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Zweites Blatt

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Donnerstag zur Schulprüfung hierher kommen.

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gründete Aussicht, daß die bisher erhobenen, zum Teil sehr hohen A u s l ii n d e r g e ü ii h r e n für die an deutschen Hochschulen studierenden Ausländer für das kommende Sommersemester erheblich herab« gesetzt werden. Voraussichtlich wird der Ausländer« zuschlag allgemein auf 3 0 Goldmark ermäßigt werden. Sollte es die Finanzlage gestatten, so kann vielleicht für spätere Semester dazu ülergegangen werden, ganz auf den Zuschlag zu verzichten.

x München. Als Privatdozenten wurden in der medizinischen Fakultät der Universität München zu« gelassen: Dr. med. Alfred Brunner, Assistenz« arzt der chirurgischen Klinik, für das Fach der Chirurgie, und Dr. Heinrich Thaoul, Assistenz« arzt der genannten Klinik, für das Fach der Strahlenkunde.

Gut auSgcschlasen und guter Laune lachte er: tr-nn es sein muß. Dafür aber — musizieren wir et­was zusammen. Ja? Wie wir es vor Jahren taten."

„Ein andermal."

„Jetzt, Jetzt!"

„Alio — meinetwegen."

Sie st^gen hinauf ins Musikzimmer. Braut öffnete rst ein Fenster. Droben in den Bergen hämmerte seitab eine Schlacht. Drunten auf der zertrampelten Wi se h^eckter. vier Bombentrichter kalkweiß auf. Er ttot an dm Flügel, öffnete ihn. '

„Rollen wir wieder einmal die Cäcilie von Strauß

vornehmen?"

„Schließen Sie die Fenster. Es ist taktlos, diesec Zeit bei offenem Fenster zu singen."

„Taktlos? Die Soldaten freuen sich doch."

, Meinen Sie?"--

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Sie sang. Und Brant bemerkte, daß ihre Stimme klangvoller geworden war. Die schmachtenden Berse sang sie:

„Wenn du es wüßtest, war träumen heißt.

In schlaflosen Rächen umschauert vom ©türm. Wenn niemand tröstet, milden MundeS Die kampfmüde Seele, ’

Wern du es wüßtest, du kämest zu mir! — Umhaulbi von der Gottheit itt tschaffendem Atem". Und plötzlich, mitten im Lied, brach sie ab. Das Dienstmädchen war hereing kommen. Es reichte Gr- maine tinen Brief mit Schweizer Briefmarken und einem deutschen Zensurstempel: „Behördlich geöffnet." Germaine zrigte ein ganz merkwürdiges Interesse für den Brief Als habe sie ihn mit fieberhafter Uitfle* duld erwartet

„Entschuldigen Sie mich einen Augenblick!" sagt: sie. „Ich will den Brief lesen." Ihre Stimme bebte. Sie eilte mit dem Brief ins Nckenzimmer und schlrß hinter sich zu.

Brau.- fand dieses Gebaren etwas ichsonderlich.

Seine MiöDlt t,<n 9iebenmir!umen. -tark Harnsäure« löjen», geilt £ojat direkt jut Wurzel be» Ue >ets. tielite jJi.net, iitiUen^e W.rcunz tritt |o,»tt ein. Äu l> S ulat» lost skeit wirs ..it Tozal etfslgtU q oeiampit. 3. a.Äpoth. Best. 1.3% Aci l »cftt. saitc >4 Chima.l bitte. ad h-t Arort

Nv. 67

Biittwoch, 19. März

1924

Hochschulnachrichten.

X Berkin. Drm Vernehmen nach besteht

Landwirtschaftlicher Kreisverein.

* Marburg, 17. Mär».

Die eigentlich für den letzten Sonnabend bestimmte Sitzung be? Landwirtschaftlichen Kre-sverems Marburg konnte Umstände balber erst am heutigen Montag statt- findev. Der Vorsitz-nde, Herr Gutsbesitzer Ka'fer-Gn'et- berg, verband mit ssin-n Begrüstungsworten einen Rück­blick auf die Vrlättnisse, in die die Landwirtschaft sitzt gekommen. Es sei vielfach mißdeutet werden, daß die Landwirte zur ftnt der Inflation mit ihren Produkten rurückgebaften hätten und doch sei ihnen nichts anatrA übrig geblieben, um nicht ganz umsonst gearbeitet zu haben. Nachher hätten sie nun doch verkaufen müssen, um die Landabgabe, die gewiß ein Fehler gewesen, be­

zahlen zu können. Es sei nichts anders übrig geblieben, als die Substanz zu verringern. Die Landwirtschaft, die die Grundlage zur Nentenmark gegeben, könne lang­fristige Kredite beanspruchen, weil sic im Gegensatz zu HlNidel und Industrie, nur einmal Umsetzern könne. Die Landwirtschaft wolle nach wie vor ihre Schuldigkeit tun, man möge nur die Steuerschraube etwas lockern und ihr Kredite eröffnen. Der Vorsitzende erinnerte ferner au das alte verdiente MitgliÄ, Herrn Matthäi! der kürzlich seinen 80. Geburtstag begangen und dem er mit noch mehreren Herren im Namen des Vereins gratuliert habe. Seiten? des letzteren sei auch ein Dankschreiben eingegan- grn. Ferner dankte er für die itzm zu seiner silbernen Hochzeit dargebrachten Glückwünsche.

Ein Vertreter der landwirtschaftlichen Beratungsstelle in Leipzig. Herr Gutsbesitzer Kracke au» Neisse (Provinz Sachsens hielt dann einen Vortrag über landwirtschaft« llchr Zeit- unb Streitfragen Er gedachte eingangs der Renwnmärk, über die er sich mit dem verstorbenen Land- burKssübrer, Dr. Rösick«, unterhalten habe. Di-ser hätte seine Hoffnung nur auf die Gownstenbauk gesetzt. Er verband damit die Ermahnung, dak die deutsche Land­wirtschaft auS vielen Gründen den Beweis l'esern müsse, daß sie das deutsche Volk ernähren könne. Tann könne man auch Schuh unb Kredit verlangen. Arbeit und Mut baue ein sicheres Haus: die Landwirte könnten nicht, wie die Fabrik, das Tor zuschließen. In seinen weiteren Ausführungen ermahnte der Redner zu sachgemäßer Düngung und gab wissenswerte Winke bezüglich der Bodem'.nterfuchung. Die deutsche Landwirtschaft müsst auch bestrebt ftin, das Vieh aus eigenem Grund unb Boden zu ernähren, sie sei auch auf dem besten ä&'ge dazu. , Die Hauptsache sei dabei, dir genaue Kenntnis der Wiesengräser sich zu eigen zu machen. Was die dies­malige Frühjahrsbestellung anbelange, so sei mit sehr schwierigen Verhältnissen zu rechnen, denn v el?s sei aus- gewintert. Auf eine gute Bodengare sei das größte Ge­wicht zu legen, denn die Bakterien leien dir besten Mit­helfer. Um eine gute Gare zu erlangen, empfehl sich das Ausstreuen des Düngers auf den Feldern. Ebenso gedacht« er auch der zu verwendenden Saaten. Bet den Kartoffeln sei es nicht zu empfehlen, großes Ge­wicht auf die Dicke zu legen, denn diese arteten am ersten aus. Zur Wiedecbestellung der ausgewinterten Felder emplahl der Redner den Anbau von Sommerfruchk. Großen Wert legte er auf dir Anwendung der verschiede­nen künstlichen Düngrmiktcl, di- er eingehend in ihren Wirkungen schilderte. Es sei auch zu empfehlen, f'ch der Kalchüngvng mietet mehr zuzuwcnsen. Ferner fei einer richtigen Fruchtfolge mehr Beachtung zu schen­ken, denn dadurch st'eßen sich Ersparnisse an Dünge­mitteln erzielen Der Redner ermähnte zum Schluß sriuer Ausführungen, daß die landwirtschastt chen Ver­eine immer noch nicht genügend unterstützt würden, das fei ein großer Fehler. Man möge auch den jungen Leuten, die di^ landwirtschaftlichen Schulen besucht bä* ttn, in der Wirtschaft mehr freie Hand laskeq» Ljm wuchc reicher Beifall zu Teil .äsSOE,,

Die gleiche Ansicht vertrat auch der Direktor üer landwirtschaftlichen Schule, Herr Schlicht, man mög: den jungen Leuten Gelegcnheft geben, das Gelernte zu verwenden, damit sie nicht abgestumpft seien, wenn sic einmal den Hof übernehmen müßten. An der sehr lebhaften Aussprache bereiliaten sich eine ganze Anzahl Herren. Ein Landwirt bezeichnete es m:t .Recht als ein« Ungezogenheit, dast es Leute gebe, denen jetzt die

(Nachdruck verboten.)

Germaine Rüscher.

Ein Eljaß-Roman. Von Kristian BouchHoltz.

46. Fortsetzung.

Sie vergrub ben Kopf in die Hände, und ihre Ner- heuspannung lösd. sich in le ses Weine,, auf. Braut trat an sie h^ran und streichelte ihr liebkosend das haar.

„Kindchen. rodnt dich aus."

t ■- „Wcröe,. sie nicht wiederkommen?" fragte sic. Das wat das erstemal, daß sie uns bombardierten. Dte S»t.n Französin verschonen sonst das Land unb irer- few höoiftens an, deutsch« Flugplätze unb Kasernen... Uns verjchon:« sic. ES muß waS Besonderes im E.lnge siin." Und sie meinte still weiter.

Germaine, die stolze Germaine weinte... damals, tls er Abschied nahm von ihr. weinte sie nicht. Auch fit war nun zermürbt vom Kreg.

Braut hielt, es für gut, draußen nachzujehen, ob «in Schaden angerichtet jei. Mit Bahren kamen sie ßhvu an. Brant ging in den Fabrikhof, sah sich «m, die kahlscbwarzen Wände empor. Nichts. Er ^Machte einen Rundgaag um das Fabrikgebäude. Ja, We Scheiben waren fast alle, zeLtümmert. Und hier Höhnte ein weißer Trichter, unweit der Fabrikmauer.

Als er wieder inS dunkle Eßzimmer trat und Ger- .-Maines Ramen aussprach, erhielt er Lint Antwort. Ec i hastete nach ihr im Finstern. Sie hatte das Zimmer ^Melassen.

Er aß zu Ende im Dunkrln und legte sich schlafen.

Ach, sie liebte ihn noch, Germaine Aber welches war das Geheimnis, das ihre Seele barg?"

’ „Wenn Sie mich lieben", sagte Germaine am Morgen, „fo vergessen Sie auch das gestrige Ich flche Sie darum an."

—

vorjährigen Kartoffeln zu schlecht und der deutsche Wcte zen nicht mehr gut genug »et Ter Vorsitzende bemerkte dazu, ein solches Verhalten sei man ja gewohnt, der Tank bleibe auS. Statt für die Rentenmark Rohmaterial in* Land zu schaffen, damit der Arbeitslosigkeit gesteuert weiden könne, schaffe man Lebensmittel Herrin. Ferne» besprach man sehr ausführlich die von dem Redner gestreiften Fragen bezüglich der landwirtschaftlichen Tech« mk, die vielfach mit den Ansichten, vie einstmals Her» Gutsbesitzer Nägel aus Hof Crumbach vertrat, nicht über« einstimmten. Zum Schluß teilte Herr Landwirtschaft*« schuldirektor Schlicht mit, daß anfangs Mai ein Ertra« zug der hessischen Landwirte nach Hamburg zur Aus­stellung der Deutschen Landwirtschaft fahre unb fordert« zu reger Beteiligung auf. Fahrt, Unterkunft, Besich­tigungen, Dampferfahrten »sw. koste zusammen 56 ML Nur dir Beköstigung habe kich jeder zu stellen. Die An« Meldungen müßten bis zum 1. April erfolgen. Ferner erinnert« er an die Schulprüfung am Donnerstag, an der fick die Landwirte rifria beteiligen möchten. Damit erreichte die Versammlung nach Über dreistünoiger Dauer ihr Ende. Hinzugesügt sei, daß trotz zusammen vier­

maliger Ankündigung in beiden Zeitungen der Besuch diesmal zu wünschen übrig ließ. TaS mag wohl Montag und daran liegen, daß viele Landwirte

Ddriehen aba.beu könne ' Wmn die Stakst selbst baute, so oMke sie das gesamte Kapital 6ed)a{*en; wenn ii? tzdaegen mir Hypotheken gibt, so würde die KapftalSbe- |(65Jfuu8 auch noch von dritter Seite erfolgen nnd es i würde damit ein größeres Kapital zusammen kommen

Wenn die Stadt das Kapital zu 6 Prozent gäb- auf AJobre, fo würde sich jetzt vielleicht dir Möglich'e't Mr Erbauung einer größeren An a^l von Häuern er­geben. Tie Stadt müßte dann ihrerseits auf 5 Jahre die Mehrkosten an Zinsen tragen. Der Verlust ließe f'ch voraussichtlich decken durch den Teil der Mietzinsstruer. Stibtti. Wolf hielt es für besser, wenn die Stadt baue, w!is Stadtv. Silbe m a n tt nickt für richtig befand. Auch Bürgermstr. Mueller befünco'tete in längeren Lusführungen die Vorlage, denn Eigentumshänser zu besitzen, sei wirtschaftlich bester. St-dtv. Fenner irre auf di« frühere Baugenossenschaft bin, die mangel- g"- xägeutet Unterstützung seitens der Stadt eingegangen sei. St sei für die Bildung einer «Genossenschaft: daß die Stabt selbst bau«, empfehle er n'chik. Stadtv. Ja h r- « L r k e r war für die Bewilligung, das andere finte sich später. Stadtv. D ö ring war bei Ansicht, daß di Bautätigkeit der Unternehmer gefördert und nicht :o viel Schwierigkeiten gemacht tofltbttt Stadtv. Weber war gegenteiliger Meinung, die Städte bekämen lsichter Kredit vie der Privatmann. Der Spar- und Bauverrin habe Mich mit Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt Er sei l gegen diese Vorlage., Nach kurzer Erwiderung seitens des vgstr. Mueller begrüßte Stadtv. Schimpfs die Vorlage, die nur Segen fiifien könne Ter gleichen An­sicht war auch Stadtv. Braun, es müsse alles versucht ioccden, die private Bautätigkeit wieder in Fluß zu teitkW. Die Stadt falle nur zugreifen, wenn sie An- leien zu Bauzwecken bekommen könne. Der Zinsfuß fei jedoch heute anders, wie in ter Begründung gesag: würde. Stadtv. Walter befürwortete die Vorlage sch-n ün Interesse derjenigen, die durch den Krieg ihr ganzes Kapital verloren hätten und sich kein Eigenhäuschen bauen könnten - Stadtv. Hilde mann erinnerte an ten Bauplatzmangel, die Stadt hab- doch nichts. Stadtv. Wo l f meinte, die Stadt könne viel rationeller bauen i wie die Privatunternehmer und zwar nur durch Mussen« bauten kleiner Häuser. Die Vorlage wurde im Sinne des Stadtv. Jahrmärker angenommen.

Steuerfragen.

i Bei der folgenden Vorlage handelte es sich um die Anf- :'Hebung der Grrindstcuer vorn gemeinen Wert. Die Vortage ging dabin, vom 1. April 1924 ab die Stirer Bfmrinen Wert der Liegenschaften auf Gründ der Ordnung vom 28. Februar 1902 aufzi!heben und statt

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Da b,merkte et, daß ihre Blicke ängstlich an fernen Augen hingen. Ihre Hand sank kraftlos von be» Klinke i

„Haben Sie denn Angst vor mir, Germaine?"

,^a Kommen Sie rasch hinaus..."

Sein Blick glitt an ihrem Gesicht vorbei in* Zim« uttr Ihr Gesicht war aschfahl.

Es herrschte in ihrem Salon ein sonderbarer röt­licher Dämmer, an den sich die Augen erst gewöhne« muß-en. Plötzlich sah er, ihr im Rücken, zwischen den dicken roten Fenstervorhängen und der HinterwauH in dec Ecke etwas, das ihn zurücktaumeln ließ. Dl hielt sich an dem Tür Pfosten fest und starrte nach bei Zimm« recke, als sei dort ein Gespenst aufgetaucht.

Dort stand, auf hoher Staffelei, ein Oelbilb Ro­bert Durernois' in französischer Kü astieruni'ocm. Uni um daS Oelbild drapiert hing die Trikolore.

Brant l^ß den Kopf sinken. Es war ihm, at> würge er ein ga'lenb'tter s Gift herunter. Unb Gev- maine wimmer e ganz leise. i

Jetzt wußte er ihr Geheimnis.

„Wie geschmacklos. Germaine!" sagte tt nut tonte*, Tann ging et rasch hinaus.

Unb Germaine schloß hinter ihm bie Tür, faet auf einen Fußschemel unb meinte

Sie weinte um Brant. Sie wußte, e* war nutzlos, ihm Erllätungen zu geben. Erklärungen hätten ihn» nut deutlicher noch gezeigt, baß ihr Herz dem anderen, dem Fem-n. dem Unerreichbaren gehört, der eine» anderen, schönereit, strahlenderen Welt angehörte, fett» Welt, die, wir Eennainc glaubte, von den Barbate«" zerstampft unb vernichtet werden sollte! s

_________________________(Setttew* Watt

Allerlei.

Weiße und bunte gewebte Handschuhe wäscht man in warmem Seifenwaffer. spült kalt nach, ringt :e tüchtig aus und glättet sie zwischen zwei teilte« Tüchern trocken.

Wer mockt- der Briefschreiber sein, dessen Z ileu sie in eine ’c'te Erregung' zu versetzen vermochten? Lag biet da» Geheimnis ih rs »efntet en Wesens? Wor­um las t.t ter- Brie! n ch» in seiner Ge enwart? Dntsi; er ihr die Freude ober den Schmerz nicht vom Gesicht lesen? Wollte sie nicht beobachtet fein? Warum ichloß jte ,!ch in ihr Zimmer ein?

Er spielte einige Akkord» Dann stand er auf, trat an die b;rf*!offene Tür. Sie führte in Sermainrd neusingerichteten Reinen Salon, ben man ihr gelassen hotte, ar., nachdem die Schwester wieder inS Haus eingezugrn war. Sie hatte das Zimmer einmal ihr ll'in.s Heiligtum genannt, weil e* ganz nach ihrem Geschaurck eingerichtet wat. Brant lauschte an der Tür. Nichts war brinnen zu vernehmen. Einmal war cö Brant als höre et ein Flüstern. Dann war es wieder wie ein Kuß... Er schritt im Zimmer auf und ab. Sie mußte daS «schreiben zwei-, dreimal aurchl ftn. Endlich rührte es sich im Nebenzimmer. Ein Schreibtisch schien geöffnet zu werden. Ein Schlüs- ssiöuno ll'rrt- gegen e nt Kassette.

„Germaine, süße Germaine!" tief Brant endlich uilgvdatdig. „Wie lange lassen Sie mich warten?"

»stJch komme"' rief sie mit heiterer Stimme.

„Darf ick nicht hereinkommen? Jbr Reine- Mu- fhri'mmtr k nn ich nwch nicht. Ich möchte eS so ge n sehen." Sie antwortete nicht.

Breitbeinig stell'« er sich, di; Hände in de» Taschen, vor die te s hl sie e Türe. Ma« fr eie drinnen, rote der Schreibtisch zugeklappt tourte, man hörte Germaines trippelnde Schritte. «Ae öffnet« die Tür mit freu­diger Libcndigkeit. Da sie auf Brant stieß, der sie, eigentlich amüsiert über das Rndlich-geheimniSvolle Getue, das sie ihm gegenüber für recht unangebracht hielt, in bü Arme schließen wollte, schreckte sie ja zurück. Sic wollte dir Tür heftig vor ihm zudrücken. Aber tt hatte einen Schritt ihr entgegen gemacht und stand im Türrahmen, d'.e Arme nach ihr ausoreitend.

I dessen von diesem Zeitpunkt ab Zuschläge zur Grund- Vermögenssteuer zu erbeben, aus Grund des «ÄeseheS vom 14. Februar 1923 und diese Zuschläge monatlich gleich­zeitig mit der staatlichen Grundvermögenssteuec am 15. jeden Monats zu erheben. Die Vorlage wurde nach kurzer Begründung seitens des Bürgermeisters Mueller angenommen.

Verschiedene Vorlagen..

Bei einem Nachtrag zu dem Eemeindebeschluß bett. Umlegung der Kosten der Lahnregulierung auf bi» Interessenten handelte es sich darum, daß die Beitrüge in Eoldmark umgewertet werden.' Die Stadtv. Frau Tern und Frau Otto und Kuhl meinten, daß die Koften der zweiten Vermestung doch nicht die Inter­essenten w tragen hätten. Das ginge die Allgemeinheit an. Der Oberbürgermeister bemerkte, daß es ßck um ganz geringe Beträge handele. Es erfolgte 3»- . ftimmung.

Zum Pferdemarkt sollen 500 M bewilligt werden. Dies wurde ohne Widerrede genehmigt.

Ebenso stimmte man der Aenderung des Tariis bet Marktstandsabgaben zu. ,

> Ein technisches Seminar.

Bei der folgenden Vorlage wurde bie grundfäftticke Zustimmung zur Errichtung eines technischen Seminars cewünscht In der Begründung hieb es u a : Die städ­tische Fachschule für weibliche Handarbeiten hat in letz­ter Zeit einen erfreulichen Aufschwung genommen, der zur Folge bat, daß die Schule, die früher erbeblicke Zuschülle aus städtischen Mitteln erforderte, sich im laufenben Iabr völlig selbst trägt und auch voransstcht- tich in Zukunft ohne städtische Zusck'"fte auskommen wird. Um nun die Schule in dieser Verfassung zu er- balten. erscheint es erforderlich, Einrichtungen zu tref­fen bie den Schülerinnen weitere Berechti--ungen geben. Stadtv. Iabrmärker re--te eine Anssorache an. die anck ftottfanb, aber vertraulich war. Auch eine wei'ere Sache wurde vertraulich bebandelt. Bei der ersten Sacke erfolgte Zustimmung, die antete wurde vertagt

Kleine Vorlagen und Dringliches.

Ferner erfolgte die Nachbewilligung von Mitteln zur Unterstützung der ausgesteuerten Erwerbslof-n.

Ein Dringlichkeitsantrag betraf der Verkauf städ­tischen C'-tändes zum Preise von 8 ,M für den Quadrat­meter. Diese Summe hielten verschiedene Redner für viel zu niedrig. Die Vorlage wurde mrlrfnegeben.

_ Nachdem man noch die Zahl der Beisitzer zu den ftädt-schen SPahTen festgesetzt batte, sollte eine Aus- svrache über den in letzter Sitzung vorgetra"enen Hausbaltsvlan erfolgen. Mell die Voranschläge r.ock nicht in den Händen ter Stadtverordneten stnd. nobm Man non hiervon Abstand, worauf bie Sitzung gegen 8 Uhr Ihr Ende fand.

etiitietirinit« > 5iUn.

vom 18. März.

In der heutigen Sitzung beschäftigte «an sich zunächst Mir der Ausnahme dntr Anleihe zur

Förderung b«S Wohnungsbaues.

In der Begrünoung tovrbt u. a darauf hintewie'cn, Haß eine der wichtigste» Aufgaben für die stödtüche Verwaltung die Ermöglichung des Wohnungsbaues fei um tem Zzobnura-man-es abzuhll'en, anderer- fKl5/ um für das G werbe V-r^i-nstmö^lichkeit nnv für b!c Ertverbsloftn Arbeit zu tefckafftn Die beste Mö'« stchsiit, bie BaiitStigleit zu fördern 15g* vor, wenn die Stadt zu mäßigem Zinsfuß an Jnt-re'kiert« Svpottekc.'-

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