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GberheMe Teilung

Zweites Blatt

Nr. 48

Mittwoch, 27. Februar 1924

Marburg und Umgegend.

Marburg, 27. Februar (Hornung).

* Auszeichnung. Das Ehrenzeichen des Preußi scheu Landsvereins vom Ro'en Kreuz wurde dem Ba r- kier Justus Wilb. Bcrdux hier wegen seiner besonderen Verdunste um das Role Kreuz verliehen.

* Marbu rg als Ko ngreßstadt. Man schreibt uns- Str Reichsbund der höheren Beamten, Ortsgruppe Marburg, hält am Montag, den 3. März, rm Landgrafenhaus seine Jahresversammlung ab ver­bunden mit einem Vortragsabend. Es wird dec Vor fitzende Dr Frnböse kurz über die neuere Entwicklung der Beamtenorganisationen in Denffckland berichten. u‘" dann wird Herr Privatdozent Dr. Röpcke über ..aktuelle Finanz- und Währungssragen" sprechen Der Reicksbutrtz ist die Svitzenorganisation der gesamten höheren Beamten- sckaft des Reiches, der Länder und der Kommunen: in ibin sind fühiiuujt -.1 vuttv- wfliivi rmomrer zusam

mcnaelchlassen, z B. Deutscher Philoloqenvcrband, Ver­band Deutscher evang Pfarrervereine, Deutscher Richter- buich, D.utscher Akadem. Assistentenverband, Rcicksbum der höheren technischen Beamten, Verband höherer ssinanzbeamter usw In allen bedeutenderen S'äd^cv Deutschlands bestehen Ortsgruppen: ihre Zahl betrag' über 160, die Mamtzahl der Mitglieder »es Rerchs- bunües über 100000. Ter Reichsbund vertritt nie idealen und materiellen Standesinteressen se ne-r Mit­glieder In erster Sink hat er in der Beamtenbesoldune ine Rivellierunqsbestr.bungen mit Erfolg bekämpft, die Kopkzuschläge beseitigt und ist für eine gerecht? Span- nnna zwischen den Besoldungsgruppen entsprechend der Vorbildung eingetreten. Tatsächlich hat er d ese Lp-n- nung-'erw-iteruug aenüber der Gebaltsreqelung im vori­gen Sommer für alle Besockung^grupven von TV auf­wärts erreicht. Allerdings bat Vieser Erio'q ein- sta'ke Einschräntnng erfahren durch die allgemeinen Herab­brückung der Gehälter anläßlich der Einführung der Gock- gebält-r Im Verein mit der Personalabbauverordnung muß die jetzige Regelung der Besoldung di? gesamte Re- amtenscha't zum Kamps um die wir-scha'tliche Erstenz hei ausfordern. — Die Ortsgruppe Marbu-g des Reichs bundes sucht dauernd die schwieri-e wirtschaftliche Lage ihrer Mflnlieder zu beben. Sie bat eine kollegiale Ve lgräbnisbilfe eingerichtet, vermittelt F-uer- und Em- krnchdiehpablv'rki«* * *>ernn-en xr. e-n'ä-ig'en Vräm en, ü^er nimmt den gemeinsamen waggonweisen Bezug von Koh­len uiw. Die Ortsgruppe umfaßt die Mitglieder des Reichsbund s in Stad! und Kreis Marbu-g Se hat ab-r anck' die Jnt-re'senvertretung der böhe-eu Beamten in den Kreisen Frankenberg, Kirchhain, Ziegenhain uns im Londe Waldeck übernommen, was bei der Durchführung des Personalabbaus von Bedeutung sein dürste. Die IabreS- oersamwlung ne-d'-n^ ro-1' besonderes Interesse, :vei' am 8. und 9- März der Bundestag des Reichsbunde.' in Erfurt stattfindet.

* Z u r W a r n u n g. Ein hfe'i-er Emwohn-r. der trotz polizeilicher Verwarnung unt7r>mlb der Meden- häuser Brücke das Eis betreten, hatte , eshalb ein Straf­mandat bekommen. Er beantragte Gerichtsent.cheid, de zu sein-n ttngunst-n au-fiel.

* Eine unangenehme Verwechsln ng. Zu be: d'-sbezüglichen Meldung erfahren wir. daß der Käu­fer der S'e"ermarken der. ans Per e' "n anstatt 10 Pfen nigs- 10-Marksmarken bei der Südpost erbi.lt. den Irr tum anscheinend noch nicht gemerkt hat. Der In Betracht kommende Beamte mul dann den nicht unbedeutende ' Ausfall in der Poftlafse aus seiner Tasche decken.

Nachdruck verboten.

Germaine Ruscher.

Ein Elsatz-Roman. Von Christian D o u ch ho l tz

_ x' 28. Fortsetzung

Sie hatte einen Anlauf nehmen wollen, ihni ein Geständnis abzulegen. Sie fühlte an dem Zittern seiner Stimme, daß der Augenblick nicht der rechte war. Sie fühlt? seine Angst. So gab sie dem Ge­spräch eine andere Wendung. Sie sagte, was sie »m Bater gehört hatte: „Liebe und Eh« sind -weiec- le». Sie sollten nebeve nandir gelten und haben bi Geltung auch — offiziell fast — in Großstädten w'e Paris. Bei der Ehe spielt das Praktische ci? Haupt- t? Ile. Gesellschaft und Geld und Geschäftsverbindung. Es ist ab r nichts, was besonders zu feiern wäre. Man müßte es verruscheln. Deshalb sind offizielle Hoch- zeissfeiern für delikate Menschen auch etwas Furcht­bares. Nicht weniger furchtbar als Leichensriern. E-ine Hochzeit wie die Alices laß ich mir allenfalls gefallen. Aber wie wird diese Ehe sein, wenn die Leidenschaft einmal verrauscht ist?" i

„Sollst du auch — — —", Brant stockte. Die Frage schien ihm absurd.

„Was wolltest du sagen? Geniere d>ch nicht. '

,^Jch wollte fragen, ob du auch einmal einen Fabrikantenfohn heiraten sollst. Ob deine Eltern auch bei dir darauf dringen werden, daß du einen heiratest den bi. nicht liebst?"

„Ich glaube nicht, daß meine Eltern es mit mir so znochen werden, wie mit Alice", wich sie aus und be- peut? ?S. zum zweiten mal ausgewichen zu fein.

„Aber?"

„Nichts... Komm, wir werden plump. Man leihe nie oorrfid) reden, wie ich es getan nabe. Wie schaukeln ein bißchen. Und zu zweit!"

Das war ein guter Einfall. Wie zwei Kinder «nuten sie um die Wette nach der hohen Schaukel, dir aus einem Platz abseits im Park stand, schaukelten, |

Kunst und Wissenschaft.

Wer ist Eberhard König?

Es ist eine beschämende Tatsache, so wird un? ge­schrieben, daß in einer deutschen Universitätsstadt nur wenig? den Namen Eberhard König kennen und noch viel wertiger je etwas von ihm gelesen haben. Leut? auk der Linie eines Georg Engel, Gustav Mehrink, Hanns Hein; lEmars usw. kennt fast Jeder, aber der deutsch« Dichter Eberhard König ist den meisten Deut­schen unbekannt. Er ist am 18. Jan. 1871 in Grün- b:rg in Schlesien geboren, studierte klassische Philo­logie und Archäologie und lebt jetzt in Frohnau bei Berlin. Er ist in der Hauptsache Dramatiker: „Fi­lippo Lippi" (1899), „Gevatter Tod" (1900), „Kly- tämnestra" (1903), „König Saul" (1903\ „Teukrcs" (1915), „Frühlinesrcgen" (1906), „Weister Joseph" (1906), „Don'Ferrante" (1910), „Alkestis" (!9lO;, cvr (1 §30) Ult3 ilie Trisogre „Dt et-

rich von Beni" („Sibich", „Hcrrat", „Die Rab.m- schlocht") Kön-g unterscheidet sich in seinen Dramen von den Modedichtern dadurch, daß er Helden d' stellt, keine kraftlosen Weichlinge, di? sich aus Verliebt­heit oder aus einer fixen Idee erschießen: — wunder­bar schön ist die Sprache Königs: man glaubt Kleist- sch« Verse zu hören! Vor allem aber zeichnet ihn die Ursprünglich! nt aus: Er ist nicht Dichter, weil ?? nett ist, b rühmt zu se n, s n'ern weil er es sein muß: Jedes Wert ist in innem Herzen, nicht im Gehirn gebiren. — Er Ah endlich Deutscher! Vielleicht ist dies der Grand, daß er noch nicht bekannt ist. — Außer seinen Dramen hat er noch die poesievollen Märchen „Von Hollas Rocken", „Die Geschichte von der silbernen Wol- kensauenwcise", „Hermoders Ritt" u. a. geschrieben. "— Ec bat als Erster in glänzender Weise die Dich­tungen Friedrichs des Großen in deutsche Reime über­tragen. — Man hat König oft mit Heinrich v. Kleist verglichen. Kleist wurde erst erkannt und gewürdigt, als er nicht mehr lebte. Wie lange noch wollen wir einen der deutschesten Dichter der Gegenwart ver­kennen? -

Tagung des Reichslandbundes.

Breslau, 26. Febr. Tie gestrige Sitzung.be-" Gesamtvorstandes des Reichslandbundes beschäftigte sich ausführlich mit der gegenwärtigen politischen Lage. Zu­nächst wurden itr einer Entschließung die Landbuudmit- rlieber auf gf ordert, trotz eigenen schweren Eristenzkamp'es nicht zu erlahmen- in Hilfeleistungen für die unver­schuldet Notleidenden in den Städten und Industrie zentren durch weitere Förderung der Volksküchen. Schul- kinderfp-isungen, StubentenHIfe. Patenschaften usw. Tann wurde die Stellung des Reichslandbundes zu den Reichs tagswahlen präzesiert und in folgender Entschließung festgelegt' Der Gefam'voistand des Reichslandbundet macht es den angeschlossenen Verbänden zur Pl'chl, bei den kommenden Wahlen das Verfahren einzufckk'gen, das die größte Wucht und Geschlossenheit des Reichslandbnn- des zur Geltung bringt. Die von den Landbünden au!« zestellwu Kandidaten sollen durch Unterschrift sich dahin verpflichten, daß sie bei ihrer Tätigkeit als Abgenoae' mit dem Landbund in engster Fühlung bleiben, bei allen Abstimmungen den Landbundgedanken vor die Part-i stellen und den Weisungen ihres Landbundes folgen. In einer dritten Entschließung erkennt der Neichslaudbuiid bi< 'egensreiche Tätigkeit der Technischen Nothilse an nut

daß Gtkmaines Röcke flogen und sie beide mit den Füßen die Nachbarbäume streiften.

„Wir fliegen! Wir fliegen! Höher: Bis über die Kronen hinaus! So ist- schön", jubelte Germaine ..ir.d jetzt einen Kuß--das ist sogar gefährlich

, hö.r..."

*

Es kam eine Vollmondnacht.

Di- hatte Madame Lenz dazu benutzt, einen Ball großen Stils in ihrem Park zu veranstalten.

Ein himmelblaues Briefchen, mit Flieder stark var- sümi.rt, lud Brant zu dem Ball mit ein. „Germaine ist auch da", schri.b Madame. Brant musterte den kleinen, mit bi lettem Sei enpapier gefütterten Brief. Die Schrift Madames war hübsch, aber sehr geziert. D. eZeiten waren diagonal zur Seite geschrieben. Madame hatte dem jungen Brant in schwacher Stunde einmal das Geheimnis ihrer Briefe verraten. In jeden Bries streute, sie ein parfümiertes okkultes Pul­ver ein, das sie „Svmpath e-Pudcr" nannte und das den Lesern, w.e sie behauptete, ihren Willen „einfach aufzwang". In diesem Falle wäre das sympathische Pulver überflüssig gewesen. Brant kam, denn Ger­maine war da. '

Da er noch einen Schüler zu unterrichten hatte, traf er erst ziemlich spät ein.

Vor dem Packeingang unter den finsteren hun­dertjährigen Platanen der Allee, die von links und rechts ihr Laub zusammensloch.eu, sodaß man vom kla­ren Himmel nicht einen Stern sah, stand eine lange Flucht von Dr schk n und Autos. Tas Nacktfest im Stil-1 ter alten „ländlichen B l e" und „Schäferspiele" er französis_«.i Vorrcv.l:riot.s eit war ein? Attrak­tion, offenbar. Brant beglückwünschte Madame zu dem Erfolg ihres Salons. Madame hatte so ost ge­klagt, daß dic Straßburger Gesellschaft sie vernach­lässig? und hat» sich doch trotzig geäußert: „Wenn es den Elsässern und Franzosen nicht paßt, Deutsche bei mir zu finden, sollen sie wegbleiben. Ich liebe die Kunst, nicht di? Politik. Und ich frage keinen Künst-

hält es für die Pflicht jedes Staatsbürgers, insbesondere auch aller landwirtschaftlichen Kreise, die Bestrebungen der technischen Notbilfe durch fteiwillige Mitarbeit und durch Beitritt zu unterstützen.

Landwirtschaftliches.

Ein Merkblatt für die Schweinezucht. Der preußisch« Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten hat ein Merkblatt für die Haltung und Fütterung von Schweinen in kleinen Landwirtschaftsbe- trieb-n und städtischen Haushaltungen herausgegeben. Es tändelt sich um leichtverständliche Richtlinien uns Rat- 'chläge für den Ankauf, die Haltung und Fütterung der Tiere sowie um den Futterankauf. Tiefes Merkblatt ist von der B riagsbuchhandlung I. Neumann in Neudamm warn Erstattung der Selbstkosten zu begehen.

Realisierung und namentlich Montanwerte hatten hier« unter zu leiden. Die Kursei ubuß^n erreichten zuift Teil 3 Billionen Prozent und gingen in einzelnen Fällen im Verlaufe um Kleinigkeiten darüber hinaus, z. B. für Mannesmann.

Deutsche Staatsanleihen veränderten sich wenig, Kriegsanleihen 4 Milliarden.- Der Verkehr zeigt« durchweg eine hochgradige Lustlosigkeit, was man mit der Spannung über den Ausgang der Reichstagsver- Handlungen neben der wirtschaftlichen Depression er­klärte. Am Devisenmarkt erfuhr die Lage feine be­sonder? Vernäderung. Die Hauptdevisen blieben un­verändert. Brüssel und Paris stellten sich in Parität mit den Auslandsnotierungen niedriger.

omBCBnBMnBnawMtMaMaMiMM

Mitteilungen aus dem Leserkreise.

»ikchliche tztachrichren.

Mich eichen. Heute Mittwoch, 81/« Uhr: Modem Abendmahl.

Don ne rstag, den 28. Februar, abends 8 Uhr: Sing­stunde des Jugendgottesdienstes im Michelcheu fge= beiztl.

Handels- und Marktnachrichten. Frankfurter Getreidebörse vom 26. Februar.

Getreide, Hülsensrüchte und Btertreber obne Sack.

vnii’?’’!, Nogg-nmebl und Riete mit Sack le 100 Rtlogr. Die Preise verstehen sich für alsbaldige Liese- runn in Renteumark. frachtfrei Frankfurt.

Weizen, Wetterauer, 18.75 bis 19 25: Roggen 16.75 bis 17.25: Sommergerste für Brauzwecke 21.— bis 21.50; Hafer, inländ., 15.25 bis 15.75; Weizenmehl, iüdd Spezial 0, 28.50 bis 29.—; Roagenmehl 24.75 bis 25.50; Weizen- und Roggenkleie 8.50 bis 9.50; Mais Laplata 19.25 bis 19.75.

Berliner Produktenbörse vom 26. Februar.

iSSmtttch« Notierungen verstehen stch in Goldmark.) Zfttrnde u. Celfaaten pro 1000 Kg., wnst pro 100 Kg

Weizen, mär!., 164 bis 170; meckl. 160 bis 165: Roggen, märt., 134 bis 139; pomrn. 13Ö bis 134; westpr. 130 bis 132; Braugerste 165 bis 181; Fu'terg-r^'e 112 bis 155; Hafer, märt., 112 bis 118; pomrn. 107 bis 114; westpr 104 bis 108; Weizenmehl 25.50 bis 27.25; Roggenmehl 21 75 bis 23.75; Weizenkleie 8.70 bis 8.80, Roggentteie 7.20 bis 7.30; Raps 295: Leinsaat 415 d-s 435; Viktoriaerbsen 27 bis 28; Kleine Erbsen 17 bis 18; Futtererbsen 12 bis 13; Peluschken 12 bis 13; Acker­bohnen 13 bis 14; Wicken 13 bis 14; Lupinen 14.— bis 14.50; Seradella 15.— bis 16.50; neu 13 bis 14; Rapskuchen 10.50 bis 10.60; Leinkuchen 21 bis 22: Trockenschnitzel 8.10 bis 8.20.

Berliner Nauhfntterpreise.

Weizen- und Roggenstroh 0.55 bis 0.70; Haserstrob 0 40 bis 0.50; strohseilqeb. 0.35 bis 0.50; Häcks l 0.95 bis 1,10; Wiesenheu 0.90 bis 1.10; Kleebeu 1.80 bis 210.

Von der Börse.

Berlin, 26 Febr. Die freundlichere Färbung, die der Börsenverkehr gestern durch die Käufe am Montanmarkte angenommen hatte, war heute wie- der getrübt. Es zeigte sich allgemein Neigung zur

ler, ob er gut französisch denkt, sondern ob er von feiner Kunst etwas versteht." Das in den letzten Jahren fangfar. crsterbende Leben in den Salon? der Madame Lmz war also durch eine gute Idee neu erwacht. Wer hatte Madam? die Idee suggeri rt?

Der Park sah schon von außen abenteuerlich aus. Hinter fcer h heu Mauer sah man die Bäume von unten herauf beleuchtet. Der träumende Park schien durch eine mystische Glut von innen heraus zum Leben er­weckt

Als aber Brant durchs Parktor schritt, griff er fick plötzlich an den Kopf vor Staunen. Bon den drei ersten Lampions-Girlanden, die sich über den Zu- ftchrtweg schwangen, war die eine rot, die zweite w?iß, k dritte blau und so fort. Blau-weiß- o e Lampion« k tten bis hinaus in di- Kronen der höchsten Tann-n und Akazien. Blau-weiß-rot! War das Absicht? Tas F st, stand es im Zeichen der Trikolore'?

Hatte sich Madames kleines Herz in den wenigen Wochen so verändert?

Die große Wiese vor der Billa „Baraquette", "ie j tzt w'.e e’n Thetterk u'p Maschen aus d-r phan­tastischen Szenerie illuminierter Bäume trat, war durch ein frisckg z mrrert.s, n e eres Brettcrprdium in einen t ß n Tanzbr^eu verwandelt. Rings um den sp.egcl-

l tt g b h teu Ta zbote.u st rüden boumhrh? Fahnen- stang 'n. an denen die roeiyro.itn elsässischen Ohne» im Winde spielten.

Doch die Lampions? Wem zu Gefallen blau- veiß-rot?

Eine eck-te Bauernkapelle in ihrer Tracht faß auf e'ner Erhihrng hinter dem Tanzboden und blies länd­liche Tänze, jene lustigen elsässischen Volksmelodien. !»ie echter deutsch nicht fein könnten. Die Instru­mente blitzten grltzrot und goldblau in der Glut der Lichtballen. Es wurde gewalzt. Und die älteren Herrschaften gingen auf den verschlungenen Wegen spa­zieren oder tranken Tee und löfftllea Eis und Limo­nade an kleinen Ganenti scheu. Es waren mindeste,u- dreihvnder. Gäste erschienen.

. Durch die letzte Maßnahme des Hauptpostamtes, wo­durch der Paketverkehr aus der Südpost aufgehoben wurde, werden die Kausteute und Gewerbetreibend«» sowie die Einwohner des Südviertels und der Ober­stadt empstndlich betroffen. Wie verlautet, und wie dem Einsender dieses Artikels vom Elektrizitätswerk be« (tätigt wurde, hat das E-Werk sich erboten, die Paket? für das Südviertel durch die Straßenbahn nach der Südpost zu befördern. Da insbesondere Kaufleute und Gewerbetreibende, sowie jeder andere Einwohner des Südviertels ein großes Interesse daran haben, daß der Paketverkehr auf der Südpost wieder in alter Weise sich vollzieht, so bittet der Einsender gemeinsam mit vielen anderen Interessenten den Magistrat und das Haupt­postamt das Anerbieten des E-Werkes ernstlich zu er­wägen und der Sache uäherzutreten, da die Sparmaß- nahmen der Post tn ocr Hauptsache durch das Entgegen­kommen des E-Werkes weitgehend berücksichtigt zu sein scheinen P. Z.

Brtefkaften her StfirlfUeuung.

R. Erfrorene Kartoffeln legt man geschält in kaltes Wasser, dann ziehen sie langsam wieder aus. We,l» die Kartoffeln nicht zu sehr gelitten haben, geschieht dies rbn d es Der süßliche O'e,chnack läßt sich nicht gut wieder wegbringen.

T. Ein Tierschutzverein hat her bestanden. Die letzten Vorstandsmitnli.-der waren die Herren Landwirtf't-a'itz- schnldirektor Dr. Heffe und Rentier Holly, die nun beide verstorben sind. Jeder Zeuge solcher öl,e..tli -;«• ^e-g.r. iS erregender Handlungen, kann seine Veobachtnugen dem ersten Polizeibeamt-'n u''tt"rl"'> Kix -enHat schon.

Für O't Sdjtiftleitung oecanuvortt.; Dr. tt. Hitzer» id. ,5Ür den örtlichen uno orooinz letl: Wttyelm W ß n e r.

Sprechzeit der Schriftleituntz b<s V,11 Uhr vormittags.

Bei Rheuma, Eicht, Reroen'ch,nerzen, Kopfweh, S Influenza, 6ripp« und Schmerzen in den <5«l«n!en B und Gliedern wirkt Togat ganz herooragcnd. Durch ■ den aus kZkichneten (Erfolg, den zahlreiche Aerzte mit U Togal erzielten, hat sich biejes Prägaiat «ine wohlver« M dient« ollgciRtine Anerkennung erworben. Toral iit H stark harnjäurelüsend und gebt daher birett zur Wurzel ■ des Hebels. (Es verursacht keine schädlichen Nebenwirk- ■ ungen. Die Wirkung tritt unmittelbar ein un: bet .be- U ruhigende (Effekt des Togal macht es auch befondcrs wert- H voU gegen Schlaiiosigkeit. In -’llen Apotheken. M Best 64,3/0 Acid acet «alle,0,4'.,6% Chinin, 12,6°/0 Litiiad 100 Amjl, W

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Di? Salons der Madame Lenz bienten nur als Garderobe Vor der Billa, ans der Terrasse, an einem btr Tischchen, die hinter rosa blühenden Oleander- bäumrn versteckt waren, saß Madame in großer Toi­lette. Brant ging, ihr die Hand zu küssen. Madame stellte ihn einigen älteren Damen vor, die an b?midben Tisch saßen. Es waren klingende Namen der elsäs­sischen Geldar ftofratie. Dann stand sie. unruhig wie sie war, auf, begleitete Brant in die Villa, fragte ihn: Was sagen Sie zu meinem Fest? Das ist ein Leben! So war es noch nie bei mit. Ich bin glücklich. Man hat mich doch noch nicht vergessen. Man muß nur den Leuten etwas bieten. Es geht heute unter der Form eines Wohltätigkeitsfestes. Wissen Sie, da kommen selbst Leute, die noch nie da waren."

„Ganz r izend", sagte Brant, indes die Musik die ..Vclse brune" spielte. „Aber wie kommt es, daß am Einoanu des Parks sozusagen die Trikolore -roefit?"

„Was. bie französische Fahne? Wo?"

„Nein ich meine die Lampions. Blau, weiß, rat. In Reihen."

. Tas müssen nur Sie bemerkt haben. Ich weiß nichts davon Meinen Sie, ich fei auf bie Bäume gestiegen," lachte sie, „um die Lampions in den Kronen auszithängen?"

Auch Brant lachte. „Ich dachte, Sie hätten?S zu- mindest angeorbnet."

.Nein, das Hal der Dokteur Hüter so angeordnet."

„Er?? Ach so! Jetzt verstehe ich."

„Haben Sie etwas dagegen? Er ist reizend, axu Mann von Geist. Ich bin ihm so dankbar. Er hatte die Idee hier einen Gartenball zu veranstalten. Er ist so befcheicen. Er will nicht als Arrangeur genannt fein. Er hält sich immer im S^intergrun). Nur eins kann ich mit nicht erklären: Glauben rue nicht, datz ich verabsäumt habe, auch nur einen der Lentschen, bie fjitr zu' verkehren pflegen, einzuladen. Sie hader, alle gedankt. mit Ausnahme des Nol'rZ Schrick"

„Nun, weil der Ihr Notar ist. Modo»'«" (i^nfegung folgt)

^Xgrzücjlicli ^ur_EasfjiäL chts bäckerei.

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