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gestern
diese Forderung
im Ruhrgebiet.
In Ruhrort habe«
ihrem Standpunkt, daß sie nicht erfüllen könne.
Masseuausweisunge«
Ruhrort, 28. April.
Französisch« Wahlvorbereitungen.
Paris, 28. April. Der französische Wahl, feldzug nimmt einen bewegten Verlauf. Prli» gelszenen zwischen den Kandidaten der ein», ander feindlich gegenüberstehenden Parteien find, an der Tagesordnung. Besonders tun fich dabei, die K o m m u n i st e n hervor. Vor einigen Tagen, wurde der frühere Minister Reibel von ihnen Übel, zugerichtet. Samstag abend ist T a r d i e u, der, frühere Minister und Haupturheber des Versailler. Vertrages, von Kommunisten, während er sein, Programm für die kommenden Wahlen darlegte, ü b e r f a l l e n und mißhandelt worden. Ittr«; dieu wurde von dem bekannten Kommunisten und früheren Deckoffizier Märty von der Tribüne her«' untergerissen . Als Tardieu dann fei neu; Platz wieder einnahm und seine Rede fortsetze» wollte, stürzten die Gefährten Märtys erneut auf ihn los. zerrten und rissen an ihm, bis sein Rock- ärmel entzwei ging. Sie versetzten ihm heftige, Schläge auf den Rücken und ins Gesicht.
Abschluß eines Rediskont-Vertrages.
Berlin. 26. April. Wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, hat die deutsche Eolb- diskontbank mit einer großen Gruppe ame» r TTü d l scher Danken unter Führung der Internationalen Acceptance-Bank in Rewyork einne Rediskont-Vertrag zu günstigen Bedingungen abgeschlossen, lieber die Einzelheiten wird in den nächsten Tagen Näheres veröffentlicht werden.
.- Pressestimmen zu den Entente-Autworte«. ^London, 28. April. Die „Times" schreibt, Ms allen Antworten der Regierungen an die Re-
Di« „Oderhessilche Bettung" erscheint lechem»! wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 2 Mark ausschließlich Zuftellungogebühr. Für ausiallende Stammet» inwlge Streik» 06. elemenr.Ereignisse kein Eriag. — SBeriag oon Dr. L. Hitzerotd. — Druck der Unio.»Lnchdruckerei oon Jod. Lug. Noch. Markt 21/23. — Kernsprecher 55, Vo8i<be<ftonto: Stt. 5015 »mt Franktart a. Main.
pat ationskvmmission gehe deutlich hervor, daß sorgsame Verhandlungen »Stig seien,um genau festzustellen, welche Funktionen der Reva» rationskommission und welche den alliierten Regierungen zufallen. Durch ihre Zustimmung zu dem Sochversründigenbericht in seiner Gesamtheit spreche die italienische Regierung unPveideutig ihre Zustimmung zu einer Politik aus. die dem Deutschen Reich feine wirlschaftliche Einheit zurück- geben wolle. In Deutschland sei man der Meinung, daß die Fassung schneller Beschlüsse durch die nahe bevorstehenden Wahle in Deutschland und Frankreich erschwert würde. Die offensichtlichste Schwierigkeit biete die Frage, die Poincar- in seiner Antwort aufwerfe, nämlich die, was zuerst erfolgen solle: di eWiederaufnahme der Reparationszahlungen von Seiten Deutschlands oder die Wiederherstellung seiner wirtschaftlichen Einheit.
London 28. April. Wie der Brüsseler Berichterstatter der „Times" mitteilt, ist man in belgischen Regierungskreisen der Meinung, daß die Antworten der französischen und britischen Regierung an die RevarationSkvmmissivn nicht zu der Hoffnung einer leichten und schnellen Derständi» gung berechtige». Rach Ansicht der belgischen Regierung dürfe jedoch kein Mittel unversucht bleiben. um eine für die Ausgabe der deutschen Ausländsanleihe günstige Atmosphäre zu schaffen; denn eine Verhinderung oder Verzögerung der Anleihe wü:d? ernste Rückwirkungen auf die praktische Verwirklichung der übrigen Sachverständigen Vorschläge zeitigen.
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Sin kommunistischer BizepräDtzeut.
Saarbrücken, 28. April. Der L a n d e« *' rat wählte in seiner heutigen Sitzung den kommunistische« Abgeordneten Eifler mit 15 von 28 Stimmen zum zweiten Vizepräsidenten; die übrigen Sttmmzettel waren weiß. Die Wahl war notwendig geworden durch die Ernennung des bisherigen Präsidenten Kvßmaan pae aarländischen Mitglied der Regieruagskommissioi^'
Sm iii Wie.
Morgan iw London.
Paris, 28. April. Morgan ist
Die künftigew
Pari», 26. April, schreibt int Hinblick auf Besprechungen, ein neuer
Are hem belebten Met.
Strafbesetzung für Münchweiler.
Mannheim, 26. April. Als Strafe für da Arten tat auf den Bürgermeister Helfrich von Münchweiler hat der Crt eine Besatzung von lOOManW französische Truppe» mit Offizieren erhalten. Außu-j dem wurde eine BerkehrSsperre über den Ci* verhängt.
Die Unterstützung der Separatisten.
Ludwigshafen, 28. April. Die französischen Besatzungsbehörden in der Pfalz besonders der Provinzdeiegierte, General de Metz befleißigen sich den Sonderbündlern gegenüber immer noch einer Politik mit dvvpeltem Boden. Ein Beweis dafür ist bite Tatsache, baß wegen ihrer antisonderbündlerischen Haltung 72 Deutsche in französischen Gefängnisse« sitzen und ihrer kriegsgerichtlichen Aburteilungent. gegensehen, nämlid), in Pirmasens 24, Wörth 2 Bergzabern 5, Kaiserslautern 15, Mannheim 5 Dürkheim 11, Münchweiler 8 und Germersheim 2.
Eine unverschämte Forderung der Franzosen.
Düsseldorf, 28. April. Vor einigen Mo. naten forderte die Besatzungsbehörde vor der Stadtverwaltung deft Bau einer A r t i l l e. rielaserne. Die Stadtverwaltung lehnte dies« Forderung ab mit der Begründung, daß die Erfüllung ihr finanziell unmöglich sei. Runmehr wurde die Stadtverwaltung aufgefordert, mit de« Bau der Kaserne sofort zu beginnen und zwar sollen die Räume bis zum Herbst fertiggestelv sein. Die Kosten werden 16—18 Millionen Gold- mark betragen. Die Stadtverwaltung behartt aus
Besprechungen.
Der „Newyork Herald" die künftigen interalliierten Zug bei de» Unter Hand-
Marburg
Hierein. 21. April
Ofterroond
abend nach London abgereist, wo er mit dem Gouverneur der Bank von England, Montage Norman. über die deutsche Anleihe von 800 Millionen Eoldmark eine Besprechung haben wird. Es ist wahrscheinlich, daß er nachher wieder nach Pa zurückkehrt, um seine Unterhandlungen mit Sir John Bradbury fortzusetzen.
Morgan für die bedingungslose Annahme.
Paris, 26 April. Barthou und dir Führer bet aSrertm Delegationen der Reparationskommis- s io n sowie der amerikanische Beobbachter Logan haben gestern abend bei Gelegenheit eines Pierpont Morgan zu Ehren gegebenen TinerS dessen Ansichten eingeholt über die Möglichkeit der Berwirllichung der Konklu- sioneu bet Sachverständigen.
Wie uns weiter berichtet wird, beabsichkigt Morgan feine Besprechungen mit Barthou und Bradbbury fort- zuletzen, um morgen nach London abzufahren. Es verlautet, daß Morgan vor »einer Abbreise heute ober morgen noch von Poincarö empfangen werden wird. „Chicago Tribüne" glaubt zu wissen, daß Morgan in seinen Gesprächen mit Barthou und Bradöury aus die bedingungslose Annahme des Sachverständigenberichts drängte und den Delegierten der Reparationskommission versichert habe, daß die Hälfte der deutschen Anleihe, ungefähr 100 Millionen Dollar, in den Bereinigte» Staaten aufgebracht werde» könne, wenn die Sachverständigenempfehlunge» nicht geändert und keine politischen Bedingungen an sie geknüpft würden.
gestern Vormittag Wahlversammlungen* stattgefunden, welchen auch mehrere Kriegsteilneh-e mer beiwohnten. Diese sämtlichen Krieg«< teilnehmer, ob verheiratet, ob lebig, sind heut Racht um 1 Ahr aus ihren Betten geh oll. u» von den Franzosen sofort äu 6 getötet sen worden. <66 handelt sich um 48 FarntliM mit Kindern und ungefähr 36 Ledige. Alle krmM ten fich nur notdürftig anlleiden; sonst war ihnen nicht gestattet, andere Gegenstände mityn nchmen, sodaß sie alles andere zurücklassen muhten. Diese Ausweisungen erfolgten nur aufDnoO dessen, weil sie an den Wahlversammlungen teil* genommeen hatten. . "
hingen zwischen den alliierten Ministerpräsidenten bestehe darin, daß die Vertreter der einzelne» Ro- 'ierungen, in der Reparationskommission jedesmal, wenn tragen der interalliierten Politik int Zusammenhang mit der Durchführung beS Planes Dawes zur Sprache kommen, zugezogen würden, um ihre Meinung zu Süßer». Dies werde als besonders günstig betrachtet insofern, als Macdonald enge Fühlung mit Bradbury gehabt habe und sowohl dieser als auch Barthou in der Lage sein würbe», alle die Teile des DaweS-BvrichtS, die zwecks Anpassung an den Geist und de» Buchstaben des Versailler Verttages vielleicht eine Avnde- rnng erfordern würden, klar und deutlich anyigeben. Diese Zusammenarbeit zwischen den Ministerpräsidenten lunb den Mfta'^ 'ern der Reparationskommission sei, wie verlaute, von dem amerikanischen Beobachter in bet Reparationskommission Logan angeregt worden. Es sei möglich, daß Logan Gelegenheft erhalten werden, seine Ank'wt zu äußern bei allen MeinungSverschiedew- heite*. w ftch etwa ergäben.
Mjfezwnl Morgan würde vielleicht als Aller aber wtcöttqer Mitarbeiter betrachtet werden bei den k8emühung<-n, innerhalb der nächsten vierzehn Tage eine vollständige alliierte Einigung über alle wesentlichen Punkte des Planes Dawes zu erzielen. WaS die Belgier anlange, so sähen sie darauf, daß nad> Einsetzung der vorgesehenen Organisationsausschüsse und nach Annahme der erforderlichen Gesetzentwürfe durch den Reichstag unverzüglich die erste Anleihe von 800 Millionen Goldmark aufgelegt werde. Französischerseits betrachte man indessen immer noch die Sicherheitsfrage als genau ebenso wichtig, wie die Sympathien des Auslandes, die man sich durch rasches Vorgehen ettva verschaffen könnte. Auch di« Rede Poincares am Donnerstag habe wenig Anhaltspunkte dafür gegeben, daß er von seinem Entschluß abgehen werde, eint präzise Verständigung mit England, Italien und Belgien über die Maßnahmen für den Fall einer deutschen Verfehlung zu verlangen. T« Sachverständige» hätte» allerdings die Phraselogie ihrer Berichte nicht als unbedingt vollkommen betrachtet, aber die Tatsache haß die Reparationskommi'kion sämtliche unter ihre Zuständigkeit fallende Teile des Berichts angenommen habe, werd« von vielen dahin ausgelegt, daß der Bericht bereits so gut wie als Anhang des Versailler Vertrages gelten könne unb deshalbb volle Gesetzeskraft besitze Die Bestimmung deutscher Verfthlung sei ferner eine von der Reparations- fonurtiffion und nicht von den interessierenden Regierungen zu entscheidende Angelegenheit. ,
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Amerika offiziös vertrete».
Sparrs, 27. April . Rach einer vorn'«Petit Journal" veröffentlichten Meldung aus Rewhork wird in amerikanischen Finanzkreisen bestätigt, daß Silney Morrow von der Firma Morgan «offiziöser Delegierter" der Vereinigten Staaten in Paris bei den Arbeiten zur Durchführung des Dawes'schen Plans sein werd«. -----------
Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen
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Theunis und Hymans in Paris.
: / Paris, 28. April. Theunis und Hy- W a n s werden P o i n c a r 6 heute vormittag um AL Uhr sehen. Sie hatten gestern bereits eine ernste Lussprache mit dem Baron b'Estrey und den belgischen Vertretr» bei der Reparationskommission. Ln die heutige Unterredung wird sich ein Essen »»schließen, das der französische Ministerpräsident ju Ehren seiner belgischen Gäste im Quai d'Orsay ; veranstaltet. Zugegen werden auch sein der Präsi- Hent der Reparationskommission und die belgischen Vertretet. Die Begegnung der beiden Minister mit Poincars ist angesichts der Umstände, unter denen tjb erfolgte, einmal als die bedeutsamste Re- »a r a t i o n s k o n f e r e n z seit den letzten zwei Fahren aufzufafien, und dann als Auftakt der disuteralliierten Verhandlungen. Denn
Obwohl P o i n c a r 6 in seiner Antwortnote an die Reparationskommission vorgestern erklärte, daß eine Aussprache mit Aussicht auf Erfolg zwischen itzen Regierungen erst nach Verwirklichung de» ^Sachverständigengutachtens ernsetzen könne, ist er Offiziösen Besprechungen, so behauptet Pertinax im »Echo de Paris", nicht abgeneigt. Angesichts Oer Besprechungen, die bereits zwischen den Mit- Gliedern der Reparationskommission im Hotel Asto- Äa stattgefunden haben, schreibt Pertinax, ist es Denig wahrscheinlich, daß ihre für morgen zu er» Wattenbe Entscheidung die Eröffnung direkter und :fefortiger Verhandlungen zwischen den Regierungen, besonders Paris, Rom unb Brüssel, zulassen Werbe.
merhin werben 'ausgenommen solche ForberungeG bie von bet genannten Körperschaft bet englischer Gläubiger verlangt werben. Die Entschäbigunge» sollen besonbers burch bie Gewährung wertvoller Konzesiionen geleistet werben. Diese« Angebot ist abhängig von bem Versprechen bet englisches Regierung, bie notwendigen Kredite zur Finanzierung der Geschäfte zu gewähren, unb zwar auf Grunb bes Hatlbelsverstcherungsgesetzes ober anbe? ter gesetzgebenbet Maßnahmen.
Dit WMnWt Ronitrtu.
Rekowskis Ansicht.
Lonbon, 26. April In einer von Reuter veröfsrni- lichten Erkflärung Rakowskis heißl es u. a.: Dir grgenwärtioen Verhandlungen mit England gingen normal vor sich; er glaub« an einen günstigen Ausgang, di« Zugeständnisse müßten jedoch gegenseitig fein. Kundgebungen wie das Memorandum der britischen Bankier- verfolgten augenscheinlich den Zweck, den Abbruch der Verbandlungen herbeizusühren. Das Memorandum der Bankiers fodlere die Wiederherstellung des Privatbesitzes, die Abschaffung der Außenhandelskontrolle und bie Abänderung des Gesetzbuches Rußlands. Di« Antwort der Sowjetregie- r u n g auf einen derartigen Versuch sei ein katego- risch« s niemals! Rakowski erttärte weiter, der russisch-britische Handel werde zunehmen, wenn Rußland eine Anleihe bekommen könnte. Die Sowjetregierung beabsichtige, einen größeren Teil der Summe als Bezahlung für ihre Aufträge in England zu lassen. Ein praktisches Mittel, die früheren Besitzer zu entschädigen, könnte sein, ihnen aus der Konzessionsgrundlag« Unternehmungen zu verpachten, die ihnen früher gehörten. Die Frage der Liquidierung der Vorkriegsschulden könne nur befriedigend gelöst werden, wenn die russischen Gegenfowerunge» gebührend berücksichtigt würden.
Rakowskis Erfolg in Loudon.
London, 28. April. Der Beobachter des „Daily Telegraph" berichtet, zu den englisch- russischen Verhandlungen, Rakowski habe einen Erfolg auf der Konferenz erreicht, indem bie britische Regierung ihre Zustimmung bazu erteilt habe, baß biese Fragen einzeln behanbelt werben sollten, unb Einzelabkommen abgeschlossen werben. Dieses Zugestänbnis ber englischen Delegation sei als ausschließlich im russischen Interesse lieqenb zu betrachten. Auf biese Weise würben die Derhanblungen weitergeführt, bis wenige ber Streitfragen übrig blieben, bie bann gleichsam als Ultimatum erlebigt werben könnten. Die Hauptschwierigkeit bereiteten bie Inbustrieschaben- ersatzansprüche. Die Vorschläge gingen barauf hinaus:
1, Die privaten Schabensersatzansprüche sollen von ben Staatsschulben getrennt werben. Die Gegenansprüche, verursacht burch Kriegshandlungen, haben nicht bie Wirkung, eine private Forderung aufzuheben.
2. Die englische Regierung soll ber biretten Regelung ber englischen privaten Forbe- r u n gen zwischen ber Sowjetregierung unb ihren Gläubigern zustimmen. Die englischen Gläubiger ollen sich zu einer Organisation zusarnrnenschlie- zen, welche die Gesamtsumme ihrer Forberung gegenüber Rußlanb geltenb machen soll.
3. Privates Eigentum wirb nicht zurückgegeben, ba zur Zeit ein in Kraft stehenbes Gesetz ber Sowjetregierung dieses ausschlicht. Jm-
Zeschlossen. die die Sachverständigen unklar ge- Mssen oder den alliierten Regierungen vvrbehal- iwR hätten.
Zierungen sei deren Standpuntt in dieser Be- Pehung bekannt. In dem 'Bericht gäbe es man» Hes, was den Belgiern nur halb gefalle. Wenn Zder jeder an einem solchen Bauwerk seine per- Dnlichen Retuschen anbringen wollte, so würbe Man niemals zu seiner Aufrichtung kommen. Doch Werbe duvch die heutigen Besprechungen nicht ein Meinungsaustausch über die anderen Fragen aus»
j Paris, 28. April. Die fran-östsch-v«! ■ Zische Ministerbesprechung am Quaid'Or- fay um 10 Ahr begonnen unb hat bis 12 Ahr 10 Minuten gedauert. Ministerpräsident Theunis MklSrie beim Verlassen des Quai d'Orsah den Dournaltsten, eS habe sich lediglich um eine ver- -trauliche Besprechung der drei Minister gehan- k dclt, bei ber weder Sekretäre noch Stenographen iDugegen gewesen seien. Er reise heute Abend Mch Brüssel zurück, da er morgen vor dem belgischen Senat das Budget des Finanzministeriums Za verteidigen habe. Am 1 Ahr findet ein Frühstück statt, an dem Theunis, Huhsmans und Poin- «tre teilnehmen. Die Konferenz wird tm Anschluß staran fortgesetzt.
’ Rach der „Information" soll auch heute Abend Mn Bericht sachlichen Inhalts ausgegeben wer-
Ein Mitarbeiter des Blattes hat „die nach Karis gekommenen belgischen Persönlichkeiten", die beiden Minister und den sie begleitenden Kabi- .DettSchef des Außenministeriums, über Tragweite Md Gegenstand der Verhandlungen befragt. Es w JB ihm erklärt worden, daß es geradezu lächer« Zch sei, von Vermittlung zu reden. Es handele um einen Höflichkeitsbesuch, den auch bk englische Regierung völlig in der Ordnung ge- Mden habe. Belgien bekunde er seine Svlidari- Mt mit Frankreich, aber mon könne natürlich nicht von ihm verlangen, daß eS seine besonderen Interessen außer Acht lasse. Die Minister seien lediglich zu einem Meinungsaustausch allgemeiner Art gekommen, bei dem Beschlüsse nicht zu erwarten seien. Eine Meinungsverschieben- Zeit zwischen den beiden Regierungen bestehe Gicht. Belgien sei ebenfalls der Ansicht, daß die Weparationskommissivn handeln solle. ES denk«, di keiner Weise daran, das Ruhrgebiet zu rftumen. Ticher bedürfe es zur Durchführung des Sachver- ständigenplans der Wiederherstellung der deutle» Wirtschasts- und Verwaltungsfteiheit. Sie solle allmählich erfolgen. Dieses und die 800-Mil- k>nen-Anleihe feien die Haupwvrteile, die von doruh/rein Deutschland geboten würden. Aber sie Mißten auch für Frankreich und Belgien die Ga- iMntie für die buchstäbliche Erfüllung des Planes Mn. Die Abänderung gw.ser Bestimmungen der Sachverständigenberichte komme überhaupt nicht in kdetracht. Durch die offiziellen Antworten der De-
$et HnytgenoTei« beträgt tat ben lOgefp. 3«ile»mtllimeter l,0S Selbmett
ausmärt Anzeige» 0,10 6»I»marL Bei jd)erier.5«8 50 •/. Aufschlag. Sammel«»,eig. 100*1* sg Tt|M Aufschlag. Reklame» 0,35 Goldmark. Jeder Rabatt gilt als Sarrabatt Belege werde» **• 0*1*ei berechnet, ebenso Aus tankt durch die LelchäktoKelle und Zusendung »et Angebote. Zahlung , innerhalb 5 Tage« (1 Dollar — «.20 Eoldmarks, Berechnung «ach dem Berliner Mittel. 1 fur» bes Zahlu»a»-Ei»z««g»tages. Berzugszinse« pro lag «ach dem Ba»kzin,f«tz ----