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Mr. 87

Kritik des Sachverständigenberichts im Jn-und Ausland

den

Di« Lage in Pirmasens.

lösen, gehen, tressin

ruugskreisen verlautet, daß die Regierung Dawes-Plan nut cr stützen werde.

Dl« ^Dbetheiüfdie 3tltu«g* erichetnt lediemai -oödientlitb. Dezugsvreis monatlich I Mark an«lchli«tzltch Zasteliungegrbühr. Für aasioH««Bt Summern rniolge Streik» eo. eiement.Trrigaisi« teil Eria^ Periag von Dr. T. Hi?erotl>. Druck »er llaio.»Buchdruckerei do« Job. Äug. Noch. Markt 21,23. Fernsprecher 55, BoMcheckkonto: Nr. 5815 5 at ffrankiurr a. Main.

Sttbstvcrstänülich würde noch einige Zeit ver- bevor die deutsche Regierung ihre Entscheidung könne, aber sie werde an die Prüfung des Be-

Berlin, 11. April. Das Reichskabinett wird sich heute in einer Sitzung mit dem Gutachten der Sachverständigen beschäftigen. Wie mehr.re Mat­ter Mitteilen, wird die deutsche Regierung die Lösung der mit den Sachrerständigenberichten zu- ammenhängenden Fragen nicht etwa bis nach den Neuwahlen verschieben. Tie Auffassung, daß es im Interesse der deutschen Politik lieg«, einer Auf- ordening der Reparationskommtzsion nm Stellung­nahme zu den Sachrerständägcngutachten seitens der deutschen Regierung sofort zu entsprechen. werde auch von den großen Wirtschaftsverbänden geteilt, die in den nächsten Tagen Wenfalls zujammenkommen wer­den. um über die Gutachten zu beraten.

wirtschaftliche Freiheit wiederhergestellt wird. Die Sachverständigen erklärten nachdrücklich daß ihre Vorschläge auf der Voraussetzung beruhen, daß bte deutsche ökonomische Tätigkeit von irgend einer Form der Kontrolle unbehindert bleibt, außer der­jenigen, die in dem Bericht genannt wird.Eve- ning Standard" faßt die wesentlichen Punkte des Sachverständigenberichtes wie folgt zusammen: 1. Keine ökonomische Ruhr-Okkupation, 2. Keine größere Reparationsanleihe, 3. Kein Versuch zur Verminderung der deutschen Reparationsverpflich­tungen, 4. Kein völliges Moratorium, 5. Keine ver­buchte Kontrollterung der deutschen Verwaltung und Wirtschaft, keine gleitende Skala für die Zahlungen, 6. Die Sachverständigenpläne versprechen nur dann wirksam zu sc'n, wenn die ökonomische Kontrolle im Ruhrgebiet aufgehoben wird. Die Blätter enthal­ten sich aber jeder Andeutung auf die Aufhebung 'der wirtschaftlichen Kontrolle, die mit einer Zurück­ziehung der Besatzungstrupprn gleichbedeutend ist.

Pari», 10. April. Zu dem Bericht der Sach­verständigen schreibt dieVic toi re": In Wirk­lichkeit verlangt man von Frankreich, das Ruhr­gebiet freizugcben, bevor es bezahlt sei, nicht, es militärisch freizugcben, wohl aber auf die wirtschaft­lichen Pfänder zu verzichten. Es würde große Unruhe in der öffentlichen Meinung Frankreichs entstehen, wenn die englische Regierung als Gegen­leistung für das Opfer, das Frankreich durch einen Verzicht auf feine Ruhrpfänder brächte, nicht auch ihrerseits zu einem Opfer bereitfinde.

Die kommunistische ,L>umanitö" fragt: Was wird Poincar4 tun? Man kann nicht leugnen, dab die von Morgan und Rothschild in London und Newnork gewährten Anleihen, die die vorüber­gehende vorläufige Rettung des Franken ermöglicht haben, in erster Linie nur als Gegenleistung für be- siimmte französische Verpflichtungen gewährt wor­den find. Die Stunde ist gekommen, diese Verpflich­tungen zu erfüllen, und Poincär<* hat in seiner letz­ten Kammerrede angedeutet, daß er sich zum Zurück- weichen anschickt. Morgan wird Poincar^, den Morgan und die amerikanische Finanz in der Hand haben, seinen Rückzug beschleunigen müßen. Diese seine Schwenkung unmittelbar vor den Wahlen wird jedoch ihn und seine getreue Mehrheit vom nationalen Block nicht retten.

Das EewerkschaftsblattLe Peuple" schreibt, die Arbeiten der Sachverständigen seien vielleicht Ächt sehr anziehend, aber sie bildeten ein gesamtes System von positiven Dor­sch l ä g e n und wenn ste nach außen hin nicht über­mäßig glänzend seien, so besäßen fie doch das ent­scheidende Verdienst, daß ste den Möglichkeiten nahe kämen. Auf den ersten Blick erschienen die Vor­schläge durchaus annehmbar. Rur Dummkopse lönnten daran denken, das zu leugnen. Man könne festftellen, daß die Ziffern der Sachverständigen sich ungefähr im Rahmen derjenigen hielten, die die Engländer vor der Besetzung des Ruhrgebiets vor­schlugen und es fei wahrscheinlich, daß durch ver­nünftiges Verhandeln in jenem Zeitpunkt Frank­reich sich besser gestanden hätte.

L- s * W r

Brüssel, 10. April Nach einer Meldung der A g e n c e B e l g e" erhielt die belgische Regierung gestern vormittag Kenntnis von den Berichten und Schlußfolgerungen der Sachverständtgenausschüsse die sie sofort eingehend prüfen wird In offiziellen belgischen Kreisen äußert man über die völlige llebereinstimmung der Sachverständigen Genug­tuung. Rach der Vorlegung der Sachverstän­digenberichte bestehe nunmehr begründete Hoffnung, daß die alliierten Regierungen zu einer Verstän- d i g u n g gelangen werden, die die beste Bürgschaft für die loyale Durchführung des Hersailler Frie­densvertrags sein werde. d- «ä

Eine Erklärung Stresemauns.

Varis, 10. April. Der Berliner Korrespondent der ..Chicago Tribüne" hatte Gelegenheit, Reichs- an ße n m i n i ster T r. Str e sem a n n nm sein Urteil über di- Entscheidung der SachverslSichigen $u befragen Dr. Stresimann erklärte, schon die, jetzigen Auszüge aus den Berichten hätten genügt, um ihn zur Ueberzeugnng zu bringen, daß der Bericht das Resultat von Beratungen eines .Komitees unvoreingenommener Männer sei, die den ernsthaften Wunsch hätten, das Reparationsproblem zu

Unveränderte Annahme durch die Repko.

Berlin, 10. April. Der diplomatische Mitarbeiter -crDaily Mai V' takte Gelegenbest, am Qnaid'Orlan »inet hervorragende PersSnlichkeit (Loucheur?) über ihre Stellungnahme gegenüber dem Sachverständigenberichl ui besingen. Der Gewährsmann des Blattes erklärte, sie französische Regierung habe die Ab-- 'icht. auch nicht einen einzigen Punkt des Berichts in Frage zu stellen. Man erwartet, daß die Reparationskommission die alliiette Regierung -.yssordern wird, die Berichte der Sachverstä.n- bigen ohne eine Aenderung irgendwelcher Art onzunehmen unb man hoffe, daß die Reparations- kommission selbst die rasche Annahme des Berichtes -mpschlen wird. '

Marburg gteilog. im II. April Dfterm«**

Amerika zu den Sachverftändigenovrschliigen.

Paris, 10. April. Dem Vertreter desEx­zelsior" erklärte der amerikanische Sachverständige Roung u.Amerika kann nur helfen, wenn es sich an den Anleihen und finanziellen Organi­sationen beteiligt, wie von unserem Komiker vor gesehen sind, und wenn unser Plan in Europa mit demselben Geiste ausgenommen wird, in dem wir ihn entworfen haben, und wenn das in unserem Komitee bestehende Einvernehmen auch zwischen den an der Revorationssiage interessierten Regierungen zustand kommt, so habe ich das feste Vertrauen, daß Amerika dir Wünsche Europas nicht unerfüllt lassen wird.

New York, 10. April. In amerikanischen Regie-

' London, 10. April. Die Londoner Mor­se n b l ä 1 t e r befaßen sich ausschließlich mit den Sachxerständigenberichten.Time s sieht eine neue Hoffnung in den Konferenzen und faßt die Berichte als eine Mahnung rui Europa auf. nochmalige Anstrengungen zur Herbeiführung einer glücklichen Lösung zu unternehmen. Für alle Staa­ten sei eine allgemeine Lösung absolut lebensnot­wendig. Die dringende Notwendigkeit für ganz .Europa bestände darin, eine sichtbare und vereinte Anstrengung guten Willeirs und guten Glaubens zu zeigen, damit diese günstige Gelegenheit, eine Eini­gung zu erzielen, nicht verloren gehen, denn ste sei vielleicht die letzte, um den Frieden zu gewinnen. DieSB estminster Gazette" betont besonders den Faktor der ökonomischen, fiskalischen und wirt­schaftlichen Freiheit Deutsthlands. Es dürfte kei­nerlei Versuchung mehr geben, eine Ueberwachuno bei Deutschland auszuüben, abgesehen von den in den Sachverständigenoorschlägen gemachten Vor­schriften. Es gäbe keine Hoffnung so fügt dieWest­minster Gazette" hinzu, auf die Wiederherstellung des budgetären-Gleichgewichts Deutschlaiids, solange in den fiskalischen und ökonomischen Rechten Be- chränkungen bestärrden. Die A u s b e u t u n gder Ruhr und der Versuch, eine besondere ökonomische Einheit des Rhesnlandes zu schaffen, m 8 s fe auf- hören, wenn Reparationen überhaupt erfüllt werden sollten. DerDaily Telegraph" meint unter Hinweis aus die allgemeine Lösung der Probleme, nämlich der Reparationen, der Sicherun­gen and der Schulden, von denen allein die Wi-'der- herstellung Europas zu erwarten sei:Wir hören, mit welcher Verve Mac Donald dies» gute Gelegen­heit erwartet hat, und wie wir annchmen, wird der Premierminister rasch die Initiative zum Handeln ergreifen. Eine Beurteilung der diplomatischen Loge müssen wir uns für heute versagen; sie mub aber unter allen Umständen durch die Beseitiauno der vieken dornenvollen Hindernisse geklärt werden.

London, 10, April. Die Londoner Abend­blätter bringen die Sachoerständigcnbcrichte in gro­ßer Aufmachung. Redaktionell äußern sich nur die ..Evening News" über die deutsche Kaoital- flucht. Das Blatt vertritt den französischen Stand­punkt, wonach die deutsche Zahlungsunfä­higkeit auf bösen Willen zurückzufuhren sei. Die Stellungnahme der amtlichen Kreise läßt sich ebenfalls aus der Art der Hervorhebung ver­schiedener Sätze im Druck erkennen. Eine amtliche Erklärung ist nicht abgegeben worden. Im Unter­haus wurde nichts über die Sachverständigen.berichte gesagt. Im einzelnen wird in den Zeitungen der Satz hervorgehoben, der besagt, daß die Vorschläge in dem Sachverständigengutachten nur dann auf­recht erhalten werden können, wenn Deutschland-

ncktes mit der Uebcrzeugung Herangehen, einem guten

Pirn äsens.' 10. April. Die nach den Plv- mafenser Ereignissen von den Franzosenver-« hafteten im AmtsgerichtsgefängniS bisher untergec brachten Pirmasenser Einwohner, darunter RechtSraf Sttmvtt und Beztrkssmttmurn Tr. Göttel. wurden gestern Vormittag in daS Militärgefänznitz nach Main; abtranspartiett. um vor ein sranzösi- ches Kriegsgericht gestellt zu werben. De» berüchtigte Sonderbündler Schindeldecker, deli während feer SvntwrbüMerherrsckaft eine so ftbfe Rolle gespielt hat. gab am 7. April in einer Wirt« chaft während einer Auseinandersetzung auf den Witt zwei Schüsse ab. Die Sonderbündler laufen nochj^ heute mit französischen Waffenscheinen herum, »äh«, rend seinerzeit der deutschen Polizei nicht bloß die Schußwaffen, sondern auch die Säbel und Gummi-J nüppel von den Besatzungsbehörben abgenommen tour«, n*n. Der Fall Schindeldecker zeigt, wie die Sonder- bündlet ifron der französischen Bevorzugung Gebranchi machen.- .

« Die deutsche Presse.

T DieDeutsche Zeitung" überschreibt ihreBc- Hwechung bet SachverständigenberickteDie deutsche 'VerffsiUmn^ und schreibt: Der Plan der Sachver- ßüindigen bedeutet die politische Herrschaft Frankreichs über Deutschland, beim die ^^vanzosen bchalten ihre Zugriffimöglichkeiten in jdeutschland. Ferner bedeutet er bk wirtschaftlich« Herrschaft bei Anleihegläubiger.

h DieKreuzzeitung" wirst zum Schlußihrer iWetrachtuug die Frage auf, ob eS Überhaupt zweck- Mäßig ist. über baS Sachverständigengutachten noch »wnatetang Verhandlungen zu führen, die von vorn- iertiit ergebnislos sein müssen.

| DerLokalanzeiger" fielt Betrachtungen über »ie Sachverständigenberichte unb die Micum an und Hommi zu dem Schluß: Die Gegenwartssorderung, feie au? feem Sach verständigen bericht unweigerlich zu tzsihe» ist, ist dich daß das Reichskabinett in feer Frage bet Mic-um Verträge unber hingt fest bleiben muß.

V DieB o s s. Ztg." schreibt: Daß bet Sachverstän- fegenanSschuß als eine der Hanptvorausschungen jeder feeutschen ErfAlnngsmöglichkeit die WiederhersteDing her unbedingten wirtschaftlichen Unäbhänzigkeit aa feem gesamten Territorialgebiet vorsieht, ist etwas ganz belbstverständliches. TeShaG wich auch nicht etwa her Plan der Sachverständige» von deutscher Seite

gegcnüberzussihen. der eine gerechte Lösung deS Reparntionsproblems erzielen wollte.

Sroifrril md RiWh.

Paris, 10. April. Anläßlich einer Debatte i bet eine Vorlage zur Bereitstellung von 5 Mil­lionen Franken Hilfsgelder für die in Rußland fest- gehaltenen Franzosen, ist es gestern im Senat $u einer lebhaften Aussprache über die franco# russischen Beziehungen gekommen. Se­nator de Monzie beschwor PoincarS eindringlich, mit ollen Mitteln eine Wiederanknüpfung! der Beziehungen zu Rußland herbeizuführen. Poirw!

Ter Inifldtupteie bette; auswärt Sujeiacn 0,10 < Auflchlag. erlernen 0/ ___________________________

berechnet, ebenfo Snstunft Burdi die ffieidtäftefteHe unb Zulendun- bet Angebote. Zahlung innerhalb 5 lagen (1 Dollar 4,20 ßelbmert), Berechnung nach bem Berliner Mittal, fürs bes Zahlunps-Eingsntgstege«. Verzugszinsen pro Tag »ach bem Sent}in«fn|

g eleht werden können. Er muß zur Wruudlage ernster Beratungen auch in Deutschland Hemacht werden, denn «S darf nicht sein, daß mau rtgendwelcho finanziellen Opfer ablehnt, die die Fremd- Herrschaft oder de» Reichszersall verhüten können. Noch immer steht hoffen tli»tz bem deutsche» Volke fek Ehre höher als das Geld.

4 Die A. Z." urteilt: Wen» auch die Sachver- ständigen barlegen, daß ihr Plan so gefaßt sei, baß fearanf eine endgültige und vollständige Äsung des Dchnnfen Reparationsproblems und aller der damit pttbnudcne« Fragen anfgebant weiden kann, fb wird felckurch hie Atmosphäre der Unsicherheit nicht durch- todfktt. Hier zeigt sich der Erfolg der fiunzösifchen Dttiirk. bnf; feie die Aufgabe bei AuSschitffeS auf ein Teilprobiem bes gesamten ReparatiousproblemS heschränkt wurde,

| Was sagt da» Ausland?

! Paris, 10. Shuil Die Pariser Presfebringt MkU« Stimmen zu den Sachverstä»dige«tberichte». An hen neuesten Kommentaven überwiefft eine »»verkenn- lor opttmi stifche Rote. Stark unterstrichen und is de» Bor^rgruud gerückt ist die von den Sachver­ständigen gemachte Festst llnng, daß Deittschland zur «rstuilg von Reparationszahlungen befähigt sei. In >«ris haben die Sachvetsiändigenpläne, wie derM a - .hin" von einer hervorragenden Persönlichkeit der Pa- Mer Diplomatie erfährt, einen sehr günstigen j Mi »druck hintettasfe».

l Ein scheinbar osstziösev Artikel Stephan Lauzän- dks imMarin" bestätigt diese Aufiosfung. Der HssionalkstischrGauiviS" schreibt: u. a. folgendes : Bf Btt die ei» stimmig- veveinl'arien Empfehlungen der kachverstänbigen von sämtlichen verbSudeten Regie- svwgeit angenomme» werben,so wird das R e p a r a -- rionSproblem endlich einmal aufhören, zwi- Hhe» Fransirich und Deutschland ein Stein de- An- N^es M fein. Die evtl. Annahme der Sachber- ständ-AimPorschlSge buqch feie deutsche Regierung be- ^cküige, st» schreibt Marctt Ray nnPetit 3our- diesmal zu starkem -Optimismus, da Teulschland feer von den SachverstSudigen getroffene» hkchuischeu Vorkehruitgeu nicht in der Sage sei, die ^aal übernommenen Berpflichttingen w'er.r abzu- -ieln. Marcel Ray sagt weiter: Wichtig ist vor Mei» zu wissen, daß die Berliner Regierung ei ab- jMut. den von den Sachverständigen eröffneten Weg jlK beschreiten. Wenn sie sich dazu entschließt, so wird ihr-sthwer fallen, ihn wieder zu verlassen. Der ganze Sachberständigenplan bericht auf einer Interna­tionalisierung einer Schuld, au der Frank-

<*n größten Anteil hat. Sobald das System zu mnklioniercn beginnt, kann Deuffchland keine Ber- Mmnisse begehen, ohne gleichzeitig die Interessen Örtlicher Lndäer, in denen es Geldgeber gefunden Ni zu schädige».

ÄmEcho de Paris" verhält sich Pertinax ; N dem Sachversiändigenplan völliz ablehnend. ' *s sei vorauszusehen, daß das nominelle Kapital der , putschen Schuld, das die Sachverständigen aus unge- «ihr 40 Milliarden Matt veranschlagen, tatsächlich , Nf 30 sinken werbe. Ganz allgemein charafterisiett , die Sachverständigenvorschläge wie folgt: Der j bet Sachverständigen würbe eineTltttisika- j DfItschlands mit sich bringen. ; I

fliis hem 6fMttn 6e6iti.

Zur Verlängerung der Micumverträge.

Pa-ris, 10. April. Zu der Verlängerung tat Micumverträge schreibt dasOeuvre", Poi»- c a r L setze alles auf eine Karte. Hätten die deutsches Industrielle«, dir am Freitag nach Düsseldorf yit&ä« kommen sollen, bis dahin nicht dir Kredite gesunde«, bk sie brauchten, unb erklärten sie sich außerstande, Wet­ter zu arbeite::, wenn die Franzosen und Belgier ihnen keine Erleichterung ihrer Lasten verschafften, s» habe man den Brfech. Poincarö verstärke dit Zwangsmaßnahmen und übe neuen Zwang aui. El liefere den deutschen Nationalisten Argumente bk gegen jede Verständigung auf der Grundlage der SmH verständigenberichte seien. Er lose eine Regierungs­krise aus. Er erzürne die Alliierten unb die Neu­tralen Die ganze Kombination der Sachverftäwc digenberichte beruhe auf der WledecherftellnuE des Bettrmiens und des Kredits. Wenn Poincattl! eine Drohungen auSsühre. mache er diese Wiederher^ beKung U nmöglich. Er ruiniere in einem einzige«^ Augenblick das Ergebnis der langen Bemühungen bef beide» internationalen Komitees. Man könne kamtz glauben, daß er Wittlich daran denken in demselbetz Augenblick, in dem von einer anderen Seile her bfa Lösung des ganzen Problems herannahe, /

; Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

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Berlin, 18. April. Hugo Sikun'ei ist yeutz Abend 8.30 Uhr bet vollem Bewußtsein gestorfeetz

Hugo Stinuei wurde am 12. Februar 1870 ii Mülheim geboren, ist also nur 54 Jahre alt geworden, Mitte» aus seiner Arbeit ist er herauSgerissen, bevoi et sein Lebenswett krönen und vollenden konnte. De», ki ist ja nicht so gewesen, wie seine Gegner vi-b fach behaupten, daß Hugo Sttnnei ein Kriegs- uni Revclntionsgewinnler war. der wahllos nur mti bei Sier nach Geld zusammenraffte; er war noch meta Gr war der erste Typ des Großkaufmannei ameeti1 konischen Formats, den wir in Deutschland hatten Ninmu man aber die Persönlichkeit au3 dem Kamp b.rauS, stellt man sie neben das Werh das sie schuf, dann sollte doch eigenMich feie Achtung vor de« Genie und vor der Leistung auch die menschlithei Gehässigkeiten zum Verstummen bringen. Er hätt, es sich wobl sein laffen können in dem Bett, dal ihm sein Vater zurecht gemacht hatte; statt dessen machte er sich in jungen Jahren selbständig, weil et eh Eigener sein wollte, und entwickelte sich nur durcs seine Kraft' zum beherrschenden Kopf bet gesamte» Industrie. Ein Menschenalter ist er wirtschaftli« tätig gewesen, aber; was hat er in dkesen dreißig Jahren geleistet! Es gÄt kaum einen Zweig unfrei Wirtschaft, in dem er sich nicht erfolgreich verfuchL hätte. |

Bertin, 11. April. Reichskanzler Marx hat im Nomen der Reichsregierung a» Fra« ©tiantif ein Beileidstelegramm gerichtet, in dem er seiner Be r«z ehrnng für den Berftotbene» ali enf-I schloffeneu und weitsichtigen Wirt>'ch rfts-e fülrer Ausdruck gibt.