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Amüiches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurheMchej Öbexhessen

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Ti« „Obctbeifiltbt Zeitung" erid>dnt ieLsuial mödientlhfi. — Sejngspteis monatlich 2 S.'art ausschUetzlich ZusteNungsgebühr. Ritt ausfallend« Nummern iirrige Streik» o». «lemenr.Eretgpin« frin Etiag. — Tet a.i von Dr. T. Sitzeroib. — itntf oet Unio.«S3e*bru<ferei von 5ob. 8va. 9och, Markt 21:28. — 3i«,n>prech»i 5ö, Pl,2'L«<kkonto' Rr. 5015 ®mt Rranfiurt a. Main.

Marburg MM den 26. Mj Lenzing

Der Snzeigcnprei,beträgt für den 8g«lp. Zeilenmilltmeter 0,08 (Bolbmarf. Amtlich« u- auswärt. engetgen 0,10 Eoldmark. Bei ichwter.Satz 50 Aufschlag. Eammelanzetg. 100 e/6 Aufschlag. *«!lamen 0,30 Eoldmark. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch dte Geichciftsitelle und Zusendung der Angebote. Zahlung innerhalb 5 Tagen (1 Dollar <20 Goldmarks, Berechnung nach dem Berliner Mittel« kur» de, ZadlunxS'Singangriage». Verzugszinsen pro Tag nach dem Bankzinsfuß

59. Ml.

1924

Die SMveOOigell ssr dm Weil.

Paris, 25 März. Zu der Frage, wann her Bru'Ä brr Lachverständigen endgültig der ReparationSksmmisi {ton überreicht werden wira, berichttt die. Agentur ft-uvas, ttu? einer von ihr in autorisierten Kreisen vsrgenocnme- »en Untersuchung erg?M sich, daß die Sachverständigen {ehr wahrscheinlich. ißWArbeite» am Ssimabend den 89.3. beendet haben werden, sic ivürden jedoch zu einer letzten UeberarLeitung des Textes schreiten müssen. Unter diesen Umständen werde di? Reparatiovssomm'ssio» nicht Vor DienStag, den I.Avril,, ossrzieli mit dem Dokument b.flitzt werden können. Die'eS werde ohne Zweifel schon am Tage nach der Ueberkeichung brr Oessentlichkeit übergeben werden.

Paris, 25. März. Der Budget Unterausschuß der beute nachmittag getagt hat, ist zu endgültigen Schlich- folgetüngen gekommen. Er wird wahxsch. iichich am. Ton- «erstag eine letzte Sitzung abhalten, um den Text cinrs Anha»geS zu diskutieret^ dec »M einer technischen Stuti? beflekit,. die- in dem Rahmen des Berichtes nicht eino.cfstg! werden konnte.

Der- Bank-Unterausschutz hat sich m-t der Emissions­bank beschäftigt.

Der rektifizierte Bericht der Eiftubahusachveeständigcn. der st.ute ansgearbestet worden ist, wird am Donner?- 'te: dem Bünk-NnterauSschutz überreicht melden. Mnczen.. t-orm.itag werden der Bank-Unt;rmi-?fchutz nnd der Redabch lious Unterwnsschutz zusirmmentreten. Morgen nachmit­tag findet eine Vollsitzung des Komitees TatoeS statt

Paris, 25 .März. Ter NntrauSschutz de? Krm'-- jeeS Dawes für BanMage« hat hmte vormittag no<L- MakS über dir Statstm der Gridnoieubank verhandel. Kegen Abend wird er nach Havos nochmal?

Irrte«, um den neuen Bericht der. Eiienbahnfachverstä-.i- bigen Leverve nnd. Acworth zur Kenntnis zu nchuien

P a c i s, .25. März, dfgch-dem: „Petit Karinen" tztird in Kreisen der RevarationSkvmmission zu der Reise Ger englischen Sachverständige:! w Sir John Bradburlf «ach London erklärt, die Darstellung, datz' diest- Reise durch gewisse Schwierigkeiten vernnkcrtzt sei, fei nutze- »rändel Alles lasse vielmehr die Uetrrgab: eine? ein- mütigen Berichtes für Anfang, nächster 22:ch: rrwartc n.

Gegenüber der letzten,, bis 1923 reichenden Abrech­nung der Repko., die die Gesamtsumme der deutschen Leistungen in Höhe von 82 Milliarden Gold- in n r t auswies, ist in der jetzt veröffentlichten Abrech­nung. keine wesentliche Aenderung in der Bemertung der Reparationsleistungen eingetreten. Noch immer sind grotze Posten nicht abgeschützt worden, andere w:e 6 B die Sandelsflotte. die Saargruben usw. sind, mit den bekannten notorisch viel zu niedtlg veran­schlagten Werten eingesetzt- Rach sorgfältiger deutscher Berechnung haben dte gutschriftsähigen Reparations­leistungen bereits rum 3b. Dezember 1922 die unge­heure Summe vo-n 4 1 6 Milliarden Eold- n a r k erreicht. Sinzuzurechnen sind noch die 143 Milli­arden betragenden, nicht auf Rrvarationskonto anrech- nungsläbigen deutschen Leistungen, sodab Deutschland auf Grund des Versailler Vertrages bis Anfang 19 2 3 Leistungen im Werte von 559 Milli­arden- bewerkstelligt bat. also das Sechseinkalbfache ter von der Repko bis Ende 1923 gutgeschriebenen Leistungen. Wenn sich Frankreich übrigens unausge­setzt darüber beklagt, datz cs fo wenig von Deutschland erhalte, so sollte es sich daran erinnern, datz bis Ende 1923 die Besatzungs 1 rupven am Rhein über fünf Milliarden Eoldmark von den deut­schen Reparationsleistungen verschlungen haben. Man sollte ferner nicht außer Acht lassen, datz an der Ver­teilung der deutschen Leistungen nicht mehr und nicht weniger als 27 Staaten beteiligt sind. Datz Frankreich *923 noch den Angaben der Revko nur 13.4 Millionen Goldmark zugeteilt erhielt gegenüber 155.1 Millionen au Italien und 111.8 Millionen an Jugoslawien, ist keine von Deutschland zu vertretende Angelegenheit.

Sie Hnltrretag In £0116011.

Paris, 25. Marz. Der diplomatische Pedak- teuer der. Agentur Havas berichtet über, die jüngsten Unterredungen zwischen Mac Donald und dem srauzöfischen Botschafter in London, datz insbe­sondere die Frage der Sicherheit als eins der grundlegenden Elemente zwischen Frank- reich und England behandelt wurde. Der Bot-

Brüssel, 25. März. „Dernftre Heute- be­trachtet es als nahezu sicher, dass in Paris eine Be­sprechung der beteiligten Ministcepr-N-denten statt, finde« werde, sobald der Bericht der ? 'gestän­digen vorlicg«: —

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Bon- wirtschaftlicher Seite wird u-nS geschriebra:-'

Die VcrhandlimKcn der Sachvcrstäftibigk» in Paris stnd auch jetzt nari) nicht zum AMHluH^ekommen. Es ist leider richtig, hast diese SachvcrftSnmgen-Beratungkn - in Paris sehr erheblichen Schwerigkeitcu beg^net^ sind ES ist damals auf Grund des V rlaufs der Beratungen i« Berlin hie und da eme sehr starke HosfnuigS- ft?::'in feit aufgekomme». Wir haücu an biefec Stelle ünluer Lor Optimismus gewarnt, und wie rocht wir dabei ken-ftn waren, zeigt die jetzige Lage- Schon in Berlin Hai es in den letzten Tagen der Auwefenheit der Sachver­ständigen Schrvierigkriten gegeben luegtu brr Klärung bestimmter Fragen, di.- mit der LeistungSftrh.ig5.-it der Großbanken,". der GroMdustrie wie des 'Großkapitals Überhaupt ziismstMklkt^Aigen. Tarcurf hat man nun kn Paris' eingehakt. Tort ist soviel Material, gegenüber den ErKTbnMir der Berliner Untersuchung hcrangeschftust Werden, daß nun jetzt die Dinge noch unklarer geworben sind Man- muh mit einer weiteren sehr erheblichen Ber- WSgerung in der Fertigstellung des Berichts der Sach­verständigen rechnen. Ausserdem aber auch,, und das ist bas empsiudlichüe, werden die der dentichen Regierung |u stellenden Bedingungen für ein Moratorium uns für tin» internationale Anleihe ganz und gar untre dem Nunmehrigen französischen Einfluß stehen. Daru»^ muss «ran sich ,unbedingt vorbereiten, um nicht von neuem enttäuscht zu werben

Am wesentlichen dreht eS sich jetzt bei den Pariser Besprechungen um die Frage der deutschen Zahlungs- Whigkeit. Ter Kardinalpunkt aller an Deutschland vi stellenden Forderungen wird die Kontrolle, der d-ut- schen - Elsenl-ahnen sein und diese Kontrolle wird bei: Mittelpunkt- der allgemeinen Finanzkontrolle- bilden, die »an Deutschland aufznerlegeN gedenkt. Auch die foni-= tuende endgültige Goldnotenbank soll in den Dienst bieier ton trotte gestellt und deshalb als international: Dank. Ausgestattet und mit dem Eharaller einer Repar.ttisns- hffe Versehen werden. Dieser Goldnotcnbank wird in •ftrer ganzen Gestaltung die allergrößte Bedeutung bct- fctmejfen fein, denn bas ausländische Kapital wird Doch Lage der Dinge einen starken, ja fast überragenden Minfluß erhalten und damit wird auch die Kontra!« «erung unserer gesamten Wirtschaft bis zum System der Lndustrie- und Handelsspionage verbunden sein. Wir werden unS daher darauf gefaßt machen müssen, bof; di« nächsten Erörterungen über diese Fragen unS tot DberauS schwere Prüfungen stellen wird.

' Die deutsche« Leipuugeu. '

l Berlin. 24. Marz. Zu der von der Re para- Hionekommission veröffentlichte^ Statistik, die Och mit den Leistungen Deutschlands vom Waffenstillstand bis zum 31. Dezember 1923 beschäftigt, Macht das Wolfsbüro folgende BeftB^Kunar«:

schäftor hat den Auftrag, die in dem letzten franzö­sischen Gclbbnch auseinandergesetzten Ansichten über die in dem Briefwechsel der beiden Ministerpräsi­denten aufgeworfenen Punkte darzillegen.

London, 26. Marz. Der Londoner Bericht­erstatter des „Manchester Guardian" bezeichnet die vorgestrige Unterredung zwischen Premierminister Mac Donald und dem französischen Botschafter Graf Saint Aulaire als den Beginn einer aktiven Phase ker frrmzLsisch-l-ritische» Diplomatie unter der neuen brutschen Regierung. Zn der Unterredung, in der hauplsächüch Saint Awkaire das Wort geführt habe,, seien die Frage der P f a l z, der Kölner Bah­nen, der R u h r, der S a ch v e r st ä n d i g e n - a u s sch ü s s e und der französischen Sicherheit erörtert worden. Befriedigung sei, wie ver­lautet, auf beiden Seiten über den Erfolg der Be- handlung des Problems der Pfalz-, und der Kölner Bahnen ausgedrückt worden. Der fmnzofifche Botschafter nnd französische Kreise in London seien zuversichtlicher als vor einer Woche, datz die Sachverständigen ein Uebereinkommen er- zieten. werben. : Bei bet vorgestrigen Unterredung habe MacDonald, wie verlautet, angedeutet, daß jetzt ein neuer Faktor in die Erörterung getreten ist. Graf Saint Aulafte habe ziemlich klar zum Ausdruck gebracht, datz das Problem der französi­schen Sicherheit nur geregelt werden könne durch den Abschluß eines dauernden eng- lisch-franz.ö fischen Bertsidigungs- vcrtrags. Mac Donald habe angedeutet, datz der britische Plan vollkommen anderer Art sei und der Weg zur Sicherheit durch den Völkerbund führe, möglicherweise vermittels eines gegenseittgen Ea- rantiepattes, vielleicht aber auch durch einen beson­deren Plan der Entmilitarisierung und Ncutrall» sierung der Rheinland« unter der Völkerbundo- garantie. Der neue Faktor in der Lage sei jedoch die Haltung Berlins. Bon deutscher Seite sei be­tont, datz keine deutsch« Regierung je irgendeine Bereinbarung betreffend das Rheinland anuehme« werde, die über die Bestimmung des Versailler Ver­trags hinausgehe. Auch werde Deutschland dem Völkerbund nur unter der Bedingung beitreten, daß ihm ein dauernder Sitz im Bblkerbundsrat im vor­aus verbürgt werde. Das deutsche Element in diesem Problem sei der neue Faktor, bet durch Mac Donald genügend deutlich betont wurde.

Parks, 25. März. Heber die gestrige Unterredung zwischen dem englischen Premierminister Mac Donald und dem französischen Botschafter berichtet öavas aus London die Unterredung habe der englischen Regie- rung Eelegci'.heit geboten, sich davon zu überzeugen, datz die fran-osische Regierung dir Garantie, die sie zur Zeit im R u h r g e d i e t in der Sand habe, nicht ohne Kompensationen aufgeben könnte.

Paris, 25. März. »Demos" sagt in Besprechung der gestrigen Unterredung des französischen Botschafters mit dem enölijchtu PreMmrvüniste^ der nrropchjch«

Frieden fiinn« nicht durch Vorsichtsmatz­regeln gegen Deutschland allein gegründet werden. Richt da» Wott „gegen“ müsse zur Anwen­dung gelangen, wenn es zur Herstellung eine» dauer­haften Frieden» kommen soll«, sondern bas Wott „mit“.

Gegen" sei nut ein Mittel, das Ziel sei „mit". ---*---

Die MklM-ÄklM.

Wie uns aus Berlin mitgeteilt wirb, werden in die­sen Tagen die amlliäien Verhandlungen zwischen den deutschen und ftanzösischen Vertreter wegen bet Mi- cum-V-rträoe aufgenommen. Weil sich die Beratungen >.r Sachverständigen infolge inzwischen eingertetkivet Schwierigkeiten länger als ursprünglich angenommen ivar, htnausziehen, sodaß mit einer Regelung der beiberid'ioer wirtschaftlichen Abmachungen auf Grund d r M kl-m-BertrSgr bis zu bereit Ablauf am 15. April nicht mehr gerechnet werden darf, wird nun auch ossiziesl die Frage der Verlängerung biefftt Verträge in Erörterung gezogen. Es wich sich wohl votlänfig darum handeln, diese VettrSge um einen Monat, also bis zum 15. Mai, in ihrer Gel- tungÄauer zu verlängern. Die ReichSregierung wich bei bet Berhandhrngen keinen Zweifel darüber lassem daß diese Regelung nur alS eine prvvrsottsche b>S zur Uebeminbvnp eines Uebergangsstadiums anzusehen ist und daß sie ihren Standpunkt aufrecht erhält, wonach diese B tträge auf die Dauer nicht erfüllt werden kön­nen und daß die Regierung alS solche nicht, wie man es ton französischer Seite gern möchte, ihrerseits in die jetzt von bet Industrie als solcher übernommenen Verpflichtungen einytretten in bet Lage wäre«

815 kt taMtn flimmer.

Paris, 25 März. Die Rammet hat heute vor- mi tag den Gesetzentwurf über dieReorganisation der Reier»r der Landarmee angenommen.H-ule Nachmittag behandelt die Kammer das Pensionsgesetz.

Pari», 26. MSH. Im Laufe d«S heutige« Sabi- neltSratk wich Poincarä den allgemeinen Spatpian, der nach Annahme der Notgesetze durchgeführt wer­den soll, zur Kenntnis bringe«.

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Brüssel, 8. März. Der gestrige Kabkutttsr.it hat die Möglichkeit einer Zusammenkunft zwischen Poinear6. TheuniS und HymanS inS Auge aefaßt, bi: Ende dieser oder Anfang nächster Woche siattftnden dürfte.

Republik Griechenland.

Athen. 85. März, lSavas.) Die Matleaat« verlamm!»«- hat ht Ihrer gestrige« Sitzung der Absetzung der Dynastie und der Erricht««» der R0p»blik »»gestimmt. Mi«ifterpräfide«t Pa« vanastosius legt nach Verlesung einer Programmrede ei« Resolutionsproiekt »or, das die Dynastie fle end- ültig verfallen erklärt, de» Mitglieder« der könig­liche« Familie de» A»ke»tl«li l« 6tte« chenland »»tersagt. die Enteignung ihrer Gü­ter gestattet nnd die ProNamiernng der Republik de- scklietzt, vorausgesetzt, datz sie durch die Volksabstim­mung gutgeheitze» wird, wobei Admiral 8»»dirwzis das Amt der UmroanMnng der Negierungsform ob­liegt, bis die republikanische Bettassnng ausgearbeitet lein wird.

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MlbtMtM.

SStrliu, 25. März. Der Patteivorstand der. Demokratische« Parklei beschäftigte sich aus sicher gestrigen Tagung in Bettin mit der Ausar­beitung seines Wahlprogramms und stellte die Spitzen­kandidaten für die Reichswahlliste auf. Die Liste be­ginnt mit dem Reichsrninistrr a. D. Koch. Es fol­gen Dr Gertrud Bäumer, Erkttenz, Fischer- Köln, Reichswchrminister Dr. Geßler und Dr. Lud­wig Haas.

Berlin. 24. März. Die gestern Abend deran- staliet« Versammlung der d « u t s ch v v l k i sch e n F rei- heitSparttt wurde wegen dauernder Störungen dnrch die Kommunisten polizeilich aufgelöst. Die sich auf b.’r Straße wiederholt zusammenschließenden Teilnehmer wurden von bet Polizei auseinanderar- iriebr«.

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Berlin 25. März. Der sozialdemokratische Par- ieiaus,ch«ß beschloß laut „Vorwärts" den sozial- demokratischen Partei!tag, der am 13. 4. in Berlin beginnen sollte, bis nach den Reichstags- Wahlen zu verlegen.

Amerikanische Hilfe für Deutschland.

Washington, 24. März. Das Repräsentanten­haus hat eine von dem republtkcmischen Mitglied tu?- Kongresses Fish ein gebrachte Entschließung ang-kom­men, wonach ein Betrag von 10 Millionen Dol­lar zum Einkauf von Lebeusmittel« für die not­

leidenden dentschen Frauen und Kinder be­stimmt werden sott, mit 240 gegen 97 Stimmen ange­nommen. Der Annahme der Entschließung ging eine etwa dreistündige Debatte voraus, in deren Verlauf ein« Reih« Zufatzanträge abgttehnt wurde, unter bene« sich auch ein Antrag befand, wonach der Einkauf sich auf Weizen und bergfefdjen beschränken und die «Tilge» worfene Summe auf 20 Millionen Dollar erhöht werde» sollte. Im Saufe der Debatte betonte der Repu­blikaner Burton, die Entschließung biete Gelegenheitz ein Werk der Barmherzigkeit zu tun und die tatsächlich nöttge Unterstützung zu gewähren. Der Demokrat Seatier hob hervor chaß die bewilligte Summe al» Unterstützung nichts bedeute, da der verfügbare Betrag nur ttne ganz geringe Hilft für eine so große Zahl Kinder seft Der Demokrat Mac Keown erklärte, man solft^ statt dies« Unterstützung zu gewähren, Frankreich dazu bringen, Deutschland gegenüber den rtchtigtu Kurs einzuschlagen. Der Republikaner Laguardi« sagte, die beabsich tigte Maßnahme werde ti fünf Minuten mehr Gute- tun, al» bet Völkerbund in fünf Jahre«. Der repuöltk«. nische Abgeordnete Looper meinte, wenn Deut'chlanb auch vielleicht genügend Lebensrnittel habe, habe el doch nicht genug Geld, um sie zu kaufen. Der D-mokrat Louno ry erklärte, er habe gegen da» deutsche Herr gekämpft, aber die deutschen Frauen «nb Kinder hätten den Krieg nicht geführt. Der Republikaner Andrew bezeichnete es als dem gesunde« Menschenverstände widerstrebend, daß man für Deutsch- land zehn Millionen Dollar auSgebe, wenn bk begütertes Klassen Deutschland- sich Luxusausgaben leisten könnten. $te En Schließung geht nunmehr an den Senat

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Deutsches Reich.

Berlin, 25. März. Der Berfass«« g ? aAS- schuß de» preußischen StaatSrats beschloß, dem Staatsrat die Annahme folgender Entschließung zu empfehlen-: D«r StoolSrat bedauert au» verfassungs­rechtlichen unb praktischen Erwägungen, daß die Neu­regelung der Strafrechtspflege statt int Wege der Gesetzgebung im BcrordnnngSwege erfolgt ist. und ersucht das Staatsrninisterium, auf eine Nach­prüfung der Berochnung vom 4. Januar im oibent- lichen Gesetzgebimgswege hinzuwirken.

Zusammeukunst bet Relchswebrkom»«i«de»ee. j

Berlin, 25. März. Dem „Lokalanzeiqer" git# folge ftndtt heut« im ReichSwehrministerium bi« all­jährliche Zusammenkunft sämtlicher WehrffRSkomma«- b.'ur' b-r Reichstvehr mit b:m Rtt.bSwchrminister uni’ dem Ehef der oberste« Heeresleitung statt. Es handelt sich habet ausschließlich um die ErZrterung laufender militärisch« Angelegenhttten.

$ie Trauerfeier für Tusae.

Berlin, 25. März. Unter außerordentlich zahl« rttcher Beteiligung der biplomattschen, politischen, lite­rarischen unb künstlerischen Welt fand heute nachmittag in her tschechoslowakischen Gesandtschaft zu Ehren be» verstorbenen Gesandten T u s a r eine Trauer frier statt. Der Reichspräsident hatte sich durch Staatssekretär Dr. Meißner Vertreten lassen. Das auswärtige 8mt war.» a. durch den Rttchsaußenminister Dr. Strese- mann und durch Staatssekretär v.Maltzahn be> trttcn.

Der al» Berlrcter des Prag« Ministeriums be» Aeußern entsandte Minister Dr. Girsa würdigte da» Lebenswerk TusarS unb wies darauf hin, baß die Arbeit deS verstorbenen Gttandten zur Anknüpfung sehr leb­hafter politischer, wittschastlich« und kultureller Be­ziehungen bet beiden Nachbarstaaten führte. (Siehe tsckechisch-französischer Gebeimvertrag! D. Red.) Er dinktr dem ReickSpräsidenten und der Reichsregierung 'ür ihi seltenes Berständnis inti> ihre Hilft, die sie dem ler- ^orbenrn Gesandten btt der Ausübung seiner Misfto-. stets erwiesen.

Umgestaltung der höbereu Schule«

Berlin, 25. März Ein« vom Kultnsuiinist»- rium herauSgegebene Denkschrift über die Umg-stal- tung b-r höheren Schulen in Preußen sieht ab Ostern überall bi? Einführung der Dreißig-Sttmdenwsche vor. Auf den NachmittooSuiiretricht wird — auch in den wahlsr.ien und technischen Fächern — verachtet. Rur ein Nachm ttag ist mit zwei Spielstunden bttegl. baS be« diitgr eine Umstellung ces gesamten Unterrichts So soll u. a. Latein im Realgymnasium nur von Sext« bis Untersekunda und im Reformreolgymnasium nur von Untersekunda bi? Oberprima gelehrt w-reen.

Die neue« Präsidenten des Reichslaudbunde».

Berlin. 25. März. In einer Sitzung be* Be- samtvorstandes des Reichstandbundes, bi« unter btt Leltnnq des Freiherrn von Wangcnheim als AlttrS- präsib vten stand, wurden die Neicl/stagsabgeordntte» Hepp und Graf Katckreuth Ki Präsidenten des Blindes gewählt. In d.-r voransgegang.'nen 33er- trettrnersammlung wuwe der bisherige Borstand tote- dergeivählt.

Ende des Hafenarbeiterstreiks.

Hamburg. 25. März. Die Arbeit tm Ham« bürger Hafen ist heute Bormittaq wieder aufgo- nomw en worden. Eine große Menge der mit bem Schiedsspruch Unzufrierrucr hatte sich ringefuudeu.