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Essen, 4. Febr. Zu einer Havasmeldung au- Taragona über die dortige Tätigkeit einer Sach« verständigenkommtsston des Kruppwerkes teilt di« Firma Krupp mit: Es ist richtig, daß eine Abord- nung deutscher Ingenieure im Auftrag der Ger« maniawerft in Kiel sKrupps die Schiffswerften von Taragona besichtigt hat, um ihre Leistungsfähigkeit für den Bau von Handelsschiffen zu prüfen. So« weit die Meldung sich auf den Bau von Hochöfen bezieht, ist sie unzutreffend.

। Eigentum: wird nach befoude- bestebe« ntnr aas Gebieten.

Auswirkungen der Rede Stresemauus.

Berlin, 4. Febr. Es hat sich nach der gestrigen Rede StrefemanwS in Stettin weiter Kreise ein ge- wisier Optimismus hinsichtlich her voraussichtlichen, Ergebnisse der Untersuchungen der Sachverständigen bemächtigt. Besonders StvescmannS Hinweis, Katz' 6«' rrits reale Ergebnisse vorliegen» wird viel beachtet« Demgegenüber weist man in Börsenkreisen darauf hin, daß die von den Kommissionen deruommenen deutschen Sachverständigen durchaus nicht zuversichtlich ge­stimmt sind. Man will auS den mit deutschen Bank- airektoren und WirtschaftSfühvern angestrllten Kreuz­verhören bereits gewisse Schlüsse auf die Auffassung der Kommissionen ziehen, die nicht unbedingt günstig fite die deutsche Wirtschaft ausfallen.

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6. Sicherheiten von Personen und a) Ein« rheinische Miliz rem Plan« aufgestellt.

b) Polizei und Gendarmerie Rbeinländerr In allen drei l

j Der kommende Sonntag für die Pfalz.

WTL. meldet: Au» den verschiedene« Sötte» schichte« ist {« allen Teilen des Deutschen Reiches in der letzten Zeit vielfach gefordert worden, der unlösbare« Zusammengehörigkeit aller dentfchen Stämme mit de« Pfälzer« sichtbaren und macht­volle« flusbrad zu verleihen. Wie wir erfahre«, wird am Sonntag, den 17. Februar, im ganzen Reiche eia Pfalztag stattfinde« al» «in« machtvolle Kundgebung der Srudertre«« u«d als Opfertag für di« deutsche Pfalz.

Die Kundgebung geht aus und wird getragen von de« politische« Partei««, vo« de« grotzen wirtschaftlichen Berbanden sowie vo« den sonstigen grotzen kulturelle«, charitative« und landsmann­schaftlichen Bereinigungen. Es ist «kn Arbeitsaus­schuh gewählt worden, der alle Vorbereitungen treffen wird, um den Pfalztag in ernper und wür­diger Weise dnrchzuführen. Gleichzeitig wird aus­gefordert, in allen Städte« und Gemeinde« örtliche Arbeitsausschüsse zu bilde«, di« sich die Sorberei- rung und Turchsührung der Pfalzkundgebung an- gelege« sei« laste«.

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Svever, 4. Febr. Geste«« nachmittag 8 llbr •»erbe in der Kanvtstraste ht Svever der ans dem be- fetzie« Gebiet ausgewiesene Smil Herbert von den Sevaratisten erkannt, verfolgt and auf der Macht erschossen.

Hierzu wird noch berichtet, baß Herbert regelrecht ermordet worden ist. Herbert hatte in einer Wirtschaft abfällige Bemerkungen über die Separa­tisten gemacht und sollte abtransvortiert werden. Un­terwegs versuchte er durch die Löffelgasse zu entfliehen, aber die beiden ibn eskortierenden Separatisten ver- iventen ihm den Weg, der eine von vorne, der andere von hinten kommend, und anstatt den Flüchtling in dem ganz engen Gäßchen zu ergreifen, schossen sie ihn eiuiach nieder. Dem Verlangen nach einer gerichtlichen Feststellung des Tatbestandes widersetzten sich die Se­paratisten mit dem Bemerken, dab der Fall die beut» chen Behörden nichts angebe.

schwebenden Probleme «nd zur Lösung bet euwpäischen Fragen fuhren werd«. Diese Konferenz bürste einbe­rufen werden, sobald die alliierten Regierungen in den Besitz der Berichte der Sachverständigen-AuSschüsse ge­langt sein werben.

Von englischer Seite wird man versuchen, btt Kon­ferenz vor der Auflösung der beiben Sach verstand, gen- Ausschüsse zustande zu bringen, damit die Ausschüsse im Laufe der Konferenz z» gutachtlicher Mitarbeit heran­gezogen werden könnten. Dieser Hinweis verdient eine gewisse Beachtung, wenn man in Betracht zieht, daß in diesem Jahre der Vorsitz im Obersten Rate und damit wahrscheinüch auch ter Vorsitz in der Europa-Konferenz England zusteht, sodaß mit der Möglichkeit zu rechnen tst, daß die Euwpo-Konferenz in Lofldon stattfinden wrrö.

Der sranzöstsche Bezirksdelegierte bat aus ihre Vorstellung bin erklärt, et sei bei bet geringen Besatzung von 30 Mann solchen Zuständen gegenüber machtlos (!). Dieses neue Vorkommnis zeigt, ba| sich seit der Abreise des englischen Generalkonsuls Elw« bh Verhältnisse in der Pfalz «der noch verschlechtert buben und daß die Franzosen den Willkürakten der Se­paratisten rubig zusehen, wie ste es bisher stets m tim gewohnt waren.

Rockenhausen, 4. Febr. Der, wie schon ge­meldet. zu einer Geldstrafe von 10 000 Goldmark ver­urteilte pfälzische Landwirt Kroger ist am Samstag von den Separatisten verhaftet und nach dem Bezirks­amt verbracht worden. Jnfolgedesten veranstalteten bi« Einwohner von Rockenbausen eine Demonstra­tion vor bem Bezirksgebäude. Der französisch« Delegierte bat infolgedessen über die Ortschast Rockenhausen Rachtiverre verhängt und eine Ab­teilung Marokkaner in ten Ort gelegt.

Är einer «euen ttraw-Äudä?

L Sonbon, 4. Febr. „Daily Telegraph" teilt heute W. daß der Briefwechsel zwischen Pvincare und Ramsay MacTvimld den Anstatt bitten treibe zu einer dipo ^sichen Aussprache ztvischen den Premierministern der

Berlin, 5. Febv. RekchSfimanzminifler Dr. Luther teilte Bertv-tern dar am Handel mit England internierten WirlschaftSkveise mit: Die Verhandlun­gen mit England über das German Reparation? Recoterh-Gesetz sind nach der Rückkehr unserer Dele­gierten au? London fortgesetzt worden. Die Wieder- ansncchme von Barzahlungen unter Beibehaltung des Gesetzes ist für uns jetzt unmöglich» weil unser Budaer die monatliche De astung von 15—17 Millionen Gold- mark nicht tragen kann. Die Gesamtsumme bet Ge­hälter aller Reichs beamten beträgt vergleichSireise mo­natlich 45 Millionen Goldmark. Wir haben bereits in London der englischen Reg-erung eine andere Rege­lung vorgeschlagen und unfere Vorschläge setzt er­gänzt Wir hoffen» daß England nunmehr die Mög­lichkeit sieht, si« anzunehmen und damit alle dem Han- bei entgegenAehenden Schwierigkeiten zu beseitigen.

c) Belgisch« und französisch« Eenbarme- rie bilden im Rheinland« Kaders, um im Falle von Unruhe« mit bet rheinischen Gendarmerie und Milstär eingreifen zu können. Die rheinische Gendarmerie und Militär stellen sich dann ante« franzöfische» and belgische» Kom­mando.

7 Rheinland-Republik übernimmt sofort einen Teil der Kriegsschuld vom Reiche gemäß seiner Einwoh­nerzahl und Reichtum.

«) Es bezahlt von bet Schuld zuerst England, damit di« englisch besetzte Zone geräumt wird.

b) Es übernimmt sofort eine« Teil der Reparatio­nen gegenüber Belgien und Frankreich.

c) Frankreich und Belgien bringt eine international« Anleihe für das Rheinland unter tn einer näher festzustellenden Höbe.

8. Frankreich «nd Belgien werden sofort für Lebens­mittel in Rheinland und Ruhr sorgen, intern sie alles anfahven und auf Kredit geben unk die Kohlendersor- gung mit den Rheinländern sofort in die Hände nehmen.

9. Alle Streitigkeiten von gröberer Bedeutung werten durch einen Schiedsspruch ent-flültig geschlichtet Dieses Schiedsgericht wird fofort bestellt und besetz! Von zwei Rheinländern, zwei Belgtern, zwei Franzosen, und hat seinen Sitz in Aachen.

mittelbar und unmittelbar unterstützte hochverräterische Unternehmen bet . >aratiften, beten Banden nachge- wiesenermaben in überwiegender Zahl aus nicht- pfälzischen Elementen zusammengesetzt find, und zeigt an zahlreichen unwiderleglichen Beispie­len, daß die aktive Unterstützung bet separa­tistischen Landen durch das französisch« Mi­litär in allen Punkten auch dem Ver­halten bet französischen Bezirks» und Kreisbelegierten entspricht Die Rote stellt ferner fest, baß das terroristische Treiben der be­waffneten Separatisten gegen bi« ®e ft immun» gen de» Versailler Vertrag» und die Ver­ordnungen der Rbeinlandkommisston verstößt. Trotz­dem sieben französische Soldaten neben bewaffneten Separatisten Posten und unternehmen mit ihnen ge- meiniam« Patrouillengänge. Die gesamten sevaratisti- lchrn Truppen werden sogar au» französischen Heeresbcständen verpflegt und mit Un­terstützung der Franzosen unterge­bracht. Die von den französischen Behörden unter 5? chtachtung ihrer völkerrechtlichen und vertragsmäßi­gen Verpflichtungen in btt Pfalz berdeigefübrteu Zu­stände stellen eine schwere Verletzung bet Souveränität b e 5 Reiches unb Bayerns bar und haben zur Vergewaltigung einer wehrlosen Bevölkerung von 700 000 Menschen geführt. Die deutsche Regierung ersucht bähet nochmals die französi­sche Regierung, den gesetz- und vertragsmäßigen Zu­stand tn der Pfalz wiederbetzustellen, vor allem die Se­paratisten zu entwaffnen, ihre Entfernung aus den öffentlichen Gebäuden zu ermöglichen und die uneinge­schränkt« Wiederaufnahme bet Tätigkeit bet deutschen Bebörben wieder zuzulassen. Auch soll bie französische Ä-gierung bet Rückkehr bet von den Separatisten ver­triebenen Einwohner keine Hinbernist« bt den Weg legen unb sich in Zukunft feder Einmischung in deutsche innervolitische Verhältnisse, insbesondere feder unmittelbaren oder mittelbaren Unterstützung aufrührerischer Elemente in den besetzten Gebieten enthalten.

$lnt «ent LE« *l9te ita die Wz.

Berlin, 4. Febr Wegen bet Zustande in der P ' lr ist der f-anzösischen Reg:emng eine weitere Role übergeben worden, in der zunächst festgestellt wird, daß die Entwickelung in der Pfalz von der deutschen Bevöl­kerung und Regierung nicht länger getragen werden kann. Die deutsche Negierung weist mit allem Ernst auf die schwere Verantwortung der franzö­sischen Regierung hin, wenn sie nicht alsbald den ihr als Besatzungsmacht völkerrechtlich und vertragsmäßig obliegenden Beruflich- Lungen Nachkomme. Die Note schildert im ein-

M de« beschien HM.

Die Wiekuag der Zölle.

Berli«, 5. Febr. Die vor kurzem vo« de« llheialaudkommifsiv« vollzogene Erhöhung der Zoll- iätz« auf die volle« 100 Prozent des deutschen Zoll­tarifs mache« da» befetzte Gebiet wirtschaftspolitisch gegenüber dem übrige« Deutschland völlig zum Ausland. Die Besatzuugsbehötde« verschärfte« icfe» Zustand durch Begünstigung der Warenein« nhr i« das besetzte Gebiet aus Frankreich und Belgte« he«, indem ste di« Einsuhrzöll« für Spirit uostu, Kleider u,w. «rmähigtr«, während ft« bie Zollsätze für wichtige Rohstoffe und Halbfabrikat« iit v-e weitrr verardeitend« Industrie des befetzte« Gebiets erhöhte«. Die Absicht, das besetzte Gebiet nach Frankreich und Belgien zu orientieren, tritt auch bei der Handhabung der Einfuhrbewilligung«« •«tage. Hierdurch werden die deutsche« Eisen­bahnen uns Häsen und besonders auch die deutsche« 3cCehiuc.f;aien, die im Dczcmber nur die Halste de« Novemberziffern betrugen, stark benachteiligt. Die Schwicriqkeiteit für die deutsche Wirtschaft und die deutsche« Ftuauze« sind ungeheuer. Der bisher

StleimiotoMle Wer Me rhelMk ÄteiMl

Die TU-Korrespondenz veröffentlicht beut« wichtig« Etzrkumente aus der rheinischen Separatistenbewegung. Wir entnehmen ihnen folgendes:

Profett des Bundesstaate» Republik Rheinland.

1 Di« Unabbängigkeft de» Bundesstaates Republik Rheinland ist sofort zu garan­tieren durch Frankreich, Belgien, Eng­land und I ia l i e n, wenn dies« Länder wollen.

- Der Bundesstaat besteht aus drei Ländern:

Sie BofleerWfotfrWW.

Berlin, 4.Febr. (Erster Sachvetstäntegenausfchuß.s Der Unterausschuß für Währungsfvagen bcichästigte sich weiter mit den Vorbereitungen zum Plane der Gvld- nvtenbank Der Unterausschuß für das Budget Hal de« deutschen Haushaltsplan für 1924 geprüft unb von bet deutschen Regierung weitere Informationen hierzu ver­langt. Man gedenkt, morgen mit Staatssekretär Fischer unb weiteren deutschen Sachverständigen bie ein^lnens Einnahme- unb Ausgabeposten durchzuaehen.

Der Zweite Ausschuß, brr üorrbaupt nur einige Tage in Berlin verweilen wollte, hofft Ente ter Woche mit seinen Arbeiten in Berlin fertig zu fein. Höchstwahrschein­lich wird er Ercke der kommenden Woche neuerlich in Paris zusammentreten.

Berlin, 5. Febr. Reichsbankpräsident Dr. Schacht wird heute noch einmal vom Währungs- ausfchutz der Sachverständigen gehört werden. Fer­ner ist eine Besprechung des Sachverständigen«!!»« schufses mit dem Reichsfinanzminister Dr. Luther in Aussicht genommen.

Berlin, 4.Fehr. Ter „Lokalanz." berichtet, datz die Buchhaltungsfachverständigen tes zweiten Sachver- ftändigenausschufseS Vorläufig noch in Berlin bleibe« werden, ba bet bet Schwierigkeit der von der Kom­mission gestellten Fragen noch nickt alle Antworten e«ni fetten bet Regierung eingegangen seien Die Untersuch­ung, die bei der Deutschen Bank am Sonnabend ihren. Abschluß gefunden habe, werde im Saufe dieser Woche fast aus sämtliche Großbanken anSgchehni werde«.

AmÜiches Verkündigungsblatt des Krerses Marburg

Anzeiger für (das früher kurhesfischej Oberhessen

Gebiet von Frantreich. Der Rnhrstaai bleibt für Frankreich, Belgien und Rheinland gemein» James ökonomisches Gebiet.

5. Die Besatzungen «nd militärifche» Einrichtungen werben solange bleiben, rote si« zu gegenseitiger Sicherheit bleiben muffen.

Snglilh $eiit(.

Die Anerkennung bet Sowjet-Regierung «rck England Hai alte Welt Überrascht. Gewiß eS ein nxthl-programmatischer Punkt ter englischen

rtoier»adtt. Wenn aber ter englische Mrnist-tvräi»- t so verblüffend rasch bie Anerkennung der russischen iei-Regierung im englischen Kabinett beschließen ließ, lagen dafür besondere Gtüitte vor. Man war unter» rtftet darüber, daß Italien seinerseits unmittelbar einem Beschluß der Anerkennung Sowjet-Rußlands bt. ES hätte gewiß für die englische Arbeiterpartei und Führung einen empftndlichen Schlag bedeutet, wenn faszistische Italten früher m’t der Anerkennung r Stelle gewesen wäre alt die gegenwärtige englische Kreierung mit ihrem sehr starken sozialistifchen Einschlag.

Unb nun erleben wir das schier Verblüffende, daß «lich die englische Oesientlichkeit, auch die englischen zgersichen Parteien mit bem Beschluß bc3 Kabinetts fi im großen und ganzen einverstanden er» Wären. Man ersieht daraus die ganz ander? geartete tteßeirpolitische Einstellung des Engländers, gleichgültia Mf welchen Pvrteibänkeu er fitzt, eine Einstellung, die itiH kontinentalen Euwp» nut febr schwer verständlich L Selbst die äußersten Rechtr-Poltiker. bi* Hochkon- ^rvativen in England haben gegen die Anerkennung an Jidj kaum etwas einzulventen, sie machen nut Formal» rite für ihre Zurückhaltung geltend, so den Umstans, Mae Donald diesen Kabinetinteschluß herbeiführen

. ohne vorher mit den Parteien Fühlung za nehmen Msrum aber rasches Entschließen t!»*toenbtg tvar, ist oben «atr barattan.

Daß England nun mit einem Male eine völlige Tung in seiner Haltung zu Rußland einnebmen ', ist mit diesem Beschluß der c-^Mdlen Anerkennung nei-RußlandS indessen nicht gesagt Schon bisher r alle englischen Regierungen in sehr engen rotrte stlichen und pvlii ischeu Verbindungen zu Sowiet-Ruß« gestanden. Die englischen Kapital Kvnzeitionen.

denen ja änch sehr weite Kreise ter Hochkonservativen England mit betnligt sind, haben ztvischen den beiten ntern schon manche Verbindungen ge'chlagen, tue sich t lediglich formell auswtrke«. Denn c>er Znhand, der L geschafsen wird, ist im Grunde nur eine Besiegelung S bisherigen Berhällniises Es »si charakteristisch, daß Arbeiter-Regierung bezüglich ter svwjeiistischen Pro­paganda tm Auslande mit nicht geringerer chörse alle zweckdiensccheu ®orie.halte macht al?

tett den früheren englischen Regierungen schon er­worben find '

Aber auch bi. fet Vorgang zeigt uns wieder die gerate ® uns zu Lande so wenig bekannte und doch so nol- "ge Betrachtung aller politifchen und wirtschafihichei Äi-rn?fragen einer Nation unter dem Ee'ichtÄvinkel te> Jhtientoliftf. Hier ist uns das von einer Arbeiter- fegsentng geleitete England nicht minder ein Vorbild tes von jeder anderen früheren Regierung geführte HiUsche Reich. Es gibt eben für England außenpoliti'ch Etumfe Abhängigkeilcu, Notwendigkeiten, auch alte «tberlief eru ngen, ja förmlich politische Geletzt * von keinem Engländer, wie immer außen« ; W^f tsch er auch stehen mag . mißachtetwer- :Wn und an die er sich in feiner ganzen Eiw- -httung zu den Fragen feixe» Laubes un« Swingt hält

a) Norbstaat Untetihefn,

d) Sübstant Oberrhein, c)Ruhrftaat.

Der Sitz ber Regierungen ist:

a) Koblenz, Sübstaat,

b) Aachen, Rordftaat,

c) (Effen, Ruhrstaat,

d) bie Zentralregierung ist in Köln.

Der Norbstaat wirb ökonomifches Gebiet von Belgien. Der S ü d ft a a t wird ökonomifches

M Lo udo«, 5. Febr.. Folgende Mitglieder bet Regie» ^^(06 Donald find zu Peers ernannt worden: Der tssekretär für Indien Sidnev Oliver, brr Luft» I ^4rt'C(titär Brigadegeneral Thomson und ber Unter» H Kkrrtär im Kolon-alamt Gib neu Arnold.

, _ London, 4. Febr. Bläitermeldungen zufolge fand rvm» jeutt nachmittag eint wichtige Kabinettssitzung statt. :sstk.l- De ber „EtennH Standard" erfährt» soll außer > dmigeilben iunerrn Problemen auch die Frage der

1 Eereiabaruqg einer neuen ReparationSkonserrnz er« g ^°sen worden sein. Der br'tische Botschafter in Pari?» Crewe, siei in London eingetrofftn unb werde ; Unterredung mit Mac Donald haben. Et fall 1 Mftige Vorschläge überbringetz.

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Z«« rusfisch-italienifche« Vertrag.

: Rom, 4. Febr. Bei bem Abkommen zwischen Wien und Rußland, welches nach ber einen Version wfe Woche unterzeichnet wird, nach der anderen schon Samstag unterzeichwet worden sein soll, handelt # sich nicht nur um einen Handelsvertrag, sondern *4 um Abmachungen Über die Mederaufnabme her Asomatischen und konsularischen Beziehungen. So- M nach Ratifizierung des Vertrages, bie so schnell A m'gtiM c folgen soll, wird bie Sowjetregierung Men Bot'chastee in. Rom ernennen und Italien seinen ® Moskau. Die Dauer des Vertrages ist auf drei w)$e vorgesehen. Italien gewährt Rußland die Meiüb günstigungsklausel und d e russische Regierung kotihrt Italien bestimmte Aollee!eich'eruatt-it für ®eeett.

Mainz, 4. Febr. Das gestern abend von den Se- raratiften geräumte Kreisamt ist in später Nacht­stunde von Anhängern der sogen. „Regierung der autonomen Pfalz" wieder besetzt worden.

Kirchheimbolanden, 4. Febr. In Göll­heim unb Marnheim finb bie Genbarmerte- beamten von ben Separatisten entwaffnet und verhaftet worben.

Pitrnafens, 4. Sehr. Di« anarchischen Zuftänbe, bie hier infolge ber bereits gemelbeten Der Haftung unb Verschleppung bet städtischen Polizeibe amten herrschen, haben sich ernstlich dadurch ver­schärft, daß die städtischen Beamten an der orb rungsmäsigen GcsiHäftsfiiHrung bebinbett finb unk feine Erwerbslosenunterstützung ausberahlt werven kann. Das Chaos bat jetzt feinen Höhepunkt erreich: Die Erwerbslosen unb Gefinbel mit roten Arm binden haben unter Führung von Separatisten, bi' gleichfalls rote Armbinden tragen, das Stadthaus besetzt. Die noch nicht ausgewiesenen Stadtratsmlt- über wurden in das Ratbaus geschleppt, dort 12

Stunden festgebalten unb mit schwersten ZwangsmaH nahmen bedroht, wen« sie nicht die sofortige Auszab hing der Unteritühuns anordnen würden. Da die Ctadträte nicht beschluhtäbig waren unb Gelber wr Auszahlung nicht zur Verfügung stauben, wurden bie Beamten auf ihren Prstest hin wieder entlasten.

Die ^Oderdessiilde Zeitung" «rlchetnt («(bemal wöchentliL. — Bezugsvt«is 1.—15. 2. 1,10 »fort «infchllehltch ZuftrllungsgtdRhr. Für aueiaUentw Nummern infolge Streite oo. eiement.Ereigniii« kein Stias. — «tr ag von Dr. C. Hitzeroth. — Dru<k Der llxio.-Bucddrulterei non Jod. «u». Koch. Markt 2123. — »«rnjprechet 55, PokttchelNonto: 9fr. 5015 Mmt Frankiurt a. Main.

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