Einzelbild herunterladen
 

idn»tet.5«t$ 50*U«ufiAtag. Sommelaiuetg. 100's» S6 *T*fc»e

Zeder Rabatt »ill al« Barradatt. Briest» werden Ö““«8*

M

Boliicdeckfonto: Rr. 5015 Satt <ltaitltuit tu Stellt

Das neue Kabinett Poincarö

4

id'tm Beifall des ganzen Lausen wurde ihm ;u gerufen:

j

woraus Llod George e.tig und z emltch fluch arlig daS

HanS verließ.

Paris, 28. Marz. Kava» schickt die Liste des neuen Ministerium«, die von der Agentur mit den Üblichen Vorbehalten wiedergegeben wird, folgende Mitteilungen über die Verhandlungen des heutigen Vormittags voraus: Die Besprechungen sind heute vormittag in die entscheidende Phase getreten. Der Minifterpräfident, der sich gestern entfchloflen hatte, eine sehr weitgehende Aenderung des Ministeriums vorzunehmen, hat um 9 Uhr die politischen Persönlichkeiten berufen, deren Mitwirkung er sich zu sichern wünscht. Da die Mit­arbeit Maginots und Le Trocquers, der -einzigen Minister des alten Kabinetts, die im Amte bleiben würden, bereits feststeht, konnte sich PoincarS aus die Besetzung der übrigen Portefeuilles beschränken. Er hat bas Finanzministerium Francois Marsa» angeboten, der akzeptiert hat. Dagegen hat 6e»

MÜnchen, 28. März. Freiherr v. LerSner richtet in bett „Münchener Neuesten Nachrichten" unter der lieber« schrift „Stresemann gegen Knillin"" gegen den Außen­minister Dr. Slresemann neuerliche Borwllrse wegen seiner Untätigkeit in der KricgSschulostage.

ferenz gehe, die Ansichten Grohbritannien darlege werde sie mit grobem Nachteil an den Konferenz­tisch treten.

London. 20. Mörz. Im Urnerhaus nahm Lloyd George nach seiner Angriffsrede geg-n Mac Donalds Politik nochmals das Wort und versuchte einen ge wissen Rückzug anzutttteii. ■ DaS Hans wollte ihn aber nicht mehr hören. Er mußte sich schließlich mit der Erklärung begnügen, daß et angesichts der Stimmung des Hauses darauf rerzichten müsse, sich gegen die Dorwürfe zu verteidigen, die im Lause des

hing, die jetzt Lloyd Ge or gt erfahren mußte. Als er zur Rechtfertigung seiner früheren Politik, die >a die H«:ptursache für die heutige Einstellung Frankreichs war, schreiten wollte, mußt» er die Rednertribüne verlassen mW er sah sich genötigt, sogar aus dem Saal zu gehen.

gemacht hat, sollte jeden französischen Kabinettsches, ob er nun Poincar^ heißt oder nicht, die Mahnung na!>e> legen, von einer Politik der Vergewaltigung. Unterdrück­ung und Zerstückelung Deutschlands bAstaud zu nehmen. Denn die notwendige Folge der Zertrümmerung der deut­schen Wirtschaft ist die Vernichtung auch der französisi-

11| || III |— n Illi

undeutlich in Bezug auf die Frage der Sicherheit und der Reparationen und merkwürdig hin­sichtlich der Frage einer Garantie Englands an Frankreich. Mac Donald habe eine moralische Geste gegenüber Frank­reich unterstriche. Diese Geste sei von Frankreich mtt der Beröffentlichung de« Gelbbuche» beant­wortet worben, diesem sehr verhängnis­vollen, auf dem Memorandum Fach aufgebauten Dokument. Wenn Frankreich setzt vorschlage, daß seine Truppen im Rheinlande zur Er- süllung der gesamten Bedingungen der Vertrages bleiben sollten, so sei das etwas voll st ändig Neues, wogegen, soweit er wisie, die britische Regierung nicht prote­stiert habe. Zhre einzige Antwort sei oe- wesen, eine neue Militä^kontrolle in Deutschland $u errichten und eine neue nicht i m Vertrag stehende Körperschaft dafür vorzuschlagen. Zu der Reparations- frage seien die öffentlichen Erklärungen Mac Do­nalds bisher nur Erklärungen der Feindschaft gegenüber der gesamten Revarationspolitik ge-

Die weitere Debatte über das deutsche Problem im Unterhaus.

London, 28. März. Lloyd George, der nach MacD-nrald sprach, unterzog die auswärtige Politik der neuen Negierung einer scharfen Kritik. MacDonalds Rcde sei euttäaschead. Sie sei

werden ober wenn er gemacht werden sollte, erfolglos sein. Es wäre die höchste Zeit, daß im französischen Volk die Einficht einkehrt, aber es ist nicht anzunehmen.

Die Stimmung in England.

Ungemein charakteristisch find, wie englische Berichte melden, die Vorgänge, die sich jetzt im englischen Parla­ment ereignet haben. .In einer immer dcullicker werden­den Sprache nimmt der englische Ministerpräsident Mac Donald zu den internationalen Vorgängen Stellung und cs ist außerordentlich charakteristuch, daß die ge­flissentlichen Schärfen gegen - Frankreich wegen seiner Ruhr- und Reparationspolilik ganz offensichtlich ein

na tot b e Seine«, der gebeten wurde, da» Innen­ministerium zu übernehmen, dem Präsidenten zwar seine Ergebenheit versichert, aber dem Wunsche Aus­druck gegeben, den Vorsch der Senatskommisston für auswärtige Angelegenheiten nicht aufzug^en. Der Unterredung Poincar^s mit Francois Marsal wohnte der Kriegsmimster Maginot bei. Der Mi­nisterpräsident hat auch Loucheur empfangen, den er wegen Annahme des Handels-Portefeuilles sondierte. Der ehemalige Minister für die befreiten Gebiete hat im Prinzip angenommen. Hierauf hatte Poincarö noch eine Besprechung mit Boka« nowski. Darauf begab sich PoincarS ins Elys4, um den Präsidenten der Republik von dem Stand der Verhandlungen in Kenntnis zu setzen. Havas hält diese für so weit vorgeschritten, daß mit dem end­gültigen Zustandekommen des Kabinetts weint nicht am Spätnachmittag, so doch gegen Abend gerechnet werden kann.

Paris, 28. März. Rach dem „Excelsior" wird das neue Kabinett Poincars nicht vor Sonn­tag vor das Parlament treten. PoincarS habe den Kammerpräsidenten Peret gebeten, auf diesen Tag die Kammer einzuberufen, die dann die ministerielle Erklärung entgegennehmen und die Budgetzwölftel für die Wiederaufbauausgaben in Angriff nehmen solle, da diese vor Ende des Monat» von beiden Häusern des Parlaments angenommen sein müssen

P a r i s, 28. März. Der „Matin" hebt hervor, datz in dem offiziellen Eommuniquä, da» gestern, vom Elysäe herausgegeben wurde, Poi ncr6 im Gegensatz zu der bei anderen Gelegenheiten üblichen Formel als Mi nisterpräsiden bezeichnet wird. Rach der Auslegung der „Matin" deutet das an, daß er für den Präsidenten der Republik bereits so gut wie tatsächlich der Chef der neuen Regierung sei. Seine Person bleibe an der Spitze der mtni- steriellen Geschäfte und müsse es auf alle Fälle bleiben.

............. ■■_!!■____■__________________-US : Siebe opfern. Um mit London «u verbandeln, mästen wir abroarten, bi« eine glücklicke Stund« geschlagen bat. Wir werden wahrscheinlich auch nicht die einzigen fein, die diese Haltung dnnebmeit.

Abends gegen ihn gerichtet wurden. Unter fliicint

Marburg 5tuM. M 29. My Lenzing

wort gab, enthält sehr deutliche und nicht mißznver- stehenbe Winke an die Herren Millerarch und Poincaro. Aul der einen Seit« hat sich augenscheinlich der jetzig» Seiler der britischen Politik gerade mit Rücksicht aus di? französisch« Ministerkrisis einer gewissen Zurückhaltung befleißigt. Aber ans der andern Seite fühlte er wohl, daß ihm gerade jetzt Gelegenheit geboten »ar, den Pari-er Staa smännern einigt Wahrheiten vorzuhalten, denen diese beiher Ohr und Auge geflissentlich verschlossen hat. teil. Die Red? Mac Donalds ist zugleich als eine Fort­setzung der schriftlichen Auseinandersetzung zu betrach­ten, die er in den letzten Wochen mit Poincar^ gehabt hat und die ja auch noch nicht abgeschlossen zu sein scheint.

Bon grundsätzlicher Bedeutung für die weitere Gut- Wicklung der europäischen Politik ist die jetzt in alter Oeffentlichkeit abgegebene Erklärung Mac Donalds, daß Frankreichs,Strien nach sogenannten Sicherheiten gegen ernen Angriff Deutschlands an sich vielleicht berechtigt ;)ri, ober die beste Erfüllung in einer ehrlichen Verstän­digung mit Deutschland liege Die Erfahrungen, eie Frankreich uoch vor ganz kurzem mit seiner Währung

Varis, 28. März Zu der gestrigen V-de Mac Donalds schreibt das „Echo d« Paris": „Wir baden das fötbäube vor Augen, das Mac Donald fii-rotifcrmaScn in der Verlängerung der Arbeiten der Sachverständigen vukzurichten beabstchtigt. Wenn wir in einigen Tagen den Bericht der Sachverständigen besvrechen werden, werben wir nichts vernachlästigen bürfen. was Frank- reichs Vernunft unb Komoromlstbereitschast ins rechte Licht fetzen kann. Aber wir dürfennichts von den wesentlichen Grunbfätzen un feier Politik einet UlÄfotHdjen Entente su

Wto zu erwarten war, ist nach einem kurzen Zwischenspiel das Kabinett Poincarä wieder auf der Bildfläche erschienen, allerdings in einer etwas anderen Zusammensetzung. Der Geist bleibt also der alte, das sieht jeder schon an dem Namen Poin- carä, während in dieser Beziehung ein anderer Mi­nisterpräsident vielleicht etwa» irregeführt hätte Die neue Ministerliste lautet:

Pari». 28. März. Haoa, gibt folgende List« d» neuen Kabinett, bekannt: Vorsitz und Aeußeres: Poincaeä; Finanzen: Francois Marsal; Krieg: Maginot; veffentlich« Arbeite«: L e Trocquer; Handel: Loucheur; Hygiene «ad Arbeit: Daniel Vincent; Oeffentlicher Unter­richt: Hary de Jonvenrl; Kolonien: Oberst­leutnant Fobry; Inner«»: Georg Leygae» («och unbestimmt); Justiz und stellvertretender Vorsitzender: Bereier (?); Marine: Bara­nowski; Landwirtschaft: Generalintendant Primhat: llnterftaatssekretiir für die besetzten Ecbiete: L»»i» Maria.

Bis itr Mir.

Ludwigshafen, 28. Mär; Wir die Blätter ztte verlässig erfahren, steht nunmehr endgültig *ejt daß bU Wahlen zum bayerischen Landtag in der Pfalz gemeinsam ' mit den ReichStagswahlcn am 4 Mai stattfinden werden,

----♦--- j>

kt 9«tl6en Allsimle!.

Han-nover, 28. März. Vor Beginn der öffent­lichen Sitzung des Parteitages der Deutschen Volkspartei trat heute der Zentralvorstand der A. V P- in Hannover zu einer Sitzung zusammen. Als Versitzender be# Zentralvorstandes erstattete ReichSaußenminister Tt< Strrfemann ein kurzes Referat über die p)M>ch< ; Sage und bie Politik der Partei. Jur Gründung bet Ration allibfraten Verein zung wurde gegen vereinzelt« Stimmen folgender Befchluß gefaßt:

Der Zenttalvorstand stellt fest, daß politische Orinni- fationen und ähnliche Verbindungen von Mitgliedern innerhalb der Partei nur möglich find, soweit sie tut Satzungen diese gestalten oder bie zuständigen Partei« Instanzen sie <nt$brütfM genehmigen. — Z« diesem Be­schluß des Zenirulvotstandes erklärten die anwesenden Mitglieder der Rationalliberaleu Vereinigung, daß ftk nach der bau dem Zentralvorstaud feflgefttKten Güte mätigteü in den politifchen Auffassungen bei ih«a Freunden für die Ausführung des heutigen Beschlusses des Zetttralvorstaudes tintrdett würde». Diese Einmütig- leit zeigte sich auch bei der einstimmigen Annahme bei Wahlaufrufs.

Berlin, 28. März. Der gemeldete Beschluß her Zcntralvorstonchssitzaug der Deutschen Bolkspartei übet bie Frage der Nationallibc.alen Bereinigung wird von dem „Berl. Lokalanz." als eint noch nicht endgültig« Beilegung des Konflikts innerhalb der Partei bezeichnet, da an der Zentralvorstandssitzuug einige rührende Persön­lichkeiten der Nationallibcmlen Bereinigung, fo die Herren Oucmtz unb Bögler, nicht teitgmommt« haben. Die Mit­glieder der Berättigung werden am Montag darüber bt- , schließen, ob sie die Bereinigung auflösen oder in eint Form bringe« wollen, die bt« Anschauungen der Partei, eullpricht Di? Entscheidung soll am Donnerstag in einer Besprechung mit dem Pacteivorstanb bet D.-u:schm» Volkspartei erfolgen.

immer stärkeres Echo finden. Was aber die Stimmung i '--y ?,■—** *?.*, in England noch besonders kennzeichnet, ist die Behänd- j kennen sich überhaupt ntcht mehr verteidigen

i P a ti s . 28. März. Der RedaktionSaitsschnß der VachversiLndigeu hat gestern den ganzen Tag |ectbttl£tt. Der Baukuntcrausschrrß befaßte sich mit dec Frage der Anleihe. Er witb morgen btt Sach- btlßänbigcn Leverve und Sir William Acwotth hö- itzen. die tf'rrn Bericht über die Eisenbahnen überzebru- tzverdcu. Augerdem^and eint Bollsitzung de- Kvmi- j Ices Dawes über die Budgetfragen statt. Ter Buü- ! tzti Unterausschuß hat in Anbetracht des Stand«- sei- t*cr Arbeiten geglaubt, die Sitzung, die er abhalteu j wollte, obsagen und seinen Bericht dem Svmitee Dawes ^wnverzstgfich überreichen zu können.

Rückkehr Dr. Schockt, am Sonnabend.

Berlin. 28. März. Wie die Teltaraoben-Unlon «rläbrt, trifft bet Reichsbankoräsident Dr. Schacht erft morgen Sonnabenb von Varis kommend in Berlin em

Di« beatW Anleihe in Amerika.

Der Anzeigenpreis beträgt kür de» S gesp Ztiltninillimeter 0,08 Solbmark. Amtliche u. austrärt Anzeigen 0.10 Soibmort Bet tchwier.Sotz 50*t.«uficblag. 6ammtlaa»elg. 100•/, Auffäilag. ^eflamen 0,30 SolbmatL Leder Rabatt gl" berechnet, ebenso ÄNSkunitdurch die fbeichäkrsltelle und Zusendung oet Angebote. Zahlung innerhalb 5 Togen (1 Dollar — <,20 Eoldmarks, Berechnung nach dem Berliner Mittel- kur, de» Zah!un^r^iüg«ug,tage». Verzugszinsen Pt, lag nach de« Bankzinzfuh

(Ein GlanbaL

Auf Veranlassung des Minister» Eevering hat de» Berliner Polizeipräsident einen Trauer»»« verboten, tu dem Vie Seicht des als Opfer ftanzölifchtr Schaub- juffiz gefallenen Deutschen Dienet bei bet Ueberfübruna nach der tzeimat Eichwalbe durch Berlin gefahren wer­ben follte. Zur Beatünbung wirb angegeben, bab unter bem Ausnabmezustaub alle Kunbgebunaen unb Ver­sammlungen unter Itciem Simmel verboten seien. Da» trifft aUerdings zu. Ader man hätte sick im Prtubl- schcn Ministerium des Innern-überlegen sollen, ob «» nickt ratsamer gewesen wäre, auch unter bem Äunw naknnezuftanb eine Ausnahme zu ma<f>en_ und ec« Iteuer»ug zu gestatten, statt die vaterländischen Gefühl« weitester Kreis« auf» gröblichst» 5ii verletzen

Berlin. 28. März Die Deutickucttiouale Volks» Partei bat im Preubische» Landtag an das Staat* minlfterlum die klein« Anfrage gerichtet, ob es da» Verbot des Ministers des Innern billig«, wonach bi« Leiche Des wegen feiner Beteiligung am Rubtabweltt- kamvf von bett Franzosen zu lebenslänglichem ®«fäna« ms Deiurteitten in französischer Eesangenschalt ver­storbenen Mldeim Dcever nickt vom Ankunitsbakmbol zum Eörlitzer Bahnhof In feierlichem Zuge überoesütztt werben bars.

Ein lahme» Dementi.

Berlin, 28. März. Zu den durch einen Teil der Prcsie gegangenen Mitteilungen übet die Stel­lung des preußischen Ministers des Innern zu bett beabsichtigten Trauerkundgel-ungen anlätzlich bet Ueberführung der Seiche des Ruhrkämpfer» Dreyer in die Heimat schreibt der Amtl. Preutz Preffedieilst, daß in bem erörterten Fall der preü» siische Minister des Innern zwar pslichtgcmätz, ent­sprechend der Verordnung des Reichspräsidentett über das Verbot von Versammlungen unter freiem Himmel und öffentlichen Umzügen, die öffentlich« llcdersiihrnng vom Anhalter zum Görlitzer Bahn­hof mit Umzug untersagt hat, aber den Antrag­stellern durch den Polizeipräsidenten hat Mitteilen lassen, daß eine würdige Totenfeier in bet Bahnhofshalle ober im Bahnhofssaal stafffindett könne. Dies entipteri)« auch dem Wunsche der El­tern des Verstorbenen. Bei der eigentlichen Leichen, feiet in der Heimat wird auch ein Vertreter tel preutzischett Regierung anwesend sein.

»chen Wirtschaft ist bt« Vernichtung auch der ftanzösisi- w«s«n. England tue aber nicht» zno» schcn Wirtfchast. Mit Hilfe En-lanbs und Amerikas war-Schutze der englischen Interessen. »ä Brr. L war » «?

zwelles Mai wird ein selcher Versuch nicht mehr getr-.acht

5e .ÄirolMiir.

Au- dem Bericht der Sachverstäktdigen sind durch »Matt«" unb „Petit Parisieu" einig« Mitterlungrtt b«' könnt geworden, bie freilich keinen Anspruch auf Boll- Ifinbigfeit erheben können. ES wird vorgeschlagen, Deutschland ein Moratolimn von drei Jahren zu ge­währen. Innerhalb dieser Zeit soll Deutschland lediglich Bad-Heferungen vornehmen, doch ist über deren Gegenwert tlnt Einigung noch nicht erzielt worben. Die borgt* telaaettett Summen bewegen sich zwilchen 400 unb 800 Millionen Goldmark jährlich. Nach Absauf des Zah- knngSauffchubz, also im vierten Jahre, hält bet Sach- tzerstättdigenbericht einen iöhrllch von Deutsch- |«ttb zu zahlenden Bettag von 2Vi Mil­liarden Gold mark für tragbar unb »war verrechnet Ulf Sachliefcrunqen wie auf bare Zahlungen. Aber auch Uter diese Ziffer ist noch keine Einmütigkeit erztelt. Azrzahlungeu solleti durch direkte Ablieferung der Zölle mb Bereitstellung bksondcrrr Steuern erfolgen, aus oer.cn - jmm insgesamt etwa 1,2 Milliarden erwartet. Aus Obli- Zationeu, die von Industrie und Landwirtschaft gestelil werden sollten, werden 300 Millionen Goldmark und ans Obligalivnen, für welche die Rrichseisenbahn ihren Be­sitz verpsänben müßte, etwa eine Milliarde Mark er» warlrt. Für die Belastung von Industrie und Landwirt­schaft ist eine 6prozentig« Hhpctl>ek von 10 Milliarden auf 4) Jahre vorgesehrn. Die Sicherung de» Pfanb>'v ter ReichScffcnbahn soll dadurch geschehen, daß eine Reichebahn-Gescllfchaft als deutsche Gelellschast unter de«ll'ck-em Borsitz und deutscher Vcrwaltuvz mit intet* na cp.ua len Kontrollrechten gegründet und mit einen, kapital von 26 Milliarden Gold mark ausgestattet wer deu fc-IL Me Konzessiv irSdouer beläuft sich auf 50 Iahte. Bur Voraussetzung für die Durchführung dieser Br- pmmungen wird vom Sachverftändtzcubericht btt Her- stell»ng der wirtschastlichcu und Verwaltangseinheit unb der allem die Wiedkleinfügung dcS Ruhrgebiets in btr. tzesamldeutfchen wirtschaftlichen und politischen CrgarüS- Hüm? gefordert.

Berlin, 28. März. Dir Ängabe«, bie bet JDIoti«* unb bet „Petit Parst»ri" über bie angeb- Achen «eschliisse bet Sachverstimbige« bringen, wer­ben von den Blätter» mit alle« Vorbehalt wieder, «geben unb al» Versuchsballon bezeichnet. Wiit größter Entschiedenheit bringe« bie Blätter p« Ausdruck, daß bet ganze von den Pariser Blät- sern verLfsenttichte Plan derart ungehener- iich ist, bah er für sebe bratsch« Regie­rung, bie nicht burch bie Volks st im- e««6 hinweggefegt werben will, Überhaupt nicht biskutietbar ist. Das »V. T." ctfiätt, batz bie deutsche Wirtschaft nicht siusianbe ist, bie in dem angeblichen Plan erwähn­te» Summe» aufzubringett. Die „Deutsche Lages- StUutm“ fragt: Will man uns verhöhnen wenn man von einem Moratorium spricht uns Slerchzeitig «eben de» Bejatzungskosten, die «in- bestens 400 Millionen jährlich ausmachen, »och Sachlieferungea im Werte von 400 — 800 •Unionen fordern? Ebenso phantastischen sei' tzie Summe, bie vom „Matin" als deutsche Leistung »ach Ablauf des sogenannten Moratoriums ange- rnben werde. Der „Perl* Lok.-An,z." stellt fest, daß bk angeblichen Ergebnisse bet Sachver- Airndigenatbeiten nichk» weiter al» bie Wi« der­hol u n g »- d) t ig t e u Lvnboner Ultimatums bedeuten würde, dessen ÖiietfüHbtttleit von alle* wirklich tzrnft zu nehmenden Autoritäten längst »«erkannt worden ist.

Amlliches VerWndigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurhesiifche) Oberhessen

St e ro o o 11, 28. März. Es wird biet in der Woll- Ti.:l erwartet, daß sich die deutsch« 9n!eihe a.-f 300 l >;■ ! M> Millionen Dollar betiyifcn wird.

--♦---

Wiskk Mtt Dmlk.

(»ierabf in dem Augenblick, da in Frank»ich eine ernste Abnisterkrifi» entstanden ist und Herr Poincarö offenbar - einige Mühe hat, fein ,Wa6inrtt von neuem zufamnie». »rleimen, hat im englischen Unterhaus eine große polt- lilfdie Aussprache stattgesuuden, während der der Premier« iminiüer Ramsay Mac Donald sehr bedeutsame Aus» I ftbruiigtu gemacht hat. Seine lange Rede, die aus d.it f Reihe von Fragen des liberale« Führers Asquihb Aul-

Tie „üderdeiillLe Z-ttung" eriäieiut iecdsma! wöientlidu — Lezuzovr«» monatlich

_t: 2 Mark ausichltetzlich Zaftellungrgebühr. Für au»jall«ud« Stummem imolge

M» 7fi Streits OB. eiement.irreigntne fein (rtia*. — Benag von Dr. t. Sitzerath. — Druck

/ ’* 6« 8uiv.-Bnchvru«erei von Lod. Lu«. ä<h6, Mark» 21^5. — Sernjpreti« SS,