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Amtliches Verkündigungsblatt des

ifes Marburg.

Anzeiger für (das früher kurheffifchej Oberheffen

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Ponsonbh teilte Welter auf eine Anfr<

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Dr. Forthuber ehrende Worte.

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.halten. Man hält dafür, daß aus den Wahlen ' efre Partei-Konstellation herauskommt, die ein- I ^Arbeitsfähige Mehrheit, jedenfalls wie »an sie sich im bürgerlichen Lager gedacht hat,

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Marburg

Sunntrstag, ftn 1. Mai

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Laufe der gestrigen Sitzung, die unter dem Vorsitz Bar <- thous um 3 Uhr eröffnet wurde, hat die Reparation^- kommission beschlossen, die weitere Verhandlung zu ver­tagen, um den Mitgliedern Gelegenheit zu geben, durch einen offiziellen Meinungsaustausch, welcher morgen beginnen wird, in die Prüfung der dcutscheil Antwort vom 17. April einzutreten.

Stelle daraus vorlesen, weil ste bisher nicht ausführ­lich in der Preste erschienen ist. Der Präsident erklärte:

„Es scheint aller Grund zu der Hoffnung zu be­stehen dab der Bericht der Sachverständigen, der als Dawes-Bericht bekannt ist, eine Grundlage tüt- eine praktische Lösung des Neparationsvroblems bietet. Ich vertraue darauf, dab er sich allen inrer- eesiierten europäischen Regierungen anemoßieblt als eine Methode, durch die sie mittels gegenseitiger Zuge» ständvlsie zu einer stabilen Regelung des verwickelten und schweren Revarationsoroblems gelangen können, und dab ein solches Ergebnis die Wiederherstellung

Die ^>berdefsiiche Zeitung" ericheint ie6»mal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 2 Mark ausschliesslich Zustellung »gebühr. Für ausfallend« Nummern in elge

Streit» oo. eiemenr.Ereignilie kein Eria?. — Dermz von Dr. L. Hiqerotd. - imtf der llniv.»Buchdruckerei von 2od. Lug. K'och, Markt 21.23. — 2ernwiech«r 55, Boltlcheckkonto: Nr. 5015 Lmt Frankfurt a. Main.

Weiter legten Kränze nieder ein Verirrter derLach» chen Bank, der Deutfchnationale^ Bolk-partei Denchtz» k-ncks, der Volkspartet der Pfalz für die Partei der! Vereinigten Rechte, des Reichslandbunde- cheS Deutsch» nationalen Frauenbundes, der Bismaryfugend, deS Reich»», tagswahlkreises des verstorbenen Parlamentariers sowie der Arbeiter und Angestellten der Firma Helfserich. j

Mit den Klängen des Niederländische» Da.>kgebe<eF chloß die ernste Feier,- während sich die Fahne» trab Schläger der Studentenschaft über den Bahren lenkte, woraus diese in die Halle getragen und unter Gebet des Geistliche» den Flammen übersehe» Knuten,1

schließe 110 Personen nicht ein, die Strafen ver­büßten, die von britischen MilitärbehSrden der- hängt wurden, aber auch nicht diejenigen Per­sonen, die Gefängnisstrafen in der belgifchen Zone abbüßten: ungefähr 50 Personen wurden außerdem nach Gefängnissen in Frankreich und Belgien über- fühtt. Ponsonbh sagte, er könnte natürlich nicht für die Richtigkeit dieser Zahlen sich verbürgen. Die brstische Regierung habe keine Kenntnis davon, daß' irgend eine Maßnahme allgemeiner Amnestie für- diese Fälle geplant sei.

Die heutige Sitzung der Reparationskom Mission.

P a r i s, 30. April. Die Delegierten der R e v.a r a - tionskommission sind heute morgen 9 llhr im Hotel Astoria zu einer offiziellen Sitz ing zuiammen- gctreten. Sie werden sich nn Laufe des heusigen Nach­mittags über den Gang der Beratungen einigen. Ueber den Verlaut der Besprechungen verlautet natürlich nichts bestimmtes.

Eine bemerkenswerte Rede des früheren Repko- Prösidenten.

Paris, 29. April. Der frühere Präsident der Rcp.rattonskommssion, Dubois, hat gestern Abend vor der Gesellschaft für Handel und Jndu- trie eine Rede über die Sachverständigenberichtc und die interalliierte Politik gehalten. Der Rrdner bemerkte zu Eingang seiner Rede, daß dis Zu» lunsinichtsorosig erscheine, wie man glaubt. Die Besotzungskosten der amerikanischen Armee überschritten die Gesamtziffer der ersten I,ihres» leistung, und da Belgien traft feiner Priorität noch mehr als 500 Millionen zu beanspruchen habe, müsse man sich fragen, wann endlich Frankreich an die Reihe kommen wird. Weiter sagte Dubois, welche Entscheidung die Reparativnskommission auch treffen und welche Beipflichtungen Deurschl rnd auch e.ngehen mag, fv sind substantielle Zahlungen nur auf dem Wege einer festen und zusammenhängen­den Politik der Alliierten zu erwarten. Wenn man von der Vergangenheit ausgeht, so kann man über die Aussichten einer solchen Politik nur vorn Zweifel erfüllt fein. Wir müssen indessen hoffen, daß nach den letzten Erfahrungen die europäische Situation und die gegenwärtigen Umstände allen die Augen öffnen werden, und neben der post- tischen Sicherheit und der Regelung der inter­alliierten Schulden einen Mindestbetrag an Repa­rationen vermittelt, ohne den wir zum großen Scha­den unserer Verbündeten selbst von einer Katost - r phe bedroht werden".

M i ch t S u st a n d e bringt. Bei der geradezu nieder- sihmetternden Verwirrung in den bürgerlichen Par­teien, namentlich auf der rechten Seite des Par­laments, ist an die Schaffung einer bürgerlichen Mehrheit, die der gesamten Linken ein Gegengewicht bieten könnte, schwer zu btnten. Zwar ist auch nicht zu erwarten, daß die State, auch wenn sie alle ihre Elemente zusammen- schließen wollte, was aber bei dem heute noch schärfer als je hervottretenden Gegensatz zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten Licht zu denken ist, über eine Mehrheit gegenüber dien anderen Elementen des Reichstages verfügen teflrbt,

Die amerikanischen Sachverständige» über die Ruhrbesetzung.

Rewyort, 30. April. Nach bent „Newyork Hcrcklö" haben die amerikanischen Mitglieder der Sachverständigen- ausschüsse, General DaweS, Poung und Ro­binson, die an Bott» des „Leviathan" vorgestern hier eintrafen, u. a. noch rrklätt, daß die Zeft der Meinungsverschiedenheiten vorüber wäre und der Augen­blick zu einer gemeinsamen Aktion der verbündeten Re­gierungen in Europa und Deutschland nunmehr ge- i'ommcn _ sei. Hinsichtlich der Ansicht Frankreichs, im Ruhrgebiet zu verbleiben, bemerkte Doung, man sehe nickt rin, warum die französischen Soloaten, wenn sic ich nicht in die wirtschaftlichen Operationen des besetzten Gebietes einmischen, mehr Schien anrichten als die Reichswehr. Dann fügte Poung allerdings hinzu, Frankreich müsse seine Soldaten aus dem Spiele lassen.

z de» befetten SM.

Der Tod der Saboteure.

Gelsenkirchen, 30. April. In der Nacht zu» Montag waren von anscheinend radikalen Ele­menten Sabotageakte auf einigen Schachtanlagen per» übt worden. Die Polizei nahm sofort die Ermittelungen auf, di- zu verschiedenen Verhaftungen führte-:. Die beiden Haupttäter hatten sich jedoch in einem Hintzev» gebaute in der Schillerstrahe verbarrikadiert. AlS dick Polizei zu ihrer Verhaftung schreiten wollte, wurde sie mit Feuer empfangen. Ein Polizeibeamter wurde «4 der Stelle getötet, ein weiterer schwer verwundet. Daß Gebäude wurde daraufhin von einem Polizeiaufgebot regelrecht belagert. West mehr als 100 Schüsse tourten dabei aus dem Gebäude auf die anstürmeichen Polizei» beamten abgegeben. Heute früh um 10 Uhr verstummte das Feuer. Ms das Gebäude von ter Polizei genommen ttratte, fand man die beiden Attentäter tot

Slaggenvertet.

Düsseldorf, 30. Avril. Rach einer neuen Ver­fügung de» Generals Degoutte über das Flaggen ist es in den besetzten Gebiete» verboten, auf -ffenta lichen oder privaten Gebäuden jegliche natio­nale Flagge aufzuhängen, ebne die vorherige ®e» nedmigung des kommandierenden General» des be­treffenden Gebietes zu besitzen. Die auf dem Wasser­wege verkehrenden Schiffe können ohne vorherige 6* nedmigung ihre Nationalflagge und andere durch di» Schiffahrtsordnung genehmigten Flaggen bissen, ver« Boten werden weiterhin jegliche Kennzeichen auf Laute und Wasserfahrzeugen, soweit e» sich dabei nicht um ble Abzeichen des Roten Kreuzes, um Fabrik» und Ue» svrungsmarken sowie kaufmännische Abzeichen, ausge­nommen die auf den Vorderseiten und den Selten- kenftern der Kraftfahrzeuge befindlichen bandelt. Zu­widerhandelnde werden mit Freiheitsstrafen bi» i» fünf Jahren und Geldstrafen bi» zu 10000 EoGmarl bedroht. )

scheu sind.

statten Sie mir. Ihnen eine Botschaft bes.9 deuten bei vereinigten Staaten mitzv 11 22. Avril hielt er eine bemerkenswerte Red L* tonischen Pressevertretern rum grötzten Tel» *6e wärtige Angelegenheiten. Ich werbe Ihnen

regierungsfähigen Mehrheit, ausge­rechnet nach dem Besitzstand der einzelnen Par- Helen auf Grund der Wahlen. Was vielmehr unbe-

Sie WiW-WMMe SrkmdNO.

London, 30. Avril. Der amerikanische Botschaf­ter in London, Kellog, erklärte gestern in einer «ehe auf einem Frühstück der ehemaligen britischen Sneasmii!tonen in den Vereinigten Staaten, die eng­lisch-amerikanische Freundschaft sei eine vollendete Tatsache. Niemals sei diese Freundschaft so aufrichtig und so allgemein unter dem amerika­nischen Volke gewesen, wie heute. Während des gröss­ten Krieges aller Zeiten habe eine Koalition von Alli­ierten bestanden, die für dieselben Ideale und die­selbe grosse Sache gekämpft und bis zu Ende zusam- m-mgestanden hätten, und er glaube, sie ständen auch

Sie Me Onni Dr. Meriis.

Mannheim, 30. April. Auf bent hiesigen Fcfchhos tourten heute nachmittag um 4 hUr die sterbliche» lleberreste Dr. Karl Hrlsferichs und seiner Muttor zur Einäschening gebracht. Unter dem Portiku» bet Krematoriums hatten die Familienangehörigen und Ml Vertreter ter Regierungen und Behörden Aufstellnnt genommen. Ten Treppenaufgang flankierten dir stu­dentischen Abordnungen der Universität Heidelberg, bet Technischen Hochschule Karlsruhe und Darmstadt rmd der Handelshochschule Mannheim. Auf der oberste» Treppenstufe ftonten, umgeben von reichen Kranzspende», die beiden Särge. ! I |

Nach einem Trauen» arsch der Musikkapelle jidl Kvnsistonalrat Fischer (BrrsiO die Gedächtnisrede t»f bett so tragisch um? Leben gekommene» Staatsmmm,' dessen Leben ter Wissenschaft und Wirtschaft gewidmet war, ter sich nicht allein mit dem Ruhm heg Gelehrte» begnügte, sondern dessen Wissen sich in den Wstie» um setzte, zu gestalten und zu formen, besonder» all er in rastloser Wiederaufbauarbeit für dos ntoterge* brochene Vaterland seine Kräfte einsetzte. Der Geld­liche schilderte den Verstorbenen weiter als treubesovate» Sohn. Gatten und Vater und gedachte ehrend feine» Mutter als einer Priesterin ter Wahrheft, deren Stiel ich in Arbeit und Opfersinn erschöpfte. Hierauf tbw brach ie Reichsfinanzminister Dr. Luther die letzten Grüß» der Rcichsregierung für de» früheren Reich-schatzsekretchs und Vizekanzler und feierte ihn als einen Man» schövst- rischen Denkens, des Willens und der Tat. Im Rante»' des ReichstagSpräsiviumS sprach BizepräsSent Diettrichtz die Bedeutung HelfserichS für die Pfalz würdigte ter Pvt- itent der Pfalzregierung MatheuS: dem letzt«» (Efaw ürgrr von Neustadt an der Hardt widmete Bürgernmisi«

Auf. lchen. ein» itm Wen igten

Sie ÄiMralinns-Sommillioii.

Die japanisch« und serbische Antwort.

P a r i S30. April. Die Antwottnoto Japans, Imlche der japanische Botschafter ter Reparationskom- ibässion überreicht hat, hat folgenden Wottlaut: Die panisch« Regierung hat pnt gwßem Interesse von dem «rPorte »bericht Kenntnis genommen, mit dem die terten ein großes Werk vollbracht haben. Sie hat die Mre, der Reparationskommission mitzuteilen, daß sie •*r«it ist, di« Berichte der Experten in .ihrer Gesamtheit anzuerkennen.

' Die Antwort Welche di« serbische Reg te rung b»rch ihren Gesandte» in Pari- der Kommission über- Mittelt hat, bringt zum Anfang daS hohe Interesse tarn Ausdruck: welches die serbische Regierung den Ex­pertenberichten entgegen Bringt und gibt der Versicherung Musdrnck, daß die Berichte als Unterlage zur Zlsung der Reparationsfrage idienen «nntn. Tie Berichte ter Experten seien att Rat- [ichläge aufzufassen.

Prüfung der Antworte».

Paris, 30. April. Die Reparativ ns kom- rssion hat gesternt nachmittag 3 Uhr eine ofsi- rte Ile Sitzung ab gehalten. Sämtliche Mitglieder ter Moinmission waren astiwefeitb. Nach Kenntnisnahme der A<vanischen Antwort erfolgte ein allgemeiner Mei- ^»»gsaustausch über die Methode, die die Rcparations- "vimi'sion in ihren nächsten Verhandlungen einzuschlagen .Hst-enkt.

Das offizielle Kommunique. , Paris, 30. April. Die Reparationskommission hat Mgendes offizielle CommuniquL veröffentlicht: Zm

Wie lmt lebt te SeiW?

I Berliner Phantasien.

| 7. R»ch jst der reue Reichstag überhaupt noch Licht gewählt, und schon spricht man von seiner i aflösung! Ja, eS gibt recht ernst zu neh- * »en&e politische und parlamentarische Kreise, die ' »ine Auflösung geradezu für und ermeidlich

«uS d«m SachverstSndigen-Gutachten ergeben, zu i ■ «nnöglichen, das ist eine Pattei-Kvnstellati,on, die Auch eine Zweidrittel-Mehrheit ohne : tzkvße Schwierigkeiten gestattet. Drrrn »ach den Wahlen wird sich der Reichstag mit Tragen befassen müssen, die verfassungsändernd ■ sind und zu deren Erledigung eine geschlossene | *?, Mehrheit im Reichstag vorhanden fein muh. *’ •’|*4 Dir erinnern nur an die gerade durch das Sach-

Itith Worauf es aber bei diesem neuen Reichstag Lnkommt, ist nicht nur die Schaffung einer

| Lerständigen-Gutachten aufgeworfene Frage der f ämgeflaltung der deutschen Eisen - f tat n. Die aber eine Mehrheit bei ausein- -W taibeifttebenben Parteien rechts und links und bei Einer Zerreibung der Mitte zustande gebracht wei­ten soll, noch dazu bei Vorhandensein von Par­teien, her Kommunisten einerseits und der Deutsch- Völkischen andererseits, die grundsätzlich das Par­lament bekämpfen, jst jetzt noch Zar nicht cchzu- fthen.

Bei dieser Sachlage muß man sich tatsächlich mit dem Gedanken beschästigen, daß der neue Melchstag nur sehr kurze Lebensdauer Haben wird.

Wenr. man an die Erledigung der aus dem Sachverständigen-Dutachten sich ergebenden Fra­tzen herantrltt, wird es sich entscheiden, ob der Reichstag weiterhin arbeitsfähig sein, ob sich eine V» Mehrheit für die dann zu bewälttgenden Auf- tzobeu ergeben wird, oder ob tatsächlich die Wähler ' teelleicht noch tn diesem Jahr zum zweiten 5 Lale zu einer Entscheidung aufgerufen werden JoUen.

Deutschlands und die grösstmöglichen Zahlungen an die übrigen Regierungen oorsehen wird. Liner zu­gleich verwickelten und schwierigen Lage ist in der meisterhaftesten Weise begegnet wordr.r. 11,'ftre Lai dsleute blicken mit Recht, mit Stolz »uf das Er gebnir Nichts ist von gröberer Bedeutung für Eur-oa seit dem Waffenstillstand geschehen."

London, 30. Avril. Der amertfriüfje Boisch-t- ter Ä e 11 o g sagte in einer Rede, es liege nicht nur im Interesse Amerikas als Mitglied v:r groben zivil«- fiettet Nationen, -ass Westeurooa wiederhcrglstellt >oddass die Regierungen in Eurona uni ti’t» o>- snnde finanzielle Grundlage gestellt >v;rd:r. dab seine Bolter glücklich und jufrieben werd.» und auf dem Wcor der Zivilisation forsichreiten. iJioeti Wmet.-n sei auch an Europa an wirtschaftlichem und finanziellem Sinn» interessiert. Es könne kein Friede in Europa und keine allgemeine Wi-Hlfabtt geben, bevor Zentraleurova konsolidiert sei und bevor Europa und feine Währungen überbaust ftatilificn' seien, bevor feine Industrie wieder auf­leben und feine Völker zuversichtlich glücklich gemacht seien Kellog schloss, er freue sich, die grobe angel- to'chsifche Nation in ihrer Sympathie und in Ihrem Ziel und Zweck vereint zu feben, um die grossen Probleme zu lösen, die der Wohlfahrt und Zufriedenheit Euro­pas zugrunde liegen.

Der Herz»» von Sutherland erklärte in einer Begrüssungsansprache, in der grossen, stets wach­senden Freundschaft »wikchen Großbritannien und den Bereinigten Staaten liege die einzig mögliche Rettung für die durch Schulden und finanzielle Schwierigkeiten schwer drdrückle Welt. Durch das kaufmännische Zu­sammenarbeiten der kaufmännischen Element« der englisch sorechenden Rassen der Welt könnten Re, mit tfnte-rstützung ihrer Regierungen, das Chaos in eine Gesundung ummanteln, das grobe Revarallons- vroblem regeln, das das erschöpfte Europa bis jetzt veiuigte und schliesslich das grobe Ideal erreichen, da« dem Präsidenten der vereinigten Staaten gegen­wärtig vorschwebe, um mittels einer neuen Abrüst­ungskonferenz, die weitreichender und radikaler als bte vorige fei, die Welt auf eine Grundlage zu stellen, die den Frieden für ble kommenden Jahr« ichere Ein Zufammenwirken zwlfchen Amerika und England zu diesem Zweck könnte weit mehr erreichen, als der Völkerbund ohne Amerika erreichen könne.

Der Bnzeioenvreis beträgt für de» 10aesp. Zeilenmillimeter 0,08 Selbwart Lmtllche auswärt. Anzeigen 0,10 Goldmark. Bei schwier.Satz 50 •/, Aufschlag. Gammeleiqetg. 100’k KQ Tmm Aufschlag. Reklamen 0,35 Eoldmark. Jever Rabatt gilt al, Barrabatt. Belege werde» **• berechnet, ebenso Auskunft durch die Geichöftskielle und Zusendung der Angebote. Zahlung innerhalb 5 Togen (1 Dollar — 4,20 Eoldmark), Berechnung nach dem Berliner Mittel­kurs des Zahlu»fl»-Li»g«,s»tages. Verzugszinsen pro Tag nach bem Bankzinsfuss

Paris, 30 April. Nachdem die Repara-ionskom- irKssion heute vormittag 10.60 Uhr zu einer offi­ziösen Sitzung zusammengetreten war, hat fit im An­schluß daran eine offizielle Sitzung abgehalten und folgendes beschlossen: 1 sofort das Organisationskomitee für die deutsche Rr-.chseisenbahngesellschast zu buten und zu diesem Zweck die beiden Sachperstänsig«n Acwortl und Levrrve zu ersuchen, persönlich an. den Arbeite» dieses Komitees teilzunehmen, 2. Sir Robert Knwers- ley als Mitglied des Komitees für die Organisation der Reichsemissionsbank zu bezeichnen und 3. endlich zu ernennen Alfred DeÄamps, Vcrwattungsrat rer Bangue Generale du Nord und Präsident der 5aanLelskammer in Li'le. sonne Dr. Alberto Pirelli, Industrieller (Italien), zu Mitgliedern des Organisationskomitees für industciellc Obligationen.

Srabbnrn reist nach London.

Paris, 30. April. Der engli Iche Delegierte in der Reparationskommission, Bradbury, reist heute abend nach London. Die Reise steht in Verbindung mit der Zusammenlunst Mac Donalds mit TheuniS.

deute zusammen, um die auf den Krieg folgenden Prob- Ponfonbh teilte Welter auf eine Anfragü r'rieVTf..1 meItt- • 9tad’ faS sechs Jahren feit dem mil> nach den Zahlen, dle aus den franjöftfch- ^nege sehe man immer noch in Eurova Bankerotte, c.-kA .' -i,Lvv

Regierungen völlig in Rot. zerstörte Industrien, Ras- Msilfchen Quellen elngegangen feien. Im besetzte» s-n.lmb und Eifersucht. Kellog erklStte: Sier ist te. Debiet einschließlich dem Ruhrgebiet 471

grösste Feld für die Staatsmänner von heute. p»issnen gefangen gesetzt wurden; diese Zah^

Di« Frag« der Ausgewieseuen im Unterhaus.

London, 30. April. Ponfonbh teilte auf eine Anfrage des Liberalen Harvey mit, die Zahl ter Personen, die aus dem von den Alliietten be­setzten Gebiet ausgewiefen worden feien, be­trage bis zum 15. April 10149; die Zahl der Personen, die bis zum gleichen Datum die Er­laubnis erhielten znrückzukehren, belaufe sich auf 4 7 06. Diese Zohlen schlössen die Frauen und Kinde» der Deputterten nicht ein. Seit dem 15. -lpr'l fei einer beträchtlichen Zahl von Leuten ge­stattet worden zurückzukehren, genaue Zahlen feien aber noch nicht verfügbar. Was die Ausweisung deutscher Untertanen aus den Gebieten betreffe, die i f lge b r fcanzös f ch-belgischen Sonderaktlon feit Januar 1923 besetzt wurden, die daher nicht unter ter Jurisdiktion der Interalliierten Oberkommission tündcn, sc sei er nicht tn der Lage, hierüber Jn- oTmattvnen zu geben; er könne nur die von Mac» ikonald bereits gegebene Versicherung erneuern, daß die Regierung ihren Einfluß, wo dies möglich, gellen machen werde, um die Wiederherstellung normc fer Verhältnisse it ' e ctzten Gebiet zu er­ziel« n. Harvey fragte ux .er, ob es Nicht Tat­sache sei, daß über 10 0 000 Deutsche einschließ­lich Stauen und Kinder immer noch zwangsweise von ihren Heimstätten abwesend seien und ob irgendwelche SchriM unternommen wurden, um die Rückkehr der Familien zu sichern. Ponsonby er­widerte er habe keinerlei Informationen über diesen Punkt; die Zahlen, die er gegeben, seien die einzigen, worüber er augenblicklich verfüge.

Kennworthy fragte, ob die Frage der Aus­weisungen nicht in sehr hohem Maße bei der Wiederherstellung der fiskalischen -Autonomie Deutschlands in Betracht komme. Wenn 100000 Leute ausgewiesen seien, wie könnten sie dann dle Seschäste des Landes fortjühren?

. dingt zu erzielen wäre, um diesen Reichstag er- Dlage deltSfählg zu machen und um ihm die Lösung , Ni bevorstehenden gewaltigen Ausgaben, die sich