Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurheffifchej Oberhessen
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Marburg
M. ien II. Miir,
Der 9ueiaent>rtif teftlgf Hte be.Sgelo Z»Ile*mtlltm«t«r 0,08 Toldmark. Amtlich« tu auswirt <s|tig«w 0,10 Selbe«ttBet ld>et«r.6eg 50•LiefWeg. 6emmeleewte.l00,L Suffdileg. ■* rllamex 0,20 So Um elf. Jeder Rabatt gilt ai» Barrodatt. Belege wttbrn betedmet, ebenso «uofimft bwttb Mr SeichSttoktelle und 3«i«*bung »er Angebote. Zatzloig inner Haid 5 Tage« (1 Toller — <20 SolMnetf), Berectnuna nach dein Berliner Mittel« tu» de» 3<4lM»c»«ei*ga#e*teg«». Verzug»,inse« ft» Z«g »ach dem Bankztnrfnh
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/' Die Trage des Einttitts Deutschlands le beit 9$3ficc» Hund ist in der letzten Zeit besousrr« feit Antritt entnt englischen Regierung wiederholt in oer Presse «nfgetauSt Man muß die Erörterttttg in brr Auslands >rtifc gewissermaßen als Versuchs-Balkon auseben. „Echo He PariS" glaubt dahtn informiert zu sein, daß sie 6-.6n>4?ti<tftitfn, welche der Zulassung Deutsch and» £tiV gegenständen, „nach Wkformationen aus gewissen Krei« ftn" beseitigt seien. Es bleiet nurnocheiueFor« fache zu erledigen. Deutschland fordere einen Str im Völkerbundsrat, welche Forderung von Frankreich „bi' fetzt noch nicht gebilligt werden konnte" Frankreich wolle Deutschland nicht vom Rat auSschließen, aber t* müßte daun Rußland da» gleiche Recht zugestehen Fall? Deutschland in den Völterbund eintrete, hätte Frankreich nicht die Absicht. Deutschland von einer Vertretung im Rate sernzubalten — und nun kommt gewissermaßen ter Pferdehuf —, falls die Reihe an Deutschland wäre vlit einer gewissermaßen naiven Offenheit fährt de, Fertifterftrttfer dann fort: So würde Deutschland oann in einer Reihe mit den Staaten mittlerer Beoeutung gestellt, während Deutschland selbst den Anspruch aus Hcu Rang einer Großmacht erhebe und dieselben Rechte Wie Frankreich-, (Fugutitb und Italien haben wolle
Der Standpunkt Deutschlands demgegeuüdor ist klar Ekrefemaun hat am 28. Februar in seiner Rede gesagt: »Die MichSregierung steht aus dem Bode« der dem Mlkerbuud zugrunde liegenden Idee der internationalen km'chari'ät. Diese Idee ist im gegenwärtigen Statut te? BSlk-erbundeS nur unvollkommen verwirklicht DtS h-Lheiige Verhalten des Völkerbundes bat Deutschlands Auter-effen vielfach stark geschädigt. Trotzdem lehnt die tti'W, Regierung den Eintritt in den Völkerbund Hiuichiählich nicht ab." Demütigende Bedingungen seien «her, fügt er himm, unmöglich. Tie Bedingungen deS »Lcho de Pari»" sind aber mehr als das. —
Bor allem aber muß immer wieder darauf hingen.iestn Verden daß der Völkerbund bisher nirhta wo- aU ei'
ttel i«. i> e r £• n n b Frankre i chs.
stärkst« zu knebeln. In Oberschlesien bar dga angeblich „unvarteiische" Urteil des Völkerbundes deut scher Land und deutsches Volk in die polnische Knecht' sch ast gestoßen. Seit jener schwarzen Tat ist die Hal taug des Völkerbundes Teutschlano gegenüber nicht «re tiv Haar besser gern arbeit
Dfr Abordnung des S aarge b i eteS ist jetzt in Gen» Ltölkerbundsrat einfach ab gewiesen war« den. Sie existiert nicht für dieses Organ eines Bunde», der angeblich das Selbstbestimmungsrecht der Völker terchren soll. Die Rrgiernngskommission steht nach wie bor unter den. Vorsitz 'ind dem Einfluß des Franzostw Rault, der selbstverständlich nicht daS Jntereffe der Eaarbevölkerung. svtldern lediglich das französische Inter- esse im Ange bat. ES wurde ein neues Mitglich als I Vertreter der Saarbevölkerung in die Kommission a:if- Dtm'LUnen, aber niemand dachte daran, die Bevölke Bng auch nur zu befragem
Die Polen mißachten verbriefte Rechte der freier Tt a d t Danzig und maßen sich nanuentlich an, Kriegs- »ale-ial und Munition durch den Danziger Oasen ein- zusühren. Sie benutzen dabei dir Hafeninsel Holm für die Lagerung von Munition und bringen dadurch dir ganze Ttadl in Gekahr ?lber auch hier rührt sich der Völker- tundörat nicht.
Tie deutsche Stadt Memel wich einfach au Kitaaen auSge liefert. Für Polen hat man »ch.gesorgt, indem man ihm einen Durchgang ptr Itemeler Hafen sicherte.
Um Deutsche kümmert sich affo der WölkerbnndSrat grundsätzlich nicht. Und einem so!- che» Völkerbund sollen wir 6 ei treten? Sollen durch Misere Zugehörigkeit zum Bunde wohl gar die Br» -zh lüsse sa n l tiopirren, di« man gegen uns Jefct? Denn daß man aus uns mehr Rücksicht nehmen "würde, wenn wir Mitglich werden, ist eine reine Allusion. Wir danfen dafür, mit in einem Hause I» wohnen, kn dem man- unS Deutsche mit Füßen tritt.
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It ößSmNiIllW-WMW.
ris, 18. März. Das Komitee Mac Kenna, kr Unterausschuß für Bankfragen und der Unten ausschutz für das deutsche Budget haben heute vormittag ihre Arbeiten fortgesetzt. Das Komitee Dawes hält heute nachmittag eine Plenarsitzung ad Die Zahlungsfähigkeit Deutschland- und die Sachverständigen.
Paris, 18. März. Nach dem „Newvork Herald" glauben die Miiglieoer der beiden SachoerständigenauS- fchüffe, daß Deutschland im Jahre 192 8 wieder seine vo lle Leistungsfähigkeit zurückeclang^ haben wich Die Sachverständigen seien sich jcooch noch Zucht schlüssig, welchen Betrag Deutschland in bleiern Augenblick für Rechnung der Reparationen werde zahlen Annen. Die französischen Delegierten behaupten, daß leä Reich einen Mindestbetrag von 3 Milliarden Kolo- iBarl oder sogar einen höheren Betrag totrbe jagten Snncn, als ihn das Londoner Zahlungsabkommen dorsicht. Di« britischen Sachverständigen harten sich «ur eine Weir geringere Summe fegetagt. Gewisse Aste nnngSverschierenheitni herrschen unter dm Sach- derständigeu auch hinsichtlich der Besteuerung der Zn- >^nstr:ellen vor. Man habe berechnet, daß diese aus' Drund der Mark-Entwertung einen Newinn von mitt' jteficn5 IQ Milliarden ^oldmark erj^ll
IJm Hotel Astoria gibt mau sich der Erwartung hin. daß in den nächsten Tagen ein« befriedigende Lösung dieser Fragen erreicht werde, wahrscheinlich im Zusammenhang mit den indnstriellen Pfandverschreibungen, die für einen längeren Zeitraum um 5 Prozent ausgenommen werden sollen. Man verspricht sich von ihnen bedeutende Einkünfte und erwartet, oaß sich auch Ueberschstjfr zur Zahlung otr Repa- ratioirn ergeben werden.
Gestern wurde im Hotel Astoria versichert, daß die Schlußberchte der beben Ausschüsse bis 1. April ar die Reparationskommission gelangen werde.
lie ükporalionti.
Paris, 18. März. Im Nationalkomitee für soziale und politische Studien führte der Minister für £te beireiten Gebiete. Neibel, weiter aus, er habe td ^er D-bntre über den Wiederaufbau auf der Äimtnrrtr bflnt. nicht ohne auf einen gewissen Wider- stuu) zu stoßen, das Sv sinn der Sachlieferungen, ja wocr bi# Verwendung deutscher Arbeitskräfte vcr- tr trn. Aber keine von den priva en Abmachungen, die gerrsssen worden seien, sei wegen des hartnäckig--n deutschen W d rstandes zur Ausführung gelangt. Si habe die von de Lubersac mit der Siinnesgrupp; geschlossene S.nrcntioti knapp eine M l i-u Frauke i erzielt. Im übrigen dürfe er feststellen, daß Frankreich dir meisten Sachlieferungen unzweiselhast seit der Ruhibesetzung echalten habe. 1922 hätten die befreiten Gebiete Sachlieferungen im Werte vcn 50 209 000 Frank.'« bezogen; diese Ziffer sei bei weitem üöher als die der vorausgegangenen Jahre. 1923 hab «Frankreich für 347 466000 Franken Sachgüter beschlagnahmt oder deren Lieferung erzwungen. Angesichts dieser Ziffern wäre es wohl üb-rslüssig, den M» z ! an gute n W l en a f Seit n Dcu fands nrtb zu unternr.ir^cii. uci iruj in.,« <si«u« n nge wie bei ollen anderen Zahlungsarten bekune ixt worden sei.
Der Wiederaufbauminister machte noch folgend« Angaben über die Reparationszahlungen von Deutschland. Vor Allem die Sachlieferungen. Nach den amtlichen Deröffentlichimgen der Repara- tiouSkommiss on habe Frankreich bis zum 31 Dezem- bvr 1923 von Deutschland insgesamt 1804172 000 Gvldmark erhalten, von betten für die Besatzungskosten. Kostenvorschü^si und die Wäi.rangsgarant e 1614414000 Gvldmark abgingen, sodaß also die Summe, die für die Reparationen verwendet worden sei sich mit aas unaefähr 190 Millionen Goldmark belaufe. K
Die deutsche« Schiffe in Amerika.
R e w y o r k, 18. März. Die Schadenersatzkommission wies gestern in 28 Fällen die Schadenersatz- anspüche deutscher Schiffset gentümer, deren Schiffe während des Krieges in amerikanischen Eewäsiern beschlagnahmt worden waren, zurück. Die zurück- gewiesenen Ansprüche betragen 850 Millionen Dollar.
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Tie Frankenstützung.
Paris, 18. März. Nach Erledigung einer Reihe von zurückgestellten Anträgen hat der Senat in seiner heutigen Vormiltagssitzung die Artikel 70 bis 97 einschließlich angenommen. Ein vom Senat neu eingefügter Antrag steht eine E r - Höhung der Abgaben vom Waren - und Devisenbörsen Umsatz vor. Die Bestimmungen über die Erhöhung der Postgebühren werden in der Fasiung der Kammer angenommen abgesehen von der Eebührenerhöhung für den Versand von Zeitungen und Zeitschriften. Tie letztere Bestimmung wird nach einem Hinweis darauf, dan sie den klc.nen Lokalblättern die Existenz unmöglich machen würde, im Einvernehmen mit der Regierung gestrichen. Der Artikel über die Umstellt"^ - der Telephongebühren wird im wesentlichen in der Fassung der Kammer angenommen. Zu Arttkcl 97 wird ein sozialistischer Zusatzantrag eingebracht, der für die Regierung Vollmachten zur Reglementierung des Lebensmittelhandels in Anspruch nimmt und für- den Notfall sogar Requisition von Lebensmitteln vorsieht. Nachdem der Generalberichterstatter hier eingegriffen und der Minister Präsident erklärt hat, daß das sicherste Mittel, eine Senkung der Lebensmittelpreise herbeizuführen, darin bestehe, daß man der Frankenkrise Einhalt tue, wird der Zusatzantrag von der Debatte aus» geschloffen.
Paris, 18 März. Der Senat hat nach einer Havas-Mcldung in feiner heutigen Vormittags' itzung einen Zusatzantrag des Senators de Lahaoe abgelehnt, der beantragte, daß alle Anleihen, die vom Ausland von 1914 in Frankreich ausgenommen wurden, in Eoldfraukeu zurückgezahlt werden sollen
London, 18. März. Der diplomatische Berichterstatter d« »Daily Telegraph- schreibt, der genaue Betrag des Frankreich von den Der« einigten Staaten gewährten Dollarkredits sei zwar nicht bekanntgegeben, er komme jedoch der Summo von 30Mil1 tonen Dollai nahe und betrage nicht, wie bisher geschätzt worden ist, 100—200 Mil, lionen Dollar.
Morgan kommt nicht «ach Pari».
Paris, 18. März. »New Pork Herakd* erfährt aus Monte Carlo, daß Morgan nicht beabsichtige, nach Paris zu reifen. Morgan wird sich heute an Bord der „Lappland" nach Neapel begeben, und von dort auf seiner Pacht vormutlich eine längere Fahrt im Mittelmeer unternehmen.
Di« französische« Kommunifte«.
Varis, 18. März. Die Krimtnalvolizei hat heute Virm-ttag am Sitze der t’mmunip fefien Jugendorganisation und in b:n Wohnungen ihrer Leiter Haus- "u.f?ungen v rmbmen lassen. Nach dem „T.mps" fnb die Haussuchungen vorgenommen worden auf Verlangen des Kriegsrates des Hauptquartiers der Vesat- zungsarmee in den Rheinlanden. Nach der „Liberi--^ hat General Teqoutte beim Kriegsgericht nnd dieser beim Sirafatricht in Paris den Antrag auf Vorgehen gegen die französischen Kommunisten gestellt. Das na i.'ualistische Bl'.tt behmip et, das Hauptquartier des Besatzungsheeres habe den Beweis, daß Beziehungen zw-.stl^n fron-össchen k.mmuniftischen und den beut' pien Crg'fKtiarrnen bestehen zu dem Zireck, M^iterci b i den s'antö'is f*en Besä ungS r ppm zu organi ie eu und die Moral der Soldaten zu zermürben.
GngM „Mi a6“.
.London, 18. März. Tas Unterhaus lehuie :iitt 34< gegm xu c.iunnixi< utn ztmxug
-ermir.ili bei, bet bieVerminderungdes briti- schen H ctre» von 161000 auf 100000 Manu forderte, ab. Tie Regierung erflfirte, zu der Politik Der internationalen Abrüstung duoch gegenseitiges U bet.tnrntmen Zut a ten zu haben se müss' fick ober oi'f.m Antrag widersetzen, der die britische Abrüstung mitten der bewaffneten Wtt: fordere.
London, 18. März. Die „Daily News" drückt ihre Bisriedigunq darüber aus, daß bet Premier» m int fier die Absicht habe, an der Völlerbunds- versa mm lu u g im September tcilzunehmen und scht-ibt. wenn de: Premierminister fflr inintannten? periSnlich ter Hauptverhandlung des Völkerbundes b.iwohne, werd« kein Premierminister eines führender, Staate» wegbleiben können und wenn die Staatsmänner entdeckten, daß es der Mühe wert sei, anwezend zu sein, so würde die Beraning des Völkerbundes eine viel toiitete und tiefere Bedeutung erhalten. Genf könne dann »erben, was es bereits fein müßte: der Mittelpunkt und Angelpunkt der Wellpolitik.
Um Zcebriigge.
London, 18. März. Die englischen Zeitungen geben in ziemlich großer Aufmachung Nachrichten wieder, daß Belgien in Zecbrügge die Befestigung und die Unterseel oothäfen der Deutschen übernommen habe und zu einem Kriegshafen ausbauen werde. In englischen Blättern wird dieser P/an als eine Folge des geheimen französisch-belgischen Vertrages bezeichnet, nach dem an der belgischen Küste für die französisch» Flotte ein Stützpunkt errichtet werden soll für einen eventuellen Krieg mit England.
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In Wn-MzH.
MünLen. 18. März. Der 18 Verhandlungstag besann mit Erklärungen der Verteidiger und einzelner Angeklagter. U A nimmt General Subenbotff aul die Berichtigung des Kardinals Faulhaber Bezug. D-r General stellt es u. 2. als eine unrichtige Behauptung bin. roenn Karina! Faulhaber zitiere, Ludendorff Leite erklärt, daß der Kardinal hinter dem Plan stebe, Bauern und Lesterreich znsantmenziischließen.
Der authentisch« Wortlaut der Rede des Kardinals in Newovrk sei trott verschiedener an den Kardinal heran- cc treten er Bemühungen in der deutschen Prelle nicht rerötientlicht worden: darum seien Mißverständnisse über einige Redewendungen des Kardinals felbswer- ständlich nicht ausgeschloffen.
Der Vorsitzende verliest dann eine Stelle aus dem Rackricktenblatt des Oberkommandos des Kamofbunde» über die Bcsvrelbuna vom 23. Cft.. wo als einzig gang- l-orer Weg von Hitler die Auirollung der b e u t i <h e n Frage in letzter Stunde von Bauern au« und die Bildung einer deutschen Regierung in München bezeichnet worden sei.
öitler bemerkt hierzu, et habe damals erklärt, es gebe nur drei Möglichkeiten: entweder xwiede- rum Kaoitnlalion oder einen Kams! mit fremder Hilf« oder aber einen Kampf mit offensiven Machtmitteln. Dieses Programm fei auch Mitte Lktobet angenommen worden.
vnd au, bleiern Gesichtspunkte heraus feien die Watz» nahmen ergriffen worden, die in nichtöffentlicher Sitzung besprochen wurden. Er habe, nachdem sich Lokfow fit da, Prorram« eingesetzt habe, nicht gleich zuaesaat. Er habe den Beginn diese, Kampfer für eine Katastrophe erklärt, in* besondere, da er gewußt habe, daß Kabr diesen Kampf b: die Hand nehmen wollte. Tie Lage sei eben die ge» wesen, daß Kabr bi« eine Minute vor 1* Übt gegan» aen fei, dann aber die Uhr wieder zurückgestellt habe, 8ut ibn (Hitler) geb es «ur eine Marschliui«, die auf Berlin
Auf eine Bemerkung de« Vorsitzenden gibt Frick Rl. daß ihm daran gelegen gewesen sei, die Zwistt» ketten zwischen dem ..Bayrische« Kurier^ und bet völkischen Presse zu beseitigen.
Hierauf äußert sich ßubenbotfT über bfe Ent- stebungsgeschichte eine» Artikel, im „Heimatland-, ben Ludendorff geschrieben batte:
Die Monarchie könne trat in Frage komme«, we«« da» Volk es wolle.
Dor der Monarchie werde die völkffche Diktatur nach dem reien Willen be, Volkes sein. Ludendorff gibt zu, daß er im November die Errichtung einet nationalen Reichsdiktatur als sogenannte Patenlösung anaesebe« habe. Er babe damals auch nicht gewußt, daß Ebert abgesetzt sei. Auch habe er nicht an einen milftärischenMarsch nackBerlin gedacht.
Die Fraae des Justizrais Ze,schwitz, ob Ludendorff davon oewußt babe, daß Ludendorff am 6. oder 6. Rav. einen Boten nach Berlin geschickt habe, um Jemanden 8u bolen, der die oft genannten wirtschaftlichen Per (Sn- llchketten gewinnen sollte, beiabt Ludendorff. Weiter bestätigt Ludendorff die Frage, ob er die Lösting durch vnlltischeu Druck erreichen zu können aea(au6t babe. <?r. Ludendorff, babe sich über die Reubildung bet Reichsreaierung mit niemanden ausgesvrochen. (Er bobe sich der neuen Regierung zur Verfügung gestellt und diese fei. für ibn ein Rumvfgebilde gewesen, tat, sich durch Männer aus dem Norden ergänzen soll und zusammen mit der bayerischen Staatsgewalt und den bayerischen Verbänden würde dann der Druck auf den Reichspräsidenten ausaeiibt werden, (bcfleni'ber einem Schreiben be» Wehrkreiskommandos Nr. 7, daß am 9. November von der Gegenseite au» leb« baff gelchoä^n worden sei, sodaß die Schuld an dem dorff auf seiner Bebauntung bestehen, daß es militärisch nicht gerechtfertigt war, daß das Maschinengewehr bas Feuer eröffnete.
Aus befragen b-3 Vorsitzenden über dir Diltoiurvoll- machien 9itbensorf>"5 führt Hitler aus, Subenbotff W zuerst g--ocn Loffow eingestellt gewesen. ES sei i6m, Hitler, nicht lucht gefallen, Ludendorff zu fagut. daß er sich mit Loffow geeinigt hätte. DaS Ausrollen der deutsch-n Frage sei so gedacht gewesen, daß an einer Stell« die AuS'S'una komm- und daß bann alle anderen ffriftt in Norddeutschland gleich einer Lawine fortan« kommen und die Herrschaften in Berliv wegfege n sollten Weiter bestätigt Hiller, baß Ludendorff im A genlatz zu feiner eigenen Ailffaffung di« Meinung verireten habe, daß Kahr bei der Neubildung der ReichSregierung selbst vertreten sein solle Schließlich erflärt Hiller rn-h über den Putsch, dieser sollte die ungeheuerste innervosittsche Wirkung ausiiben. Ein völkisch» nationales Regime hätte eine ungeheure Umbildung bercorgentfen, eine Umbildung von einer Bedeutung^ wie sie Deutschland seit geschichllicher Gedenken noch nicht erlebt hätte. Wenn daS nicht unser- Abffll-t gewesen wäre.
da«« hätte« wir alle die Todesstrafe verdient.
Der Zw-ck war, ein Bund in bet innerpolitischen Leitung herbeizn führen.
Der Vorsitzende schließt damit bie Beweisaufnahme und regt an, di« Frag« der Plaidoyer» zu besprechen.
Den Anttag deS Staatsanwalts über die Vernehmung des Majors Hunglinger erftärt der Vorsitzende durch Gerichtsbeschluß für erledigt
Heraus vertagt der Vorsitzende die Sitzung auf ei ta halbe Stunde, worauf in nichtöffentlicher Sitzung über b:e Behandlung der PlaidoherS. ob sie in öffentlich« oder nichtöffentlicher Sitzung verhandelt werden solle«. Ltrat-n werden soll.
Der GericktSsaal wird darauf geräumt.
Um */<l Uhr war die nichtöffentliche Sitzung, ohne daß die Oessentlichkeit wieder bergestellt worden wäre, beendet. Es wurde bekanntaegeben, daß die nächste öffentliche Sitzung am Freitag Vormittag V»9 Ufor ftat> findet In dieser Sitzung wird auch der GericktS- beschluß darüber bekannt gegeben werden, ob bk Plai» dovers in öffentlicher oder geheimer Sitzung gehalst« werden solle«.
5« $ro$?8 3*tr.
Leipzig, 18. März. Im Prozeß Zeig nee wurde der Fall Brand befoandelt. Der Angeklagte MöbiuS widerruft beute seine Aussagen in der Voruntersuchung und befoauptet, daß Zeigner die Beuech- ungsgetder ibm zurückgegeben habe, ober daß er die Gel« der selbst unterskblagen habe, die.Leutnant Brand, b« wegen Getreidesck-iebungen zu Gefängnis Oerurt.ilt war, einem Gesuch an den Justizmirnster Zeianer beigelegt bat Eine WeifonachtsganS habe Zeigner auch zurückgegeben.
An Haick seiner früheren Aussagen hält der Besitzende MöbiuS eine ganze Reihe von Widersprüchen in Aussagen vor.
Der Angeklagte bleibt bei der iefoigen Darstellung und erklärt, in der Voruntersuchung habe er gelogen.
Angeklagter Z e i g n e r sagt $u dem Fall Brand aus, die Fälle Trcmmer und Fricdcichsen fe en vorausge» gangen. Im großen und ganzen sei es ibm damals gelungen, Möbius abzuschütllln. Er habe zu Haute öä bestimmte Anordnung gegeben, daß et Möbius gegenüber