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^Amtliches VerNndigungsblatt des Kreises Marburg.

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Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

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3 »8ßig die Initiative zu einer allgemeinen Aus.

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Rtifmt in Paris und Brüffel liegt daran, mit

|i öftter Vorsicht z u Werke zu gehen

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offen:

ter Pfändsrergreifung in der Rheinpro-

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ter« Jasper, über die amtlickerfeit» keine Mll.

Wenig gemacht worden ist. bemerkt Havas. daß sich *7 J» Besprechung bauptkächllch um das Revarattonsvro- "1",' z<j oebrebt babe. Der Ertrag der Pfänder fei im

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diesen Waffen diplomatischer Natur laßt sich französische Ministerpräsident nicht imponieren.

hütet, den rheinischen Olerkomnrissar Panl Tirard M sich befohlen. Tirard trifft heute in Paris ein

Varis, 28. Ian. Zu der gestrige« Unterredung iiche« Psiucare und dem belgtstbe« Minister des

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der in

London. 29. Jan. Der britische Bertreter in R.parationskommission. Sir Job« Bravburq, ist

mb nichts zu unternehmen, was die öffentliche keinnug Englands restlos auf die Seite der Ar* beiterpartei bringen könnte. Mit anderen Worten' ,$ii müssen das Wesentliche von dem Xe ue «sächlichen unterscheiden und auf

nuqtmmg begrüßen, daß eine volle Verftändigunz reicht worden fei.

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«rd dürfte von dem Ministerpräsidenten persönlich Znstrukttonen mit auf den Weg bekommen.

«urelnen gevrüit worden. Ferner seien die Folgen der «ildun« einer Arbeiterregiernng in England erörtert

Die »Oberhefftiche Leitung* etidietnt >e*imal wöchentlich. Bezugspreis 1631.1 1,40 « ark einschließlich ZuflellungsgedKhr. F«r euefaHenle Stummem infolge Streik, od. eiement.eteigniiie kein (itiae. Der «7 non Dr. L. -iHerotd. Druck Oer Univ.-Buchdruckerei bot Jod. »«. »oct. Markt 3S Keenwrecher 55, Voftid: elften te: Nr. 5015 Smt Sranfrurt a. Main.

ltichlerung für den freien Gebrauch der beet« fchenSp rache gewähren. Die deutschen Sch«« len in Swakopmund und Mndhuk sollen für eine Uebergangszeit von zwei Jahren unterstützt toerben, Die deutschen Kirchen und Missionen welchen roobl# noll'nd behandelt werden. Im Rahmen der fftbaf* kanischen Un on sino Deuts che willkommen.Di« Pensionen, auf die noch in Südwestasrika woh- rnt't Statut aus eh maligen deutschen Gouveruementü Anspruch haben, sollen übernommen werden. Tie Deutsch)«« in Südwestasrika werden während der näch» sten 30 Jahve unter keinen Umständen zu« Militärdienst gegen das Deutsche Reich vervüich- tel «erden In einem gleichfalls verSsrint'ichien Brief- wechse. lom 23. Eft b r zwischen General Smuts ntib: dem Vertreter des Auswärtigen Amte?, Geheimrat b* Raas, gibt Gen ral Smuts feiner Befriedigung übe» di« freundschaftliche Art Ausdruck, in der die Angelegenheit b-handelt und zu Ende geführt worden ist. Die Deutschen, die sich zu verschiedene« Zeiten in verschiedenen Teilen der Union niederge­lassen hätten, bilderen einen der wertvollsten Teile der afrikanischen Bevölkerung. I« seinem Antwort­schreiben vom gleiche« Tage erkennt Geheimrat de Haas namenS der Reichsregierung an, daß die von der Regierung der südafrikanischen Union für daS Mandatsgebiet eingerichtete Verwaltung mit Erfolg bemüht gewesen ist, die Lage der dortigen Deutsche« möglichst zu erleichtern. Die Reichsreg eruug und das ganze deutsche Volk würden es mit besonderer ®e*

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London eingetroffen. Er batte eine Befvrechung mit dem Schatzkanzler über die Revarationskrage. Brad- buw sollte noch gestern «ach Paris zuriukkevren.

heute abnd festgesetzten Abreise nach Berlin di» letzte Sitzung abgchalten. Wie die ^avas-Ag»«- mr b-richtet, sand heule eine allgemeine Tiskufüo« über ba* Programm der in Berlin durchzutühren- den Untersuchung statt. Der Ausschuß beschäftigt« sich namentlich mit Banksragen Einige Mitglieder des zwe't n Sachverständiqenausschuss»» reifen heute Abnd eb «falls nach Be lin. Die anderen Verlaffat Paris m rg u abend. Man g'au5t daß Mac Kenna, der Vorsitzende des zweiten Ausschnsies, de: sich i« London aushält, über Ostende und Brüssel nach Berlin seifen und Mitwoch abend dort eintressen wird.

Die große Untersuchung in Berlin.

Berlin, 28. Jan. Der erste Sachverständige«. Ausschuß, der heute abend in Paris abreist, wird moo- gen hier eintreffen, brr zweite ve läßt Paris tnotga oben*' und trifft am Mittwoch in Berlin ein Beide Ausschüße werden mit ihren Mitglied rin. Se'retiven und ibttm Lil'sper'onal eine ziemlich große Zahl vot Köpfen umf f en Man spr cht von unae'ähr 10» l?cr< sonen, die g meinfam in e nem großen Berliner lootei untergebracht werden. Ten Ausscküsi.m werden 6fr sond re Arbeitsräume in einem NeichSgeöäude zur Ver­fügung gestellt

Alle biefe Borlereitunqen und der auigeboteneAp. parat lassen daraus schließ m, daß die Arbeit, die von de« ttn'fri General Dawes und tiuterflaatsfrirriära Ti Mac Krnna stehenoen Kommissionen geleistet wer- den soll, von ter bisher bei der Behandlung der Fi­nanz- und ReparaiionSfrage« geleipern erheblich ab­weichen ttito. In den früheren Fällen kamen U«. t rsnchungen und Gutachten gewöhnlich so zustande, ' h es g- Ver retnngen und interalliierte Behörde« :ie Kr egslastenkomm s i n oder anoete Roi dSsteilen um einige Tat n und Angaben ersuchten und diese : ann mb p rsönlitben Komm ntaren rers'hn nach Pris schift n. wo man m l mehr oder ereniger gutem Willen sich ein IIrt il danach zu bilden suchte.

Nach London r Meldung n r chnct man mit einer 2au r der Arb..ten von min^es.ens einem Monat.

Sie SnßnerUndlsen-AmItUe.

Pari», 28 Jan. Der erste SachverstSnbl« nauSschuß hat heute vormittag vor seiner airs

Paris, 28. Jan. Die Zusammenkunft Jaspers -Dt PoincarS wird sowohl von belgischer wie fron? fzSsischer Seite mit Geheimnissen umgeben. Die Aussprache zwischen den beiden Staatsmännern scheint, wie aus allem hervorgeht, von getab^u pltschsldender Wichtigkeit gewesen zu sein. Frank­reich und Belgien haben nämlich nach Londoner Meldungen von Mac Donald Aufschlüste über die Künsche und Absichten der Arbeiterregierung er­halten. Mit einschneidenden Beränderungen in der tziplomatischen Lage auf Grund einer aktiven Po- sttik Mac Donals dürfte bereits innerhalb der gächsten 14 Tage zu rechnen fein. (?? D. Red.) PoincarS und Jasper haben es unter diesen Um­ständen für richtig gehalten, eine gemeinsame Stel­lungnahme zu verabreden, ohne daß indessen gestern definitive Beschluss« gefaßt worden sind. Zur Frage »urbe gestellt, ob Frankreich und Belgien zweck-

London, 28. Jan. Der Brüsseler BerichttrNattae Times" schre'bt, er habe Gründ zu btt Annahme, daß J« Zusammenkunft zwischen Poinearö vnb pof bat hauptsächlich mit der Orientierung der briti­schen Politik zusommenhänge. Es schcinc, daß Mac Donald die techmschen Berichte Belgiens als Ticund-

*» Erört-ningen und zu einer Vereinbarung ansieht Brüssel gehe bas Gerücht, daß Massingham, her Vertrauen Mac Donalds genieße, bot enti-

listen einschließlich BandetveldeS gehabt habe, denen er die Ansichten Mae Donalds auSrinaudetgese^ habe. Me verlautet, hat Dandervelde Massingham auch ;um Pteuüerm«nistet ThcuniS mitgenommen. Maffinzham soll sich 24 Stunden in Paris ausgehalten haben, betör er nach Brüssel gegangen ist.

Paris, 28. Jan. Nach einer Meldung der ,Chieggo Tridune" fall der belgische Außenminister I a s p a t sich bei der gestrigen Besprechung mit Pointa-i? erboten haben, nach London ,u reisen, um mit Mac Donall» iw Namen der Besatzungsmächte be3 Ruhrgebi-teS zu ver­bandeln. Man nntt an. daß Poincate dielen Schritt für unnSiig gehalten habe.

Paris, 28. Jan. Der Außenvobtiker desEcho de Taris" scheint der am Abend stattgefundenen Unter­redung zwischen diesen beiden Ministern uno dem tsch.-ch,- llowakischen Außenminister Benesch eine größer? Ve- deuHug beizuleg-n Benesch babe jetzt Ramsan Mac Do» ald viel Klugheit und Zurückdaltung ge^igt Er erkläre, daß er eine rein britische Politik verfolge Aber welcher Methode auch er seine Zuflucht ne'-m.n werde, früher oder später müsse er sich notwendiger­weise für eine Reparationsmetbode ous- sprechen, die schwer mit bet fr anzS fisch-belgi­schen Politik vereinbar sei, und aus dieser Tai« fache heraus Mn ne ein gewaltsamer Bruch nicht auß t° ball der Möglichkeiten der nächsten Zukunft liegen De Negierenden in Paris und Brüssel müßten muschen d'm Wesentlichen und Nebemüchlichen unterscheiden, dal Nebensächliche aufqeben und das Wesentliche aufrechter batten. Ter Außenpolitiker bestätigt, daß auch die Frage des Verkehr- in der englischen Zone bech-o- chen worden ist. tim diese Frage an Ort und St-ll- regeln zu können, treffe heute her französische Oberko.nmis- far Tira rd in Daris rin. Auch die Frage des in den vri-tzten Gebieten erngerichttten Budgets fei behcnchctt worden. Frankreich sei bereit, viele Erleichterun­gen zu gewähr?«. Man werde die größte Rückficht auf die materiellen Interessen Englands nehmen. Kenn die timstSnde günstig seien, weite man die an den Tag gelegte Strenge mildern; aber ans da» Wesentliche der angewandten Methoden könne man nicht verzichten.

Dasunabhängige** Belgien. .

London. 28. Jan Der diolomatische Bericht­erstatter des ..Daily Telegraph" schreibt »um Empfang der auswärtigen Bo: schütter am Freitag durch Mac Donald, der belgische Botschafter brachte Mac Donald gegenüber erneut »um Ausdruck daß die belgische P.'littk in erster Linie eine unabhängige Politik sei, die auf ein Zusammenwirken mit allen bin-ielen müsse. Mac Donald babe geantwortet, daß unter die­sen Umständen einem Einvernehmen zwischen betten Ländern nichts im Wege steben würde. Belgien hoffe, daß der von der Brüsseler Regierung vorgeschlagene Mittelweg »wischen dem britischen und dem ftansöR» schen Standpunkt in der Frage der seoaratisttschen Ordonanzen für das Pfal»gebiet sowohl für London al« auch für Pari« annehmbar sei Die britische Re­gierung sehe iedoch keinen Grund für irgend ein ter» arttge» Kompromiß Man sei in London der Ansicht, daß alle Schwierigkeiten verschwinden würden, wenn die Franrosen die Se­paratisten dort wo sie die Kontrolle haben, nicht «nterstützen würden. Wie rermutet werden könne, seien Paris und Brüssel in diesem Sinne unterrichtet worden.

London. 28. Ian Der Brüsseler Berichterstatter ter ..Times" schreibt, ht Brüssel geht das tsierücht, daß Massingham, der das Vertrauen Mac Donalds ge­nieße, in BrMel Unterredungen mit verschiedenen her­vorragenden Sozialisten gehabt habe, denen er die An« stcht Mac Donalds auseinandergesetzt Habe. Wie ver­lautet. habe Vandervelde Massingham auch »um Pre­mierminister Th-uni» mitgenommen.

Eine eueopilifche ftmtfettm.

von don, 29. San.Ceentna Weiss** trH wisse«, daß Mac Donald in nW a1t$n ferner Zeit eine euro­päische Konferenz oorschlogeu werde, die das trete Problem der Regelung der eitwäH*en Fragen ein­schließlich ter Frage ter betrieben Reparationen, der htttraCiierten Schulden, die chantelsbeziebunaen und bfe Errichtung des Völkerbundes auf einer breiteren Grundlage »am Ziele Haben werde.

Jasper erstattet Bericht.

Paris, 29. Jan. Jafpar «st gestern nachmitta tum 3 Uhr in Brüssel wieder ringettofien uno Hat in der KabinettSsitzung feinen Ministerkrllcgen Bericht über frine Pariser Gespräche mit Poincarö erstattet. In Par>- sir Regieruuqskreisen beobachtet man über den Juba't te? Gesprächs zwischen Jafpar und Poiucare nach wie vor Stillschweigen. Nachrichten aus englischer Quelle besagen, daß Poincarö und Jafpar ausschließlich zur Frage ter besetzten Gebiete Stellung genommen Haben. Man versichert, daß Poincarö und Jaivar nach Ao- laus bet 14 Tage, während deren Mac Donald seine diplo­matische Attion vorbereitet, eine neue Zusammenkunft haben werden.

Kein Kompromiß In der Psalzftage.

London, 29. Jan. TerTailp Telegraph^* m tet. daß die englische Regien, ng em von Belgien vorge- schlagcnes Kompromiß in bet Pfalznage adgelchnt habe. Die englische Regierung fei der Ansicht, daß die psäl»'schc Regierung von selbst in sich zerfalle, wenn die tzr«.'N»oleu btt Sond-rbündle» nicht uutenlützten.

tzrache eröffnen sollten. Immerhin haben sich die Seiden Regierungen, insbesondere Frankreich,, zu km ersten Zugeständnis an den englischen Stand- Dvnkt entschlosien, zumal in der Frage der auto- Bomen Rheinpfalz. Die beiden Länder verzichten kmnach auf die Ratsfizierung der von der provi- serischen Regierung in Speyer getroffenen Ver- Dgungen. Allerdings bleibt den feit dem 10. De­zember aus der Pfalz vertriebenen Beamten die Rückkehr versagt. Im übrigen sind Poincar<r und Safpcr sich über eilte entgegenkommende Haltung Hegen die Arbeiterpartei schlüssig geworden. Dafür jkd auch nachstehende Aensierungen von Pertivar htEcho de Paris" bezeichnend: Den starken Po-

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Um irr Iraalifilita Saaeti.

Paris. 28 Jan T«c Kammer ist hcutc uachmittaF -n die Einzelberatung der Finanzgcsctzc eingetrtten. Der rcrtagunßäantrag des kommumstischeu Abge"rduetc« Eachin, , r daraus au-g°hr. die vorlicgcndcn Gesetze T? zu te-aten, wenn tem Parlament und dem Lande ok Finanzbilanz beton'' a>/ten sei, w rd nach »cr Btirin« 'nng aus Antrag de; Ministerpräsidenten durch Hauv- uusheben gegen die Kommunisten und Sozialisten abgfr- lehnt. Daraus begründete Ca^hin fernen Antrag, die Gesetze erst zu beraten, wenn etne regelrechte Kinttolio über Ausgaben und Einnahmen erfolgt ist. Cachia er- ."ürt, die Regierung habe nichts unternommen, di« KriegSgcwinust uct rinzuziehen, und erinnert an Me Skandale, die im befreite« Gebiet aufgta

Marburg

DlkllM. htn 29. Sonant ^ertxeg

Witd Mc!>»Mld entrollt?

Der neue englische Ministerpräsident hat dem Direttor eines französischen Blattes (Le Quotibien) Wahrheiten gesagt, die dem französischen Minister­präsidenten sicher sehr unangenehm in die Ohren klingen. Die Aeutzerungen Mac Donalds bezogen sich namentlich auf die französische Rhein- und Ruhrpolitik und auf die Reparationsfrage. Und hier ist von der führenden englischen Regierungs­stelle klar und deutlich ausgesprochen worden, daß der französische Ruhreinbruch eine Verletzung des Versailler Vertrages ist, das; er wie ein Alp auf dem wirtschaftlichen Leben Englands lastet und das; er infolge der Vergewaltigung Deutschlands un­fehlbar zu neuen Kriegen treiben wird. Die Pfälzer Sonderbündler hat Mac Donald abgefchüt- telt und auch hier zweifellos erkennen lallen, daß England das französische Treiben in der Pfalz als eine Verletzung des Vertrages ansieht. Wichtig war auch die Hervorhebung, daß die Frage der französischen Kriegsschulden nur im Zusammenhang mit der europäischen Frage behandelt werden kann Das heißt also? Wenn Frankreich auf eine Er­leichterung feiner Schuldenlast rechnet, so wird es dafür auf anderen Gebieten Konzessionen machen müffen.

Man kann wohl nicht sagen, daß das kräftige Auftreten Mac Donalds wie eine Bombe einge­schlagen hat. Dafür ist man einmal in Paris an das Rauschen des englischen Entrüstungssturmes schon zu lange gewöhnt. Und auf der andern Seite war man ja auch vorbereitet, daß Mac Donald dir brennenden Fragen der französischen Außenpolitik vncerroeilt ausscheiden würde. Aber ohne Ein­druck ist das Vorgehen de« neuen engllfchen Mi­nisterpräsidenten doch nicht geblieben. Der bel­gische Gesandte in London hat eine Unterredung mit Mac Donald gehabt, hat sofort darüber nach Drüllel berichtet und in dem unmittelbaren An­schluß daran ist Jasper nach Paris gedampft. Er hat dort mit Poincar<^ zwei Stunden lana intensiv verhandelt und alle Pariser Blätter sind sich einig darüber, daß die Besprechung eine außerord"ntlich tiefe Bedeutung hat. Havas deutet an. daß Frank­reich in feiner Pfalzpolittk eine Schwenkung vor­nehmen und die Sonderbündler fallen lallen wird. Das war wohl schon nach den Berichten Elives be- schloffen« Sache und das Auftreten Mac Donalds kann diese Entscheidung nur noch beschleunigt haben.

Die Frage ist aber, ob sich Frankreich in feinrr Außenpolitik an die neue englische Konstellation anpaffen wird. Hier sind die Zeichen nicht günstig. Es heißt, daß Jasper in Paris sick erboten bat. nach London zu reisen, um dort mit Mac Donald zu verhandeln. Poincar<r bat das aber abgelehnt. Er fühlt sich also vorläufig noch ziemlich unnahbar. Diese Haltung nimmt auch nicht Wunder, nachdem der französische Ministerpräsident in den Kammer­bebatten bet letzten Tage, bem Wunsch bes natio­nalen Blocks entsprechenb. sich mit aller Entfchieben- heit für seine bisberige Politik bekannt bat. Poin- car6 unb feine Kammermehrheit gehen bis ans Enbe. Er hat klar ausoefprochen, baß ibm unb feine Mehrheit nichts anberes übrig bleibt, als zu stürzen ober mit bem nationalistischen Programm in be« Wahlkampf einzutreten. Sicher ist also, baß Poincar«r an feiner bisherigen Linie feffhalten wirb. Unb was wird Mac Donald tun? Er hat zweifellos sehr energisch gesprochen. Er hat auch hervorgehoben, daß die Eachverstänbigen-Ausschüffe zu geringe Vollmachten haben und daß er dem Urteil der Sachverständigen eine ganz andere Trag­weite geben möchte. Diele Frage ist deshalb von Bedeutung, weil die Sachverständigen, wie immer deutlicher wird, zu Schlüllen kommen, die Frank- *°eich nicht gefallen werden. Aber wird man von Mac Donald mehr erwarten dürfen, als eine ene'- gische Sprache? In seiner Rede findet sich kein Ja auf diese Frage. Da« letzte Wort Mac Donalds war Verständigung und Völkerbund. Unb von

*»rben. Es scheine nicht, baß im Augenblick El« e Neuorientierung der britischen «Irenpelitif »u erwarten sei. Minister »«sver wolle alles mögliche versuchen, «m eine Ueberbtückung der franrösisch- »nglischen Gegensätze berbeizufübten. kmließttch sei die Lage in bet Pfalz besprochen wor- »en. Man smeine in Paris nicht mehr darauf 16 he» kte«, die Verordnungen ter sevaratPischen «e. tervng anzuerkennen. Man werde sich aber roelaern, «cienigen ausgewiesenen Beamten, die sich feindselig *o<n die Besetzuugsbehörden verhalten hätten, wie- kr in ihre »erntet einzusetzen. Wenn auch in bet Un­terredung eine endgültige Entscheidung nicht getroffen werden fei, so wille man doch, daß man französischet- Fts den Ansichten zustimme, die der Vertretet der wigischen Regierung entwickelt bäte.

tins- In dieser Frage find wir aber zu zahlreichen S Konzessionen bereit. Alle« laßt darauf schließen.

4. Febr: hör zur asston.

Febr.: phonle- oben. 3

» l W die französische Regierung auch in der Angele- iTuU kilheit der Kölner EisenbahnzE zum Ein- lenken bereit ist." PoincarS hat, wie ver-

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erneqti N? Rel'SKfächliche verzichten. Von ausfchlag- ze b e n d e r Bedeutung ist nach wie vor die Frage

' iegettiatret«eS(eL Ties erkläre die -fnzu- Mutig Beteffch Ml hem Ellen, bas Poincari Jasper keeben habe. PoincarZ werde sich voraussichtlich um hs 3nffe«ttef«wweit eines Vertrages der Kleinen htente mit Bri-rien bemühen.

Pari«, 28. Jan. Rach bem Brüsseler Bericht­erstatter be» ,Oevre" ist der Hauptzweck des Besuches Safper bas belgisch-französische Wirtschaftsabkommen, ms in Belgien auf starken Widerstand gestoßen sei.

Bari», 28. San. Rach demfterowrl Herald** »üte Jasver Mit Boincare erörtern, wie her Ab - HAt Mckic Domrlw, hie Reparationsfrage >»r de« Völkerbund zu bringe«, ent«

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M Tagen nach Brüssel gegangen sa und dort Unter* : «bbHBgen mit vetschietencn Hervorragenden So»ia-

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Sie Stillten In WM.

Berlin, 28 Ja». In einem Gedankenaustausch zwischen der R ich-regierung und d m zur bri ischen Rttchskonferenr in London tvt. enden Geierai Smuts kk.r die Regelung der S aatsang'hörig'eil dcrTeu t- schen in Südwestasrika ist für di.se ein? Reihe wichtiger Zugeständnisse erreicht worden, ohne daß sie ihre R ichson'ehörigkeü aufz g ben brauchen. Rach dem die Ergebnisse des CedanlenauZtatisches ziisgln» ntenfeifenben Memorandum vom 28. Ölte der 1923 wird «.a. die südwestasrckanische Verwaltung jrire Er-