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Marburg

1924

Hornung

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Um %7 USt vertagt fUb der Landtag auf Di«n»tag,

**n, 10- Febrr-«tz « Uhr nachmittag». ,

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Berlin, 1. Febr. ’ßu dem Einspruch de- pre«s- fiffon Staatsrat- argen das vom Landtag angenom­mene Grundsteueraesetz bewerten die Blätter, daß nach der pr-n:»ischen Verfassung das Gesetz dem Landtag wt nochmaligen Beschlußfassung vorgelegt werden inuü. Da der Landtag seinen früheren Beschluß mit zwei Drittel Mehrheit erneuert, so bleibt es bei diesem Beschluß, und der Einspruch der Staatsrats wird hin­fällig. Da aber der Landtag bis zum 19. f^ebruar in die Ferien gegangen ist, gilt für diese Zeit die Brundsteuernorverardnung vom Oktober 1923, die viel einschneidender ist, als der Beschluß d«S Landtags.

von der deutsche« Negierung auf die Dauer nicht be­zahlt werden kann, ohne die deutschen Finanzen einer neue» Katastrophe entgegenzu führen.

Stadtrat hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, seine Tätigkeit solang« einzustellen, bis das alte Be­zirksamt Wied« eingesetzt wird und geordnete Ver­hältnisse einyetveten sind. Auf diesen Beschluß Hk« wurde Bürgermeister Butz vor den sonderbündleri- sehen BezirrkSkommifsar geladen, der ihm eröffnete, daß er sein« Geschähe weiter zu führen hab«, widri- easallZ er unid der Stadtsekretär Decker Ausweisung auS dem buchten Gebiet und BrrniögensbrschlagnahMe zu gewärtigen hätten

PirmasrnS, 1, Febr. In Pirmasens herr­schen chaotische Zustände. Die Stadt ist ohne jeg­lichen polizeilichen Schutz. Di« städtische Beamten­schaft hat nach der Besetzunjg des Stadthauses wegen der Bedrohung durch die Sonhechündler die Acheit nirdergelegt.

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olge« . Diese Berichte »erbe» dann den Beverungen der alliierten M-ächtr zu Rkckänßerunzen zugehe», und erst dann trä* die AeparatWnSwmmissr»» über da? weitere Vorgehen Beschluß fasse» e

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Verwaltung für die Pfalz «infetz«, die sich weder auß Sonderbündlern noch auS der früheren, nach Ansicht französischer Kreise „nationalistischen" Regierung zu- sammensetzen soll. Der britische Standpunkt sei, daß alles bald von selbst in Ordnung kommen werde, wen» den Sonderbündlern jede Unterstützung durch dir Be- Besatzungsstrcitkräfte entzogen würde. Die britisch« Regierung sehe auch keinen Grund, weshalb der aus­gewiesenen ordnungsmäßigen deutschen Regierung nicht gestattet werden soll«, zurückzutreten.

Paris, 1. Febr. In belgischen Kreisen steht man, wie „Oeuvre" auS Brüssel erfährt, auf dem Standpunkt, daß die Rheinpfalzfrage geregelt sei. Jas- pber meint, die Verbündeten müßten aus dem Rhein­landabkommen die Richtschnur zu ihrem Handeln ent­nehmen Die interalliierte Rheinlandkvmmission dürft« aus Veranlassung TirardS, wie „Oeuvre" weiter wis­sen will, die erlassenen Verfügungen außer Kraft setzen, sodaß die „Rheinpfälzischr Republik" in sich zu- sammenbräch«.

Die Besatz»ugskoste».

»erkk», 1. Febr. Wie das „8. T." Hirt, ist i« 1. Sachverständige»«usfchuß der Reparations- kommissiou mit dem w» der deutscheu Regierung vorge-egten Material auch eine eingeheude Dar- telluug über die Frage der Defatzungstoste» über­geben worden. Rach authentischen Schätzungen be­laufe» sich dies« auf ungefähr 700—900 Millioura EoldMnrt monnllich ^1). Di« ist eine Summe, die

5.

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Der Einspruch des Staatsrate«.

Berlin, l.Febr. Im Preußffcben StaaiSrai be- gründete Graf Rantzau-Rastorf tArbeitSwm^'nsch.) -ine Anfrage über die Anerkennung der gegenwärtigen druff ck-dänifchen Grenze durch die So^aLemo-- ftatif<fie Partei. Er erklärte, daß die Sozialdemokraten durch ihr Verbaffen auS der EinbeitSfront gegen die dänische Propaganda auSstbecke». Daß die Grenze gesetz­lich sei, sei zweiftlloS: vereinbart sei sie aber! nicht, sondern sie beruhe auf dem Versailler Vertrag. Die Abstimmung sei ein bahn auf daS Selbstbestim- mnngsrecht gewesen, weil st« unter den Bajonetten der Franken und en bloc erfolgt sei. (Erlangt toe-brn kvune m'cht «ne Bendernng der. Grenze mit den Waffen, zu verlan gen sei aber, auf vertragliche Weise eine neue Abstimmung unter richtiger Anwendung de« Selbst­bestimmungsrechts. Dann würden uns jedenfalls «in deutsch« Gemeinden wieder ,»fallen.

Brauer (So,.) wies dte Angriffe gegen die Haftung der Suzia'demokvaten zurück und hob bervsr, daß bi« deut­schen Sozialdemokraten an der dänischen Grenz« sich an Vaterlandsliebe von niemand übertreffen ließen.

Zm weiteren Verlauf seiner Sitzung nahm der Staatsrat den von seinen Ausschüssen eingebrachten Gesetzentwurf, der eine wesentliche Ermä­ßigung der Grundsteuersätze vorsteht, mit 33 gegen 30 Stimmen der Linken an.

' Dr. Graf v. Kanserlingk beantragt« nun­mehr, gegen die heutigen Beschlüsse des Landtages Einspruch zu erheben. Dieser Ein­spruch wurde nach längerer Aussprache in nament­licher Abstimmung mit 35 gegen 5 Stimmen des Zentrums und der Demokraten beschlossen. Die Sozialdemokraten und Kommunisten hatten den Saal verlassen.

«taatsfekretär Bergmann und den Direktor Wasser­mann von der Deutschen Bank zu Auskünften gebeten, ^Enusstonen ha^en täglich zwei Sitzungen ab. Der den sie zu bearbeiten haben, ist freilich ein ga»; ge- ^Mrltigrr. Dennoch wird angenommen, daß bis Mitte M^ruar die Hauptarbeit getan sein kann. Die offizielle Mstsrellung der Berichte wird aber erst ht Paris er-

taufte ift.

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Sozialdemokratie ausländische» Bruderoarreien finanzieller Hilfe geleistet wurde, jetzt umgekehrt deuiswen Sozialdemokratie geleistet wird.

Damit ist die Bussvrache erledigt.

Ein Aussckußanirag auf schleunige ErbSbung Bersorgungsgebübrnisse der Kriegsbeschädigte» Krieasbinierbliebenen wird angenommen.

scharf das Abkommen, da« abgeschlossen wurde, weil die dänische Sozialdemokratie es für die Wahlen brauchte. lHört! Hört!)

Innenminister Seve,ring: Es mutz berückfichtigt werden, daß in Dänemark und den übrigen skandinavi­schen Ländern der französische Einfluß stark im Wachsen ist. Die Fragen der Außenvolitik werden nicht von Parteien, sondern vom Auswärtigen Amt er­ledigt. Dte gegen die Dölkerverbetzung gerichtete Ten­denz billige ick durchaus, aber diejenigen, die da» Ab- kommen abgeschlossen haben, haben damit den Beweis ihrer Beiäbiguna zum Divlomaten nicht erbracht. Ich höre zum ersten Male, daß ein Landrat daran beteiligt mar. Ich .werd« diese Angelegenbett nachvrüfen.

Abg. Hoff (Dem.): Für die Regierung kann die große Anfrage durch di« Erklärung«» der beiden Mi­nister erledigt fein, nicht aber für uns. Diese» Ab­kommen bat volitisch eine unheilvoll« Wirkung gehabt. Es ist grundsätzlich zu verurteilen, aber auch wegen seine» Inhalts, der eine glatte Eeschichtsfäl- schung aufweist, denn von einer vereinbarten Grenze kann keine Red« sein.

Abg. Jürgensen (Eoz): L« ist ein« deutsche Frage, wie wir unsere Kassenangelegenheit regeln. (Lebh. Hört! Hört! rechts.) Mir beben nie geleugnet, daß dasselbe, was vor dem Krieg« von der deutschen

8.W y NlW i n.g:

Die .Odertzeistiche Zeitung* erscheint sechsmal wöchentlich. — Aezngsvrei» 1.—15. 2, 1,10 W ott einschließlich Zustcllungsgedühr. Für ausfallend, Kummer» iotelge Skreil» oo. etement.lrreigniü, kein Eriatz. — Der.az von Dr. £. Hitzerottz. — Druck der Univ.«Luchdruckerei von Jod. lug. Koch, »arkt 21.23, — Sternw>w*et 55, Lolt checkkont»: Nr. 5015 Amt Franllnrt a. Mar».

Große Debatte im Landtag.

Sie Jätet Ser MorhmarT.—BosSnmöltecergiftS aägenomraei— SiaM SesSloalsmb

u -tuyca \i ^»uui - vv iw*vhhhj, oumnurtfl llttd) XKl öeillll« IHHICl« knr, de» Zahlung» eingengstage,. BerMgszinsen pr» Tag »ach dem Bankzinsfuß

Die SWnMlW-MfM.

Berlin, 1. Febr. Heute nachmittag sind von tem zweite» Sachverständigenkomites die folgende» Herren gehört worbe«: Der Bor sitzende der Kriegs- ssast.'ukornmission, Staatssekretär Fischer, der Äaaissekr^är im Reichswirtschasisministeriu« Tr-ndelenburg, Ministerialdirektor Susa vom Statistischen Reichsaint und Professor Wage- Van n, 'kommissarischer Leiter des Statistischen Reichsamtes. Es handelt sich um eine kurze Aus­sprache über die Ergebnisse der deutsche« Handels- statistik in den Jahre 1919—1923.

| Verlitt, 1 Febr. Am Freitag vormittag tagte der 2. Ausschuss für Kapitalflucht. Die Mit- Slieder des 1. Ausschusses traten in den ersten Nach- svitlagsstunden zusammen.

|? D-ie Sachverständigen-Ausschiisse haben heute mit km Studium der deutschen Denkschrift begonnen.

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Kirch hei m-Lolande«, 1. F«br.

Satt m SilenkO«.

Ans Berlin wird uns geschrieben:

Die Entscheidungen, welch« das ReichSkabiuett hin­sichtlich der Verselbstständigung bon Post und Eisen- b a b n jetzt getroffen hat «sind Den einer besonderen Tragweite. I» früheren Zeiten mürbe man jahrelang über solche Dinge debattiert haben. Zwar wird auch bei uns schon seit sehr geraumer Zeit die Frage erörtert, wie man die Reichsbetriebe, bte früher als Uederschußgebisw Ser Stolz der Reichsverwaltung waren, wieder wirt- schäfttich mache» könnten. Alte möglichen Pläne bis zur Privatisierung der Eisenbahn wurden erörtert Di« jetzige» Entscheidungen machen ans den Reichs betrieben wohl selbständige wertschastliche Unternebmen, es kommt aber keine Aktien- oder ähnliche Gesellschaftsform, son­dern eine neuartige Betriebsweise in Betracht.

Der alleinige Besitzer von Post und Eisenbahn bleibt nach wie vor daS Reich. Die Bermögenstelle der Reichs­bahn utck der Rachspost werden indessen ans dem Reichs- Vermögen ausgeschieixn und in eine besondere Verwal- ungsfonnt gebracht. Die Loslösung des Post, und Erfen- bahnhaushalts vom ReichSetat wird vom 1. April ab in ftrirft treten. Bei der Eisenbahn wird eine Berrvbs- geiellschaft geschossen, die nach geschäftlichen Grundsätze» verwaltet wird. Bei der Post, bei welcher in der Kon­trolle des Nachrichtenwesen; auch gr-hxiie politische Dinge eine Stolle spiele», wird ein Sondervermösen unter de« Titel „Deutsche Reichsvost" geschafft», ebenfalls durchaus losgelöst vom Etat. An der Spitze ber Post bläht der Minister, der dem Reichstag und dem Reichsrat nach roi« vor verantwortlich ist. ®r hat gewissirmaßen die Funk« tionen eines Treuhänders des 9ieic#e3, für das, seiner Obhirt anvertrauten Relchsvermiigru. Reichsbahn und ReichSpoft werden künftig durchaus nach privat-wut-, chasUicheu vor allem also iauimäniuschen Gesichtspunkten

Ulf eiäWt Fragt.

Londcrr, 1. Febr. Dem diplomatischen Bericht erstatter des „Daily Telegraph" $ufeige, ist biStzer in den englisch-französischen Erörterungen Ober die pfälzische Frage fern Uebereinlommen erzielt wor­den. Poinrare sei der Ansicht, daß die Verweisung der Angelegenheit an den Haager Weltgerichlshof un­nötig fei einer der Vorschläge der französischen Re­gierung fei, daß die Botlchasterlol^erenz eine treue

lstoldmork würde bedeuten, daß Leute, bi« in der Bor- frieg-wit 3öOO .A Sllobnunssmiete zahlten, steuertrei b 'eiben, «der dt« Bewohner kleiner SFohnnngen in firiifiee 65»fer» würben Grundsteuer zablen müssen Der deutlchnationole Antrog wird hierauf tn nament­licher Abstiinmun« mit 237 «egen 89 Stimmen abar­te b a t. Ei» weiterer dentfchnattonaler Antraa. der vermietet« oder »ervachtet« Grundstock« von d«r Steuer betret#» will, wein der «nf den Mieter oder Pächter ent>alle«de Anteil nicht' elneesoaen werben kann, wird mit 1IM «eaen 135 Stimmen obgelebnt.

Buch Whfe6wiMt« einer Reibe weiterer Ui-äiderunus- anträtt wirb di« 6rnitbW»»et tn bet Fassung der Ans- finßoorrn«« ht nnmentllcker Abstimmnng mit 212 grg«« 1*4 Sffrnwr« ana-nowwe«.

Darant wird , die Beforechung bet dentfchnatt»aalen groben Antrag« Iber bte dänisch» Eten»«, die am 2< ?«n««r obgebroch«» wurde, fortaefetzt.

Ministerorästdeat B r»»n wendet sich «e«en die Art. wie der deutschnationoke Abgeordnete diese Fraae bobanbeft habe, e» werde d«durch do» höhere nationale TnteteI» bei» Partei «nitiwrischen Wahlinteresse ae- oofert. E» fff nicht meine Ankgab« eis Ministerpräsi­dent. ro dem Abkommen Stellung $e nehmen. Soweit es Stantstutereff« berührt, »erde ich mich dazn änbern Sowett Hch bte Tenden» des Abkommens gegen den dänischen Ehnnvinismus richtet, billige Ich Re durch­aus. Ich hakt« es für «veckinäßsger. sich auf dem Bo­den der völkerverftändiann« »u treffen, al« durch $31« k-rverhetzing Parteiaeschifft« »n machen. (Beit, b d. So» ) Der Wortlaut der Kundgebung kann m Miß- fccntnngen fuhren. Es ist d« die Rede von einer ,.vet- embartew“ Grenz«. Bon einer ..vereinbarten- däni­schen Sten« kann nickt di« Rede fein. Wir »offen in Freundsckatt leben, aber »ti verlangen gerade aus diesem Grunde, daß di« »erantwortlickea Steffen in Dänemark den unverantwortlicken ckanvinistischen Krei­sen in Dänemnrk das Hnndwerk legen.

Abg. Dr <S rh me r t » # f.Ptr'• Den Etzgnvini^mn° lehnen «uch wir «b. aber der Will« zur FölferoerTöi'- nung sollte endlich einmal auck vom Auslände dem deuffchen Volke «egenüber bewiesen »erden. Beffoff) Mit dem vorliegenden Abkommen kann die dänffcke Sozialdemokratie nnd Dänemark mfrieden sein, nicht aber dte deutsch« Bevölkern»«.

Ab«. Milberg (DaN.): Deutschland ist dnrch das Abkommen geschädigt worben, aber die deutschen 6 o - zialdemokrnten haben daraus Vorteile ge­zogen: nach de» Ablcklnß des Abkommen» Rnb bte dänischen Gelder wieder reichlich geflossen kWidersvruch und Lärm bei den So«) Das Abkommen ist durchaus nicht so harwlvs. An dem Abschluß des Abkommens ist «uch ein sozialdem«ckratiscker Lanbrat beteiligt gewesen Ick frone ben Minister Severing. was et zu tun gedenkt «egen diesen Beamten, ber preußischen Gebiet preisgeben will. (Lebh. Seif, rechts.)

Abg. Fran Voigt (D. Vvt.): Wit »enirtetlen

Sitzung vom Frei««, den 1. Februar.

Di« Beratung bet Grundsteuer wirb fortgesetzt. Abg. Schmelzer (Ztr.) beantragt, bte Veranlagung möge nach dem Ertragswert von 1917—19 erfolgen. Land- wirtschaflsministot Dr. Wenborss vetstckert, die $et- !r altumi ber Domänen nnd Forsten werbe genügend u.iterftützl. Ab« Gontnd (Dntl.) wenbet sich gegen die $otlaae. Durch di» Ttruerpolitik bet Regierung unb bet Link^nartrien t(-M stch mi<> ein roter Fkch-n d-r Haß gegen alles, ®a« VeRtz beißt. Darunter hätten besonbero bte Hausbesttwr gelitten.

Abg Sck «lich (So» ) begrünbet einen Antrag auf Wirbetbersteffun« bet Regierungsvorlage in dem Punkte, daß dte Zufchlüne euf 200 Prozent begrenzt werden.

Abg. Westerman» (Dem.) ist für die Steuer, wünscht aber Beseitig»»« der Härten.

Ab«. Dt Leidig (D Vvt.) svricht sich eeeen ben Acnbetnngsantra« Eckokich ans.

I» der »amentlichen Abstimmung «irb bie Grund- ftruetnvtverorbnung mit 206 gegen 110 Stimmen bei 1 Stimwentbaltu»« genehmigt. Dagegen stimmen die D^utschnntionalen. die Kommunisten, Dentschhannove- rmet und bie Wirtschaftovartei.

Dan» kommt die Au«sckußvotla»o »ar elften Ver­ordnung mr »weiten Beratung.

Ad» Knnfhold (Dntl.) emvstehlt bie Staffelung der ^vuf('*,natniunten «nh

Ab« Stendel (D. SM.) tritt kür bte Ausschuß« Vorlage ei».

St««1»sekreffk De Meter: Bei Ann«-»« des beutschuationalen Antrages würbe der Staat ans bet Cirunbfteuer statt bet veranschlagten 330 Millionen nut 47 Milliene«, bei bet ursprünglichen Fassung dieses

Mac Soni'h »O Saiatort.

London, 1.Febr. Der ftonzösische Botschafter in London wird heute Ramsah Mac Donald die Ant- Hort Poincarös auf das letzte Schreiben beS briti­schen Premierministers überreichen. Dem „Daily Tele­graph" zufolge wird die Veröffentlichung beider Briefe in ßAttltzterrichteten Kreisen für wahrscheinlich gehalten.

London, 1. Febr. Der französische Votschastee hat heute die Antwort Poincar^s auf Mac Donals hetzten Brief Überreicht. Der Inhalt ist noch nicht hekaunt, e» verlautet aber, daß Poincarn nicht fie« «elgt ist, die Politik der Pfänder für Frankreichs Sicherheit und für die Erlangung von Reparationen I« mildern, außer wenn Kompeufatioueu in au- j i derer Hinsicht gewährt würden. Die Auiwort ist in ! freundschaftlichen Wendungen abgefatzt und enthält hie Versichernng, daß Frankreich die Zusamme»- -«beit zur Lösung der europäischen Probleme wünsche. Cs wird erwartet, daß der Briefwechfe! ip einer Begegnung der beiden Premrermtnrftrr zLulaß gibt.

’A London, 2 Febr. „Star" z»,folge verlautet, hast shezügitch der Antwort Poincai6s auf das Schreiben Mac DonoDs sotvohl *,w Paris al§ auch in Kreisen der englischen Arbeiterpartei erwartet wechc, daß der

' wechsel zu einer baldigen Zusammenkunst der beiden Pm- imerminiRer führen weicke, die wahrfcheinffch in ParN

M dk» ItMIfll W.

Köln, 1, Febr. Der 60 er-Ausschuß be-ch'äftkgir sich in seiner letzten Sitzung eingehend mit der sonder- bündlerischen Frage und faßte frlgende Entschließung:

Die im 60er-Ausschuß vereinigten politischen Par­teien des gesamten besetzten Gebiete? erllären feien* lichft, daß hinter beit Sonderbündlern dir erst i« französisch-belgisch befehlen Gebiet, der Rheinpfalz unb Hessen-Nassaus hausten und nun seit Wochen in der Pfalz die Bevölkerung dem fürchterlichsten Terror «mS- setze«, keine einzige politische Partei und kein anstän- irtger deutscher Monn stehen. Würde man der Be­völkerung dir gleichen Rechte geben, die die Sonder­bündler sich anwaßen dürfen, oder ihr auch nur freie Hand lasse, so würde die soffderbündler-sche Herrschaft in noch nicht 24 ©tunbett von der Empörung des ge­samten rhheinischen Volkes hinanSgefegt sein. St» verlangen deshalb freie Hand gegen die Sonderbündler«

Düsseldorf, L Febr. Sam „Tüssssdor^i Nachrichten" hat der im Düsseldorfer Schupovrozeß zu 6 Jahren verschärfter Gefängnisstrafe verurteilt^ Oberleutnant Kohl, desseü Revision verworfen wurde, die Entscheidung d«S Pariser KassationShoseS ange- rufen. v *.

stattfinden werde Dem Blatt ;,ffoltze ist der für gestern ; «rberaumt «eweseue .t?tlxmlt-3rat bis zur nächsten Woche tzellchsl'en worden. Dan» hn-rbe ber formell^ Beschlnjz, V.t russische Re-jen-»«zuertennru, gefaßt werben.

S « r t J, 1 Febr. AuS englischer Quelte waren hier Äachrtchtri« vctdrr-t-t iwrben, wonach unmittelbar nach Abschlutz der SachvcrstLndigenarbeiten Mac Donald dir Zuitiarive zur Einberufung einer intcralliierten Konftcrn« «greifen würde. Diese Meldungen hatten auf da? Pari- \ fer Publikum keinen schlechte« Eindruck gemacht, ohne daß : hie i»aß«ebc>chen Kresse dazu Stellung genommen Hütten. Kar, gewisse» Informativ neu zu schlftfftn. die sämtlich ber „Matin" veröffentlicht, sind diese Kreise von der Pcnpek- - tive neuer interalliierter Besprechnngen in der Art ber Londoner Berhandlungr» von 1982, auf deren Ergeb«dr- " lougleit Poincarö bei öfteren in Kommerrchen angespielt hat, rächt sehr erbaut. Der französ sche Ministerpräsident scheint sich nur für den äußersten Notsall $»r Teilnahme to einer solche« Konferenz betoeten zu lassen.

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Die Arbeiten der Sachverständigen neh- 'teen nachdem bte Fühlungnahme mit ber Reichsrezierriug ^gestellt wurde, nun ihren ordnungsmäßigen Verlauf. t». 1** sind nunmehr die beiden Ausschüsse in Tätigkeit und 5 x haben bereits eine ganze Reihe von deutschen Penön- feiten, so mehrfach den ReichSbankpräs.denten, den

Berlin, 1. Febr. Heute ist die 2. Sachver- ßöndigen-Kommisfion zu einer Volluersammlung .p Nrsa-nmengetreten.

tot _ Paris, 1. Febr. Die Tätigkeit der Sachver- yi ständigen wird von hier aus mit grösster Aufmerk« ksmkcit verfolgt. Der diplomatische Mitarbeiter »er „Daily Mail", Barthou, und andere hoch- stestellte französische Persönlichkeiten haben ihrer iftenugtuung über die bisherigen Arbeiten und die ,-Allgemein« Arbeitsmethode Ausdruck gegeben. '«M !«°n hält res in Paris für möglich, daß der Bericht 1 Sachverständigen den Ausgangspunkt zu einer '^lligen Lösung des interalliierten Schulden- • iProblems unb der Mitbeteiligung Amerikas bilden.

Loudon, 1.gebe. Der Prinz von Wales 885 Premierminister Aac Donald werd«» heute abenb | «n tSnem Essen der euglssch-amerikasisschen Pilgrim-Ge- Kllfchast teilnehmen. Der Premierminister wird dabei fne Rede halten.

Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das frühersikurhessische) Oberhessen

Der Äeyigenprete beträgt für ben 9 gejp. 3»U«»mlHim»tet 8,08 Solvwark. Amtlich« ».

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Svuuuurui-. «tu 6. OtVIUlU Unerl»«li 5 läge« (1 Dollar - 4,20 Colbm.rf), Berechnung nach beut Berliner Wittel.

Antta^e» f«r»t r>tr *9 4 -M-ff-onen e-ha't-n. "T4# (-

Freilassn»« «Set enmbfHKt bis zum Werte non 50mt

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