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von Dr. L. Higeroth. — Druck
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der Univ.»Kulddruckeret von Jod. Äug. Koch. Markt 21/23. — Kernjprecher 56,
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Amerika «üuscht Absatz in Deatschland.
Newyork. 4. März. Senator Dial brachte einen Gesetzentwurf ein, durch den das Schatzamt ermächtigt wird, aus den vom Treuhänder für feindliches Vermögen verwalteten Geldern 150 Millionen Dollar zur Begründung eines Kredits für Deutschland und Oe st erreich zum Ankauf amerikanischerWare» zu verwenden. Dia', ist der Meinung, daß sein Vorschlag auf den Baunr- wollmarkt des Südens sowie den Kupfermarkt und die Landwirtschaft im Nordwesten des Landes anregend wirken werde.
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warbt n, in der der Generalrat erfiätt, der König würde feine verfassungsmäßigen Kompetenzen überschreiten, wen,, er nicht zunächst den Versuch mache, dir Regierung mit derjenigen Mehrheit zu bilden, dir bei der Abstimmung -om 27. F^niar znüandegeksmmen ist. Di? Ta etothmng « klär: eine Nievra'/f'.is/hun' der elfen Koalition und der alten Regierung nach dem Mißerfolg des GesetzentwurfeS über den Ächlstimdcn- tag und der Adle''nung des sranzö isch-belxi'chen Wirt, schaftsabk mmmS für unzuläss g. T « von oen Soüa- lisien ausgestellten Bedingungen für eint evll Beteiligung an der Koalitionsregierung bis »u den Wahlen sind nach dem Korrespondenten: Einstellung der militärischen Besetzung-Politik, Kampfgegen die Teuerung, freundschaftl.ch: Regelung der Rcpare- tienssrage,
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113 und.
Ein Dementi.
München, 4. März. Zu der Meldung eines Berliner Montagsblatte-, wonach Kahr, Lossow unk Seisser von einer weiteren Beteiligung om Rrvembev» vutfch auf Grund einer telephonischen Rücksprache mit schloß Hohenburg Abstand genommen hätten, wird btt „Allgem.-inen Zeitung" vom Kabinett de- EI k r o n« prinzen Ruvvrecht mitgeteilt, daß die Meldung de- Berliner Blatte« in allen Teilen dem tot ächliche. Zachverbalt widerspreche. Sie dürfte entstanden sei» durch ein Interview Ludenoorsf- mit einem Vertret« »es „Lripstger Tageblattes", in dem Ludenaorst ans eine» Aufsatz der Prager „Bohemia" hinwies, der von einen- Wortbruch Kahr-, Lossows und SerfscrS spricht und ih« als Folge d/s Zur-b-ns von Kardinal Faulhaber aut Ve» Erkronprinzen Rupprecht binstellt. Der ErkroaprinH stellt weiter fest, daß er sich in den fraglichen Tage» in Berchtesgaden aushielt und von dem Putsch erst a« Vormittag des 9. November Kenntnis erhielt. Die telv, phonisch« Uebermilltung sei wegen der Sperre der Tel», Phonverbindungen am 9. November und negen de» lirnfto schlosse» in in Betracht iommeudr» Ort*» uä 6 Uta abends nicht mögUch gttorjr».
Die belgische Ministerkrise.
K Paris, 4. März. Nach einer Havasmeldung Btt» Brüssel hat der König heute vormittag den bet. tischen Sachverständigen in Paris und Abgeordneten von Toi knat, Baron Goutant, empfangen. Dieser Hai t6 abgelrhnt, die Neubildung deZ Kabinett- zu über- Nehmen.
D-r Brüsseler Korrespondent deS „TempS" verzeich- «r< eine» unerwarteten neuen Faktor. Er handele fich un, eine völlige Schwenkung der Sozialdemokraten. D'kse haben heute vormittag den Generalrat ihrer Partei einbernfen. Die Verhandlungen waren ge- heim. Mer eS Ift eine TageSoLnnng veröjieaklicht
9lene Berhastungen.
München, 4.März. Deute Nachmittag ist hier tat Levausgrber der früheren Zeitung der Einwohnerwehren- ..Heimatland", kmuptmann a.D. Wilhelm Weiß, gegen de» schon seit längerer Zeit ein Haikbesekl wegen Beihilnh zum Hochverrat erlasse« worden war. verhafttt worden«. Weiß sollte nach dem Hitlerpulsch der Pressechef tat’ neuen Regierung werde«.
Der Franken sinkt.
Berlin, 4. März. Einer MZtlenneldung zufolge »otierle gestern an der Pari er Börse daS Pfund S:er> Ang 106.60 gegen 103,50 am Montag, der Dill ir 14.8o g gen 24.01. Tie neue AbwärtSbeweg'lnz ce? Franken wird auf den letzten sehr ungünstigen Bo- ch nausw-i» der Bank von Fr,nlrr ch znrückge^sthrt, der «in« beträchtliche Vermehrung d.s No eja! «i$ ans» »eist «
Marburg »015. in 5. Mz Leuzin,
Mitte Dezember existierten, die auf umsturzähnlich« ’ Dinge abzielten. Aus die Frage Hitler-, warum das- Genevalstaatskommissariat gegründet wurde, erwiderte r Bernrruther, daß eS wegen einer Befürchtung gebildet ‘ wurde, daß bereit» im September von recht» ein Um*? stürz erfolgen solle. Die 14 Massenversammlungen feie» ? vom Generalstaatskommissar verboten worden. t
Der nächste Zeuge RcgierungSrat Werberger Vo» der Polizeidirektion konnte keine wesentlichen M'Üeitun-t gen machen. Auch dieser Zeuge hatte keine Anhaltspunkt» dafür, daß Frick von dem Vorgang Kenntnis hatte. Ter Zeuge bestätigte die Frage de» Staatsanwalt» Ehard» daß in der 9iad>t vom 8. zum L. November Frick bi« Beamten entlassen habe, wozu er berechtigt gewesen sei«
Hierauf wurde RegierungSmt Balß vernommen, der der Anücht ist, daß Frick keine Freude über die Amt»* antragung al» Leiter des Polizeipräsidium» ausgedrückt fxtbe Frick habe sich weder am Abend noch in den frühe« Morgenstunden al» Polizeipräsident gefühlt und sich als solcher anreden lassen. Auf Fragen von verschiedene» Verteidigern äußerte sich der Zeuge zusammenfasiend dahin, er halte es für verdienstvoll, daß Cbetamtmann Frick nicht den stellvertretenden Polizeipräsidenten zuerst verständigte, sondern den bienflbabeitben Potizeiofsizier 'in ^Polizeipräsidium. . Ekn unrechte- Einsetzen Set Landespolizei im Bürgerbräukeller hätte nach Ansicht des Zeugen Balß ein BluibaS zur Folge haben können«, Er hätte jedenfalls die Alarmierung nicht allein gemacht, i sondern sich mit dem diensttuenbea Offizier verständigt«! Auch habe er den Eindruck nicht gehabt, daß Hill« seit Rcichskanzlerposten lllemebmen wollte. Hitler wir- derbolt hier seine Erklärung, daß er bi» zur eichgültige« Abrechnung mit den Novemberverbrerbern die Leitung deS politischen Kampfe» übernehme. Wenn er Reichskanzler hätte werden «ollen, hätte er diese« Titel auch vorgeschlage«.
Im weiteren Verlaufe der Verhandlung fragt Justizrat I e z s ch w i tz, ob e» nötig war. daß Kabr im Bürgerbrä«* fetter Komödie spielte, um rin Blutbad zu verhindern. Ter Zeuge erioidert, wenn Kahr erklärt hätte, daß er nichst mittut, dann tgäre er viclleichl ebenfalls abgcführt wov». de« Aber passiert wäre, ihm nicht». Der ZÄzegftmbts nicht, daß ein Blutbad entstanden wäre.
Zeuge Krimiiwloberkommissar Kiefer erklärt, et hätte am 8 November abends im Bürgerbcäuketler bif i Ordnung aufrechter halten sollen. Ms Hauptmann TSh- rin« in den Saal gekommen war. habe er zu tgm gelagt: | Warten Sie bis 8,40 Uhr, dann kommt Frick. Frick ( habe bann auf seinen Anruf erklärt, daß er. Kiefer, »ater! diesen Verhältnissen nichts «mchen könne.
Zeug« Polizeiwachtmeister B ü ck S batte i« der Ber- * sammlung den 9htf gehört, daß btt Polizei in fester Hand? wäre. Auf fein? Fruge, wer diese feste öanb fei, rouroe :h« erklärt, daß Oberamtmann Frick Polizeipräsident > werde. j
Der nächste Zeuge Maior a.D. Hubrr-BavreutI äußerte sich über btt Besprechungen der militärische»' Leiter der Nationalsozialisten am 23. Oktober. Aus Antrag der Staatsanwaltschaft wurde seine Benahmnug aus den Schluß der Sitzung oerichoben.
Der ehemalige Polizeibeamte Hoffmann sagt« ob», er habe die Wahrnehmung gemacht, daß ein SS> d rstand gegen die StaatSpewatt absolut nicht geplant »er. "
Ter Kaufmann Joses Werner, der ebenso rote Hofsmann unvereidigt vernommen wird, will die Bemerkung, daß man der neue« Regierung halbiFLit wolle, nicht vernommen heben
Tas Gericht beschloß hierauf, Hb die bet' B rnehmunz de» Zrugev Major Huber die Orffent- lichkeit ausruschließen.
Die weiieve Zeugenvernehmung ftnder erst «m Ton# - nerstag Vormittag statt. Die Vernehmung der dvek Hauptzeugen, Kahr, Lossow und Seiher, tottb erst z« einem späte«» Zeitpunkt erfolgen.
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London, 5. März. Im Ok^rhau'e brachte der ehemalige Unterstaat-lekretär für das Luitfahriwe'en Lord Lsndouderry, einen Antrag ein, der trotz des ernstlichen Wunsch » einer netteren Einschränkung der Rüstungen für Grpßtrstcmrren zum Heimatschntz eine Luftstreitmacht fordert, die genügend stark ist. nm innerhalb des Bereiche- feiner Küste Luftangriffen der stärkten Lnf stveitmacht zu roiderste'en. Der Lord erklärte, ein ähnlicher Antrag sei im Unterhaltse un- befriedigend beantwortet worden. Unter den gegenwärtigen Umständen könne London, da» Herz bc5 britischen Reiches, von der Lust auS in kurzer Zeit ver. nichtet roetiten. Zur Beseitigung der anßerordent- lic^n Ungle chbeit in den Luftflotten Frankreichs und England- forderte der Redner eine allgemeine Ausdehnung der britischen Luflst«itmacht aus 600 Flugzeuge z
Der Herzog von Coutherlaud verlas Auszüge auS einem Artikel deS jetzigen Luftfahrrministers Lord Thompson mir scharfen Ausfälle» gegen Frankreich, dem, wie eS in dem Artikel heißt, zu verstehen gegeben werden müsse, daß letzten EnoeS Gewalt mit Eeivalt begegnet werden könne. Der Herzog vermißt eine tteb««instimmung zwischen dem Artikel und der Haltung der Negierung. Der Luftfahrtminister protegierte gegen die Verlesung eine» vor seiner Mintster- schoft geschriebenen Artikel». Die geforderte Entschließung laufe auf eine FormÄ hinaus, die bis ins Unendliche sich ausdehne« lasst. !
»Der rechte Augenblick ist noch nicht gekommen."
London, 4. März. Mac Donald erklärte gestern Nachmittag im Unterlaufe, daß die ev. Einberujang einer internationalen Konserenz zur Eiitscktränkung der Waffenrüstungen, namentlich zur mnnenschen Herabsetzung der Unterseebootskneuzer und Flugzeuge jiu Zeit vom Völkerbund studiert wird. — Er fügte hinzu ■ - er halte den Augenblick n-Är für gekommen, die Initiative zur Einberufung einet solche« Konferenz zu
Dir GaWiWfit-tofÄ.
Paris, 4. Mär^ Der Untcntusfchuß des Komitees Dawes sü^ Bankfrage« hat heute vormittag seine Bec- harchlungen über die Frage der deutschen Eisenbahnen fortgesetzt.. Das Komitee DaweS hält heute nachmittag' eine Vollsitzung ab, um von dem €>ianbe 6er Arbeiten des Unirmusscbufsts für Vttdgetfraßen Kenntnis zu nehmen. — Nach dem „Jntransigoant" wird angenommen, daß im Anschluß an die von der ReparationSkommtssian den alliierten Regierungen zu machenden Borichläge eine Unterredung »wischen Mac Donald «nb Poincarö, za de: vielleicht Tbeünis h'uzngezogen werden würde, in London oder Baris, und »war noch vor Ende des Monats stattstnde» wird. Die Nachricht ist mit Vorsicht auf;«- nehmen.
Doch Monopole?
Paris, 4. März. „Ncwvork glaubt zu
wissen, daß die Frage der deutf.hen Monopole in dem Gcklrtßbcricht der 1. Sechverständigenkommi l ort cjne grostc Rolle ftreten mttir Die GaHverstäud gen iSea zu der- Ueberzeu^ung gelangt, p.rß sie bisher als Unterpfand für eine Anwerbung zugunsten Deutschlands nicht in Frage kommen konnten, «der beträchtliche Einkünfte abwerfen, bk $ur Bezahlung der Reparationen und zur Bezahlirng brr deutschen Firme«, die während und nach dem Moratorium Sschlieferungen kornehinrn. verwendet werden können.
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7. Berbandlnngsta«.
München. 4. März. Bel Eröffnung der heutigen Sitzung des Hitlerprozeffes wurden zunächst die Zeugen ausgerufen, foweit ste Offiziere der ehemaligen Jufan- terieschule waren, an ihrer Spitze Oberst Leuvold. Bevor der Borsttzend« die Lernebmung der Zeugen beginnt, erhebt fich Rechtsanwalt Roder, ber Verteidiger Hitlers, und gab im Namen der Eesamtoerteidigung iine Erklärung ob. die dagegen protestiert, daß in diesem Prozeß in außerordentlicher Weise Zeugenbeein- slufiungen nach verschiedener Richtung vorgenommen worden find. Auf der einen Seite sei bas Wot. geknebelt worben und auf der anderen Seite wurde voü- tir die Unwahrheit in bas Volk getragen durch amtliche falsche Darstellungen über ben Prozeß. Insbesondere habe General o Lossow sogenannte amtliche Darstellungen „über den Prozeß in etwa 400 Eremolaren her- stillen und an die höheren Offiziere versenden lasten Auch in einem ,.Weißblauen Büchlein" fei auf den Prozeß eingewirkt worden und zwar könnten biet nur Seiber oder seine Hintermänner in Frage kommen. In dieser Schrift ist lebe gegenteilige Aeußerung Hitlers über di« Vorgänge unterdrückt worden. Wäre die Schrift nicht von der Gegenseite verfaßt worden, so hätte man sie lchon längst beschlagnahmt. Aber nicht n«r die Zeugen seien beeinflußt worden, sondern ble beteiligten Herren Kahr, Lostow und Seiber hätten ihre Aussagen vor dem Ermittlungsrichter offenbar gemeinsam ge= 'wacht, statt einzeln vernommen zu werden. Jeder der Genannten habe so. ehe er seine Aussagen machte, bte Slnsfagen bet anderen Beteiligten studieren und fick dann darauf einstellen können. In vielen Dingen besiehe in den Anssagen der drei Herren eine wörtliche Uebereinstimmung, wenn ste auch falsch und unwahr seien.
Der Betteidiger Roder beantragte fchlleblich. daß der Bericht von Lostow vor dem Gericht zur Verlesung kommt, um zu zeigen, wir die Zeugen geradezu im Si-'ne einer Fälschung der Wahrheit beeinflußt würden. Rechtsanwalt Holl erklärt, ei möckte nicht den < »druck erweckt totsten daß dieser Protest zu dem Zweck geführt wurde, um bfe Herren o Rohr, Lofso aOvnd Selber des Hochverrats zu beschuldigen. Staats» anwalt St en gl ein gibt die Erklärung ob, daß die Staatsanwaltschaft mtt dem Bericht Lostows In keinem Buiantmethang steh« Rechtsanwalt Dr. Gadrmann schließt fich dem Antrag auf sofortige Verlesung der Denkschriit an. Das Gericht beschloß schließlich, ble Verlesung der Denkschrift des Generals v Lostoro einem späteren, vom Vorsitzenden »u bestimmenden Zeitpunkt torzubeha^en. Justizrat Z«zfck>roitz gibt die Anregung, daß während der Vernehmung der Zeuge« aus der Jnfanterieschule der Vertreter des Reichswebr- "tinpfetiums und des Sßebrfrcistommanbos VII nick» im Saale bleiben sollen, andere Detteidiaet fchlietz-n sich diesem SBertanaen an. Dos Gericht beschloß hierauf demgemäß. Die Anwesenheit roitb nut den Vertretern der Reichs- und Staatsbehörden gestattet. In der ge« kchlollenen Vornntaassitzung waren von 11 Zeuaen an? der Jnianterieschnle nur zwei vernommen worden. Auf tzi- Vernehmung der übrigen neun Zeugen wurde verzichtet.
Zu Beginn ber N»chmitt«gSsihuna gab Just'»rat Tr Schramm eine Erklärnna ab, in bet er auf dir Angaben b-S Hai-p'manus Röhm zu kprechen kam teorar’' der Leutnant Eafella auf dem Sierß-b-tt gesagt habe, bn^ er von dnn Oberleutnant B^ann erfcho^en worden fti Cbrrtilfutn.int Bercbem sei einer PresscmeOnng t'Fo'ge anläßlich einer Vreirvertr lung auf Oberleutnant Brann zu sprechen gekommen, ben tr geaen dir An"rftst de r'i<n»b-monn4 Röhm bert'S>i«te. Berckem habe dabei Röhm, b'4 dielet feine Be'xnipfungen zarücknehme, af» »«nm nicherträchtigen Verleumdet bezeichnet. Er. Schramm, erwarte, daß Oberstleutnant Betchem sein« Sachdarstellung fchl-cnn'gst dementier«.
Der Vorsttzende teilte ben Voetsant einer Erfläntna dea K-mntandettrS des Reichswebt-Jnfanterst-Ne-tmts Nr. 19 mit, in ber in Bezug auf ben Tod Casellas barafl-gt wird, daß Von Oderlentnrnt Braun Aber baust kein Schuß abg-gehen wurde. Ebensowenig wurde von Pdoun der Bwfuch gemacht, Offizieren die Portcsenilles und Achselstücke berunterznreißen. Hierauf tottbuin di« weiteie Zeugenvernehmung cingetrrten. * '
Ms erster Zeuge wu de Oberrea-e-un.iSvat T « « « e r. der Stellvertreter des Münch«n°r Pofizrip-äsidenten. aus cvrustn. der u a. erklärt, daß Frick durchaus recht» rinnt- stellt war und mit den führenden Persönlichkeiten de, deullchvölkislben Bewegung Beziehungen Unterhalter, habe Er habe niemals den Eindruck gehabt, daß fich Ff'ck einer Bewegung a"schließen würde, dir auf einen gewalkfamrn Sturz der Verwaisung binorbeitr. Et Hobe auch keine Anhaltspunkte dafür, daß Frick Kenntnis davon Hatte, daß für ber 8. November ei« Putfch beabiichti,» war Auf di« Frage deS Bonitzenden. ob Frick verpflichtet ge wefen wäre, ihn zu verständigen, erwiderte der Zeuge, nachdem der Poli^iprä ik-ent selbst nicht anwesend war, wäre er cl» dessen Stellvertreter unbedingt zu benachrichtigen gewesen. Er stde in der Tatsache, daß Frick ihn nicht verständigt Hab«, durchaus keine« Beweis dafür daß er ihn nicht habe verstlndigen wolle»
Der nächste Zcug« Regicrungstat BetnttutHer von der Pollz, idirektioo bemerkt, er W im BüraerbrZ» kettet unmittelbar nach der Verhaftung bet Minister fest» grnommen worden Wenn ein Polizcibcarntcr eine derartige Meldung bekomme, dann sei es seines Erachten» seine Pflicht, alle» in Bereitschaft zu setzen. Er hätte in diesem Falle die grüne Polizei alarmiert, ab»r zunächst nicht eingeftüt. Ob Frick von den Vor-ängen Kenntnis hatte, könne er nicht ohne w-tt-res sagen. Auf die Fruge des JustrzratS Kohl, ob hif Staatsanwaltschaft der ber Poli^rdirektion den Austuthaft Gfcr- b-ft-'s hätte erfahren können, antwortet der Zeuqr ver- HtUKnb. Kr wisse, daß Schreiben aus bet 2f'd von
6tfl 61 Wt.
Paris, 4. März. > „Matin" sucht eine Feststel- g des ^Dailq Telegraph" zu berichtigen, der beet, datz in dem Eeheimvcrtrag vom F e -
ruar 1917, den Frankreich mit Rutz» «nb geschlossen habe, Frankreich die po- ItifcheRheingrenze zu gesichert worben sei und erklärt, wenn England glaube, dah Frankreich dadurch, datz es territoriale Garantien Hegen einen Angriff beibehalte, die Miederherstel- ßung des Handels in Europa verhindere, so müsse Ws Frankreich andere gleichwertige Garantien anbieten. Der Völkerbund sei «rst später dazu geeignet, definirtve Abkommen p» registrieren, zu billigen und zu erweitern. Aber der springende Punkt sei eine franrösisch-englische Entente, fn der die beiden Mächte sich die Verant- »orttichketten im Falle eines Konfliktes teilen «lifiten. Um jedes Mißverständnis zu vermeiden. .Müßten im voraus die Fälle fcstgclegt werden, die 'einen gemeinsamen Eingriff nach sich ziehen würden. Um diese Hauptteile tilgten sich dann zuerst Abkommen mit Ztalien Belgien und Gen Staaten der Kleinen Entente Iruppteren. Später müsse eine allgemeine Rkegelung zur Errichtung eines bauet» Haften Friedensgebäudes folgen Die Reparatisnsfrage sei gewiß wrfelrtlich. Aber so «usgezeichne» auch die Berichte der Sachosrständiget lein mögen, so gut auch bei Wille sei, sie zu prüfen, ba» Reparationsproblem mit seinem schwierigen Kapitel über die tettitonalen Pfänder werb« niemals gelost werden, wenn nicht ;u gleicher Zeit ober besser noch vorher die Sicherheits- hafielwflYRTt - sDas fwfe Eewis>eik"will' feinen Raub vor ben Miträubern garantiert haben! I>
Eine Zusammenkunft?
London, 4. Marz. Reuter berichtet, all- zemeine Ansicht in verantwortlichen Londoner Kreisen sei, daß die englisch-französischen Lcziehun- ben durch den neuen Britzfaustausch zwischen Mac Donald imb PoincarS in ein neue» Stadium Sebracht worden seien. E» verlaute, daß diese Mitteilungen durch keine besonderen Ereignisse hervor- gcrufen seien und nur eine Fortsetzung der freundschaftlichen Noten bedeuteten, die ausgetanscht worden seien, als Mac Donald seinen Posten übcrnom- men habe. Ihr Zweck sei zweifellos gewesen, einen zewissen Argwohn und einige Zweifel zu bcseiligen, Me auf beiden Seilen des Kanals in der letzten Zeit entstanden feien. Es handele sich, ums England anlange. um die Vermutung anuektionisiischer Ideale Frankreich», und was Frankreich betreffe, um eine klngeu^ßheit über die Haltung der britischen Ar- beiierregierung gegenüber Frankreich und ihre Stellungnahme zur Reparationsfrage im allgemeinen. In diesen Punkten werde Lffenheit sicher die gewünschte Wirkung haben. Das beabsichtigte Endziel des Meinungsaustausches fei voraussichtlich «'ne Zusammenkunft zwischen dem britischen und IFent französischen Pre- mi e r m i n i st e r. Jede endgültige Zusammenkunft aber werde, wie man annehme, eine weit größere Aussicht auf Erfolg haben, wenn eine gründliche Klärung der Atmosphäre vor- «usgogangen sei. Im übrigen sei jedoch alles Gerede über eine derartige Konferenz verfrüht, bevor die Sachverständigenberichte eingegangen und er« wogen worden seien.
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Anzeiger für (das früher kurhessische) Obexhessen