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Er eilte hinab, fast 6efirtnung5lsS, trunken von dein Leruch der Eliten, luf, daß die Lräfer äümoar

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Pari-, 8 Febr. Unter Borsitz de» Handels« Minister» frmh heute eine Ä n'errn^ sümllickrir französi- ffer Handelskammerpräsidenten statt. Neber die Be­ratung wird foWnhrr ofKrietter Bericht veröfiemsicht- Der Minister gab eine Darstellung der MnschastS- lagt und der von der Regierung inS Auge gefaßten Maßnahmen, insbesondeve, soweit sie den Ankauf sämt­licher Devisen betreffen. Die Konferenz sprach der R"g ernng einst mm g Fx Teriwen aus und sag'« ihrr volle MitaEeit bei der Durchführung des Regierungs- Programms in der im Parlament eingebrachten Form zu.

tionen eine- Geschäftsträger» in London Übertrager worden feien,

Am Abend wurde wieder Tanzstunde obgehalten, Frau Rüscher, Germaine, Alice, Andree. Brant, alle machten sie mit Da d e Z rnmrr so von Möbeln über­laden waren» daß den Paaren — selbst die dicke Mutter Rüscher walzte in den Armen ihres Sohne» — «»»xig Benx-gringc-sceibeit blieb, fangen Germaine und Br«»t im Konten Hausftux

„Am Ostcrmontass". triumphierte Germaine mit kindliche» Sqps „werde-, Sie jchgn den Seff fas

Der russisch-italienische Vertrag.

Rovl, 8. Febr. Rach dem „Messagrrte" stellt daH italienisch-russische Abkommen einen all­gemeinen Vertrag dar, dessen wichtigste Klauseln fot­zende Punk!« betreffen: Lieferung russischen GetreGeh an Italien gegen Ankauf italienischer Daren, He» absetzung der russischen Zolltarif«, Erleichterungen für die Einfahrt italiemscher Handelsschiffe in die rus­sischen Häfen usw. Bezüglich der Kandidaten für di» Botschafterstellen in Rom und Moskau zeigt man sich äußerst rcferviert.

5p ar f amt eit ist nicht

trauen lijtr Kleiber, Sluen, $ar»tnen Strümpie u, f. ». tut mit bett wel:derühmte» «t)ten $«tieaw»'e gerben Mark» mi Stern.

mann'» 5«u>« ]*wt >«u 3ärb«t.

durch bie Dekrete sich in ihren Interessen geschädigt süh- len, das Recht haben, sich an den Staatsrat zu Wender. Poincare bestätigt das. Darauf werden eine gow Re>he von Amendements zu Artikel 1 beraten. T-aS Amende­ment, das der Abgeordnete Lecquin ein gebracht bat, wird mit 329 gegen 232 Stimmen zurücka-inieten. Die Kam­mer beschäftigt sich bann mit einem Amendement über die Derminberung der Zahl der Minister und «ine Ein­schränkung der Indemnität der Parlamentarier, wozu l-er Kamnerpräsident erklärt -daß der zweite Teil 6c Amendements nicht erörtert werten könne. 6% werd«' noch treitere Amendement« durchgesprochen. So bean­tragt der Abg. Harrn w daß die ErttschLngnng der Parla- m-n'ariec aukgehvbe.r herbe, daß die Abgeordneten ihre persönlichen Mittel zu erleichtern, um sie untereinander zr verteilen Ter Kommunist Plane verlangt, daß kein Parlamentarier einer. Sitz in einem Aufsichtsrat einneh-mr oder seinen Beruf als Rechtsanwalt, Arzt usw ausüben. Kan 91* xeordveter dürfe eine Beschästiaung haben, dre ihn hir^ere, sich völlig "feiner MandatsanSübnng zu wid­men All hv*’ Arw-n^ements lehnt Paincare unter Stelluirg der Vertrauensfrage ab.

Di» Kammer geht über diese Anträge hinweg ober setzt sie ab T er Artikel 1 wich schließlich mit 329 gegen 207 Stimmen angenommen.

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In aller Frühe stanfd er schon aus, noch immer wie berauscht

Als er an daS offene Fenster seine» Zimmers trat, kam die Morgensowre strahlend Himer einem blauen Waldberg hervor und schoß hunderttausend goldne Pfeile in alle Winde.

Kuhglocken klangen. Eine Herde Kühe, umsvrunzen ton Kälbern, zog brüllend unter den Obstbäumen daher. Und wenn ein Rind einen Kirschbaum st«ifte, gab e» ein wildeS Blütenschneegestöber.

Bienen summien. Wie ein Orgelton der Andacht Lang cS durch den Morgen. Und die Obstblüte duftete warm wie Weinmost.

Al- sich Brant zum Fenster hinauslehnte, um in noch volleren Zügen die Luft zu schlürfen, sah er btun­ten, fernab in der Baumblüte, Germaine stehen. Sir brach Zweige, um damit tue Frühstückstasel zu fchmük-

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Roten Hause mitmachen können?" Ein kleiner Stolz lang aus ihrer Stimm«. Der veranlaßte Lucian Brant, dessen Blut in Wallung gekommen war, ihr abermals einen Kuß aus die Hand zu drücken. Der Kuß siet so zärtlich au», daß Germaine im Halb- dunk l des Flur» ihm leicht mit der Hand über daS Haar strnchckle und ihm dann entschlüpfte.

„Mama, er kann es schon ganz ordentlich"

‘ Eie ahnte nicht, welche Wirkung ihre kleine, fast bedeutungslose Liebkosun-g auf den sensiblen Brant ausgeübt hatte Sein Herz war nahe daran, vor Mück zu zerspringen. Sie mag dich gern! jubelte es in ihm. Cs war chm, als erschließe sich sein Inne«? wie eine flammende Blüte. Erst an den Funken, die seinen Augen entsprühten, al» er hereinkam, wurde sie die Wirkung gewahr und fragte sich nun ihrerseits: ,Liebe ich ihn benot F'

Er schloß Lin Auge diese Nacht.

trn sprühten, und stand eingt Augenblicke später mit ttrpfnossen Schuhen vor ihr. „Guten Morgen!"

„Guten morgen — so früh aus? D« Hand kann ich Ihnen nicht geben, die Finger sind so naß von Tau —" Sie reichte ihm einen Finger. Er küß« ihr den Ton von der Hand.

Sie lachte: „Oh, Herr Doktor Brant," — e8 kam ihr der Titel im Vergleich zu seinem Knabengesicht plötzlich komisch vor —„Ihnen hat man es ja schnell bei gebrockt, sich chevaleresk zu benehmen. Tanzen, Reiten, Handküsse —"

„Handküsse in Ermangelung eine» Besseren", lacht« er und staunte selber über seine Frechheit.

„Monsieur Lucian» dafür — dafür schneiden Sie mit den schönen Zweig da oben ab. Als Strafe. Hier die Rebenscheve." Gehorsam knipste er, auf Zehen­spitzen stehen», ctn Reis ab, da» von -a cklheuden K ffchblütenbüscheln schwer lastete und reichte ihr, stch frta Worte noch schämend, das Geschmeide.

Lachend über seine wettsremde Unbeholfenheit Frauen gegenüber, trotz seiner zweiundzwanzig Iah« und feine» ehrbaren Doktortitcks, sah sie ihn prüfend an, Ms sie ihm den Blütenzweig abnahm und zu den übrigen in den Arm legte: „Sie sind ja rot geworden --Ab-r, meinetwegen Sie sollen Ihren Wille» haben. — Hier."

Und sie tupfte mit einem Finger auf di eBacke.

Behutsam — h nter einem tieserhängenden Zweig — drückte er ihr einen leichten Kuß aus oie Stelle, bte ie ihm bezeichnet hatte, wobei sie ruhig weiecredett« „Jedoch so, daß es dort die Kühe nicht fthen und auch nicht meine Mama oder gar--" da brachte er sie

durch einen enthusiastischen Kuß mitten aus sen Mund ;um Schwaigen.

► Füßen, und sahen chr verträumt beim Rvsendcehen bei jedem Zubeißen der Schere machten ihre alten Khnls n Kesern die Bewegung des Kauens mit und • Kinn schob sich krumm hinaus bis mit r dir Nase, kroll lagen dü Katzen umher, aus Seit, Kommode, üblen, Ofen. Tiick

„Miesele!" rief Germatne. „Wo ist es benn?* s war ihr besonderer Schützling. Tie häßlich graue kam cmf ihren Ruf hin kornisch, langsam hinter SckranL hervo^ di« Pjzre bei Wpm Scharr«

Die öWnMIgn-MsWt

Berlin, 8. Febr. Der Unterausschuß für Dährungsfragen verhandelte heute mit Reichs- -gankpräsident Schacht über die Frage der Eold- eotenbant Der Unterausschuß für das Budget hatte keine Sitzung. Seine Mitglieder nahmen im Reichbfinanzministerium Einblick in die Berwal- tunfl der Reichssteuern. Dann hatte der Eesamt- ausschuß eine Vollsitzung. Die Eisenbahnsachver- pändigen berieten weiter mit den für das deutsche Verkehrswesen maßgebenden Stellen. Montag und Dienstag sollen Persönlichkeiten aus deutschen Lank-, Handels«, Industrie« und landwirtschaft­lichen Kreisen und führende Männer der Arbeit ^hört werden.

$ie Feststellungen Uber die Ruhr« und Pfalzfrage.

• London, 8. F.bk. Ter Beniner Berichterstatter- Her „Dailv News" meldet daß der, erste Budget-Un- ilerausschuß der Dawes-Kommission zwei Grundsätze i[eflgeftei(t haben soll, nämlich

i 1. trenn Deutschland seine Reparationsvervstich- ‘jungen erfüllen sollte, müßten Ruhrgr'biet und Rhein­land in die volle Wirrschastsfreiheit und Nutznießung Deutschlands zurückgegeben werden,

k 2 müßten die deutschen Zelle erheblich erhöht und tinec internationalen Finanzkontrolle unlerworsen toer- ten

Xie 6nintiiMn ie feer MH.

Berlin, 8. Febr. Unter der Ueberschrist: Pirma- kenS straft Poincorä Lügen" berichtet der Korrespon­dent der „S Z." ausführlich über die Leiden der Smdt Pirmasens, -irrst unter der Willkürherr­schaft der von den Franzosen begünstigten Son­derbündler in* nun unter dem Terrvr der Kom nm nisten. Er schreibt u. a., die augenblick­lich h-rr'ch'nl>en Zustände spotteten jeder Beschreibung. Erwerbslose und andere Elemente zogen vandalisie- rmd durch die Stadt. Gesi-tzxck belagere die Straßen und lauZe auf e:ne Gelegenheit zu Plünderungen. Als BürKermeister fungiere ein 19 jähriger vorbestrafter Kommunist Bchrend. Schritte bei der französischen Delegation, um der Unordnung zn steuern, blieben erfolglos. Der sonderbündlerifche OrdnungSsthiitz werde von den Bürgern mehr gefürchtet all selbst Einbrecher (

Pirmasens, 8. Febr. Hm hiesigen Stadt­haus wurde von den Kommunisten folgende Be- kauntmochung ang-schlagen: „SSem bei der Abholung der Waren bei Kling 'Kleider beschädigt wurden, soll sich in irgend einem Geschäft auf Rechnung Kling Kl ider kaufen.

lang vorstreckend, wie ein Pferd, das hohe Schule schreitet Plötzlich stieß eS mit dem Kopf an ein Tisch­bein. zuckte jäh zurück, stand hllfloS. r

„Es ist nämlich blind!" sagte Germaine und holte sich daS garstige Tier auf den Schoß. . <„

Das Heinerickel mecker e: ,So gut ist unsre Ger­maine Wer die einmal zur Frau bekommen mag... So viele, so viele, die sie haben möchten. Aber si- nimmt keinen von hier. Ist das dein Liebster, Ger- Main-?"

Germaine lachte laut auf und warf das Katzen, ti h vom Schoß Eine solche Frage h'tte sie n'cht er toac.et „Du dtteS, vriickles Hei nicket", sagte sie nur. Br n. err tetr tieft sah bestürzt auf Germaine un> bemerk:«,, daß auch sie bis in, den Halsausschnitt e t5« w i

In einer ftltsame« Anwandlung ergriff er Ger- main-s Hand und küft? sie leicht, in e-ner Art Galan­te ie: ,Zch bitte nm Berzrihung für d e Alte —" Er wollte hinzu'ÜM.: „Wegen einer solchen Zusammen- iktlung", sprach * aber nicht auS.

Germaine entzog ihm rasch die Hand, ließ aber einen Augenblick ihren Mick ganz offen auf dem seinen ruhen, alS stellte sie sich sebst die Frage: Liebe ich ihn eigentlich? llich btt Frage war nicht erstaunlich. Dieser schmächtige und arme Junge hatte nichts Jm- wnievendes an sich wenn auch sein blasses und fcinge- chnittennS Gesicht die Sympathie bei Frauen —.ihr Mitleid — erwecken mochte.

bm. tu».

Infolge bet in Pirmasens herrschenden Anar­chie hat sich ein Selbstschutz gebildet. Dieser Selbstschutz' wurde von den Kommunisten von der Straße weg auf das Stadthaus geschleppt. Tie Son­derbündler brachten die Selbstschutzleute nach dem Be- zirk^am .sgebäud«. Die Fest genommenen wurden schwer mißbandelt und mußten nach chrrn Wohnungen zurückgetragen werden.

Die Kommunisten in dem Stadthaus und die Son- derrbündler in feem Bezirksamt arbeiten Hand in Hand. Der durch die herrschenden Unruhen bis j-cht angerichtete Schaden beläuft sich auf viele Tausende von Goldmark. \

Berlin, 8. Febr. Zu der Vertrauens­kundgebung der Dekane der Pfalz für den Bischof Sebastian in Speyer schreibt die „Voss. Ztg.": Es ist das Schicksal der katholischen Dolksteile Deutschlands, daß gerade sie die Grau­samkeit und Tücke des Friedensvertrags am eigenen Leib zu spüren bekommen: im Saargebiet und Rheinland, im Ruhrgebiet und in der Pfalz nicht minder wie seinerzeit kn Oberschlesien. Erst ver- sltchte man den Katholizismus als Bundesgenossen zu mißbrauchen. Das „Schicksal der Pfalz", meinte B r i a n d im Jahre 1921 in der Kammerdebatke über die Entsendung des französischen Botschafters an den Vatikan, „wird nicht in der Pfalz, sondern inRomentschieden." Als man sah, daß man sich getäuscht hatte und gerade im religiösen Gefühl des Volkes ein Bollwerk der Heimattreue und der Vaterlandsliebe erkannte, begann der Kampf der offenen Gewalt gegen die geistlichen Führer dieses Volkes. Es scheint aber, als ob die Kulturkampf­methoden französischer Generale ebensowenig ver­fangen werden, als vorher das Werben um die Gunst der obersten kirchlichen Stellen.

Die Sonderbündler im Kreise Bingen.

Bingen, 8. Febr. Im hiesigen Kreise haben fonderbüftdlerische Truppe« aus bet Pfalz verschie­dene öffentliche Gebäude besetzt.

Dao Koblenzer Schloß Geräumt.

Frankfurt a. M., 8. Febr. Wie bet „Franks. Zts " aus Koblenz gebelbet wird, ist bte Meldung über die Räumung des Koblenzer Schlostes durch die Se­paratisten auf Besetzt der Rtzeinlandkommisston lutreffenb.

M. ttS

München, 8. Febr. Die Broschüre des Staats- nch.Slehvers Rothenbücher in Sachen Kahr i& wie verlautet, beschlagnahmt worden.

München, 8. Febr. In der fortgesetzten poli­tischen Aussprache im bayrischen Landtage lehnte Atzg. Dr. Held (Bayr. BolkSpartei) entschieden den Ge­danken einer Donaumonarchie ab. Ferner er­klärte er, daß der Kabinettschef des Kronprinzen Rupp« recht die Behauptungen entschieden bestreire, der Kron­prinz hätte 1917 ähnliche Bestrebungen verfolgt. Di« Broschüre des StaarSrechtslehrers Rothenbüchek in der Angelegenheit Kahr nannte der Redner eint politische tendenziöse Tagesschrift. Der Iustizmintstetl Gürtner gab auf eitrige Anfragen Auskunft. IL«. wies er auf die bedauerliche Erscheinung eiter Proze« Propaganda hin, die man bisher in deutschen Lande« weniger gekannt habe, ferner auf die Versuche eine« Einwirkung auf einen schwebenden Prozeß. Er spreche hiervon nicht bloß mit Bezug auf die Rothenbückev- sche Broschüre, sondern im Hinblick auf eine Reihe von Erfahrungen auS den letzten zwei Jahren. Wenn es einmal nicht mehr gelingen sollte, diese Einnuß- nahme von der Rechtsprechung fernzuhalren, sei die Recktspr-chung erledigt.

München, 9. Febr. In der gestrigen Nachinit» tcgssttzung des Landtages kam es bei B-ratung über die Anträge betren-nv Cchutzbait und Sicherung Dä Jbablfreibett zu Tumultszenen. Dem Abgeordnete» Ecndorser vom Bauernbund wurde wegen BeleidtgunS der Bayrischen volksoartek das Wort entzogen, öteraul volemisterte der Demokrat Müller heftig gegen vo« Bolksbegebren der Bayrischen Bolkspartei und grill den Generalstaatskommisiar wegen der Beschlagnabme bet Broschüre Rotbenbüchers an. Schließlich forderte er vie Beseitigung des Generalstaatskommisiariats. Der So­zialdemokrat Sänger verlangte Antwort vom Iustiz- miaister, ob die bayrische Justiz schützend ihre Hand über den Kavitänleutnant Ehrhardt batte, gegen den v« Reichsjustizministerium einen Steckbrief erlassen habe. Juskizminister Gürtner ein werte, daß in Bayern der m !Tn"' d-L R-""^ 'richlifto-senes nore-st eingestellt |et Der Demokrat Müller forderte hierauf Ausschluß ob d.« Sieaictiuig mit der Beschlagnahme der Notven« bächerfchen Broschüre einverstanden sei. Als der Iu- stirminister schwieg und der Minister des Innern veu Saal vertalten batte kam der Redner in starke Er­regung und erklärte, er höbe die ungeheuerliche Mittei­lung erhalten, daß die Beschlagnahme erfolgt sei wegen Beleidigung der bayrischen Staatsanwaltschaft. Wäb, renb seiner Ausführungen war eine große Unrube auf der Linken entstanden, sodaß der Präsident öfter» rar '* C rbnuna rufen mußte. Der inzwischen wieder im Saal erschienene Innenminister Schweyer bestätigte, dal die Broschüre wegen Beleidigung der Staatsanwaltschaft

Sie AlmkmM M'nhs.

London, 9 Febr. Rakowski überreichte bte rus­sische Antwort auf die letzte englische Rote persönlich im Fvvign Office Ramsay Mac Donald und h-rrie eine halbstündige Aussprache mit dem Premierminister. Die Note, die in freundschaftlichem Ton gehalten ist, er- klärt, daß bie russische Steuerung zu einer Konferenz zur Girrt-rung noch nicht erledigter Fragen in Lon­don in naher Zukunft ihre Zustimmung gibt.

London, 9. Febr. Die russische Antwort spricht über bie jüngste englische Not«, durch die die Svwjet- rtp'entng anerkannt tour“«, ihre Be^edigung aus und erklärt ihr« Bereitwilligkeit, alle schw--benven Fragen in frenndschaftliche. l Geiste zu erörtern. Die Sow­jetregierung sei daher bereit, in Bälde Bevollmächtigte nach London zu entsenden, zu deren Aufgabe mich eine Regelung der ausstehenden Ansprüche und Bervtlich- ti'.rpnr und ebenso die Herstellung von Mitteln zur Herstellung des russischen Kredit- in Großbritannien gehören würde. Die Antwort erklärt sich einversten­den mit der Ansicht, daß gegenseitiges Berritlnien und Richteiirmischung in die inneren Angelegenheien der beiden Länder unerläßlich« Vorbedingungen feien für die Stärkfung der freundschaftlichen Beziehunzen zwischen Rußland und Großbritannien. Die Antwatt schließt mit der MftteilunA. daß Rakowski die Funk-

$15 btr kocicHtm Rammer.

Pari-, 8. Febr. Hava- Die Kammer fetzte die Debatte über böL Steuervrojekte fort. Der Mim- sierpräsident versicherte ,daß kein StaatZmonopol durch Dekret abgefchafst werden solle. Der Al aeordnete B c ue s- so n beförchtttr, daß He Gegner der La entü«- mittelst der Dekrete den freien Schulunterricht begünstigen könnten. Poinrarö gab aber die Brrsicherima ab, daß an den Laiengesetzen nicht gerüttelt werden dürfe. Keine mittlere iÄer höhere Unterrichtsanftalt werbe aufgehoben Verben

Paris, 8. Febr. Die Kammer britAatb nackmittao» har ErmächtignngSoesetz weiter. Abg. Klotz beantragte, daß die vorgesehenen Svorrnaknabmen das Marine- Wb daS HeereSbudget nicht betroffen dürsten. Im P-r- fcutfr der Erörterung kam cs zu lärmenden Zwischenfä'len Über bie Frage, ob die nationale Verteidiounz im Jahre 1913 unvorbereitet gewesen sei Namenilich wurde bir tzttstorl>ene radikale Führer Pellri.an als berrtnigt anje- tzrissen. der bie Stellung der Marine toip-diett fiat* 69 kam zu einem lebhaften Tumult. Toine ar?

b tottef;lrc6 zum Zeichen des Proteste- in Begleitung bei “ jhtansminifterS den Saa! verließ Die Sitzunc routce Aufgehoben Große Beuneu^gung entstand auf ba? Serücht. Poinearewolle demissionieren Nach tinigen Mirn-ten erfuhr man. daß die S'ftuna wicker auf» genommen werbe und Poincare sich an der Debatte Wieder beteiligen würde.

Aus eine Bemerkung Buissonl antwortete Pvincare fett der derzeitigen Gesetzgebung Elsaß-Lothringens dürft nicht gerüttelt werden, da die beiden Provinzen zu laug» enter einem anderen Regime gestanden hätten. Du &?■ 'N" r-urbe fo^ann <t„cg-hoa«tt

Paris, 9 Febr. Um 4 45 Ubr eröffnete Peret di« Sitzung von neuem, und Poincare kam an der Soitze der Minister unter Beifall zurück. In be$ iger Erregung «klärte der Vorsitzende: Ich möchte Sie bitten, derar­tige Zwischenfälle ju vermeiden. Ich verstehe sehr wohl He Leidenschaften, die uns in gewisien Augenblicken er- fillen. besonders wenn es stch um Fragen der natrona- te» Verteidigung bandelt. Ader man muß es verstehen, Dh versönlicher Angriffe »u enthalten. Der Abgeord­nete ftfnK ert'ärt: Die Worte und die fönten des Mi­nisterpräsidenten genügen mit; ich ziehe meinen Antrag zurück.

SttiMiuf schreitet ba5 Hau- zur Abstimmung über den Schlußsatz bei Artikels 1, ber mit 362 gegen 182 Stim- ■fcen angenommen wirb. Ter Abgeordnete Leeyuin •erlanaf non d-r stteaternna die BestZ^mmg daß bte. die

• Nachdruck verboten.

Germaine Rüscher.

An Eljatz-Roman, Bon Christian Bauch Holtz.

14. Fortsetzung

„Wie gchtr bine Kätzle?" fragte Gennakne.

Merci, Merci! So gflet wie m r "

Wvöls Katzen hatte btt alte Person und sand e$ na- ISttid), daß diese Schar unnützer Tiere von bet Ge- felcind« mit unterhalten wurde. Stt b haupieie heute, sie werde von nun an feine weiteren Katzen mehr übvpiiertn. Allzulange hätte sie wohl nicht mehr zu faben Sie habe sogar schon ihr Testament gemacht darin habe sie den Wunsch geäußert, daß bie Eatzen bie sie übeckeben, vom Herrn Apotheker Lam­bach chsoroformicrt und ihr in den Sarg nritgegebe.i teerbei, sollten. Sie bürsten nicht in fremb« Hände fern men

„Dem Stein entgegen."

Patio, 8. Febr. Die Press« hält es fCt immer wahrscheinlicher, daß das Kabinett Poincar«, wenn auch nicht vor der Kämmet, fo doch vor dem Senat zu Fall kommen wird. Die „Action Franca!!«" schreibt unter der Ueberschrist „Dem Starz ent« geg en", daß Poincar- dazu durch feine Rervofität bei­trüge. Das „Echo National" fuhrt aus: Der Selbst­mord gebt fort Die Kammer hat zwar zu ven Verordnungen Ja gesagt Man muh aber mit einem Nein rechnen. Nach de» „Oeuvre" ist es wavr- fcheinlich. baß b • r f? o n o ♦ bfe Letotv- ttungsVrozedur ablehnen werb«.

Nr. 34

Lolmabend, 9. Februar

1924

a * w >rrr,en jurenje, »ie |te uu no*‘ ■ nncm dünnen Draht umwickelte. DaS war ihre Le- West f ...... -• ~'

Xlitimia teM

Zschiss Nerveolchmerrtn

Togal stillt die Schmerzen und stdetd-t bft barnlänre oas- Nttsqetetchttet bet Schlafloftqtett. — 3n allen favotbelen erhältlich

Bm«*,*1/. Acidieel Milo. Chinin, it.6 •/, Lithlnm *d 100 dUnflne

»! fanben.

n»»'SGermaine und Brant hockten sich auf Schemck, ihr

kttnfätiafeit Sie versorgte, um sich erkenntlich zu er« ttlek._^, tetiten, die ganze Gemeinde mit Papiertosen für den ^'bnachtSbanrn, wie für bie Kirmes- und Festgir«

e: Die Alte stanb vor einem Tisch, auf dem bunte

rkaM Vogen Seideupapier lagen. Rosarote, gelbe, dunkel- tote, 6'cWff. weiße. Sie saftete die Bogen zu dünnen btrcisen, schnitzelte daran mit der Schere und kr-tzie rann bte Streifen zu Papterrcfen zurecht bie sie mit