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Amtliches VerAndigungsblatt des Kreises Mardmg.

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

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1924

$eDbertaltatbe Bettveg" ettoetat lediseal wöchrvtliL. Lezngsvreir monatlich 2 Mark ausjchlirxllch Zustrllungsgebvhr. Für ausfallend« Nummern infolge Vf 75 Streite ov. »lemrnt. Ereignige kein Eriatz.Vermag non Dr. T. Hitzeroth.Druck ** 1 i>«j Liiv.-Bu-ddruckir-t »gj» Ästa ,<*, 2 =ä. *- rrrrMreche: 56,

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Marburg

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Der Kabinettskrise in Frankreich

lassen, auf den niemand sich verla

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Sa hvcrstLndigenkomitee sich auf diese Ziffer in feinem

Höhe bt§ Jahres 1384 tm Verglich w der Stenexb«- könne au» naheliegenden gründen die Forderung SchlußLcrichte sestlege» wich,

nach Festsetzung der militärischen Grenze Frank­reichs am Unken Rheinufer nicht öffentlich erheben, doch habe ihm der Londoner Botschafter Graf de St. Aulaire versprochen, gelegentlich der Besprechungen der Frage des Srcherungsproblem» die strategische Bedeutung des Rheinland«» gebührend in den Vor­dergrund zu stellen. Gleichzeitig hat PoincarS der Erwartung Ausdruck gegeben, daß die bevorstehen­den Verhandlungen mit England einen für das Linksrheinische Comit6" zufriedenstellenden Ver­lauf nehmen werden. Die Delegation hat sich von diesen Versicherungen PoincarSs befriedigt erklärt und sich zurückgezogen.

Wie nicht anders zu erwarten war, veröffent­licht General de Castelneau in den Pariser Morgen­blättern ein formelles Dementi. Er erklärt, er ge­höre nicht zu einemLinksrheinischen ComitS".

fcrge.'.toärtige Wirtschaftslage zu verbreiten. Hieran »»schließend folgt« der Vortrag des Herrn Geh Justiz- Hot Dr. Guggenheimer über die gegenwärtige .btk'acrgesetzgcbung in ihrer Auswirkung auf die In .twßtie. ®r setzte des näheren aneinander, in welcher

Eine deutsche Anleihe in Amerika.

Berlin, 274. März. Wie man auS Neiohork meldet, wird dort im April oder Mai eine deutsche Anleihe zur Zeichnung aufgelegt. Es handelt sich bet dieser Anleihe nicht um eine Reparationsanleihe, fort* dern zunächst nur um einen Awleihekredit für die zG schaffende GoGdiskontbauk. <

liche Arbeiten d«S zurückgetcetenen Kabinetts, St Troccuer, und darauf den Kr-egsminister Magi- not empfangen.

Paris. 27. März. Die Kammer hatte sich aus Anlaß der Ministerkrise bis morgen. Freitag, vertagt. Ta es unwahrscheinlich ist. daß die Krise, «elbst wenn PoincarL die Kabinettsbildung endgültig übernimmt, bis morgen völlig gelungen ift so wird die Kammer ge­nötigt sein, ihre Verhandlungen auf Sonnabend, wenn nötig, sogar auf Sonntag zu vertagen. Sie ist aller­dings gezwungen, spätestens am Montag die provi­sorischen Budgetzwölftel für den Wiederaufbau anzu­nehmen, da an diesem Tage die Frist abläuft. Auch muß noch an diesem Tage der Senat seine Zustimmung geben.. -r - - " j

könne und der immer in seiner Zweideutigkeit in der inneren Politik in den letzten zwei Iobren verharrte.

England «nd Rußland.

London, 27. März. Im Oberhaus fand gestern eine große Debatte über die Beziehungen Englands zu Rußland statt. Lord P a r m o o r er­klärte, die britische Regierung habe Sowjetrußland anerkannt in der Meinung, daß es das beste sei, einen neuen Geist in den Beziehungen zwischen Rußland und England zu schaffen. Curzon er­klärte, die britische Regierung habe in der über­eiltesten Weise Rußland die Anerkennung gewährt, ohne vorher eine Untersuchung der Lage anzustellen. Sie habe der despotischsten und in mancher Hinsicht barbarischsten Regierung, die fetzt in der Welt be­stehe, einen riesigen Zuwachs an Prestige gegeben. Sie habß, ohne irgend etwas dafür zu erhalten, ein mächtiges Druckmittel aus der Hand gegeben. Jede britiiche Regierung muffe aber zum mindesten auf einer Anerkennung der Vorkriegs- und Kriegsschulden bestehen: denn wenn Eng­land in diesem Punkte nachgäbe, würden für die übrigen Eläubigerlünder Rußland- W größten

r«;dtWkVkM»"i»rdmIlMli«k.

L o n d o n, 28. März. Im Unterhaus fragte Asquith gelegentlich einer Interpellation, wann Mac Donald die dem französischen Gelb­buch entsprechenden Dokumente vor­legen werde. Er wies auf einen Artikel der Times" hin, nach dem die Franzosen die be­setzten Gebiete zu einem besonderen Reparationsgehege machen wollten. Durch die vorgesehenen Sachleistungen werde die dortige Industrie ganz ruiniert. Was geschehe im Saargebiet? Der Völkerbund, meinte Asquith, sei die einzige Grundlage für ein« Stcherheitsgarantie.

MacDonald erwiderte, daß die Verhand­lungen mit den Industriellen nicht gegen bew Versailler Vertrag verstießen. Eewiffe Versuche schienen allerdings das Reparationsproblem neu aufrollen zu wollen. Die britische Regierung ver­folge dies aufmerksam. Sie wünsche auch, daß bie deutschen Steuergesetze von bei Rheinlanb - Kommission zugelassen würden. Die Kommissionen und Komitees, be­sonders an der Saar, müßten sich auf ihre Aufgaben beschränken. Zn der Pfalz seien die Schwierigkeiten sehr groß, da bie separatistische Bewegung nicht nur von außen unterstützt würde. Mehr wolle er nicht sagen. Aus dem Saargebiet müßten bie französischen Truppen frühstmöglichst zurückgezogen werben. Doch biete die Frage bet Gendarmerie Schwierigkeiten.

Mit Bezug auf bieSicherheit" könne Frankreich durch Sonderabkommen nichts erreichen, da es Länder von rgendwelcher Be­deutung niemals zum Abschluß einer solchen Paktes gewinnen würde. Es habe keinen Zweck, Garantien anzugeben, ohne zu sagen, auf welche Kräfte sie sich stützten. Die bri­tische Regierung strebe nach der Garantie einer Gemeinschaft wie des Völker­bundes, da nur auf der Grundlage der Völker« Versöhnung und einer unparteiischen Rechtsprechung moralische Garantien gegeben werden können. Zn eine Teilprüfung des Sicherheitsprobleins trete England nicht ein,*6evor nicht bie Repara­tionsfrage geprüft und gelöst sei. Bel­gien und Frankreich müßten sich entschließen, Deutsthland in den Völkerbund auszunehmen.

laftung tm letzten Friedensjahr auf der Industrie laste«. Er betonte ausdrücklich, daß bie Industrie bis zum Aeußersten bereit sei. die für die Aufrechterhal­tung des Reiches erfordeAichen Steuern zu bezahlen. Diese wtßten aber einfach und gerecht fein und gleich­mäßig auf die einzelnen Wirtschaftsgrnppen verteilt werden. Die augenblickliche Steuergesetzgebung werde jedvtchi dreien Forderungen nicht gerecht.

Die Vechandlungen. die in allen ihreu Teilen de» besten Verlauf nahmen, sind ein beredtes Zeug­nis für die Geschlossenheit der gesamten deutschen In­dustrie. t

London, 27. Mm».Westminster Gazette" schreibt, Poincare babe eine ernste Niederlage erlit­ten. Sollte er sich aus der politischen Arena zurück- zieben, so bestände Aussicht, daß sich die französische Politik im Rubrgebiet. in der Frage der Rheknlandbe- se-ung sowie bmsichtlich der separatistischen Komödie mehr dem gesunden Menschenverstand näbetn werde. AuchDaily Herold" glaubt, datz in sechs Wochen der Vloc national, besten Politik Europa solchen Schaden surefügt habe, einer vernünftigeren Kombination Platz machen werde. Im übrigen aber werde, schreibt das Blatt, die künftige Politik Frankreichs von der Haltung der deutschen Wählerschaft abbängen.

Paris, 27. März. Zur Ministerkrise schreibt Gustav Herve in der ..Victoire": der Todeskamps sei leit zwei Monaten im Gange gewesen. Das Ministerium ste'ncare sei gestern in einem Augenblick gestürzt wor­den. wo man am allerwenigsten daran dachte. So pflegten alle ermatteten und ausge­kehlten Ministerien zu sterben. Die Höflich­keit, die Freundlichkeit, das Herannahen der Wahlen und die Schwierigkeiten, ei neu geeigneten Nach - solger zu finden, legten dem Präsidenten der Republik die moralische Verpflichtung auf, keine Blut- ausirischua« zu versuchen, und auch die Furcht, datz im Auslande der Abgang des Mana« falsch verstan­den und ausgefaht würde, der da» Ver­dienst gehabt habe, das Rubegebiet au besetzen. Das iviele dabei ebenfalls eine Rolle. Der Verfasser Einesteils habe keinen gröberen Wunsch, als datz dieser Versuch, ein neues Kabinett Poin- r nie zustande zu bringen, seh lsch lagen möchte. Zur Not könne man noch über den Mangel an Ge­schmeidigkeit bei den schwierigen diplomatischen Ver­tändlungen. die ietzt beginnen, über feinen Formalis­mus und über feinen Advokatengeist binwegfeben, die Frankreich im Auslande fo viele Sympathien entfrem­det haben. Das Mißgeschick, do? dem französischen Volke in seinem Kredite zugestohen fei, und besten Rettung nut durch die Unter st iitzung der eng­lischen und amerikanischen Finanz mög­lich gewesen sei, habe PoincarL reichlich zum Entgegenkommen geneigt gemacht und nach dem Zwi­schenfall von Pirmasens wäre von feiner Seite eftcr ein übertriebenes Entgegenkommen zu befürchten gewesen. Man Hütte zur Not auch ietzt. nachdem dieses Unbeil »um Teil wieder gut gemacht worden fei, über die jämmerliche Finanzpolitik hinweaseben können, die zu der Panik vom 14. Januar geführt habe, aber es Id die. größte Unvorsichtigkeit unmittelbar vor den L'oklen das Steuer einem Piloten zu über­

Sie Mmiim».

25 Milliarden Dollar Reparationsbeirag?

New York. 27. März. Der frühere Minister Hughes ist gestern hier eingetroffen, um eine Reihe co.t Vorträgen abzuhalten. Auf Befragen von Jonr- m-listen erklärte Hughes. er sei überzeugt, daß Deutsch­land indyLnt1 einen Betrag von 25 Milliarden Dollar zur Zahlung der R prrationeu aufbringen könne. Hughes gab der Erwartung Ausdruck, daß das erste

FmliM AWi» W das tiitle Wiinler.

Paris, 27. März. Großes Aufsehen erregen in Paris Enthüllungen, dieDaily Heralb", das Or­gan der englischen Arbeiterregierung, gestern hin­sichtlich bet Absichten Frankreichs auf das linke Rheinufer veröffentlichte. Genanntes Blatt be­hauptet aus zuverlässiger französischer Quelle zu wissen, baß General be Castelneau vor einigen Tagen an der Spitze einer Delegation desLinks- rheinijchen Comite" PotncarS auf bie Notwendig­keit eines ausreichenden Schutzes der militärischen und politischen Interessen Frankreiths am linken Rheinufer hmwics.

PoincarL soll zur Antwort gegeben haben, er

Paris, 27. März: Poincare hat heute ist» mittag feine politischen Besprech ungeu begon­nen. Er empfing zuerst den Unierstaatsstlretär in Finanzministerium, den Abgeordneten d'Aubigny. Hier- auf verhandelte er mit dem Vorsitzenden des Seuair-aus- scktusses für auswärtigen Angelegenheiten be Selbes und in diesem Augenblick (10.30 französische Zeit) hat Poincare eine Unterredung mit dem Vorsitzenden des Finanzausschusses des Senats Millies-Lacroix.

Paris, 27. März. PoincarL, der um 9Uhr vormittags am Ouai d'Orsay seine Besprechungen mit ben politischen Persönlichkeiten begonnen hat, empfing nach Beendigung seiner Verhandlungen mit dem Sena­tor Millies-Lacroix zuerst den Vorsitzenden des Finanz­ausschusses der Kammer, Dariac, und bann dessen Generalberichterstatter Bokanowski.

Gegen mittag steht noch nicht fest, wann Poincare sich in das Elysee begeben werde, um dem Präsidenten der Repu­blik davon Mitteilung zu machen, ob uno in welcher Weist er das neue Kabinett zu bilden gedenkt. Im Augenblick, 12 Uhr mittags französische Zeit, ist es sogar noch zweifelhaft, ob Poincare feinen Entschluß noch am Bormittag treffen will. Er hat heute vormittag, wic bereits berichtet, mit den Vorsitzenden der Ausschüße für auswärtige Angelegenheiten und Finanzen von Kammer und Senat verhandelt. Weiter ist er noch nicht g-gau- gen. Er empfing den Vorstand der demokratischen und der sozialistisch-republikanische n Par­tei, also der Partei Jonnart, die ihm dringend nahe- (egte, die Kabinettsbildung wieder zu übernehmen

Paris, 27. März, lieber die Verhandlungen Poin- cares inbezug auf die R e u b i l d u n g vesKabine t ts will der diplomatische Berichiertratter der Hävassoewfin aus parlamentarischen Kreisen erfahren haben:

Bei den Unterredungen, die Poincare gestern abend mit dein Scnatspräsldcnten und dem Kammerpräsidenten gehabt hake, haben diese ihn lebhaft gedrängt, nicht endgültig zurückzutreteu. Ben der Zuteilung Von Mia « sterposicn sei keine Rede gewesen. Tic beiden Präsi­denten hätten jedoch unter Anspielung auf bie Jinan- lag» dv»eAnsicht Ausdruck gegeben, daß ed vielleicht wün­schenswert sei, wenn Poincare da- Fi nanz- Ministerium übernehme nick unmittelbar mir seiner Autorität al- Ministerpräsident btt Durchführung ber kürzlich Veit dem Parlament angenommene Finanz- gesetze überwache. Obwohl Poincare bazu nichts Stel­lung genommen habe, zweifle man, baß er bereit sein würde, bas Ministerium für auswärtige Augestgenh-nen aukzugeben, da die zur Zeit eingeleiteten internütional-n Verhandlungen sein Verbleiben as ber Spitze dieses Ministeriums erforderlich zu machen schienen. Als Finanrmiuisier werde nach dem Berichterstatter viel­mehr Senator Francois M a r f a I, ehemaliger Finanz- Minister im Kabinett Millerand, genannt und auch der Gencralberichterstatter der Finanzkommission dec Kam­mer, Abgeordneter Bokanowski. Ein Personenwechsel werde abgesehen vom Finanzministerium namentlich noch erwartet im Marineministerium, im Handelsminist.rium und tm Ministerium deS Innern. Für das Marine- oder Handelsministerium wird Senator C h a u m e t vor allem genannt Bon neuen Namen werden von dem Berichl- erstatter bet des Abgeordneten Lous Marin and be­sonders der des Abgeordneten L o u ch e u r genannt In beiden Fällen scheint e» sich um bas Finanzministerium zu handeln.

Paris, 27. März. Ministerpräsident Poincarö hat heute Nachmittag zuerst den Minister für Sssent-

5« SW» lirW litt ttt !lims i« MOck.

| - Berlin, 27. März. Die gemeinsame Tagung des Keichsverbandes der deutschen Industrie , jntd der Bereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände Jtntrttt heute vormittag von dem Borsitzenden des ReichS- brrbandeS, Dr. Sorge, mit einer Ansprache eröffnet.

i' Reichskanzler Dr. Marx ging in längerer Rede auf baS Kernproblem der geaenwärtig-n Wirtschallslage, die Utifrechterbaltung der Wäbrungsfesiiateit. ein. Sie bilde! den AuSgaugspunkt eines jeden Wirtschaftsausbaues. Mit ihr sieht und fällt bie Nation. Wir haben doch einen längen und schweren Weg zu geben, ehe wir flnf(rtmen können. Kaum einige Wochen trennen unS noch von fetten entscheidenden Tagen, an beiten der Wesien des Reiches vor neue Ungewißheiten und Unruhe gestellt sein wird. Mit wehem Herze», aber voller Stolz gedenken wir rmsrer Brüder am Rbein ». Ruhr. Deutsch ist das Land, und deutsch, nur deutsch, echt deutsch sind feine Bewohner. Dort schlägt das Herz ber deutschen Wirtschaft, ohne da^ Deutschland nicht leben und nicht arbeiten kann. Die Fragen, bie dort der Löllmg.harren und die mit ihnen Verbundene Frage der Reparationen müssen endlich im Einklang mit de» Forderirngen der Vernunft und T-e- «chiigkeik entschiede» werben, bamit bie Menschheit wie Jtt frei ausatme« uns friedlicher Arbe-'t sich zuwe.ub«» sttnn DaS deutsche Volk aber ist, wie immer se-thet, ge- kvillt, die sich aus dem verlorenen Kriege ergebenden Ikslge« bis tut Grenze des Erträglichen auf rfch z« rehmen, von dieser Last haben wir alle unser schweres reik zu trage«. Ich kann »erstehen, weu« innere Gefühl manches gut deutschen AauneS sich aufbäumen möchte in dem Ardanken, daß diese Lasten ihren Ursprung d^öitren-aus der Lüge von bet alleinigen «ch ald Deutschlands am Weltkriege. Sir irrten überzeugt fern, Satz mit tu stilles Arbeit das Unserige tun, nm der Wahrheit unter ben Völkern znm .Liege zu vethelsen.

Einen Ausweg aus dem gegeuwärtigen Elend können )ir nur finden durch eine» Appell an die wirtschaft- siche Vernunft der Welt, der sich auswirtt in mühselige» Utch schwierigen Berhaildiungen üb« dasjenige, was DeuZchtaud an Repararionen z« leiste« vermag Von kiefern Gedanken getragen, suchte die Reichs regier',m, bk Arbeit bet beide» zur Zeit noch in Paris tagenden vetflnusiKena«»schüsse durch die Beteitstetlung von Mate­rial zu fördern. Wir stehen den lommensen Sachvcr- ßändig-ngutachten in voller Freiheit der Enllchließurgi Xoenütat In dem Ringen um Deutschlands Wredet- ittieiicrimg fällt ber Jndusttte eine hohe und veraup. loottungSvolle Aufgabe zu. Mehr ben» je ist das dc.itsche kolk tu scineu EListenzmäglichkeiten auf eine blühende Und leistimgSfShige Industrie angewiesen. ES gift den »ach Waren hnngernden Jnlandsmattt zu versorgen und gilt, auf dem Weltmarkt im ftieblichen Wettbewerb der Böller wieder jenen Platz zu erringen, dessen tpit zur Auf­rechterhaltung unseres Taseins und zur Abtragung fiter- nommetter Betpflichtungen bedürfen. Das ist ohne Höchstmaß von Leistung a» Kopf und Handarbeit nicht I« erreichen.

rbtr glaubt jemand, daß man draußen für UNS tu bie Schranken treten werde, wenn wir durch Beibe­haltung des achtstündigen Arbeitstages die Versail­ler Verpflichtungen nicht zu erfüllen vermöchten? We«,n *<iii sich durch unser Vorgehen benachteiligt fühlt, fo 5»tt mau die Schuld dort suchen, wo sie ist, »ich t aber >ei ur.S. Unter dem Druck der Zeitumstände Halen *ir vieles aufgeben müssen, was nach unseren Anschau- llnh«n z» den Bedingnugeu, eine- Kulturstaates ge­hört. ES geht um Höheres als um de» Streit, wer Herr und wer Knecht sein solll Es geht um die Zu- Jtnfi «'.nseveS Volkes und darum, daß das neue Reich lieber einmal feinen geachteten Platz unter dcu- letu der Welt einnehmen soll. Der Reichskanzler gedcchte in diesem Zusauunenhang deS einmütigen Zu- famieen stehens deS ganzen deutsche» Volkes i« dem ^»mpf ur Rhein und Ruhr, sowie gegen die grau- ßrm« Ro unserer Tage und erinnert daran, daß auch die deutsche» Wirtschaftsstände dem Reiche hochher- )Ige Spende» zur Erhaltung der hart um ihr Dasein rinLknden Wissenschastund zur Linbentng tausend- M5* Jammers zur Verfügung gestellt haben und *etter zur Verfügung stellen.

ii Weiter geht uns folgender Bericht zu:

l V Tel ReichSverband der deutschen Industrie hielt heute Vormittag seine fünfte ordentliche Mitglicder- tzerfammkung die aus allen Teilen des Reiche- und von alle« Zweigen der Industrie überaus stark besucht war. in Berlin ab. Rach der Begrüßung durch den Vorsitzenden. Herrn Ingenieur Kurt Sorge, ui£> her Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten, sowie her Berichterstattung des Schatzmeisters, zoerrn Gch. Bergrat Hilger, ergriff Herr Geheimrat Dr.- Her das Wort, um sich in einstündiger Rcde über die

Die Micum-Vrrträge. I

Berlin. 27. März. Die MicnmvettrLge stehe» gegenwärtig im Mittelpunkt von Vrchandlu«- gen zwischen Vertretern der Reichsregierung und bcX Industrie Rheinland- und Westfalens. Die Reichsrd< gierung hat sich ganz außerstande erllärt. khrerseitR irg'udwllche Verpflichtungen auf Grund dieser Ver« träge z» übernehmen oder an einer VerlängeruiD sich zu beteiligen. Me Reichsregierung ist zu diese« Haltung gezwungen, weil innerhalb der Haushalt» keine Möglichkeit besteht, für diese Zwecke irgeitbrotfdfc Aufwendungen zu machen. Eine gemeinjsame Ab« machuna der Industrie ist bis jetzt auch noch nicht ge« troffen Worben; soweit Vereinbarungen vorliege», han­delt es sich mir um Llbmachungrn privater Natur unb auf eigene Rechnung und Gefahr bestimmter In« dv.stri!zweige. '