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Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

Die jD»erheffH»e äeiterta" elf (betet le*ee«l »iMatll*. Beine»»«« «Muttllch 2 Mark «»»schUchttch ZustelKntgrgebiihr. Für ewielewM Semmerx ra:»Igc Stretta »». eiement. SretgnHk teil (Etie$. S«:8f mitt. Kitze,»«». Ttntf kec Uete..BadrtrWertt ooe 3ob. Ri, *< »«ft 2LX »UHBII»I M, 8ofttoe«eat»: Rr. 56» Bat Rteiiftan «. »eil.

Marburg Staut««, ki 1. Wl Öfter«»«*

Der Bnjetgenstet» betrSzt *8t bei 9 gef» ZeNeemtillmeter 8,03 Satbwoct HmttUbe «. -«»wärt, »njetgen 0,10 Sofbmett Sei Ichmter.Se, 50% eiffdtleg. SemweUnjetn. 100% Butt-lag. 'hettamen 0,30 <5»<bm«t Jever Rabatt tritt al; Sattaba tt. Belege werden beretbnet, ebenso »asfenft sut* die Sef*<fftefteÄe und Zuleednna »er taneebete. Zahlung innerhalb 1 Tagen (1 Dollar 4,20 tboldmarki, SecednuiM nach »em Berliner »'ttfeU kur» de, Zahtuna»-Li«g«,U»ta,ea. Seqig^injen pr» log noch beai Baxtiiaefag

1924

Das am Wett Sointari m -er Wer.

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J" Die Auffassung, dass Poincar>6 nach der «chertaze »er Kammer baK» wieder auf seinen Füßen Achen werde, hat sich al» richtig bestätigt. Er h,tt JW« wieder ei« neuer Kabinett gebildet utj> sich damit H^ern der Kammer wieder vorgestellt.

| Man Lunte von vornherein mit aller Bestimmt­heit ein« wissen, daß Poincarö und der Moc nation-al |efaiamen die Wahlen mache» »erben. E» ist aber rade für diese eng Verbündete» recht fatal, daß sie kurz vor den Neuwahlen dem Lande noch ein neue? EtMechouquett üöerreichen maß en. Man kann sich feGer feg*«. welche- Kapital die Oppos t »n aus die je» E euervoilagen schla en wird. DShalb ist P»in- <ere schlau genug gewesen, bei der Neubildung des ßcfcinettei Anschluß nach tinß jn suchen. Er hat »mt he« Kriegsminister Maginot »nd den BerkehrSmi- »ister Le Trocquer beibehalten. die beide unentbehr­lich sind, wenn er seine Ruhrpolitik weiter durch sichre» «nd ix der Hand behalten rollt. Im übrigen hat er sich au« politischen Lager» ergäbt, die etwas JUB von der bisherigen Kabinettzusammensetzung ste-r». Bei der gestrigen Barstellung i« der Kam- »er ist diese.« Manöver mit Hall» und Ironie eufge- woetmen wo eben Die Rechte, die sonst in der Außen- Kolitik mit Poineare zusamm mgebch. bat b«5 Manöver «atilrlich durchschaut und deshalb dem neuen Kabi­nett einen Empfang bereitet, über dessen Wörme man streite» Iom» An höhnische» Zurufen hat eS nicht gefehlt und Poincar6 hat Mühe genug gchabt. sich »ege» den Lärm der Kammer durchznsetzen. Seine B happtung. daß ate ab»; Pensen Mr »u»ge» i«arr- prst tischrr Art in d m Kabinett durch de» austenpoli- ttschm Mantel zugedeckt werden sollen, hat mit Recht Urwrttben Zweifel erregt. Teu» eS ist ganz klar daß die Sache umgekehrt liegt. Die Kammer Hal Herr» Poiucare durchschaut und deshalb war sie ge- st-rn von einer Resptkttosigleit. wir sie der Minister- pröiidmt bisher wohl noch nicht erlebt hat.

Aber alles das ändert nichts daran, daß da» neue Kabinett dem franzSsiscknm MixisterpräMenten bis zn de« Wahle» wahrscheinlich ganz gute Vorspaunbiensle F tun wird. Der französische Ministerpräsident, der mit ästen Wassern gewaschen ist. hat sich durch die Kabinetts- Jteubilbung voraussichtlich für die Kommcrwable» etwas desiere Ehanee« geschafse«, al» er sie bisher hatte. Poin- küre will vor alle» Dingen erreichen, daß seine Außen­politik bei den Wahlen ihre $robt besteht. In der äußc- ron Politik ist er vollkommen der alle geblieben. Hin lauten seine programmatische» Forderungen gestern and texte so wie vor sechs Wochen und sechs Monaten: Feste Hand auf Rhein und Ruhr, dabei gründlichste A>uSb«ite der deutschen Wirtschaftskraft (Micumveriräge) und Gc- .fchtnung von Geldmitteln, die eS ihm gefratteu. dar fron» ' zösifche Defizit zu decken. Wie eS ihm gelinge» soll, all diese miteinander »»verträglichen Zette zu erreichen, bleibt sein Geheimnis. Aber er besteht trotz alter schlimmen Erfahrungen darauf. Auch der Ausfall der - französstche» Wablen kann zu einer neuen Periode der französischen Außenpolitik überleiten.

Wir aber müsien unS über die Gegenforderungen klar werden, die wir unbedingt zu stellen haben. Die letzte» Lüge haben in diesem-Punkt erneut Klarheit gebracht. Der Reichrinnenminister Dr. JarreS bat in Hage» er­klärt, daß e» dem Reiche absolut unmöglich ist. auch tun bal geringste für die Verlängerung der Mimmverträge tu Sun. Dr. St resemann hat im Rahmen des Parteitages der D. B.P. in Hannover Aussührungru gemacht, die für sein Programm al» Außenminister von ßrötzter Bedeutung sind. Deutschland kann nur Pflichten übernehmen, wenn man seine Rechte wahrt. Tr. Ctrese- dian« verlangt die Rückgabe von Rhein und Ruhr an He deutsche Derwoltnngshohkit, die Wiederherstellung ber BerkehrSeinheit und die Beseitigung aller Fesseln, die zur Zeit Die deutsche Wirtschaftskraft unb Staatshoheit im besetzte» Gebiete binden. Er warnt davor, von 5em Gericht der Sachverständigen zu viel zu erwarten. Und K sündigt jetzt schon an, daß dir gegenwärtige Regierung sich unerfüllbare Leistungen durch ein Ultimatum nicht Mfzwingeu lassen wich. Daraus ergibt sich insgesamt rin außenpolitische- Pwgramrn, das sich dem deS fron» »ösikchen Ministerpräsidenten scharf und bewußt ent- vegenstellt. Und e» wich durchschallen werde» daraus ^rnn sich der französische Ministerpräsident verlasse».

Baris, 31. März. Poincarö verlas heute vor- Mittag in der Kammer die AutrittSerNLrung des neuen kabinettS. Er begann mit einem Hinweis darauf, daß ie Regierung auS Politikern verschiedener Richtungen ; nsammengesetzt sei, die zum größten Teil bei früheren tzelegenheile» gegen ihn selbst gestimmt hatten. Keiner iffcr Politiker brauche feine Ansicht zu leugnen, aber in em Augenblick, wo es sich um die Frage der auswärtigen tolitik handele, müßten alle unwichtigeren Fragen der iegelung der wesentlichen Probleme, von denen das xhicksal Frankreichs abhängr, nntergforbnet werden >hne Schwanken müsse die auswärtige Politik sottgesetzr <^rben, die von der früheren Regierung getrieben und von eiden Kammer» gebilligt sei. Tie Kummerpenodc. ehe ihrem Ende entgegen, und das Boll werbe balo da- erhaltm. Indes,en müßten zunächst die Budget-

>,wölstel der «ckcberctntveibda«» Schulden befchlosie» wer­be«. Keine Ausgabe» dürfte» beschlossen werde», die nutzt durch normale Li»»abmen «-deckt wären. Die Finanz- krise sei zum größte» Dell künstl'ch nnb durch anSwättige Manöver herausbeschworen worden. Ta« wirkliche Ergeb­nis der Bemühungen werde sich in einer Senkung der Preise auSdrücken. $3 werde aber nur von Dauer sein, wenn die beiden Kammern dann fottfahre», mit »nee- bittlicher Entschlossenheit da» eu'-et im Gleichgewicht u erhalten. Um jede» Preis müsse verhindert werde», der Feind der Inflation in die Finanzen kommt,' Die Zeit sei Verschwunden, ;» her jedes Bott sich in seine Grenze» einschließen »nd sich »ach seinen eigenen Wün. "chen sein Budget einrichten könne. Heute sei jede Ratten ber Neugier anedrer Völker e eSgeletzt.

PoincarS sprach dann weiter über die ert-emen Wartete» zur Rechten »nd zur Linken, vie er beide ab- lehnt. Er fährt fort: Die mrhrfache Ankündigung oer Diktatur, wie Sie S i» der letzten Zeit gehört haben, wird Frankreich »icht von dem Wege der Freiheit entfernen. Die Diktatur deS Parlaments aber die eines einzelnen Mannes lehnen wir ab. Wir haben keinen anderen Ehr­geiz als unser Frankreich, da» wir liebe» »nd so gut b». bien«», wie wir können. Wir werden aoer in unseren Sie- danke» Frankreich nicht von Europa nnb Eurova richt von der gesamten Menschheit trennen Allerdings wäre eS ebenso falsch, sich in seiner Fantasie in den Mittel- vuntt Europa» versetzen »» wollen. An dem Tage, an dem die Verträge vollständig erfüllt kein werden, wir Reparationen und Sicherheiten erhalten, an dem Tage, wo der Gerechtigkeit Genüge geschehen fein wird, wird Frankreich sicherlich da» erste Volk sein, das ein Beispel ber Großmut und der Güte gibt (?). Franken h war die erste Nation, die den Entwurf deS Völkerbundes erfaßt bat und sie hat während vier Jc.tzrcn »m Völkerbund *-nt vermittelnde Rolle (?) gespielt

Menn » r Pfänder eC'-en einen säumigen Schuldner -roriffrn haben und wenn wir unsere Schußwaffen gegenüber einm Bvlk: erholten, das trotz seiner Ver- vflichtungen feine militärischen Verpflichtungen ver­mehrt (?). b'nn darf man daraus nicht lügnerische Fol­gerungen gegen unS ziehen. Frankreich ist unb bleibt die gwße Tieneriu der Gcmchtigkeit (!?) und eine bei besten Hüterinnen des rnropäischen Friede»- (!?). Wir haben dm lebhaften Wunsch. unS so schnell wie möglich mit allen unfein» Verbündeten über die zwei Fragen zu einigen, von denen unsre Zukunft abbängt' Reparationen und Sicherheiten. Wir kön»en die Tn'.p- ven auS dem Ruhrgebiet nur zurückziehen nach Maß­gabe der Zahlungen, die wir erhalten. Wir haben nb-r die feste Hoffnung, daß nach dem von den Sach- viständigen ansge ebene» Bericht eine allzemrlne Re- giung und eine rasche Liquidierung möglich fein wirb Sowie die Arbeit der Smhverständigen beendet fein wirt), treite« wir in die Liquidation eintreten unb mit unsere» Fmunden die Gruiidlnge einer endgültigen Lösung zu suchen. W> nettangen nur de» Respekt ter den Verträgen! Man möge uns den Frietw« geben, der unS versprochen uns der unterzeichnet wurde, »it werden die ersten jein, die mit Begeisterung den neue» Idealen erttg gen marschiere», was die Well mit fieberhafter Spannung erwartet Wenn cJ späi-r Vorkommen sollte, daß wirklich eine Macht, verführt vom Militär smui und besessen von dem Dämon der R vauche und c«3 Hasses, den eurcpä schen Frieden zu stören versuchte oder die Pwrinzen.die sie früher unt r jocht hat. sich ihr teilweise wieder anzueignen, so würde dies b« Empörung der sämtlichen anderen Völker »werfen und man würde ihr de» Weg zu diesem llrternebmen versperren.

Narf» der Veile;ung der Regierungserklärung ver­liest der Präsident die eingegangenen Jnterpellati«»- »ett zu denen noch ei»e Jnterpe lation des radikalen Adgeordre.en Buisso» kommt, der fragt wann de Regierung zur Diskussion dieser Interpellationen be­reit sei.

$ o i n e a rf fordert die Kammer auf. dir Inter­pellation über die allgemeine Polirik der Regierung für morgen. DienStag Nachmittag zur Beratung zu stellen, nachdem der Gese^entwurf über die drei Bud- g lzwölstei für den Wiederaufbau von Kammer u:b Senat ange»cmnen warte» s.ien. Nach Schuß dcr Debatte »iw dieser Vorschlag angenouuneir.

Bari», 31. Mär». Zu der heute im Parlament verlesenen Erklärung deS neuen Ministeriums schreibt dir nationalistische ,L i b e r t e", zahlreiche Parlamenraricr hätten beute vormittag die Erklärung zu unbestimmt und zu unklar im Aufbau gesunden. Ter ebenfalls natio­nalistische ,^J»transigeant" sindkt es in der Ord­nung, daß die Erklärung sich in Allgemeinbeiten bewege. Sie habe durchaus nichts Au stehenerregendes. Ter linksradikaleParis S o i r" sagt, die von ber Kammer kühl ausgenommene Erklärung sei nach oer üblichen For­mel dieser Art von Schriftstücken entworfen und abgesaßl. DerTempi" stellk die ministerielle Erllärung nach ibm das Werk einer über len Parteien fityenoeft Staatsmannes der gestrigen Reüe veS deutschen Mini- sters des MuHereu Tr, Suqenana iv Hannover gegen­

über, der für denTempS" nut ei» Parteipolitiker ist unb lerne Truppe» um sich sammelt, um an bet Spitze bei Staates bleiben zu können. PotncarL habe, umgeben von seinen neue» Mitarbeitern, dargetan, wie Frankreich den gemeinsamen Jntereffen aller Nationen zu bienen ge­denke dadurch, daß eS seinen eigenen Rechten Achrung verschafft.Journal de« T#6at«" schreibt, dir ministerielle Erklärung beweise, daß die Regierung es für notwendig halte, ih« Pi luder kestruhalten uno sic

könne an fetm Zurückziehung bet Truppe» an« deuz Ruhrgebiet nur schrittweise und im Verhältnis zu de» Reparationszahlungen denken. Poinear^ habe Männer z« einem Kabinett zvsammenaeschlokfen. die vielleicht ie' der letzten Zeit i» Fragen der Methode verschieden«- Meinung warr», die alle miteinander darüber einig seien« - daß die Erwägungen zweiten RangeS den großen Frage»! untergtorbret werden müßten, von denen die nationaleni Geschicke abhängig seien.

Das Urteil im

München, L April. Die Angeklagte« Hit­ler, Pöhner, Kriebe! enb Dr. Weber wurde» z» je 5 Jahre» Festung, 200 Mark Geldstrafe oder 20 Tage Festung und Trag»», der Kosten verurteilt. Rach einer Verbüßung von 8 Monate» soll Bewährungsfrist ei »trete«. General Ludendorfs wurde freigefproche«. Die auf ih« faßenden Kosten wurde» bet Staatskasse auferlegt. Die Angeklagte« Frick, 9136«.

Hitter-Prozetz.

Brückner, Wagner und Per«et erhielte« je 1 Jahr 3 Monate Festung 100 Mark Geldstrafe oder 10 Tage Festung, ferner wurden sie i«e Tragung der Koste» verurteilt. Diese« fünf Angeklagte« werbe Bewährungsfrist bis zu« 1. April 1928 -«gebilligt. Die Stadt ist ruhig, 'crnssstratione« irgendwelcher Art habe« «icht "faUgtfunbe«.

Sie WmMizn-MWße.

Paris, 31. März Nach der ..Chicago Tribüne" konnten die Arbeite» gestern wegen der Fülle technischer Einzelheiten nicht beendet werden. Auf keinen Fall dürfte diese geringfügige Verlagerung als ein Auf- tauchen gewisser Meinungsverfchiebenbetten uufgefaSt werben. Unter den Sachverständigen herrscht vielmehr völliges Einverständnis.

Pari-, 1.April. Das Komitee DaroeS, daS «eSttn tu. eitwr Vollsitzung zusammen trat, hat von beu noch in der Schwebe gebliebenen Fragen einige technische Punkte geregelt Der BankunterauSschaß wird heute vormittag eine Sitzung abhaft:». DaS Komitee DawcS wird morgen nachmittag wieder zufammentrnten und die Prüfung deS endgültigen Berichts beginnen. Dieser Bericht enthält noch einige Lücke», die von den Sach­verständige» schnell auSgefütlt werde». Die RcparationS- kommission wird am Sonnabend mit de» Berichte» ber beiden Komitees befaßt werde«.

3ir Litt in Itr Wz.

P irmasenS, 31. März. Am SamStag wur­den etwa 10 bei der Abwchr der Sonderbündler be- tritmte Pirmasenser Bürger wie Schwerverbrecher ü e s e r s e l 1 nach Mainz abtranSportiert, um vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden. I» schärfstem Gegen­satz yt diesem Vorgehen stcht die Behandlung der Sonderbündler, von bene» «och nicht ein ein­ziger vor ein Kriegsgericht gestellt worden ist und dir »och immer mit französische» Waffenscheinen in Pirmasens Herumlaufe». Der junge Sonderbündler Thuet, der während der Sonderbünblerherrschast sei­nen eigenen Vater, einen, geachteten Beamten, ver­hafte, ließ, hat ein Werbebüro für dieRheinische Arbeiterpartei" erröffnet. Ei» Pirmasenser Bürger namens Törr war durch die Vorspiegelung der Straffreiheit zur Rückkehr nach Pirm.r- len« verlockt worden. Am Bahnhof empfingen ihn sechs französische Gendarmen und führte« ch» in« Gefängnis ab.

Zweibrücken. 81. März. Gestern Abend ist frier ein Transport von 48 meist politischen Gefangen en. anscheinend auS dem Ruhrg b'et, un­tr Bewachung französischer Gendarmen ang. komme». Es brsivder sich unter ihnen auch der Oberbürgev- meister von Dortmund. Welche! Ziel und die Bestimmung dieser Gefangene» ist, läßt sich einst­weilen «och nicht frpstelle«.

M; tt« ickt'n 6flM.

Die Lerbandlmme« über die MicuMvrrträge verschöbe«.

Köln, 1. April. Wie dieKöln. BolkSztg." meldet, werden dir Verhandlungen mit der Micum, die in dieser Woche stattfinden sollten, um mehrere Tage verschoben werden. Gestern fand in Düsseldorf eine Besprechung der Vertreter der Bergarbe-fterverbäude mit bet Micum über dir Micumverträge statt.

Die BetriebsrSteumble« Im Ruhrgebiet.

Eficn 1 März. Die ersten Teilergebnisse der Betriebst St ewahlen im Ruhrgebi.tt. die iSr dir Komm uni stau besonders günstig lmiteten, habe» ein atscheS Bild gegeben. Nach den jetzt vorliegenden Ergrb^isien. die ungefähr ein Drittel der gesamten Schachtanlaaen umfassen, steht der Alte Bergar­beiterverband doch wieder an der Spitze u»b zwar mit 348 Bnricbsratsmitglieoern. während die Uuionist:» unb SynSikaftftln 'm,\ der christl che Ver­band 139. d:r Hirsch-Ta Gcwcrkver-in ttno andere Organisationen 62 Sitze im Betriebsrat er- hielttn

Rückgang der Erwerbslofenzifler ht der Rheinprovinr.

Nach dem Bericht t-es Arbeitsamts der Rhein- -roviuz hat dort dir Befserung der Wirt-

schäft klage ein rascher Tempo angenommen. Tie. Zahl der uuierstütztrn Erwerbslose« ist in bee letzte» Mochr stärker zurürfgegange» als -» bet vorheroegansene« Woche. In den Bezirk?» Köln und Tüfsildors ist dir Arbeitslosigkeit um je 12 Prozent gefunke» gegen 4 bczw. 9.5 Prozent der Borwoch«,

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Deutsches Reick.

Dee ÄesiereeBsurttfibeiit oow Dpptfn arflvrOe».

®er(i », 31. März. Der Regieeungspräsidenk 6#* Oppeln ist gestern früh verstorben.

Reokflo» im Pro,eh Zeigner.

Berlin. 1. März. Nach betNeuen Leipziger 3eil»ttq* meldete ber Verteidiger ZeignerS gegen daS am Sonn abend gegen Zeig net gefällte Nv» teil Revision an. soweit eS nicht auf Freispruch tautet

Die Wahlen in Reichv-Landbund.

Unter dem Vorsitz oes Herrn Dr. Fretherr« V. Wangenheim als Alterspräsidenten trat kürzlich bte Vettrrterversammlung de« R ichslandbundes im großer# Saal deS Berliner Bundeshauses zusammen. Auf! Vorschlag deS Borsitzenden des Brondenbwrgischerf Landbu«deS. N'kolaI, wnldeu die bisherigen Mitglie­der des Bundesvorstandes wiedergewählt. NeugewLHÜ wurde» Stubbendorf (Brandenburg). Schmidt eut Windecke» (Hessen-Nassau unb Cord Corde« (Hanno­ver). In der nachfolgenden Sitzung des Gesamtvov« standeS wurde» die Herren Hepp und Graf V.Kalck- r uth zu g eichberechtigten Präsidenten gewählt. Beid« Herren nahmen die Wahl unter lebhaftem Beifall an. In ber Zusammensetzung deS Bundesvorstandes unb b?S Präsidenten kommt wiederum zum Ausdruck, daß alle innerhalb deS deutschen Landvolkes sich anS- toirtenben Kräfte und Strömungen a» der Leitung deS Reichz-LandbuudeS gleichmäßig beteiligt sind. Un­ter Wahrung der Grundsätze deS ReichS-LandbundeE sind Nord und Süd, Ost unb Wrjl, Groß- unb Stein* besitz harmonisch vereinigt. Karl Hepp, geboren am 1. Febr. 1889 i» Seelbach (Oberlahnkreis), bart Land­wirt. wurde bei Gründung des NeichS-Landbundeck Präsident neben Dr Roessirfe. Eberard Gras v. v. KaUrrnth. geboren am 28. Oktober 1881 in Nie» der-SiegerSdors. gehörte dem Bund bet Landwirt« seit 1904 au. Er wurde bald in den Bundesvorstand btrufen und gehörte seit bet Gründung des RcichS- ßanbbunbe« dem engeren Dorstanb a«. Außerdem hat tr sich durch seine Betätigung in ben wirtschaft- lilh«n Einrichtungen des Bundes der Landwirte unb' später des ReichslandbundeS stärkste« Vertrauen es* worbe». -j

Die Anktzebun» bee Staatsgerichtshofes. "j

Berti». 31. MLi^. Wie den Blättern mitgetettt" wird, g ht ber dem Reichstag jug-gangene Gesctzent«! wurf. welcher ben Staatsgerichtshof auS dem Ee'etz zum Schutz ber R publik aufhebt. vom Reich«« justizcministerium unb Reichsmin sterium deS Jnn«H aus. Dcr E« w es rre.be im Weg' b t ordentliche» Cv» f tz eb ng er tb gt. also nach Abnahme durch das Kabtz-, nett dem Reichsrat und b:m Re.chstag zur Annahme - »orgetegt werden. Die Gründe zur Aufhebung deg StaatSgetichtshofes feien in erster Linie finanziell^ ------- _ >

16 vrozentige Hausrlnsßenee.

Berlin. 31. März. Ter ständige Ausschuß bet pr s len Landtages hat heute die Beratung über di« h a u S - i n k st t ue r fortgesetzt und nach ÄblehnuuE oin^er SN'änder'.-ngsanlrLgt d e Beschlüsse des Unter« üu.fch'. sfes angenommen. Es bleibt bei einer Sreutg von 16 Proz nt ber Ftiedensmiete unter Ablehnung deS Znscklagsrechts der Gemeinden. Angruomme»' wurde itttiCt ecu joziald^vstkariWr Agtjag, w-vmM