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Am nächsten Merken, als Braitt Germaine <r.tf der Treppe traf, sie war sehr schlicht gcllcteet, hatte Len

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'ttn gewesen. Aber der Wunsch des Vorgesetzten -ding vor. Zwei Stunden brauchte man bis zur Bat.

j rühmte ihre Lage, wie glänjcnb sie eingeschossen fei, bie guitn Unterstände, tue teilweise in die Felsen ringehauen seien. Brant wäre lieber mit Germaine

aiideien Ländern wegen der Schwierigkeiten in -er Devi- rti;brf*affunn nicht in ausreichendem Maße möglich ist Mr hätten die fcäifte unseres Bedarfs an Oelen und Fetten, sonne einen großen Teil bei Bedarfes an Futter- Mitteln (Mais und Hirse), Düngentzttrln. sowie Baum­wolle aus unteren Kofenten beziehen könne,l. Ferner be­nötigen wir bie Ko'omen, um unke«n auswandernden Volksgenossen eine Heimstätte auf d-ulschem Boden be- sch>asien zu flnwn, ba sofern sie sich in fremden San- dem snsiedeln die Gefahr besteht, daß sie dem Deutschtum verloren gehen.

Aus allen diesen Gründen ist es für uns unbedingt er­forderlich, auf die Rückgabe unserer Kolonien zu besteben. Drutschfeub ist in wirtschaftlicher und sicklung-politi­scher Hinsicht aus dieselben angewiesen. Deshalb muß der 'o'oniale Gcdand im deutschen Volke wach aehalten wer- den. damit uns eines TageS die rechtmäßig uns ge- hörenden Kolonien zurückgeNben werden müssen.

Rr. 64 T

Sonnabend, 15. Mürz

1924

niifit von selbst die Sache einleiteten. Ter anoroah^ Weg und der Staatsstreich Lossow« seieW vollkommen identi sch. Weiter befanbet bet 8*rge er wisse nicht« darüber Auf die Frage, wer ba# Direktorium hätte eiusetzeu sollen, erwidert Lofsow: de# ReichSvräsibent. Für ibn, Lofsow. sei niemasW ein Posten in diesem Direktorium vorgesehen gewesen. Bezüglich der Frage der Einführung de« Direktorium« verweist bann der Zeuge auf seine bereit« gemachten SfrsV sübrungcn. Aus die Frage, ob Kahr in eine leitende Stelle in diesem Direktorium kommen ssollte, erobert der Zeuge, er habe seinerzeit erklärt, man solle den Gckanken. Kahr in da? Direktorium zu nehmen fa l- len lassen. General Ludendorss erklärt hier auf eine Frage von R.A.Holl, Major Bogt« habe nicht gesagt, daß Kahr eine leitende Stelle in dem Direktorium e'nnefernen sollte. Zeuge Lossow stellt weiter fest, daß die Behauptung, e§ seien Befehle des Reich-webrininisterium-- beim Wehrkreiskommando nicht durchgesührt wor­den, vollkommen unwahr sei. Aus Me Frage der Verteidigung, ob bei einer Zusammenkunft L-fsow» mit dem Grafen belldorf von ver Separatio» ge- forschen worden sei. erklärt der Zeuge, er habe zu Helfe- darf gesagt:Wir allein können e« in Batzern nicht üf, offen." Der Plan, in Bauern eine WäferungSbauk einzufübren, sei verworfen worden, damit man nicht sagen könne, diese Leute wollten nur die Separation machen Justizrat Kohl fragt den Zeugen, ob ihm be­kannt fei. daß ReichSwehrminister Geßler den General n. Kreß nach Augsburg kommen ließ und mit ihm dar­über verbandelte, daß er 6er Nachfolger Lossow« werden feie. Der Zeuge bezeichnet dies als einen Irrtum. Die Berufung Kreß' sei vor der Jnoilicht- nähme der 7. Division erfolgt. Justizrat Schramm erhebt namens der gesamten Verleidcgung den allerschärfstee Protest dagegen, in welcher Weise der Zeuge oft Fragen der Verteidigung zu beantworten beliebe uns ftefe; darin eine unerhörte Verhöhnung der Verteidi­gung.

Hitler wirft dabei die Zwischeufrage auf, wer die Bätet des Gedanken- des Direktoriums gewesen seien Lossow lehnt die Beantwortung -unter B'kufunz auf vertrauliche Gespräche ab. worauf Hitler erregt bemerkt: Wir sind verpflichtet, über dir ver- traulichften Angelegenheiten, die zwischen uns brivro- chfer wurden, ouSzulagen. R.-A. Holl glaubt, diese Frage könnte vielleicht auch darin beantwortet wer­den, daß tif drei Herren selbst die Väter de« Gedanken« sind. Der Vorsitzende bemerkt hierzu, das h>.be mit dem Prozeß nicht« zu tun. ES fei für die Entscheidung der Schuldfrage ganz gleich­gültig, ob bet eine ober andere Herr auch mirgetai» hätte, oder nicht. Da« Gericht zieht sich daraus zur Beratung zurück und beschließt, die von R.-A. Holl an den Zeugen gerichteten Fragen nicht zuzu- laifen. Die Frage nach der Urheberschaft des Ge- dankenS b#5 Direktoriums und damit die Frage rineÜ Zusammenhanges zwischen einer in NorSdeutschlanA unb einer m Süddeutschland dahingehenden Beu«» aung r.iülc alS unerheblich für die Entscheidung il der Schuld frage obgelehnt werden. Hitler erklän dar- >n«f, e« wäre niemals zu dem 8. Novembe» -»«kommen. wenn nickt infolge bet vorauSge« gangen en Ereignisse da« Instrument geschaf» fen Worden wäre. Dieses Instrument fei da« Prudukt der hochverräterischen Tätigkeit der Herren Lossow und Seisser. Diese An«- führnngm werden vom Vorsitzenden gertlgt. Zeug« Lofsow l-stätigi ferner die Frage eines Vec.teiriz.-r«, ob r« richtig fei daß das Reich ei ne Hilfe süH die Niederschlagung des Putsch«« angeU boten habe. E« sei aber für die Hilfe gedankt wo®» bni.i Seillers Mission nach Berlin habe darin be» landen den Glauben zu bekämpfen, daß Ser von der Polizei aufg« stellte Grenzschutz an der nord bayrische»

. Na, Herr Brant, tva« sagen Sie zu dem dicken, Iesunden Bengel?" Sie war wahrhaftigen Gottes stolz auf den Sohn des Mannes, den sie vor vier iJahren vor die Tür gesetzt hatten

Der Baier Rüscher war fast unverändert. Bloß, « er weniger auf die Deutschen schimpfte, weil er ujn;tt unermeßliche Onantitäleu von Stossen lieferte. 6eine Geschäfte gingen glänzend. Das befriedigte

DiaWanten-tuSbeutunz in Deutsch°S Übwestafrika bat sich bedimtend vermindert. Auch die Ernteerträge sind er hebLch geringer geworden Die nachg ebige Haltung, die dir Engländer den Eingeborenen gegenüber einnehmcu, UM diesen Wohlwollen vorzuläuschen, wird von diesen als Schwäche gebeutet und ermuntert sie immer weitz- gebcichere Forderungen zu stellen und begünstigt auf« vübtttische Regungen Die strenge, aber gerechte und znenschenfreunbliche Behandlung, die Deutschland den Eingeborenen zuteil werden lieft, förderte nicht nur daS Einvernehmen zwischen diesen und ihren .oefiri Herren, sondern wurde auch von den Eingeborenen selbst »lS segensreich empfunden. Die Methoden, die sie Marda'mächte jetzt angewandt haben, bedeuten indessen tine Gefahr für die weiße Rasse.

Lange bereits haben die Eingeborenen erkannt, daß ste früher besser gefahren sind, was i&re zahlreichen Treu« bezengungen gegen ihre deutschen Herren, sowie der be« geisterte Empfang, den sie deutschen Schiffen, die afrika­nische Häfen anlaufen, zuteil werden lassen, benriien Obgleich also ein großer Teil der Bevölkerung die Wickerherstellung der deutschen Verwaltung wünscht, tft ste nicht aukgefordert worden, darüber zu en-schttden. trotz­dem e3 in den Wilson'schen Richtlinien für den Friede't hieß daß bei der Entscheidung der kolonialen Sau- VeränitätSfvagendie Interessen der betreffenden Be« Völler,ing ein ebensolches Gewicht haben wüsten, wi? die bered'tigten Forderungen der Regierung, deren Rechtsan­spruch bestimmt wecken soll." ÄuS diesem Punkte b'5 Wlson'schen Progiremm geht nicht hervor, daß die Fortnabme ber gesamten überseeischen Besitzungen DeutschlanbS geplant war. Deshalb dürfen wir unferr

Bombensicher |»

Oliven, Eorvin >n, uitu. n»r mit den totUberühmten echten fcei.mann'* Soeben Marke guchsiopf um et«m, sewft larotn.

Keitmann'» Farbe spart den Färben»'

Prozent btt ragende Anteil ber Länder an der Umsatz- steuer wird vollkommen beseitigt. Dasür erhalten bie Öänber unb Gemeinden daS Aufkommen au« ber Er- hökmng ber allgemttnen Umsatzsteuer um ein halbes Pro- «nt. Davon entfallen auf bie Länder zwei Fünftel und aus int Gemeinden drei Fünftel. Bon dem Aufkommen der Koastsahrzeugsteuer erhalten bie Länder statt bisher 50 Prozent den Geüamtteil euzüglich 4 Prozent für bie Unkosten ber Reichsverwaltung. Auch hier erfolat bie Unterverteikung an bie Gemeiicken nach bem bis- berig-n Verteilungsschlüssel. wobei bie SandeSgefetzgebung im Jnter-ste ber Gemeinden Ausnahmen zu lasten kann. Einen Teil bes Ertrages aui bet Krastfahrzeugsteuer haben bie LStcker und Genfeinden für bie Erhaltung bet öffentlichen Wege zu verwenben. Diefen anscheinend be- beutenden Zugestäubnisten gegenüber steht aber bie Kosten- übernähme ber Gemeinden für recht bedeutende ihnen vom Reich überwiesene Aufgaben, zu beten Durchführung Me RttchSzuschüste fehlen. Auf dem Gebiete bet Gesund- fetsvft-ge werden die Gemeinden vor kaum überwindbare Aufgaben gestellt unb auch kulturpolitisch haben bie Kornmunolveroaltungen eine Aufgabe zu erfüllen, bie in ihren Ausmaßen unübersehbar ist. Man benke babei nur an die Aufgaben bet Jugenderziehung, die durch ba? neue, am 1. Avril 1924 in Kraft tretende Jugendworl fehrtSgesetz in ein neue» Stadium treten fall. De Not des Reichs soll nicht verkannt wetten, aber eS ge­winnt den Anschein, als wenn den zuständigen ReichS- stelleu bet notwendige Maßstab zur Brurt'ilung der kom­munalen Interessen fehlt, bis zu bereu Erfüllung leider viele berechtigte Wünsche auf sozialpolitischem. kulturel­lem unb wirtschaftlichem Gebiete zurückstehen müsien.

(Nachdruck verboten.)

Germaine Rüscher.

, Ein Njcch-Roman. Von Christian Bo uch Holtz

43. Fortsetzung.

1Mag sein. Ich sche in seinen Zügen nur daS Geficht seines Vaters. Ja, wissen Sie, daß er ge. fall t> ist, dt arme Herbert?"

i-Sy viele unsrer Freunde sind gefallen", nickte Brant.

Gck bem Onkel die Patschband und einen Kuß", sagte sie zu ihrem Jungen. Und er ta s ungeniert, rWie heißt du beim?" fragte ihn Brant.

Karlchcn Bartsch", sprach er schon ganz deut, sich

Mutier Rüscher kam den Eeiben Oss z «en entgegen. Sie war «in wenig magerer geworden, obwohl man richt hätte annehmen sollen, daß Rüschers von der Kriegslast abhängig feien. Ihr erstes Wort war nicht Begrüßung, sondern die Frage:

Begreiflich. So viel Soldaten im Hau«, da '.miß sich eit simaes Mädchen zutückh ifien.'

Früher war sie nicht so, imb wußte dock die Grmzen zu wahren. Sie hat irgendeinen Liebe-kum. mcr g'ai be ich. £f> e« ber jung- v. Bredow ist. ber mal hier wohnt«, gleich zu Anfang, und der nackte fiel, könnte fein. Ich dachte neulich, al« Ger­maine so eifrig für <Äe eintrat, Brant, sie liebe Sie, und war neidisch! Ja. ehrlich gesagt, nei disch. W bewillig forderte ich Sie an. Aber deshalb keine Feindschaft. Prost! .Rohmen Sie sich ein L>laS. Das Gesöff ist anständig."

Wir kennen un« lange schon. Germaine und ick."

Wir uns länger, Brant. Aber ich sehe, ick habe keinen Grund, neidisch zu sein", lachte er.Sie ist zu Ihnen genau so reserviert wie zu mir, eher noch zi!g knöpster."

Auch ich habe wohl keinen Grund, neidisch zu sein fegte sich Brant, innerlich beruhigt. Aber uni be- chäftigen die gleichen Gedanken.

Nachdenklich sah Hauptmann Schrick vor sich bin: Brant, hören Sie. was ich Ihne» sage: G-'main« Üommt mir manchmal unheimlich vor. Sie birgt ein Rätsel in sich... Da« müßten wir enthüllen."

Brant dachte, ich weiß, auch ich kenne da« Gcheim- nis tir-r Seele nicht. Und er machte sich mit einem Mal Vorwürfe, ihr damals aus dem Feld geschrie­ben zu haben, ihre Gestalt entschwinde langsam sei­nen Blicken Durste denn ein Gentleman derlei takt­lose Ofsenhe'ten einer Dame sagen? Wie plumpdeutsck ich bin! Wie protestantisch! Und es ihr zu sagen, die sich mir damals mit Leib unb Seele hingab au3 Erbarmen! Warum schrieb ich ihr bitfe Takt- Icfigfeiten? AuS Mißtrauen! Weil ich an ihre Treue nicht glaubte! Und doch blieb sie rein. Und für mich!

Für mich? Doch für mich! Sic wartet aus mich, die Hände voll Rosen, die Hände voll Liebe, und ich lasst s.e stehn, glaube nicht, daß sie mir etwas zu ickenkeu hat. Aus den Knien müßte ich liegen und ihr die Füße küssen, in Daukbarkett!

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München, 14. März. Bei Beginn der henttgen Sitzung kam Justizrat Zezscheihwitz auf die AuSsaae LostowS über den in ber Besprechung vom 6 November von Lossow stark verurteilten Aufruf an bie Reich sw.'kr zu sprechen, ber von bem Kampfeuud stammen feil. De- Verfasser bes Aufrufs, ein gewisser Nennwert, gibt an. bfe Ausfeae Lossows in bitter Angelegenheit sei eine grobe Unrocbrffeit Lossow wisst genau, baß ber Ser taffer ber Flugschrift imb brrjfniae. bet den Samen Soffern dar- un'ers-tzte. zwei versckickene Persönlichkeiten feien. Ter politische 5>"chstavler Prinz v. Isenburg habe au«* atbebnte Besprechungen mit Saht, Lofsow und Seisser ge habt. Tatsache sei. baß sich bet Karnvf- bnnd in dieser Angelegenheit Lossow gegenüber seht lovol Verhalten habe.

Cobann Wick in daS KreuzvethSt be« Zeuaen 8»ftPtti einpetreten Zunächst stellt bet Zeuge ausdrücklich fest baß im Webrkrriskommando kein Befehl au-g-e- qcben würbe, der jemals im Sinne eines Vormarsches nach Berlin gebeutet werben konnte. Bezüglich feiner Besprechung mit Dt. Hol' stellt Zeuge Lossow fest, baß diese seinerzeit wohl in der Tendenz geführt wurde, baß nicht Del in» Feuer gegossen werden solle. Tie Ausführungen Dr. Hol!« fh?' bet» Inhalt dfefeS GeforächeS feien aber nicht ganz richtig. Demgegenüber bleibt Dr. Hol' aus ber Behauptung bestehen, daß Lossow dama's oeänsfett habe:

SBir wollen ie den Sfaatsffrefeft*. lediglich übet den Zeitpunkt de» Looschlage», habe man sich nicht einigen können.

Auf eine Frage ber Staatsanwaltschaft, in welchem Sinne das Wort Staatsstreich bamalS gebraucht wockcn sei gibt Lofsow zu, baß daS Wort gefallen sei Zeuge begründet bann, welche Faktoren für bie Idee be? Direktoriums bestimmend waren Nut im Sinne des schweren wirtschaftlichen Drucke» habe er bas Wort Staatsstreich gebraucht. WaS bie öl- prozentig- Sicherheit anbetreffe, so habe er gesagt, man mäste handeln tm Sinne dieses Staatsstreichs, we.ta mar mehr als 50 Prozent Sicherheit habe, d h. wenn das Drektorinm fertig fei. Der anormale Wege habe Latin bestandm. daß man einen Druck auSübte. wenn dir Leute

Dttttltois $tjt nöl Äofonien Ben Walter Dennetlein, Hamburg.

V In bett letzten Tagen ging durch die Presse bie Nach- daft einige Sachverständige der gegenwärtig in .Pari- weilenden Kommission sich für eine Rückgabe der deutschen Kolonien ausgesprochen hätten. Wenngleich wir 'freretft keine Ursache haben. un5 in dieser Hinsicht Über­triebenen Illusionen hinzugeben. fo könne» wir dock auf die RechtSwidrfekett ihrcL Nm-beS Hinweisen.

Der Berfeittet Vertrag spricht Dentschdind bekannt­lich bie Fähigkeit ab, Kofeuirn sachgemäß zu verwalten. Durch eine geschickte Propaganda haben eS bie Mäch'e die gegenwärtig daS Mandat in unsere« So'onien auS- üben, verstauben, dieser Mär in ber Well glauben zn verschaffen, b. h. nut bei denjenigen, die Die Bthältnisi- in unteren Ko'onieu nicht auS eigener Anschauung Ru­nen gelernt haben. Tenn wer einmal draußen gewest» wat unb sich von der Ordnung und Zucht tn ben blühen­den deutsckten Kolonien überzeugt halte, urteilte übet die «deutsche to'oniale Tätigkeit ander-. De großartige Ent- Wicklung ber brutschen Kofenien wat unfemt Feinden ein ®em im Äuge, ba ft; nicht imstande waren, die ihtigrn auf ein gleich hohes Niveau zu bringen. Sirck doch die deutschen Kolonien nutet der Souveränität der ietzigeu Ma'chaimächte in zuNebmendem Verfall begriffen, wal ständig auS ben A-mhetungen Deutscher Farmet, Die fib r bfe trostlosen Zustande Nagen, die dort jetzt herrschen, hetvotpeht.

Dir deutschen Pslauzungel' sind durch Raubbau her Sintergewirtschastet ober bunr, ttavdcken Busch über­wuchert. In Detttsch-Sübwest-Afttka ist ein großer Tri der deutschen Farmer infolge der englischen Mißwirtschnst Wirtschaftlich zugrunde gegangen. Tic hochentwickelte Kultur ist vernichtet. Der Handel ist außerordentlich tu- rückgegangen. Die Seuchen nehmen in bedrohlichem Um fange zu Jegliche Verbesserung und Erweiterung oer

als sich Rüsch-rs schlafen ge'egt hatten. Am nächsten Tage wurde» die verfehl denen Di-nstbefuche erledigt. Und am M.-nd übernahm Brant für 24 Stunden Battetiedienst.

Todmüde kam et davon zurück, kam erst nm IO llftt in« Citartiet. Auf dem Weg nach Haufe hatte sich Brant g fr*ut, v'eileicht mit Germaine den Abend v-rbringen zu können. Aber sie lag bereit« zu Bett, als er kam.

Sie hat nicht auf mich gewartet", dachte er .jah­relange Trennung, will man sich nicht "da einmal anSspr-chen? Sie weiß doch, daß die Ablösung um zehn Uhr zurück ist. D-e Krieg >st allerdings eine bürokratische Mordangelegenheit geworben. War es auch diesmal nur M.tteid, das sie veranlaßte. Für. fprrdfenn zu spielen und mich hierhcrkommen zu zu lassen?"

Hauptmamt Schrick wat allein tm Eßzimmer, ba­den Offizieren allein zur Verfügung gestellt wat. Er trank einen Kognak nttch tent andern und las das OssizirrLDoche»blatt. Brants Butsche brachte dainp. f mde« Essen heran. Brant wollte Schrick gerade über Germaine befragen. Der Haupmumn nahm -hm da- Wort auS bem Mund«:

WaS sagen Sie zu Germaine?"

Sie ist stolzer unb reifer geworden", meinte Brant, indem er Schrick prüfend ansah.Du hast dieselben Gedanken wi» ich", dachte er. Liebst du sie?"

Etwa« altjüngferlich wird si« schon in ihrer Re. serviertheit. Früher trat sie so harmlos.zutrar>lich und ans'ttasfen. Sie lebt wie eine Nonne. Mit Nie. man» läßt sie sich ein. Mit keinem Offizier geht sie au». Sie wird prüd«. Sie muß einen Mann haben. Uni wie viele machen ihr den Hof!--Höchstens,

baft ich etwas ihr 83ertra:ten genieße. Manchmal, roenn ich allein bin, bes Abends, kommt sie mit ihrer Stickerei, leistet mir Gefells-chast. Und in letz ree Zeit totrüen auch diese Besuche seltener. Aber sonst? Anfangs, erzählten mir meine Vorgänger, sch armen. 3 i e» tr hübschen Osiizi v; des Frontabschnitts um sie und machten zu Pferd Fensterpromenaden. L'ebcset. klärungen regneten nur so. Sie lachte da^u. £w jährt geradezu ein Lioj^rlebey," r. <

Neue Aufgaben der Gemeinden.

Auch b:e GHrrinben sind, wenn sie mit Geschick Schnl- ben zu machen verstanden, Nutznießer bet Inflation ge­wesen. Dr4 hat nun aufgehört. Die städtischen finanz­politischen Aufgaben bei, Gegenwart sollen mit ihrer Lösung bie U-berrotnbttno ber wirtschastlicheu unb poli­tischen Nöte, sowie ben Ausbau einer gesunden, wieder blühenden Gemeinsc?»st herbeilühren helfen. Die Rah- mengremnt für b:e*e Aufgaben werden ben Gemeinde" :tt bet brittrn Steuemotverorduung gezogen, die zurzeit 'm Entwurf Sor'iegt. In dieser Verordnung, bie ohne Zweifel Gesetz wecken wick, ist bestimmt, baft vor dem Inkrafttreten bet Verordnung aufgenommene unb aur Reichsmark lautende «nl-ifen ber Gemeinden (auch des Reiches unb ber Länder!) bis zur Erledigung sämtlicker Reparatfenrverpftichtungcn nicht verzinst und auch nicht eing-löst wecken dürfen.. Ein feätere» Reicksg-setz soll bestimmen, wann bet Zinsen- und TilgungSb enst wieder -ausgenommen wick. Ticke Be^immuno bat den Zweck, einet VcrgrSß-mng ber kommunalen Cchukdenfesten ent geg-nzuwi'rk-n. die Gemeinden von den aus früheren An­leihen übernommenen Verp'lichtungen zu cnt'irben und im übrigen durch das Verbot ber Anleiheatifnahme brzw. ber erschwerten Zustimmung durch bie oberste» LandeSbeHörden bet kommunalen Verschuldung eine Grenze zu fetzen. Tie Auswirkung biefer in ihrer Be- dmtung für b-n Kommunalktckü seht bemerken-werte» Bestimmung wick sich nach zeigen E» soll nicht verkannt wecken, daß die Gemeinden durch die in der dritte» Steuernottwrorbnung f-stgelegte Bestimmung an ber all­gemeinen Lastenabfchütteliing teilnebmfn, baß anberer- feit« aber bet Kommunaktredit an feinem Lebeusnetv «e- tmffen wird urrn daß eS (feer ngie Bestimmung Gesetz ro-.rb) den G m inben schwer uud fest unmöglich ist. ihre Fiizanrbckürsuisfe selbst für anerkannt rentable Zwecke auf bem $kge, ber. Anleihe zu deck.'n. Lern kommunalen Krckitweseu wick mit der Z'nszabl-ingS- und Tilgungs- iberre ein schwerer Steß verletzt, ber letzten EnoeS auf bas gesamte kommunale Kreditwesen vernichtend wir­ken muß. Krin privstrechtliches Hrttrrnebmen wird si«. fürderhin noch in der Lage sehen, den tzlemeinoen auch bei guter Vei^insung und kurzfristiger Tilguug au5- reichcite Anleihen zuzusühren, wenn durch die teeich- gesetzliche Svcr« bk Verzinsung und Tilgung unmöglich gemacht wick.

Indessen soll den Gerneirtden durch bie Etböbunp ber Urberroeifung aus der Ein'oinmen- und Körper slbaftSsteuet geholfen werden. Ob dieses Zug.-stänbni -> einen Ausgleich für die erschwerte Anleibeaumahme bic tet, steht dahin. Statt der den Länsetn jetzt eursteheu den dttt Viertel des Aus.ommens an Ein'ommeu- unr KörperschastSsteuer sollen ihnen vom 1. Februar 1924 ab 90 Prozent bezw 91 Pro,em überwiesen werden. Ti. Vierteilung an bie Länder unb b'e Nntetvericilung an tie Äemcinden erfolgt nach bem bisherigen Verteilunqs- schlüsscl nach Größe ber Land- und Stadtgebiete und nach bet Zahl der Sinwrchner. Der Anteil ber Länder an ber Etbsck»astssteuer sollt weg. Auch der bisher 10

ins von Iseine Batterie" zu zeigen, wie man eitoat incin mhpetr | einen gut angelegten Wein feiler zeigt. _ rfiEtnf# iflH» Qrtrt« tnL aIZkiomK ft» *rti fl

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ß f Eh» »uchtt t gab- gern mit Alices Söhnchen ftb- konnte sich aber urchr enthalten, chm zuznrufcn: 160« »Komm, kleiner Schwob", was nicht böse gemeint ' »oar Seine tiefste Meinung, die er verschwieg, war lieh febet die aller Elsässer um diese Zeu: Die Deutschen ; »»erben ben Krieg verlieren.

V Schon an diesem Abend drang Schrick darauf.

Hut auf, war zum Au-gchen bereit, fragte er sie, pH zärtlich begrüßeud:

Dars ich dich begleiten, du gehst in bie Stadt?"

Sie dürfen", sagte ste in bem formellen Ton, dem Brant an ihr neu war DiesesSie" war füg * ihn eine Ohrfeige. Trotzdem holte er sich rasch die Mütze und schnallte um. Germaine sah ihn Von ber Seite anSie seh'n gut aus, wahrhaftig, Leutnant Brant. Und kerngesund." :

Nun ja", meinte Brant etwas bitter,bie Damete fasse,» ben Krieg al« eine Art gesunden Sports auf. Jchs habe eine alte Tante, väterlicherseits, die sich frühe« nie um mich kümmerte, ba ste mich für einen Halb- franzosenhielt. Jetzt schreibt sie mir alle vierzehn Tag« ganze Broschüren. Auch sie sagt: Der Krieg ist gesund, stählt Muskeln, Him unb Herz! Mit e° fernem Besen fegt er usw."

Ihre Tante und ich passen also--

Verzeihung, Germaine.---- ich weiß nicht,

worum ich mich schon Wied« auf die Hinterbein«!' stelle, aber"

Aber ich bin schuld."

Ach, wir sprechen draußen weiter, hier hört man un«" l

Wenn Sie draußen ebenso weit« sprechen tetit». len, Herr Leutnant, so bleiben Sie lieber hier." E» wollte ihr« Hand «greifen. Aber sie entzog fte ihm.

MaS war in aller Welt in sie gefahren? Saun» dnpt Augenblicke mit ihr, und schon war der Kampf raitber da!

Sie gingen zusammen Über den Weg Üb« dr»' Mifeu zur Stadt. Auf ber Wiese war alle« (Stal zertreten, zerstampft; zugeschüttete Kochlöcher büöe* ten Lchmhaufcn )

Wohin wollen Sie? fragte Brant und fügte ab» sichtlichFräi.l in Rüschell' Hinz»

(Fortsetzung folgt.)

Ko'onien mich unter keinen Umständen verlercu geben Foidern dock, sogar neutrale unö uns früher fe-ndliche 2he r Zeitungen bie Rückgabe be» deutschen Ko:o»ialbcschcs

Wie Ausw-isung ber Deutschen aus den Süoseeschutzgc- ckeil bieten wird bereits in Australien vielfach verurteilt.

i Obne Koteuten ist Deutschland nicht tu der Lane, seine vevölketung zu ernähren. Di« deutsche Wirtschaft ist aus dir Ko'ouialproburte angewiesen, deren Import aus

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