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1924
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schlüffe vom 6. November gefaßt worden.
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straft Karden kann, wenn es mißlingt. Die Tat de? 8 November 1918 sei aber nicht Hochverrat, sondern Landesverrat Für die 9Jationaffrya’»^n b'eil'k die Tack 3 9 9? vvnber der Dolckstoz ge e i di kämpfende Arm«. Die Na'.ionalsozialistifche Partei oerfo'gte zwei Ziele: Massenauststörung und Schaffung einer Sturmabteilung. mit dem Zweck, den marxistischen Terror zu b kämpfen Jrn Heckst 1922 haben wir erkannt, daß da» Ruhrgebiet doch noch verloren gehen werde. Hitler egt? in d esem Zusammenhang d e franz sis'e i ik i g> ziele dar Die Frage der Erhalmng des Ruhrgebiets konnte nicht eine Frage rein passiver Tätigkeit sein, sondern in erster Linie e?ne Frage der Wiedergewinnung deS deutschen Willens. Der passive Wderstond wäre nur dann zweckmäßig gewesen, wenn aktiver nationaler Wille dahinterstand. Dama's hab? er dem General Lof'ow erklärt, daß der derzeitige Widerstand das Ende des Ruhrk.impfes bedeute. Die ganze Ent- des Rnhrkampses ha'e den Nttionalfvzia isten Recht gegeben. Hitler berührt sodann daS seiner, .eilige Berbm 14 nationalistischen Versammlungen. 1920 habe « Kahr kennengelernt, von Sem er perfon. Uch dSn E'ndiuck eines biederen, ehrenhaften Beamten gewonnen habe, mehr aber nicht. Kahr habe niemals bk eiserne Faust besessen, umDrdnung zu
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daß er geuau so überrascht wie die Herren sei, daß es aber nun notwendig sei, eine« Entschluß zu faste«. Hiller habe dann Herrn v. Kabr nabegelegt, sofort de« Kronprinzen Rnvorrcht r« verständigen, daß diese Revolution nichts andere» sei als nur die Abrechnuna mit den Rovemberoerbrechern. Bon einer Ervrestuns könne auf keinen Fall die Rede sei«.. Auch Ludendorff barte nicht das geringste Bedenken. Kabr wär« ve» pflichtet gewesen, wenigstens Vöbner Aufschluß « neben, und Lossow bätte die Pilicht gehabt, Lude» dorff zu sagen, er könne nicht. Es sei eine" Gewissenlosigkeit sondergleichen gewesen, daß diese Verständt» aung nicht erfolgte.
Weiter führte Hitler au», daß ein Kampf gege» die Reichs- und Polizeiwebr von seiner Seite nie ins Ange gefaßt war Es habe nur zwei Möglichkeiten gegeben: Die Sache aus München hinauszuverlegen oder noch einmal zu versuchen, die öffentliche Meinung #
nicht von einer Abänderung. Abänderungsanträge stnd also ausgeschlossen. Es ist nicht eine Laune der Regierung. sondern ein starker Pflichtmille, we.n pie Reich» .regierunu erklärt, daß sie ihr ganzes Reformwerk ge» führ e, oder gür vernichten stebr. wenn eineidieser ««• umoänglicke" Verordnungen aufgehoben c^et oesentlich verändert würde.
Sie erklärt, daß sie angestchts der Bedeutung desien. was auf dem Spiel stebt, bei der Annahme eines Auf» hcbunklsanirage» sich genötigt sehen würde, die nach rt-er Ansicht vitichtmasigen Folgerungen daraus 8« .•eben und beim Herrn Rcichsprasioenten die Auflösung ces Reichstag zu beantragen in der Leberreugung, daß c. sich in diesem Falle um eine iür das Wirtschaftsleben und die uattonalse Wohlfahrt unvermeidliche . yi- aßnadme bandeln würde. Dasselbe gilt auch von der Annahme von Fniiiativanträgen, die eine wesentlich« Abschwächung der als lebenswichtig bezeichneten Der» ordnungen bedeuten würde. Zur Zeit muß ich iede Ber» änderunu der Verordnungen als °ür das Gesamtwohl von R-ich und Volk bedrohlich und deshalb als unmS» l,ch ablednen, di? das Ziel »er L abilisierung der Währung und der Balanzierung des Etats in Frage stelle«.
Auch von der Beratung lebenswichtiger Verordnungen in den Reichscagsausschüsien muß Abstand geuom» men werden. Der noch unmer stabile Stuno unsere» Währung kann auch durch Heine Vorkommnisse ßetabr« bet werden. Eine langwierige Verhandlung f. L. der
®t* jDbetbeirtiifce Zeitung" ericheint ie<b»mol wöchentlich. — Lezu»»vrei» 16.-29. 2 1,10 U'etl einschließlich Zusteüuugrgrdühr. Für ausfallende Kummet« infolge" Streit, m, erement.Lreignilie kein Eriag. —Ber ar von Dr. C. Hiuerotb. — Tturf der Univ.«Buchdruckerei von Jod. Rn«. Hoch. Markt 21.13. — Ferniprecher 56.
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nichts wissen sollte. Die entscheilWnde Sitzung hab« am 7. November stattgefunden.
Als Termin de» Handelns wurde dabei der 8. November bestimmt. Wenn er geahnt hätte, daß die Herren es am 12. November selbst machen würden, so hätte er Seine Handlungen vom 8. November unter? lasten. Hitler kommt dann auf die Vorgänge im Bürgerbräukeller zu sorechen, wobei er bervorhebt, daß seine Leute auf Kahr nicht die Pistole angeschlagen haben. Was man über Aeußerungen Kahrs, geschrieben habe, sei unzusammenhängend, falsch aneinandergereiht und rum größten Teil glatt erstinden. Hitler stellt weitet fest, daß die Herren nicht mit der Waffe bedroht worden seien. Den Einwand Lossows, ob auch Siorddeutschland endlich vorgehe, verneinte Hitler, während et den zweiten Einwand dahin beantwortet«, daß Ludendorff benachrichtigt sei und jeden Augenblick eintreffen werde. Ludendorst erklärte beim Eintreffen,
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401. Sitzung vom Dienstag, 26. Februar.
Am RgftrungSifch Reichskanzler Marr, Innenminister Dr Jarres, Justizministier Emminger, Arbettsminister Tr. Brauns, Postminister Höfle.
Präsident Lö be eröffnet die Sitzung nm 2.20 Uhr und gedenkt des Ablebens des Abg. Dr. Röficke CbtntT), d r gestern in Schlesien unerwartet gestorben ist. D'r Präsident hebt hervor, daß die Berufsgenossen Dr. RösickeS diesen als einen Führer von ungewöhnlichen Gaben verehrten, dessen restlose, Hingabe und dessen unermüdlichen Arbeitseifer sie schätzte«. So wurde er ihr Wortführer in den verschiedensten Parlamenten Wir haben ihn, so fährt der Präsident fort, k.'nnengelernt, alS einen Mann, der sachlich u.gd gründlich, mit zäher Energie, aber auch mit Vornehmheit ftfne Gedanken verfocht. DaS Haus ehrt das Andenken des Verstorbenen in der üblichen Weise.
1 Lesung des Rotetats, verbunden mit zahl- reichen Anträgen auf Aufhebung unb Aenderung der Verordnungen der Regierung.
Reichskanzler Marx erhält sofort da» Wort. Er führte au8: ", 1
Ms am 8. Dezember vorigen Jahres der Reichstag durch daS Ermächtigungsgesetz der Reichsregierung die Vollmachten erteilte, Maßnahmen zu treffen, die int Hinblick auf die wachsende Not von Volk und Reich erforderlich waren, waren es drei Ziele, die al» erstrebenswert vor Augen standen: Beibehaltung des Währungsstandes ferner die Balan-ierung des 1924 vorzulegenden Etats unb endlich die Wiederbelebung der Wirtschaft. Die bedeutungsvollste Tatsache für unser Wirtschaftsleben ist, daß dir Mark feit Mitte November auf derselben Wert- höhe gcblrben ist.
Den Haushalt, wie er in rohen Umrissen den Sach» verständigen vorgllegt werden konnte, balanziert hinsichtlich der inneren Ausgaben des Reiches freilich nur unter mehreren Vovaussetzungen, deren wichtigste die freie Ber- sügung über die Steuern und Zölle auch des Rhein- und Ruhrgebirtes ist. Den Ländern und Gemeinden sind dir erforderlichen Steuerguellen zur Balanzierung ihrer Haushalte zugewiesen. Aus der Abnahme der Zahl der Erwerbslosen und Kurzarbeiter ist eine langsame Erholung der Wirtschaft zu erkennen, und das Vertrauen bet Be völkerung zum Staat ist wick-nmm erstarkt. Allerdingmuß unser Wirtschaftsleben noch Wange als unsicher an» gesehen werden, solange noch die Schlagader unserer Wirtschaft, Rhein und Ruhr, von einer fremden Militärgewalt abaebunden ist. Seiber konnten die Erfolge nur erreicht werden durch harte und rücksichtslose Maßnahmen, ferner durch die außerordentlich geringen Go'dgehältet der Beamten. die Verlängerung der Arbeitszeit, dir Frage b'r Auswertung, gewisse Einschränkungen der sozialen Leistungen, die schwer treffenden Steuern, die in weitem Um- «ange die Substanz angreifen, die namentlich auch die Landwirtschaft belasten und damit Mich Gefahren für die Volksernährung auslösen. Tie Reichsreglerung hat 'ich immer und immer wieder die Frage votgelegt, ob tatsächlich dem Volke ko schwere Lasten und Ent- oehtungen auferlegen dürft.
ReichsÄnzftt Marx (fortfahrenb): Sie war sich dessen bewußt, daß es sich in allem um da» eine Große han- Sefte: Den Zusammenhalt des Reiches, das Fortbest hen und die Fortentwicklung der deutschen Ration zu sichern. ES gibt keinen anderen Weg. Wenn wir noch eint- mal in eine JnflationSperiode fcifteingeraten, ist jeder Zerluch, unsere Mark zu stabilisieren, vollkommen aus- sichtslos: dann ist unser wirtschaftlicher Ruin und damit b>as Schicksal unseres Bolles besiegelt. Das ist nickt mir die Meinung einzelner Sachverständiger, das ist die übereinstimmende Meinung des Auslandes und aller einstigen Teile unseres Volkes. Mit dieser Einsicht unfe- -er Volksgenossen ist es bisweilen noch recht schlecht bestellt.
Fretlrch wird ohne eine Besserung unserer außen- rolltischen Lage alle Mühe und Arbeit nur Stückwerk lein. Sehr spill wenn auch nicht zu spät, scheint die Vernunft nur dem Matsche zu sein. Wir begrüben es, jai? endlich Wirtscha'tsführer mit der Prüfung der Re- r cratunsnag; betraut word-n sind und wtr sehen ihre untschetdung zwar ohne übertriebenen Optimismus, doch mit Zuversicht entgegen.
Pilich.gemäß muß sich der Reichstag von ernstem Berantn -rrlichleirsgc ühl durchdringen lassen, bei der
kung in der Sifuirucrarluüuna zu: Folge La e dte Länder in die größten Schwierigkeiten '"T.-fien. Die
Marburg
Mitch. Den 27. Sehnrar
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schaff« Seinerzeit f- - ftlruud für da» VeZamm. lung-verbot nicht cn< <. morden. Erst später habe er erfahren, daß diese Versammlungen infolge Patsch, gefahr untersagt wurden. In diesem Falle wäre es aber selbstverständlich gewesen, daß Dr. v. Kahr ihn (Hitler) sofort hätte vetchaften lassen, Kahr aber habe nnr den Hitlervertveter 'grStzt und eine Erklärung über die Stellungnahme der Nationalsozialisten verlangt.
Oberst v. Seiftet habe -damals erklärt, daß die Versammlungen an sich nicht verboten seien, sondern das Ve bot sei nur eine Auswirkung des Aus- nahmezustaildes gewesen. Bei einer Besprechung nut Hauptmann Heitz-Rurnberg sei dieser für die Ausnahme des Kampfes mit dem Norden ein» getreten. Er — Hitler — habe erklärt, bog der Kampf gegen Berlin nicht in einer Verkleidung bäuerischer Rechte geführt werden könne. Zum Falle Loftaw vertrat Hitler die Auffassung, daß der General damals den Gehorsam seiner vorgesetzten Erelle tatsächlich verweigert habe, ßoftoro hätte au» diesem Konflikt nur al» Sieger oder als Gefallener hervorgehcn können Auch ßoftoro gegenüber habe Hitler erklärt, daß et den Kampf gegen Berlin als ungeheures Verbrechen ansehe. Zn der Unterredung mit ßoftoro habe Hitler gesagt, daß für eine Diktatur nut Poehner in Frage kommen könne, der der fähigste Kopf sei. Hierauf schilderte Hitler sein Zusammentreffen mit ßudendorff im Sanitär 1918. Seine zweite Unterredung mit Los- sow habe den Eindruck verschärft, daß der Kamps unausbleiblich war. Er kam dann zu dem bekannten Konflikt mit dem „Völkischen Beobachter" Loftcw war bei einer späteren Unterredung über den Konflikt in sehr gedrückter Stimmung, worauf Hitler ihm auf Ehrenwort erklärte, daß er im Hinblick auf bett Konflikt wegen des „Völkischen Beobachters" Nichts gegen ihn unternehm:« werde. Er, Hiller, habe niemals sein Wort an Herrn v. Kahr gegeben und auch niemals Seiftet oder ßoftoro zu der Erklärung ermächtigt, daß er hinter Kahr stünde. Hitler bezeichnete die Abgabe des Ehrenwortes gegeniil r ßoftoro, das nur eine Treuever- icherung darstellte, als eine Dummheit. Des weiteren schilderte Hitler den Htimmungsumschwung, der in der Konfliktssache eingetreten war. Verschiedene Herren aus Berlin teilten mit, daß auch in Berlin die Ausrufung der Diktatur beabsichtigt sei. Wenn unser ganzes Unternehmen, betonte Hitler, Hochverrat gewesen wäre, dann müßten die fetten Kahr, ßoftoro und Seiftet die ganze Zeit mit uns Hochverrat getrieben haben. Er habe dann noch zwei Unterredungen mit Seiftet gehabt, von denen die eine bei Ludendorff stattfand. Die Dinge kannten so aber nicht weiter gehen. Baron Aufseß habe in einer aufsehenerregenden Rede erklärt, Kahr sttze mit der Lunte bereits am Pulverfaß. Diese Brandrede mußte auf unsere Leute wie Pulver wirken. Auf Grund der Derhandlimgen in der Sitzung vom 6. November habe Hiller den Eindruck
gewonnen, daß Kahr, ßoftoro und Seiftet nicht mehr zurück konnten. Scheubner erzählte, daß ßoftoro einem bet Herren gegenüber geäußert habe, daß. wenn jetzt nicht auf den Norden losgcschlagen werde, die Separation tatsächlich nicht zu vermeiden wäre. Auf Grund dieser Tatsche seien die Br-
Ditte uan ffonr.nliäonsberatunflen abujätpi. ft mit den Grundsätzen der Dem >'t nie durchaus v-.iw'i.bat.
In interiialtwnellen Berbanslnt vn mit den Parteien will die Regierung einzelne ittn be»
n tri: Die Stabilität v 'Vm ttnanzicllln und rollt- sckaftiichen Lase darf aber nicht zur Plattform de» Kample» der Parteien -ve:a:n. Wir muffen dos Reich »nd das Leben der Ratio t tetet Das juckt halft a!» Varteidoktrin und Wnslt-rknk. 'ß i bau. r Bei oll >
Die Rede des Reichskanzlers wurde vom Haufe im ganzen ruölfl aufeenomtnen. Die bü"'erlichen Parteien zollten uetn Reichskanzler lebhaften Beifall am Schluß f-nnet A'.isiührnaen. Nur bei der äußersten Linken erscholl vereinzelter Widerspruch.
In der Aussprache, für die die Redezeit auf fünf Viertelstunde verlängert wurde, nimmt al» erster Redner da» Wort
Abg. M ti I I e r - Franken (Sa,.). Er erklärt, wen« der Reichskanzler von der Möglichkeit einer Neichsrags- auflösung gesprochen bat, so nimmt die Regierung nof« Gütlich nicht an, daß sich irgend eine Partei durch solche Aeußerungen irgendwie in ihrer sachlichen Stelrung- nahme an den Verordnungen wird beeinflussen lassen. Keine Regierung, welcher politischen Richtung sie auch angehören mag, wird die Erfsillungspolltik vermeide« können. Die Politiker der Rechten wollen die Lasten der Reparationen auf die Arbeiter ahwälren. Die beabsichtigte Herbeftührung einer Verständigung zwifcke« Deutschland und Frankreich begrüsien wir Die $>anh< babung de» Ausnahmezustandes und de» Ermäckti- gungsgefetzes bietet Anlaß zur schärfsten Kritik. Ma« kann der Reoublik wirklich nicht den Vorwurf machen, daß Re zuviel Republikaner und Demokraten in die Verwaltung gebracht hätte. Die reaktionären Kreise haben die Futterkrivven-Polttik anders verstanden. Der Redner wünsch:, daß für die Ahgchauten eine Instanz aefchaffe« werde, an die Re sich wenden können. Die Regierung mülle endlich das Washingtoner Abkommen über den Achtstundentag ratifizieren. Der Ausnahme- zpftand sei verckssnngswidrlg Die Kosten für be« Ausnahmezustand feien ungeheuer groß. Man sollte diese Gelder lieber zur helleren Besoldung der Sckuo» verwende«. Eine Rackvrüfung der zahllosen Roiver» ccrbnunaen könne ohne Beeinträchtigung unserer Wahrung erfolgen Der Ansicht des Reichskanzlers, daß die erlassene« Verordnunge« ein Ganze» hüten, tonnte wir nickt zuftimmen
R^'cksarbeitsminister Dr. Brauns werft Angriffe der Arbeiternehmervrelle. wonach die Reslernng die Sozialpolitik abbauen wolle, entschieden zurück. Tie fruchtbare wirtsckaf-liche Rot nötige zur Sparsamkeit, auch auf sozialpolitischem Gebiete. Dem Arteitsminister liege nichts ferner als den Zehnstundentag zur Regel r» macken. Die Haltung der Sozialdemokratie in der Ar» bcir---eitfrage war eine andere zu der Zelt, wo Rc <m der Regierung beteiligt war, als heute. (Ledh. 6Brt_bd -her. bürgerlichen Parteien.) Er habt sich st-ts bemüht, die schwierige Laa? dm Arbeiter su erleichtern. Au eine bestimmte Lohnhöhe habe er sich niemals eebu-3» den. Auch im Schlichtungswesen habe er versucht, beiie Teilt zu einer wahren Arbeitsgemeinschaft rnsammer» i ?u*'ü?>ren. Aus Personalabbau habe er seit Schien e* ;
DaS Gericht fällte hierauf folgenden Spruch: Für «ft Bechand'un<ftn über den An rag teS StratsamvaliS btö di. Oeffentlichkeit wieder hergestellt. Ei« Be- Muß über den generelle« Ausschluß der Oeftentlich- ”• w'-rt»- vom Vorsitzenden nicht verkündet. An» Ar Tatsache der Zulassung der Pressevertreter und Zu- Mrer ergibt sich zunächst die Aufrechterhaltung der De^emlickkeit. Der Gerichtshof tritt sofort in die Vernehmung der Angevagten ein.
f liefen Bewegung sei daher auf die Vernichtung des § ‘S.Tt'dS gerichtet gewesen. Die Novembereroo- L?n als gelungener Hochverrat bezeichnet, ^choerrat sei das einzige Verbrechen, das nur baau* i
J* Pt fafsen, daß er zwar erschöp^rnd, ober nicht ganz so
■e t r?«o ber ch e. Hit er nick e bcj h nd.
Smte Die Erörterung der Angelegenheft werd« Dinge M Sprache bringen, deren Bchandlung in ber Oefirnt- W’it ßhweve Gefahren für den Staat, namentlich in .«ußenpvlilischer Richtung herbeiführen würde. Gegen Arftn Antrag erhob Rechtsanwalt Dr. Holl imRa- |»at t*- Vereidigung Einspruch, indem er erklärte, daß . „1 Verteidigung die Verantwortung für alle außrn- innenpolitische Folgen ablehne. Dr. Holl bat ^4 Gericht, den Antrag abznlehnen unb die Dinge, Ntot'-t möglich, in vollster Oeffentlichkeit zu behandeln. M-ch der Verteidiger Brückner», Justizrat Kohl, trat für di« Ablehnung des Antrages ein. Die Angeklagten böten persönliche Garantie dafür, daß sie jedesmal da» Getickt darauf aufmerksam machen, wenn sie 7 «was zu sagen haben, das Anfehtm des Sentfdien 6 518 ' und Bayerns schädigen könnte. Justizrat v.
Je; f ch w i tz, einer der Verteidiger LudendorssS, be- WMk, der Staatsanwalt hätte seinen Antrag schon vor ta Verl gung der Anklageschrift sie ft en müßen. Ter Verteidiger Hitlers, Rechtsanwalt Roder, Mflärtr. der Antrag in dieser umfassende» Form den An- tzeklae ett durchaus nicht gerecht werde. Sämtliche An- tzckkagte« würden da» Vaterland nicht schädigen und feintet et Dinge in der Otsis'emllichkeit zur Sprache «iug! n, die da» Vaterland irgendwie schädizen könn- ta
i fl «3 g ro nr.cn, daß, wenn Deutsch and nicht in der *6 sei, das marxistische Problem zu lösen, es niemals n Krieg gewinnen würde. Dann schildert er seine Aftärzeit, btn Beginn der Revolution und die Räte- riede. In diese Zeit sei autij die Gründung ber __^ienalsozialis i,chen Arbeiicrpartei gesa len, aus der nödlrerte^k nntnis heraus, daß das marxistische System d'k xtrnichtung jedes Kulttirfakwrs bedeute. Tas Zwl
Amtliches VerWndigungsblatt des Kreises Mardmg.
Anzeiger für (das früher kurheftische) Oberhessen
schlufte vom 6. Nosember gefaßt worden. Es fei cuiüj5ri;igen lajien, tet ber. brängt
auch bestimmt worben, daß Ludendorff als Qfiizier j Uhr owtV^ ^'"erberatung «iMitu°ech
Hitler» Programm.
München, 26. Fehr. I« der NachmittagSsit- Wu; fetzte Angeklagter Hitler feine Ausführungen £ri. Zunächst wirft er einen Rückblick auf seine Ju- »mdzeit. m der er sich bereits mit jungen Jahren auf gelte Füße stellen mußte. Er sei au» Wien al» ab- Witer Antisemit und fanatischer Nationalist nach München gegangen. Schon damals habe er die Neber-
Als erster wurde A d o l f H i t l e r aufgtnift.i, der ® k irze« Strichen auf die Fragen de» Vorsitzenden Rild über einens Lebenslauf im Felde bi» zur «Urnahme deS Amtes als erster Vorsitzender der , .. ktipnalfogianptfdjen Arbft erpa tei am 21. Juli 1921 cueuen $&,. Der Vorsitzende schlägt bann vor, Hitler zusam- ivZt Aeuhsingenb über bie B ireggrsinde zur Tat seine Dar- ' . ftgtmiftu machen zu lassen. Um in diesen Ausfüh-
tssRsa# n feine Nnteckrechung eintreten zu la sie n, wurde 3 E ^echandlung kurz bor 12 Uhr auf 1.30 Uhr nach- . “ «' b tracht be» umfangreichen Pr.z ßmaterials sich
if Ay vertagt. Der Vorsitzende legte Hitler nahe.
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auswärt. Anzeigen 0,1Ö Eolvmark. Bei ichwier.Satz 50 •/, ^usichlag. Sammel,»,eia. lOOft,. Kfl
Ausichlag. 1 etlamtn ü,7v Toldmark. Jeder Rabatt gilt al, Barradatt. «»lege werden v«, öUi<l» deren ner, ebenso Buskuni» durch bie <5eid>äft6ftefle und Zusendung der Angebote. Zahlung innerhalb 5 lagen (1 Tottat = 4,20 Eoldmark), Berechnung nach dem Berliner Ui litt l« fürs des Zahlung» eingeegetages. Verzugs,knien pro Tag »ach dem Bankzinsfuß
M L « ch e n, 26. Febr. Die Verhandlung wurde heute »rnmitm« «m *A9 Uhr im Gebäude der Jnfanterie- ßhnle durch den Vorsitzenden Landgericht Direktor Neid- ßurdt eröffnet. Zum Schutze des Gerichtsgebänbes W-rrn ttrnfangreitb polizeiliche S'cherfe'tsmaßnahmen ge. taffen worden Nach dem Aufruf ber einzelnen Ange- S»g!en verlas Staatsanwalt EHardt die Anklageschrift.
München, 26. Febr. Sämtliche Angeklagten mit Mrsmrhme des Leutnants Wagner sind in Zivilanzügen «schienen. Hitler unb Ludendorff begrüßten einander gut Handschlag. Auf Beftagen des Vorsitzenden erUärte kr Angeklagte Oberlantesgerichtsrat Pöhner, der frühere rslizeiprälldent von München, sein Gelundheüs,«stand fei ^1 Wicker bergeftalt, daß er den Bcrhanüluugen folgen Nu«. Punkt 9 Uhr erhebt bann der Erste Staatsan. »aS Dr. Stenglein die Anllage gegen dir erften Angeklagten: Hitler, Sitiienborff, Pöhner, Tr. Frick. Dr. Weber, Brückner, Röhm und Wagner und Kriebel «lf Hockverrot, g-g-n Pernet auf Beihüft ,«m Hochverrat. Dft Anklageschrift verlas Staatsanwalt Dr. EHardt. — —• Die Verlesung ber Schrift, die 40 Seiten umfaßt, nahm l*/t ©htnbcn in Anspnich.
111 |: In dem weiteren Verlaufe. der heutige«
•'Atzung Pellt Staatsanwalt Dr. Stenglein den Usir Antrag, die Oeffenllichfeit auSzuschließen, da die sfukkl » tsbntliche Berhandlung der Sache eine Gefährdung |UIJ’ der staallickeu Sicherheit und Ordnung herbeisübren