1924
Miiltige Kneöcklig DeuMlanhs
1
Justi,rak
hat
Btocniibei eingenommen habe, den Geist wiedersviegcle.
Regierung an die kommende Konferenz
Lau» würden di« ttitifö« Atterrge»
Note. Zu folgendes: hat in der
friedenheit und die Erregung über die den Aeußerungen erklärt das W. T. B.
Ter Rcichsminister des Auswärtigen
von dem
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*
Dem deutschen Botschafter in Paris wurde gestern die Note über die Militarkontrolle überreicht. Die Note nimmt mit Genugtuung Kenntnis von der Verpflichtung, die die deutsche Regierung hinsichtlich der Mitwirkung bei der Durchführung der 5 Punkte übernimmt, die in der Note der in Berlin beglaubigten Botschafter vom 29. September 1922 aufgestellt find. In der Durchführung der Kontrolle sei seit bem ,29. September 1922 kein Fortschritt erzielt worden, so datz sich die alliierten Regierungen von dem militärischen Zustand Deutschlands kein Bild machen könnten. Die Alliierten könnten den deutschen Standpunkt, daß keine Nachprüfung mehr nötig sei, nicht teilen. Aus den be- stehenden Mißverständnissen müsse man durch eine gemeinsame Anstrengung herauskommen. Man sei bestrebt, auf jede mögliche Weise und. in einem möglichst kurzen Zeitraum die Last der Kontrolle, die auf Deutschland ruhe, zu erleichtern. ,
Die wesentlichen Vorschläge sind: B e s ch r ä n ftittfl der Aufgaben der Kommission auf die fünf Punkte und später Schaffung eines Garantiekomitees oder eines anderen Organs mit gleichen Aufgaben, das anstelle der Kommission eingesetzt werden würde, sobald sich diese davon überzeugt hat, daß die Durchführung der fünf Punkte soweit fortgeschritten ist, daß die end- giktige Regelung gesichert scheint. Dieses Angebot werde jedoch unter dem Vorbehalt gemacht, daß die "Ngehinderte Drrrchführung der Besichtigung gesichert werde. Dies« Bestimmungen nennt die Rote einen »Mrgleich" und hofft auf baldig« zustimmend« Antwort.
Sie WMSMN'AMW.
Paris, 7. März. Wir Hrvas berichtet,
striellen unb Handelsleute nötigte, ihre Diponibili- t5t zu vermehren. Jeder Kaufmann, so wir» erklärt, müsse, toenn die Preise steigen, sein Betriebskapi- tcl vergrößern ober den Umfang seiner (Scfäüfte# verringern. Man müsse also zwischen zwei Gefahren wählen, entweder die wirtschaftliche Tätig!, it des Lan fdeS z> (eschränken oder den Notenumlauf ;n der- größer». .
Dir „Cberfceifiictie Zeitung" etidietnt ietbemel midientli». — Sejugsprei» monatlich 2 $ art aueichliehlich ZuNellungsgedübr. Für aeeianewbe Nummern imolge Streits 06. eiement.«xtetgntiie teiliitia$. — fcet.aj bor Dr. L. Hitzerotv. — Druck der Uni»»»Buchdruckerei von Jod. Lug. Noch. Mark: 21.23. — Rtmwred)«: LS, Toftubetflonter 9tr. 5015 Im: Frankinrr u «»in.
gestrigen Reichstagssitzung erklärt, daß es für uns unmöglich sei, uns einer Dauerkontrolle zu unterwerfen, wie sie der auf die Einsetzung eines Earantiekomitees bezügliche Vorschlag der Note der Dotschafterkonferenz vom 14. April 1922 vorsah, damals war das Garantiekomitee als Organ der dauernden Ueberwachung unseres Rüstungsstandes gedacht, das frühestens mit der Räumung der ersten rheinischen Bcsatzungszone verschwinden sollte. Dieser Vorschlag ging in der Tat weit über den Nahmen des Vertrages von Versailles hinaus und konnte daher unmöglich angenommen werden. Die Kommission Rollet hat, wenn sie ihre Aufgabe, die Ueberwachung der Abrüstung, erfüllt hatl ohne weiteres dem Regime des Artikels 213 des Versailler zu weichen. Es ist nicht richtig, wenn behauptet wird, daß die Einsetzung des Earantiekomitees uns gegenüber dem Regime des Artikels 213 finanziell bester stellen würde, denn die gemäß Artikel 213 vom Pölkerbundsrat vorzunehmenden Stichproben gehen nach dem Vertrage von Versailles finanziell nicht z u u n f e r e n Saften. Auf die in den Londoner Meldungen erwähnte neueste Kontrollnote der Dotschafterkonferenz haben sich die Ausführungen des Ministers des Aeußern noch nicht beziehen können Der Inhalt war, wie er selbst ausdrücklich betonte.
Hier noch nicht bekannt. Die Rote ist, wie wir hören, inzwischen im Auswärtigen Amt etn- gegangcn und wird zurzeit geprüft.
Berlin, 7. März. Zu der neuen Militär» kontrollnote der Botschafterkonferenz berichten dis Blätter, der Inhalt der Note laste erkennen, daß es sich hier um ein Konpromiß zwischen den Regierungen von Frankreich und England handele. Die tn der Note angekündigte Wiederaufnahme der oll- aemeinen Militarkontrolle bedeute»"'! das deutsche Volk eine neue schwere moralische Belastung. Der „Vorwärts" erhebt im Sinne des Versailler Vertrages, der die Abrüstung einerseits Deutschland, aber die Einleitung allgemeiner Rüstungsbeschränkungen allen Nationen aufcrlege, die Forderung, die in dem Vertrag und in der Note vorgesehene Vökkerbnndsäufsicht unterschiedslos auf alle Völker auszudehnen.
die Kommission T a w e s in ihrer gestrigen Nachmittagssitzung die Frage besprochen, wie D e u t s ch - land außerhalb seines Budgets sich. Einkünfte verschaffen könne, um die Sachlieferungen zu bezahlen. Das Studium dieser Frage ist dem Bankuntersuchungsaus- f ch u ß überwiesen worden, der heute nachmittag seine Arbeiten beginnt. Der „Petit Parisien" schließt aus dieser Tatsache, daß die Frage der Bezahlung von Sachlieferungen während des Moratoriums dem Bankenausschuß überwiesen wurde, der eben das Studium der Eisenbahn erörtere, daß für diese Reparationslieferungen ein Teil 2er gc- planren internationalen Anleihe verwendet werden soll.
Paris, 7. März. Die Bankuntersuchungs-
tommifsianLn des Ausschusses Dawes setzten heute
London, 7. März. Reuter -rfnhrt. bi» in maßgebenden Kreisen in London große Genugtuung darüber herrscht, daß die Botschafterkonferenz in der Frag« der M il itSrkontr» lle in Deutschland einen rnmfl'tgtn Beschluß erzielten. ES werde gehofft, daß die deutsche Reaieruna den Plan einer all- mÄlichen Umwandlung der Kontrolle annehmen werd«, da «r schon cm» finanziellen Gründen yn«1' bllrSchtlichen Vorteil für die deutsche Regierung be- deute.
Zu der:Note der Militärkommission nehmen verschiedene englische Blätter das Wort, welche Deutschland zureden, die Note anzunehmen, da sie unsere Lasten verringere. Man versteht nicht die llnzu-
Marburg
Smaitafc. der 8. Mörr
Lenzing
Das Mit Milte Srtiittt.
Paris, 7. März. Nach einer Havasmeldung au, Brüssel meldet die ..Libre Belgique", The tut i» sei e» noch nicht möglich gewesen, gestern abend sein Kabinett tu bilden. Heute müsse er seine Verbandlungen mit den Vertretern der Katholiken und der liberalen Gri'vpe fortscben. Da» Ministerium könne dabei früde- stens erst am Samstag «bildet werden. Durch die (Ernennung Hymans zum Außenminister werde der Poften des betgiftben Vertreters beim Völkerbund frei, den lebt Iafoar erkalten soll.
Paris, 7. März. Nach einer Brüsseler Meldung de» Jtemps“ ist Tbeuni» bei der Bildung seine» Kabinett» auf gewisie Schwierigkeiten hinsichtlich der Personalsragen gestoßen. Dewiffe katbolische Kreise verlangten für ibre Partei da» Portefeuille de» Aeuheren ober das Justizministerium. Auch die Haltung des olamifch-katbolischen Abgeordneten Van Cauvelaert bleibt ungewiß Dagegen bätten die liberalen uub katholischen Sichrer der Kammer und des Senats eine Tagesordnung veröffentlicht, in der sie verlangen, daß das neue Kabinett Tbeunis vor allem die Finanz- und Wirtschaftslage wiederberstelle, den Kamvf gegen die Teuerung durchführe, den Wechselkurs verbessere und an der Lösung der Revaratiansfrag« mitarbeite. Der Berichterstatter glaubt, daß Tbeuni» vielleicht morgen das Kabinett umbilden wird.
zö fisch er Infanterie bewacht. Tausende Arbeitern stehen in bedrohlicher Haltung vor Fabriktor.
vollständig vreisgegeben werden. Er, Ll o y d George, se». niemal» gegen eine Herabsetzung der Forderungen an Deutschland gewesen, eine solche müßte iedoch Teil einer groben Regelung sein, an der alle Alliierten Teil bätten.
Der Schatzkanzler erklärte. Deutschland sei te einer solchen Lage, dah es nickt zahlen könne.
Llood George widersprach energisch und sagte, die Alliierten bätten gleiche Opfer gebracht E- sei an der Zeit, daß Grobbritannien für seine Rechte- eintrete.
Llond Ereame bebauvtete, die Maßnahmen der Regierung würden die deutschen (Exporteure von der Besteuerung befreien und den britischen Verbrauchern deutscher Waren keinen Vorteil bringen.
Der Finanzsekretär des Schatzamtes Graham laste, es liege im britischen Jnteresie. die Lage Deutschlands nichts noch schwieriger zu machen. Die borozenlige Abgabe werde England etwa 150 000 Pmnd Sterling im Monat einbringen. Der Schritt, den die Regierung unternommen habe, werde in keiner Weise ibre Stellung bei Behandlung des allgemeinen Revatafionsrroblems schwächen.
London, 7 März. Das Unterbau» tat mit 740 gegen 170 Stimmen das Abkommen betreffend die Herabsetzung der Reparationsabgabe bestätigt. -
Jin weiteren Verlauf der Sitzung verliest „ .
Sckromm einen an ihn gekommenen Brief de? Maior» Rüder, in dem sich dieser über den angeblichen Tob General Ludndorsfs bei den Novcmbererciauiisen äußerte».
In diesem Brief heißt es, da st die Darstellung dcs Oberleutnants Stiebet den Eindruck erwarten mutzte, datz die Nachricht von dem Tod« Ludendorffs bei den WehtkreiSofmieren begrüßt worden wäre. Die Falschmeldung, daß Ludendorff sich erschossen habe, bat uns alle tief ergriffen Rüder habe hierbei geäußert, das wär« ja entsetzlich, aber vielleicht ist es die beste Lösung. Di Darstellung, wie sie Kriebel über diese Dinge gewacht habe, gebe den Darlegungen RüderS eine» ganz a oberen Sinn.
Dann wurde Oberleutnant B r a u u, Cbes der 2. Kompagnie, Reichswehr-Jnsanterie-Regiment 19, als Zeuge aufgerufen und gegen den Widerspruch der Vetteidiqrnog vom Borfitzenden vereidigt, aber auf die Bedeutung seiner Auslage eindringlich hingewiesen. Brann erllärtel ,^ch danke dem ho!-en Gericht, datz es mir Gelegenheit gegeben hat, mich unter Eck gegenüber den schweren Angriffen des Hauptmanns Röhm zu recht'ertigen. Es wird mir vorgeworfen: 1. datz Leutnant Colella vor dem Tod crflärt habe, ich hätte ihm gegenüber die Aeußerung getan: „Was kümmern mich die Toten der „Reichs kt-egs- stagge"? Ich bin Soldat, Wüt werde ich bezahlt. 2. Soff Casella während des DaffcnstillstandeS erschossen worden sein. 3. Soll ich verflicht haben, den Dffiueten der „RrichskriegSflagge" die Tor!< pees und EpOuletleA ab,«reißen. 4 Soll ick den Waftenstillstand gebrochen haben, (mit erhobener Stimme) ich erkläre auf meinen Ed, daß alles bis auf das letzte Wort erlöge» ist. 40 Mann mH «er Kompagnie sin0 beteft. Xtf °ür ihren Chef iu beschwören, darunter der Fahnenjunker, v. Z e z > Ä w i tz, der So^n des JusiirratS v. Z«schwig«f Ich habe drn Leutnant Caftlla nicht erschossen. Ich Hobe, keiner Sckuß aus m:tnem Karabiner abgegeben. S<6; kannte Casella überhaupt nicht. Keiner meinet Stute bat ihn tot ober lebend gesehen. Niemand im Saal ir.ch von mir glauben, daß ich vor einem deutschen Offizier^ bet für sein Baienand gefallen ist. Verachtung ausbringe., Coftlla ist nicht wäbrrno des Waffenstillstandes flffalleiy foicketu frfioit vorher verwundet worden. Ich habe keinen d.r Ofhii.r: aui ter anderen S ix auch nut angekaßt, Der Zeuge fuhr fort: Mein Bataillonslommanbant^ Oberstleutnant v. Berchem, hat ausdrücklich den be» handelnden Arzt gefragt, ob Casella di« Aeutzerung **
LW 6»ot« — wirt.
London, 7. Marz. Im weiteren Verlauf seiner Nele in der gestrigen llnterhausdebatte über die Ermäßigung der deutschen Revatationseinfuhrcibgabe von L»i auf 5 Prozent erklärte Lloyd George noch, wenn die Haltung, die Snowden der Revarations Rrcovety Art
vormittag ihre Arbeiten Über die ErÜndunß der Emissionsbank fort. 11_
«ns im itlkM Seilet,
von der Regie.
Pari-, 74. März. Nach einer H'avasmekduntz' auS Mainz hat die französisch-belgische Regie brt deutschen Eisenbahnverwaltung mitgeteilt, datz ft» evt* sprechend dem Mainzer Abkommen vom 16. Februar geregt sei. die internationalen gflge toieber einza rechten, die früher auf den Strecken deS besetzten ©cbietl vrrkchrien und zu den internationale^ Konferenzen, die die Vorb d ngimgen für diese Wiederanfn chme de» internationalen Zugverkehrs zu regeln haben, ihre B rtrller zu entsenden. Man nehme an, daß auch big deutsche Eisenbahnverwaltung sich für die Weder» eivführung dieser Züge aussprechen werde.
Pari», 74. März, lieber den Verlauf bet ge- Jrgeit Sitzung des Finanzausschusses des Senat» be- Mt«: die Morgenblätter: Pvincare erschien vom Fi- »an,Minister begleitet in der improvilitten Sitzung tznd erklärte sofort, man müsse rafckestens mit dem Hrnanzgesetz zum Ziele gelangen. Ein Bericht über das, was er am Sonnabend eröffnet habe, könne nur «uste Folgen für den Kredit Frankreich» nach sich ziehe». Er werde die Vertrauensfrage stellen und Von d-t Kommission verlangen, daP sie den Tert der Kammer ohne Abänderung annehme, Außerdem müsse M der Senat so einrichten, daß er bald die Tis- ßrssion der eiligen Gesetzentwürfe beginne. Er wolle Mit dem An-schuß verhandeln, wenn er von ihm nicht befriedigende Bersicherungen erhalte, werde er dem Uräftdenten der Rirpublik des Demission des Kabinetts Verbringen. Ter Vorsitzende deS Ausschusses wollte antworten Poiucarö erklärte jedoch, in diesem Augen» 81ck in Mite Debatte erntre'en zu können nnd verließ kn Sitzungssaal. Die Mitglieder des Ausschusses erfL:ritn, es erscheine ihnen unmög'ich. eine Eg^che-- banß zn treffen, bevor ft« die Rede der Regierung und be» Berichterstatter» Whött Hütte«. Darauf ließ er Pv> ncatc einen Bres übermitteln, in dem et mittellle, daß bet. Finanzausschuß bereit sei, die Gründe oer Regierung anzuhSren. Hierauf erklärte Poincorö, daß M der Finanzminiper heute Vormittag für den Ans- fchüsi bereit halte und daß er, Poincarö, selbst am d Sonntag Vormittag, wenn notwendig, die Erklärum- . jfit des Flnanzminister» ergänzen werbe,
Pa ri», 7. März. In der gestrigen Kammer» sttzung ist die Erlaubnis zur Strafverfolgung «8 kommunistischen Abgeordneten Cachi» nachge- fnchi worden Die Angelegenheit ist einer Kommisswn Ktnmtfen worden.
Pari», 7. März. Gestern Nachmittag stattete ber englisch« Botschafter in Pari», Crewe, Pv'n» Slrä einen ziemlich langen Besuch ad. Tor „Petit Va« Asien' glaubt zu wissen, daß im Laufe dieser Unterer- hnng hauptsächlich über die Lage in der Pfalz gefpro- ihen worden ist, denn die lebhaft« Beunruhigung b’.e ke britische Regierung vor einiger Zeit über bie bettige Lage gchabt Hube, sei noch nicht verschwunden. le Paris, 7. März. Heute cRachmittag ist int Nys« unter dem Vorsitze de» Präsidenten der Repa, Lik der Oberst« Kriegsrat zusammen getreten.
i Der Franke« finkt.
' Berlin, 7. März, einet Blättermeidunz au» London zufolge wurde an der dortigen Börse gestern k» Pfund off ziell mit 111,746 Francs notiert
Pari», 74. März. Me Bank von Frankreich
3n Iro «usIMnsn in Lndvivinlen.
Ludwigshafen, 7. März. In den heutigen Vormittagsftunden sammelte üch wieder eine große Menschenmenge vor den Toren der Badischen Anfttn« und Sodafabrik an. Teile derselben sind durch da» Friesenheimer Tor in die Fabrik eingedrungen. Auch not dem Hauvttor sammelte sich eine große Menge von Ausgesverrten an Die Haltung der Menge ist fedt bedrohlich. dock find bisher Ausschreitungen nicht bekannt geworden. Angeblich schickt sich aber die Meng« «r» neut an, die Fabrik zu stürmen..
Ludwigshafen, 7. März. 1 Ufir mittags. Die Loge in der Anilin- und Sodafabrik ist nach wie vol bedrohlich. Die febt erregte Menge bat nunmehr das Hauottor eingedrückt und siebt vor bet Sverre. Durch die Demonstranten werden die im Bau T lDirektion?- und Verwaltungsgebäude) befindlichen Beamten fomobl durch Zurufe als auch telephonisch zum See» ioflen des Gebäudes aufoeforbett, widrigenfalls es in die Luft gesprengt werden würde.
Weiter wird gemeldet: Die Franzosen haben das Hauottor wieder geschlossen, fö daß dl« Demonstranten aus der Fabrik, die letzt die deutsche Pclizei besetzt hält, wieder hetausgedrängk wurden, du Zusammenstößen ist es hierbei nicht gekommen. Auf der Straße wurden dagegen zwei höhere Be«mte bet Fabrik von Rotten funget Bnrkchen mit Latttnstücken und Prügeln mißhandelt und schwer verletzt. Für heute nachmittag ist van den Demonsttanten die Losung ausgegeben worden, einen Zug nach dem Opvauet Werk zu unternehmen.
Ludwigshafen, 7. Mätz. Zur Zeit, 314 Uh« nachmittags, ist bet Hauvteingang zu der Badischen Anilin- und Sodafabrik von etwa 2 0 Mann f r an-
Siintert in In Snnuntr.
Paris, 8. März. Die Kammer beriet gestern die $rterpettationen über die innere Politik der Regierung jettet. Poincarö erinnerte daran, daß er am 24. Ami 1923 über die Innenpolitik gesprochen habe. Seine Msichten bätten sich nicht geändert Er verteidigte die Mublikanischen Institutionen. Damals habe die Kam i wer feine Ausführungen mit 354 gegen 51 Stimmen libfötat und sie im Lande anfchlagen lasten. Die jetzige Lämmer bade finanziell und wirtschaftlich vor einer ?)roeren Aufgabe gestanden, da ihre Vorgängerin im oumel des Sieges großmütig gewesen fei und die Jn- Aation vermehrt habe. Aber trotz des Versagens Lcutsihlands sei es möglich gewesen, die befreiten Ee- Itete wieberherzuftellen und 600 000 Häuser, 20 000 Fa- »rtfen, 5100 Kilometer Eisenbahnen und 1454 Kilo- »wtei Kanäle zu bauen. Die Kammer habe die 18- mvnatige Dienstzeit angenommen und soziale Reformen 'tzurchgeführt. Dir Radikalen Mitglieder seines Kabi- »eits seien jetzt aus ihrer Partei ausgefchlosten worden. , ki sei Linksrevublikaner und werde es bleiben. Die . gewählten des Volkes müßten den Muk haben, ibre Meinung durch eine Abstimmung kundzugeben. Entweder muffe man eine Regierung skürzen ober man fcüe ste arbeiten. Das Ermächtigungsgesetz habe nur bm Zweck gehabt, auf verschiedene Weise Ersparnisse jjt erzielen. Der Ministerpräsident sprach über die ein- »ütige Billigung der Ruhrbesetzung durch Kammer wb Senat. Frankreich habe sich ,$u diesem Schritt «st nach bem Versagen bet Konferenzen entschlosten. Sern habe man ein Pfand, ein Zwangsmittel in bet tzand, bas man nut nach Maßgabe bet Zahlungen und zach vollständiger Zahlungsleistung aufgeben werde. Sie Aufgaben bet Sachverstänbigenkonfeteu» seien fest» Ulegt. Die Konferenz tage noch, unb bie Sachv-rstän- Ugenkoinmisüon werde sich Hoffentlich nickt in Geaen- N m französischen Auffastung stellen. Et Hoffe, baß «blich eine Einigung zwischen bett Alliierten ohne Aut- Ude irgendeines französischen Anspruchs kommen ; »erde. Einer Einheitsfront gegenüber werbe Deutsch- Und erfüllen. Die innere Politik sei durch die Außen- ' Boltiil bedingt Die aus den Neuwahlen hervor, gebende Mehrheit mülle daher den renotutidirnren und taetnattonalen Einflüllen völlig entzogen werben. Sie miste bie Sorge um bie nationale Verteidigung stets e« Augen haben, brauche aber weder militaristisch noch - tanerialistifch gesonnen zu fein. — Fortsetzung der Di»- taisisn nächsten Freitag.
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Rk Mn-IkizH.
(Fortsetzung aus dem 2. Blatt.)
Der An,eigenvrei, betrügt Mr de« S gesp Zetlenmtllimetet 0,0S Soldmark. Amtlich««- '
ausmärt Anzeigen 0,10 Eoldmatk. Bei schwi«r.S«tz 50ef, «nflAlag. Sammel««,etg. 100•/, SU '
Autjchlag. '.ellamen 0,:i0 Doldmark. Jeder Rabatt gilt als B«rt«d«tt Beleg« a>«rde« UUe ylltztW, berechnet ebenso Auskunir durch die ÄeiAäitsitefl« und Zuiendung eet ««gebet«. Zahlung ----
innerhalb 5 lagen (1 Dollar — 4^0 Eoldmork), Berechnung nach dem Berliner Ettel» lurs de» Zahlun^»-Eing««0»tages. Verzug»,ins«« pre leg »«ch dem Bankzinsfuß
Wbt über das Anwachsen des Notenumlauf» UM 821 Jcartn in der abgelaufenen Berichtswoche fol-ende ,8Mube an: D'tses Anwach'en sei zum Teil auf die iÜU'.mrbedÜ.fn s « z» ükz ifü.rrn, zum Teil ober a^ch I bcm öje Rec Ztaj. das allgemeine Anziehen der Preise^ das Sie ZttSa- [bttanatie mellt»
Amtliches VerküMgungsblatt des Kreises Marvmg.
Anzeiger für (das früher.kurhesfische) Oberhessen
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