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Oberhessische Mini

ZweitesBlaM

W. 79

Mittwoch, 2. April B

1924

beredten Au-druck.

-mm.

Knd fie.tcjana Luszuschlachz«^ , J reit ÄAeRlet««: ich jrt Aeistiich- WM Drvrlsjle»-

Übrigens um Urlaub bis in der' Stadt. Wissen Also gute Nacht!"

Wie jic wollen."

Madame, ich bitte Sie mcr.jc't früh Wir feiern Sic? Den quatorze juillet!

Sckwkigfam schritte» die beiden durch den Garten. Laug- sprachen sie kein Wort. Es rauschte der Nachl- teiitb in den Parkbänmen. Als Brant etwas sage», jdwllte, bedeutete sie ihm, zu schweigen.$>aaim?" '»Ich warte sehnsüchtig darauf, daß er geht/' [ Eine böse ^anuung lag in der Luft. Lucia» suhlte jßtennainc» Herz an seiner Seite klopfen. Manch- *ral stöhnte sie auf. Nach einer langen Weile hörte ♦nein ein Pferd wiehern und dann einHopp" und da» 'Losgaloppiettn der Hufe.

Konzert des Männerchors Lisderverein.

Am Sonntag hatte Herr Musiklehrer Hei nrich Engelhardt den stattlichen Tonlörper seines Man­nerchors, einer Orchesters (Collegium mnsicum und Mit- g'iedrr der Kapelle Pauli) und zwei Gesang-folisten zn den Aufsttßrnng-n von Grieg»Länderkennung" und Max BruchsNormannenzua" undFrithjof" unter föi- '»eni Stabe versammelt und sich damit vor eine schwierige, »nd vor allem die verdienstvoll Ausgabe gestellt, wü­stere Kreise unserer Einwohnerschaft in die Tonwelt «ine? >nordischen und rheinischen Komvonisten einzusüh'.en, ihneu die Schönheiten ihrer charakteristische» epischen 'Tondichtungen zu offenbare».

ifflMjBgTTHTT T~

Landanertennung" (Dichtung von Bsörnson) als Einleitung des Abend« |eigt Spuren von GriegS Wen­dungen von, Idyllischen zum Dramatischen, wenn gleich jene auf populäre Wirkung auSgeht. Der Sinn für das Malerische, der yarbengtanz seiner Instrumentation, die häufigen instrumentalen Rezitationen und Unisono», die gleichsam zur Bestimmtheit der Rede hineindränzen, (a^ sen den Musikpoeten erkennen wie keim reizvolle Rhyth­mik, seine Melodik und seine Harmonik sein nationaler Erbteil. Man hatte den Eindruck, datz bar Dirigent ein von echtem Musikempfinden geleiteter Interpret der Kunstwerke sein wollte. Sein feiner Klangsin« und fein musikalischer Geschmack bewirkten von einigen Schwankungen der Chöre in Rhythmik unb Tongebung und orchestralen Unebenheiten abgesehen, daß in oer dynamisch«» Abstufungen, vom Fortissimo bi« zum Piano hinab, die Lin« der Tonschönheit nnd Rundung im Großen und Ganzen nicht v-rchbrochen wurden und dir verschiedenen Instrumentalgruppen, unter denen der Glanz der Blechbläser nicht weniger cl5 der weiche und ». T. Volle Ton der Streicher sowie die geschmeidige Klar, heit der Holzbläser angenehm empfunden wurde, in einem dem Ohr wohltuenden klanglichen Verhältnis blieben, wie das in den ersten Berten vorteilhaft aufsiel. Eine starke innere Ausdruckskraft lieh der Chor im SchlußrefrainNur von Gott", während Herr Kammer­sänger Wuzöl die SolostrophrHier gefunden sinv die Gründe" gesanglich wir deklamatorisch bedeutsam ru. flocht.

ImNormannenzug" zftgt sich Bruch» Vvlksttiml'ch Kraft, wenn er auch auf satter Kolorit verzichtet A»S dem Icheenkrei» vergangener Jahrhundert- schöpfend ver­arbeitet der Komponist Lebenkvorgäng« mit wunderschöner Tonsprache und führt mit sein acarbeitcien Sätzen Bil­der vor die Seele des Hörer». Tie durch wirklich.' Empfindunaskrast zum Mitempfinden zwingen. Ter Orchestervortrag war durchfichiig, gegen die Singstimmen abgedämpft; manche melod'kchr Linie hob sich, von warmem Ausdruck geschwellt, hervor. Hin und wieder Überboten sich die Tenorstimmen etwa», auch di« hin!«-' gruppierten .Sänger kamen bisweilen zu kurz. Tür Gleiche ist zn sagen zu der Frithjosrufführung, wo die Solotenöre etwa« auflrugen und der Tämpsung. feiten» de» Tirigentrn bedurft hätten.

In knapper und markiger Art hat Bruch bi« »om Tegnörschen tzsedichte entnommenen sechs Szenen mt> gro^r Formengewalt, reich an prachtvollen Harmonier, plastischen Gestaltung und indivioncller Betonung fcn Einzeln-Jnstrumentengattungen behandelt; so da» heran naberche Gewitter (Hörner, Fagott»), di« sich glättend« Sei (Violinen), der HochzeitSzng (Trompeten und Hörner-, während Streich- und Holzinstrumentr Inge borg» Her- renSklag« illustrieren. Dazu kommen die imposanten Chöre, die den Tempelbrarw und Fluch wuchttg und volp tönig entwickeln. Auf alle bedeutt'amen Einzelheiten analyttfch einzugehen und die Ausführung aller Ton organe genügend zu würdigen, gebricht e» unS an Raum. In der Auffassung schlug der tragisch« Unterton der Musik treffend an, der gesamte Tonftlrper zeigte Tempi-, rament, auch rhythmisch Energie (namentlich am Schluss«) und Sinn für den Empfindungsgehalt her Bruchschrn Melo«.

Zwischen den Chorwerken sang Herr Wuz6l die RomanzeDer Nöck" von Loew« tit prachtvoller Aus­geglichenheit. Sein wanner, weicher Bariton weist ;r allen Lagen die best« Schulung auf und verbinoet sich mit flüssiger Tongebung, feinster Deckung unb Modu­lation. Ecine Gab« en-sefselt« dann auch starken htl. Die Solistin des Abend» Fräulein, Sophie Braudstätter erfreute mit dem Vortrag der Griegschen LieserEin Schwan" undSvlvejgs Lied". Sie verfügt über eine Stimme ,die, trotzdem sie noch nicht durchaebildrt unb ausgeglichen ist. ihr gestattet, mehr als einen durch­schnittlichen Eindruck zu machen. Ihre LeistnngssLhig- keit kam inIugeborgS Klage" weit vorteilhafter zur Geltung, wie bei den erstgenannten Liedern. Zu den Liedervorirägen der Solisten lieh Herr Dr. Hartmann in ferner sinniger Weis« am Klavier le»ne Unterstützung.

Das Publikum folgt« mit aller Aufmerksamkeit der Ausführung und gab. seiner Vollen Anerkennung durch starke, Beifall und mehrfach« Hervorruf« M Dirigenten

Die Eröffnung des Frankfurter Rundfunk-Senders.

/ Dec Frankfurter Sendebetrieb wird in diesen Tagen Mfgenommen. Ti« Leitung erfolgt durch dre Südwest- keulscke Rundfunkdienst A.-G-, die unter Führung der «Dr E. Schleubnec A.-Ä- in Frankfurt am Main im Dezember v. IS. gegründet to'irbe.

Der AufsichtSrat besteht auS den Herren: Dir Dr. C. Schleußner sen., Frankfurt a.M., (Bors.), Dr. Ernst Ludwig Boß, Berlin, Rechtsanwalt Dr Boesebeck, Frank- stirt a M., (ffeneralkonsul Karl Meyer, Darmstadt, Dchl.'J»- d. Opel, Rüsselsheim, Dr. Karl Adolf Schleuß- N«r je., Stadtrat Dr. Ludwig Lanvmann. Frankfuct a.M., Dir. Gerichts-Assessor Dr. W. Schüller, Mainkur. Künstlerischer Leiter ist Herr Dr. Hans Flesch.

- Der Sender ist ein Telesunkensender (nach Gras fc. Arcos, Antennenenergi« 0,6 Kw., und liegt im Post- Icheckamt Frankfurt a.M. Dort find folgrnve Räume Dafür vorhanden: Maschinenronm. Senderraum, Ber- Pärftrraum, Ausnahme- oder Besprechungsraum, Auf-- »nthattSraum für wartende Künstler. Der Aufnahmeraum ist ungefähr 6 auf 10 Meter groß. Die Wände sind BO Zentimeter tief mit Holzwolle abgedämpst, über der rin dicker Stoff zu weiteren Abdämpfungen in Fallen hängt, der baldachinartig bk Decke überzieht. Der Teppich auf dem Fußboden liegt auf dreifacher Filznnter- )age. Tie Lampen sind von Paul v. Haken entworfen, i DaS Mikrophon besteh, au» 12 Lausch-Mikrophonen, kon denen je 6 in Serien geschaltet sind. Der Grotrian- Steiutveg-Flügel ist von der Firma Lichtenstein zur Verfügung gestellt worden, da» elektrisch« Grammoplwn Von der Firma Grünwald Dar Grammophon dien! eur zu Proben und zum Einstellen des Senders. Gram­mophon-Konzerte werden nicht gegeben. Die Stellung des Künstlers zum Mikrophon ist sehr wichtig

Damit dir einmalig ausprobierte Stellung beibehak- trn werde» kann, wiro der Fußboden in KaroS eingesteil', daß jeder Einzelne seine Stellung zum Mikrophon ftunt. Ti« Kontrolle de» Gebotenen liegt in Händen des künstlerischen Leiters, der im Berstärkerraum mittels Widerstand die Lautstärke reguliert. Hierzu dient ihm ein EmpfangSapparat, dec 2 filtern entfernt in dec Oberpostdirektion Viltoriaallee stehl und durch einen Draht mit dem Verstärftrraum verbunden ist Außer dem fann man im Berstärkercaum auch direkt hören. Wie in das Mikrophon hineingesungen w rs Ter ein­fach gehaltene Aufenthalt-raum oesitzt eine Anzahl Koptt fernHörer, die mit dem EmpfangSapparat aus der Ober­postdirektion verbunden werden, und für die wartenden Künstler, die sich natürlich sehr für da» Geborene inter- jpssiereu, k>«stimmt sind.

i DaS Programm soll möglichst Hochwertiges und für das Radiowesen speziell Gecigncter biete». Bedeutende Künstler haben hier konzertiert und ivcrdeu eS noch tun

Die Programm« erscheinen in derRadio-Umschau^ (H. Bechthold Verlag, Frmikfurt a.M.) immer für eine Woche voraus, in den TageSz-eitungeu für 1 Tag.

ES liegen ausgezeichnete Nachrichten auS dem ferneren lDeuischland unb auS dem Auslande vor, di« alle den Prauksurter Darbietungen bestätigen.

! Hervorzuheben ist: Christiania-Ber.^en, Medevog »Schweden (Luftlinie 1600 Km ), Memel. Schweiz imchr fsach St. Gallen, Zürich usw.), Italien (Rom, Chiass»'.

(A«4 derRadio-Umschau", Frankfurt e. M.

Brant nahm ihren Kopf und lehnte ihn gegen seine Brust streichelt«' ihr Haar und küßt« «S (eite Sie wimmerte:Ach diese Schande! Zu weinen vor dir! Aber du hast es ja selbst erlebt, wir er mich behandelt"

Immerhin," meinte Brant begütigend,er batte die Peitsch' in der Hand. Ich dachte schon... Abe» er scheint nicht brutal zu fein."

Reir", meinte Germaine, sich au» ihrem Wein­krampf erholend, sich di« Tränen trocknend.Ein sol­cher Barbar ist er nicht. Schlagen würde er nie! Unb doch, welch' Dlumpheih un» zu überraschen! Er nennt e4 klein» Späße".

Er liebt dich ei ist eifersüchtig. Ich habe e® wohl bemerkt."

Jeden Abend läuft er mit andere» Weibern her­um. Er» liebt mich ja nicht."

Buch die Trrulosigbeit wäre noch kein Beweis eifersüchtig wäre. Ich finde außerdem, abgesehen von dafür, daß er dich nicht liebte und nicht noch rinm.ü der Uederraschung, daß er sich doch sehr borrrkt benom­men bat."

Ach. du mußt e» wissen, als einziger, Sudan, wie e» um diese elende Ehe steht. Ich liebte ihn ein­mal. Ich war in ihn vernarrt. DaS grenzt au Irrsinn. Lucian. Der Krieg war schuld. Währeuv der Kriegs betete ich zu ihm in E^>anken wie zu einen- Heiligen, nrie zu Gott selbst, in größerer In­brunst neck Doch alf ich ihn besaß, kam die Ent­täuschung. Oh, Enttäuschung über Enttäuschtzana kam. Zuerst waren eS kleine Taktlosigkeiten. Trotzdem liebte ich ihn. Ich verteidigte ihn vor Tante, vor Baler und Mutter. T-aun entdeckte ich eine; Tages, ach, eS war so kicrz nach unsrer Hochzeit, daß «r mich betrog! Ich sagte nichts. Ich liebte ihn auch dann noch. Aber kühler wurde ich. rrfervierter. Da ver- uachläsfigie er mich, weil er meine Kälte fiihlte. Meine Glu:, die ihn eniflamml hatten zündete nicht mehr. Er fühlte: ich wußte um seinen Betrug. Er b-.ganw

Nachdruck verböte«.

föermaine Ritscher.

Ein Elfaß-Roman. Bon Christian Bonchholtz.

58. Fortsetzung.

Unter diesen Umständen auch? Wo e5 sich um Auen Trauerfall handelt? Doch Schluß Hamit. Ich hob: Ihne eine wundervolle Toi e te auch Paris mit- stzebracht, mein Liebling; die hiesigen Schneider Ver- -ehen es nicht, die Reize eine; Frauenkörpers richtig pr Geltung zu bringen, sie sind hier zu deutsch."

Laßen wir Gespräche über Toiletten, Duvernois luteress'even Herrn Brant gar nicht. Und sie sind jetzt auch nicht angebracht."

Nun gut. Ich will nicht zur Last fallen. Sie Jatait sich schon Jahve nicht gesehen und sind Ju- Hendfrennde. Sie werden manche» miteinander zu besprechen haben. Ich gehe. Ach. die armen E^- miinnet sind immer überflüffig!" sp'est? rr >en Harm­losen

Do sank Germaine aufatmend auf .'ine Bank h»Goitlrb", sagte sie leise. Und dann, in einem glötz- ßtch«>: AuSbruch wilder Empörung:Der Nieder- ßrächtigey JJnb

I«w», Betel ui Biotu'

Benrksaeeätewettkawpk des 1. Bezirks de» Gaues Kesten iand am vergangenen Sonntag in Cappel statt. Nach einer kurzen Kamvfiichtersttzung begann gegen 11 Uhr unter Leitung des Bezirksturnwartes A. Eabmann- Alarburg der Wettkampf. Das Ergebnis ist folgendes:

Turner: 1. Otto Müller, T. u. So V. Marburg. !51 P. 2. Willy Loch, T. E. Marburg, 180 P. 3. Adolf Fink. T. u. Sv. V Marburg, 177 P. 4. Hans Müller. T (st. Marburg. 174 P. 5. Jobs. Lemmer, T. u. Sv. V. Moischt, 171 35. 6. Paul Eoetfch. T. u Sv. B. Mar­burg. Willy Zimmermann, T. V. Biedenkopf, 166 P 7. Heinrich Kreiter. T. u. So. Moischt, 159 P. 8. Jobs Büttner. T.u.Sv.D. Moischt, 158 35. 9. Karl Kehler, T B. Marbach, 154 35 10. Karl Erkel, T.V. Nieder- netter. 151 35. .11. Daniel Schäfer. TD. Wetter. 150 B 12. SS. W. Koch. T V. Oberasphe, 149 P. 13. Konr. Stey, T V. Solzbausen. Jost Vrustus, T V. Nieder­weimar. 148 35. 14. Johann Schmidt. T.V. Wittels­berg, Konrad Kehler, T.u.Sv.V. Moifcht, 147 P 15. Nftlbelm Ieude. T D. Oberasphe. 144 35. 15. Wilhelm Geisel, TV Oberasphe, Balthasar Kühn, T.u.Sv.V. Cappel, 143 P. 17. Hans Diovel, T V. Gladenbach. 141 35. 18. Jost Hettche. T. u. Sv. D. Cavvel, 137 P 19. Adam Schmidt, T D. Wittelsberg. 130 P. 20. Heinrich Schneider. 1.35. Wittelsberg. 129 P. 21. Hch Nau. Heinrich Schmidt. TD. Wittelsberg.

Jugendturner-Oberstufe: 1. Hans Dietrich, T u. Sv. D. Marburg, 124 P. 2. Heinrich Schäfer T G. Marburg. 120 35 3. Hans Horn. T G. Marburg. 116 35. 4. Wilb Ermisch, T. u. Sn. D. Marburg, 113 P 5. Konrad Schweihgut, T. u. Sv. D. Marburg, 110 35 6. Heinrich SBaaner, T B. Holzbausen.. 109 35. 7. Steinte ?>mk. TD. Wetter, 106 P. 8. Albert Raabe 3 u. Sv. D. Marburg, 102 33. 9. Walter Ovitz, T D Wetter, 101 D. 10. Wilb. Moll. T D. Rauschenberg. 97 33. 11. Gustav Preis, TD. Moifcht, 96 P. 12. Jak. Menget. T 35 Niederweimar, 93 P. 13. Jean Moll. T D. Rauschenberg, 91 P. 14 Ernst Pletsch, T.V. Nie­derweimar. 88 35. 15. Karl Petri, TV. Wallau, Jak. Kuhl. T N. Niederweimar, 84 35. 16. Job. Muth. T.V. Niederweimnr, 80 35. 17. Heinrich Brusius, Johannes Brvstus, T D. Niederweimar, 79 P. 18. Jobs. Witte­kind!, TV Rauschenberg, 78 P

Jugendtürner-Unterstufe: 1. Hermann Fenner. T. u. Sv. V Marburg, 133 35. 2 Willi Beau- .-ain, T u. Sv. D Marburg, 124 P. 3. Heinr. Kutsch, T.V. Wetter. 118 35. 4. Otto Tertor, T. u. So. 33. Mar­burg. 113 33. 5. Wilh. Koch. T V. Oberasphe, 102 P. 6 Meter Preis, T V. Cavvel, 101 P. 7. Ferd. Bier­wirth, T G Marburg, 98 P. 8 Christoph Ieude, T 33. Oberasphe, 97 P. 9. Joh. Heuser, T D. Cavvel, 92 P. 10. Wilh. Urff, 1.(5. Marburg. 91 35. 11. Daniel Müller, 1.(5. Marburg, Heinr. Schmidt. T.V. Wallau, 98 35. 12. Georg Debnert. T G. Marburg. 88 P. 13. Konrad Sauer. TV. Moischt, 86 35. 14 Ernst Wolf, T.V. Wetter, 85 P. 15. Heinrich Moll. T V. Raukchen- berg. 77 P. 16. Daniel Mann, T.V. Rauschenberg. 70 35.

Schüler: 1 Fritz Kutsch, TB. Wetter, 133 35. 2. Adolf Ahrens, T (5 Marburg, 125 P. 3. Karl Cle- men. T. u So 35. Marburg. 123 P. 4. Ernst Döll. T V Biedenkopf, Paul Schlemmer, T.u.Sv.V. Marburg 121 35. 5. Willi Schmidt. TV Marburg. 120 P. 6 Karl Kraft. TV. Biedenkopf, 119 P. 7. Hans Brüh- mann, T.u. Sv V. Marburg, 117 35. Joh. Gerber. T u.So. V. Moilcht, 112 P. 9 Peter Rllvvel, TB Cavvel. Seinr. Zimmermann, TD. Wetter, 111 P. -10 Erich Bodenbender, T. u. Sv D. Marburg. 110 P. 11 Hans Noll, Mar Bamberger, T.E. Marburg, 109 P 12. Wottvang Rebm, T D. Biedenkovf, Paul Gardorl, T. u. Sv 33. Marburg, 108 P. 13. Karl Schneider, T D. Biedenkovf, Ot o Amm, T G. Marburg, Haus Zu­lauf. T n Sv D. Warburg, 107 33. 14. Konrad Werner, T D. Cavvel, Christian Klingelhöfer, T D. Wetter, Otto Cvrlar. TB. Biedenkovf, 106 P. 15. Georg Stet, T u. Sv. B. Marburg, Heinrich Hetz, TB. Moischt, 105 35. 16. Jobs. Faulstich, T.V. Solzhausen, 104 P. 17 Konrad Elmsbäuser, TV. Cavvel, Karl Funk, T.E. Marburg, Jobs. Block, T.V Cavvel, Ernst Schmidt. T G. Marburg. 103 P 18. Wilh. Schneider, T V Wetter, 102 P. 19. Konrad Sohl. TV Wittelsberg. Kurt B'"hner. TD. Rauschenberg, Ludwig Lauer. T.u. Sv. L. Moischt, 101 33. 10. Bernhard Sckmidt, T E Marburg, Georg 'Kornemann. T. u. So. V. Moischt. 100 P 21. Konrad Heimbacher, T G. Marburg, 99 P. 22. ?ldam Schneider. T B. Wittelsberg, 98 P. 23 Konrad Peil, T 55. Wittelsberg, Konrad Fischer, T. u. Sv V. Moischt, Jakob Eahmann, T G. Marburg, 97 P. 24.

*******S,Si

Georg Schmidt, TB. Wittelsberg, Joh. Stebling, T.u. Sv. D. Moischt, 96 P. Hans Kutsch, T.V. Wetter, « P. 26. Konrad Wittekindt, TB. Rauschenberg. 93 P.

27. Paul Hotz, T.E. Marburg, 90 35. 28. Georg Schnei« der, T.V. Wetter, Hans Helbig, TD. Rauschenberg Ludwig Nau, T.B. Wittelsberg. 89 P. 29. Jobs. Peil, T.V. Wittelsberg, 88 P. 30. Ernst Tertor. T V Wit­telsberg, 87 P. 31. Ludwig Klingelhöfer, T. u. Sv 35. Moischt, 85 P. 32. Ernst Riehl, T.u.Sv.V. Moischt,. 84 33. 83. Wilb. Mann, T.V Rauschenberg, 79 P. 34,1 Kasvar Trier, T.N. Wetter, 77 P.1

Handels- und Marktnachrichten.

Frankfurter Getreidebörse

1 '3ir' vom 1. Apttl. 4

Gettetde, Hülsensrvchte und Biettreber dbn« Sack, "toit-nmebl, Roggonm-ül und Riete mit Sack s« 100 Rilogr. Die Preise verstehen sich für alsbaldige Liese- .'»na in Rentenmark, frnrfitfrei Frauklutt.

Weizen, Wetterauer, 17 75 bis 18 25; Roggen 15 75 bis 16.25; Sommergerste für Brauzwecke 19 25 bis 20.50} Hafer, inländisch, 15.25 bis 15.75; Weizenmehl, süüd, Spezial 0, 27. bis 27.75; Roggenmehl 23 bis 23.75; Weizen- und Roggenklei« 975 bis 10.50; Mai- gelb 19.25 bis 20.. Tendenz: ruhig.

Berliner Produktenbörse

B«r l in , 1. April. Am Drodnktenmarkt hielt dick bisherige Geschästsstille an Die tnan^nhe Unternehm mungSlust und das «iwas vermehtte Angebot wrrd mit. den überall sich bemerkbar machenden Geldmangel kn j Berbindnng gebracht und ferner auch damit erklätt. baß' ttotz merklicher Erholung der amerikanilchen Weizen« terminpreise die Cif-Forderungen nur wenig erhöht wor^ »en sind. Die $ reffe waren im großen und ganen uw« verändert. . ,> . . 3

Bo» der Börse.j

Berlin, 1. April Bei der gleichen Lustlosigkest unS lslurückhaltung und dementsprechend hochgradiger Ge« (chäftSstitte bewirkte das verhältnismäßig geringfügig« au den Markt kommende Material, welches heute vor« wiegend aus Kreisen des Publikums stammte, ein weiteres! Nachgeben der Kurse. Tie mangelnde Aufnahmelust der Börse wurde außer mit den bekannten unerfreulichen j Verhältnissen auch mit einer am Geldmarkt sich stärker' zeigenden Verknappung in Tterbindunz gebracht. Für kurzsttstiges Geld, das recht gesucht ist, mußten üb« 1 prso Mille pro Tag, für Darlehen auf wertbeständig« Grundlage, zu deren Hergabe die Geldgeber wenig ge* neigt sind, 3 Prozent pro Monat und teilweise wesentlich darüber bewilligt werden.

Berlinev DevLrenturie.

31. März

1. April

(Selb

Briet

(Selb

Brief

London

1 Pf.

1

18,0 vi.

18,Ti1/,

18,(15'1,

18,141,

'.siewyork

1 Dll

Einheit

4,19

4,21

4,19

4,21

Amsterdam

1 Kl.

155,86

156,14

155,36

156,14

Kopenhagen 1 Kr.

67,33

67,67

68,83

69,17

Stockholm

1 Kr.

100 (Einte

111,22

111,78

111,22

111,78

Italien

1 litt

18,25

18,35

18,45

18,55

Paris

1 Fr

23,14

23,28

23,44

23,66

Sckweiz

IFr.

73,02

73,83

73,42

73,78

Prag

1 Ät.

12,71

12,79

12,71

12,79

Oesterreich

Budapest

1 Kr.

100 noo

6,08

6,12

6,08

6,12

1 Kr.

(Einte

6.38

6,tt

6,3"

642

saesÄBtei

gegen, Husten

ansicht!», müsse die Pariser Großstadtmoral lernen statt der Kft'chismuS der Keuschheit. Er machte sich üb-r mich lustig. Da fing ich an. ihn zu hassen. Er Züchte mich i» Gese lschas en neu zu entzünden, indenr t mit anderen Frauen unter meine» Augen flirtete. Ich war kalt gewoiteen. Unter seinen Augen flirtete ich mit s inen Kameraden vom Regiment. Toll und wild flirtet»* ich, lachte laut, aber es war mir zum

We nm zu mut. Ich haßte die Leute, mit denen ich flirtet« Weißt du, nach außen hin sieht u ufere Ede glücklich aus Pariser Che, sagen sie. Es konnte ir-vbl auch eine Berliner Ehe sein. Gleichviel. Eine f'del« junge Ehe sagen sie. Leute, die nicht kleinlich find. Unb das will er. Das will er. Um frei zu jein. Er hat erreicht, wa» er wollte. Er hat es fertigze- bracht, unsre Ehe al» moderne Ehe geradezu in Mod« ru brirgm bei der hiesigen Gesellschaft. ES kommen Iran'n zu mir und s-gn: Wie g ücklich sie f in müssen, Germaine, einen so schönen, so heiteren und liebens- würdlgen Mann zu haben. Und ich spiele die von fHl m Glück strahl nde oder die v rschmihte Monaäne, ie nachdem. Dabei aber blutet einem tiefinncrlich die Winde. Und im Herzeir ist es leer, öde und trostlos einsam Ach. Lucian, es ist lächerlich, wenn eine Fron derlei besonders betont. Aber zu wem kann ich offen reden, wenn nicht zu dir? Du gchst mocgenj. wir sehen uns nicht mehr, du wirft vergessen^.. Ich habe keinen Spaß an den eklen Umarmungen, die

Über habe, mußt du wissen. Und das ist der Grund zu feiner Witt auf' mich Ich glaube, er haßt mich nun auch. Auf Schritt und TM lauert er mir auf. Sucht mir Untreue unterzuschieben. Verdächtigt jede meiner Handlungen. Hast du das schmutzige Lächeln gefthn. das auf seinen Lippen lag? Den Hohn.? Tie Wollust, mich mit Nadelstichen bis ins Herz zu »ec* wunden? Wie er das kann! ---Ach, hätte ich d»

Kind, vielleicht setzt« ich mich über das alle» hinweg, Vielleicht fände auch er ©«falten an dem Kinde Und es wäre nicht nur Haß, Hohn unb Quälerei in dieser Ehe.----Er hätte uns hier nicht treffen sollen. DaS

war nicht gut. Das gibt ihm neue Handhaben, mit mich zu quälen. Wenn er erst von unferm Bries« ; wechsel wüßte! Und doch ahnt er etwa». Seit' Monaten ahnt er etwas. Denn einmal sagte ich M < ihm. in Zorn und Unvorsichtigkeit:Lucian wäre nicht wir du!" Da lachte er:Tu liebst ihn mob!?®; Ich sagte es ihm laut ins Gesicht:Ja!" Seither' weiß er es.--- Ach, nun weißt auch du es, wieviel

Traungknt tn dieser Ehe zu überwinden ist, Lucia«, Trostlose Oede liegt vor mir. Ich bin nicht glücklich^ Lucian."

Armes Kind", streichelte Brant ihr Ha«.Maik könnte »'N dich weinen."

(Schluß folgt).

..................

Bei Rhrum», Sicht, Reeven'chmkrz»«, Ropfwetj, Inst««,,za, Srip-!« und Lchnr«rz«n In bet» Seleete* uns ErieSre« wirkt Togal ganz hervoiagen». Durch den aus ezeichneten Erfolg, den zaylreiche Aerzte mtt 2ojal erzielten, hat sich biejes Präpaiot eine wohlver­diente allgemeine Anerlenaung tiwurben. Toqal ist stark ha nfäurelöfend und geht daher direkt zur Wurzel des Hebels. (Es verursacht keine schüdlichen Nebenwirk­ungen. Die Wirkung tritt unmittelbat ein uns btt be­ruhigende Effekt des Togal macht es auch befonbeis wert­voll gegen Schlaflosigkeit. In ollen Apotheken. B<*t C4^,cAcid»oet Miic,c,lut,/0 Cbjnin, lX,6%Lithid 100 AjnjL

nur einer Alkohollaune entspriugeig. Ich bin trotz­dem Duvernois treu geblieben. Ich ließ mir keinen Fehltritt zu Schulden kommen. Ach, nicht etwa, daß ich d.ssrn nicht fähig wäre. Ich bin so ganz und gar ft in« Heilig«. Aber weil keiner kam, desien Beruh imng mich nicht angeekelt hätte. Und das ist es, was bieten Tyrannen ärgert, der uns sein« Moral aufge- zwuvgm. hat. Se ner Ehemoral f.hlt nämlich, so.a tze ich mich zurückhast«. die solide Basis. Er will, daß ich ihm untreu werde, wie er mir. Ich aber selbst toentt rch Oldegenbfit unn Lust dazu Wf: ! e es Aus Trotz. Das ist, de; einzige §aUz den ich ihm gegen-