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neuem Eifer und vollem Verständnis für die viel­seitigen Aufgaben, die der Erledigung harren, ihre stille Arbeit wieder anfgenvmmett. Bereitschaft für Erste Hilft" ist das Hauptziel dieser Arbeit. Da­neben gilt es aber durch Abhaltung von Kursen die Kenntnisse derErsten Hilfe" auf alle Berufs­stände zu übertragen. .Die Grundgedanken der Ge­sundheitsfürsorge zu verbreiten.

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krankheiten. Die soziale Hygiene und Gesundheits­fürsorge müssen Gemeingut des ganzen deutschen Volkes werden. Das 3U erreichen, ist'der Haupt­zweck des Roten Kreuzes. Nur ein gesunder Mensch hat die Krckst, in dieser schweren Zeit den Kampf mit dem täglichen Leben aufzunehmen. Nur ein gesunder Mensch mit gesunder Seele wird dem Wirtschastskampf die Stirne bieten können.

Neben den Rotekreuzvereinen stehen die Sani­täts-Kolonnen, die auch über ein grosses Arbeitsfeld verfügen. Die Freiw. Sanitäts-Kolonnen vont Roten Kreuz, in denen durch den langen Krieg eine Kraftentspannung als Reaktion zu fühlen war, haben diese Periode überstanden. Sie haben mit

Nun. wahrscheinlich auf dieselbe Weise wie du. Der arme Junge muß ja bis in bte Nacht hinein lernen, wegen dem verrückten Eulers der tmm?r etwas an seinen Arbeiten auszusetzen hat."

Das wird doch wohl weniger an Heern Euler liege«, Mama."

i Dresden, 9. April. Bei der heutigen orbent» »chc» tzauptvcrsa mm lungsächsischerJndu- strieller sprach in öfstutlicher Sitzung der Reichs- baukdirekwr D r. Schacht über d« wirtschaftliche Lage. . Er bezeichnete als eigentliche Ursache unserer heutigen Not vor allem, daß wir nach einem langen Kriege nicht I« einem Frieden gekommen seien, daß durch das Vfßme Loch im Westen alsdann wertvolles Gut und Blut abgezapft wert». DaS Verdienst der Negierung Stresemaun und Marx sei er, daß es aus «ig euer Kraft gelungen sei, das Budget wieder ins Wleichgewicht zu bringen und die Reichs- ri n hei t zu wahren gegenüber allen separatistischen »s ' paEularistischen Soiiderbeftoebungen sowie, daß ' >n Währungsverfall Einhalt geboten habe. Man »:sr ater jetzt nach Schaffung der Renten- m o r k nicht deren transitorischen Charakter außer Acht «st'en. Die Rentenmark kann nur als »«bergan g iiur Metallwähr ung gellen, ohne di« die Wirt- chost nicht auskommen kann. Tie deutsche Rentenmark Hal» i» der dänischen Rentenmark von 1813 ein ge­schichtliches Beispiel gehabt. ES würde keine Maß­nahme unterlassen werden, um die Wert-

Hamburger Hafen,, das, vorbei am elenden Klein« mut und am hastigen Ungestüm unserer Tage, de« Blick in die Zukunft richte:Wir heissen Euch hoffen." Mit dem gemeinsamen Gesang de» Deutschlandliedes schloss die von vaterländischem, Geiste durchwehte Fieier. Möchte deren Stimmung, die Erschienenen auch durch die von Gegensätzen zer» rissene Wahlzelt begleiten! t

Gin trockener und gewitterarme» Sommer? In einer der französischen Akademie.' der Wissenschaften in Paris überreichten Studie hat der Meteorologe Abb6 Gabriel auf Grund lang« jähriger Forschungen für 1924 einen sehr gemittet«/ armen Sommer prophezeit. Die Gewitter treten wis die Rstgenfälle in Perioden auf. Nach der Sta­tistik des Abb^s befinden wir uns gegenwärtig in einer Periode des Minimums, welche 1920; gönnen hat und 1927 enden dürfte, und die unge- ' fahr den Jahren 1883 bis 1889 entspricht, wo di»

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gen. Man hat aber wohl anßc, oas Jahr 1928/29 »ad die folgend«.

Nr. 87

Freitag, 11. April

1924

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Etwas vom Roten Kreuz im weißen Feld.

In der heutigen schweren Zeit, in der grosse Not an viele Türen pocht, ist es erfreulich, feststellen zu können, dass sich der Drang nach Betätigung in der Nächstenliebe in den weitesten Kreisen Bahn bricht. Wie viel Elend und wie viel Jammer wird heimlich gestillt von Personen, die sich in uneigen­nütziger Weise für die notleidenden Mitmenschen aufopfern. Wenn auch nicht immer die erforder­lichen Mittel vorhanden sind, so wird doch oft durch geeignete Hilfeleistungen das trübe Dasein armer Familien etwas gebessert.

Wer kennt nicht die stille Arbeit der Gemeinde-j und Fürsorgeschwestern und der Bezirkspflegerin-j nen. Schon längst ist die soziale Fürsorge zur Kran-! kenpflege getreten, um in Gemeinschaft bessere Er­folge erringen zu können. Gesundheitsfürsorge, Kin­derfürsorge, Jugendfürsorge, soziale Hygiene und noch mehr bieten ein grosses Arbeitsfeld für Mit­glieder und Freunde des Roten Kreuzes, das noch! erweitert wird durch Wohlfahrtseinrichtungen wie! Kinderspeisungen. Kleiderwochen und Kindertrans­porte aufs Land. Welche Summe von Arbeiten ist in dieser Aufzählung enthalten.

Das Deutsche Rote Kreuz zählt alle Rotekreuz- vereine Frauen- und Männervereine zu sei­nen Mitgliedern mit einer Gesamtmitgliederzahl

Marburg und Umgegend.

Marburg, 11. April (Ostermond).

* Die Bismarck-Feier der Deutschen Dolkspartei im prächtig mit den alten Reichs­farben und Tannengrün geschmückten Freidhofschen Saale, der bis auf den letzten Platz gefüllt war, ge­staltete sich zu einer erhebenden Kundgebung für den nationalen Gedanken. Die begriitzenden Worte sprach Herr Studienrat L i e b e r k n e ch t, der unter anderem auf die nahen Beziehungen unserer, der Reichsgründungspartei, zu Bismarck hinwies. Es folgten abwechselnd musikalische Vorträge und Rezi­tationen, dargeboten von Mitgliedern und jungen Freunden der Partei. Die Gedächtnisrede hielt Herr Professor Stengel. Der Redner gab einen kür-! nen Ueberblick über Bismarcks Werk, das er aus

beständigkeit der Rentenmark zu halten. Denn nichts schlimmeres könne dem Reiche widerfahren, als wenn eine neue Inflation hereinbreche. Dadurch, baß die Kredite, die ans Rentenmark lauten, nur auf wertbeständiger Basis gegeben werden, weiche man allen Gefahren begegnen, ferner dadurch, daß die umlaufenen Mengen der Rentenmark nicht über ein gewisses Maß hinaus gesteigert werben. Der gesamte Geldum­lauf habe nach dem Abschluß vom 31. März die Summe von 3 Milliarden bereits überschritten. Dazu kommen noch die im Umlauf befindlichen ausländischen Devisen. Die günstige Auswirkung aus die Industrie zeige sich dckmrch, daß sich feit Januar die Arbeits­lose »zahl in Deutschland um rund ein Drittel ver­mindert habe. Die Verschleuderung durch die Be­satzungskosten, d« bisher über 5 Milliarden Goldmark verschllingen hätten, nnd die ebenso wirtschaftlich sinn­lose Aussaugung durch das Loch im Msten seien un­erträglich. 'Daß die Experten dies zum Ausdruck gebracht hätten, sei ein Verdienst. Die volle wirtschaftliche und volitische Souveränität Deutschlands müsse wieder! hergefiellt iverden. Dieser Grunüsatz sei an den Anfang aller weiteren Verhandlungen zu stellen. Die Be--! satzungSkosten müßten au» ein vernünf­tiges Maß zurückgeschraubt werden. Tte Sanktionsgebiete müssen restlos mili- tärftsch und politisch geräumt werden. 5 Jahre Krieg nach dem Krieg, das gehe über die Kraft eines wehrlosen Volkes. Tas deutsche Volk wünscht nichts anderes als wieder auf deutschem Boden- deutsche Arbeit leisten zu können. Es sei bereit, Opfer zu bringen, aber nicht für irgend eint imperialistische Idee, sondern für die Wiederherstellung des friedlichen I Verkehrs unter den Völkern.

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Kirchhain, 8. April. Die MichSbahn-DiteftÄM teilt mit: Vom 7. April 1924 an hallen wiederum in Rüdigheim (Kreis Kirchhain) btt Stteckk Burg- «ttft Nieder-Grmü udeü-Kirchhain die Personenzüge 2473 (W.) 7.37/7.38 B.. 2478 (W.) 4.20/4,21 Nm. und 2482 (So^ 7.D/7.48 Nm. Am nächsten Sonntag tritt der Kreis« j Kriegerverband hier tm Hans Mosebach zu einer Ber-; hreierversammlung zusammen. U. a. wird auch der Ott der diesjährigen Sommettagung bestimmt.

Franken berg. 9. April. Das preußisch» Staatsministerium hat Amtsbezeichnungen geändert« Deshalb ist Seminar-Direktor Löwer von jetzt ab S udin d rekt r Di' Seminatt h er Brohmer. Knöpe fcl. Freudenberger, Dr. Quentin und Hcidlich sind: Seminar-Oberlehrer geworden.

< Nachdruck verboten.

Die Herweghs.

Roman von Liesbet Dill.

'lrhrbrrrecht bei M. Feuchtwauw«, Halle a. S.

' 2. Fottfetzm^

, Nun, wie warS, Mama?" Er drehte sich auf »en: Llavierschemel um.

, Ach. die ewige Agathe und bi« alte Wolfsschllichtz" sagte st«, während sie vor dem Spitzel ihre Sachen abftgft.Man fokfte niemals das Wiedersehen, für dos mah sich mit siebzehn Jahren begeistert hat. fe! Wae eine Enttäuschung wie neulich mit Mat- fcwffV Ich hatte nchch so darauf gefreut, ihn wie- derziikehen, nnd als ich hinkan^ war es ein alter M-llparzer in Versen..."

Du sagst Verse, Mama, al» ob das etwas Fürch- i sei"

"Nun ja, ich bin keine romantische Natur. Ich 6*ffe Stücke, die im Freien spiele». Schon als es so Itzrünlich unter dem Vorhang wurde, ahnte ich gleich, »r würbe in Kerkern spielen ober unter einer Linde, und als der Vorhang aufging, saß der Mann in etnem Tigerfell in einer Höhle und deklamierte! Das »ochste Mal kann Tante Betty ihre Plätze allein obsitzen."

Sie setzte sich an den Tisch, zog die Zeitungen Heidt'!, um sich in die vermischten Nachrichten zu dertiesen.Ach Gott, da hat schon wieder ein Loko- MolivsShrer den Zug auf einen Güterzug aufsahren lajs.u."

Ernst hatte das DanaidenfragmentKhpris" be» 001;«?«. Er spielte c3 so zart und rieselnd, es klang Wie warmer Somm.-rrcgen in einer fruchtbaren Nacht.

»Ter Kartoffelsalat war hoffentlich noch warm?" Heagte die lesende Mama^Und es hat jemand aus ffe-r. Kleinen aufgepaßt.

über dem Gas röstete,... Ernst hob der Kaffeekanne die Bischofsmütze ab, sie sah bei Tag sehr mitgenonv« men aus.

Sehr geschmackvoll, dieses Ding ft," bemerkte Liane.

Dann arbeite du doch etwas Schönere-," er* widerte Ernst.

Liau» zuckte die Achseln, es war nicht der Müh« wert, sich schon zu so früher Tagesstunde mit beut Bruder aattinanoerzusetzen, er nahm ja stets doch Mamas Partei.

-I. tatst du mal was Besseres machen wie Ge­dichte " mischte sich der Lümmel ein, der hinter Brot-» korb pi nd Apfelkrautdofe verschanzt saß.zum Bei- spiel dir Strümpfe dort stopfen," er wies auf einen überfüllten WeidenkoÄ. der auf dem Plättbrett, da» die Badewanne verdeckt nnd als Tisch für aller mög­liche diente, stand.

An meinen Buxen ist kein einziger Knopf mehr." Darüber tauchte lautlo- der schöne Lutz ruf. Er sah bleich und angegriffen aus und trug roeber Kragen noch Weste, seinMorgen" klang heiser er streckte die laugen Beine stumm unter den Tisch.

(Fortsetzung folgt.)

von V/2 Millionen. Alle Schwesternschaften und Freiw. Sanitäts-Kolonnen sind ausserdem Mitglie­der des Roten Kreuzes. Sie alle helfen das grosse Elend, das der langjährige Krieg mit seinen Nach- vcu VCUMU|CllCTUHtin,

»irfinwen ".zeugte zu lindern. Bor allen Dingen ^^elte. und stellte die Frage, ob es denn wirklich.

»L b5 «je man jetzt sage, durch die jüngste Vergangenheit

i» or*?I£{e ^otekreuzvereine zur Episode erniedrigt worden sei. Das Gegenteil

KifcH n 1,09 des deutschen Volkes (<>, richtig. Gerade die Gegenwart zeige, wie man

wollen durch >hre aus dem übertriebenen Zentralismus der Wei- Tatigkmt zum Ausdruck brrngen, dag das Zuge-i ntarer Verfassung wieder zurücklenke zu Bismarcks 'U x vUte ,nnT1 genialer Reichsverfassung. Nicht darauf komme es acnen"Rf anb5TCn. roic an, Jeberne Ideen" zu verwirklichen, sondern das "wge immer sei mit Bismarck unser Ziel, die im Volke ringen« ^eR Unb ^oten Äreuj neue I den Kräfte so zu ordnen, dass sie den Staat nicht Freunde zufuhren. schwächen, sondern ihm zugute kommen. Gelinge

Die deutsck)e Jugend soll bekannt gemacht wer- bas. dann werde dereinst, wenn der Tag des Deut« »en mit der Gesundheitsfürsorge nach sozialchygieni- scheu wieder erscheine, auch nach aussen Bismarcks chcn Grundsätzen, sie soll vertraut werden mit den Werk seine Unvergänglichkeit erweisen. Dafür sei Vorbeugungsmassnahmen gegen bestimmte Volks- uns ein Wahrzeichen Bismarcks steinernes Bild am

1 amgeschlunaen. Sie schaute mit ihren grauen Hellen I Augen um sich.Nun, was ist los?"

IErnst ist heute vierundzwanzig Jahre alt fit- | '.vorden'" rief ihr die Mütter entgegen,und mir hab-n | seinen Geburtstag vergessen, denk' rtut, Äranel"

I Liane warf das goldrote Haupt zurück, das mit I seinem hochgebauschten üppigen Haar einem fchim- I nlernden Helm glich, und sagte mit einem snftben Lächeln, während sie den Pelz in den Sessel .ftei>«n ließ: w denn da? Dann feiern wir ihn

eben morg.tt Ma v rd doch nicht von mir verlangen, daß ich jenmnd dazu beglückwünsche, daß er auf die Welt gekommen ist."

Am Sonntagmorgen fand sich die FEilie gewöhn­lich erst nach zehn Uhr am Kaffeetisch ein. Al» Frühstückszimmer wurde, der Bequemlichkeit halber, das neben der Küche gelegene Badezimmer benutzt. ! ein heller Raum mit weißgekachelten Wänden, das Morgenkvnne hatte und durch einen winzigen GaS- kamin rasch zu erwärmen war.

Trina pflegte Sonntags die Messe zu besuchen, dann stand der Haushalt solange still.

Der erste, der sich einfand, war Herberc, bann erschien Ernst und nach ihm Liane in einem hellblauen, etwa» » rschossenen Santtsch'afcock.

Da Herbe« feine Schlafschuhe nicht gefunden hatte, klotzte <et in TrinaS Holzpantinen umher. Damit j kannst du gleich auf den HeringSfang gehen," be- j Mßte ih« Liane, dir sich das Brot «tt SabA

"Herbert ist bis jetzt iwch nicht daheim", erwiderte Und er fühlte sich ausgeföhnt. Mit allem.

Ernst. Frau von Herwegh sah erstaunt aus ihrer Er liebte seine Mutter mit all ihren Fehlern

Mener Mod« auf... Sie kommst du denn darauf? und Schwääbm, nnd er zog ihre ringgeschmückte schöne Er liegt ja längst in seinem Bett, ich habe ihm eben Hand cn sich.

***$ Gnf d?»cht gesagt." I In diesem. Augenblick wehte «skühl zur Tür herein,

ich nicht, wie er hereingekommen ist," ^tt!iane betrat .das Zimmer. In einem silbergrauen Aber.dmantel, den sie über rin tiefausgeschnittenes

Ges l schastskleid g worfen Halle, einen dunklen Fuchs

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«Toäf. es liegt nur an dem", sagt» sie. Sie er­hob sich um das Blatt vom Kalender abzureißen, das noch eine feuerrote sonntägliche Zahl vom ver- gangenekl Sonntag trug. Diese Zettel wurden von Trina gesammelt wegen der guten Rezepte auf der Rückseite. Als Frau von Herwegh an dem heutigen Sonnabend angekommen war und sie die Zahl dreizehn erblickte, stieß sie einen Laut des Entsetzens aus. Mein Gott, Ernst, heut ist ja auch dein Geburts- tag!"

Sie stand tote von einem Blitzstrahl betroffen. Daun kam sie mit auSgebreiteten Armen auf ihn zu » Mein guter Junge, wir haben deinen Geburts­tag vergessen! Ich werde alt, wahrhaftig!" Sie umarmte ihn zärtlich.

Aber Mama", sagte er lackend. ,chas ist ja nicht so schlimm."

Doch, das ist sehr schlimm", sagt« sie,das hätte mir dein Botea nie verziehen. Ich hatte seinen ersten Geburtstag nämlich auch vergessen, er war wochenlang noch darüber g kränkt, die Norddeutschen nchmeu es mit solchen Gek>enftagen genau. Du bist Doch mein Bester," fagk sie leise, ihr blondes Haupt, Vas noch keine» weißen Foden aufivieS, an seine Schulter schmie­gend... I

Anzahl der Gewitter durchschnittlich zwanzig bi» t t - r , , einundzwanzig pro Jahr betrug. Die darauf fol«

sundheitsfursorge zu verbreiten. Es gilt, burd)Lenbe Periobs, der Zeit 1889 bis 1909 entsprechend, Lm- ) Crn ^« ^r?.e L.^,r.ein^eJ^r J31, Kolonnen zu I mirb eine mittlere Gewittermenge (fünfundzwanzig ^te Kolonnen stergern bis siebenundzwanzig im Jahre) aufweisen. Sie

bedorf es der Mithilfe der heranwachsen- wird bis 1945 reichen. Dann beginnt die Maxi» sugettD. nrumperiode entsprechend der Zeit von 1910 bi»

Die Sanitäts-Kolonnen vom Roten Kreuz haben 1919 mit vierundbreissig bis fünfunbbreitzig ®e* schon oft gezeigt, bass sie burch ernste Arbeit bestrebt wittern im Jahre. Der kommenbe Sommer wird ftnb, ihre Aufgaben zu erfüllen. Soweit es ber also nicht mehr als zwanzig Gewitter zählen, boch ist Beruf der Mitglieder erlaubt, wollen bie Kolonnen!bie Heftigkeit ber Gewitter unabhängig von ihrer an ber Seite ber Rotekrenzvereine den idealen EHäufigkeit. Die heissen Jahre sind' ferner nicht danken des Deutschen Roten Kreuzes zum Siege immer die gewitterreichsten. So zählte man im ^helfen. Dieser Gedanke liegt in dem bekannten beissen Jahre 1921 fünfzehn Gewitter. Hingegen Wort eines grossen Menschenfreundes: bedeutet ein Minimum von Gewittern auch ein

Hilfreich fei der Mensch, edel und gut." Möge Minimum an Regen und man darf annehmen, dass doch dieses Wort allen Mitnrenschen mit den beiden der Sommer 1924 sehr trocken fein wirb. Mahnungen in bett Ohren klingen.Hast bu schon » «z r A mr

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. diese Rot zu httbern? Himmel unb von Aufzügen auf öffentlichen Stttu ,ebfer kann aktiv kN ber Roiekreuzarbett k;en unb Plätzen finbet nach bem amtlichen preuhi, w'5 ^u.. aber jeder kann burch Bereltstelltina von schen Pressebienst auf gewöhnliche Leichenbegäng. Mitteln ieglich-r Art bie Aufgaben bes Roten nisse ttnb bis hergebrachten Umzüge ber Hochzeits« boch basRote Mfellfchaften, kirchlick-en Prozessionen, Wallfahrt« Kreuz viele Freunbe unb Helfev finben, bamlt ber unb- Bittgängen feine Anwendung.

Not werter Kreise gesteuert unb bie alte Kraft bes ... . , , . r

bentfeben utiebet gehoben wirb zum Wohle , , 'e Ueberlertung ber Tumult«

unseres lieben Vaterlandes. W G imadeuregelung auf die Länder. An«

____ ' spräche wegen Schäden, die durch innere Unruhen *" verursacht werden, sind' vom 1. April gegen da»

Land geltend zu machen, in dem der Schaden ent« standen ist. Es gilt dies für Schäden, die an beweg« liebem unb unbeweglichem Eigentum im Zusammen­hänge mit inneren Unruhen durch offene Gewalt ober durch ihre Abwehr unmittelbar verursacht wer« den, aber nicht für Beschädigungen am Eigetttume des Reiches, ber oäitber, ber Eemeinben unb ffie« meindeverbänbe. Ein Anspruch ist auch nur ge« geben, wenn und soweit ohne solche bas wirtschaft­liche Bestehen bes Betroffenen gefährdet würde. Die Entschädigung darf 75 Prozent des festgestellten Schabens nicht überschreiten. Die Posten trägt da» Land zu zwei Dritteln, die Gemeinde zu einem Drittel, vorbehaltlich anderer landesgesetzlicher Re­gelung.

Bit rMhwMW SriitöW.

Der Versuch, bie russisch-rumänischen Streitfrageti auf einer Wiener Konferenz। Ins Reine zu bringen, ist gescheitert. Es gibt vcrschiebene berartige Fragen. Alle aber über­ragt bie Frage Bessarabien. Die rumänische Regierung hat zweifellos völkerrechtlich einen nack­ten Raub begangen, als sie int Februar 1918 Bess­arabien besetzen liess. Rumänien war währenb bes Krieges Russlands Verbündeter gewesen. Jetzt be­nutzte es die inneren Schwierigkeiten des Bundes­genossen, um ihm ein wichtiges Gebiet wegzuneh- mcn. Russland protestierte ein paar Wochen nach ter Besetzung und der damcklige rumänische Mini­sterpräsident hielt es-für geraten, die Räumung Bessarabiens iD baldige Aussicht zu stellen. Es wurde auch ein dahingehender Vertrag zwischen den beiden Staaten abgeschlossen, aber selbstverständlich hat Rumänien nie daran gedacht, den Vertrag ein» zuhalten. Vielmehr fügte es zur Gewalt jetzt noch bie HInterlistt. Die rumänische Regierung liess bie ;Saba, bie bessarablsche Volksvertretung, burch ihre Truppen einschliessen unb mit Hilfe dieses sanften Druckes zu einer Erklärung zwingen, burch bie Bessarabienfreiwillig" seinen Anschluss an Ru- tnänten aussprach.

Diese Komöbie genügte bem Pariser Botschafter« ,-rat, um bem rumänischen Eewaltstreich im Oktober 1920 seinen Segen zu geben. Der russische Aussen­minister Tschitscherin protestierte bamals so- fort geger ;^'e Entscheidung, konnte es aber nicht verhindern, kurz vor ber Eröffnung ber russisch- rumänischen Konferenz in Wien im März dieses Jahres dis Entscheidung des Botschafterrats von Frankreich ratifiziert wurde. Unter diesen Um­ständen stand diese Konferenz vc-n vornherein unter einem ungünstigen Stern. Rumänien betrachtete die rumänische Frage als erledigt unb als ber Bot­schafter Krestenski, ber russische Hauptbelegierte, die Angliederung Bessarabiens an Rumänien nicht anertannte unb eine rechtmässig organisierte Volks­abstimmung verlangte, stiess er auf ben beharrlichen Wider st anb der rumänischen Vertre­ter. Die Konferenz war damit in der Hauptfrage sehr rasch auf ein totes Eeleis gekommen unb es war lein Wunber, bass man sie abbrach.

Man wirb in Deutschland gut tun, dieser neuen Verschärfung der Gesamtlage im Osten seine -l «f m c r k s a in k e i t zu schenken. Die zukünftige Politik Deutschlands wirb in hohem Matze von bie» >er Lage bestimmt sein. Und da ist cs von Mert, tu wissen, batz nach Polen auch ber zweite Trabant MIe.!ian,,b^tbcn PoMik im Osten, Rumänien, mit Russland.mehr und mehr in eilten unversöhnlichen Gegensatz geraten. Denn Russland wird selbstver­ständlich die bessarabische Frage nicht ruhen lassen.