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nen a» inöl erscheint, ls ein« :n.
k Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das ftüher kurhesfische) Oberhessen
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Di« .vderdeNNcde Leitung" etidietxt iethern«! »ichentUL. — Lez»,»vr«i» 16.—31.1 1,40 Wert einschließlich ZustellungrgrbShr. R#t eu»f«Htnb< Mammen infolge Streik 06. eiemrni.Ereignisie kein Ermtz. — Tet en oon Dr. C. f>t|erotb. — Tnitf bet Anin.»Buchdnüerei von Job. An». Koch. Markt 21.23. — Retitfpto*« 56, VoMchecklonk: Mr. 5015 leit frankiert a. Main.
Marburg
Mit«, Itn 28. Sannet
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1924
Ter Sinzeigenvreir bettägf >üt bett 9geip. Zeilenmillimetet 0,03 Sollmart Smtliche u" aubwärt ttnjeigen 0,10 Tel»mark.Bei ichtoier.Say 50's,Aufschlag. S-mmclanzetg. 109*/, KQ TflBee Aufschlag. ' etlamen 0,^0 Soldmort Jeder Rabatt »Ni al« Barradatt. Belege werden Otf. ß"9*le berechnet, ebenso Austvnit 6ur» bte Sel*nft«rt?ne ind Zuienduu; der Anaebote. Zablunq innerdald 5 Tagen (1 Dollar — 4,20 Soldmarks, Berechnung nach dem Setlinet Mittel- Imts de, Zablun^n ekeaangatage». Lerzugrzinsen pro Taz nach dem Bankzinsfuß
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schreibt: Poincare sagte, ich bring« dem tuende *ar Kennt- m4. daß die Welche die Stenern annehmen, die einzigen »freunde der Regierung sind. ES fragt kick nur. fügt Tardieu etwas zweifelnd hinzu, ob d>«se Anttorderuna der Abgeordneten nickt mehr Unbril als Borteil bringen wird. — Gustave Herv6, der Vertrauensmann des EldlÄ, schreibt: Das Mimsterium. da» in den lebten Wochen sehr krank war, bat sich endlich gestern der Mehrheit wieder genähert und damit eine neu« Vitalität gefunden. »
Der Franken i« besetzte« Gebiet.
Paris, 26. Jan. Nach einer Kavas-Meldung aus Koblenz hat die Rheinlandkommission durch Verordnung jede Bezahlung von Steuern in französischen oder belgischen Franken v xboten. Durch eine zweite Verordnung wird die Ausfuhr von belgischen und französischen Franken aus dem besetzten
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L luftit genooÄ- ib. 8*
Die Ruhr .französisch".
Pari», 28. Za«. Bart Hou hielt in der Geographischen Gesellschaft eine «.Rede, marin er «. <l ««»führte, daß nach seiner Ansicht niemals eine französische Partei die RSnmnnq der Ruhr beschließe» werd«. England habe die Ersetzlichkeit der Ruhraktiou allerdings bestritte», heute aber gelte nur »och di« Tatsache. (!!) Die neue englische Regierung müsse nach ihren Handlung«» beurteilt werd««.
uarsi verhandelte heute nachmittag von 3 bis 5 Uhr mit beut belgische» Nutzen Minister Zasp«r, der mittags in Paris angekommen ist. Heut« abend findet Bei Poincar^ ei» Este« statt, au de« sowohl Jasper als auch der tschecho-slowakische Außenminister B e « e s ch teiluehme» werden.
Die ohue »orherige Aumelduug erfolge Reise Jasper» »ach Pari» hat, wie der Korrespondent des »Tempo" berichtet, in Prüstcl lebhaft« Aufmerk- samkett erregt. Bon allgemein gut unterrichteter Seite erfahrt «an, Poiacr^ und Jasper würden über die Brrwaltungsfrage«, die das Ruhrgebiet betreffen, sprechen, namentlich über de» Ertrag der P s 8 « d « r. I« Anschluß daran würde» auch andere Einzelfragen geprüft werden. Es sei anzuneh. men, daß Jasper mit Poiucar- auch über die allgemeine diplomatische Lage sprechen werde. Wie der Brüsseler Berichterstatter des „Journal des D6bats" meldet, erklärt man in politische» Kreise», die U«terred«»g mit Poincar^ habe sich auch auf die Arbeite» der Sachverstaa- digcu-Ansschllis« erstreikt. Jasper habe Poincar^ einige Aufklürnngea übe, di« techuischea Studien der Delegation gegeben.
Mac Renne.
PariS, 27 Jan. Wir auf London berichtet wird, wird Mac Donald mit Mac Kenn«, dem Vor- sitzenden des zweiten SachverständigenanSfchusteS, der sich St. in London aufhält, vor drststn Abreise nach Berlin DerbmtMn. Nach derselben Meldung versichert man in politischen Kreisen. Mar Donald und Mc. Kenna seien hinsichtlich der 'zu verfolgenden Politik, namentlich war die Arbeiten brr beiden Sachverständigea-Ausschüsse an beträfe, vollkommen einig.
London, 28. Jan. Der Pariser Berichterstatter der „Sundap Times" erfiürt. dass Grund bestehe, der von Mc. Kenna am Freitag auf der Generalversammlung der Midlandbank in London abgegebenen Erklärung über b* Aussicht-» der ReparationS'vmm^ssionSun.tersuchung beträchtliche Bedeutung beizumessen. Er habe vor seiner Abreise von Paris nach London au? einem Essen, bei dem die führenden Persönlichkeiten der Reparationskommisston uick der UutersuchungSauSschüsie antveferib waren» eine mehrstündige Unterredung mit Porncarö gehabt Am wc- gendrn Ta« habe Poinoare Mc. Kenna einen drei Seiten langen Brief geschrieben, in dem et zum Ausdruck gebracht habe, welche Würdigung er der intimen Unterredung vom Vorabend zuteil werden lasse. .Diese; Schreiben sei natürlich vertraulich. Ttc5 wette dn neues Licht auf Mc. Keunas Folgerungen über die Aenderung der MentaUtät.
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Berlin, 26. Jan. Wie den Blättern mit« geteilt wird, trifft am Dienstag die erste und am Mittwoch die zweite Sachverständigenkommission in Berlin ein. Dr. Schacht wird inzwischen ebenfalls zurück sein.
Paris, 26. Jan. Staatssekretär Bergmann ist am Freitaa aus Patts abgercist und wird zusammen mit Dr. Schacht an den Berliner Verhandlungen mit den beiden Sachverstän- digenausschü'fen teilnehmen. — Der erste Ausschuß wird feine Berliner Besprechungen am kommenden Mittwoch unter Leitung des Amerikaners Dawes, der zweite am darauffolgenden Donnerstag unter dem Vorsitz des Engländers Mc Kenna eröffnen
Paris, 27 Jan. Wie ..Mtvustt Gerald" hettchlet, beyrbt sich He Untersuchung des Ersten Sachverständigen- auSschust über N- deutschen Eisenbahnen mrf die EinnaN ’nen mich der Nobr-Eisenbahnen, die als Bestandteil bet Einnahmen d-»S Reiches betrachtet werden. ES fei möql'ch ^ast ein Teil bitter Emn-r^men, namentlich die aus dem Ruhrgebiet auSschl^lich sür RepavationSzahlungen Ber- wendung finden sollen.
Brüssel. 27. Ja». Wie der „Etoil Belge" mitteilt, hatte Ramsay Mac Donald gestern nachmittag mit dem belgischen Botschafter in London ’tne ziemlich lang« Unterredung, welche anscheinend die belgisihe Politik gegenüber den Alliierten, be-- cnder» gegenüber Belgien zum Gegenstand hatte. Gestern am späten Nachmittag war der Bericht über diese Unterredung in Brülle! eingetroffen und er sei zeitlich mit dem Beschluß des belgischen Außenminister» zusammengefall«», sich nach Paris,« begebe».
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Paris, 27. Ja». Ministerpräsident
der von ihm — Mac Donald — gekennzeichnete Zustand berbeifübren könnt«. Seine vettönliche Ueder- zengung aber fei, daß im Grunde genommen das englische und das französische Volk Freundschaft für einander empfänden. Deshalb muffe man sich offen aus- knrcchen, wodurch man alle Mibvetttändniffe beseitigen könne. Er glaube nicht, daß die Sachverständigenaus- scküffe in dem engen Rahmen, den man ihrer Aktion gegeben habe, bettiedigend« Lösungen schaffen können.
Wir werden abwarten, bi» die Ansschülle selbst gröberen Svielraum verlangen. Wenn sich Meinungsverschiedenheiten mit der französischen Regierung ergeben würden, würde man mit ibr verbandeln. Die stärksten Rüstungen Frankreichs würden niemals genügen. die Sicherheit der französischen Gebiete zu ge- n'öhrleisten. Er wünsche, hab Frankreich aufbört. sein Vertrauen einzig und allein auf die militärische Macht zu gründen und dah es begreife, wie viel gröberen Schutz es im Völkerbünde finden könne.
Der Eintritt Deutschland« in den Völkerbund würde für Frankreich am Ende die beste Sicherheitsgarantie fein. Wenn der augenblielliche Zustand andauere, wird man ehe 20 Jabre vergangen sind, einseben, welche Art von Sicherheit die R".hrbesetzung Frankreich gegeben bat. Wir müllen an die Zukunst und an die Erhaltung des Weltstieden» denken.
Man kann nickt längere Zeit eine Ration ungestraft in ihren Jntereffen schädigen, oder in ihrem Stolz erniedrigen. Auf die Frage ob Ramsav Mac Donald der Ansicht fei, dab die deutsche Demokratie austichtig pazifistisch und austichtig gesonnen sei. Reoarationen zu zahlen, antroortete er, er sei dessen sicher. Mir Arbeiter haben die Absicht, eine Politik zu betreiben, die soweit es in unserer Macht liegt, der deutschen Demokratie den Aufstieg zur Regierung erleichtert. Eine Politik, durch die man den deutschen Reaktionär«« in die Hand sviele, wäre eine töttchte und würde allen teuer »» stehen kommen.
Hebet die s-varstiftische. Bewegung im Rheinland und in der Pfalz sagte Mac Donald, feine Ansicht sei sehr einfach. Sie fei die von ganz England. Wenn eine separatistische Bewegung spontan auftaucke, dann gebt uns das garnicktr an Aber wenn diese Bewegung d^tch eine auswärtige Macht in Szene gesetzt wird dann sind wir der Ansicht, daß der Friedensvertrag von Versailles verletzt wird und wir werden «ns hier formal weigern, diese separatistische Regierung anzu- crkennen, die mit diesem Mittel eingesetzt worden sei.
$if Mckmiiig ier 6*15.
London, 26. Jan. In den Prrsfeecörteru»- gen über die baldige Anerkennung ter russischen Re- ßi.’rung tritt heute die Frage derenglischen Bedingungen mehr als gewöhnlich in den Vordergrund. Der Partamentsberichtersiatter der „Daily Cff- schreibt, eine weite« Atzung bei KabiiE
lt„ u „ o e n nationalen Block er- *** wird. Zwar gibt man zu daß noch eine zweite Schlacht von Poincaro dadurch gewonnen werden j>«6 er «nzüblige Gegenanträge gegen C** Steuerpläne abschlaaen muh, aber immerhin ist von ^^utung, dah das sübrende Organ des Linksblocks b.ütuite" erklärt: ,,$ctncare gab sich keine groi'-e feine neuen Steuern zu rechtfertigen: er ülernabm
ii Buch, ©orten ergebe«,
Au» tlkohok- arzflütz. Man»' gen.
M Biiili uh Die sri-ML-eiMe 6m«nii.
Pari«, 20. Jan. Der Direkta, des „O»otidien" hatte eine Unterredung mit Mac Donald. Der englische Premierminister sagte: Man wirft Frankreich die Nvbrbesetzung vor, die nach unserer Ansicht die H au v t- ursache der wirtschaftlichen Notlage ist. dre deute auf England lastet. Man wirft Frankreich vor, da» es nicht genügend Rücksicht auf die höheren ^nier- en Europas genommen hab« und dasi es gar ktt-e Rücksicht auf die besonderen Jntereffen Englands nehme. Ansierdem wird nach der allgemeinen An^bt die moralische und stnanzielle Unterstützung, die Frankreich den kleinen Nattonen für ihre Bewaffnung ange- deiben lätzt, einen neuen ri-g unvermeidlich mamen. Fransteich entnervt unser Volk, da, sich in aller Aufrichtigkeit fragt, ob es sich nickt in die Notwendigkeit versetzt siebt, feinet^if» militärische Vorbereitungen zu trctfen und neue Allianzen zu sticken. Er wolle nicht von der Brunrubigimg sarecken, die die Geschäftsleute und dir Arbeiter gnsestchts gewisser' gröberer industrieller Kombinationen hätten, deren Besteben man ankündigt und die gegen England gerichtet zu sein scheinen. Gr wolle auch nickt von der Beunruhigung für ihre eigene Sicherheit sprechen, die oon den Engländern angesichts der unsrb-uren Luftrüstungen Frankreichs empfunden werde: aber er müsse sagen, dsh die 6-ften Geister beunruhigt und mlsttrauisÄ seien. Cs sei die Aufgabe der jciise« Äsgcersng, >k Erfahr«, abzufchS»;». die
Paris, 87. Jan. lieber die gesingen Verhandlnn- bet. französischen Kammer urteilt der „TempS": Seit Mern ist die Frage, welche St-liung die Regierung zu den «rteieu ftnnimmf, erklärt Tie Regierung und die | ^hrheit sind einig vor dem Londe, die Sozialisten und E»Mm,!!>«sten treten gemeinsam an die Wabstirnr.
Pa cis, 27. Jau Tcr ßt5mgtn Rede Poincar6s, die eS möglich geworden, etwa dreißig für die Geuc- ^Debatte angcmcldeten jt&nern das Wort abzuschnttben, sowohl von der Presse des nationalen Blocks als auch ?*tt der linksstehenden Preise insofern gwhc Bedeutung ^Vlst>t, als darin eine Annäherung des Mini-
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■i । Danach schriebt btt Generaldebatte. Nächste Sitzung nbe. * *o«tag vormittag: Einzelbevatung
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Paris, 86. Jan. Die Diskussion über die Don der Reakrung vorgeschlagenen Maßnahmen zur Bekämpfung b« S FrankensturzeS wird fortgesetzt. Nach «ner unwesentlichen Rede des reaktionären Abgeordneten fiatotte ergreift der ehemalige Vorsitzende der Repara- tovökvmmissrou Louis TuboiS das Wort, um «amen? der dcmokratifch-republikanischtn Entente 'Hrago-- puppe/ eine Erklärung z» beriefen. In dieser EttlScung eiri> festgestellt, dah dir augenblickliche Krisis des Frantz» »nzweifelhast durch dar Verfagen Deutsch- - sandSbeiderBezablungseinerSckuldenzu- rSckznfübrtn ist. Die vorgeschlagenen Maßimlmren leien wffo Maßnahmen, die int öffentlichen Interesse erfolgten. Frankreich und Belgien hätten im Ruhrgebiet kostbar- GsS nder bttchlagnabmt. Jrn Augenblick fei aber bei tzatriotrsche Beistand Aller erforderlich, um die von der Negierung verlangten Opfer zu bringen, bereit Löb. «IterbingS sobald als möglich durch Sparmaßnahmen der-' »ngert werden müsse. Die Erklärung erinnert schließlich daran, daß. um die Währungskttse zu fibentnnben tzas keierlicko Veriprecke» durckgefübtt werden müsse ein keines der Rechte zu verzichten, di« Frankrerck aus fern Friedens vertrag herleiten könne. Würde ko» das tun, so wärt Deutschland in der Lagt, Frankre ck ind England wirtschaitlich zu erdrücken, um den Revanche kieg vorznbersten. ES sei also eine wesentliche Sicher- V hcitkbedingunr für Frankreich und d e ctramk Welt, von Lentfch'and b»< Erfüllung der von ihm eingegangencn Leenflichtungrn zu erlau««.
Der sozialistisch!: Abgeordnete Anrivl Vertritt in fs : r R.^e den Standpunft, dah für die mehr R>e: minier große Stabilität der Währung weit weniger der Zustand des Budgets als vielmehr der nationale Kredit im Auslande maßgebend sei, auf den roieber btt Außcn- tzelitik von größtem Eiustuh sei. So spiegele sich in der Kursbewegung des Franken nicht so sehr die Lage i.kt fraiizösischrn Finanzen als vielmehr die Meinung de' slandeS von den Möglückleiten einer Lösung der R«pa-
rati/insstagr. Als der Redner auf die Praxis vor iran- Ecken Exporteure hknweist, die ihre Fordernngen in Devisen nur zum Teil der französischen W-rtickast zu- führen, den Rest aber zur Anlegung von Auskandsgilt- hal-en ferweitben, beruft sich der Ministerpräsident auf tic Aon her« ng einer Mitgliedes der Sachverständigen- kemiteeS, es gebe gegen dies-S Verfahren keine All'ltz. «S <r denn die Slabllisierung der Währung. Gerade tiefe Stabclifserung. die die Sachverständigen — davon ßi er überzeugt — Deutschland auszwingen würden, ge- ktile ic Regierung mit den horltcgenhcn Entwürfen lu» : tigeuer Initial ln tu erreichen
r Paris, 86. Jan Porncars führte itn Weiteren ®fr(aitft aus, niemand strebe so sehr wie er die Politik fe» loualen Zufammenarbeitev.s mit den Alliierten an kbe» erst habe er ihnen und der ganzen Welt einen Beweis pueu Willens gegeben, dadurch, daß er selbst die Ein- ichong der bnÄ>en Sachvtritänd'gcnausschüsse veranlaßt;. Sefterlt erst habe er einen Bündnisvertrag mit dec kscheckoslowakei unterzeichnet. Dieser habe keinen andern Zweck als die Aufrecktrrhaltnng oes Friedens und örs fiatnS quo in Europa zu sichern und die alliierte Kundschaft zu pflegen die die beiden Länder eine. Tenn 8raukrisich vergesse nicht, daß 1871 Böhmen gegen die ■ Wyneflion von Elsah-Lothringen protestiert habe. Frank- «ich, das durch andere Defenstvabkommen mit Belgien
1 Mi Polen verbunden sei, wollt keine Lockerung der Bande t. sofern «r -5 mit seinen Alliierten verknüpfen.
! Darauf unlerbrickt die fhummer bie Sitzung. Nach der B>Nrauhtabrae der Berhaicklungeu ergreift der Abgeord- W- Le Cpour-Graum aiso n da? SStort. Er sieh
Uttachen der FrankensturzeS in der Unterstützung der : bpekuiation durch England, im Auserstehen der deutschen Kocht und in der boffmmg auf da» Ergebnis der näch- ie-i sranzösishen Wahlen
Derriot führt aus, bk Regierung müsse naasieyeu.
die Spekulation nicht Mitschuldige in Frankreich habe *”i> eb besonders in Frankfurt o. M. -eoen den französi- Mu^ Franken gearbeitet worden sei. Er bezweifelt, daß * Steuerzahler in Frankreich den angefSnbigttn Ykittzon i folgen würben und erinnert darau, dah noch un- , *fähr 6 Milliarden krie-ssteuern für Ne Sricg$at>ga6e gezahlt feien
>e,ne neuen Steuern zu rechtfertigen: er ü lern ahm ^ Mehrheit der Kammer gegenüber die formelle Ber- Achtung, si« wieder wählen >tt iassen." Tardieu
werd« am Montag stattfinden. I» der Hauptfach« dürsten in ihr auswärtige Angelegenheiten erwogen werde». Die Anerkennung EowsetruhlandS werd« nicht ohne Bedingungen und Garantie» erfolgen. Mac Donald fei bereif., die Frage einer großen Anleche an Rußland zu erwägen, wenn andere Verpflichtungen übernommen würden. <$r hoffe, ein« endgültige Erklärung über die Anerkennung ab geben zu können, wenn da? Parlcnnent wieder zusammen« trete. Dir „Times" benchtet, in der Frage der An. erkennung SoivsetrußlandS feien anscheinend kein« Fortschr'tt« gemacht worden. Es vertäute ober, daß eS endgültig die Msicht der Regicning fei. d« Arter- kennung mit einem möglichst geringen Verzug zu ge» währen. Eine nälteve Untersuckuna zeige jedoch bte Nachteile einer solchen Aktton von heut« auf morgen. ES frage sich, ob bte zahlreichen VvrkttegSverträge zwischen den beiden Ländern auwmattsch in Kraft treten. Dies sei eine Frag«, welche die sorafälttg« Erwägung erfordere. Di« Frage der internationalen Stellung der Sowsetregierang habe zahlreiche Stadien durcklaitfen, und die beharrlichen Versuche der Sowjelregientng, normale, polittsche nnd HandelSbe- ziehnngen für Rußland tvkederherzustellen, hätten z« genössen praktischen Ergebnifsen geführt. Tiefe Ergebnisse stien aber keineswegs ermutigend. Die britische Arbeilerregierung werde ebenso wie ihre Bo» gihtgerin finden, daß eS nnmögttch sei, fte unbettlck- sickttgt zu lassen, ohne neue Sckwier'gketten zu schaffen. Wenn man damit beginne, daß man brr Sowjetregierung He volle Anerkennung a(8 Geschenk gebe, so werd« dies bte Angelegenheit keineswegs erleichtern. Die britische Regierung würde sich damit einer Waffe berauben feie fte später sehr nötig Halen.teree.
London, 26. Jan. Seit dem Regierungsantritt, de«: Arbeiterpartei- ist Mische« den btttifche« Kommunisten und der Moskauer Zentrale ein regelrechter und regelmäßiger Btt-fwechse! im Gange. Dal Londoner kommunisiische V att veröffentlicht einen Aufruf der russischen lommnninischen Partei an btt englischen Komniunisten. in dem ei am Schluß heißt: Ihr müßt Eure Regierung verhindern, feindfelig« Maßnahmen gegen unser« heldenhaften deutschen Kameraden zu ergreifen, e «
Kalkutta, 28. Jan. Trotz des Wderfpruch- der Regrernna hat die gesetzgebtnde'Körper- schäft von Kalkutta mit 76 gegen 15 Summe« eine Entschließung angenommen, in Nr 4>tt Freilassung von 17 Personen gefordert wird, feie ohne Gerichtsurteil gefangen g-halten werden. Tie Per- dr ter der R gi-rnng erklärten, d'e Vechastunaen jeic» dnngend notmenpig gewesen und' fügten hinzu, gewisse Ges-tz- seren gegen revolutionäre Ges^c unzureichend. Die Führer hätten mit Moskau in Verbindung gcstanden und von bort ®elb, Waffen inife Munition erhalten. w •
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Paris, 26. Jan. Nach einer Havarmelbunz aus Wafhington wild im Weißen Haust erklärt: Tie Anerkennnng der Sowfrtreqie- rung durch England wirb in keiner Weist die Positton der Vereinigten Staaten beeinflußen, wie sie durch die letzte Botschaft des Präsidenten Eoo- lidge bestimmt wurde. Ein Sonderausschuß des Senats ist zur Zeit mit einer Untersuchung der Ber- däl'nHf? in Rußland 6 sckä ttgt. Der Präsident wertet das Ergebnis dieser Enquete ab. baS eventuell ernt A nde ung in der Haltung her R'gi rung herbeisüh. ren könne Zur Zeit stcht bie Regierung auf dem Standpunkt, daß sich dir Lage seit der Botschaft beS Präsidenten gewandelt Hafer.
Poris 26. Jan. Senator be Monzie kün- d-gl eine JntrrpeNanon an. in der er eint offizielle E qurte bei stanzösiscken Regierung zwecks Wiederauf- nähme bet Handelsbeziehung«» zu Rnß- l on b verlangt.
London, 26 Jan „Evenkng Stanbarb“ zufolge hat Arthur Ponsonby» Weigerung, hie Pe«r»würbe anzunehmen, bett Plan be» Vrcnuermtnisters, Pousonbn zum Vertreter de» Foreign Office im Cberfeaufe zu machen, vereitelt. Es sei jetzt wahrscheinlich, baß Lorb P a r m o o r ersucht werben wirb, biete Verantwortung zu übernehmen.
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Loudon, 26. Ja«. Rente« meldet amtlich, daß kein Wort an der fRc*ri*t wahr ist, wonach di« britisch« Regi«r«ng beschloßen hatte, den Pia» für Singopete auf zugebe». Dies« Frage sei gar.licht erörtert worden.
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Saarbrücken, 28. Jan. Die Landtag» wählen im Saargebiet weisen zur Siunbe (9 Uhr vorAistags) folgende» Ergebr^s gujr ^ntiunt