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bU Herabsetzung der SSvrorentigen Re- varationsaboabe aus 5 Prozent geschloffen. Das Abkommen ist am 23. Februar gezeichnet und tritt bereits am 26. Februar fiir alle Waren in Kraft, die noch England eingeben. Von der britishen Regierung ist rugesagt worden, für kleine Warensendungen Erleichterungen eintreten und ave Sendungen von geringem Werte obn« Erhebung der Abgabe frei nach England einzulaffen.
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Schmidt von der Gewertschaft Langenbiahn zu je 100 000 GoLmark Geldstrafe, weil während des passive« Widerstandes die Gewerkschaft dem Ersuchen der Franzosen auf Herausgabe von GrubcnbiDern nicht nacbgv- kommen war. Es ist dies die höchste von einem französischen Kriegsgericht im besetzten Gebiet bisher verhängte Strafe.
tun, um den Vertrag von Versailles in verschiedenen hervorragenden Bestimmungen abzuänderu, di« Politik der Regierung gekennzeichnet habe, welch« Schritte die Regierung in diesem Falle zu unternehmen beabsichtige und ob sie ihre Absichten den anderen Unterzeichnern des Vertrags mitgeteilt habe.
Mae Donald erwiderte: Dle Haltung und Absichten der Regierung sind in der Erklärung, zum Ausdruck gebracht worden, die ich dem Haus« abgegeben habe, und keinerlei Veränderung hat stattgefunden. Auf ergänzende Fragen dtS früheren Unterstaatssekretärs des Auswärtigen Mac N r i l l erwLerte der Premierminister, es sei kein Beschluß der Regierung gefaßt worden außer in Uebrrein- stimmung -mit der von ihm abgegebenen Erklärung. Er habe eine Aeußerung des Ministers Henderson *n der Dresse gesehen, die keine Erkläning darstelle, die vom Kabinett angenommen war. Die Frage eines Arbeitcr- mftgliedeS, ob Lloyd George nicht verschiedene Male seiner Absicht Ausdruck gegeben habe, den Versailler Vertrag zu revidieren, verneinte dieser. — Auf die Anfrage v ann ein Bericht über den Besuch deS Generalkonsuls Eftve in der Pfalz zu erwarten sei, crwioerte der Premierminister, sie Hauptpuntte d-4 Berichts seien dem Unterbau'« seinerzeit mitgetrilt worden. De im Gauge befindlichen Verhandlungen über die gesamte Psalzfrage könnten durch eine Vorzeitige Veröffentlichung beeinträchtigt werden.
London, 26. Febr. Der Staatssekretär fit di« Kolonien Thomas erklärte im Unterhausc auf eine Anfrage über die Politik der Regierung mit Berug aus die Zukunft Palästinas," die Regierung habe nach sorgfältiger Erwägung aller Umstände beschlossen, an der Politik der Verwirklichung der Balfour-Erklärung vom Jahre 1917 sestzubaltrn, in der sich Großbritauuien ver- pftichtrt, die Schaffung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina zu fördern, wob« vorausgesetzt werbe, daß nichts getan werden soll«, um dir zivilen und religiösen Rechte anderer Gemeinschaften tu diesem Lande zu beeinträchtigen. Wie das Haus wisse, lei diese Politik in dem Mandat für Palästina entyatteu, das vom Völkerbund gebilligt worden sei
London, 25. Febr. Curchill bat ein Schreiben an den konservativen Kandidaten für die Ersatzwahl in Burley gerichtet, in dem er die Wähler auftowert, den Konservativen zu unterstützen. Während nämlich, so heißt es in dem Schreiben, nach der Vertagung des SchubzollprogrammS kein wesentlicher Unterschied zwischen der liberalen und konservativen Politik bestehe, gebe es grundlegende Unterschiede zwischen dem fortschrittlichen Individualismus und dem Sozialismus. Di« Arbeiterrrgierung, die jetzt mit sanften Wort-n das Land in Sicherheit einzulullen versuche, werde spater das volle sozialistische Programm zu verwirklichen trachten.
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London, 25. Febr. Sonnabend hielt der Minister des Innern Henderson in Burley ein« Anklage- rede gegen den Versailler Vertrag und erklärte, daß diesser in feinen territorialen und wirtschaftliche» K'aa'cln den 14 Punkten Wilson-, auf dir der Wafsenstillstaad aufgebaut sei, widerspreche und daß er von den Besiegten unmögliche Schadenersatzsordernngen verlange, in dem Glauben, daß man das wirtschaftliche Leben einer Landes ohne übl« Folgen für basienige der Nachbarn zerstöre« könne. Der Premierminister bemühe sich, die notwendige Atmosphäre, zu schaffen ant hoffe, daß durch Vermittlung einer Weltkonserenz der Völkerbundes oder durch Heide zusammen Schritte gehn werdet, um zu sehen, ob es nicht möglich ist, auf den vom Präsidenten Wilson angenommenen Ausgangspunft, oder jedenialls auf eine Narr Politik zurückzukommen, wie sie die alliierten Staatsmänner 1915, 16 und 17 geübt hätten.
London. 26. Febr. Im Unterhause fragt- Lloyd George den Premierminister, ob der Minister des Innern Henderson am Sonnabend in Burnley mit der Erklärung, es fei die Absicht der Regierung, Schritt« zu
Pari-, 25. Febr. Nach dem .^kntransskgeant" sind die Kammerwahlen auf den 6. April an gesetzt
Baris. 25. Febr. Der französische« Kammer ist ein Gesetzentwurf -«gegangen. durch den ein außer- ordeptlicber Kredit für den offneren Besuch deS rumänischen Kör igSpaareS in Frankreich, der voraussichtlich im April stattfinden wird, gefordert wird.
3ne X Steneenotoeroedunua.
Berlin, 25. Feor. Bei der Obligat, onssteuer bei 3. Steuernotverordnung ist eine Befreiung vorgesehen für Schuldverschreibungen. soweit bebaut- Grundstücke haften, die der besonderen Besteuerung de§ bebauten Grundbesitze- nach derselben Verordnung unterliegen. Diese Befreiung gilt nur insoweit, als Grundstücke ausschließlich iür Wohnzwecke benutzt sind. Hasten gewerbliche genutzt- Grundstück» (z. B. Fabrikarundstücke) für die Schuldverschreibungen, so ist die Steuerpslicht gegeben. Dies wird die in den nächsten Tagen erscheinende Durchführungsverordnung klarstellen.
Dir Erhöhung der BeamtenbezÜge.
Tie Erhöhung der Beamtenbezüge ist, mit wir bereits mitgeteilt haben, vom 1. April ab vorgesehen. DaS Ausmaß der Erhöhung steht freilich noch nicht fest. Es sind min Bedenken laut geworden, ob durch eine solch« Ausgabeu-Erhöhung nicht Rückwirkungen auf den Stani der Währung zu befürchten seien. Wir können dazu bemerken, daß die Erhöhung der für die Beaiutengehälter vorgesehenen Etats-Positionen von Anfang an seitens der Reichsregierung für bett aus Goldbasis zu bearbeitenden Etat für das Jahr 1924 vorgemerkt war. Die ReichSregierun, konnte aber ihre Absicht nicht Sfftntlich bekannt geben, bevor nicht volle Klarheit darüber geschaffen wurde, ob diese Etats-Position sich hatten ließe. Auch die Sachverständigen finb mit dieser Frage befaßt wotden und sie haben unter der Voraussetzung, daß die den Ausgaben entsprechenden Einnahmen erzielt »erben, bet Erhöhung der Etats-Position zugestimmt.
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Pari», 25. Febr. Das Komitee DaweS hat heute vormittag einen Bericht deS' Unterausschüsse? ftl die Budgetfragen über den deutschen HanShalt ent^egi «genommen. Nach dem „TempS" befaßt sich t«r Unterausschuß heute nachmittag mit den Voraus- setzungeu für die Aufstellungen und den Ausgleich des teutsthen Budgets bis zum Iah« 1930. Der Unter- gusschuß für Banffragen wecke am heutigen Nach- mittag üb« bie Sisenbahnfrasv verhandeln. Man nehme an, daß die Arbeiten der beiden Sachverstän- diZen ko m»teer in etwa 14 Tagen abgeschlossen sein wer- ter.
Oesterreich als Beispiel.
k Paris, 25. Fckr. Das Komitee Daw-S hat «n Bericht deS Unterausschusses für HaushaltSfrage-i Lber den ReicbShauShalt des Jahres 1924/25 geprüft. Der Bericht über daS Budget für 1925/26 wird mor- Den beraten werden.
Der Unterausschuß hat beschloßen, den Leiter des Wirtlchaftsdi-nstes, Sir Artur Salier, der gegenwärtig in Poris weilt, aufzufordern, ihn über bfe zur sinau- tiellen Wiederaufrichtung Oesterreichs angewandten Mittel zu informieren, um sie für den vorlie- zeuden Fall in Anwendung zu bringen, »hne indessen die Lage der beiden Länder einander ylcichstelien zu wollen. Die Anhörung Satter- werde ohne Zweifel am Donnerstag stattfinden.
Wirtschaftliche» Abkommen mit England.
Berlin. 25. Febr. Die deutsche Regierung bat »it der britischen Regierung et« Abkommen über
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Breslau. 25. Febr. Der BorststenDe de« Reich«, landbundes. Reichsta»sab«eoedneter Dr. Eustav Roe- f i ck e - Eörsdor» ist heute vormittag auf seiner Reift tut Tagung des Reichslaudbunde» in Breslau eine» Schlaganfall erlegen.
Berlin, 26 Febr. Dr. Rösicke, der kürzlich vo» einer nicht unbedenklichen Erkrankung genesen war, hat sich offenbar in der Wahrnehmung seiner zahlreiche« Pftickten, die während der landwirtschaftlichen Wochtz m Zusammentreffen mit bet ReichStagswgung ganz besonders noch stark gesteigerte Anforderungen an ihn stellten, überanstrengt. Die Erkrankung traf ibn, als et auf der Reife zur ReichSlandbundtagung fn Breslau dem Kronprinzen in OelS eine nBefuch abstattete.
Der er fit« Vorstand des ReichSkandbundeS widmet Dr. Roe ficke einen Nachruf:
Deutsche Landwirtschaft, dein großer Führer ist nicht mehr Dr. Roesicke ist tot! Mitten heran- aus rastlosem Schaffen hat den Unersetzlichen und Unvergeßlichen der Tod hinweggerafft, -hn, der — nie sich schonen — über die eigene Gesundheit, selbst, ift-c di.' Sorge g-tiefc.er Ang-Hör g.r, über alles di« Pflicht stellte Für den Dienst der deutschen L.tnd- oit schäft und sein Vaterland gab et sein alles um« wssendes Wissen, seine veichen Erfahrungen als viel erprobter Landmann und nxitMitfeitber VolkSvitt. Wie oft hat seine mcisterhaßte Kunst daS Schiff in höchster No durch alle Klippen zu steuern verstanden! Ter Vorstand d s Reichstandbundes, von Dem jedes einzelne Mitgl ed mit ihm so unsagbar, so viel verlöre« bet, legte tief erschüttert einen Kranz auf sein Grab, Der nie verwelken kann, solange deutsch« Bauern bie deutsche Heimatscholle pflügen. -
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' Paris, 25. Febr. Nach „Newhork World" stehen He Sachverständigen auf fohendem Standpunkt:
Sie sind entschlossen, zur W edetausrichtting Deutsch« ftrnds einen vollständigen Plan der Reparation-kom- »ission zu unterbreiten.
Die ReparationSkommissio« wick auf Grund der kachverständigenarbeiteu nur bie Wahl haben, entweber sich mit dem Plane, der auS rein tzeschäftSmäßizeu Grundsätze« bei Ein- ßiehung der Reparationen ab zielt, unter Ausschaltung politischer Momente einverstanden zu erklären, oder bett Geschästsplan zugunsten eines politischen Pr'jke? abzulehnen, daS einen weiteren Druck auf Deutschland anb eine Fortdauer der Ruhrokkupation vorsähe.
Obw«hl der Sachverständigenplan Deutschland ei te Leihe von Opfern und regt namentlich erhöhte Steuer- Pflichten, sowie Unterstellung seiner Finanzen unter «in« internationale Kontrolle, so bleib« Deutsch- land nichts übrig, als den Plan anzunehmen, da «s andernfalls der finanziellen Katastrophe entgegengchen würde. 1 »
§kk Mn-Mch.
Münch««, 26. Febr. Die Verlwndkungen int Hitker-Ludeudorfs-Prozeß wurden beute vormittag */t9 Uhr unter b ra Botlitz des LanogericktsDirettors Nridhast eröffnet. Zum Schutz der GerichSnebäud »S waren umfangreiche pok i ilicht' fc'djerungen >'troften. Nach Aufruf der Angeklagten, verlas der Vorstand der Staatsanwaltschaft München! Erster Staatsanwalt Dr. Stäug- (ein die Anklageschrift. - - <
Au; i>« OeMten (Mirt.
Koblenz, 25. Febr. Die interalliierte Nhein- fandkommtffion hat Die Verordnung vom 21. Dezember 1923 über die Arbeitszeit und die Richtlinien des Reichsminifters des Innern oom 22. Dezember 1923 über Die Regelung der Dienstzeit der Reichsbeamten im besetzten Gebiet zugelaffen.
Koblenz, 25. Febr. Tie Rheinlandkommissiou hat am 22. Februar mit der Messer- und Werkzeugtndu- ftrie ein bis zum 15. April gültiges Abkommen geschlossen.
Düfseldors, 26. Febr. In der gestrigen ve- Irredtung der 6er-Kommisfion des Bersbauveeeiu» mit der Micum wurde ßezsigltch der Reparationsleistung tu Kohle der bisherige Zustand, nach dem fede Zecke 27 % Arer Nutzförderurg abzuliefern bat, hi» zum 31. März verlängert. Der Antrag der Ker-Kommission, di« Koh- fensteuer für die Ausfuhr aufzubeben und für de« I«- laudsabiatz zu ermäßigen, wurde vo« der Micum abge- lebut.
Düsseldorf, 25. Febr. Die „Micum" hat bir Aufrechterhaltung der Koblensieucr auf die ausgeführtc und in Deutschland verkaufte Kohle beschlossen. Sie hat ferner die demnächsttge Revision der Abgabe für Ein- und Aussubrbewilligungeu beschlossen, die durch Die Steig« jung der industriellen Produkt on notwendia wird.
Beffrrnug Der Arbeit» oeebältniffe im Ruhrgebiet.
E s s t n , 25 Febr. W e d e „Deutsche Betgm.-Ztg." b ridrtt, ist se t e n g n T 'ge.i bei rersch-eden n Werken des Ruhrbez rks ein z emlich e ^ellicher Eingang von Aufträgen zu verzeichnen gewesen, sowohl in Stabeisen, als im Des^ndeteu auch in Blechen hat sich die Nachfrage entschieden verstärkt. Dasselbe gilt von Walzdrähten und gezogenen Drähten. An verzinkten Drahte« soll bereits eine gewisse Knappheit, ein» getreten sein. Die Besserung der Gesamtlage k-nn- z ichnet sich nach außen hin auch durch ein Anzi.hen der Pr fe Wäl rens S.ate s.« vor Kurze n noch mit 12G Mark ungebeten wurde, sind jetzt 128 Mark leicht 1« erzielen, und ti »heißt, daß die Preis« zunächst noch hre fre g-nbe Tente:.; ver o g n Auch das Ausland tri» wieder mit starken Käufen hervor. Die Welt- merktpr ife neigen entschieden nach ölen. Für S'ab- ei «n rour'en heute (auf Goldmark umgerechnet! bis zu 12l> Merk ab Werk erzielt, gegen bisher nur 100 - 103 Mark ab Werk. Im Durchschnitt haben die Well mrrLpni e für Wa z r^eugti ss- um etwa 10—15 Mark in den letzten Tagen anzezo.zen
Unerhörte ^Fuftij".
< Berlin, 25. Febr. Rach einer MeDung des ,Loka!-Anz." aus Essen ventrieilte gestern das fran- zöftsche LriegSgericht die beiden Direktoren König und
flm 6« MzWhmezti'lUd.
® eJ li«. 26. Febr. Dee „Lokal-Au,eiger" meldet, da« sich das Reichskabiuett gestern nachmittag mtt bet Sraee der Aufhebung des Ausnahmezustandes hefchSf. ttgt habe, aber noch ,« keinem endgSItigen Befchlutz bar über gelangt fei wb am 1. März Der Ausnahmezu« HanD im ganzen Reich unD ohne Einschränkungen auf« E'hohen werbe« könne. Das Bla« glaubt, daß wegen mancherlei Schwierigkette«, Die »rs Problem biete, noch eine Reibe weiterer Beratunaen sowohl innerhalb Der Reichsregierun, als auch zwischen Dem Reich unD Den Ländern stattfiaden werbe. — Der sächsische Minffte» veästdent und der sächsische Minister Des Innern. Ditz Reitern in Berlin waren, batten eine Besprechung i» Reichswehrmiuisterium über die Frage Der Aufhebung de» AusnahmezustanDes in Sachsen, an der außer de« Reichswehrministee auch bet Reichsminiftet de« Innern teilnabm.
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Die ReichSeisenbahnen sind von den SachverflSn- bigen auf einen Mindestbetrag von 25 Milli- grden Goldmark veranschlagt worden.
Lond.n, 25. Febr. Der „Star" gibt allerlei Serüchte wieder. Darnach Wick der Bericht der Dawes- Immission bie Gewährung einer Anleihe von 250 „ V.'fne” d fu nd Sterling auf Grund der Berp'ändung der deutschen Eisenbahn Vorschlägen. Der k-etrag wick jedoch keineswegs ganz in Enzlaud, sondern wenigstens teiüveise auch in Amerika aufgebracht werden. Dff Englische Regierung wick überdies unter feinen Um» fänden in bfe Anleihepläne einwillgen, wenn nicht 8ran.re-.ch für bk Ab«ahluns feiner eigenen Schulden «t Engwnd Gamntten gibt.
Nneeträglich bebe Zahlungsforderungen an Deutschland?
' •5. 25. Febr. Nach den englisch-amerikanischen ■ iu urteilen, scheinen die Sachoerständigen in u-c” Iaoen einen febr hoben Begriff von der tzeuffchen Zablungsfäbiükeit bekommen zu haben. Alles *6t Darauf schließen, daß sie mit ihren diesbezüglichen ■nfajauungeit iu ihrem Schlußbericht nicht zurückhalten w-rden. iMan beachte, daß es sich hierbei mehr ober »entger um Wunsch« Der Pariser Presse handelt.) In- k|;en Durfte eine Notiz der „Ebicago Tribüne", fn Der i es 6ei3t. daß nach einftimmtaer Auffaffung der Each- Deutschland die im Mai 1921 festgesetzten 132 Milliarden Eoldmark bezahlen könne, ohne Zweifel eoertiicbrn fein. Die Einkünfte des Reiches würden - ®’e der Gewährsmann des Blatte» binzufügt, in»
nerbalb bet nächsten 5 Jahre auf ungefähr 5 Milli- trben Eoldmark als lleberfchu« des jährlichen vans- «lt» belaufen. Diese Summe reiche dazu aus, % F wnlen von 70 Milliarden Eoldmark zu bezahlen. Die letztgenannte Summe würde sich ergeben, wenn die 132 stuharben auf einen Zeitraum von 32 Jahren verteilt ; »erben.
S a r 19, 25. Febr. Im Zusammenhang mit den bi zahlreichen Blättern verschiedener Länder erschie- Äcnfa Ausführungen über di« Arbeiten der Sachver- ständign, wird „HavaS" zufolge in offi'stellen Kreffen «I rr:, laß dir französische Regierung b e Absicht b be, .. d« sch küsse abzuwar:en, bie die Reparationskom- fciffton auf Grund des Sachverständigenberichts zu tr-fsien habe, und daß sie die Kommission in keiner i B«if" beeinflussen tocV.t. Je'« öffentliche Erörterung Ginbien der Sachverständigen könne Den Sachoec- f ständigen bei der Ackeit nur hinderlich fein.
Str FmkMsz.
Paris, 25 Febr. DaS Journal Offiziell" der- öffentliche heute vormittag ein Dekret des Ministers der Finanzen und deS Innern, ans Grund dessen ab 1. März Ausländer an de« Börsen Frankreichs nur zugelassen werden, wenn sie hierzu eine besondere Erlaubnis der zuständige« Behörden haben, i
Pari-, 25. Febr. Gerüchtweise verlautet, baß bie vor einigen Tagen geschlossene Warenbörse in Paris am bmwenbfn Mittwoch wieder für den freien Markt geöffnet sein werd» !
Paris, 25. Febr. Durch Entscheidung vom 21 Februar hat der Finanzminister bestimmt, daß für sämtliche zur Abstempelung vorgeleglen ausländischen Wcrtpopier« eine Bescheinigung beizubnngkU »st, bie ihre rechtmäßige Einführung nach Frankreich im Einklang mit dem HandelSansfuhrgefetz garantiert.
Paris, 25. Fcbr. Der Finanzminister hat der Finan^kommisfion der Kammer Borsch'S^e un erbrritet. in denen «ine Herabsetzung der Wiederaufbaukreviec von 1924 um etwa 150 Millionen vorgesehen ist. ES handelt sich nicht um eine Einstellung der Entschädi- diguugszablungen, sondern in der Hauptsache um eine Verminderung der Verwaltungsausgaben.
Eine Red« Befand«.
Pari-, 25. F«br. Rach dem vorliegenden steno graphischen Wortlaut der Rede, die B r i a n d gestern in Earacassonne gehalten hat, sagte er ferner:
DaS Deutschland von gestern ist noch nicht vollkommen verschwunden. Es hat sich durch Die Demokratt. nicht befreit. Viele seiner Regierungen leben noch in der Erinnerung an daS Kaiserreich und suchen sich den ®cv antwortlichkeiten, die ihr Land auf sich genommen hat. zu entziehe«. Aber infolge deS Krieges ist Deutschland verarmt wie alte anderen kriegführenden Staaten und kann die ungeheure Summe nicht be- zahle«, di« ti auf Grund des Friedens- vrrtragrS schuldet. Da der fvauzösische Steuerzahler diese Lasten nicht hat tragest sollen, wäre es gut gewesen, Deutschland den notwendigen Zahlnngeau'schub z« gewähren, damit es sein Gleichgewicht hätte wieder finden können Man hätte ihm durch internrtionale Anleihen helfen follen. die ti and) Uni gestattet hätten, «ine« Teil unserer SchuD abzutragen." Weiter sagte BriaNd, er würde sich wundern, wenn es nicht gelinge, einen Garantie-, Pfänder- und inter- nationale« Anleiheplan zustande z« bringen, um diese Lösung zu erreichen, ohne das Frankreich die Konseouenzeu der von Deutschland verlangten Zah- lungSftist übernehme. Richt werriger würde er sich wundern. wenn diefts loyale Bemühen nicht ein befriüngenoes Resultat zeitige, durch da- Deutschland gezwungen würde, auf jeden Hintergedanken einer Revanche zn verzichten. Er gehöre nicht »n denen, die behauptete«, Deutschland müsse schikaniert wecke«: Deutschland habe sein Guter und fein Schlechte-. Die große Makse ferner Arbeiter wünsche sich frei zu machen wie Frankreich. Am Schluß feiner Rede gab Briand Jl< Wahlparole auS: „Der nationale Block muß verschwinden."
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Amtliches VeMndigungsblatt des Kreises Mardmg
Anzeiger für (das früher kurhefsifche) Oberhessen
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