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St. 89

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vor be* Abschluß der Micum.

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Koblenz, 12. April. Während die Verband« luttflen zwischen Micum und Ruhrbergbau tat; (Sange sind hat die Rheinlandkommisiion auch einig« der anderen Zndustrteqruppen, die bisher mit ihr und der Micum Verträge augeschlossen hatten. z< verschiedenen Terminen zur Verhandlung über Ver« längerung dieser Verträge nach Koblenz bestellt. »

DerBerla uf, den die Beratungen über tzasSachrerständigen-Gutachten neh- Ben, ist vorläufig — das heißt vorläufig wenig* ^ens - S u h e r st b e f r i e d i g e n d ImLaufe "er keilten Zabre sind wir in Deutschland zu skeptisch geworden, als daß wir so ohne weiteres hoffen oder ).«ar glauben, daß die jetzt eingesetzt« Entwicklung M diesem günstigen Sinne anhält. Allerdings ist 'hie Welteinstellung km Laufe der Jahre doch Anders geworden. Wirtschaftliche Zwangsläuifg» , retten haben die Stimme der Vernunft gegenüber fte» Stimmen der Feindschaft und der Vergeltung vorallem gegenüber den Stimmen der t Cr, H taten Machtanwendung übertönen

Höfte Verständigung ist aber doch dann nur möglich, wenn beide Teile sich verstehe» lerne» und ver-

Dawe» in Rom.

Rom. 13. Avril. General Dawes ist gestern hier eingetroffen und im Hotel Exzelsior abgestie» gen. Von Journalisten bestürmt, sagte er schlietz- lich, seiner Meinung nach werde die Arbeit der Sachverständigen bast> gute Früchte zeigen.

Berlin, 12. April. Da» Reichskabineti wird anfangs nächster Woche mich mit den Führern der ReichStagsfraktivnen über da» Sach- verständigengutachtrn Mfprechuvgen sichren

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Brüssel zur Annahme bereit.

Bari». 12. April. Der Brüsseler Berichterstat­ter des „Temps" meldet, in den belgischen Regi rungs- kr.'isen. wo man vorgestern die Berichte der Sachvrr- ständigm wegen deS F.hlrnS auSve'chn'er Garantie» mit einer gewissen kaum verhüllten R s gnation aus­genommen habe, schein« man jejjt optimistischer zu srin. Zweifellos habe man eS hier mit einer Wirkung des Besuchs de» General» Dawes beim Minis,erpriisd-n- ten ThnmiS zu tun. Obwohl noch kein Ministerrat stattgesunden habe, habe TheuniS sich mit den Haupt- mitcrVtern recstän^i t und man könne ans Grund 5tu verlassger Informationen annehmen, daß die bel­gische Regierung für ihren Teil die Ent­schließung der Sachverständigen al» Ganzes annehmen werde. .

Die Industrie für die Annahme.

Berlin. 12. April . Der Borsitzende deS Bräsi- dium» de» ReichSverbandeS der deutschen Industrie. Dr. Sorge. Hal dem Senretet de» ReuirrbüroS in Berlin e nt Erklärung über die Sachverständige- Vorschläge abgegeben, in der e» heißt: Nach Durch­sicht d:S AuSzugS de» Berichts der Sachverständigen bin ich der Ansicht, daß die Vorschläge txr Sach­verständigen angenommen werden müssen Die Lasten, welche den deutschen Industriellen aufge- bürder werden sollen, sind riesig schwere aber die Lor- sch'.ägc der Sachverstänvigen b.deuten einen beträcht­lich n Schritt vorwärts xegsnäb» allen Vorschlägen, die bisher gnnacht wurden, vor allem in'o'ern sie los- g.löst sind von ten militärischen und politischen Er­wägung nr und nur aus wirtschaftliche Basis sich siel­en. Ta wir keine besseren Bedingungen erhalte n können, müssen wir sie annrh- «ze»

fttoeffurt a. M. erneut mit allem Nachdruck betont

—. , mord«,. Offene und freie Aussprache über Deutsch»

Leistungsfähigkeit und nicht harte unersüll-

Schneidemühl. 12. April. In einer hier abgch-llenen Versammlung führte der Reich-minifter Dr Stresemann in einer Rede über die poli­tische Lage folgende- auS:

Di-R g'-r-na w rd' cv-f Gnind b-» Ersuchens d r R parationskommi^fion ihre Auffassung $u dem ffii t- acht-n der Sachverstän^igonh>mmiss'on in den näch­ten Tagen darlegen. Da» Gutachten der Sachverstän­digen ze'gte unzwris l^asi bi3 Bestreben, die deutschen B ehältnisse vom wirtschasilichen S andpunkte au» zu ersasser. und fei von nüchternen geschäftsmäßigen Er­wägungen bestimmt. Es stelle an die deutsche Be­völkerung die Anforderung, hohe Bürden auf ich zu nehmen und bei dem wichtigsten Stück de? RsichSvermögenS. der Reickseisinbahn, ausländi­sch? Mitwirding zu gestatten. Wenn die Frage erör­tert werden soll, ob Deutschland die Verantwortung ür die Erfüllung dieser Bedingungen übernehmen oll. so sei dies nur möglich, wenn die fiskalisch« und verwakti:ngsrechtliche Hoheit de- Reiche» innerhalb des R ichSgrb'etes voll wrederhergestellt werde. Rnr un­ter dem Gesichtspunkt, daß die von dem deutschen Volk auszubringenden Opfer in erster Linie der Bevöl­kerung des besetzten Geb et» zugute kämen und daß dem Deutschen Reiche tatsächlich eine Periode ruhiger. fried­licher Entwicklung in gesich-rten Grenzen deutscher Oberhoheit gewährleistet werde, könne das Sachtter- tänd'g «g tachten als sach'iche Er-ndlag- für eine Er­örterung über die beantragte Mitwirkung an der Lösung der RcparatümSfra^ angesehen werden.

kennen, daß die schnelle Annahme der ^rschläge noch nicht bedeutet, daß die Aursütirung in der von den Sachverständigen ^wünschten Weise beidrhalten werden oll. Di« ReparationSkommiision nimmt den Plan tirr in den Grenzen ihrer eigenen Ausgaben an. Sie will den verbündeten Regierungen nur jene Folgerungen empfehlen, für welch« btt Reparaiionskommission zu- üändig ist. Das heißt, nur die sinanziellen und toi«:« ckaftlichen Darlegungen der Experten werden al» ct.L BasiS ter Verhandlungen betrachtet. Die Reparation»- kommission soll jetzt erst über die ergänzenden Garantien beraten, welche sie den Regierungen gllich^itig vor- lchüagen wllh Dieser Bericht muß zeigen, ob die Einigkeit, di« für gestern zu erreichen war. in ter Kcmmisson auch für die weiteren Wüniche Frankreichs ,u finden sein wird. Tenn e» ist unzweifelhaft, dal- die gestern erfolgte Entscheidung aus besonderen W«n'ch Voincare» erfolgt ist, der die Berantwortuna .für eine Verzögerung der ReichSregie- rung zuschieben will und der genau weiß, we'ckc Bedingungen er stellen will, nm die Vorschläge der S uf> verständigen auch für die stanzösischen Nationalen an- nehmbar zu machen.

Französische Sabotage» des Gutachtens.

London. 12. April. Reuter berichtet mtS Paris, die Schwierigkeit. EinstimmiMt zwischen Len Regierungen über die Anwendung deS Sachverstän- digenplanes herzustellen, werde immer den tlicher. Es scheine, daß da» Ruhrgebiet He Trumps- karte Frankreichs bei den interalliierten $»• Handlungen bilden soll.

Kein Feilschen am Bericht.

London. 13. April. Der diplomatische Bericht­erstatter drS „Observer" schreibt, der Versuch, der leider in Pari» gemacht wurde. Abänderungen an dem Plane der Reparationssachverständigen zu machen, verur'ache einige Befürchtungen. Damit k ine Mißverständnisse auf der änderen Seite über Kiefen Punkt entständen, sei es gut, klar ztt machen, daß weder ans der amerikanischen noch auf der bri­tischen Seite die geringste Absicht bestände, irgendeine Abänderung in Betracht zu ziehen. ES werd« in dem Bericht vollkommen deutlich gesagt, daß die Vor­schläge als Ganzes stehen und fallen und teiu Feilschen tulatftn.

Mac Donald über den Sachvetstäudigenbericht.

Pari», 12. April. Der Londoner Berichter- stattw deS.Matin" meldet, daß Mac Donald im Unterhau s in aller Kürze, voraussichtlich am Mon­tag. eine Erklärung übst den Bericht der Sach­verständigen abgeben und dabei die Genugtu­ung her englischen Regierung und die Hoffnung zttm Ausdruck bringen wird, daß die so lang ersehnte Lö­sung der ReparatiauSfrage jcht heran­nahe..

Marburg Steffi», in 14. W Otter*»*«

Französische Quertrekbeeeken.

Pari», 12. April. Der Beschluß der Repara'ions- iommtssion ist einstimmig gefaßt worden. Ec war. «l» die Tatsache gestern abend bekannt wurde, zuaäck.s. «ine U e b e t r a s,hu n g. Am Beginn der Woche wurde erwartet, daß die Reparatiouskommiss on fe5t eiieo- Erklärung für die Annahme der Vorschläge der Sach- verständige« vermeiden werde, bi» Deutschland gesprochen habe. E» lagen sogar Anzeichen dafür vor, daß dsi «btoortenbe Taktik, die dem Ministerpräsidenten P 0 in - ter6 schon Vorteile gebracht hat, auch in diesem Falle wieder zur Anwendung gelangen sollte. Dien Vermutung bat sich al» irrig erwiesen und es gab sOpLmiüen, die zunächst geneigt waren, in der Erklärung ter Mparationskommission einen Beweis für hie orr- ündertk Auffassung PoincaröS tu der Reparationsfrage »»sehen.

Bor diesem Optimismus ist »n warne«. «L»»u ruck beut Sertlftut der Hntwoftvqt« ist g» «-

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Düsseldorf, 13. April. Ti« heutigen Bep« siundlungnt der Scchserkommiss'on mit der MiruM, :>it um 10 Uhr vormittags begannen und bis 6 Nh« nachmittag? dauerten, wurden durch bie b kannte Ent« cheidung der Repko vom 11. Avril erl-ichtert. E« wurde in we'en'l chen Punkten e nt Einigung erzielt und tS besteht die Hofsivmg. daß die Bechandlunget^ die morgen vormittag fortgeführt werden, vor to«, lauf de» Vertrage» zu einem Abschluß führen« V

Dl« ^WahlfreiheU" im besetzte« Gebiet.

®ui«bürg, 12. April. Entgegen der Zustchdt pung. im Hinblick auf die kommenden Reichstags- und Gnneindewahlen, die Versammlungsfreih it in weit» g h-ndstem Maß« zu g-wäbren. bat b'e Stfahung»* beh örde bereits einige Bersamml cngen in Di iSburg, MüPwim-R hr und Hamborn nicht genehmigt und die en sprech ndm Anträge t'nfach mit d-rn Ver­merk ^rtsuftz" zurückgeschickt. Ne Deutschnational, V lkspan-i. Vt Deutsche BolkSp-rtei und die Sozial« dem kratifthr Partei sind vom dies.« Verbote betroffen worden. < .,

Rückkehr der vertriebe»««.

Berkin, 13 Avril. Nach einer Meld«»« bril „Berliner Tageblatts" sanden zwischen einer au» stäbrec« der christlichen Gewerkschaften im Ruhrrevier fledifoc1«« VerhandinngSkommission und de« BtsatzungsbehSeoen di­rekte Verhandlungen über die Rückkehr der »ertri-be«» Deutschen statt. Die Rhoinlanbkommission erteilte nuw mehr bie Genehmigung, daß sofort rund 4000 Per« triebene in» Ruhrrevicr zu.ückkehra« dürfen. Es handelt sich in erster Linie um 'o'cde Beamt« oder Arbeiter, deren Angehörige im Ruhrcevi« znrückblieben ober bü eigene- Anwesen besitzen. .

Französische Frühjahrsmauöver?

Wannheim, 12. April. Wie cm-Pirmasen» gemeldet wird, sind vorgestern und gestern gr-ßer« französische Truppentransporte ange« kommen. Ob btt Soldaten btt hitr neu tinzuricht-npe» frmrzösischen Garnison angebören ober ob sich bat Gerückt bestätigt, daß in der Gegend von $irmatot bil nach Bitsch große französische FrühjahrSmanöver ab« gehalten werden sollen und auS bidtm Grunde bis Trupvenvcrschiebnnaen stattsinden, konnte nicht ieP»F

Dr. Stresemann über de« SachverftSndigenbericht.j spruch «enommen und der deutsc^^tschafter »•»< 1 deshalb von Ministerialdirektor Peretti della Äoece

Amlliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessm

beregnet tfctnio »mfunifbuKb otf Mlbäftifteae vttb3«te*»unfl btt «itfltbete. Z-dluu« ienerhalb 5 Tast« <1 Dollar-« 20 «olvmork», Iktttänuno n«» kern «ttliute WitteU tut« be» 3«blanpo<tei*«8»ta.jes. Verzug»»!«!«* Pt» laj »ach dem v«*t,t»»W»

Skulkkilh. — fflnnSaien.

Paris, 12. April. Ministerpräsident Poi« car6 hat heute vormittag den rumänischen Außen« Minister Duka und den rumänischen Gesandten in Paris Antonescu empfangen. Der „Antransigeanl bemerkt dazu, was nützt es zu verheimlichen, daß die Rede von einem rumänisch-französischen Ver­trag ist, ähnlich dem kürzlich zwischen Frankreich und der Tschechoslowakei abgeschlossenen?

Paris, 13. April. Der „Matin" schreibt, an« scheinend beeinflußt, zu der gestrigen Unterredung de« rumänischen Außenministers Duka mit Poin« carS. Diese Unterredung, die sich auf die ganz- europäische Lage und die Beziehungen Rumänien« zu Frankreich bezog, würde während de» vierzehn« tägigen Aufenthalts, den Duka in Pari» zu nehme« gedenke, erneuert werden. Rumänien fei mit bet Tschechoslowakei und Südslowien durch den Vertraß derkleinonEntente verbunden, deren Haupt­ziel ursprünglich 8«H>ef n sei. das Zusammenwirken der drei Lander zu organisieren für den Fall, daß Ungarn den au» dem Vertrag von Trianon ftd) tu gebenden Status <jno zu ändern suchen sollte. And«« rerseik» sei Rumänien durch ein M i li ta rav« kommen mit Polen verbunden, da» dre Mög« lichkeit eine» Angriffe» von Sowjetrußland vorsehe^ Außerdem habe eine der Mächte der Klemen En» tente, die Tschechoslowakei, mit Frankreich und Po- In ein Abkommen ähnlicher -Art «eichlosfen. Aick diese Weise seien die durch den Frieden von 1918 entstrmdenen oder vergrößerten Staaten, je nach den verschiedenen Kombinationen, an Defensiv« abmachungen beteiligt, die nach Maßgabe bet geographischen Lage Ungarn. Sowjetrußlanb obet Deutschland im Äuge hätten. Zwischen Frank« reich und Rumänien bestehe bis jetzt kek» förmliches Bündnis, aber es fei wahrscheinlich^ daß in wenigen Tagen ein solches vorhanden feie werde. Frankreich gedenkt diesem Abkommen, des* sen Abschluß sich aus der Logik der Tatsachen er^ gbe, in keiner Weise einen feindseligen Charakter gegenüber Rußland zu verleihen. Es wünsche, daß Rußland und Rumänien sich über Lessara- bien verständigen: aber ob diese Verstand- gunfl durch schlechten Willen Rußlands verhin" - «erde oder an der Einheitlichkeit der S’.r.t

Di, ^Dbetbetfinbe 3titung* tnibtint lt»e*al mifctntll*. — v«z«g,»rei» moncttld) 2 S)«t! ausichitetztt» Ä»lltlluagss«bllhr. Für au.ialitnvt Summtt« in.olge Stteit» oo. eitmtnt.(rttigonie fet« Stieg. — l’tr.eg »on Dr. S- PiHerotv. — Dru« bet U»!».-Vucdbtuckttti oo» 3»h. «eg. ?•«. MhorFt 21 *3. •* Retmprediet ss, 1>oftMt>erfl<Htto: St. 5015 «mk Rrantrun «- Mai».

Uns im itWen Mrt.

Der französische Bericht über bie gestrigen Micum- vtrhandlunge«.

Düsseldorf .12. April. Von amtlicher fran­zösisch r Seite wird folgend» Bericht über die gestri­gen Micnmverha «dlungtn auSgegden: Eine neue Beratung zwischt« der Cechsirkommission und bet Micum hat gestern um 4 Uhr nachmittags in Tü'lelders flrt’runoen. Tie deutschen Industriellen, welche eine B.dtutung ersten Ranges in der Gewäh­rung eine» zur ProduktionSsteigtrung notwendig er­scheinenden Kredites erblicken, haben die Sachlcistnn- g-n von Bedingungen abhängig gemacht, eie nur im Ziisamwenhana mit ein» allgemeinen Reg lung dec R-varutionsfrage gemacht werden könnten. Um das Dalum einer solchen Bertinbarudg abwarten zu kön­nen. konnte die Micum mit an ihrem Standpunkt in* btzna auf bie Notwendigkeit ein» Verlängerung b» augenblicklich in Kraft befindlichen provi'oriscken Ser- einbarmg festhalten. Die Diskussion wird in einer am nächsten Sonntag ftattfinbenben Sitzung fortgesetzt. Fortsetzung bet Micumverhandlungtu am Sonntag.

Düsstldorf, 12. April. Tie Sechftrk"mmif- siun hat in d» gestrigen Verhandlung mit der Micum erneut ihr« Bereitwilligkeit, bie Sachleistungen über bnt 15. April hinan- sortzusühren. bekanntgegeben, falls tin Weg für deren Finanzierung gefunden wird. Für eine solche Regelung hat sie der Mcum schriftlich Vorfchläge unterbreitet. Die Verhandlungen sind nicht zum Abschluß gelangt. Sie werden am Sonntag fortgesetzt.

DK Gewerkschaft« bei bet MiruM.

Bochum. 12. «prill Dit Gtwtrkschaft»- vertrttt r de» rhcinischttreftfälischen Jndustri.ge- bitte» waren am Donnerstag Nachmittag erneut ?m Entgegennahme von Informationen nach Düsieldocs zr-r Micum «ingtlaben. Tie Vertret» b r Gewerk- sckwsien rerwielen auf bie große Belastung bet A rbeiterschaft durch die Mimmverträge. die zu cin» unmöglich noch länger erträglichen Notlage ge­führt h-b.n Die Lebenshaltung d r Arbeiter sei Derart geworden, daß in nicht fern» Zeit die Produktion er­heblich le'ben müsse. Darauf erklärten die Micum- vertreter, nach ihr» Meinung sei daS Lohnniviau aus­reichend und lange nicht unter jenem Stand, der zur Erhaltung b t Arbeitskraft n-uwendig sei. DK B»- tr.'ter der Gewerkschaften ließ.« zum Schluß keinen Zwcijtll daß diese Ansicht der Micum unhaltbar ist.

Ei« «e«et deutscher Schritt i« Pari«.

Pari», 13. April. Der deutsche Botschaf­ter von Hoesch hat gestern nachmittaq einen neuen Schritt bei der französischen Regie­rung unternommen, um die Ernschaltung einesZwischenzustandes zwischen dem Ab­lauf der Mirumverträge ab 15. April und der end­gültigen Regelung der Sachlieferungsfrage zu et* möglichen. Ministerpräsident PoincarS wat durch den Besuch des rumänischen Konigspaare» in An«

probuhi eit. «J teft«

bare Diktats, das hatten wir immer gefordert und «rs ist die dentfche Regierung sofort daran ge. WSAen, mit aller Eewifienhaftkgkeit und dem gan- *eti Verantwortungsgefühl, das sie trägt, bie Bor- jchläge der Sachverständige« zu prüfen, um, wenn mich this zur sichersten Grenze der deutschen Lei­stungsfähigkeit doch nur das zuzugestehen, was vom v«ttühen Volke wirklich getragen werden Knik. Die Pel a stu ngen, wie sie in dem Sach- perständigen-Gutachtsn für die deutsche Wirtschaft, de« deutschen Steuerzahler vorgeschlagen werden, sind außerordentlich groß. Zeder ein» telne P«nkt des Gutachtens muß in seiner ganzen Konsieguenz reiflich erwogen rserden. DK Repara- üvuo-Kommission hat erfreulicherweise beschlossen, ter« am *17. April die Delegierten der deutschen Rwientuß anzuhöroy. Hoffentlich geht -es nun »Iwt «üe früher mm»er, daß man nun bloß anhörr. und CrtTtn die Annahme des Borgelegt»«, ohne auf Deutschlands GLgengründe einzugehen, einfach d i t- tieri Frankreich würde sich |a den Unmut der stanzen Welt zuzkchen, wollte es jetzt im Anfangs- staÄuiu- nilht den besten Wille« zeigen, auf den Loden des Sachverständigeu-Gntachtens zu treten. Aber die Gefahr liegt nahe, daß Pvinrnrck, der sich ttefer immer bet der Verfolgung seines Endziels» mrd«rgfsm gezeigt hat, Fragen t« dis Diskussion Äe Schwierigkeiten über Schwierigkeiten brin­ge«. 3iett nicht letzten Endes das diplomatische 8pKl Psincare^s dahin, Frankreich» guten Wille« »or aller Wett zu dokumentieren und durch Un- b^llichkeitsforderungen den deutschen bösen Willen dop-aller-Weill offenlegen zu wosten? Da» sind die Mißen Zweifel, die wir noch gegen die günstige Endentwicklnng der jetzt angebahnten Vethandlun- sten hegen.

Liüjt Selbst in Frankreich beginnen allmäh- pirse nach bisher chauvinistisch eingestellte Kreise ein» für cL/en, daß nut ein Verständnis« und oet» dealÄn^u»volle« Zusammenwirken bei* [yl /f Länder erträgliche Verhältnisse und beiderseiti» Wohlergehen herlleiführen kann. Sogar der u-rd-n t tu..Temps". der sich bisher in der Bekämpfung 1 Dcöeutfchlands am meisten hervortat, und in allem, knvss von deutscher Seite gesagt und getan wurde, z» Welt deutsche Heimtücke und Hinterlist vorhielt, i - weint neuerdings, es sei doch auch int Interesse j^Frankreichs eine Verständigung zwischen den l beiden Nachbarstaaten herbeizufiihren. Eine wahr-

el, öffenk

_ . stÄen wollen und nicht, wie bisher, Frankreich auf ~ 0,1 * ® ete# Verftändignng, sogar mit Sanktionen bringt, Helt ui M» £5 fee anffaßt.

ÄeU uch Ms nnnmchr auch das Sachoerständlgen-Gutachten, , wenn aM nur d^dl ngungsweise, ange» n J Oow.m.e tt, ja sie ist erfreulicherweise soweit ge» II. KtaP gangem, Jbte Zustimmung und ihre Znitiative zu» fruntsi rüitzkstellen" — wie es in dem amtlichen -Eom» ckieit »F heißt: „bis bie brutsche Regie-

7 i tung bereit ist, ihre Mitarbeit an den Planen der J bnchvcrstündHzen sicherzustelleit". Daß die deutsche I. u. 1I1.RC Rkgtsrtlng zu etiter solchen Mitarbeit mehr wie be- Gtanaefr ist. da» ist nicht nut bei dieser Gelegenheit, son- iv eil1 Jrchreu immer wieder zum Ausdruck -c-

-iv. Hij ! feunuen und ist auch wieder ht der Freitagsrcb« des

Ter Biuetoemittl» betragt <ar»e« 1C aefe.ddk**!«**!«».«»®»!**«! *. w «

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