b Liebermann: als Arbeitgebervertreter
jBackert. Daltrusck. Schneide und Tarnow. ^»A!s Vertreter der Verbraucher. Beamten und freie«
erörtern werden, bie in Paris zur Sprache gebracht »orten sind. In Brüsseler Kreisen wird ausdrücklich schgestellt, daß der Außenminister Hymans dem eng- isichsen Premierminister keine Pläne hinstchtüch der Verwirklichung deS Sachverständigen-Gutachtens über- tri ngt.
Wie verlautet, wild Bradbury ebenfalls heute efcnb in London eintreffen. Wahrscheinlich dürfte er bei den Besprechungen zugegen fein, ober sich zum Mindesten zur Verfügung Mac Donalds halten, um ge- tzebenensalls zu Rate gezogen zu werden.
Was die Zusammenkunft mft M u s s o l i n i anbelangt, fo bleibt sie für den 18. Mai aufrecht erhalten. Ein innerer Besuch, der nicht ohne politische Bebrütung ftin dürfte, obwohl nicht feststeht, welches Bewandtnis »S mit ihm hat, ist der des Marschalls Haig, »er gestern früh in Brüssel eintraf xnb «ü? der englischen Botschaft abgestiegen ist.
Rückkehr Morgan» nach Amerika.
London. 1. Mai. Morgan bat gestern die ju d reife «ach Rewyork angetreten, lieber den »erlauf seiner Verhandlungen mit ben englischen Ban- fcn wirb au>Häufig ftrengftes Stillschweigen gewahrt da er offenbar das Ergebnis feinet Verhandlungen in London über eine deutsche Anleihe erst «tft ben anderen Mitgliedern feines amerikanifchen Syndikats zu besprechen wünscht.
Di« deutschen Vertreter bereit» in Bari«.
Mo der Pariser Korrespondent der „Voss. Ztg." «elde t. rechnet man in ben Kreisen der Re p rra - Nonskommissivn damit, daß die deutschen mb die alliierten Mitglieder verschiedenen Komitees für die Durchführung de« Sachverständigen- Programms mitte nächster Woche miteinander in Kühlung treten werden, um die Komitees durch die Dahl der neutralen Mitglieder zu vervollständigen. Die deutschen Vertreter für das von der Mepar ationskommission zu errichtende Komitee für Eksenbahnfragen, Staatssekretär Vogt vom Reichs-
' hrsmin ste ium und Staat-sek e äi Vergmann, feien mehreren Blättern zufolge bereits in Daris eingetroffen.
fahren heute abend nach London ab. Sie werden He Nacht in der englischen HanptstaK zuSttnoe« und sich am Freitag ■tarn say Mac Ksfen veranstalten. Englischen Premier jmeber in Brüssel russischen Minister
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91t Minim MkMiM.
Der Besuch der belgischen Minister in London.
Brüssel, 1. Mai. Theu ni s und Hymans
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