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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Mattmrg.

Anzeiger für (das früher kurhesfische) Oberhesse»

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DirDberbeifiidie Beitang eriibeint lerbsmal roöcbentlitb. Eejuasoteie 1629. 2.

1.10 S ark etnlAHeMt* Bu'rtellungspebflbt. Für ouiiaUenbe Ramme« in:olge Streif» oo. tien-.enL$reigntiie lein (ttias. Serag von Dr. C. Stgexetb. Tritt der Univ..Buchdruckerei von Jod. Lug. Äodu Markt 21.23. He«u>reL«r 56, I-nft Aerftonto: Rr. 5015 let irtanfhirt a. Main.

Marburg

Semaleti. itn 23. Stimm

Sertmeg

Der Lnzrigenvrei» beträgt fit den S zesp Zeilenmillimeter 0,08 Solbeart Amtliche u auswärt. Anzeigen 0,10 Goldmark. Bei >chwier.2atz 50/,Anschlag. Snmmelanzeig. 100*/«. Aufschlag. eflamen 0,10 Toidmark. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Belege werden berechnet, ebenso Lu»kunit dar» die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Zahlung innerhalb 5 Tagen (1 Dollar 4,20 Eoldmarks, Berechnung nach dem Berliner Mittel­kurs de» Zahlunqn etngongeiage». Verzugszinsen pro lag nach dem Bankzinsfuß

59.

1924

IWIJ II1 ~l im,

Erstes Blatt.

8trBlM totoit.

Außenminister Dr. Strefemann gab am Freitag «lchmittag zu Beginn der Reichstagssitzung von siner Tatsache fieiutnjs, die im gesamten Hause Helle Empörung hervorrief. Er machte zunächst Aber die verschiedenen Schritte Mitteilung, di« die Regierung in der Pfalz-Angelegenheit unternom- men hat. Er hat die Auseinandersetzung mit Frankreich keineswegs gescheut. Roch am 2. Fe­bruar hat die Regierung eine Note in Paris über­reichen lassen, in der die Eesamtpolitik Frankreich» le der Pfalz einer scharfen Kritik unterzogen wird. Da die französische Regierung einer früheren Note der deutschen Regierung Verleumdung und Vor- bnngung unbewiesener Tatsachen zum Vorwurf ge­macht hatte, so lieh Dr. Strefemann am 20. Fe­bruar eine weitere Rote überreichen, in der durch Llnzelnachweis - jener Vorwurf der französischen Regierung widerlegt wurde. Und rias war die Antwort Poincarck»? Er lieh die Note an den deutschen Botschafter zuriickgehen mit. der Begrün- buna, Frankreich mische sich nicht in den Streit zwi­schen den Pfälzern «nd den Sonderbündlern und sn an dieser gknzen Auseinandersetzung nicht be- fcitifiL (Näheres s. Bericht tm 2. Blatt.)

Man könnte diese Zurückweisung eine Frechheit Rennen, wenn sie nicht offenbar die Ausflucht eine» Mannes wäre, dem die Schwierigkeiten über den Kopf wachsen. Sonst hätte wohl PoincarS nicht die 6tnn gehabt, eine solche Antwort nicht nur Deutsch- tmd, sondern der gesamten öffentliche'» Meinung der Welt zuzumuten. Die Untersuchungen des eng- sischeu Generalkonsuls Elive haben ja zur Genüge «geben, wie die Dinge in der Pfalz liegen, und die «Rglische Privatberichterstattung hat schon vorher die franzMche Günstlingswirtschast der Sonher- Rtndber an den Pranger gestellt. Sogar in fran- Mischen Zeitungen hat es nicht ao Zugeständnissen Gefehlt. So hat derlemps* noch in den letzten lagen durch einen Sonderberichterstatter in Speyer ftststeilen lasten, daß die Vorgänge in der Pfalz dem französischen Interesse ungeheuer geschadet hätten. Alles da» ist ein unwiderleglicher Beweis dafür, dass Poincarä lügt, wenn er letzt die franzö» ßsche Mitwirkung an der sondervürkdlerischen Schreckensherrschaft ableugnet. Dr. Strefemann hat oste diese Momente scharf hervorgehoben. Er hat Ausserdem unter dem lauten Beifall des Hauses fest- Gestellt, dass es mit der Sonderbündlerherrlichkeitt Unrettbar vorbei fei, wenn Frankreich sich nicht cin- »ische. Das Bestehen de» Sonderlündler-Terrors «Tein ist Beweis genug für die verbrecherische Hal- tan» der französischen Politik. Wahrlich, es war RNkli^l von Poincar4, al» «r den Versuch machte der -n aller Welt bekannten Wahrheit ins Gesicht K schlagen.

Nach allem, was man hört und liest, muss in Paris eIne.^ttisserpLtmntlich erregte und gedrückte Stimmung herrschen. Man empfindet dort letzt Allgemein, dass man für die frevelhafte Ruhrpolitik «sssn muß. Und dass Poincarö sich auf bei ab. fügenden Linie befindet, hat die Ablttmmung im französischen Senat klar genug bewiesen. Seine Mehrheit schmilzt zusammen und immer zahlreicher »erden diejenigen, die in ihm nicht nur Sieger im Auhrkamxf sehen, sondern den gewissenlosen Po- Ktlker, der um der Glorie seine« eigenen Ehrgeizes »tllcn da» Schicksal des Landes aufs Spiel gesetzt hat. Ob au» dieser Lage sich unmittelbare Folgen »geben werden, ist nicht entscheidend Vielleicht derwindet Poinearrl da» Zusammenschmelzen seiner Mehrheit im Senat, vielleicht leimt er auch wieder «ine grössere Mehrheit zusammen. Vielleicht ge- angt es ihm auch, in der Kammer auf immer schmierigerem Wege wetterzukommen. Sicher ist, dass er auf di« Dauer seinem Schicksal nicht entgehen wird. Und es wird wohl dieBaseler National- Zeitung" fein schlechter Propheit fein, wenn sie in «kner Meldung ihres Pariser Vertretern die Ansicht «iedergibt, dass spätestens in 5 Monaten Poincan ^fgehört haben werde, Ministerpräsident von Frankreich zu sein. Die Ruhrbesetzung sei ein Schnitt ins eigene Fleisch gewesen. Dieproduk­tiven Pfänder" erweisen sich als destruktiv. Indem Frankreich feinen Hauptschuldner vernich­tend schädigte, habe es sich s e l b st der erhofften Eingänge beraubt. Poincar<r möge sein Finanz- fhutzgcsetz in der Kammer noch durchbrrngen und nn Senat au» der Wahlgesetzdebatte heil heraus- wmmen, er sei geschlagen und sein Schicksal »t besiegelt. da» Ende kann aber auch schon Mher kommen.

M 6atoÄ6w!i-M*iik.

Berkin, 22. Febr Reichsbanksräfidenl Dr. Schacht ist wieder in Berlin eingetroffen.

Paris, 22. Febr. Das Komitee Dawes hat heute vormittag eine IVrsiündige Sitzung akigehalten, um den Stand der Arbeiten feiner beLen llnteronllchüsft zur Kenntnis zu nehmen. Diele Unterausschüsse hirlttn heute nachmittag keine Sitzung ab. um sämtlichen Mit­gliedern des Komitees $u ermöglichen, den beut: torm'ta' von den Eisenbahnsachverständigen Acworth und Levevre Angebrachten Bericht zur Kenntni; zu nehmen. Der Be­richt still morgen in der Sitzung hei Komitee? zur Er­örterung gelangen Die Mitg'icder Un e ai'Sschuste' für die Banksragen sind damit beschäftigt, die Statuten der kommenden Notenbank zu bearbeiten, während der Unterausschuß für die Budgetfragen die letzte band ar leinen Bericht legt, der wahrscheinlich tm Montag zur Debatte gelangen wird. Da? Komitee Mac Kenna Hai seine Arbeiten be'r-stend bk deutschen Auslandsguthaben heute vormittag fortgesetzt.

Weiter meldet TN. suS PtriS: Man schätzt seidene der Sachverlländiqen den Betrag der deutschen Auslandsguthaben ans 2 Milliarden Dol­lar. Diesen Betrag ten die Sachverständigen bereits im Verlauf ihrer 2rröchigen Unrersuchung in Berlin er mittelt. Das in Deutschland zur Zeit bef'übliche flüs­sige Kapital wird ans 6 40 Millionen Kold- mark veranschlagt. Im übrigen scheinen sich de Sach erfländigen im Verlaufe des »estrigen Tage? hanptsächl ch mit der wittschastlichen Leistungsfähigkeit Deutschland^ befaßt zu haben.Petit Journal" behauptet, das die PvoduktionZkraft b-S Reiche? auf tue Sachverständigen während ihres Berliner rlustnthalteS einen geradezu unauslöschlichen Eindruck gemacht habe. Insbesondere sollen die Sachverständigen feFtgcidtr haben, daß Deutsch­land feit dem Waffenstillstand fast 18000 Lokomotiven und 400 000 Eiseubahnwag gonS bauten. Kein Land der Welt sei imstande, cire solche Leistung aus diesem Sediere zu vollbringen. Ber- schicken- Sachverständige, nemen^ich d-e englischen, woll­ten anfänglich diesen Angaben keinen G'ar.ben schenken. Petit Journal" gibt bei Hoffnung Ausdruck, daß du sachverständigen bei Abfassung ihre» Berichtes, zumal wegen der Festsetzung der LahlungSmoüalUäten, die Deutschland auftrl gt würden, ine Leistungsfähig­keit der Reiche» gebührend berilcksichti- gen tiTßrben.

Pari», 28. Febr. Da» Komitee Mac Kenna hat siine E tzun^en b » zum dritten März vertagt. Bis dahin werden die Mitglieder endgültig ihre Berichte über den ersten Teil ihrer Aufgabe fertiggestellt haben. Tie festgelegte Ziffer wird die unbeweglichen Wert.' mi* eirfchl c^:n. Da» Komitee to t") den zwei en Teil seiner Werke» erst dann in Angriff nehmen, meins 'ie Arbeiten bei KomitzreS DawcS tre tet fotffchrr»'ten teer'ne Der e st Un e au» .büß be-* Korn tee» Dawes " ir.' an da? St: dun bi E 'e b'h fra-'en Herangehen, wenn das Komitee die Berichte der technischen Eich- v rfländigeu gehört hat. Diese Anhörung wird am Mortag. »ormittag pattsinden. Ter llnteraasschuß fttc Bndgkfragen wird rncr^en nicht zusammen treten. Seine Mitglieder werden die individuelle Prüfung der nrfh in der Schwebe befindlichen Punkte bezüg- 'ich des ReichShauShalteS fottfetzen. >

A« 6er lmrSWe« Sammer.

Paris, 22 Febr. Die Kammer hat heute nach­mittag den Artikel 46, der zurückgestellt worden war, an genommTN. Ein Abändcrung^antrag, der von dem SOpn - jentigep Steiwrauffchla,', die Verlehrsst'u'r auf Wei" a".S nimmt, wurde abgele^nt Darauf wurden 9!rt'Ief 62ä! angenommen Auf Verlangen Poincare'S, der eine srhnelle Erledigung für notwendig erachret, ist dir Kamr-er um Stlbr toietrr zusammengetreten.

Da, gestrige Abstimmaugvergebnis eia Sieg Poincarös.

Pari», 22. Febr. Nach der gestrigen Ab'>nnmung im Senat ist mtt dem Rücktritt der Wahtreform-llommi'- fwn zu rechmn. Die regierungS^U' dlichen Blätter feiern daS Relv.l'at b:r gestrigen CenatSli'-ung nichtsdestoweniger als einen pei,Snlichen Srfolg des MinisterpräsLenten. ei. verzeichnen mit Genugtuung dir Verbe'sernng,deS Fran- lenkurseS, der gestern nachmittag einfetzte.

Pcris, 22. Febr. Infolge tec ^estrigei rimmune im Samt haben dir Mitglieder der «Dchl- eechtskomn i"ion ihren Rücktritt erklätt, mit VuS iah ue .ineJ Mitglieds, das al.ein im Amte bleiben wird.

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DerLusitan:a"-Fall erledigt.

Berlin, 22 Febr. Wie dasB. Z. erfährt, find lechen von der deutsch-amerikanischen Kommission in asbington die Ansprüche erledigt wird, die wegen der Verse nlung derLusitania^ von amerikani­schen Värgern gegen das Deutsche Reich erhoben wor- b'M waren. Die Entschädigungsforderungen, die für ^odesralle, Eesundheitsschädigungen und Verlust des Eigentums geltend gemacht wurden, sind von der Kom- iu»kiion insgesamt mit etwas mehr al» 1 Million Dol­lars honoriert worden. Damit wurden die erheblich weitergehnden Ansprüche auf ein erträgliches Mag rurückgeführt. Die Frage der Rechtmägiskeit oder Un- rechtmägigkeit der Versenkung der ..Lusitania" bat, wie noch erinnerlich sein wird, die Kommission überhaupt nicht bejchättigt. da bereit» ISIS deuchtzersetts die Zu­

sage erteilt worden war, für die Versenkung der ,Lufi- rania" angemessenen Ersatz ,u leisten, batte sich die Kommission lediglich mit der Berechtigung und bet £>öbe der einzelnen Ansprüche zu befassen. Er ist im beiderseitigen Interesse zu begrüßen, daß dieLufi- tania"-Angelgenbeit, die seit Jahren als eine dunkle Wolke über den Beziehungen zwischen den beiden Ra­tionen schwebte, damit endgültig ihre Erledi­gung gefunden hat.

3ir Etat la In Wz..

Neustadt, 22. Febr. Die in Neustadt noch verbliebenen Sonderbündler haben erklätt: Mr sammeln uns und kommen in vierzehn Tagen wieder.

Der Bezirksdelegierte von Neustadt hat einer Ab­ordnung, die mit der Bitte vorstellig geworden war, dafür zu sorgen, dass der Rest der Sonderbündler möglichst bald verschwinde, damit Ruhe, Ord, nung und Sicherheit wieder einkchren, in ent­rüstetem Tone erwidert, man solle ihn mit solchen unverschämten Forderungen in Ruhe lassen.

Es sind auch sonst aus anderen Gegenden der Pfalz und dem übrigen Rheinland Anzeichen vor­handen, die sich darauf beziehen, dass die sonder- bündlerische Bewegung von dem Militärbefehls- habcrn, insbesondere von General d e M e tz noch nicht ganz aufgegeben worden sind. Tat­sache ist auf jeden Fall, dass in der Pfalz heute noch bewaffnete Sonderbündler unter dem Schutz der französischen Behörden Herumlaufen können und die Bevölkerung weiter­hin belästigen.

München, 22. Febr. Hebet die Lage in der P'al; berichtet dieBayr. StacttSttg.", daß die BevSl- i ni;tg unter dem. lähmenden Eindruck von drako- r ischen Strafmaßnahmen, btt die Franzosen zum Schutz: a1:t sonderbündle-ischen Elemente anS Rache für dir Niederlage der Sonderbündler treffen, steht. So werden in Pirmasens die Bestimmungen des ter» schärfttn Belagerungszustandes außerordentlich streng g-bondhabt Infolge der Verhaftung der städtischen Ream«en in Pinnasens durch die französische Krimi­nalpolizei, ist eS noch nicht möglich, die Verwrlt-rng wieder In Gang gn fetzen. Bei den Repressalien (Merb«men und Kriminalbeamten die zu verhaften, wirk n auch S.-ndechündler mit, bie den franzöfil hen se- Perfönlichk'iten beze'-hnen. Bei der Levölkefinz greift immer mehr die Befürchtung um sich, daß durch di: R pveff l'en b r f anz'f f.sien Besatzung die loyale Di rbsi hrung der Be einbar rnz mit dem SonderauS- schnß der Rleinlandkommission unmöglich gemacht wird. Es ist daher der dringende Wunsch der Bevölke­rung. daß der Sonderausschuß bald wieder in die Pfalz zurück! hrt, um über die loyale Durchführung bet Ver­einbarung zu wachen.

P a r i s, 22. Febr. Havas meldet aus Koblenz: Dis Rheinlandkommission hat den Belagerungs­zustand über den Kreis Pirmasens bis zum 29, Fe­bruar verlängert. Sie hat gemäß der in dem Be­richt General Degouttes ausgesprochenen Ansicht entschieden, daß kein Grund vorhanden sei, den Be­lagerungszustand auf andere Orte auszudehnen.

Französische Soldaten al« Aufkäufer der Renten­mark.

Ludwigshafen, 23. Febr. Es wird in der letzten Zeit beobachtet, daß,französifche Soldaten die Rentenmark im besetzten Gebiet aufzukaufcn ver­suchen. Wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, haben die französischen Soldaten von ihren Vor­gesetzten Auftrag erhallen, die Rentenmark unauf­fällig aufzukaufen.

Am htiOMttn Met.

Essen, 22. Febr. Geu-ral Degoutte ssal mit fafprfityr Wirkung eine Verordnung über die Ker tr^llck' der deutschen Brnm'en erlassen. Danach noch kann jeder Beamte deS besetzten Gebietes aus .,Bef st'/- des Äommanb ern' ei Gmer-l; der Truppeo abgeseht werden, wenn d-eser e» für notwendig be­endet .insoftrn die Sicherheit der Bcsatznnaktrnpven die? erfordert. D:r General kann ferner fein Seto ei i- lege n bei der Ernennung aller deutschen Beamten lr da- besetzte Gebiet, wenn er bet Meiunna ist, daß -d-'ese Maßwoel no'wendig ist, um den IW-rfatlt, die Sicherheit und die Bedürsn'^e der Besatznngstmppen ober Ve Ansnuhuna vonPfändern" sicher,,stellen. Im Falle, daß ein Beamter stirbt, ot'er ausfch >kdet, e'irr mehr "U einen Monat Urlmtb bekommt, ert'nffen wirt», ober rne andere Stelle übernimmt, muß der Militärbehörde sofort eineMeldung" durch die zuständige deutsche 8e-

Berlin, 22. Febr. Am 19. Februar Hatten in Koblenz zwischen der interalliierten Rhein- landkommission und der Badischen Anilin- und Sodafabrik in Ludwigs­hafen am Rhein Verhandlungen stattgefunden, welche die Verlängerung des im November 1923

getroffenen provisorischen Abkommens über dl Lieferung von Stickstoff zu Reparation» zwecken zum Gegenstand hatten. Cs wurde eh neues Abkommen für die nächsten drei Mo Röte getroffen, das in den Grundzügen mit bei früheren Vereinbarungen ubereinftimmt, jebot eine mäßige Verringerung der zu leistenden Repa rationrlieferungen vorsieht.

SreWtr Srtfei.

Die Erundoermögenssteuer im Landtag.

Berlin, 22 Febr. Ter poeußifche Laiidtag hu handelte heute fceu Einspruch des Staaisrates gegen du Landtogsdeschlüfse rum Gesetz über die Erhebung ein« vorläufigen Steuer vorn Grundvernlügen. Nach kurze» Aussprache wurde der Beschluß deS Landtages vom 1. Fe« ruat in namentlicher Abstimmung mit 256 g gm 10a also mit bet erforderlichen >/r-Mehrhkii der "

erneuert. > i

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Berlin, 22. Febr. Zm Preußischen Landtag hat die deutschnationale Fraktion einen Antrag eingebracht, der eine Erleichterung von Gewährung von Rentenmarkkrediten an die Landwirtschaft fordert. Den Blättern zufolge nimmt das preuz ßische Landwirischastsministernim am Dienstag eine Prüfung der landwirtschaftlichen Steuer» leistungsfähigkeit vor. Geladen find dazu außer Angehörigen aller Parteien des Landtags der Prwt stdent des Preußischen Statistischen Landesamt^ und Mitglied« bet landwirtschaftlichen Berufs^ Vertretungen.

z 8a M-M dtt Mtt.

Tie ReichSregierung hat den Rv'elat für baS Iah» 1924 fertig gestellt und dem Reichsrat zur Beratung unterbreitet Der Etat geht davon aus, die Änforde-, rannen für das Jahr 1923 im großen und gauzens zu üöetuelimen. Den einzelnen Reichs Verwaltungen: m-t^en Goldmark.'redite ein geräumt, die in federn ein#* ze'nen Falle auf das schärfste begrenzt find. Auf­wendungen. die neue Ausgaben verlangen, bleiben! rt nd^lich ansg f hl fen. Sollten über den Etats# Anfatz hinauS^rhende Forderungen sich als dringen8 notwendig erweisen, so Hal der Reichsfinanzministet bie Entscheidung zu treffen. Die Verringerung des Lev- waftungsapparattS wird fortgesetzt. Rruanstellunge« ton B amten dürfen nicht erfolgen »nd fceimerbeitbti; St Fen dürfen nut im Falle nachg-w-esencr Dtingli«^ t.if wieder besetzt weckten. Mil Wirkung »om 1. Aprkk wird das Reich eine eigene Schulbenvepwak« tung cintichlen.

BtwerkeuSwert ist bfe Erwekteruna des dustornttk- sichen Dienstes, bie in bfefem Not-Etat voegesehe« ist Unter anderem wird tn Konstantinopek bet Botschasterposten wieder besetzt werden, doch sind A-ifpunkt und Persönlichkeit noch vollständig unbo- stimmt. i j< .

Berlin, 22. Febr. Wie die Blätter melden, hak die beutfdmatwnak Reichstagsfraktion folgenden Antrag im Reichstag gestellt: Der Reichstag wolle beschlleßena die dritte Steuernotveroidnung caiszuheben.

Berlin, 22. Febr. Den Blättern zufolge hielten tne Deutschnationale Volkspartei und die Deutsche Volks- Partei gestern nach bet Plenarsitzung des Reichstags Fmtz- tionSsitzungen ab. In bet Fraktionssitzung der Deutsch- nationale Volkspartei, zu bet auch He Mitglieder Der Fraktion des preußischen Landtags hinzugezogen worlxm waren, wurde beschlossen, außer den bereits für die grcksie politische Aussprache eingebrachten Anträgen noch eine Interpellation wegen bet Krise bet Land­wirtschaft einjubringen. Die Reichs,eg ewng wird darin n.«. gefragt, »b sie bereit sei, Maßnahmen |x tref­fen. die eine Herab Minderung der auf bet Landwirtschast ruhenden Stenetnlast bev- beizuführen, zur Behebung der Kreditnot in der Landwirv- schast beitragen und den Schutz der inländischen Lebens- mittelrrzeugung und die Sicherstellung der BollSernährung ermöglichen.

Drei ober vier Iahte Grundschule.

Berlin, 82. Febr. Der Bildungs-AuSschnß bei, Reichstages beschäftigte sich heute mit der Frage bet Aufnahme begabter Stuber in die höheren Schulen. An­träge Irr Deutschen Dolk-partei und der Deutschnatianaten gingen dahin, daß bie höheren Schulen neun Jahrgäng« haben sollen, und daß die Grundschule für begabte nur drei Jahre dauern soll, während die Cosialdemokrate» für die höheren Schulen acht Jahre, dagegen für die Grundschule vier Iah« wünschten. Tie Beichlußsassung wurde noch «mSgefetzt. Die Regierung erklätte. daß ihr ein Beschluß des Reichstages in dieser Frage erwünscht wäre. ' ,

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Weimar, 23. Fedt. Ter Landtag wäbft* zm» Vctützenden des Staatsministeriums den StaatSrnt- uijkx Leutheuset, -Dieser gab namens der neue» R»