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Amtliches VeMMgungsblatt des Kreises Mardmg.

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das die kür

taffe «'n griusa^eS Experiment ausgestellt wird, die besten Kräfte der Arbeiter vernichten und normale Entwicklung der russische« Revolutisn lange Zeit hemmen muß.

Moskau, 24. Jan. In dem Befinden de» nach dem Kaviars abgereisten Trotzki trat eine Verfchlim- Bmerung ein. Seine Temperatur war heute 38 Grad. Trotzki nr'rd an den Trauerfeierlichk-iten für Lenin nur dann teiln hmen. wenn in seinem Zustand« ein« Besserung eintritt

Das militärische Presseorgan Trotzkis verkündigt de« Leninismus als die Zukunstsparole Sowjetcust- lands.

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Eine treffende Charakteristik Lenin» hat Maxim Gorki gegeben. Sie fei hier wiederbolt:

Lenin ist Führer, zugleich aber auch russischer Grandseigneur. Daher hält er sich für bec-chtigt. mit dem russischen Stoffe rin grausame» Expe­riment anzustetlen, dem schon van vornherein der Mißerfolg beschieden ist. Diese unauSbleidriche Tra- gödie beninuh^gt enin. den Sk ave« 'eS Dogmas, und fein* Genossen, die seine Sklaven sind, in keiner Weise. Ihm istbas Leben in seiner Manrrigiaiugfert fremd' er kennt die Volksmassm nicht, tr hat nie­mals im 8klke gelebt Er weist aber r.t S Bü­chern. womit man diese M ssen zur Rasvei bringen, n-i man ihre Instinkte aufpe tschen kann. Dir 8k» ♦fct rkloss ist für ihn dasselbe wie für den Metallur- bn das Erz. Ist eS möglich, aus diesem Erz unter den gegebenen Be'inaunea einen sozialistischenStcat zu gitfien? Anscheinend ist eS ganz unmöglich, war­um n>(i man es aber nicht versuchen? Was riskiert Levin jtrnn da» Experiment mißglückt? Ec arbeitet n4.' e. khem krln L bor t r um W hr «i cter der Ehimiker totes Material benutzt und dabei für das L ben w rt ^lle Cog bnisse <rz elt, operiert Lenin mit lebendem Material und richtet die Revolution zu Grunde. Die klaffenbewußten Arbeiter, die ihm folgen müssen, begreifen, dah mit der russischen Arbeiter-

Tas Komitee für die deutsche Kapitalflucht ist sh, ein aufmerksames Borstadium der ihr zur Prü­fung unterbreiteten Fragen eingetreten. Es wird glich Rcichsbankprästdent Dr. Schacht und den früher«« Staatssekretär Bergmann darüber be-

Paris, 24. Jan. Reichsbankpräsident Dr. Schacht & gestern nachmittag vom Vorsitzenden der RrparationS- h»mission empfangen worden.

Lari», 24. Jan. Ministerpräsident Poinoar- ha» fegte nachmittag den Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht "Mpsangen. Im Laufe des Nachmittag» empfing Psin-

ftagen, unter welchen allgemeinen Voraussetzungen » möglich sein wird, in Deutschland praktische Nach- ferschungen anzustellen. Das Komitee tritt am Donnerstag nächster Woche wieder in Berlin zu- hmmen. Das Sekretariat des Komitees, das In karis arbeitet, hat inzwischen eine große Anzahl ßatistiicher Informationen gesanrmelt, die das So« mit« notig zu haben glaubt, um seine Arbeiten Mdern zu können.

Die Pariser Mission des Neichsbankpräsidenten Dr. Schacht ist nunmehr beendet. Dr. Schacht wird dicht mehr von dem Sachverständigen-Ausschuß go­rt werden und wird morgen abend die Rückreise Berlin antreten.

l Paris, 24. Jan. Der Unterausschuß d?s Sachver- digenausschuss"» DaweS, der die Smbit si-rungsfra- bebmwelt, hat bente vvrmittzw tio«r Uhr

«ter Vorsitz der amerikanischen Sachverständigen John trtaat

Paris, 24. Jan. Das Komi! re Dawes hat heute nachmittag die Berichte seiner Unterausschüße ®er die ersten Maßnahmen zur Stabilisierung der Mark und zum Ausgleich des deutschen Budgets zur Kenntnis genommen.

r Pari», 24. Jan. Wie mitgetestt wird, treten die feiden Unterau«schüssr de» Sachverständigenkomi- 4re s DaweZ tBudget und Währung) beute zur Ab^a'sin^ «ues Berichts über die ihnen unterbreiteten teckni» Uen Fragen »uiammen, der dann von dem gesamten fantrier tzskutiert werden soll.

j. Paris, 24. Jan. Havas vervfssntlicht fol- Mde Erklärung: Entgegen verschiedenen Aus- Wrungen in her ausländischen Presse hat das erste Komitee nicht beschlossen, den Plan, den Dr. Schacht di den mit ihm abgehaltenen Sitzungen ausein- »sdergeietzt hat, in Pausch und Bogen anzunehmen. Gewisse Anregungen des Reichsbankpräsidenten sind hrn Sachverständigen beachtenswert erschienen. Das Kviniiee Dawes wird sie in dem endgültigen Plan berücksichtigen, mit dessen Aufstellung es zur Zeit 6tiif)äftigt ist und der am 30. Januar in Berlin zur Erörterung gelangen wird.

Paris, 24. Jan Der erste Sachverständigen au r» Mpß setzt bi» zum Tage seiner Abreise nach Berlin am ^.menden Montag sei« Arbeiten fort. Es ist möglich, tast er noch einmal FffWn Bergmann zur Teilnahme an I her Sitzung einladen wird und daß diese Sitzung flvn heute stattsindet. Herr Dr. Schacht siebt lerne Tätigkeit in Paris als beendet an. Er dürfte heute abend ^*<6 Berlin zurückkehreu.

-Pa ris, 24. Jan . Nach demNttvyork Herald" ^aisichtigen die dem Komitee Mac Krnna angehörigen °vli?nstchen, engl'schen und belgilchen Sachverständigen *it Dienstag oder Mittwoch nach Berlin abzure^'en.

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!ie 6enMrt8nMft li brr Mir.

Lubwigsbaien, 24. Jan. Die Separatisten hoben den Protest der Pkälret Presse gegen die Verge­waltigung der Pressefreiheit damit beantwortet, dah sie sämtliche Zeitung em von heute ab mit einem dreitägigen Verbot belegt baden unter der Begründung, dah diese ein Flugblatt Herausgaben, in dem sie Einspruch gegen die Eingriffe in die Presse­freiheit erhoben batten.

Di« ^OdetheRiche Zeitung" etltbeint Memal wöchentlit. 16.31.1

1,40 ®i«tl einschlietzlich .tufteltungsgebühr. Für «ueiaUtnb« Mummeix in»lg« Streits o». eumtnt.tttiijxtii« kein Ermtz. Der »g von Dr. T.Kitz»rotd. Druck der Unix. Buchdruckerei eee Job. Bug. neckt. Merkt 2123. Fermvrecher 56, Bo8 checktonw: Ar. 5615 «mt Frankiurt e. Statt.

Marburg in 25. Mm Kertung

W Vatis, 24. Jan. WTB. meldet:

11 -r Mchverständigen-Busschüsse haben gestern nachmii- ten! tag von 36 Uhr getrennt verhandelt. Am Abend LornKiiÄ^4 perössL-Ntlicht worden:

Re «e«t 66'inolHiioL

Paris, 24. Jan. Wie derPriit Pariffcn" anS Berlin erfährt, setzt sich der Plan Tr Schacht? znr Grün­dung einer GoLnotenbank aus nachfolgenden Statuten zusammen:

Die Zeichnungen finden nicht nur in Deutschland, son­dern auch im Ausland statt. Die deutschen oder auslän­dischen Zeichner sind nicht verpflichiet, ihre Namen an« zugrbetl. Sie können da» Kap-dal vielmehr durch dritte Personen «nzahten taffen. Für die deutschen Unter­tanen ist eine Amnestie Vorgelehen, d h. jeder Deutsche, der lich gegen die verschiedenen Reichsgesetze betr. die Kapital. Verschleppung oder Steuers»nter,-ehung vergangen hat, wird begnadigt ober in seine Rechte wieder eingesetzt, wenn er einen Betrag in Aktien -er Bank zeichnet, der zur Hälste seinem Vermögen in Devisen entspricht. Dir ReichSbauk beteiligt sich an der Zeichnung des Kapital^ der Goldnotenbank mit einem Gold betrage, über den "sie ein unpfSndbaves Verfüg unosrecht besitzt. Die Zeich- nnungen in Gold und Debilen, die da» Kapital biDen, werden im new trafen Auslände hinterlegt, damit sie gleichzeitig gegen eine eventl Revolution in Deutschland oder gegen eine Beschlagnahme durch eine feindl che Macht geschützt sind. Die Bank nimmt keinerlei Transaktio­nen besonderer Art vor. Ter Aufsichtsrat besteht aus­schließlich aus Persönlichkeiten der WinschastSkreise. Tie Zurückerstattung der Banknoten in Gold und Debilen wich binnen Jahresfrist gemäbrfeistet. Das Bankgeheim­nis wird gleichfalls von dem Reich durch Verträge mit den auswärtigen Treuhändern garontlert. Tie Zeichnunaen bringen eine in Gols zahlbare Dividende und die Bank ist von sonstigen Al>gaben unb Steuern entbunden. Tas Reich erhält von den Netto-Einnahmen 2 Prozent des Aktienkapitals. Von d-.m Rest erhalten die Aktionäre b Prozent ihre» Kapital» und teilen sich weiterhin 50 Prozent der Gewinne, bte diese Dividende übersteigen Di: Gvldnotenbank, bte im Zusammenhang mit der Reicksbank arbeiten wird, hat beträchtliche Aufwendu"» gen für Organisation und das technische Personal zu ver- meiden. Tie Dauer der Bank ist mit 20 Jahren garan­tiert. Anläßlich ihrer Lmuidierung werden sich die Zeichner das Kapital und die Reservebestände teilen AallS das Reich die Bank erwirbt, erhalten die Zeich­ner da« Zwanzigfache der mittleren Dividende ver letzten 10 Jahre, zum Mindesten das Doppelte des normalen Betrage» und die Hälfte der ReiervehestZnve. Tie Ver- längerung der Konzession durch das Reich ist vorgesehen. Ter Präsident der Bank hat das Vetorecht. Das Reick erhält nach Deponierung des Reservefonds 10 Prozent des ungezählten Aktienkapitals sowie die ßälfte des Ueberschufses der verbleibenden Dividende nach Aus­zahlung von 5 Prozent derselben an die Aktionäre, im Falle ihrer Liguidierung die Hälfte des Relerve^anbeS.

DemPetit Parisien" zufolge ist Dr. Sckacht der An­sicht, daß 2 Milliarden GoLmark in ans'Sndiscken Tevffen sich zur Zeit in Deutschland befinden. Weiter steht er auf dem Standpunkt, daß derselbe Betrag außerhalb TeuNch- lands angelegt ist und nicht zum Vorteil der bentiäen Volkswirtschaft verwendet wcrd Tie Noll Notenbank müsse mit einem Kamtal von einer Milliarde Goldmar? utj^itn- bet werden. Zunächst ttrrbe sie 2 Milliarden zu 5 Prozent bei vorhandener Deckung ausgeben, im Notfälle später weitere 3 Milliarden. Dieser Betrag entspreche dem Gokd- umlaufe deS Reicke».

(WTB. meldet dazu, daß e? sich offenbar um eine Ver­mischung von Richtigen mit Falschen handele)

folgte eine AndachtSpause von fünf Minuten, während der jede Bewegung ruhte. Dann trugen die Freunde Lenin», unter ihnen Rykow, Tomeki, Rud- zutak. Djerjinsfi und andere, dann die Bauemdeleg'.erten, des Allrusiischen Kongresse» und Mitglieder des Revo­lutionären Kriegsrats den Sarg nach dem Gewerkschasls- haus. Dem Sarge folgten Hunderttuusende; um 3 Uhr wurde die Leiche im GewerkschastShau» aufgebahtt, wo die Bevölkerung während dreier Tage von dem taten Führer Abschied nehmen kann. Lenin siegt im Sarge in seinem üblichen grauen Anzug, an dem Rock ist der Orden des Roten Banners befestigt.

M o s k ft u, 24. Jan. Tie Tran erfrier für Lenin ist aus Sonnabend festgesetzt. Die Chefs aller diploma­tischen Missionen versammelten sich heute auf der deutkchen Botschaft, um unter dem Vorsitz des Grafen Br";Lorss-Ronkau, der Mlf Wunsch der euff scheu Re­gierung die Vermittlung mit dem diplomatis^bnKgkps übernommen hatte, die Form der Beteiligung der auswärtigen Missionen an der BeisetzungSselerlichkeit zu beraten.

Paris, 24. Jan. Der Mimsterrut, der heute vor­mittag unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik zu- sammengetreten ist. hat nach den Abenüblättern von neuem über die Stellungnahme der Regierung in der mor­gen beginnenden Finanzdebatte verhandeln. Es ver­lautet, die Regierung werde für jeden einzelnen ber eingebrachten Gesetzentwürfe unter Stellung der Ver­trauensfrage eintreten.

Nach demJntrausigmnt werden Ministerpräsident Pcincare und Finauzminister de Lasteyrie daraus bestehen, daß die Debatte, abgesehen vom Sonntag, ohne Unter­brechung durch andere Fragen durchgeführt werde. Das Blatt rechnet mit 7 ober 8 Sitzungen, die sich ans die Vormittage und Nachmittage verteilen sollen.

Paris, tt. Zrlfe. Esst^ Parilet Lflchrschrrn- agentur glaubt zu wissen-, daß die Kammerwahlen am 4. Mai stattfinden werden.

- L d v d - st, 24, Jan. $as neue Kabinett hielt stestern seine erste Sitzung ab. §s wurden vor»' läufige Bejchlüsie gefatzt, u. a. über die Frage der Arbeitslosigkeit, des Woynungsmangels und der Unterbringung der ehemaligen Kriegsteilnehmer.

London, 24. Jan. Reuter zufolge hat das Kabinett gestern die Aufstellung eines neuen Ar» deitsfystems durch die Bildung eines kleinen Aus» fchussos für die Behandlung verschiedener inner» politifther Angelegenheiten und für die Verbreitung ihrer Regelung beschlossen, wobei indesien dem Ee» santtkabinett die endgültige Entscheidung vorbehak» te« bleibt. Hierdurch wird das Mimisterium in den Staad gesetzt, seine Zeit den allgemeinen politischen Problemen zu widmen.

London, 24. Jan. Frank Hidges, General» fcfretät des Bergarbeiterverbandes, wurde zum Zioillord der Admiralität und Harry Gosling, Vor­sitzender des Transportarbeiter-- und des Allgemei­nen Arbeiteroerbandes, zum Verkehrsminister er» nennt -

London, 24. Jan. Der diplomatische Bericht» erstaiier derDaily News" meldet es werde all» gemein angeiwmmen, daß nach der Anerkennung Rußlands durch die neue Regierung das WitgliÄ der Arbeiterpartet O'Grady der erste britische Bot­schafter in Moskau sein werbe.

Paris, 24. Jan. Die Persönlichkeit Mac Do­nalds steht seit gestern im Mittelpuntt des all­gemeinen Interesses. Londoner Berichte lasten hier deutlich den Eindruck aufkommen, daß der neue Premier unter dem Druck der Liberalen auf dem Gebiet der inneren Politik zu keinen großen Taten schreiten, sich aber dafür durch eine mächtige nach außen gerichtete Attion schadlos halten wird. Dabei dürfte et auf die Unterstützung sämtlicher Parteien zählen. Die französische Preste verzeichnet diese Meldung und gibt im übrigen der Befürchtung Ausdruck, daß die französisch-englischen Beziehungen in der nächsten Zeit eine noch nie dageweseile Span­nung erfahren können.

Wie md WklkSW.

Berlin, 25 Jan. DerTag" schreib^: Am Sams­tag beriet das Reickstebmett um 2 Uhr über dir griamte» politischen, wirtschaftl ch n und fova'rn Fragen der he» .ctztcn giebirte. iLl-ichzeit g bat auch die preußische Req e- rung sich mit ber Frage der besetzten Gebtete w-eder ftä'tet befaßt. Ter Anlag zu diesen Beratungen »st in den» Bericht zu sehen, den der deutsche GeschäitSträgrc in Pari» über die Auffassung der französischen Regierung in den Fragen der besetzten Gebiete erstattet hat. Es scheint sich doch immer dimtltcher zu zeigen, daß die Hoffnung, mit einer Lösung ber Reparationsfrage auch die sofortig« ßrei&rit der besetzte» Gebiete zu erlangen, hinsaüig ist.

torftoig in Leiv Mus M Äesliie.

Moskau, 24. Jan. Heute um 7 Uhr morgens traf die zur Ueberführung der Leiche Lenins er» wählte Delegation tn Gorki ein, wo bereits Arbe-irrab- ordnungen in großer Zahl terfamm li waren. Um 10 Ubr morgens wurde die Leiche Lenins, bte in einem von totem Stoff überzog nen Sarg ntbte, von Stalin. Bunov, Krassin, Bucharin, Sincw.ew und Käme- ne ff aus dem Hause getragen. Die nächsten yreunbe uno Schüler Lrmns, sowie Mitglieder der Sie» Öterung, des Zentralkomitee« und der Pa-tei trugen ad- »vechselnd den Sarg bis zu der vier Kilometer ent» lrgenen feijenbabnftetion Gereo'sifowo. Ur.m tt lbar hi-- ter dem Sarge folgte die Faursie. Auf dem Wege zur Station warteten zahlreiche Bauern, bte von weit her gekommen waren, um von Lenin Abschied zu nehmen. Um 1 Uhr mittags «reichte der Trauerzug MsSfeut. Es

Dit AtlAe» ineiiMtt Stezietiin.

London, 24. Jan. Unter den durch die Regie- rungsübernahme ber Arbeiterpartei geschaffenen außen- politischen Möglichkeiten hebt sich, dem Sernehmen nach am flarften der Wunsch hervor, btr Wiederaufnahme ber normalen Beziehungen zu Rußland auf ber Grundlagt t*r Anerkennung der Scwietregiervng zu fördern. Ueber die Einstellung der neuen britischen Regierung zum mittet europäischen Pwblern verlautet chaß mehr denn se die Tendenz zutage tritt, die endgültige Lösung unter hervor­ragender Mitwirkung eines Denffcklanr und Rußland vntfaffenben BölkerbunoeS herbeizusübren. Vor allen Dingen sei zu erwarten, daß ber Premierminister behüt- sam vorgehe und daß sein Afgrnmetk darauf gerichtet sein werde, den Weg zu einer gerechten und vernünftigen Rege­lung zu beschrriien. Es wird weiter hetvoraehoben daß Großbritannien sowohl in der Frage der Kölner Eisen­bahnen, als auch in btr dringenderen Frage deS Separa­tismus in ber Pfalz out einem sehr ft,len Boden stehe, da es bei ben stölmr Babuen im Besitze der Schlüsfel- sellung sci und da die von Clive im Namen der britischen Rcgierung in bet Pfalz angestellte Untersuchung klar er­geben hab-, daß die dortige Errichtung ber sogenannten autonomen Regierung" nicht in dorn Willen der pfälzi- 'chen B völterung wurzele. Der starke Eindruck, ben das im Unterhaus verl-sene Telegramm Cl-veS, der das Ge­rippe seines Berichtes an die britische Regierung und 6ai Ergebnis seiner Untersuchung in ber Pfalz bildet, in Deutschland und vor allem in der Pfalz selbst hervotge- tufen bat, wird viel bemerk»

London, 24. Jan. Me gemeldet wird, ver­brachte Mac Donald den heutigen Vormittag im Foreign Cffice.Evening Standard,, berichtet, daß Mac Donald bereits in Fühlung mit der russischen Regierung stehe unv daß baldige Schritte zur An- crlcnrung der Sowjetregierung wahrscheinlich seien.

London, 24. Jan.Daily Telegraph^ zufolge verlautet in Völkerbundskreisen, daß Lord Par- moor so« Mac Donald gebeten worden sei, Eroß-

L-ort d o n. 24. Jan Der Sonderberichterstatter bet Times" in Trier sendet seinem Blatt einen ein» kuckenden Berich» über die Maßnahmen bet Fran- rosen zur Entdeutsckung dieser Stadt. Et schreibt, nur in der Pfalz seien die Franzosen in ihrer Unrerstützung ber Separatisten noch offener gewesen als Li Trier. Die Separatisten könnten in »ebn Mi­nuten bsiiausgeworfen werben, aber schon zweimal, ais sie von der Menge angegriffen und ihre Flaggen berunteraebolt worden feien, hätten die Franzosen efnseoriffen und berittene Cpabis eingesetzt, bte mit großer Rückstchts'ostgkeit gegen die Menge Borge» gangen seien. Der Berichterstatter schliesit. die verav» Leute rot=mei6nrfine Flagge werde von ben Fran­zosen überall beschützt und zwar im Moseltal und Rheinland, von Koblenz bis zur Pkalz. Was insbesotr» bete den General de Metz anlange, so habe er sich sa ehr mit ben Senaratiften eingelasien, daß die Frau» zi'ien die Unterstützung dersekb-n nicht einstellen könn» ten, wenn der General nicht abgelöst würde.

i« d« interpatlamentansche Gruppe, den Finanz- jtzkimster und ben Kriegsministrr sowie bett spanischen -koffchafter.

-- ~ --- Die beiden

Eine Unterredung mit Mr. Schwab.

V®erlin, 24. Jan Ein Vertreter desLokalanz." mit Mr. Schwab eine Unterredung, in der biefer ti. a.

Tatter Meine Mission in Deutschland ist die, als Ken- Deutschlands mir an Ort und Steife ein Urteil feine wahre wirtschaftliche Lage zu bilden und dieses . ^1 der Rrparationskommiision zu uirterbrritm. Deutsch» 1 isir bei bet Kommission, was bte Amerifetner anbe- ! «n de« besten Hänöcn, Da« sind allessehr feine,

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btitonnicn im Völkerbund zu vertreten. Wie btt. diplomatische Berichterstatter desselben Blattes et», fährt, beabsichtigen Mac Donald und sein« Kollege« auf die baldige Aufnahme Deutschlands und Ruß«, lands in den Völkerbund hinzuwirken. s

London, 24. Jan. Bekanntlich haben die. englischen Minister nach ihrer Vereidigung sich $ einem Kabinettsrat versammelt. Mac Donald er­örtert mit seinen Kollegen das Programm, bas4t am 12. Februar bet Kammer anläßlich ihrer Wie­dereröffnung unterbrelten wirb. Der Premier* Minister unb mehrere Mitglieder seines Kabinetts haben gestern abend den tschechoslowakifchen Außen« Minister Dr. Benesch empfangen.

^Berlin, 24. Jan . Zu dem Mtgekündigten Besuch WrSachverstänoigenatiSschüsseberRepara- 4i«nSkvmmission in Berlin schreibt bteGer-

Außenminister Etr cf ernenn hat noch m feiner Men Rede am Sonuabens vor Vertretern der ausländ«- Preise erklärt, daß bte deutsche Regierung alte» tun *rbe. um ben Komitees ihre Tätigkeck zu erleichtern, werde es besonder- willkommen heißen, wenn be Mitglieder persönlich nach Berlin kämen, um sich hier ein *ärtl über bte Sagt TeutfcklanbS unb die Urstiche seiner tist zu bilden. Ten Herren tr rb in Berlin Gelegenyeit *r ausreichenden Inform al,on gegebrn unb Einsicht in * einschlägigen Bücher unb Akten gestattet werden. ** deutsche Regierung betont wieverholt. daß ihre Poli- ? unb ihre finanziellen Maßnahmen nicht das Lickt ber ^fentllchkeit zu scheuen hätten unb sie kann es nur ve- Mhen, wenn durch eine objelävr Nackprüfung ber» ^rhältmsfe, den französischen Drhauptungen von bet 5®&trilligfeit de» deutschen Schuldners endgültig bev

Anzeiger für (das ftüher.kurheMche) Oberhessen

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