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::Hweno;' 5. April
1924
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Sie leatiäe KentreOnok.
H«tte Setafnug der deutsche« Kontrollnote.
V Pari», 4 April, Die Botschafter»,nseren» dir 6m Mittwoch ihr- gewöhnlich« Sitzung ausfallen ließ, wird hc'tt« zusammentreten und wahrscheinlich die l-tzie betltsche. Not, über die interalliierte MLÜärkon rstÄ ‘yc Sprache bringen.
L Die Ausnahme der Rote k« England.
ßeabott, 4 April. Der über bx Aulldien rrhülb b.r Aicheiterpcrtei gut un'errichteie Kor- '«rfpoMbnt; bc8 „Daily Telegraph" schreibt, die vor- herrschende Ansicht in ministeriellen Kreisen fei gestern gewesen, daß die A ntwort der der deutschen Regierung auf die letzte Note der Botschafter' kenj^ecnz in der Frage der Mkdrrmsnahm- der alli- fettfR Kontrolle über die deutschen Rüstungen jeüte geeignete Grundlage für weitere Per- Handlungen 6'een könnte. Er hebt besonders dir Ge- ßhicklichkeft und den Takt hervor, mit denen die No^e ,'nbgcfcßt sei und sieht die deutsche Note als deutlichen ker'nch an. Zeit zu gewinnen, wahrscheinlich uns nicht «„»atürlicherweise wegen der bevorstehenden deutschen W-'blln Der deutsche Beweisgrund sei zweifellos in- geuiös und tu gewissen Punkten rechtlich gut begründet. Der Berichterstatter glaubt, daß der deutsche Appell an die Ideale der allgemeinen Abrüstung, für die die britische Arbeiterpartei elntvitt. notw-ndiger- Weis: eine» günstigen Giubtutf aus die M n! er urschen
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Sir WM tzt§ 6i8tieäel$.
London, 3. April. Im Oberhaus, erfinde Lord Parm vor ans ein« Anfrage Load Buxtons über die lefcte Sitzung des Völkerbünde» in Eens. u. a hoffe er. daß die Vereinigten Staaten, die viel für die notleidenden Nationen Europa? getan hätten, in nicht ferner Zeit Mitglied des Völk Bundes werden oürde« Er sei stets der Ansicht g^Jten, daß bezüglich d?S Saargebiets an dem bisher Geschehenen »\t\ zu kri isietren gewesen sei. Obgleich eine endgültige Lösung noch nicht erz'elt worden sei. sei •mir Bezug auf das Recht der Saarbewohner, sich nach WunM zu betrogen, ferner mit Bezug aitf die Stärk- der örtlichen Gendarmerie und aus Di? Wahi eine* oee gneten Vertreters der Einwohner als ein»? d.r Mitgleder der vom Völk rbund ernannten Saarkommission das beste Verfahren, das unter den augenblicklichen Umständen mög ich sei. angenommen worden. 68 si unmöglich in angemessener Weise die grüße- den Fragen zu behandeln, die vor die Kommission kommen würden, bevor Deutschland nicht Mitgli-d de? Völk-rvundes sei. Lord Cecil erklärte, der Nachteil der Saarregierung sei zweifellos, daß sie zu sehr nach einer französischen Regierung «uss-hr. Je eher die französische Besatzung zurüekgc- zsgru oder rtrmiitoect werd«, umso besser s-i es.
Mhihevemr.
Ein Herr M ü tz e hat sich in einem „Eingesandt" in der Nummer vom 1. April darüber beklagt, daß Jugendliche in der Wahlbewegung tätig sind Selbstverständlich haben Zugendiich« zu schweigen «nd solle« sich nicht üt den eigentliche« Parteikamps mischen, für den sie noch nicht reif sind. Soweit to«a maa mit dem Herr« Mütze allenfalls einverstanden sein. Anderseits sehe inan sich einmal die radikale« Linksparteien an. Hier werden „Kommunistische Iugendvereine", „Jungsozialistische Arbeitervereine" und ähnliche Verbindungen in Menge geschafft-«, welche den Nährboden und dar Arbeits- ................——Ml
(Nachdruck verboten.)
Vom letzten Zaren.
— Bon P. K.
lFortietzunK.)
®i‘f'trrten6toert ist auch folg mb« Szene, die Pro. sisfer Berendts mitteilt: „Im März 1911 feierte dec Srnac tfin 890 jährige» Jubiläum. Man hatte eine «msaugkriche Geschichte dcs Senat» (fünf Bände in Folio) verfaßt und die RedaktionSkommissio» (dar, ir^ec ich) hatte dem Kaiser ein Prachteremplar zu L» «r ich?« W eder freundliche Blicke. kräftige Hände, drüchr. Mich sah der Kaiser lustig lächelnd an (denn ich haste ihm einmal au» Mißverständnis eine faL sch« Antwort gegeben) und fragte: Nun, Bermci». was hab?« Sie denn redigiert? Ich antwortete: Tie ^etchich^e de» Senats im 19. Jahrhundert. —Welche Leit umfaßt denn Ihr Teil? (Das war nun k ine sehr Leistreiche Frage) Die Geschichte de» Senats von fcs Thronbesteigung Kaiser Alexander» de» Ge>g.
b:S zur Negierung Ew. Majestät einschli.-tz, Lch. Nikolaus fragte darauf, etwas erregt: Was. Sir haben auch da» Jahr 1905 beschrieben? —De Erctgniss« bet Jahre 1904/05 sind nur chronologisch handelt. Nikolaus strich sich bchagllch den Schnurr, iarc und sagte: DaS ist recht, denn, diese Zeit gehört fürs Erste in das Gebiet der Bublizisiik und »licht der Historiographie. Er trat dann an den Tisch, wo drei Exemplare veS großen Werke» tag?«, hob den Ein, tanbdcSet des ersten Bandes in dir Höhe und sagte tx lustigem Tone: Gott sei Dank, ich bin wohl nicht verpflichtet, bie'e fünf dicken Bände durchzul fei! Dan» sagte Nikolaus, auf die andern beiden Exemplare ze>, <• :ib * Das eine ist wohl für meine Frau bestimmt?
kann sie nicht empfangen, sie ist unpäßlich U,^> baz andere? — Für den Großfürsten-Thronsolger. — Sßr meinen Rljoscha? Ten kke-mmen Sie nicht zu ,kche». Der hat Ctub-narrest. Er war ««artig. —
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fetb für gegen vaterländische, für internationale Le» strebungen und Hetzereien bilden. Darum haben die anderen Parteien das gute, auf der Pflicht der Notwehr und der Selbsterhaltung beruhende Reckt, die Jugend im Parteikampf nicht seitwärts und teilnahmslos liegen zu lasten. Sodann wollen wir eine tatkräftige, arbeitsfreudige, entschlostene Jugend heranziehen, nicht ober ein mattherziges, erbärmliches, feiges, weiches Geschlecht. Unsre Zukunft steht auf K a m p f. Zu diesem Kampf ist die Jugend im vaterländischen Sinne zu erziehen. Deshalb soll und mutz die reifere Jugend zu den Versamn.» lungen der Wahlbewegung zugelasten werden, wobei es natürlich Sache des Versammlungsleiters und der Ordner ist, dafür zu sorgen, daß diese Jugend sich in den gemessenen Grenzen der Ruhe und des Anstandes hält. Die Jugend findet in der Verkeilung von Wahlfluqschriften, Aufrufen, Adressen, Listen usw. in der Wahlbewegung eine höchst nützliche Tätigkeit. Die Jugend soll zur Berantwor- tungsfreudlakett, zur Tot, zur Mithilfe erzogen werden. Also ans Werk, ihr deuts.chen Jungens!
Immanuel, Oberst a. D.
Homberq, 1.April. In tin-r am 25. März in OberKülsa alaeballencn sehr zahlreich besuchten Versammlung hr-rbe eine neue Partei nnt-r b?m Namen ..Bürgerliche Landpartei" ins Leben g-rn^n. Sfr annäberriS 200 Wahlber-cht'gte aus den OrLchaft-n Oker- und NieSerbüsta und Herosftkd bei-utre"en sich "erpsticht-t-n Als Führer wurde Landwirt Cträftr« RieSfrs'ülsa g-wä^lt. Die Partei ner'obt den Zweck, die rLnftrrff-n der Landarbe'ter, sowie der fl’inTen und m t> ler-n Bauern zu vertieten und demgemäß die V.rhlbe- recht-gtm, welche dem Arbeit'r^ans aus dem Land und dem Heineren und mittleren Bauernstand angehörten, in sich zu vereinigen.
Reichsparteitag des Zentrums in Frankfurt.
Frankfurt, 3. April. Ter Reichspartei- tag der de-stsch-n Zentrumspar oi. der am 13. April hier stattsindet. wird mit einer Rh in- und Ruhr- tagung verchunden sein. In ein-r öffentlichen Versammlung toirb u. a. auch Reichskanzler Tr. Marx sprechen
Köln. 4. Avril. Justizrat Falk-Köln ist auf An-rag des Parteitages der deutschdemokrati- if.en Partei des N'cchst'--'ses Köln-Aachen auf di« Aeichsllste der demokratischen Pa-tei gesellt worden.
Köln. 4 Avril. Die Deutsche Bolksvartei des Wahlkreises Köln-Aachen stellt an die Spitze ihrer I»en-erberliste für die Reichs'aqswadlenl Unroersttä s- prefeifor Tr P'gldenbaner-bö'n. 0 Eeickäftsführer Dr. Regh-Köln, 3. Schulrat Sislte-Aachen.
61«l!imrtetf‘e - Mik.
vom 4. April.
Verschiedene Lorlagen.
Bei Beginn der beiisi-en Sitzung wurden zunächst Einladungen zum B'snige der Schnlerarbcitenausstcl- lnna in der Elisabet'-schulr usw. Vrrleien. Dann ge- mlm'ate man den Erw-rb einer Grundstück'vaezfll: am OrS'nbera und deren Al-gabe zur Bebauung 'owü di« AnfnadTne eines Darlehens zu Rau-wecken aus dem Nes-rvesonds der oewerbli^n Betriebe. Nru bin;» kam ein Antrag 10 000 Mark für den Einbau einer Wohnung in Me Vorschule, in die die Hilfsschule verl-gt ist. z» bewil'ig-'n. Auch hier gab men die Zu^imiuung (Ent toriS-ny Dr-.'.a!ichlei^.'ache betraf ein* AmSeruug der Zins^ätz* für wertbeständige Kontos narb Mustgaor einer Mittei'ung der Landeskreditkasse. Auch b-e-mit war man einverstanden.
Der Haushaltsplan.
Dann kam die Aussprache über den Haushalts l-'n, zu der du- soz. Fraktion, wie schon m'tgeteilt, eine -M'.ze R*ihe Wünsche und Anträge «'vgereicht hatte. Diele
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Im Dezember 1913 besuchte Nikolaus einmal b'e Kaiserliche Rechtsschule, an der Professor Berendts z-hn Jahre vorgetrogen hat. Boa diesem Besuch er« ',ählt nun Bererrdts u. a. fokaendeS: Ter Kaiser hat e den Herbstprüsuneen, dir gerade stattfanoen, am Era- minationstische sitzend, fast eine Stunde bei-'ewohnt. Dann kam tr durch alle Räume der Rechtsschule itnC kam ent# in das Museum der Schule. Der Direktor legte ihm da» Buch vor, in welch-s alle hohen Be- 'ncker ihre Namen «intrugen und bat um die Unterschrift des Kaisers. Nib'lau» meinte, er habe eine sihl chi« Handschrift (was nicht der Fall war), ließ si tz aber doch dazu bewegen, uni) sagte Dann lächelnd: „Nun di: aneerrn haben auch nicht schöner gllchrii-ben als ich." Endlich verließ er die Schule. Natürlich rannte die ganze Jugend hinter ihm drein in die Vir- Halle Hier trat einer der ältesten Schüler auf ihn zu und bat um einen kaiserlichen Handschuh zum Andenken „Nein, mein Siebtr", sagte Nilolaus, „das kann ich nickt: ich habe nur ein Paar mit nn-d jahir im osfmen Schlitten zu meiner Mama in» Aninch« koss«Pa!a'S: ich muß auf der Straße HonneurS machcu und kann das ohne Handschuh reicht tun." Unter tosendem Hurragebrüll fuhr er davon. Mer nach tinrt 8i£T#eI{lunbe wird d:r Direktor zum Fernsp.'e« cher gerufen. Der Kaiser will ihn sprechen und sagt folgende:: „Eben im Anitschkosf-Palai» angeangt, m.-rkte ich erstaunt, daß alle Knöpfe auf her Rückseite inrlr.te Mantel» ob-e'chnit en sind. Die Rechts schüler haben wohl ein Andenk.-n behalten wollen Bitte, sagen Sie ihnen, das nächstemal mögen si: es nicht tun."
Als zu Beginn des Weltkrieges in Rußland das llmtai f.n. der an deutsch: Abstammung erinnernden Familiennamen b:kann und sich s-gar höhere Wur. eu- träger an diesem Akt bodenloser Lesinnungslosigkcit teieiligten. ärgerten sich alle vernünftigen Russin, wie Lerevbt? berichtet, we blich über diese Verräter. Der Kaiser soll anläßkich dieser Umtaufen einen ganz jj.’tur.gfitex Witz Kemacht haben. Er wolle, sagte u
wurden teil» vom Siadtv. Weber, teils vom Stadt- verord. Wolf sehr eingebenb begründet und fanden aud> »um Teil mehr ober weniger lebhafte Erörterung. Es handelte sich um Lernmittelfreiheit für die Bolksscküier, Staffelung b-s Schulgeld- in bett höheren Schulen, Bericht über die ffreischüler, geistige Jugendpflege, Mittel für ein VolkSbad aus den Mehrertrögeu der Ve-- gnügungSstener unb Umbenennung des Kaiser WilhelmS- titrm? wieder in Svi^gelslnstturm. Ein weiterer Antrag betraf die Zusammenlegung bet Wohlfahrtspsiege 'ind -sfürsorge. Der Oberbürgermeister bemerftr, daß eine röumstche Bereinigung in Aussicht stehe. In Berbindnng damit stand die Erhöhung der Armen-Un^et- stützungen. Ebenso wurde der Magistrat ersucht, für bessere Straßenreiniaung Sorge zu tragen. Hierbei wurde wieoer bte Uebernahme der Straßenreinigung durch die ©fabt in Anregung gebracht und auch aefaat, daß bei bet Beseitigung der Schmutzmassen die Sl.Ä>t am meisten im Rückstände geblieben fei. Ein anderer Antran betrat bte Uebernahme ber Totenbestattung durch die Stickt utck Verteuentng der Eigengräber. Weiter wurde sruckerung des Kleinwohnttng«baue» verlangt. Demgegenüber wurde betont, daß jede private Bautätigkeit nach Möglichkeit auch durch stSdtische Beihilfen geföt- bert werden möchte, denn dadurch würde am besten der Wohnungsnot gestmert. Auch die Beschleunigung bet Lal-tfegulierung oberhalb der Babnhofsbrücke wurde gewünscht. Bei der Aussprache bemerkte ber Oberbürgermeister, daß die Jnterelfenten in Wehrda bi» fetzt in dielet H'nll-bt versagt hatten
Weiter wurde gewünscht, daß <'e Stadt die Gtnnd- stücksvnkäufe mehr überwachen lal^e. weil sich sonst sehr unangenehm wirk'nde Schwierist"eiteu hetansbil- den könnten Die Stadt mürfe mehr Bvdenpol'llk treiben. R^str Mueller bemerkte hierzu, daß auch h'er wie bei riefen anderen Vorschlägen die Geldsrtge die Hauptrolle sp'ele. Jetzt sei noch nickt an solche Erwerbunaen zu denken. Für den gewerblichen Unterricht werdet mehr Mittel und ebenso mehr Hans- wirttchastsunterr'cht gewünscht. Der'Oberbürger- meister bemerkte, daß mit dem Ausbau der Fachschule auch schon d'ese Fr^-ge in Betracht gezogen sei. Es wurde auch gesagt, daß ein Neubau einer Schule wohl kaum uock lauge zu umgehen sei. Ter letzte Wunsch betraf die Veckesserung des Sttaßenpflast-rs besonders der Sttaßenbabn entlang. An ber Aussprache übe- alle diese Anträge, die teils abgelehnt, teils an den Ausschuß verwiesen wurden, beteiligtrn sich «ine ganze Anzahl Stadtverordnete. Znm Scksii'ß •-‘annerie Stadtv. Twoltsch auch noch daran, daß Mittel und Wege für die Unterbringung einer Anzahl aller Leute g-funben werben möchten, denn fc vohl das Hospital St Jakob, als auch die Sieche se«n übersüflll Die letzten Vorlage« wurde» vertraulich bchaudelr.
Marburg und Umgeaeitd.
Marburg, 5. April (Lstermond). Zur Koufirmatio«.
Alljährlich wird der Tag der Konfirmation zu einem in jeder Weise bedeutungsvollen Festtage. So froh er sich auch gibt, so ernst will er dennoch genommen werden. Denn Konfirmation bedeutet Eintritt in die Reihen der Erwachsenen, in die Scharen dcrjetrigen, die persönlich für ihr Tun und Lassen verantwortlich sind. An keinem Tage des Jahres vermag man das Matz desien bester zu werten, was Kindererziehung bedeutet, als an dem Konfirmationstage. Wem das Glück blüht, selbst einen Sohn oder eine Tochter unter den Konfirmanden zu haben, den wird die Fülle der Tatsackw». die ihm aus Erfahrung und Erinnerung erstehen, förmlich überwältigen, denn rund anderthalb Jahrzehnte sieht er an sich oorübergegangen, ohne dah ihm ihr Schreiten recht zum Bewutztsein gekommen wäre. Da ist es ihm wie ein Erwachen aue
dem Senator Esrjanoss eine» Tage», weiterhin der- ctrige Umbenennungen nur unter der ©ebingug gr- nehmiaen. daß alle einen Familiennamen annch- nm. drr. Namen „Trust:ff" (Tnisofs k'mmt her vom russifcken Worte „Truß" gle'ch Fe-gling).
Di: Ansicht, daß die russische Regierung im Jahre 1917 durch dm AuSbruch brr Re olution völ ig überrascht werden sei. ist falsch. Man hat Kaiser und Min'strr gewarnt, aber ber Fatalist N k-llar» blickte 2'r sragloS unterschätzten Gefahr gleichmütig inS Auge. Im Senat war. wie Pwfessor Berrndts a:iS« führte, die Stimmung bereit» im Herbst 1916 düster. .Man fühlte schwere» Unheil kommen. Es m.tt nur im einen Punkte Meinungsverschiedenheit: Wann wird es hereinbrechm. nach Schluß des Krieges ob t lckon früher...? Auch in den Kreis.u der äußersten Rechte., gärte es. Im September 1916, in ein r Sii» mngspanfe. zog mich einer der Koll gen, Senator 91., nn Ultra von rechts, in eine Fensternische und sagte folgendes: „Sie kennen ja daS russ.sch« Staatsrecht gut Nicht wahr, wenn der Kaiser unfähig zur Regierung fei?, sollte, dann ist doch wohl der Senat Re- 3 ■«»?'• — „N.in". antwortete ich „der Senat ist bann nicht R.gent. sondern nach den Gr rnv^rfetzen ist Regent der nächste Agnat, also Großfürst Michael Ale- xrnndrrwitsch Mer warum stellen Sri4 inr solch« 5r<*ßt? Der Kaiser ist ja am Leben und gtfnno!" — Senator 91. sagte ganz kurz: „Es können verschieden« B:rhältnisse eintretm." Dann ging er schu lt von mir weg. Ohne Namen und Stand des Fragers zu nennen, erzählte ich Schtschrglowi ow (dama s Präsident der Reichsrates) von dieser sonderbaren Unt r- r.'dnng. Der sagte mir sehr ernst, daß unter der äußersten Rechten eine kaiserscindliche Stinunung zu beinkrlln fei. Wir könnten etwas erleben, was en 1762 (Ermordung P ter» III.) ober 180 t (Ermordung Pauls I.) erinnert Das waren alles böse, böse V:rz.ich<n...
Zwei russische Staatsmänner habe ich gekannt, welch« die kommende Revolution, klar vorau-jatzr«:
—M——B—■WJI hastendem Traume. Verwundert reibt er sich di» Augen, um sich die alte Wahrheit von neuem zu« Bewutztsein zu bringen, datz die Zeit nicht stillsteht, Knospen, Bluten und Früchte bringt! — Doch nue zu unseren Konfirmanden selbst! Nie im Lede« sieht sich die Welt rosiger und holder an als gut Konfirmationszeit. Der Himmel hängt den junge» Leuten gewisiermatzen voller Geigen. Man steht nut das Emporziehende, Gute und nicht das Hemmende, Niederdrückende. Aber man mutz auch auf Wider« stände im Daseinsringen gefaßt fein. Denn Lebe» ist Kampf, Kampf ums Brot, Kampf um die Gesinnung, Kampf um Ideal«! Da braust gar manch» Welle über den Kämpfer hinfort und doch mutz et aufrecht stehen bleiben und unerschrockenen Mutes und sesten Auges sein Ziel im Auge behalten. Ihr Konfirmanden, die Ihr heute als Jungfrauen und Jünglinge in den Kreis der Erwachsenen aufgcnom« men werdet, haltet Euch tapfer im Leben und macht Eurer Jugenderziehung, Eurem Elternhause Ehrek Was die Konfirmationen in den hiesigen eangvel Gemeinden anbelangt, so verteilen sich diese auf de» morgigen und den Palmsonntag. So werden mengen konfirmiert in der lutherischen Kirche bei Herrn Superintendent Landau 35 Mädchen, bei Herrn Pfarrer Baltz 10 Mädchen und 31 Jungen. Die ersteren und 11 Jungen sind aus Ockershausen; weitere 31 Mädchen und 44 Jungen werden am Palmsonntag bei Herrn Pfarrer Heermann konfirmiert In der Elisabethgemeinde sind es fast gleich viel Mädchen und Jungen, insgesamt rund 80. von biefen geht die Hälfte morgen bei Herrn Pfarrer Waltemath und am Palmsonntag bei Herrn Pfarrer Metz zur Konfirmation. Was die reformierte Gemeinde anbetrifft, so sind cs hier morgen bei Herrn Pfarrer Plannet 24 Mädchen und 27 Jungen und am Sonntag bei Herrn Pfarrer Eisenberg 30 Mädchen und 27 Jungen.
* Bon den Justizbehörden. Am 1. April ist die Verordnung über Gerichtsverfassung und Strafrecht spflege vom 4. 1. 24 in ihrer Gesamtheit in Kraft getreten. Damit sind wesentliche Aende- ruttgen in der Zusammensetzung der Strafgericht« verbunden. Bei dem hiesigen Landgericht wurde eine große und kleine Strafkammer an Stelle der bisherigen Strafkammer errichtet. Die jetzige« Strafkammern entscheiden in der Besetzung von 3 Richtern und 2 Schöffen (große Strafkammer) und t Richter und 2 Schöffen (kleine Strafkammer). Den Vorsitz führen in der großen Strafkammer! Landgerichtsdirektor Krenzien, in der kleinen Strafkammer: Landgerichtsdirektor Krenzien und der auch zum Landgerichtsrat ernannte Amtsgerichtsrat Knaufs. (Jeder für je 10 bestimmte Amtsgerichte.) Den Vorsitz in der befchlietzenden Strafkammer, die auherhalb der Hauptoerhandkung über Beschwerden entscheidet, führt Landgerichtsprästdent van Bürck. Zu Vorsitzenden für die vorgesehene« 3 Tagungen des Schwurgerichts sind für das Ge-
för SeseMFt und Beruf für Sport und Erholung
da» waren die vielgeschmähten und verunzlimoste« S'iirmer und Schtscheglowitow. Stürmer teittb« be- lanr.stich im November 1916 gestürzt. Nach feinem Sturze besuchte ich bett tief niedergedrückten Mann, d.m Miljukvff Verrat und Dummheit vorgeworfe« hat. Stürmer ertUirte mir. daß et den Posten bei Ministerpräsidenten nur angenommen habe, um Frieden zu schließen, denn es war doch fennenflar, daß nur eine Wahl wäre: Frieden oder Revolution..^ Die Gerüchte von Friedensverhandlungen im August 1916 in Stockholm wäre» keine Ente. Leider hätte die deutsche Proklamation über b'e Unabhängigkeit Polens einen Stein auf den S9eg geworfen, aber die Sache sei doch nicht an»- sicht? os. Er habe dem Kaiser die Notwendigkeit eines Fr edenSschlusses mit den MillelmSch en ans Her; gell gt. aber der Kaiser hätte sich nicht entschließ«n( können, denn er hielte e» für Verrat am Vielvcrband, Er (Stürm w) habe gesagt, es stehe Höheres ans dem Spiel, als die Interessen der BerbünLeten, die ja selbst nicht zög nt würden. Rußland im Stich zu lassen, wenn t» ihnen paßte. Er habe im Oktober 1913 bat Kaiser avfmtrFam gemacht auf die revolutionäre Vev» h tzung im He re, auf die Unzuverlässigkeit der Garnison ton Petersburg, habe gchtten, für die Mitte «Monate das L Gardckaoallerie-Rcgiment nach Petersburg zu rerlegen und die demoralisierten Raerve- fcataiilone auszulösen; allein der Ka s.-r habe nur auf ten Generaistabschef Alexejeff gehört, ber höhnisch bemerkt hatte, der Ministerpräsident seh« Gespenster. V>rc>l schiedet worden s:i et (Stürm-r) auf Dränge« Ix? englische» Botsch ift-rs Sir Buchanan.
(Fortsetzung folgt)
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wkllderirymtrn echten Heirrnnn»'» Sarden, Lear.« Fuchs» kepj tot eiern. >
Heitmann, Farbe Ipart den Färber.