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Dr. Helfferichs tragischer Tod
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™ rungskongreß von 1903 hatten den Aebergang vor- bereitet. Bereits seit 1902 führte Dr. Helfferich len Legationsratstitel. Er lehnte den Ruf nach
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« neben seiner Lehrtätigkeit als Sachverständiger für Wirtschaftsfragen versorgt hatte, sowie ein Re- Melungsauftrag für den amerikanischen Wäh-
Berlin, 24. April. Wie die „Boss. Zig." aus Dens meldet, soll die Untersuchung des Eisenbahnunglücks von Bellinzona ergeben haben, daß die schnelle Explosion der Gasbehälter des badischen D-ZugwageuS wesentlich mit hervorgerufen wor-
Die scstgestellten deutschen Toten.
Bellinzona, 24. April. Bis jetzt find folgende deutsche Reichsangehörige von den Todesopfern de» Eisenbahnunglückes identifiziert worden: Reichstagsobgeordneter Dr. Helfferich und leine Mutter, Direktor Viktor W or t h e i m vom Stahlwerk Becker 8L=®., Eharlottenburg, Professor Rheinloge l, Berlin-Charlottenburg» Melitta Godet, 40 Zähre alt, aus Altftrahlstedt bei Hamburg.
Bellinzona, 24. April. Wie sich jetzt heraus- stellt, ist nicht die Mutter, sondern die Tante des Reichstagsabgeordneten Helfferich zusammen mit Dr. Helfferich bei dem Eisenbahnunglück umS Leben gekommen.
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Dr. Schacht nicht verunglückt.
Berlin, 24. Avril. Von einzelnen Pressestelle» war auch die Persönlichkeit Dr. Schachts mit de» Schweizer Eisenbahnunglück in Beziehung gebracht worden. Wie die „Tel.-llnion" eriährt, befindet sich Dr. Schacht in Berlin und ist wohlauf.
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Bellinzona, 24. April. Wie jetzt feststeht, ift der italienische Gesandte in Kopenhagen, della Torr«, den man unter den Opfern der Eistnbahnlatastrophe vermutet«, heil in Basel eingetroffen und passiert« am Mittwoch die Schweizer Grenze mit der Bestimmung nach Berlin.
fordern, so hat er sich unverzüglich die von deutschen Truppen besetzte Stadt Pskow als Amtssitz anweisen lassen. AebrigenS kehrte er dann im August wieder nach Deutschland zurück.
Aach der Revolution wurde Dr. Helfferich Par- lamentarier. In Aationalversammlung und Reichstag spielte ec als Wortführer der Deutschnationalen Volks Partei, besonders in Budget- und Steuerfragen, eine bedeutende Rolle. Durch seine Sachkunde und Schlagfertigkeit zwang er das Parlament in seinen Bann. Keine Gelegenheit ließ der treffsichere Debatter vorübergehen, ohne mit den „Novemberleuten" und ihren bürgerlichen Sekundanten nach Gebühr ab- zmechnen. Voller Temperament und Geist, ist er der Stolz seiner Partei und einer der namhaftesten Parlamentarier geworden.
kkorm ab und trat 1906 mit der Annahme eines Lirektorpostens bei der Bagdadbahn em. Aach zwei Jahren erlangte er die Vorstands- Mitgliedschaft in der Zentrale der Deutschen Bank. Aas Jahr 1913 sah ihn in Ausübung eines Reichs- Mandats bei jener Londoner Finanzkonferenz, die tte aus den Balkonkriegen hervorgegangenm Stö- nmgen im internationalen Wirtschaftsleben wieder I« ordnen berufen wurde, aber ihre Aufgabe nicht beenden konnte, weil bereits übers Jahr der große Idieg dazwischen kam, der die FriedensverhM- "isse vollends auf den Kopf stellen sollte.
In den ersten Kriegsmonaten hatte St. 4 el- ff e r i ch bei der vorläufigen Ordnung des okkupierten Belgiens seine hervorragende Arbeitskraft ii den Dienst der nationalen Sache gestellt. Die geschickte Lösung dieser Aufgabe und zugleich das Aufsehen, das eine von ihm verfaßte Broschüre Iber die Kriegsursachen, die den Schuldanteil des russischen Reiches mit lobenswertem Nachdruck Herdorgerufen hatte, lenkten die Blicke der Oeffent- stchfeit auf ihn, als der Rückttitt des Staatssekre-
Das Eisenbahnunglück auf der St. Gotthardtbahn.
Bellinzona, 24. April. Zu dem Eisenbahnunglück auf der Gotthmdtbahn veröffentlicht die Geue- raldirektion der Schweizerischen Bundesbahnen folgendes amtliche Kommunique«:
Am Morgen des 23. April ca. 2 Uhr 30 Min., fand zwischen dem um 2 Uhr 28 Min. in Bellinzona Hauptbahnhof abgefertigten Zug 51B. (direkte Wagen des Nachtschnellzug-S aus Italien) und dem fahrplanmäßigen Zug 70 (Rachtschnellzug Frankfurt — Basel — Mailand — Genua mit zwei Wagen aus Zürich) bei Weiche 1 im Rangierbahnhof von Paolo ein Zusammenstoß statt. Beide Züge hatten
wickelt worden, die in einem für den ReichSfi- Mnzminister Erzberger ungünstig ausgefallenen EenfationSprozeß (März 1920) gegipfelt hat.
1 Die Gegnerschaft des Zentrums gegen Dr. helfferich hatte in der Kriegszeit dazu geführt, er beim Sturze des Reichskanzlers v. Beth- ^»ann-Hollweg aus dem Jnnenressott schied und die Bizekanzlergeschäste beibehielt, einige Mo- Mte später aber, als Graf Hertling den Kanzler Dr. Michaelis ablöste, völlig aus der Regierung .«wsfchied (1. Rod. 1917). Noch einmal, im Sommer 1918, hat er auf eigene Bewerbung ein Reichs» ‘«Bit erlangt; den Moskauer Botschafterpvsten anstelle des ermordeten Grafen Mirbach. Da ihm ilber^sogleich bei seiner Ankunft in der bolschewistischen Hauptstadt Rußlands deren EicherheitS- lstände fühlte, die von ihm verlangten persön- hBl Bürgschaften von der Regierung Lenin zu
Bellinzona, 24. April. Der deutsche Konsul in Lugano teilt mit, daß auf Grund der aufgefundene« Ausweispapiere festgeftellt wurde, daß sich D r. Helfferich und seine Mu t t e t unter den Opfern des Eisenbahnunglück» befinden.
Bellinzona. 24. April- Die Wahrscheinlichkeit, daß der Rcichslagsabgeordnetr Dr. Karl Helfferich und außerdem auch seine Mutter Opfer des Eisenbahnun glücks von Bellinzona geworden sind, ist schon fast zur Ge- wißheit geworden. Wie der Bruder des Vermißten, der Direktor Wilhelm Helfferich in Mannheim der dortigen Zweigstelle des Wolffbüros mitteilt, hatte ihm sein Bruder angezeigt, daß er von dem Sommersitz seines Schwiegervaters Gg. v. Siemens in Stresa am Lago Maggiore, wo Dr. Helsftrich sich zur Erholung aufgehalten hatte, gemeinsam mit seiner Mutter nach Mannheim zurückreiseo werde, wo er gestern vormittag 11 Uhr 38 Min. mit dem Schnellzug eintrrfsen wollte. Während die Mutter in Mannheim aussteigen sollte, beabsichtigte brr Abgeordnete, sofort die Reise nach Hanau sortzusetzen, wo er in einer Wahlversammlung gestern abend, wie heute abend in Frankfurt a. M., als Redner angemeldet war. Bis zur heutigen Mittagsstunde ist nun weder bei den Verwandten in Mannheim noch bei denen in Neustadt a. H. irgendwelche Nachricht über den Verbleib der beiden Reisenden eingetrossen. Auch auf eine gestern nachmittag an das deutsche Konsulat in Lagano gerichtete drahtliche Bitte um Anstellung von Ermittelungen and auf eine Drahtung an Frau Dr. Helfferich in Stvesa ist ebenfalls noch keine Antwort zurückgekommen. Der Schwager des Parlamentariers wird heute nach der Schweiz abreisen, um persönliche Nachforschungen anzu- stellen. (Diese telephonische Meldung, die uns gestern am Schluß der Redaktion über den Tod Helfferichs zuging, konnten wir unseren Stadtaoonnenten noch, mid- teilen. D. Red.)
Schwierigkeiten bei ber Feststellung der Toten.
Bellinzona, 24. Avril. Die Identifizierung der Ovfer der Eisenbahnkatasttophe ist nach wie vor sehr schwierig. Die Prüfung des Hand- aeräcks, das nur aus unförmlichen Ueberresten besteht, bat keinerlei Anhaltspunkte ergeben. Heute werden nun die Koffer, die in einem anderen Wagen lagen, einer erneuten Prüfung unterzogen; vielleicht wird daraus etwas Greifbares zu ermitteln sein. Im Verlaufe des Donnerstag vormittag wurden die Ueberreste von 13 Reisenden geborgen. Der deutsche Konsul in Lugano erhielt zahlreiche Telegramme von deutschen Familien, n. a. auch von der Familie Helfferich, die dringend Auskunft über das Schicksal ihrer Angehörigen erbitten.
DaS Communiquee der Kreisdirektion II ber Bundesbahnen in Luzern spncht von einem Ueberfahven des geschlossenen Einfahrtsignals der Station Bellinzona, von fünf Toten des Personals und zehn Toten von den Reisenden, welche Zahl sich aber noch verändern könne, lieber den Hergang des Unglück- können noch folgende Einzelheiten be- richtet werden: Der Mailänder Nachtschnellzug traf mit einer Stunde Verspätung in Ehiasso ein und wurde rasch abgeferttgt. Dieser fahrplanmäßige Zug ist in Bellinzona mit dem Schnellzug auS Arth-Goldau zusammengestoßen. In Brand Geraten sind zwei Wagen. Bei einem der deutschen Wagen explodierte der Gasbehälter, so daß der Wagen in wenigen Augenblicken lichterloh brannte. Die in diesem Wagen befindlichen Reisenden sind verbrannt; ihre Zahl konnte noch nicht festgestellt werden. Der Bvand griff auf einen weiteren Wagen über .doch konnten die Reifenden dieses Wagens rechtzeitig gerettet werden. Besonders zu betonen ist, daß bei den technischen Einrichtungen im Bahnhof Bellinzona ein Unglück vollkommen ausgeschlossen erscheint, denn der Bahnhof Bellinzona ist, wie man sich technisch ausdrückt, verriegelt, so daß falsche Weichenstellungen, welche Zusammenstöße zur Folge haben können, von vornherein ausgeschlossen sind. Ein Unglück kann nur durch Unachtsamkeit entstehen, wie sie in der Tat hier vorliegt. Daß das Personal des Nachtschnellzuges Basel—Mailand daS geschlossene Einfahrtsignal de» Bahnhofes Bellinzona nicht beachtet hat, geht daraus hervor, daß der Zug in voller Geschwindigkeit daS Signal passiette. Eine Nachprüfung der Weichen hat einwandfrei festgestellt, baß die Weichen vorschriftsmäßig gestellt waren.
. Die zwei Züge waren mit je zwei elektrischen Maschinen bespannt, die in voller Fahrt tneinanderstreßen. Die beiden vorderen Lokomotiven wurden in die Höh,' gehoben und quer über daS Geleis geschoben. Die beiden Führerstände waren vollkommen verquetscht. Der verantwortliche Lokomotivführer, der daS geschlossene Einfahrtsignal nicht beachtet hat, wurde getötet. Die größere Zahl der Opfer ist in den beiden verbrannten Wagen zu beklagen. Von dem deutschen Wogen ist nur noch das Rädergestell übrig geblieben,^von dem italienischen Wagen blieben noch einzelne Wandteile stehen. Beide Züge waren anßerordentlich stark besetzt. Die italienische Paßkontrolle verzeichnet eine Besetzung von 15 Schweizern, 45 Deutschen, 52 Italienern, 4 Amerikanern, 2 Norwegern, 2 Tschechen, 2 Franzosen und 2 Engländern. Unter den Italienern befand sich auch der italienische Gesandte in Kopenhagen, Graf della Torre, mit seinem Sekretär. Es sind ferner unter den italienischen Reisenden einige Studenten, die an deutsche Universitäten reifen wollten. Die Gesamtzahl der Reisenden des Zuges aus dem Süoen wird auf rund 251' geschätzt.
Ein Augenreugenbericht zu dem Schweizer Eisenbahnunglück.
Basel,, 24. Avril. Eine Baseler Dame, die sich bei dem Unglück bei Bellinzona mit vieler Mühe retten konnte, erzählt: „Als ich gerettet draußen stand, sal ich den deutschen Wagen vor meinen Augen in lichterloher ©lut brennen. Auch unser Wagen war schon vom Feuer erfaßt. Die ersten Feuerwehrleute, die zur Rettung herankamen, konnten nicht löschen, da ihnen das Wasser fehlte, und als nachher Wasser zur Stelle war, waren die Wagen schon völlig ausgebrannt. Don der unglücklichen Familie des Direktors Forth- mann kam der Sohn mit Hautabschürfungen davon und konnte seine verletzte Mutter, ferner den schwer verletzten Vater und die verletzte Schwester aus dem italienischen Wagen retten, bevor das Feuer von dem explodierten Wagen auf den italienischen Wagen übergegriffen hatte. Der Heizer der 2. Lokomotive des Bafel—Mailänder Zuges, der kurz vor der Katastrophe absorang, wurde vom Mailänder Zug anläßlich des Zusammenstoßes von der 2. Maschine seines Zuges gefaßt und unter den Rädern buchstäblich zermalmt. Die Unglücksstelle bot nach der Katasttovbe das größte Durcheinander. Die vier elektrischen Maschinen, die beiden Hauvtwagen. der ausgebrannte italienische Wagen und ein Gepäckwagen starrten traurig in die Luft. Tie Lokomotive des Basel—Mailänder Zuges bildete mit dem Gegenzug ein Dreieck. Die Führerstellen" aller vier Lokomotiven find vollständig zertrümmert. Die Schienen waren h-rausgettsien und verbogen und stellenweise direkt abgeschnitten. Von dem Hauptwagen des Basel—Mailänder Zuges ist nur noch das Gerippe vorhanden. Von dem badischen Wagen ist überhaupt nichts mehr zu sehen. Des-italienische Wagen ist nut noch ein Blechkasten ohne Untergestell. Auch dieser Wagen ist vollständig ausgebrannt- , Die llcber- reste des Heizers der 1. Lokomotive, der' von der 2. Lokomotive .zermalmt wurde, und besten Körper zwischen den Rädern der Lokomotive und den Schienen eingeklemmt war, konnte nicht entfernt werden. Im Laufe des heuttgen Vormittags ist es gelungen, die Strecke soweit zu säubern, daß der Verkehr eingleisig von statten gehen kann.
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Paris, 24. April. Man erwartet, daß Reparationskommission erst Anfang nächsten Woche den Meinungsaustausch über da» Sachverständigengutachten eröffnet, da die Antworten der verbündeten Mächte kaum vor End« dieser Woche vorliegen dürften. Uber den Inhalt der französischen Antwort macht die Pariser Press« bereits ausführliche Angaben. Brüsseler Meldun« gen zufolge haben die belgischen Minister ihrerseits nach der Rückkehr des Ministerpräsidenten T h e u n i s mit der Abfassung der belgischen Antwortnote begonnen. Ueber ihren Inhalt wird zur
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Die Eröffnung des Meinungsaustausches Über Sachverftändigenberichte.
2llS Sohn eines im Jahre 1917 verstorbenen iIabrikbefitzerS am 22. Juli 1872 zu Neustadt an 16er Haardt geboren, hat Karl Theodor Helffe- gkch nach Ghmnasialbesuch in der Heimatstadt Muf den Universitäten München, Straßburg und Merlin sich das theoretische Rüstzeug für sein Le- Henswerk beschafft, weiterhin aber auch durch längere Auslandsreisen seine Einsicht in das prak- Sfche Gettiebe des Wirtschaftslebens ausgebreitet. Ursprünglich. war eine rein wissenschaftliche Laufbahn das Ziel seiner nationalökonomischen Studien gewesen, und demgemäß hatte er sich mch im Jahre 1899 als Dozent der Staats- Dissknschast in Berlin habilitiert. Sein Spezialfach bildete das Geldwesen, ein Gegenstand, für den schon seine persönlichen Beziehungen zu dem Hause des damaligen Reichsbankpräsidenien Dr. Koch sein Interesse angeregt hatten. Ein zweibändiges Merk über die deutsche Währungsreform von 1 872 hatte ihm die Laufbahn des .Universitätslehrers erschlossen. Nachdem ein zweites Werk über Handelspolitik (1931) ihm eine außer- «deutliche Professur eingebracht, ein 1903 erschienenes über Geld und Banken seinen Ruf in der akademifchen Welt so befestigt, hatte, baß die Donner Hochschule ihm ein Ordinariat antrug, be° jonnen feine Neigungen sich in höherem Maße auf eigene Mitarbeit an den Brennpunkten der Praxis als auf stilles Schaffen an den Werten wissenschaftlicher Abstraktion zu richten. Ein stän- bfges Referat für die Kolonialverwaliung, das
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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg
Anzeiger für (bas früher kurheUche) Oberhessen
Zeit selbstverständlich noch völliges Stillschweigen bewahrt. Wie jedoch die Brüsseler ( Vertreter des „Matin" und „Journal" überein«, stimmend berichten, hat die belgische Regierung sich entschlossen, die Sachverständigenberichte vorbehaltlos anzunehmen. Gleichzeitig scheint sich auf belgischer Seite der Wunsch nach einer baldigen Aussprache mit Poinrarö bestärtt zu haben. Laut „Echo de Paris" rechnet man damit, daß die frankc-belgische Konferenz, die ursprünglich für den Monat Mai in Aussicht genommen war, nun bereits früher zustande kommen werde. Die Gründe für die Eifertigkeit der belgischen Minister sind nach den Besprechungen, die der Londoner lei» gische Botschafter, Baron M o n ch e u r, mit dem Außenminister Hymans geführt hat, unschwer zu. erraten. Baron Moncheur soll dem englischen Außenminister ausführlich den Standpunkt Ram- say MacDonalds dargelegt haben und in diesem Sinne auf die Vorteile einer unbedingte« Annahme der Sachverständigenberichte nachdrücklich hingewiesen haben. Wenn Theunis und Hymans: jetzt ganz unvermittelt eine sofortige Begegnung mit dem französischen Ministerpräsidenten herbeizu«; führen versuchen, so liegt dieser Absicht offenbar des von englischer Seite beeinflußte Wunsch zu< gründe, Poincarö zu einer nachgiebigeren Haltung, in der Frage der Sachverständigenberichte zu be» wegen. Dcm Vrüsieler Korrespondenten des „Echo de Paris" zufolge kommt es den belgischen Ministern vornehmlich darauf an, in einem Gespräch mit Poincarö besonders die Unterbringung der deutschen Anleihe in Amerika, die sie für gefährdet halten, zu sichern. 'Weiter würden sie zu der Frage der interalliierten „Sanktionen" Stel» lung nehmen. An eine Zusammenkunft des belgischen Ministerpräsidenten und des Außenminister, mit PoincarS würde sich dann eine Begegnung bet beiden Minister mit Ramsay Mac Donald anschließen. „Oeuvre" verzeichnet eine in diplomatische« ' Brüsieler Kreisen vertretene Auffassung, wonach vis, belgische Regierung die Reparationsfrage in einet, dreifachen Reihenfolge behandelt wissen wollet- 1. Praktische Verwirklichung der Sach«. Verständigenempfehlungen, 2. Festsetzung der deutschen Eesamtschuld, 3. Regelung der interalliierte« Schulden. Zu der Antwortnote der belgische« Regierung auf die Rote der Reparationskommission vom 18. März ist noch zu bemerken, daß diese kaum vor Sonnabend hier eiytreffen wird. Bot Uebergabe an die Reparationskommission wird ste dem belgischen Delegierten de la Eroij überreicht werden., ------------- — ------*
den ist durch die Explosion des Heizwagens, bei hinter den elektrischen Maschinen lief.
In der Totenhalle von Bellinzona find, wie die Blätter melden, die Ueberreste von 13 Leiche« aufgebahrt. Anter den Trümmern ber zerstörten Wagen befinden sich aber immer noch Leichen, sodaß die Zahl der Leichen doch höher ist. Re« identifiziert unter den Toten wurde der deutsche Professor Weihhaus, dessen Wohnott unbekannt ist. Die Erkennung Dr. Helfferichs wurde hauptsächlich dadurch herbeigeführt, daß unter den Trümmern ein goldener Fingerring gesunden wurde, in welchem der Name „Helfferich" eingraviett ist. Außerdem wurden Dr. Helfferich gehörende politische Akten gefunden, welche das ReparattonS» Problem behandeln.
Nach einer Meldung der „Basler National«, zeitung" haben die schweizerischen Bundesbahnen beschlossen, in Zukunft keine Wagen mehr mit Gasbeleuchtung in Schweizer Züge einzustellen.
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Di« JDberbeiRUbe Zeitung" «ridteint ittbsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich
2 Mark ausschließlich Zuftellungsgedühr. Für ausfallend« Nummern iniolge 17 Streit» oe. -lernen,. Ereignisse kein (Etta*. -Serag vonDr. T. Hihrrotd. —Druck •• der Univ.»Buchdruckerei non Jod. «ug. Ko». Markt 2123. — Fernsprecher 55, Boftlckecktonto: Rr. 5015 Amt srrankiurr a. Main.
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tSrs Kühn vom Reichsschatzamt im Januar 1915 die Leitung dieses Ressorts freigemacht hatte. Kveieinhalb Jahre hat Helferich in wichtigen Rcichsämlern seinen Namen mit der Geschichte der Heimarbest im großen Kriege aufS innigste ber» \ knüpft. Zunächst als Schatzsekretär, dann seit dem i 22. Mai 1916 als Staatssekretär des Innern. Schon ' Hefei Wechsel hat Widerspruch erregt, als wenn
Tü.ffichten Persönlicher Eitelleit stärkeren Einfluß «uf ihn hätten, als pflichtmäßiges Streben, begonnene Arbeit selbsttätig zu Ende zu führen. Seine Finanzpolitik ist nicht nur äußerlich wegen der selbstverständlichen Werbungen für die KriegSan- lühen, sondern au€> sachlich, zumal in späteren Üchren. angefochten worden. Mit dem Zentrums- Mhrer Erzberger ist Helfferich darüber in eine mit sütener Erbitterung geführte persönliche Fehde ver-
$er anieigenptei» betrügt für b«e t0ge[p. 3«tlenmintmtt«r 0,08 SelbMert Hmtlt»« e.
auswärt. Anzeigen 0,10 Goldmark. Bet schwierSatz 58'/, Aufschlag. Sammelanzeiz. 100'/, SU JArH Aufschlag. Reklamen 0,35 Goldmark. Jeder Rabatt gilt al, Barrabatt. Belege werden •*» berechnet, ebenso Auskunft durch die Gelchäftsklelle und Zusendung der Angebot«. Zahlung innerhalb 5 Togen (1 Dollar — 4,20 Goldmark), Berechnung nach dem Berliner Mittelkurs de, Zahlungs-Gtngnngotager. Verzugszinsen pro Tag nach dem Bankzinsfuß
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