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Oberhessische Mmg

Zweites Blatt';

Nr. 91

Mittwoch, 16. April 1924

Hi»t$ wirkt häßüäer

als eine unreine Haut! Pickel, Mitesser, Pusteln und alle sonstige Hautunreinheiten beseitigt die /\ok - Seesand - Mandelkleie, die einen wunder­baren Teint mit einem mattsdämmemden, ptir» siebartigen Hauch hervor zaubert. Ächten Sie auf den Namen , A o k *. UeberaH au haben.

alle Parteien einig. Der vornehme, sachliche Ton

Beispiel dar-

-i

e®ä

Nachdruck verboten.

des Vortragenden sand Beifall.

Eigene Liste der Nationalliberalen Bereinigung.

Berlin 14. April. Die Nationalliberale Bereinigung hat jetzt ihre eigenen Kandidaten für die Reichstagswahl aufgestellt, und zwar zunächst für die Wahlireise Potsdam 1, Potsdam 2, Berlin und

Die Herweghs.

Roman von Lies bet Dill. Urheberrecht bei M. Feuchtwanasx, Halle a. S.

6. Fortsetzung

dar ist also jetzt begraben und vergessen wie des Sängers Fluch." Er schüttelte dem Lümmel die Hand.

Es hätte Sie ja auch in die Schlagader treffen können. Herr Kollin," meinte die Generalin.

,,Be' Ihnen erlebt man wenigstens noch etwas," sagte Fräulein Schmidt zu Frau v. Herwegh.Einmal verlob' sich einer, dann wird Ihnen das Geld aus dem Schreibtisch gestohlen. Haben Sie das auch gehört, Frau Kollin?"

Natürlich hatte es Frau Kollin gehört, von den Herweahs sprach ja die ganze Straße, lind der Schreibtischdiebstahl, der bis heute unaufgeklärt war, machte noch einmal die Runde. Die Generalin war gerade,an der spannenden Stelle:Und mitten in der Nacht hörte Frau von Herwegh plötzlich neben­an etwas rascheln und sie machte Licht," als Lutz, der auffallend bleich geworden war. sich rasch erhob und hinousstünnte, so rasch, wie Ernst vorhin feine Braut holen lief, aber er lief nur zu Trina in der Küche.

Tie anderen hatten kaum darauf' geachtet, denn die Generalin trug die Geschichte vortrefflich vor, wobei -ihr Fräulein Schmidt sekundierte:Es war halb zwölf. Frau General, ich weiß es ganz genau,denn ich halt' grab' mei' Uhr umzögest da kam die Trina herauf und rief: Fräulein Schmidt, und find zweitau­send Mark aus dem Schreibtisch gestohle' worde'si'

Und Kollins wunderten sich, wie alle Leute sich ge­wundert hatten, daß einem so etwas passieren kann.

Und nie ist es herausgekommen, denke' Sie, Herr Kollin." t

Trotz der Polizei, die sich so bemüht... sogar ein Kriminalist war dabei."

Ha, die Blase," sagte Kollin mit tiefer Verachtung, seine Kaffeetasse von sich schiebend. Und er gab nun seinerseits ein Erlebnis zum besten, das ebenso auf­regend begann und ebenfo ergebnislos verlaufen war, da ihm der Kriminalbeamte, dem er mitgetcilt, daß jede Nacht ihm jemand seine Kohlen aus dem Keller in erneur Handwagen entführe, erwidert hatte:Ja, da

mit zu Beginn der akademischen Wettspiele ein durch­gehender Verkehr über die Brücke von Deich zu Deich erfolgen kann. In Anbetracht der Schwierigkeit der Geldbeschaffung hat der Magistrat beschlossen, von einer massiven Ausführung dieser Verlängerung Abstand zu nehmen und empfiehlt eine Ausführung in Holz. Auch diese Vorlage sand ohne Gegenrede Annahme.

Sonstige Vorlagem

Nachdem man noch eine Beamtenfrage geregelt hatte, besprach man die Bewilligung von Mitteln für den wei­teren Ausbau des Sechsfamilienwohnhauses an der Wolsstraße und der Baracken am Baubof. Die benötig­ten Summen stellen sich auf rund 34000 und 23 000 Mark. Es erfolgte Zustimmung.

Ferner handelte es sich um die Beschlußfassung betr. die Verteilung der aus der Mietzinssteuer für Woh­nungsbauten überwiesenen Mittel. In der Begründung wurde folgendes ausgefilbrt: Das Land erhebt infolge der aus der 3. Steuernotverordnung sich ergebenden wirt- chaftlichen Lage eine Hauszinssteuer und zwar zunächst 16 Prozent der Miete oder 400 Prozent der Grundver­mögenssteuer. Von den Einnahmen dieser Steuer soll die eine Hälfte zur Förderung des Wohnungsneubaues verwendet werden. Von dieser Hälfte sollen die Städte s/4 erhalten. Es würde dies bedeuten .nach den vor­liegenden Nachrichten 6 Prozent der Miete oder 150 Prozent der Grundsteuer. Das tzfesetz selbst ist am 1. April erlassen, steht aber in seinem Wortlaut noch nicht zur Verfügung, sodaß man nicht genau weiß, ob 6 Prozent der Miete oder 150 Prozent der Grundsteuer erhoben wird. Für Marburg liegt ein Unterschied in diesen beiden Maßstäben. Der Ertrag der Stadt wird, vorsichtiger Weise berechnet, 150000 Mark fein. Dieser Ertrag soll in der Weise verwendet werden, daß die Pläne des Bauamtes zu Ende geführt werden können, für Hypo­theken ausgegeben werden und die Mehrzinsen der be­schlossenen Anleihe getragen werden können. Auch hier­mit war man einverstanden.

Der städtische Haushalt.

Es folgte die Feststelüing des Haushaltsvlans für die ordentlichen Einnahmen und Ausgaben in 1924. Stadtv Troeltsch machte unter Hinweis auf die eingehenden Besprechungen in den Sitzungen und der letzten Beratung der Anträge den Vorschlag, die Posten nicht einzeln durchzuberaten, sondern sie gruppenweise zu erledigen. Stadtv. Braun schloß sich an und schlug vor, den ganzen Etat so anzunehmen. Der erstere Vorschlag fand Gegenliebe und so wurden die einzelnen Abteilungen mit den vorgeschlagenen Aenderungen noch einmal kur-, durchgesprochen. Bezüglich der einzelnen Steuern be­merkte Bürgermeister Mueller, daß alles Schätzun­gen seien, denn es handele sich immer noch nicht um einen richtigen Friedensetat. Der Voranschlag der Stadt- hauptkafte wurde schließlich in Einnahme und Ausgaben mit 1568000 Mark festgesetzt. An Abgaben werden 150 Prozent Grund- und 'Vermögenssteuer und 200 Prozent Gewerbesteuern erhoben. Insgesamt müssen 784000 Mark durch Steuern aufgebracht werden, da­von entfallen auf die direkten Abgaben 592 000 Mk. Die andern Ziffern, die hier und da etwas abgeänvert sind, haben wir bereits früher mitgeteilt.

Eine vertrauliche Sache bildete, den Schluß der Sitzung.

kann ich doch nichts dafür!" Wie aber Kollin der hie­sigen Polizei auf die Beine geholfen hatte und zu­letzt die Diebe dadurch entdeckt hatte, indem er ein­fach . seinen Hausmann um Vorlegung feiner Koh­lenrechnung des letzten Winters ersuchte. Und ein all­gemeinesSehen Sie mal!" der Bewunderung zollte der Klugheit des reichen Weinhändlers Achtung. Man unterhielt sich so lebhaft, daß man weder die Klage­töne hörte, die aus der Küche drangen, noch bemerkte, daß sich das Brautpaar in dm Salon zurückgezogen hatte. Nur Fräulein Schmidt schob still die Flügel­türen hinter ihnen zu, dem Lümmel den Eintritt ver- rotbrenb. der behauptete, er habe seine Taschenlaterne dort gelassen. -Ein Brautpaar muß einmal allein sein." '

Die Wogen allgemeiner Fröhlichkeit hoben sich aber noch, als der Kollinsche Hausbursche mit einem Kort ' Wein eintraf und der Koch aus demMainzer §of" endlich das Abendessen schickte, auf das Frau v. Her- wegh schon mit Ungeduld gewartet hatte, denn Trina konnte manes nicht mehr zumuten". Darüber warm sich alle Hausfrauen einig. Fräulein Schmidt hatte sch erboten, draußen mitzuhelfcn, sie stand mit aufge­steckter Schleppe am Küchentisch und spülte die Tassen- Wir vom Rhein sind nit so, gelt, Frau Kollin?" Sir handhabte energisch das Spülbürstchen.Wir, greisen zu!" Frau Kollin, die aus Unkel war, nickt« dazu, während sie den Neptun der Meißener Kon- fcktschale sorostältigst abtrvcknete,

(Fortsetzung folgt)

gestellt, das wohl die Regel bilden wird. Der Fa­brikant von Baumwollgeweben, der mit einem Fabri- kautcn von Pueumatikrcifm in Verbindung steht, zieht bei di-'üm seinem Geschäftsfreund einen Wechsel, den die Goldkreditbank in Pfund- ober in Dollarwer-ea

Im allgemeinen ist es, wie ich sage," fuhr der hartnäckige Kollin fort,und wir wollen hoffen, daß I es hier eine Ausnahme wird. Bi" mehr für Liebe in reiferen Jahren, in unseren "Jahren, Frau Major, da kennt man sich wmigstens," er klopfte der schönen Fran auf den weißen vollen Arm.Wir kennen uns I alle in der Mainzer Straße. Mein Haus ist zwar das einzige, in dem Fräulein Schmidt nichts zu jagen

und Reisenden und auch daran, daß der Gastwirte« tanb mit seinen Bestrebungen das Beste zum Wie« deraufbau des Vaterlandes beitragen wolle. Land« rat Dr. Piesbergen übermittelte die Grüße die Gas« eler Regierung, als deren Vertreter er hier er- cheine und wünschte den Verhandlungen auch im Namen des Kreises Marburg einen gedeihlichen Erfolg.

Es folgte der Vortrag des Vorsitzenden de« Deutschen Gastwirte - Verbandes, Herrn Köster 'Berlin), überDie Bedeutung des Gastwirte- gewerbes für den Wiederaufbau Deutschlands". Der Redner gedachte anfangs des Ruhreinbruchs, die sozialdemokratische Lehre von der Internatio­nale habe in jeder Hinsicht Schiffbruch gelitten. Er schilderte auch die Zustände im Ruhrgebiet und rügte hinzu, daß auch der Gastwirtestand viel ge­litten habe und immer noch leiden müsse. In seinen weiteren Darlegungen wies er auf die Verschiebung der"Vermögensveihältnisie und auch auf die kom­menden Reichstagswahlen hin, zu denen auch der Gastwirte-Verband Stellung nehmen muffe. Viels Kandidaten seien infolge der Finanzierung der Wahlen durch das. Großkapital wirtschaftlich ab­hängig und dabei hat der Mittelstand völlig ver« ngt. Dieser müsse mehr politisch denken und mehr Opfersinn zeigen. Der Redner warnte auch vor den vielen Parteien, weil sie die Zerriffenheit ver­mehrten. Die Stabilisierung, die auch zur Rege­lung des Staatshaushalts führen solle, habe zu harten Maßnahmen geführt. Er erwähnte den Beamtenabbau, die Arbeitszeitfrage und die Frage der Lebenshaltung. Die Förderung der Qualitäts­arbeit. durch die wir die wirtschaftliche Macht er­ringen würden, sei zu erstreben. Das deutsche Volk werde nur durch die Arbeit gesunden und dazu wollte auch der Gastwirteverband beitragen. Der deutsche Gastwirt wolle seine Gäste gut bedienen» ohne Diener zu sein. Bei dem Schankstättengesetz habe sich gezeigt, daß die Gastwirte eine Macht 'eien. Dieses Gesetz sei durch die Abstinenzbestre­bungen veranlaßt, und diese Bewegung sei nützsich insofern, als sie sich nur gegen die übermäßigen Trinker richte, denn diese schädigten den Eastwir re- stand. Die Kleinhandlungen seien für den übtt« mäßigen Schnapscwnuß verantwortlich zu machm und nicht die Gastw' te. In seinen weiteren Aus­führungen behandelte der Redner das Schank« stättengesetz, die Konzessionsfrage usw. Da muffe der Fachmann gebürt werden und Einfluß gr- winnen. Ein ordentlicher Wirt müsse vor alle« Dingen Menschenkenntnis habe und mit Mensche« verkehren können: die fachliche Vorbildung sei nichk immer maßgebend für einen tüchtigen Wirt. Auü) bei den Konzessionsentziehungen müsse der East wirtestand mitwirken können. Ferner müsse bit Polizeistundefrage geregelt werden, denn wie jetzt könne es nicht bleiben: ein reifer Mensch braucht Dingen Menschenkenntnis haben und mit Menschen lizeistunde muffe aus vielen Gründen beseitigt wer­den, dann verschwänden z. B. auch die vielen Laster-

W«s Weiltet eioentliü Genoms?

Cona die Mahlzeit, ovum das Ei, vis die Kraft, wie also der Name schon sagt: eineeiweiß­reiche Krastnahrun g" Die von den Cenovis- Merken, der größten Näbrmittclfobrik Bayerns, unter der WortmarkeCenovis'l- bergestellten Erzeugnisse, jellen beute in feder Familie Verwendung finden, ba sie in bezug auf Näbrkraft, Reinbeit und Preiswurdig- keit das Beste. Zuverlässigste und Svarsamste für ben Haushalt bedeuten. Für Kinder. Schwächliche, Kranke, aber auch für Gesunde als Kraftnahrung nur Cenovis-Haferflocken, -Hafermehl, -Haferkakao; in jede Küche als feinste Produkte Cenovis-Ertrakt, -Suovenwiirze, -Ertrawürfel, -Svezialsuvven, -Erbs­würste mit Sveck. als wohlschmeckendstes Kaffeegetränk stets Cenovis-Malzkaffee, -Kornkaffee und als Zusatz feinste Cenovis-Cichorie.

C e u o v i s muß heute die Devise jeder sparsamen Hausfrau sein.

tenb wirken können. Es ist ein Antrag eingegangen, 2000 Mark für die

- Es versteht sich von selbst, baß bie Kontrolle sehr Verlängerung des Steges am Hirsenselb zu bewilligen.

scharf sein muß, um einen Mißbrauch des Krebites der $n der Begrünbung heißt es: Der Umstand, daß der Golddiskontbank auszuschließen. Zu diesem Zwecke sind Steg am Hirsenfeld nicht bis zum östlichen Deich durch- denn auch bie Kreditgeschäfte auf bie Bankleitung in geführt ist, bringt nicht nur viele Mißhelügbeiten für Berlin beschränkt. Jedoch sind bie Reichsbankfilialen diejenigen Personen, welche den Steg benutzen wo len, im Reiche beauftragt, etwaige Anträge zu prüfen, so- bet jebem £e

berühr kommen kann, sondern ist auch bie Veranlassung das Gesuch zugleich mit bem Gutachten der Reich-,- Uu£rnb(,r Wiederherstellungsarbeiten an dem Weg von banksiliale an bie Kreditbank in Berlin gelangt. Auch bcr $KW)e ws zum Deich. Mit Rücksicht auf die im ktrdi Vermittlung von anderen Banken kann das p Jz, ftattfinbenbe akademische Olympia, wobei Kreditgeschäft abgeschlossen werden, jedoch wird in allen ein sehr starker Massenverkehr über ben Holzsteg zu fcü|in Fällen selbstverständlich auf das strengste gc- erwarten ist, wird beantragt, bie dringend notwendige |ttüft werden, ob es sich auch wirklich um Kredite hon- Verlängerung des Steges sogleich ausführen zu lassen, da-

d^ten Zweck vorhanden sein darf imd uerunuuiu uu, v« >*..-

den Absatz deutscher Fabrikate auf oem aus.andischen fe^eTrjfj,enf)eit {m Wahlkampf hinwies und das be- Markt wieder in guten ausländischen Tevr-en ge- Gebiet als Muster hinftellte, denn dort seien löscht werden muß. " '

Dieser Geschäftsgang sei in einem

diskontiert. Er kann auf diese Weise' seine ausländi- , . _ , A ,

.scheu Rohstoffe bezahlen. Der Pneumatikfabrikant I FrankFA ^. d. Oder. An der Spitze der ^.tsie flehen seiner,eits führt die Reisen aus und erzielt dafür einen die bt.hemgen Abgeordneten Dr. M aretzky . ^ Preis in ausländischer Währung, mit dem er seine Herr v. Ler sner. Es rst ^nehmen, daß w.e Ver- Wechselverpflichtungen bei der Golddiskontbank decken ermgung auch in anderen Wahlkreisen Mstand-g in kann Aus diese Weise wird der Kredit an ausländi- den Kampf ernteten wird.

Gastwirte-Verband.

* Marburg, 15. April.

Im großen Saale des Hauses Freidhof tagte heute unter sehr zahlreicher Beteiligung die dritte Hauptversammlung des Provinzial-Eastmirte-Ver- bandes für Hessen-Nassau und Waldeck. Sie wurde um 954 Uhr durch den Vorsitzenden des Marburger Eastwirtevereins, Herrn August Briel, mit kurzen Begriißungsworten eröffnet. Ihm schloß sich der Vorsitzende des Verbandes, Herr Hartleb (Cassel), an. Im Namen des Verbandes begrüßte er u. a. besonders auch die Vertreter der Regierung, des Kreises und der Stadt. Im Namen der Stadt Mar­burg hieß Oberbürgermeister Troje die Versamm­lung willkommen Er erinnerte dabei an den Ein­fluß freundlicher Beziehungen zwischen Gastwirten

Grete duzte sich mit dem Lümmel, der sie früher hat, hahaha." , .

Bit Schneebällen geworfen hatte, ließ sich von LutzJa, Gott sei dank," sagte diese welche diese Be- X bie Zigarette anzünden, trank Brüderschaft mitOn- merknng überflüssig fand.Behalten Sie es nur, t kel Anton" und nannte Frau von Ludwiger gleich mein Bedarf yn Häusern ist gedeckt."

L Tante Betty, obwohl diese sich zurückhaltend verhielt,Und wir beide kennen uns auch," wandte sich l benn sie war aus Potsdam. Bei ihr dauerte es immer Herr Kollin an den Lümmel, der an die Wand ge- klwas länger wie bei ihrem Gatten, der mit Rhein- I lehnt dastand und sich zurückhaltend verhielt, denn Basier getauft war. er wußte, daß jetzt die Siouxgeschichte kam. Und

Und bem netten Doktor Rickert setzte Grete eine sie kam.Ich gehe eines Mittags nach Tisch einmal Weiße Nachthaube aus bem Knallbonbon auf, mit vor das Haus." fing Kollin behaglich an,will meinen langen Bändern, bie ihm über bas fröhliche rote Ge- Verdauungsspaziergang machen, und denke an nichts sicht baumelten, was alle sehr lustig fanden, nur Bösis, dafährt mir auf einmal von hinten eine Gabel Liane nicht, denn es sah aus, als wollte er eben darin in den Hals, eine rostige Küchengabel! Die sticht sein Bett besteigen. mich, daß ich denke, meine letzte Stunde sei gekommen,

Grete war selig. Nun war das Eis gebrochen und und ich sehe in einem Hausgang eine Rotte Buben sie kennten bald heiraten. I verschwinden, von denen mir der eine bekannt vor-

Ja, so kommt man zu einem Schwiegersohn," kam. Ich nicht faul gleich hinter ihnen her." kollin strich seinen schwarzen Knebelbart.Bin zwarImmer mit der Gabel im Halse?" fragte die nie für Gymnasiastengeschichten gewesen, nichts sür I Generalin entsetzt.

Mngut. meine Damen. Ich halte nämlich nicht vielNee die hatt' ich 'rausgenommen, aber ich wollte Von Jugendlieben, denn man verändert seinen Ge- doch ben Kerl kriegen, und ich fing auch einen, aber schmack mit den Jahren. man soll sich nicht zu früh cs war der falsche, denn dieser junge Manu," er tzerankem." wies auf Herbert,war schleunigst über den Gartens

Da. muß ich ihnen widersprechen," nahm Frön-1 zaun in ein fremdes Haus entwischt." Dann^hatte k'/Schmidt das Wort,benn mein Bräutigam und er einen wochenlangen Kampf geführt mit der Siovx- ich hatten uns auch schon in der Schule gekannt." bande. Er hatte sie in der Schule angezeigt.Lrd-

Na aber die Geschichte ist doch nicht zum Klap- nung muß sein, meine Damen, bie Bengels wurden - w/aekommen," sagte ber gemütliche Schwiegervater, bestraft. Dafür rächten sie sich nun, inbem sie bet der ihr mit feiner Mokkatasse auf bem viel zu kleinen mir fchellten und fortüefen ober mich antelefunierten etuöl gegenüber faß. und mich in wichtigen geschäftlichen Angelegenheiten

»Ja, aber nur, weil mein Bräutigam an ber Rose irgendwohin besteckten, Reisenber Mülles nicht wahr? starb," sagte Fräulein Schmidt und sah Herrn Kollin und bann mn keiner ba. Eme Wut hatte ich auf stroiend an. , ...... .....«die Gesellschaft und krisle doch keinen zu packen. Na,

scher Währung, ben die Golddiskontbank erteilt, immer * '

bieder durch den Absatz deutscher Produkte im Aus-

lande hereingebracht. Das ist eine wesentliche Bor-1 ÖlflsHtlirBIit»»- *

Bedingung. Es soll auch unter allen Umständen ver-1 vom 15. April.

Stieben werden, daß ein deutscher Produzent, ber einen Verschiedenes.

Mechtel auf der Golddiskontbank einzulösen hat zu ^merbeü erausschusses. die zunächst

diesem Zweck den inländtschen Devisenmarkt tu An- ai|- bn Titgesvidtium. stand, mußte ausfallen.

fpruch nimmt. Vielmehr soll sich der Geschäftsgang <3.^ p Nachtrag zur Vergnügungssteuerordnung stets so abwickeln, daß der Kredit an ausländischer wurde vom Stadtverordnetenvorsteber Robbe mitge- Wohrung befruchtend auf ben deutschen Absatz im teilt, daß ber Magistrat in Ueberejnftimmung mit dem Nu«laude wirkt unb auf diese Weise wieder neue De- Finanzausschuß beschlossen hat, die bisher steuerfreien Visen nach Deutschland hereinbringt. nicht öffentlichen Vergnügungen ber Vereine Vw künftig

Diese Art und Weise des Geschäftsganges wird *»r Steuer heranzuziehen und dte Psuschstene^atze ,ur v, f IN- Vergnügen bie ber Kartensteuer nttbt unterliegen, zu.

die normale sem. Esch selbstverst.nd.ich zu-1 erfl8t)en Die bisherigen Paiischsteuersätze (20 Pfg. für 1 lässig inb zum Tetl sogar erwünscht, daß ach ^im- Omabtrameteri sind zu geringfügig. D:e nicht schm den oben erwähnten Kreditnehmern und den- zfs^tlichen Vergnügen von Vereinen pp. werben auch in jenigen Produzenten, die aus dem Auslande absetzen, nbereu Städten zur Vergnügungssteuer herangezogen, noch eine ganze Reihe anderer Produzenten einschw-1 Fz erfolgte Zustimmung. .

den, die auf diese Weise mit an dem Kredit beteilig (jbenfo war mau mit ber Erhöhung der Desinfeftions- ' sind. Je mehr das ber Fall ist. desto mehr wird die gebühren laut Vorschlag einverstanden.

. Koldbiskontbank auf die deutsche Produktion befruch- Der Steg am Hirsenfeld.

| beit, den bem Bezug aus dem Auslände einerseits und Sie MMlM. dem Absatz auf dem ausländischen Markte anderer«

. («tix feüS bienen. Ohne die Erfüllung dieser Voraussetzung (' Tie TJn?*n ?, mitt' bet Kredit rücksichtslos verweigert werden.

stiSkontbank sind so wer- gediehen daß das Geschäft Interesse ist. daß man bei dem Geschafts-

W® ^0 Ap rrl beginnen kma . , verkehr unter möglichstem Ausschluß des Baroetkehrs

tank ist m de» Räumnt der Reichsbank unterg-ormh. ,rückkehren wird? Der Kredit wird also wohl nur

«nd lebnt stch auch nach den soe en herau^g ge e - ben allerseltensten Fällen in bar abgegeben, sondern KeschäftsbedtngutMN äußerlich an I so daß man dem betreffenden Kreditempfänger ein

Keichsbank an Der Wechsel, be s 1 ^00.10 bei der Reichsbank eröffnet, auf das er feinen

unterbreitet wird, nutfi »et fixere - ziehen kann. Ebenso wird auch bei der Ein-

s-h Elften tragen. Im. Uebrrgen ist bie D-ld' Wechsel der Barverkehr nach Möglichkeit

hisloiitoank nach Zweck nnü Zi ch rermieben werden. Es wird Sache des Kreditnehmers

Reichsbank wesentlich unterschieden. Sie hat e ne 1 Golddiskontbank am Fällig-

ganz bewndere Aufgabe, nämlich , f * keiistage des Wechsels eine genügende Stärke auf* tehr von Rohstoffen und für bie Pioduktlon nokkven- d big.r Fabrikate aus dem Auslande die nötigen Teoi- v ____*____

stn zur Verfügung zu stellen. Um diese Aufgabe zu erfüllens wird sie auch von dem Schema abmeirhen, st h sie kann dem deutschen Produzenten den Kre- 2DUIJUVWWlg.

Ht. der jetzt jo gut mif gar nicht vorhanden ist, ver- Treysa, 14. April, iünnerstQg abenb Hw hältnismäßig reichlich und zu günstigen Bedingungen W im Bnrgsaal dte Deutfche ^Zkspartei ihre erste verschaffen Dabei wird aber ansschlaggebenoerW.rt IWahlversammlung ab iS barauf gelegt, daß der Kredit nur für ben Biebrich a. RH.I der Spitzenkandidat der Deutschen

. I Volkspartei, der zunächst auf die bedauerliche Par-