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Amtliches Verkundigungsblatt des Kreises Dürrvurg

Anzeiger für (das früher kurheMchej Oberhessen

, R. 64

1924

Deutschen weisen mit vieler Berechtigung auf die

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Paris, 14 März. Die Kamm-r na^m gestern e'ncit Gesetzentwurf über die Aittoncmisierung des Straßburger Rlxinbastns ttnb dessen Verwaltung an. Weiter wurde ein Gesetzentwurf, der eine Verdrrisackung der monat­lichen Subvemion für den vrn der Compagnie TranS- atlantiaue versebcnen Postdampferbienst Le hav« — Newnort vorsieht, mit 325 gegen 202 Stimmen ange­nommen.

vcmber und ebenso in den folgenden keinen Besuch abgestattet hat.

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Kein Glückwunsch Italien» in der Putschnacht.

München, 14. März. Das italienische Ge­neralkonsulat teilt folgende Erklärung mit: Herr v. Kahr hat gestern, von einem Verteidiger be­fragt. ob es wahr sei, das, er in der Nacht som 3. zu« S. November 1923 den Glückwunsch italienischen Generalkonsuls erhallen habe, erklärt, er könne sich nicht daran erinnern Das Königlich italienische Generalkonsulat kann auf das Bestimmteste versichern, datz der in den Novembertaqen in München amtierende ita­lienische Generalkonsul, Bskjchaftsrat Durine, bei Herrn v. Kahr <n der Nacht vom 8. zum 9. No

zont erweitern und stch wenn möglich auf den Völ-!Regelung, die in der Pfalz vereinbart kerbund stützen der allein eine dauerhafte Lösungswurde, überhaupt keine Regelung ist. Dk

Der Reichsrat.

Berlin, 14. Mär». Der Rricksrat naSm heute von den Beschlüssen deS Reichstages zu dem Gesetz b^rcsseub die Golddiskontbank Kenntnis, ohne Einspruch zu erheben. Der Reichsrat erklärte sich weiter damit einverstanden, daß der Ministerialdireklor im Reichsministerium des Innern, Dr. Falk, zum Präsidenten des Bundesamtes ür das Heimatwesen ernannt werde.

der Separationsfrage, der rheinischen Frage und der Entwaffnungsfrage bringen könne. Die Einzel» beratu ng des Senats begann bei Artikel 1 in der Fassung der Finanzkommisiion des Senats, der eine Milliarde Ersparnisse vorsteht, die im Rahmen der bestehenden Gesetze erzielt werden sollen. Für diesen Text sprach Senator Ronö Renauld. Rach dieser Rede wurde die Sitzung auf 9 Uhr abends vertagt.

Sie MmrMiM-MW.

Paris, 14. März. Die Unterkommission für die Redaktion des Berichts des Komitees Dawes hat heute morgen mit der Ausarbeitung des definitiven Berichts begonnen. Das Unter­komitee für Bankfragen hat heute morgen gleich­falls über die letzte Erklärung von Dr. Schacht be­raten. Heute madjmittag wird ~~ der Ausschutz Dawes eine Dolljitzung abhalten.

Die .Dberbeifiidie Leitung“ eridHtnt letMeeal — Larngsorei. monatlich

2 »fett auoschlietzltch Zuftelliingsgedüdr. Für eeeieUe*»« Memmeta tn:»lge Streik, oo. etemenr.«Lreignin« teie Sriat. — l-ereg oon Dr. C. Hiaetoth. — Druck ver Uni».• <6ud>braiftret von Job. »na. Str®. $<ar?t 21.3. — Nernwrmd« 5ö> Tort äetflento: Rr. 5015 »na ^rankturr «. Main.

L 0 ndon, 14. März. Die Erholung des Fran­ken findet allgemein große Beachtung. Reuter mel­det aus Paris über die französischen Sicherheiten fit die amerikanische Anleihe, es werde behauptet, daß die französische Regierung eine Zusage gegeben habe, den Bericht der Sachverständig en anzunehmen.

„Daily Chronicle" betont, datz die Unterstützung einer entwerteten Währung durch auswärtige Kre­dite nur eine zeitweilige Maßnahme sei. Das Blatt hebt hervor, daß die großen französtlchen Fa­brikanten, die in der heutigen Politik mehr zählten denn je zuvor, für eine Währungsentwertung seien

„Daily News" schreibt: Gerade weil der Fran­ken in einer so ernsten Lage gewesen sei, in der er innerhalb meßbarer Entfernung von der Kata­strophe angelangt gewesen sei, seien dis praktischen Männer in Amerika und in Großbritannien ein» geschritten, um ihn zu retten. Sie hätten diesen Schritt, wie klar ersichtlich sei, nicht aus reinem Wohlwollen getan, sondern deshalb, weil sie aus bitterer Erfahrung der neuesten Zeit wüßten, daß eine entwertete Währung eine Drohung für d te & amt« g iiH I Hielte Welt Mibe. Die französische Regierung würde jedoch nicht in dem Glauben gelaßen werden, daß Großbritannien und Amerika sie aus ihren augenblicklichen Schwierig­keiten herausreißcn könnten, ohne eine ent­sprechende Anstrengung auf ihrer Seite. England könne, selbst wenn es wolle, künftig eine Unterstützung Frankreichs durch Kre­dite oder Anleihen nicht unbegrenzt fortsetzen.

Paris, 14. März. Die Position Potn- c ar<$5 erscheint unter dem Eindruck seiner gestri­gen S e n a t s r e d e, die selbst von der gegnerischen Linken als ein starker Erfolg gebucht wird, und infolge der erheblichen Besserung des Franken beträchtlich gefestigt.

Paris, 14. Würz. Tas „Journal offiziel" ver­öffentlicht heute vormittag die Nachricht, daß die Zinsenbezüge aus den Schatzbonds und den Bonds der nationalen Verteidi­gung mit Laufzeit von mindestens einem Jahr von der allgemeinen Einkommensteuer be­freit sind.

3« £iot in itr Mch.

Dari», 14. Mörz. Nach einer HavaSmcümng Speyer, empfing der von der Rheinlandkommiisioa gesetzte interalliierte Untersuchungsausschuß ßeitent

W Entwicklung roiro also, w nn der Bericht der Sach- tzerstSndigrn vorliegt, voraussichtlich nicht ganz glatt Vor sich gehen. Auf der Gegenseite hat man es ja ziemlich eilig Namentlich Frankreich drängt jetzt auf knmch auf eine rasche Regelung, weil es hofft, die kchmänkungen seiner Währung mit Hilfe der Sachter. DSnoiarnvorschläge rasch überwinden zu können. Dass Frankreich die Vorschläge glatt annimmt, scheint Uber Haupt nicht me'r bezweifelt zu werden. Wie gesa ik, wird »an sich in Deutschland die Dinge aber doch noch euras überlegen müssen. Denn es besteht, abgesehen von allen Anderen Schwierigkeiten, immer die Gefahr, daß die äauzösische Regiening aus den Sachverständigenvor- jchlägen daS berausnimml, was ihnen patzt, d.h ti' in' Aussicht gestellten Milliarden, sich aber dreht und toin» ki, Wenn es sich darum handelt, oiejenigrn Fardeningen pr erfüllen, die ihr peinlich sind, dH. die Wirtschaft int besetzten Gebiet.wieder sreizugeben und die Berwa'tungs- Und BerkhrSeinheit wieder herzustellen. Jedenfalls wird die deutsche Regierung sich vorsehen müssen.

Reichstagswahl am 4. Mai.

93 er (in, 14. März. Der Reichs­präsident hat auf Grund des § 6

Marburg

LonnabellL. ne» 15. Marz

Lenzing

Nttilit Mik.

München, 14. März. Anläßlich bet bevor- teher.den Wahlen haben sich die Bayerische Mittel­partei. die Bayerische Bolkspartei, die Ratioua/ liberale Landespartei, eine Reih« vaterländischer Verbände und mehrere katholische Verein« zu einet Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen mit der Parole, gemeinsam den Kampf zu führen für ein Programm, dessen Ziel« sind: Volksentscheid Retchsgedank« ans föderalistischer ®ru nblage, Rückgewinnung der bun­desstaatliche« Rechte Bayerns,' 'bentftfics Volkstum auf christlicher Staatsgrund­lag e, gerechte Bewertung der Arbeit, Wieder­gewinnung d.er Wehrhaftigkeit und Erhaltung des monarchischen Gedan­kens, Erhaltung einer bodenständigen Kultur nur des Mittelstandes und Kampf gegen eine neue In­flation sowie gegen den Internationalismus.

Bischof von Speoer und den Vorsitzenden des evange­lischen Konsistoriums und begab sich dann nach Pirma­sens, nm dort die Untersuchungen kortzufetzen.

Kaiserslautern, 14. März. Der Son­derausschuß der Rhei n landk om mis« sion hat Speyer verlaffen und gestern die beiden pfälzischen Städte besucht, in denen sich sonderbünd» lerische Führer noch unbehelligt aufbalten dürfen, am Vormittag Pirmasens und am Abeno Kaiserslautern. An letzterem Orte finden seit heute vormittag vertrauliche Bespre­chungen des Untersuchungsausschusies mit Ver­tretern der Bevölkerung statt.

Loudon. 14. Marz. Der biplomitifche Mit­arbeiter des „Daily Herold" schreibt: Leider schci.tt lcia Soeisel zu bestehen, datz hie zeitweilige

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, i In den Wochen, in denen die Parteien um di« Gunst her Wäblerfchaft ringen, werden wichtige außenpolitische Mutfcheibungrn fallen. Ob die Frage der Mllttärkon* trollc dazu gehört, ist noch zweifelhaft. Ti Bot- fthafterkonftrenz hat allerdings den Wunsch ausgesprochen. «l»e möglichst baldige Antwort auf ihren Vorschlag m er- halten. Die deutsche Regierung hat aber guten Grund, Nr Frage sehr sorgfältig zu prüfen und ganz genau

! Has Material zu sammlln und zu sichern, daS einer Ent« scheid« ng dieser Frage zugrundegelegt werden mutz. Tw Anmutung einer Militärkontrolle von vorläuf'g nicht Absehbarer Dauer durch ein sogenanntes Garantie-Komitee M aber unannehmbar und wird es bleiben.

Auch an der wichtigsten Frage der Außenpolitik wirb Itr Wahlkampf hoffentlich vorübergehen, nämlich an dem Bericht-der Sachverständigen, der ursprünglich schon um Me Mitte des Monats srttiggestellt sein sollte, jetzt aber Kr Ende deS Monats in Aussicht gestellt wird. D'e UchaktionSkommiision ist bereits in Paris in ihre Arbeit tüt getreten. Es scheint nicht ganz ohne Einfluß »e blieb en zu sein, daß die Sachverständigen ilre Tätigkeit zum Abschluß bringen im nächsten Bereich der stanzösischen Politik. In ihren Kundgebungen 5er letzten Beit läßt manches darauf schließen, datz die kühle Srch- Lckkcit, mit der die Sachverständigen hier in Berlin ttrrr Aufgabe uachgegangen sind, nicht gewahrt wor- . kn «st. Trotzdem aber hat sich scheinbar an der U r u n d- lag« ihrer Anschauungen nichts ^änbert. Deul'cht-.inc far.R nur als einheitliches Wirtschaftsgebiet teist-mgs- f$bip sein und die internationale Anleihe wird man auf kn Reichstiseubahnbesitz legen. Dagegen scheinen bi: Sachverständigen in der Att und Weise, in ser sie die st-an üe Ile Bürgschaft Deutschland; ausgestalten wollen, kck etwas allzusehr von rein geschäftlichen Rücksichten vssgegangen zu sein, ohne zu bedenken, daß auch auf hnonziell rn Gebiet Eingriffe in die deutsch« Staatshoheit ■ »«annehmbar sind. Nicht ohne Vorbedacht hat der Reichskanzler in seiner Austösungsrcke angesichts dieser kesabr den Satz ausgesprochen, daß sie deutsche Reg-e- k»ng in ihren Entschlüssen gegenüber dem Sachorrstän- hikl'nbericht vollkommen frei ist.

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Leipzig, 14. März. In Leipzig beginnt heute 5er Proz.tz gegen den ehemaligen sächsischen Stink sterpräsi^ei-tkn Dr Beignet und Genossen. Zu ®rgi«tn ixt Verhrndknno erklärten die Ber'ed g-r. daß sie deck Vorsitzenden, dm Berhandliings'e t r und zwei Landes- g kick dritte abre6nen müßten, da die Herren politisch recht? gerichtet seien. Der Gegensatz geg-nüber beul Sozialdenwkraien Dr. Zeigner sei umfo schärfer, weil Dr. Zigntr aus den Gesellschaftskreisen der Herren stammt und weil er seinen politischen Gegnern all Kollege ja sogar als Vorgesetztor gegenüber.zefmnden! habe. Er habe einigen von ihnen auch wiederholt rcegtn ihrer Politischen Einstellung Vorwürfe gemacht« — Dr Oberstaatsanwalt erkannte diese Gründ« nicht afg sti r_boliig an. da die Anklagepunkte mit Poli­tik u-chts zu tur.Mben. Diesem Standpunkt schloß sich auch das Gericht an.

In der Nackmiktagssitzung wird in die Vernehmung d«S 9lngefragten eingetreten. Der Angeklagte MöbiuS k nn- h«n Aog'klagten Zngner seit der Mehlgeschichtr, Bon een drei Sack Mehl, die er von dem Bruer für die VerkaufSvenniktlung erhalten hatte, habe et eine« Sack an S ignet auf dessen Verlangen geliefert and den ritfliorn Preis erhalten. Ob Zeigner btt Akten Ktbrannt bat«, wisse er nicht. Der Vorsitzende er- mahnt den Angeklagten, bei der Wahrheit zu Weiten. Es liege die Verm>-ning nahe, daß versucht wordeck 'ei, auf chn einzuwirken. — Angellagrer Zeigner er­klärt, er hobt in bet Schreibstube alle Ärgsten mit -nrist schem Einschlag zu «riesigen gehabt. Eine trlbit* ,'ändig: S* ll ng h b? er aS einfacher Soldat nicht ge*.. habt. Möbius fei freiwillig zu ihm gefomnen, WHi zu erfahren was sür Mehl beschlagnahmt worden sei«. Möbius sei öfters in die Kaserne gekommen. Da habet' er. Zeigner. ihn gefragt, ob er ihm nicht auch mal Mchi verschossen könne; er habe das Mehl bezahlt«^ Zu Werhaachten habe et in der Kaserne erfahren, daß. Möbius das M hl gestohlen hatte. AuS unbe!»nnene< vanb'ung hab: er dann d e Ak.en MöbiuS verbrannt« Von Hchlovei oser Beschaffung eines Vermögensvov- rc-lS könne nicht die Rede fein. — In btt ipeiteae B.m hmuno der Ang kl gten Möbi.iS uub Trommetz wird bet Fall Trommet besprochen. Möbius wat ein­mal in SrignetS Ab wesenheit in dcsien Wohnung, Hirt will er in den Akten, die et durchblättert«, dick

datz dis» Hauptwahl am 4. Mai 1924 stattfindet.

Berlin, 14. März. Der Reichsminister des Arinern hat zum Reichswahlleitet den mit der Wahr- uehmnng der Geschäfte des Präsidenten des Statistischen - Neichsamtes beauftragten Ministerialrat Geheimen Re giert,ngitat Professor Dr. Wagemann und zu r:mem Stellvertreter das Mitglied des Statistischen Reicks- ckutes. Geheimen Oberregierungsrat Meisinger ernannt.

Berlin, 14. März. Die amtliche Stellung­nahme des Reichsrates zu der vom Reichstag be­schlossenen Einschränkung der Wahlver­sammlungen während der Osterzeit würbe in der Presse vielfach dahin ausgetegt, als hab« der Reichsrat den Reichstagsbefchlusscn feine Zustimmung versagt, damit das Gesetz zum Schei­tern gebracht werde. Da ists unzutreffend. Der Beschluß des Reichstags wurde mit einfacher Mehrheit gefaßt. Da es stch um ein verfassung­änderndes Gesetz handelte, wäre «ine Zweidrittel­mehrheit erforderlich gewesen. Mangels Erfüllung diefer Voraussetzung liegt ein gültiger Gesetz beschloß des Reichstages überhaupt nicht vor. Für den Reichsrat entfiel daher bk Möglichkeit zu den Be­schlüssen des Reichstags Stellung zu nehmen. Er hat lediglich von den ReichstagsbeschlLssen Kennt- Kis genommen.

Die Eemeindewahle« verschoben.

Berlin, 14. Mörz. Tcm „Lokalanz." zufolge bürs- kn die preußischen Gemtindewahlen, di« wir die Netchs- ’ tagdtoabltn aus den 4.5. angtsetzt sind, verschoben wer- kn ES habe bereits eine Fühlungnahme zwilchen der ReichSregikrung und der preußischen Regientng statin- fanben. Eine Entscheidung über den Tag für die preu- jhchen Wahlen sei jedoch noch nicht gerrogku logröen.

Tatsache hin, daß General de Metz, der den fen« detbündletischen Terror auf sie los« gelassen hat, weiterhin den Befehl in der Pfalz ührt und erinnern daran, daß der General selber angebe, daß er die Politik der Sonder­bündler ständig unterstütze.

London, 14. März. Wie die diplomatische Korrespondenz des „Daily Telegraph" berichtet, ist aus Brüssel bestätigt worden, daß die Beruhigung der Pfalz noch kstneswegs erreicht worden fei. Sogar in bet belgischen Hauptstadt werde zu­gegeben, baß ehre raschere und umfassendere Bu-„ Wendung der vereinbarten Amnestie wünschenswert gewesen wäre. Währetch die sonderbünd« lerischen llebeltater die vollen Vorteile, bet Amnestie ernteten, da die örtlichen deutschen Gerichte daran verhindert würden sie abzuurteilen, genössen ihre Gegner nicht diesen Vorteil, da sitz weitet von den Besatzungsbehötben verhaftet und abgeurteHt würben. Der Berichterstatter schließt 'einen Artikel mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß der neue belgische Außenminister Hymans zu« leben werbe, baß bie elementaren Grund«, fatze der Gerechtigkeit „sogar in bef Pfalz" bochgehalten würden und daß sich bie Rbeinlanbkommisston in Koblenz nicht bas Recht werde nehmen lassen, die Handlungen ihrer Unter« geboten zu kontrollieren, selbst wenn diese M i l i«

5 rs von hohem Rang und großem Ein­fluß sein sollten. \

Speyer, 15. Mär;. Die SeparatistensübrerSchmitz-, Epvet hat eine Rheinikche Bauern- und MittelstanoS- partei (Bezirk Pialz-Rheinhesseni gegründet, offenbar ent Fortsetzung der Heinz Orbis^schen Gruppe btt Bauernschaft.

Hk In Wen.

Paris, 13. März. Der Senat setzte heute vormittag in der kurz vor 10 Uhr eröffneten Sitzung in Anwesenheit des Ministerpräsidenten nnb des Finanzministers bie Generaldebatte über die Steuergesetze fort. Namens der Fraktion der Nepul.llikanischen Union, der Poincare angehört, erklärte Senator Ehasteuet, daß die dringenden Umstände es notwendig machten, die privaten Ansichten zuruckzustellen und sich der Stel­lungnahme der Regierung anzuschlicßen. Nach seiner Ansicht werde der Negicrungsentwurf umso wirksamer sein, je rascher er zur Verabschiedung ge­bracht werbe. Die eigentliche Ursache der Entwer­tung der französischen Währung sei die Infla­tion, und sie sei es gewesen, die in Deutschland gewissermaßen eine Katastrophe hervorgerufen habe. Als das Hauptziel erscheint dem Senator Thaftenet bie Einschränkung des Notenumlaufs. Er denkt man an eine große Anleihe, die bie au« cem Sanierungsentwurf zu erwartenden Ein­nahmen ergänzen würde. Nach ihm spricht der Se­nator Z o v e l e t, der die Gelegenheit wabrnimmt, sein Einverständnis mit der Außenpolitik der Ne­gierung zu bekunden, aber di« von ihr vorgcschla^ stenen fiskalischen Maßnahmen zum Teil ablehnt. Senator Raffael George L«v y unterstützt den Standpunkt der Regierung und entwickelt darau i eingehend einen Plan der die Konsolidierung der schwebenden Schuld bezweckt. Als letzter Redner spricht Senator Lazare-Weiller, der eben­falls für den Regierungsentwurf eintritt und es ausdrücklich ablehnt, in dem Ermächtigungsgesetz eine Gefahr für die Verfassung zu erblicken.

Paris, 15. Marz. In der gestrigen Rachmlt- tagssi' tilg des Senats wurde die Generaldebatte über die Finanzgesetze zu Ende geführt. Der ehe­malige Finanzminister Paul D o u m e r, der die Finanzpolitik der gegenwärtigen Regierung kriti­sierte, sprach sich, obgleich er Fraktionsgenosse Poin- carö ist, gegen bas Ermächtigungsgesetz aus. Buch bex Vertreter Frankreichs im Völkerbund, Senator b« Iouvenel, erklärte, baß er das Ermächtignngs- gejeh nicht annehme. Er kritisierte die Außen­politik Poincarös und forderte ihn auf, die Jnitia- nve zu Verhaildlungen zu ergreifen. Vier Pro­bleme seien es, die gelöst werben müßten, das Re­parationsproblem, das Problem der interalliierten Schulden, die Frage der Militärkontrolle und das rheinische Problem. Poincarck rrMe seine» Hori-

TfT $ni#iaeiwrtte beträgt f8tben 9 geli).3ettenm<Mmeter 0,08 IwtllAe e. w -

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