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Frankreich bleibt im Ruhrgebiet
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den Stand der auswärtigen Angelegenheiten, beitsminister Le Troquer über seine Reise Ruhrgebiet. Der Ministerrat hat sodann die samtheit des Programms studiert, welche» die Bietung noch vor den Ferien de» Parlaments Kammer unterbreiten wird.
LrNSruckg billigt und ihr Vertrauen zu Außen-, Reparation»- und Sicherheitspolitik Regierung aosspricht.
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Pari», 3. April. Mit 4C8 gegen 151 Stimmen hat die Kammer heute nacht gegen 11 Uhr die Znterpellatiousbebatte über die Annahme einer von dem Abg. Adolf Lheron eingebrachten Tagesordnung abgeschlossen, in der sie die ministerielle
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betedinet, ebenio flusfunttbutt» bi- ßieidiärteitefle itnb3ufenbuno »er ’Snaebot-. Zahl»», Innerhalb 5 Tagen (1 Dollar — 4,58 Eoldmarkl, fereebnune nach bem Berliner Mittel» tut« de» Zahl«na»-EiLg«»I»iage». »er|U8»jt*jen pro Tag nach de« vankztaeletz
freien. Ich habe keinerlei Kenntnis darüber, welche ziffernmätzigen Vorschläge letzten Endes in dem Expertenbericht enthalten sein werden, aber ich glaube, auch die Stimmung weiter französischer Kreise wiederzugeben, wenn ich sage, dah die Herbeiführung einer vernünftigen Lösung der Reparationsfrage aufrichtig gewünscht wird. Wie immer der Expertenbericht auch aussehen wird, es ist klar, daß die deutsche Regierung ihm gegenüber ihre volle Freiheit der Entschließung haben wirb. E- scheint mir, dah keine Annahme einer Lösung möglich ist, die nicht die volle wirtschaftliche Gleichberechtigung Deutschlands im internationalen Verkehr bringt, ferner die volle Wiederher st ellung der wirtschaftlichen Souveränität innerhalb des ge » samten deutschen Reichsgebietes und Die endgültige und restlose Befreiung der zu Unredu besetzt gehaltenen deutsche» Laudesteile, b. h. des MiMtM. RlchrAevtetes»*^ ■■ — ,
V«rt8, 3'Mtm't Dir Kammer setzte heute uack- mitraa die Interpellationsdepatte über die alfjemeiiK Politik Der Regierung fort Der sozialistische Abg In «Hel» interpellierte über die KregSschLenzahlsn gen an fremde, im Wiederaufbaugebiet etablierte @<- fellfckasten. Geschädigte vam AuSlande Hütten siche'- An. spruch aus Reparationen, nach feiner Kenntnis aber se e: die «roßgcschädigten Ausländer vor den Fran;o>'en be zahlt worden, Die einen geringen Schoden erl'.tten Hilten, aber nach dem Gesetz sollten nur öte Ausländer ent schädigt werden, die einer Nat'on angehSren, d'e mit Frankreich einen Gegenfeit'gkeitsvertrag abg sch'o'sen 'i*:. Der Abgeordnete führt ein Beispiel an, um sestz»stellen, fcefi mehrere angeblich ftanzösische Gesellschaft--, mip starker deutscher Beteiligung entschädigt worven feien
Der Aufbauminister Marin erwidert: Ich geb- ishnen die Versickerung, daß Jte Nationalität de: Teilhaber dieser Gesellschaften ernst nrchgeprüst wird. A.tee,- btet wiederhole ich, waS ich dieser Tage bereits erklär' hebe, die Lchadenersatz;ah?nngen werden durch nicht denskritisiert werben.
Der nächste Redner ist bet Abg. Louis Dndsir, be. ehemalige Vorsitzende der Reparations'omm'ss'on. E- r«!;rpelliert über die Auhenpol tik der Regierung. $>'• Zusammensetzung deS neuen Kabinetts habe ihm — so fütrt er auS — ein gewisses Mißtrauen eingeflögt, abe- tzie pefirtge Erklärung Poincare- über die Kortmuitä' bet französischen Politik habe ihn beruhigt. T'e Erklärung bei Ministerpräsidenten, daß die Politik der Vollkommen-n Ausführung des Friedens- Vertrages von Versailles fortgesetzt wer den solle, habe befr-cdigt Poincare *ji&.- auch
Mac Donald über die Ruhrbesetzung.
London, 3. April. Mac Donald erklärt« gestern im Unterlaufe, daß eS in erster Linie Ausgabe der Reparationskommission sei, die Rechtmäßigkeit der Ruhrbesetzung zu prüfen. Die englische Regierung hoffe, daß die Berichte der Sachvev- ständigenauSschüsse eine Lösung ergeben und eine Aktion Großbritanniens überflüssig würde. Die französische und b?Ig fifte R g crung seien davon unterrichtet. daß daö englische Äabiuetr sic^ seine Recht« i< btejet Frage Vorbehalte.^ * -
ihm schulde, es vorher von Deutschland bezahlt werden müffe. Die Regierung hat unser Vertrauen, wenn fl bei dieser Politik bleibt ,wenn sie aber davon abgeht, sind wir entschlossen sie zn stürzen. Der Abgeordnete l-esprichl alsdann die Arbeit der Sachverständigen, wobei Poincar^ unterbricht und erklärt, die Sachverständiger hätten nicht die Frage der Geiomtschuld Deut'chlru.i- $u berühren .sondern nur eine Revision des Zahlungr- vlaneS vorzufcklaq-n. Der Aba. Dubois schließt, i'item er nochmal« das Vertrauen aus'pricht. daß Poincare' nichts unterlassen werde. Frankreich Reparationen uav Sicherheit zu verschaffen.
Der Bersailler Vertrag befaßt sich in keinem Artikel 8 mit dem Problem der Befriedung Eurapa», in der Weise, daß er für die MitglieoSstaaten des Völker, bundl-s den Grundsatz proklamiert, die Aufrechterhaltung deS Friedens mache eine Herabsetzung der na‘biu- 5en Rüstungen auf daS Mindestmaß erforderlich. Diese Bestimmung ist bis heute nur auf dem Papier geblieben Denn wenn man sich fragt, wie weit hiffe vertraglich geheiligten AbrüstungsplSne in der praktischen Durchführung gediehen sind, so ist festzustellen, daß im Lager der Ententeländer allenthalben ein gestei« gerteS RüstungSfiber herrscht. 9?uv gegenüber Deutschland ist der Grundsatz der Entwaffnung aufs strengste zur Anwendung gebracht und diese Abrüstung wird streng durch die interall'ierten HeereS-, Marine- und Luftfabrtkommissionen Überwacht.
Es ist nur zu verständlich, wenn ein Bolt, dem bet Sinn für nationale Würde und Ebre noch nicht erstorben ist, ein? auf Diktat berubenbe, militärische Dauerkontralle nickt für tragbar erachtet und nach Mitteln Ausschau hält, die. durch eine minder peinliche und weniger verletzende Form zu ersetzen sind, die weniger kostspielig rst und nicht so bedenlltche, innerpolitische Störungen her- ln-sbeschwört, wie dies bei der Militärkommiss'on No'let der Fall war. Und zu einem solchen Ausweg gibt der Versa Ner Vertrag in seinem Artikel 213 selbst eine gntc Handhabe.. Die deutsche Regierung hat sich sann auch in glücklicher Weise bei ihrem Gegenvorschlag auf die Ent waffnüngSnote der Botscha'terkonserenz auf jenes kärgliche Recht, daS ihm der Fricdensvertrag noch gelassen hat. berufen und einen gangbaren Weg gewißen, wie wir ans der in der Note der Botschasterkonserenz erwähnten ..Sackgasse" herauskommen und zu dem wünschenswerte:! ..Vergleich" gelangen können. Tie deutsche Antwort- hole fördert dieses Bestreben ebenso ehrlich wir ge schickt, indem sie in Vorschlag bringt, den Artikel 213 schon jetzt in Kraft treten ju lassen und den Völker- bund mit.Oft Cbeiaa fsicht Über die Ueberwachung der Durchführung der Restsorderungen zu betrauen. Dieser Vorschlag ist umso glücklicher als er sich auch mit Anregungen deckt, w-e sie wiederholt aus England erklangen. Man hat in Loudon oft genug erttirt, das, der ganze Komvlez bet Sicherheitsfragen keine dauernde Lötung finde, wenn nicht der Völkerbund z« Hilfe geholt werde, dem ja nach dem Versailler Vertrag die Ausgabe zickällt, die zeitweilige Kontrollfunktion nach der beuv- fd?en Abrüstung auszuüben. 1
Besteht auf der Gegenseite wirklich der redliche Wille zu einer'Verständigung, so wird sich auf der Gc nrdlage der deutschen Note der „AuSweg aus der Sackgas'e" ohne Schwierigk.ilen eröffnen können. An der Bereitwilligkeit Englands ist kaum zu zweifeln: aber auch Frantre'ch
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Erpressung neuer Micn«vertrüge.
Paris, 3. April. Der französische Minister der öffentlichen Arbeiten Le Trocquer ist gestern rbend in Düsseldorf eingetroffen und hatte sofort mit dem General Degoutte unb bem Chefingenieur Frantzen Besprechungen über die Maßnahmen, bie
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nach bem 16. April ergriffen werden solle«, fall» bi» dahin nicht neue Abkommen mit bett deutschen Industriellen getroffen sein sollten. Die in Pari» erscheinenden amerikanischen Zeitungen bestätige« heute die Gerüchte, wonach Frankreichs Stellungnahme zu den Sachverständigenberichten abhängig sein soll von dem Ergebnis der Verhandlungen mit Deutschland über die Verlängerung der Micumver« träge. Sollte es nicht gelingen, bis zum 15. Avril neue Verträge mit Deutschland über die Sach« lieferungen abzuschlietzen, so würde Frankreich hierin den Wiederbeginn des passiven Widerstande» erblicken. In diesem Falle würden Frankreich und Velgien auf eine Prüfung des Berichts der Sachverständigen überhaupt verzichten und die Matz« • nahmen treffen, die sie selbst für notwendig halten würden.
(Senf, 2. April. Das „Echo de Paris*, offenbar inspiriert, erklärt, es würde die Ablehnung der Verlängerung der Micumverträge durch die deutsch« Industrie als Wiederaufnahme des passiven Wider» standos betrachten. Das Blatt droht, man werd« versuchen, sich mit Belgien über die Ergreifung von „Sanktionen" gegenüber Deutschland zu verstän« • dtgen.
Die Verhandlungen mit der Micum vertagt.
Dü,ff eldorf, 3. April. Die auf gestern j mittag anberaumte Besp rechung zwkschm bet Mi» rum und b*m Sechser-Ausschuß des Bergbaues tourtX nicht abehalten, sondern in letzter Minute abb« stellt und bis auf weitere- vertagt.
wird schwerlich in der Lage fein, ben brutschen BrrlchliO ohne weiteres zu verwerfen, denn eine solche Ablehnung würde letzten Endes einer Mißtrauenskundaeb« ung gegen den Völkerbnndsrat gleickkomme«. Deutscherseits bedeutet aber der Anttag praktisch eix BertrauenSvotumfürdenVölkerbund. Daraus erhellt am besten unser ehrliches Wollen, denn nach den trüben Erfahrungen, bie wir mit den Beichllsie» des Völkerbundes hinsichtlich Oberschlesiens gemichi haben, ist unser Vorschlaq immerhin ein Risiko Wen» wir trotzdem diesen Schritt tun, so muß endlich alle Well darau? ersehen, daß vonseiten Deutschlands wahrlich bie letzten Mittel erschöpft werden, um das Ziel eines Ausgleiches zu erreichen.
Ablehnung der deutsche« KontrollvorschlSge?
< Paris, 3. April. Man rechnet damit, daß noch e'nige Tage verstreichen, bevor die Botfchafterkon« feien» auf sie neue deutsche Note in der AbrüstuagS- frage eine Antwort erteilt. Von den verbündeten Regis» ruitgen hat bisher keine der Botschafterkonseren; tijtw Auffassung mitgetcilt. doch erscheint es nichl zw-iielhiltz so meint tendenziös das „Echo de Paris", das Blatt bei französischen Generalstabs, daß bei einer sachlichen Aaslegung deS Stersaller Vertrages der deutsche Pov> schlag ai-f Betrauung des Völkerbundes abgcketzns werden müsse.
Das Ausland zur Mililärkontroll«.
P a ri S, 3. April. Tas „Oeuvre" schreibt #u btt nei en Note in der Frage der M i lit Srko ntr ollez „Eine Kontrolle ist notwendig. Sie iS i» Vertrage vorgesehen. Es ist durchaus von Vorteil wen« der Völkerbund sie so bald al» möglich übernimmt. Die lieberwachung die er ausvben würde, würse sicher regelmäßiger sein al» die bet MilttSrkon'roiltz kommission, die bekanntlich in oen letzten Monaten nicht» tun fonn'e. Wenn bie Autorität bei Völkerbundes sich auf die Tauer halten soll, muß sie auf diese Weise bestätigt werden. Muß nicht im übrigen nach der Abrüstung Deutschlands auch die allgem ine Einschränkung der Rüstungen kamtlcher Nationen, die den Versailler Vertrag unterzeichnet Haber, ante» Kontrolle de» Völkerbundes *or sich gehen?"
London, 3. Ap-ik. Die Prelle enthält bisher keitf Angaben über den von englischer Seite ygenübet der deutschen Antwortnote in der Frage der Militär- ko »trolle fing nommtnen Standpunkt uno be'chränA i sich darauf, aus Paris miizuteilen, daß die be-ttfdie 8?n*e I dort einen ungünstigen Eindruck gemacht . Bon aml'icher englischer Seite wurde gestern abend et» Härt, ein Kommentar zu der deutschen Note fei nicht möglich, da der Wortlaut hier nicht vorliege.
Sie WveMWell-MsMe.
Um be« SachverstLnbigenbeeicht.
Paris, 3. April. Die „Chicago Tribüne" will aus Brüffel erfahren haben, dah Theunis den Gedanken einer Besprechung mit P o i n c a r 6 über den Sachverständigenbericht aufgegeben haben, da Frankreich und Belgien vollkommen einig seien. Theunis sei für eine Konferenz zwischen Mac Donald, Poincarä und wahrscheinlich einem italienischen Vertreter, sobald die Reparationskommission über das Sachverständigengutachten an die Regierungen berichtet habe.
Paris, 3. April. Nach eine, Havasmeldung aus Brüssel erklärt die belgische Telegraphen« Agentur zu dem Gerücht von einer Unterredung zwischen Poincar4 und Theunis, die in aller Kürze stattfinden soll, daß nach den in BMel vorliegenden Informationen keinerlei bestimmt« Verhandlungen in diesem Sinne im Gange seien.
Die «»gebotene« Pfändet.
Pari», 3. April. Dem „Echo de Paris" zufolge bieten die Sachverständigen Frank- reich» den Verbündeten die nachstehenden Pfänder an: 1. Die deutschen Eisenbahnen (11 Milliarden Vorzugsaktien) und eine Trans- portsteuer von 290 Millionen, 2. Hypotheken« werte im Betrage von 6 Milliarden, 3. Ertraa der Steuereinnahmen und der Monopole in Höhe von 1200 Millionen jährlich, insgesamt eine Jahresleistung von 2450 Millionen Franken Während der Dauer des vierjährigen Moratoriums würden insgesamt 5% b i s 5% Milliarden an Frankreich gezahlt werden.
Mlnisterrat in Paris.
Paris, 3. April. Der Ministerrat versammelte stch heute im Clysee unter dem Vorsitz Millerands. Ministerpräsident Poincar6 berichtete über
Di« Auflös»«tz be» fra«,Rische« Parlaments verschöbe«.
Paris. 3 April. Nach bem „Echo be Paris" wird bie Auflösung be» französischen Parlament» erst am 10. oder 11. April erfolgen. Es habe sich herauS- geflellt. baß die verschiedenen noch zubehrnbelusen Gesetzentwürfe nicht bi» zum S April erledigt werden können.
Kritik «» bet Rebe $»i»cete».
Paris, 3. Avril Die «estrige Rede Poincare» wirb von Custave Herve in bet „victoire" wie folgt beurteilt: Poincare sei kein mittelmäßiger Advokat, wenn et auch ein mittelmäßiger Charakter sei. Sein Plädoyer von gestern beweise, baß er fein Hanbwerk aus bem ff versteht. Gewiß sei er nickt mit Ebre au» bet niederträchtigen Affäre der llnbinettsumbilbung hervorgegongen. bei bet er seine Freunde habe fahren lassen unb feine Gegner in seine Arme gezogen hab«. Seine Beweisgründe feien übermann erbärmlich vorgekommen Aber wie man tätte vorausseben können, habe er ein geschicktes Ssiei mir der Rubrvolitik getrieben. Hier habe man es mit der einzigen lavalen Aktion seiner Ministertätigkeit ?u tun. Wenn die Ruhr- und bie Revaratinosfraae allein für Frankreich maßgebend wären, würden wir. so erklärt Havas, nich s dabei finden, daß man ihm ihretwegen Blumen streut.
Die „Journäe Inbnsttielle" findet, bau btt Erklärung des Ministerpräsidenten über die Bildung des neuen Kabinetts ziemlich banal gewesen leien. Der Gegenstand habe Poincare sichtlich nicht interessiert. Er habe ben f'nnortunü’nu» proklamiert. Die Mehrbeit bnbe er rücksichtslos kühlen lallen, baß. wenn ibr so viel an dem »oraufoeaanfl-nen Kabinett lag. fte es nicht b«t‘e stürzen sollen. Am Schluß bade et vemedmen lallen, daß er Loucheur dem Kabinett beiaekügt Kobe, wie man stch ein Konfervationslerikon tu knicken t-ffegf. Im übrigen sei er zugänglich gewesen, habe den Kummer ki-er estemrillten Mitarbeiter befänktlat unb di« m«ist«n Aba«o-dn«tey mit Wohlbehagen trtfifft. «’s er ihnen sa-rt«, bei et sie al» ba» ..Setz" feinet Mehrheit betracht« .
Dr. 6W K» bie Sortier IMikh
Braunschweig, 3. April. Der Reichsbank, Präsident Dr. Schacht empfing am Mittwoch den Chefredakteur der „Braunschweigischen Staatsztg." zu einer Unterredung über die Besprechungen, die er in Part» mit dem Sachverftändigen- k o m i t e e in der vergangenen Woche gepflogen hatte. „Meine B^prechungen", so führte er aus, „mit den Sachverständigen in Pari» bezogen sich aus die Frage der deuffchen Währungspolitik und den Ausbau der Reichsbank zur Gold. Notenbank. Ich kann nur zum Ausdruck b-in- gen, daß die Experten an die Frage mit großer Sachlichkeit und Gründlichkeit hcrangegangen sind und daß mir die Tendenz vorzuherrschen schcmt, dar- ganze Reparationsproblem auf eine wirtschaftlich tragbare Basis zu brin-
Tvt eiuflgemneUbeträgt für 6e» «geh». 3eUeneC!limeter 0,03 Selbmart e. — aaewfirt Anzeiger, 0,10 Kolbmark. Bet fAwtet.äes 5» «uii-dlag. Eammelanzeig. 100 *L sfl 7«Hfl i Aullidtag. rfUmen O.D Solbwart Jeder Rabatt aht al, »arrabatt. Belege werden UV.
Amlliches VeEndigungsblatt des Kreises Marburg
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von. der Ko»s rvien-nr der besetzten G.'biet: bis voll, kommenen Zahlung peibf ben, auch von dem E'nver- stäntzn-s mit Frankreich» Alliierten, um Frankrnch bie Heiden wesentlichsten Bedingungen für bie Erhaltung s i- tter Ensi'rrz $u verschaffen, nämlich Reparationen »nb Sicherheit. Der Redner geht alsdann a<• bi, Frage der Feststellung der deutschen Schuld durch bie Krdt'.ati»nrkommission ein unb erklärt, daß der bri tische Delegierte mit der Summe von 132 Mlll'rrtcu ©•Jbatarf einverstanden gewesen sei. Ma« müsse fid also wundern, daß Lor» Curzon btt Forderung Frankreichs von bet Zatzl»n«rwilligkeit Te «tsch- land» abhängig machen wolle Poinearö um.r .bncht und erklärt, bei ben Debatten über oen Frieden»
Vertrag hätten zwei Thesen einander gegenübergesianden bie Tdese der Abschätzung der Forderung und bie.The' der Abschätzung der Zahtunqsfäsiigkcit. Die französ-sck These btr Abschätzung ber Schuld sei angenommen toer« ben. Dec Abgeordnete wundert sich nach dieser Fest- pellaig umfomebr. du- dn Folcherung Ftankre: (4 Wider stand eutgegeugesetzt werde, ob zwar e» auf allen inttr- ttniiostaitn Konfeöenzen ein außerorbentliches Entgegenkommen gezeigt habe. Die gestrige Erklärung des Mini- PftVtänbenten, so fährt ber Redner fort, müsse in ihrer Bedeutung hervorgehoben werde». Es fei also sicher, daß Rraitkrcich ba» Rnhrpfand «tr für weiter- gehenbe Pfänder aufgeben, baß e» aber im Ruhrgebiet bleiben unb baß e» bei der ersten Schwierigkeit, der man begegne, bie Ausbeutung der Pfänder wieder übernehmen werbe. (Der royalistisch« Abg. Leon Danbet ruft dazwischen: »Der Sperling in der Hand ist besser als die Daube auf bet» Daches") SatiM-are erklärt: Ich wirrerhole, daß wir »icht vor voll kommrner Zahlung • führt tr aus — ein gewisses Mißtrauen eingefloßt, ab« i - die Rrpko vorschlägt, weitergehende Pfänd« als bie, bie wir ausbeute», an bereit Stelle zu setzen, werben wie die Frage prüfen, ab« wir werden ba« Ruhrgebiet «icht verlassen und bei bem geringste«» Versagen
■ dir Ausbeutung wieder übernehme«
Der Abg. Dubois unterstreicht die Wichtigkeit der Sicherheitsfrage M>eii an dem Tage, an bem sich Deutschland al» ber Stärkere fühlen werde, es alte feine Verpflichtungen lösen würde. Frankrctch muß Bitten Alliierten wohl zu verstehen geben, daß e» sich am eine gegenseitige Sicherung handele, to t Frankreich auch Emr- laiib sage« muß daß. wenn e» ihm zahlen solle, wa« es
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