Anzeiger für (das srühee.kurhesfische) Oberhessen
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Man hat sich d-chalb zu einem Rückzugsgefecht en
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mühten, Frankreich als Abschlagszahlung zur Verfügung gestellt zu werden. Zweitens strebt Deutschland danach, eine DerstSudiaung über die Sachleistungen herbeizusühren. die aus laufenden RrichSmitteln zu bestreiten wären. Zum dritten müßte ei» längere- Moratorium er» reirbt werden, da, worüber auch im Ausland feine Mei- nungsrerschiedenheit mehr besteht, Teurschland zu baren Zahlungen gar nicht imstande ist. Und endlich muß eine Verständigung mit der Gegenseite über die endgültigen Zahlungen Deutschland- erzielt weroen.
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Positionen zu halten, die die Niederlage Frankreichs und seines Sonderbündlergesindels verdecken sollen. Frankreich ist bereit, die Frage der autonomen Pfalz der Botschafterkonferenz zu unterbreiten und ist sich dabei sicher von vornherein darüber klar, daß die Autonomie auf diese Weise unter den Tisch fallen wird. Vorher aber möchte es wenigstens doch noch die Rheinlandkommission dazu ermächtigt sehen, daß einzelne angeblich harmlose und notwendige „Verordnungen" der Sonderbündler über Arbeitslosenunterstützung usw. registriert und veröffentlicht werden. Da auch das schon eine grundsätzliche Anerkennung des sonderbünd- lerischen Lumpengesindels wäre, so ist ein solches
Kompromiß für Deutschland selbstverständlich annehmbar.
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Kern Kompromiß in der Pfalrfratzr.
Man hat in Paris offenbar mehr und mehr eingcsehen, daß die Pfalz-Schlacht verloren ist-
ank- tter,
Englands neue Bölkerbundspolitik.
London, 29. Jan. Der Generalsekretär de« vök? rb> ns‘e8 Erich Trunnnon^, ist gestern abend in London eng?trfen, um mit Ma doiald uns Lord Parmoor die neu-» Völkerbundspläne der englischen R-aerimf zu b sprechen. In schr gm unterrichteten Völk rbun'Skrei'en vrluet, daß die amerikanllche Re gierung sich halbamtlich damit einverstanden erklärt tat, einem amerr'anischen Wirtschasts Politiker das Amt des Völ'erbund Kommissars sür Ungarn nnz ibie en. Da He Durchführung des FinanzplaneS »rüheste.rs in einem Mom nt in Angriff genommen werden kann, gilt eS nickt als au-gefcklossen, daß Senenl Dawes mit di-sem Poste» berraur werde» könnte. Es wird auch da; Mckckeü der BunteS Resorvebaak. William darding, genant
M IMZiM-StlOSkll MnWSttii.
Paris, 29. Jan. Das angesehene Provinzblatt .L'oucst Eclair" verbreitet in einem Telegramm aus Brüsiel die Nachricht, daß bei den französisch-belgischen Besprechungen am vergangenen Sonntag von einer völligen Räumung des Ruhrgebietes die Rede gewesen ist, was von den Sachverständigen empfohlen worden war.
Pari», 29. Jan. Der im allgemeine» gut unterrichtete Korrespondent des „Echo de Paris« bestätigt, daß die Besprechung Poincaräs mit Jasper eine Erörterung der Lage gewesen sei, die durch die Bildung des Kabinett» Mac Donald geschaffen wurde. Poiucar^ und Jasper scheinen es für durchaus nötig zu halten, auch die geringste Spannung mit Englands» verhindern. Sie hätten daher gut getan, daß sie die Schwierigkeiten beseitigte», die sich in England durch die Zwischenfälle in Köln i Eisenbahnfrage) und der Pfalz (Souderbündlcr- fragr) ergeben hätten.
?’■ Pari», 29. Jan. Die Mitglieder des ersten Soch- '»rständigenausschusie» sowie eine Anzahl Sachverstän- btgt de» »weiten Ausschusses sind gestern abend nach Berlin abgereist.
Berlin, 20. Za«. Heute abend 9.57 Uhr sind mif dem Bahnhof Friedrichstraße mit dem fahrplan» mäßigen Kölner Schnellzug die Mitglieder des kosten Sachverständigenausschusses für die Wäh- WNgs- und Buvgetfragen und vom Zweiten Sachverständigenausschuß für die Kapitalflucht der Di- 'rektor der Banque de Paris et des Pays Bas, L. Ltthalin, mit Begleitpersonal, etwa 40 Personen, kngetroffen. Die Herren wurden am Bahnhof von dem Mitglied der Kriegslastenkommtssion, Regie- nmgrrat Meyer, empfangen und zum Lotel „Espla- gabe“ geleitet, in dem sie Wohnung nahmen. Die Hauptmitglieder des Ersten Ausschusses sind: Ge- veral Charles Gates Dawes, Leiter der Central Trust Company of Illinois in Chicago, Owen D. A o u n g, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Lufsichtsrato der Rlectrio Company, Sir Robert stinderfley, Leiter der Bank von England. Br Josua Charles Stomp, Direktor zahlreicher Zndustriekonzerne, Parmentier, Administrator les Tn*dits Fonciers de France, Professor für Fi- «anzwiffenschaften an der Sorbonne, Alix, Dr. lllberto Pirelli, Industrieller, Profesior der Kiranzwisienschaften cm der Universität Bologna, Flora, Baron Maurice Houtart, Mitglied der belgischen Kammer und Emile F r a n c q u i. Maatsmiuister und Schatzgouverneur der SociKtö tenerale Velgique. Die Mitglieder des Zweiten Sachverständigenausfchusies treffen am Mittwoch ibtnd um die gleiche Zeit ein.
Di« jDb«rbeiRld>« Zeitung" trlckeiul lethsmal wöchentlich. — Bezu,,vrer« 16.-31- t 1,40 P ark einschileßlich Zuftellungsgedühr. Für auofalleed« Kümmere imolge 6tt«ll6 oe. ei«ment.<iteigntiie tein ttttwj- - Set az o»u Dr. L. Hi,er»,b.— Druck der Univ.«Buchdruckerei von Jod. »ee. «och. Markt 2123. — Xetajptecbtt Sv.
VoR dierflonto: Rr. 5015 Amt Rtanftu« «. Kai*.
Die Deutsche» in Siidwest-Asrika.
Berlin. 29. Ja». Zu cem Ab orvmen der RnchS- egietung mit der südafrikanischen Un an über die Bclandlung der Südwestafrika -Deutschen -rfiett Minster-olrat Rupp l. einer d r beiden oeut- schen llmerzcichner des Abkommens in der ,.Allg 3:;ti.ng". „Die Aner ennung, die S nuts in dem Dries on den deutschen tln erhändler dm Deutschen in Eüv- w stcfr fc zollt, m bes n'ere die v n dem fflenerrl znm Aus ruck g brachte U be z ug tnj, da.) d e Deutchm an ter Aufrichtung einer da-ie haften europä schen Zivi- iifal oa auf dem afr kan schen Kenri ient kräsiiz mit» erb.Iten werde», haee eine große Tcagiveite injosern. als dadurch btt Behauptungen über die Unfähigkcii der Deutsch n auf dem Geb e e der Übersee sche» Kolo- nisat oir uno ihr: „Unwüroigkeit" zu weiterer Mir- urb. i; auf diesem Gebiete — B heuptung n, mit den n b kar.n l ich nach außen hi» b.r Rwub der deutschen Motin begründet wurde — wider! gt werden.
lie EMhetlünikr In tot Mr.
Berlin, 29. Jan. Nach einer Meldung des „Berk. Lok.»Anz." aus Karlsruhe unternahmen pfälzische Sonderbündler einen Str^fzuz auf baosches ß'eb'et und übersiele» das eine Stunde von Karl-ruhe entfernte tzofgut Maxau am Rhein. Sie raubten mit -< vorgehaltenem Revolver die GutSgelder. Da der Guts- Pächter Von den Franzosen vor eimgen Wochen entwaffnet worden war, hatten die Räuber leichtes Spiel.
München, 29. Jan. Nach hierher gelangten Meldungen haben die Sonderbündler die pfälB» schen Dörfer Ruelzheim und Neupfotz besetzt. Zn Rheinzabern haben sie sich die Zollkasie mit Inhalt angeeignet, ferner besetzten sie in Bergzabern da» Finanzamt. Die Beamten wurden mit Gewalt vertrieben, weil sie sich weigerten, auf den Befehl be» sonderbündlerischen Bezirkskommissars alle Einnahmen an diese abzuführen. Hebet Ruelzheim wurde auf Betreiben des französischen T ezirksdele- gierten von Germersheim die Sperre be» Nacht« Verkehrs verhängt.
Eine Mordtat der Sonderbündler.
Frankfurt, 29. Jan. «re erst jetzt i« der brrttr» Oeffcntlichkeit bekannt wird, haben die Sonderbündler bei ihrem Einzug in Schifferstadt in der Pfalz i» November v. I. zwei Arbeiter aus Ludwigshafen »amen» Holz und Dreh« met auf Befehl des »Führers« Irmler »standrechtlich« erschossen.
8« tot AMl>«!mk0NMM.
Pari-, 29 Jan. Nach dem „Journal des De- botS" ist die Reparationskommission heute nachmittag 9 Nh: |ufammfngertten, um in erne Angefegen- beiten zu erledigen. Im Anschluß hieran werden in einer offiziös-« Sitzung die Verhandlungen Über die ungarische Anleihe fortgesetzt. - »
Paris, 29. Jan. Die R-varation-kommisiw» wählte heute »ackmittaa einstimmig den französischen Teiegierten Bartbon wiederum zu ibrem Vorsitzenden und den italienischen Delegierten Salvago Raggi r» ihrem Slellverrrrter,
iützr,-,geu im gegenwärtigen Augenblick nicht erwarte! Mrben kennen. ES hat sich ferner durch die Verband- strgrn d-s Reicksbaukvrä^denteu Schacht in Pari- tr- toben, daß man in allen maßgrlenden Kreisen die Er- tfckb'ng einer zentralen ©i'tbnofrnbanf in Deutschtanid Voraussetzung für die WöbrunaZ Sonrerung und da-
General de Metz ieoaratistclt weiter.
F r a n k f u r t, 29. Ian. General de Metz hat eine Abordnung der pfälzischen Prelle, die ihn er- suchen wollte, die von den Sonderbündlern unter« drückte Pressefreiheit wiederherzustellen, nicht empfangen. Der Delegation blieb nichts anderes Übrig, als ihre Beschwerde dem Presiechef des Generals schriftlich zu überrei-chen. Die gesamte Presst der Pfalz hat sich qeweiaert, ohne Garantien gegen den sonderbündlerischen Terror zu erhalten, wieder zu erscheinen. — Die Pfalz ist durch die Unter« stützung, die General de Metz den Sonderbündlern immer weiter leiht, von der Deffentlichkeit so gut wie abgeschnitten und erfährt kaum etwas von bem, was in Deutschland vorgeht.
?Rr geben uns keinen Augenblick einem Zweifel dar- ®cr hin, daß Deutschland sebr erhebliche Opjer bringen "‘B, um feine wirtschaftliche und pelttische Freiheit wieder zu gewinnen. Wir rnüsstn uns darauf gefaßl Sachen, daß auch die letzten Ergebnis^ der jetzigen 53er «ttr Unter,uchvngsausichüsse an Tcukschland harte Formungen stellen weroen Und cs »erwächst bann immer die Frage, ob Frankreich sich bamit jufrvben geben daß die Dinge nur wirtschaftlich aufgezogen wer
kst aber auch für die Erfüllung Der bmtfdxn Berpflich- tenflen anfitbtr "M«b^Wtt(en« darf man wobt feststellen, 1 man tm Äuiünib- anerkennt, ba6 Deutfchlaick ein «ängereS Mortttor i»m notwendig hat.
Die notwendige Frage ist jetzt nur, welche Foibertrngei'.
der Gegenseite gestellt werden, um Deutschland die «öglttbfeit zur Sammlung ftiner wirisckaftlichTn Kräfte A geben. Hier tritt die Pfänderpolitik in die Erschejimng. ® maßgebenden Kreisen der ftanrös-schen Politik liegen jnen&ar zwei Richtungen mit einander in WZerstreit:
eine, die von der richtigen Au'saftvng auZgedt, daß «ullchland ohne freie Verfügung übet seine WirtfchaitS- Fbiite, also ohne Wiederherstellung der wirtfchaitllchen wrhäliniFfc im Ruhrgebiet nicht leistungsfähig wird die «tere, die Rhein und Ruhr nichi berausgeben will, we Deutschland nicht diesen Berpslichtungerr Genüge ge- mstct bat. Zum mindesten darin ist sich aber die heutige fotn$öiijd)e Politik einig, daß sie die politische Eick- Meldung zuvor durchsetze» will, um erst dann die MeparalionSsvage in Angriff zu nehme». Demgegenüber hälfen wer danach trachten, diese decken wichtigen Dinge
Marburg
Mlwoch. üm 30.5m«
Hartum,
$11 Mtckmd.
G««f, 29. Ja». -Der ll nterau-schnß be» Völkerbunde- f&*-5(ettfnfragen ^et mit der Vorbereitung eine- internationalen Abkommens für bie ÄuSded.uurrg de- F otteuabkommenS vonWaf- hingto» auf Ricktsignatarmächte dieses Abkomme-iS uns Nichtmitgliedern be« Völkerbünde» beauftragt T>nrbe. ist jetzt ««gültig für de» 14. Februar uno zwar »ach Rom tirberufen tooren. Wie erinnerlich, sollte der AuSstbuß bereit« im Januar in Genf jufammen- taten. Di« russische Regierung harte aber ihre Teilnahme bauen abhängig gemacht, daß die Tagung mit Rücksicht auf die Freisprechung der Mörder WorowskiS nicht auf Echwe -ec Bede» staks nder.
ffitilKioS'oie Ott B'IghWliMn.
Die Reichsregierung bat beschlossen, bie B-satzunas- koften auch weiterhin zu bezahlen Eie vertrant daraus. daß die abeitenben llntetsuchungsausschüfse ein C.ißebr-5 zu Tage fördern, so daß die schwebenden Fragen auf wirsichaftlicher Basis gelöst werden tonnen. Würde jetzt eine oositive Einstellung der Besaimngs- koften erfolgt sein, so wären die $erbanblvnoen mit den Untetsuchungsllusschüsien sofort abgebrochen worden. Im übrigen darf wob! festgestelll werden, daß innerhalb des Reichskabinetts in ber Frage der Fortzahlung der Besatzungskosten überbauvt keine Meinungsverschiedeideiten zu Tage getreten sind. Die Verhandlungen mit der Gegenseite werden jetzt aus- ckließtich von her Reicksregieiung geführt und alle Unterhandlungen von vrioaten Perfönlichkeiren und Gruppe« juü> mfotsedeHx« abgebrochen worbe», ____
Die UnterfuchungSarrSschüsi« sind nun i» Berlin an ta Arbeit. Die Reichsrrg eru«g hat alle Vorkehrungen tzttroffen, um die Tätigkeit dieser Kommission in weit- «chendstem Maße zu erleichtern Man muß damit rechne», daß die Untersuchungen auf 14 Taw sich miickestcnS ieia-afeu, sodaß vor Micke Februar ein E-gebniS nicht zu erwarten. Vc dahin werden auch alle großen potitv schen rd wirtschaftlichen Entscheidungen ruhen.
Der deutschen Reich-regierung kommt eS darauf an, die »eaeuftite, bie nun mm ersten Male Nr-ff in die Bücher 0eS Reiche- Einblick nehmen kann und n-cht mehr auf ■ «rständlicke Gutachten angewiefe» ist, bet lieber- — Itoffimg zu bringen, daß fDeutWanyfeine Verpflichtungen W o»St «fflH-n kann, wenn eS nicht die Einheit fei« "- -er Wirtschaft behält und wenn ihm nickt die Mög- Üksiit gegeben wird, se ne Währung zu sanieren und «mit sich ausländischen Kredit zu verscka,fen. ES bet sich
Er» Interview «it Dr. Echachk
Paris, 29. Jan. „Echo de Sari«" veröffentlicht eine Unterredung se neS Berlirwr Brrichterst rtckrZ mit Dr. Schacht Ter Reichsbankvräsident erklärte tem Brichterstatter, er sei von seinem Pariser Aufenthalte sehr befriedigt, und er finde, daß bie französische Presse eine sehr korrekte Haltung ihm gegenüber eingenommen habe. WaS bie Goldnoteirb ink ai:be- langt, so sei sie eine tein geschäftliche Unternehmung und könne nut enter völliger AnSschal- tuvz itgendwelchet politischer Momente terwirllicht irrtoe» Auf diese Feststellung legt Dr. Sch icht ganz b srndevtS Gewicht. Tt Schacht sagte wöf lick: „Tie Schc-siung einer Emmrfsionsbaek und die finanjiet'e M ederaufticktung Deutschlands habe zur Voran»'«» jung di« Regelung der Repa raiio ns frage. Wenn man mich arbeiten läßt, tote ich eS wünsche, so wird die neue Bank seht bald ins Leben gerufen werden. Fall« dagegen hi# Politik mit einer vornehmlich geschäftlichen Angelegenheit verquickt wird, dürste das neu« Frnauzinftitnt wohl kmrm in« Dasein gerufen wer--
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iölifttn Samnitr.
VariS, 29. Jan. In der VerrrnttagSfitzuna der Kammer vertritt der Abgeordnete DeyriS einen Geics» enttmirf, der eine Revision aller Diederauf- bauentsckädrauugen von mehr als 50i’(KX> Franken in den Mittelpunkt der Finanzreform stellt. Alle - --rwcktl-ck erlangten Summen sollen socket der Staatskasse wrsallen, unbeschadet der straftechtlick#" Berfolaung. Der Antrag verlangt di# Abwicklunci des Wick^ausbaueS bis Ende 1928, die möglichst bald ae Enllasiiina der üder- lüssigeu Beamten des Wiedera7iflx.'umin'st#rrumS und dessen foforlig-s Anhelmck len an das Finanzmintstenmn. Er fordert schließlich stärkere Besteuerung der Landwrrd» ckaft.
Die anschließende Debatte, an der sich der Wiederau,- bauminister Rcibel, Louckeur und ant-re Abgeocknet# au» den befreiten Gebieten beteiligten, bat in der tzauvt'ack« die Mißbräuche bei der Pebanblung ter Wieocr- aufbauentsckädigungen zum Gegenswnd. Abg. Ringnier brachte einen Vorschlag ein, der sich mit dem Antrag Teures deckt.
In der NachmittagSsihung der Kammer dauert zunächst die Anseinanversetzung über bie mißbräuchliche Benutzung der Schadenersatzansprüche an. Der fozzaliiftiche Abgeordnete Jngbrls, der in der Prese seit Jadren gegen diese Schäden antämpft, schätzl de» Betrag, auf dessen Rückerstattung der Staat Anspruch habt, au« O Mill arden. Trotz aller seiner Bemühungen habe sich bis jetzt das Ministerium für die befreiten Gebiete als Brennpunkt der Mißbräuche und btt Kaminerkom- misston für dir befreiten ßkbiete als Massengrab der An> srändigeu erwiesen. Redner führt eine Anzahl von Fällen an, durch die auch Parlamentarier komproiinckcea werden. *
Der Abg. Fongöre, der Vorsitzende eines Unter« üchungsausschnsseS, erklärt, die Angeicnenheit sei heckte^ Act und nölige zu zahlreichen Zeugenvernehmungen. Er leabt an dos Mimsrtrium mehrere Briefe gerichtet, i» denen die Uebermittelung gewisser Aktenstücke verlangt wurde, heute (tun diese 8)riefe unbrautworter g*
Berlin, 29 Jan. Ein Berliner Blatt glaubt feftstellen »» könne», daß der Reichsfinanzmtnister feinen Standpunkt hinsichtlich der Frage der Befatzungs- koften vollständig geändert habe und sich nunmehr für die Weiterzahlung der Befaminaskosten einfetze. — Demgegenüber muß mit allem Rochdmck betont werden, daß der Reichsfinanzmtnister in Uebereinfttmmung mit dem ganzen Reichskabinett zwar gewillt ist, im Inter« esir der besetzten Gebiete alles iu tun, um die Bevölkerung dieser Gebiete nicht neuen erfahren und Leiden auszusetzen, daß er aber keine Möglichkeit sieht, wie demnächst die Mittel zur Bestreitung der Vefatzungs- kosten noch aufgebracht werden können.
ben." Auf die Frage be« Berichterstatter», ob « bet der Betäti gung ausländischen Kap talS auch bie B nrtnbnng französischer Kapital en vorsehehe, gab Dr. <scf<id> zur Antwort, er verspr che sich von einer fi- nanjiellen Mitwirkung Frankreichs «'nen tatsächlichen Vorteil, doch müßten dabei die politischen Erwägungen auS dem Spiele gr- lusftn werden. Zum Schluß fragte der Berichterftrt er Er. Schacht nmh feine» perp»licken Eindrücken von Pomcarö. Dr. Schacht erklärte sich «ußerstanve, ei» Urteil ifvr de» französ schen Ministerpräs deuten r» fallen, ,.htr g genroättig die herrorragenoste Persönlichkeit nicht EuwpaS, sonder« auch der ganzen Wett ki." Der Berliner Berichterstatter des „Sta in" glaubt z» wissen, daß die Goldnotenbank wover in Amsterdam noch in Zürich ihren Sitz habe» toerbe. Dr. Schacht r g sich vielm hr mit dem Gedanken, die Sokdbestänr« allein außerhalb der deutsche« Grenze« inzulegen. um sic jeder politisch«» Beeinflussung und auch der (St- \at)t einer eventuelle» Revolution zu entziehe».
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London, 29. Jan. Sir John Dradbury hat gestern vormittag eine lange Unterredung nicht nur mit dem Reichsschatzkanzler, sondern auch mit Mac Donald gehabt. Im Erlaufe dieser Unterredung legre Bradbury seinen Standpunkt betreffend die Rcparationsfrage dar und machte ausführliche Angaben über die Tätigkeit der beiden Sachvcrstän- digenausschüsie. Bradbury ist abends nach Paris zurückgekehrt.
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ift ?»anntcn politischen Forderungen au stauchen, die in der 151 rannten Formel vom „Rheinstaat" g pfeln. Bon bcut- ||V® Jter Seite wird jedenfalls abgesthnt. die Dinge irgens- »ist aus das politifch« Gebiet überjpielen zu lasten. Wir ■t «Uni die Wirtschostsfragen in den Vordergrund.
£* . Teutschland muß danach streben, auf der Grundlage Sanierung der Staatssinanzen und der Eesunöung
sS i?1 Wirtschaft überhaupt große t n t eina tio n aIt |------— •- ----------.....-
1M «galten dtz baju venpandt weche» ichlvjsert, vrijucht übet doch, au^ dabei «och einige
Ter Anzeigenvrei» beträgt ffit bex9ge|p. Zetlenmillimeter 0,03 Selbmarf. HmtHrbe u- aurwärt. Lnzcigen 0.10 6>«I»mart Bei Icbmter. 5atj 5l)*l,'flutjrtjlag. e«mmtlanietg. 10g»f, kl st Ttthfi Aufschlag. ellamen O,'O Eoldmark. Jeder -iadatt ailt al, Barradatt. Beleg» werden Uv« yllftlD, berechnet, ebenso Auskunil durw di» ctzeichöttsnelle -ndZulendunu der Aagedote. Zahlung innerhalb 5 legte (1 Dollar — 4.20 Geldmarkt, Berechnung nach dem Berliner Mittel, kur» de» Zahlung» emgengetoge». Verzugszinsen pro Tag nach dem Bankzinsfuß