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Der englische Kabinettswechsel

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Paris, S*2 Jan. DerGänlois" schreibt tu der jfSriflen Nackmittagssihung des ErstenSachverstSn- diqenausschusses, man könne eine gewisse Un- rühr nicht unterdrücken Tas gelrimmsvolle Stillschwei- gen des SachverstSndigenlsmüees sei einigermaßen körend. Es habe sein« Nachteiie nicht nur für die französische öffentliche Meinung, die sich iraae, welche Ueberraschnngen sie nach tx-n vielen anderen Ucberraschungen meist unan­genehmer Art noch zu erwarten habe, sondern auch kür die öffentliche Meinung Amerikas, bi« vor nicht lan­ger Zeit noch eine lebhafte Abneigung gegen die Methode der Gebeimdiplomatie bekundet habe. Es müsse aber zugegeben werden, daß die Erklärungen Tr Schacht- auf das Erste Aachverstäne-genlomit-.e nnen günstigen Eindruck gemacht habe. Bei gewissen Alliierten stehe Dr. Schack» in dem Rus, zu der kleinen Zahl jener Deutschen zu gebören. die sick bemühen, loyal eine Lösung der Reparationsfrage zu finden.

Lenin, der schon oft Totgesagte, ist gestorben. Ma« wußte, hast er unheilbar der Auflösung entgegenschrüt.

6r Kfln- der unbestrittene Führer der bolschewi­stischen Revolution, die recht eigentlich sein Werk wat Um sie zum Siege zu führen, ging er durch ein Mr« von Blut nab Tränen. Seit einiger Zeit machten sich in bet rass scheu kommunistischen Partei Spastungs- bestrebungen geltend, die aber durch seine Persön- l> chk.il ni berfl holten wu/rden. Man darf gespannt sein, tri« sich nun der Bolschewismus weiter ent­wickelt. Neber die P.tsön'ichkeit und geschichiliche Be­deutung Lenins wird noch zu «den sein.

DieObeihelilltde Zeitung" erscheint ierbtmal wöchentlicn. Sejugsoreis 16.31.1. 1,40 $'ett einschließlich ZufteNungrgebüdr. «usiaUenbe Nummern infolge Streit, oa. elementiiteignilie lein Eriag. Ber «g von Dr. L. Hiyerotd. Druck der tlniv.'Buchbruckerei von Job. Aua. Noch. Markt 21.23. Rttnipteebn 55, Pokt'checkkonto: Rr. 5015 Amt irtanfrutt a. Marn.

Kurz nach der Mittagsstunde ist Baldwin gestern ien seinem Amte zurückgetreten. Die Babu ist nun ftn für Mac Donald, der zeigen muß. was er kann und ges seine Versprechungen wert sind. Wir haben in xsttschland nicht nötig, dem Kabinett Baldwin eine skSne nachzuweinen. Im vorigen Sabre hielten wir «5. während des Rubrkampfes einmal für berechtigt, Hoffnungen auf die englische Politik zu setzen. Das ' eet damals, als Lord Curzon im englischen Oberbaus fcint Red« hielt, um die deutsche Regierung zu einem kcbritte zu ermutigen. Dieser Schritt erfolgte dann ei.& in der Form des Angebotes, das die Regierung Tr. Cuno den Ententemächten unterbreitete. Bis beute R auf dieses Angebot jegliche Antwort aus- tebiieben. Diese Behandlung Deulschlands ist de- tzchneud nicht nur für die Politik, die Vonar Law ver- srigt bat, sondern eigentlich noch mehr für die seines ßacklfolgers Baldwin. Die englische Aktivität versackte UÜkommen Frankreich gegenüberund überließ Deutsch- lend vollkommen seiner Isolierung. Wenn wir dis teilte einen Verzweiflungslamps gegen die französische llaterdrückungsvolitik führen müssen, so fällt das nicht «mr mindesten auch der englischen Politik irr Last, die in kühler Reserve sich auf das Abwar­tes beschränkte.

Wird darin unter der Führung Mac Donald eine Lcnderung eintreten? Der neue «uglifche Ministervrii- fi>ent hat gesagt, allein schon die Aussicht auf den -abinettswechsel habe die außenpolitischen Verbaltnisse ^bessert. Den Nachweis dafür ist er allerdings schul­dig geblieben. Das internationale Einsehen Englands

Prfncorö gestern mit Lord Crewe eine zweite Unter» r-dung Che sich der französische Ministerpräsident auf eine Besvrrchltnq der Lage im - Kölner lyebtet rinließ, gab er die Anregung, hast die londerbündle- rische Frage in der Pf-lz dem Haager Internationalen (Retiefti^o6 zur Entscheidung vorgelegt werden soll.

London, 23. Jan. Reuter erfährt, dast die Btrichie der britischen Behörden in Köln über die französisch«Blockade" des britischen Gebietes jetzt in London eingetroffen sind. Es verlautet, dast der allgemeine Gebrauch des WortesBlockade" einen falschen Eindruck der Lage gegeben hab«. Seit der französischen Besetzung deS Ruhrg-bieteS *ei der Per» k<hr in bet britischen Zone merk (ich beschränkt wor­den. Man glaubt nicht, daß die französischen Be- s r uk ng u 1 iefen pl"«räßlg weiter ve mtn e tt wüv> b*n. D'- Lage der britischen Streitkräfte scheine je- dcnf.lls v llkommen sicker zu sich Die neuen Maß­nahmen würd-n am e rüstest n die deutschen und anoere Kaosleuta treffen, die seit der franzöf scheu Besetzung den Schuf der Engländer gesucht hätten. Auf jeden Falt fet die britische Z n« nach Osten gegen vas uicht- besctzte Deutschland offen unb nichts verhinl«« den freien E'sinbahnvrrkchr auf dieser Strecke.

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Gestern fand um 12 Uhr mittags die 20 Minuten dauernde Sitzung des allrussischen Rätekongresses statt. Die von. Kalinin überbrachte Mitteilung über den Tod Lenins machte auf die Delegierten einen umso überwältigenderen Eindruck al« den meisten Tel», giitten die Tatsache noch nicht bekannt war. Der Kongreß erhob den 21. Januar zum Trauerlag. Ja Moskau sind alle öffentlichen Betanstaltungen und Lustbarkeiten auf die Dauer von sechs Tagen abgesagt.

Ter in Moskau tagende allrussische Rätekongrest und de in d n näckst nT ge i b ginnendeKoice'; d« Sowiet-Union werden die nötigen Entscheidungen tref, f**n. um die weitere ununterbrochene Arbeit der Sow» irtrtgv.tung zu sichern. Lenin ist nicht mehr unter uns! Scher'sein W rk wird unerschüttert bleiben. Di, Sowjet egurung wird das W rk Lenins weiter sünren uns ber. von ihm gewiesenen Weg weiter beschreiten, Tie Leiche roito Dienstag ait8 Gorki nach Moskau übergeführt werden und befindet sich zur Beerdigung, die Sonnabend stattsindet, im Gewerkschaf tshiwie. Der ganzen Bevölkerung wir) der Zugang zur Bahre frei» gestellt sein. Ein von Sinowjew unterzeichneter Auf- ms deö Exekutivkomitees des kommunistischen Inter­nationale an alle Sektionen der kommunistischen Jn- timatirnale erflärt: Tas internationale Prolerarial mitt den größten Verlust seit Karl Marx. Hut ad vor dcm frischen Grab des großen Meisters der Ar­beiterklasse > Das internationale Proletariat weiß, was e8 an her Person Lenins verloren hat. Tie tomuni- stische Internationale und die Sowjets werden 6jrt Reihen zuiammenschließen für die Arbeit im Geists dessen, -uns Lenin uns vermacht hat.

man das ohne besondere Beruhigung verzeichnen.

Die Unterhaue-Debatt«.

London, 22 Jan. Nach Erledigung von

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Französische Pressestimmen.

Paris, 23. Jan. Zum Sturz des Kabinetts Bald­win schreibt betTemps", es sei bebauvtet worden, daß dir vebernahme der Regierung durch die Arbeiterpartei der Anfang einer Revolution sein würde. Man köu-.-e sogar von einer politischen Nevolution sprechen, die sich alsdann beschleunigen könne, wenn von dem Kabinett Macdonald oder seinen Gegnern schwere Fehler begangen märten. Es könnten sich die Aussichten verschieben. Für den Augenblick müsie man angeben, daß die Ereignisse sich in Frieden abspielten, und man müsse aufrichtig hoffen, daß es immer so bleibe.

DasJournal des Tckrts" wünscht, daß man sick auf beiden Seiten des Kanals sofort einige, noch bevor es zu neuen Unstimmigkeiten komme. ?Iur sranzöjacher ! Seite fei man dazu bereit Es sollte der Zusirmmen- sianqlosigkeit der Verwaltung in den RÄinlandeu,tu Reibereien zwischen den verschiedenen besetzten Zonen, Un Eisersüchteleien zwischen den Ländern, der auf­reibenden Polemik und dem Geist der Rivalität ein Ende gemacht werden. Gebe die Regierungsübernahme durch Macdonald die Gelege, heil zu erneuter freundschaftlicher Auslegung der stan;ösisch-englkschen Beziehungen, so könne

London, 22. Jan. DieTimes" und derDaily Telegraph" veröffentliche« ausführliche Berichte ihrer Sonderkorresvondenten in Speyer über die Berbältustse m l«r Pfalz. Ter Berichterstatter derTimer" schreibt, eS ia notwendig, vorbehaltlos zu sagen, daß eS die srau- zösiscke Politik allein sei, die s«r das augenblickliche terroristische System i« der Pfalz verantwortlich sei. Ter franzöllsche Durchschnitisosfizier und Gcntlemen mt Rheinland führe jesioct: die Befehle des Generals t>e Metz uns des Oberkom« missarS Tirard in dreier Frage ohne geringere Begeiste­rung ans Zahlreiche französische Offiziere haßten den Kontakt, den di.- Politik ihrer Vorgesetzten |ie zw'n ge­rn it den niedrigsten Elementen der deut­schen Bevölkern ng aufrecht zuerhalten Ter Berickterftatrer schildert die französ.schen Maßnahmen zu Gunsten der Scparatisten und den von ihnen auljeübttn, Terror Die sogenannteautonome" Regierung mache^ keine Versuch« zu regieren, sondern nur. solche zur Einschüchterung und zu 6tm, Zwecke, Geld einzu treiben. j

DieTimes" äußert sich in ihrem Leitartikel sehr scharf. Bezugnehmend auf das Telegramm Clives w-rst das Blatt darauf hin, daß dieser schamlose Zustand daS Ansehen aller Besotzungsbehörden berühre, da die Br» jetzung eine gemeinsame. Die tzranzose» wUta

Marburg

Mmtz, ten 23.3imm Hartung

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London, rr. San. Wie das fckestge der Rnssislfen Telegravben-Aaentur mitteilt, ist Lenin Settern in Moskau gestorben.

Moskau, 22. Jan. In Gorki bei Moskau ist Leuln gefloich-en Nach dem ärzllichm Bericht wurde Lenins Atem gestern um 5 Uhr abends flockend. E? rat Rewußllo'igkeit und ofgemeine En kröf ung ein, und um 6 15 Uhr gab Lenin unt r Ersch-i -ungi-i der Varoltzke des Atmungs'entrums seinen Geist ruf. Ii te> Rg> turg krumgabt über den Toü Lr-ünS hc-ißt t5

Moskau, 23. Jan. Ergänzerü» wird folgender ärz sicher Bericht veröss n.tlicht: Tie am 22. Januar um 2 Uhr nachmittags vollzogene Obduktion stellt« starke Peränderungen der Blutgefäße fest. Eine frische Blutung aus den Gefäßen dec w i<>en HinzrinLe war ore uLmittelbire Ursache des TcdiK.

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Dr. StzxA iir dm SilbierMIdM 9mW.

Paris, 27. Jan. Reichsbankpräsident Dr. Sl acht und Regineungsrat Dr. Meyer haben gestern nachmittag d:r Sitzung des Sachverständigenkomitees DcN>eZ (Budget und Währung) von 35 Uhr teige» wohnt. Im Anschluß daran fand eine zweistündige S tzung mit dem Komile- Mac K'nna (deutsche Aus­landsguthaben) statt. Die Besprechungen der Komi- tces mit Dr. Schacht sind hiermit beendet. Tas Komitee Mac Kenna hat den Wunsch ausgesprochen, heute mit dem früheren Staatssekretär Bergmann Rück­sprache zu nehmen.

der Reparationskommission eingesetzte Sachverständi» ver2sientii.hr folgende amtliche Mitteilung: Ter von der Repaiationskommission eingesetzte Gachverfländi« geraussihuß der sich mit der Stabilisierung der deut­schen Währung und dem Ausgleich des deutschen Bud­gets beschäl.igt ist zu der Auffassung gekommen, daß es zweckmäßig fe( Wine Goldnotenbank zu errichten, indem man

1. einen Teil der Metallv-rräte und der ausländ- dische« D vllen flöss g macht, die sich etwa im Besitz b r deutschen Staatsang hörigen befinden und zur Z.it leine w'rtschoftliche Verwendung f nden imd

2. ausländisches Kapital zur Unterstützung heran- zi he. Tt* Ausschuß nimmt an, daß die Errichtung inec derartig *u R tenbank einen Be' and teil des Ge­sa »itplanes bilden toirb, der den künftigen AuSolcich des Btdgets und die Stabilisierung der Wahrung herbei!ül,rrn soll. In dieser Beziehung scheint dem Ausschuß, daß gewisse T.ile des von Tr. Schacht ent-, luocfenen B'aueS mit Nutzen verwandt werden ttnn-' ien, Kobold der Zeitpunkt gekommen ist. Der Ausschuß ha.'"sie Aueeinendersepung b r Ge-an'en Dr. Schachts b grüßt. Sie stellten rin Element der umfassenden Maßnrbmen dar, die getroffen werden können. Ter Dor sitz* nde de? Ausschusses hat bcve ts hervorgehobe.i, daß es für die Alliierten notwendig ist, sick über ein Eiuh itsprogramm zu verständigen. Der Aus- 'Lust ist überzeugt, daß es zur Sicherung deS Er­folge? der Bank wünschenSw--r: ist, daß Ausländer bci ihrer Le stung Mitwirken. Angesichts der Triugsichkrit einer Entscheidung und ihrer Durchführung hat brr Ai sschuß Tr. Sckacht davon unterrichtet, daß er am Mittwoch, den 30 Januar seinen enbgiltlgen Plan in Berlin erörtern werbe.

Paris, 22. Jan. Das Sachverständigen­komitee Daves (Budget und Wabrung) reist vor- ausstchtlich am Montag nach Berlin ab.

Schachts Rückkehr nach Berlin.

Pari? 23. Jan. Tr Sck>acht wird, wie wir er­fahren. am Donnerstag die Rückreise nach Berlin nn'rten. Er wird vor dem erst.*» Sachverstäudigen- auslchuß nickst mehr er'chnnen, dagegen wird der zweite Anss.ln'ß b-r sich mit der Frage der deutschen ÄnS- andsguth b n beschäftigt, heute noch einmal S'auis- sekretär Bergmann hören.

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,5o wbon, 28 Jan. Im llrferba»» teilte Baldwin daß der König den Rücktritt der Regierung anae- ^tmen habe. Daö Parlament wurde iii «um 12 ftbniar Vertagt.

London, 23. Jan. Die Haupt Persönlichkeiten im *v«n Kabinett sind:

Macdonald, Vorsitz und ouswärtigk Angcstgen- *ir«n, Cl y ne s Geheimsieg:lben*ahrer, L o.rd $ ar« Jotr Lordpräsldent des geheimen Rates, Lord 6 a *®ite Lord-Großkanzler, Snowden Schotzkanzler, Anderson Inneres, Thomas Kolonien, Stephan Mals h Krieg, Sir Sidney Okiver Indien, Genc- Thomson Lufischisiahrt, Viscount Chelms- Wrd Erster Lord der AdmiralctL, Sidney Webb Wvdel, Noel Burton Kandwirtschaft. , .

>< r l a g e. Die nächsten Tage werden zeigen, ob inan b London sich damit begnügt ober ob man nun daraus Kd) die Konsequenzen sieben wird. Was Mac Donald lisfcer in außenpolitischen Ansichten geä'-rfiert bat, läuft h Großen und Ganzen auf internationale Berstäudi- sifl und Bölkerbiindsgedanken hinaus. Er wird also idwr Im Amte es an der Betomins des Selbstbestim- «stngsrechte» der Völker nicht fehlen lasten. Aber so- iniie es bei diesen Worten bleibt, wird auch der chcchse! in der enalkscken Regierung noch keinen Wan­dt in der englischen Außenpolitik bedeuten.

Aber wenn sich Mac Donald auch vielleicht hüten kb. in der auswärtigen Politik seines Landes dos Mllich vorhandene beiße Eisen sehr rasch und sehr *f. an,«unreifen in der inner» Politik wird er es du miiste». Hier liege» wohl auch seine Schickfals- nrte. Die Konservativen habe» die Absklminunss- eäH im Unterlaufe n«uh einmal dazu benutzt, die Ar- interoartei und ihrer Unterstützer, die Liberalen, zu Ncr» und zu schelten. Cie habe« stch den Anschein ^zeben. als gehe man jetzt in England sck*neren mmlistifchen Zeiten entgegen und sie haben sich beeilt, k Liberalen die Verantwortung für all das auszu- Stben, was sich nun nach ihrer Behauptung an Kialifttschen Schreck.'»Stasen eieignen wird. Baldwin tob Austin Chamberlain haben den Liberalen mit völli- R Zerreibung bei der nächsten Wahl gedroht Was i P« englischen Konservativen erwarten, liegt auf der j «Mb. Sie nehmen an, daß Ramsa» Mac Donald stch .ftr asch verbrauchen und mit einem völligen Fiasko I der politischen Bühne wieder zurücktreten wird, kann würde böchstmabrfckeinlich der Miste-'o'g der Ar- ststervartei auch die Liberalen mit ht seine Kreise *kn. Aber die Liberalen misten ebenso gut wie die «beitervartei, woran sie sind und was für sie auf dem wiefe steht Deshalb werden sie so leicht ganz sicher *$t den Konservativen den Gefallen tun. eine uni«alt- Jtie Lage herbeizuführen. Aeußerste Vorficki und Pugc cerechnuna unter diesem Zeichen wird die englisch» ÄnenonlHit fn der nächsten Zeit stehen. Daß dieser *»rs sehr starke Gerobren tat Gefolge bat, ist klar win Mac Donald kann gewiste Probleme der inneren «kitik. wie z. B das der Arbeitslosigkeit und das der Werften Steuern nickt auf die lange Dank schiebe«. *mn er es nicht mit seiner eigenen Bartet verderben W. Hier ind bi« heißen Eisen dazu da. um ange- Nt zu werden. Zwischen dieser Notwendiakeit und etalet Bedenklichkeit wird der neue Ministerpräsi- «91 zu lavieren haben.

fragen luurbe die Debatte über den Mißtrauensantrao der Arbeiterpartei von bem liberalen Führer Sir John Simon ausgenommen. Er kritsiierte die Regierung, weil st« nickt unverzüglich nach den Wahlen zurückscirete« fei Das Land brauche Vor allen Dingen bi« Beseitigung einer Regierung, die ringe,landen hab«, daß sie ein wich- Hne? Problem nickt förderlich behandelli könne, und ihre Ersetzung durch Leute, tue auf jeden Fall hassten, daß sie es könnten. Sie Wählerschaft holx glrichermaßcu die bisherigen Experimente s.ivohl des Schutzzolls als auch des Sozialismus verworfen. Es sei jedoch «ine große Mehrheit von Stimmen vorhanden zu Gunsten der Politik in auswärtigen und inneren Angelegenheiten, die 6tl- stgerwetse als gemeinsames Gut der Liberalen und der Arbriterpartei bezeichnet werden müsse.

Austen Chamberlain, der Simmts Rede schors kritisiert«, erklärte, bei der nächsten Wahl tv-rde das Land sick ent» roewr für die Arbeiterpartei o&ei für die Konservativen a-assprechet!

Im Saufe der Debatte gab her Erste Set» der Admi­ralität, Amery, eint Erklärung über das Schiffs bauvrogramm ob, das die Regierung zur B« kämpsung bcr Arbeitslosigkeit in b«n gco um Schif^bauzentr»n mifgeftelli habe. All« !eicbt*i teurer würden im Lause der folgenden zwölf Jaist- f eraUet sein: um fee m ersetzen, und bi« Zahl der Kreuzer auf ausreichender Stärke zu halten, würde e? n0iüa crin, während der kommenden 10 Jahre insgesamt 52 Kreuzer zu bauen oder durchschnittlich fünf in jedem ^ahre Von 1931 a6 werbe oit Stegiennig infolge des Vertrage» »in Washinato« durch den Ersatz der Groß- lampsichiffr hol«e Kosten auf sick yt nehw-o hob,-- Tu gegenwärtig« Regiening habe die sosortige Inanzrifs- »ahme des Baues von acht leichten Kreuzern, drei Unter» feebooten, zwei Kanonenbooten für den Dienst im Per­sischen Golf, einem Flugzeugmutterschiff und einem I Minenleger vorgkfchlagen. Das gesamte Proqpamm wero- unverzüglich M 32 000 Arbeiter Arbeit schaffen unb das Maiinebudget im nächst«': Jahre nm 5 Millionen erhöben

London. 22. Jan. Am Schluß der Debatte über ben Mißtraüensaii'vaa der Arbeiterpartei sagte Bald­win, um die Pol'tik esines Kabinetts zu verteidigen, die konservative Regierung habe die Frag« der Schulden an Amerika gelöst, sie Habe es verstanden, die Entente aufrecht zu erhalten, sie habe den Vertrag mit der Türkei ' zustande gebracht und auch die mit dem Tangerproblem unb mit der Bekämpfung b#® YOkobmichrnokia-i; in den Vereinigten Staaten zusammenhängenden Fragen -riedigt Das Verhältnis zu den Vereinigten Staaken sei besscL , denn je. Die konservative Regierang habe sich zahlreichen schwierigen Problemen gegenübergeschen, und wenn |te jetzt zu Fall gebracht werde, lasse sie doch nur ,w« , biefer zahlreichen Fragen für ihre Nachfolger zurück, näm sich btt der Arbeitslosigkeit und das ReparaiianSproblem Di« Konservativen würben den Fehdehandschuh aufneh­men, wenn er ihnen hingeworfen werde ' Namen der Arbeiterpartei ichloß R a m s a v Macdonald die Debatte. Er lagte, der SsziaEsmus je. 1 kein fest umschriebener Begriff und kömie sick durchau? , den Umständen anpassen. Die segenwärtizen Umstände, sowohl was die innere, als ovch di« äußere Politik an» betreffe, machten eine andere Regierung notwendig. E s fei feine beneidenswerte Ausgabe, der Nachfolger der vorigen Negt-rung zu sein, dock stelle er seine Pflichten gegenüber England über seine persönlichen Gefühle. Macdonald lchlaß. it.at Regierern- habe viel Gutes zu wirken und viel Angst unb 'Sorge im englischen Volk zu verbannen. Er richt« daher an das Unterhaus ixe Aufwroernng, die Debatte zu schließen und die Ankwonadress« auf di« Thronrede mit dem Ab- änb-"-!,ngsantrag der Arbeiterpartei anzunehmen.

Die ytifberlage der Rcgi-rung würbe von der Acbei » terpartei mit Jubel begrüßt. ÜRebiere Ober Anhänger Lloyd Georges stimmten »ü 6er Pezr.runü fiCflen den Abändrrusssantrag. *

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- Land»», rr. Sen. Da» Kabinett Baldwin ist lreück,«treten.

London, 22. Jau. ftamfae Macdonald

* das Amt des Premierministers enge-

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kt durch die Blockierung Kölns einen neuen Schlag «litten, unb, wie cs scheint, ist man in London auch 1:6t »och nicht entschloßen, dagegen mtt ben gleichen Waffen vorzugeben. Was die Miffiotz des englifchen bcneralkonsuls Elive in der Pfalz im Erfolge hoben 1441371 #8*-. werden wir auch erst noch abwatten müssen. Der tetiral des Engländers bedeutet für bxe Frunrsserr -aad a** 8te Schützlinge eine schwere moralische Nie-