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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher kurhessischej Obechessen
1921
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toäfen den Gedanken einer Lostrennung von Bayern zu- rück. Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung, obwohl gletchgüttig gegenüber der Frage einer Loslösung von Bayern, steht einer Abtrennung vom Reiche feindlich gegenüber. Zn bestimmten Klassen der Bevölkerung, namentlich unter den Bauern und unter den sozialistischen Arbeitern besteht Neigung für die Schaffung eines rheinischen Staates unter Einschluß der Pfalz, der politisch unabhängig, aber wirtschaftlich mit dem Reiche verbunden sein soll«. Dieser Teil der Bevölkerung ftircht«-: eine militärische Politik von Berlin und von München. Di« Loyalitätserklärung ist in allen Deilen zurückgewiesen worden. Die in einer Menge von Fällen unter Drohungen erlangte Unterzeichnung kann die Annahme nicht rechtfertigen, daß die Mehrheft der Bauern der autonomen Regierung günstig gesinnt fei.
London, 21. Jan. Zu der Unterredung Clives mit dem britischen Oberkommijsar Lord Kilmarnock in Koblenz am Samstag schreibt der Sonderberichterstalter des „Daily Telegraph" in Koblenz, es seien Mitteilungen zwischen dem britischen Oberkvmmissar nno dem Foreign Office ausgetauscht worden mit der Folge, daß Clive, der gestern nach München Bälle zurückkehren wollen, feine Pläne geändert und sich nach Louden begeben hält-'. Während seines Aufenthalts bei Kilmarnock sei er damit beschäftigt gewesen, den Bericht über seine Untersuchung abzufassen, der noch nicht übermittelt wurde. -
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Ktten ist Die Hauptfrage ist nur die, ob wir'tatsächlich ** einem Wendepunkt der äußeren englischen Polftft ^hen. Die englische Arbeiterpartei schickt sich an, in den vartel zu steigen. Wird Macdonald der Mann feto, um Grankreich in den Zügel zu fallen?
Mannheim, 21. Jan. Die Pfälzer Zeitungs» Verleger haben beschlossen, die Ausgabe ihrer ßei- tungen bis ’jum nächsten Freitag einzirstellen. Sie fordern Pr^ssesrei'h.-it.
Mannheim, 21. Jan. Die Meldung des „Echo du Rhin", die deutschen Beamten se «n aus der Pfalz entflohen, ist eine glatte Erfindung. Kein deutscher Beamter hat bi? Pfalz freiwillig verlassen. Der Be- amteakörper wurde zunächst von den Franzosen zerschlagen, rrcBei sie die Cond.rbündler unterstützten.
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Hovas zufolge bat Tr. Schacht di se Frage bereis gestern im itfien Sachverständigenausschuß g streift durch c-ncn Hiwveis darauf, daß bi? Nnführung d r von ihn g-planren deutschen Colsnäirung biseIiück- führung begünstigen werd«. Dr. Schacht hat, wie Havas mitteilt, nah Schluß der gestrigen Atzung d s - r't-m Komitees Journalisten erklärt, er h be sich v t p li t t ib?r bieic Sitzung Sti kfchw ig n zu bcw hr.n unl> fr w rdr fein W et Hal en. Er könne nicht einmal etwas tb r seinen Gin mrf mftte l » im üb ig n lie^e auch näher, die Mitglieder des Sachverständigenaus- s brfs.-s um ihrrn Eindruck zu befrag n. Alles, was er ag n k nn. sei daß er noch einige Tag' in Paris blei- b n u»7 h ute von dem znxit n Komitee g hör: v-rden würrde, um sich über die deutsche Kap.talausfuhr auszusprechen.
Maren 84 Landesgruvven durch 148 Delegierte vertreten. In der Nackmittagsfitmng haben Vertreter der kommunistischen Parteien des Auslandes, u. a. für die englischen Kommunisten Newbold das Wort et» ßHffen. Die deutsche Partei war durch Roste W o l i k» stein vertreten, die in ihrer Rede u. a. feststellte, daß die Besetzung des Ruhrgebiets der deutschen und der französischen Sektion der kommunistischen Internationale den Boden für eine gemeinsame Aktion geliefert bade. Die Kombination des beiderseitigen Kavitalismus könnte trotz der oberflächlichen Zuge- ftändniste Poincares nur zu einer entsetzlichen 93er» clcndung des Rubrproletariats führen. Die Rednerin berührte auch die innere deutsche Parteilage. In Sachsen, Thüringen und Hamburg sei d.r Kampf nur um einige Augenblicke aufgehoben. Die Ereigniste, zu denen es dort im Oktober gekommen sei, würden in der kommunistischen Partei keine ernste Krise zur Folge hoben. Für Februar erwarte man in Deutschland eine große Streikwelle, die der kommunistischen Partei Gelegenheit geben werde su beweisen, daß Re nicht tot sei. Roste Wolffstein kündigte große kommunistische Demonstrationen in ganz Deutschland für den 13. Februar an. Bei Schluß der Sitzung wurde eine Resolution der kommunistischen -Arbeiter au« den zerstörten französtschen 'Departements angenommen. di« den deutschen Kommunisten ihren Gruß entbieten und die Hoffnung auf eine vroletari- sche Revolution in Deutschland aussvrechen.
(Das ist der Gipfel der Frechheit 1 D- Red.)
Ei» Vorstoß gegen den kranzSstschen Militarismus — hi Amerikas
Washington. 21. Jan. Im Senat bat vorgestern Senator Bor ab einen starken Dorstoß gegen den französischen Militarismus unternommen. Er setzte sich energisch dafür ein, daß die Zinsen für die französtsche Schuld an Amerika «in- gefordert werden und Regelung der Frage überbauet erfolge. Der Senat faßte zwar keinen Beschluß, es erfolgte aber auch kein Widersvruch dagegen Senator Owen bat erneut ausgeführt, daß Frankreich und Rußland als eigentliche Kriegsurb e tz e r angesehen werden müßten, was ebenfalls ohne Widerspruch binaenommen wurde.
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di« protestantisch« Kirche, btt amtlichen Kreise und die kRehrheit bet Bevölkerung in den grvßen Städten weisen den Gedanken einer Loslösung Von Bauern zurück. 5. Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung, obwobl gleichgültig gegenüber bet Frage der Lostrennung von Bayern, strht der Abtrennung vom Reich feindlich gegenüber. 6. In bestimmten Klassen der Bevölkerung, namentlich unter den Bauern und unter den sozialistischen Arbeitern besteh: Neigung für die Schaffung eines rheinischen Staates unter Einschluß bet Pfalz, der politisch unabhängig, aber wirtschaftlich mit dem Reich verbunden sein tolle. Dieser Teil der Bevölkerung fürchtet eine militärische Politik von Berlin und München. 7. Unter den Bauern und Arbeitern herrscht stark« Krftgsmüdigkeit und der Wunsch nach Frieden um jeden Preis, ft. Die Loyalitätserklärung wurde in allen Teilen zurückgewiesen Di« Erklärung wa. auf Bauern und andere Grundeigentümer und dir Land- bürgermeister beschränkt. Diel« von diesen unterzeichneten anfänglich, und itoat ohne Beratung mit den. Gemeindebehörden, zogen nun aber die Erklärung zurück. Tie Bauern in der Pfalz verhalten sich gegenüber den politischen Angelegenheiten im allgemeinen glcichgült g und wünschen nur in Frieden ohne die Gefahr der Ausweisung zu leben. Tiefer Teil der Bevölkerung würbe, wie ich glaube, jede Erllärung jeüer Siegterung unterzeichnen, um in Frieden leben zu können. Die Annahme der in einer Menge von Fallen unter Drohungen erlangten Unterzeichnung kann nicht rechtfertigen, daß die Mehrheit der Bauern der autonomen Regierung günstig gesinnt ist.
London, 22. Jan. (Unterhaus.) Tas von dem 'Interstaatssekretär Mac Rrill verlesene Telegramm von Elive über die separatistisch« Bewegung besagt u. a. noch: 76 Prozent der Separatisten sind von außerhalb der Pfalz gekommen: sie umfaffen unstoeifelhast zahlreiche Vorbestrafte unb Männer, die gänzlich unerfahren find in den Geschäften einer Regierung. Tie katholische unddre protestantische Kirche, die amt lieben Kreise und sie Mehrheit der Bco-lkeruugi» den großen Städten
Marburg Dienstag, tu 22. Sanuar -art»«.
Sie WMr Itr tHIttn Sitieiigt
London. 22. San. Reuter erfährt, daß die briti« sch« Regierung der Frage einer Eisenbabnblockade dr» Kölner Gebiets durch die franröstschen Behörden ihr« tilusmerkiamkeit widme Das Gefühl herrsche vor, daß oir Angelegenheit nicht zu ernst aufgefabt werden dürfe. Rach Feststellung aller Tatsachen werd« di« Au» gelegenheit mit Frankreich besprochen werben.
London, 21. Jan. Der bip om-u-.i.ne Berichterstatter des ..Dcilh Telegraph" (dir i5t Londoner Re- ’ieiung trei'f sei n nicht in der Lage, b e >>. l .ing der R gie mft Po n aräs kürzlich tun ge e en m Wnn che nach fr imdfchostiicher Z> f<tnimenaibeit mit 5n.il.mb In Eifftang zu bring n. Tie bri ische Rtzi.rung werde durch ihre Botschaft^ in Paris und Brüssel beuso roi.- durch ihren Botschaft t im Rh inLrnb auf ine deut.ihr Erklärung des icttn von de. fra'.zö.'iich- b lgiscte i Regie nn r iomm.nen Schrit e-1 unb (einer Si-te dringen.
s ton8 nennt, und die Forderung aukstellt, es müsse jetzt Üblich Frankreich gegenüber eine Grenze gezogen werden. »- zeigt sich allmählich, daß die englf'Ibe Passivität in Kr austvärtigen PoUlik eine schiefe Ebene war, auf
B tstz b'S Kom't es
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m audtichten? Die Reoarationskom. misston ist nicht der Auffassung. E- ist von Deutschen. »m Ausland in Form von Depots, von Beteiligungen an bestehenden Geschäften und von Holdings ein be.
, b Kapital gebildet worden, das die Leistung», tabigkeit Deutschlands in Mitleidenschaft zieht unb da. rir“La. leine Zahlungsfähigkeit beeinträchtigt. Läßt sich dieses Kapital abschätzen Läßt es sich zurückiüh» r.-n? Der dervotragcnde englische Sachverständige M« Kenna schätzte im Dezember 1922 die auf diese Weift i'a® bent Ausland abgewanderten deutschen Kapitalien auf feinen geringeren Betrag als eine Milliarde Dollar, und et zog unter be. Endeten Bedingungen deren Berkaus an die deutsch« Regierung in Betracht, die sie ihrerseits der Revata- twnskommission übergeben könnte. Es wirb Ihre Aufgabe sein, bie zur Abschätzung bet in Frage stehenden «et^ge und zur Vorbereitung ihrer Rückführung geeigneten Methoden ausfindig zu machen. Es ist zu boffen, daß Sie von der deutschen Regierung unterstützt n'erden. deren berufenste Vertreter zu wiederholten Malen erklärt haben einen Versuch zur R iickf üb- T u..n n. & e r Auslandskaoitalken. an dem Gläubiger und Schuldner gleiches Interesse hätten, würde ihre affine Unierstützung finden. Zwischen den beiden Sachoerständigenfomitees gibt es feine strenge S<be ig. Sie sollen einander weder fremd noch ver- fchlosieil bleiben. Es ist vielmehr nötig, daß sie einander fennen. unterstützen und zusammenarbtiten. Haben sie nicht nie Aufgabe, auf verschiedenem Wege zum gleichen Ziel zu gelangen- der finanziellen Wiederher-
Zur Abwehr.
Berlin, 22. I n Gegenüber einer Huvasmel« düng bie die deutsche Ven.attung für den angeblichen W g in« mgt; aus den Ct.ec.en der Ei en bahn egie ver- m.lrcornidi machen will, wird von unterrichteter erklärt, ba| die Regie, bte bereits 8< ÜOO Kohlen«
Dr. 8AA wr htm SaittrlMw SäsMrt.
Paris, 22. Jan. Reichsbankpiäsihent Dr. Schach' und Regierungsrat Dr. Meyer von der KrtegSlasteukom- Mission sind gestern nachmittag 2 Uhr von dem ersten Sachverstänbigenausschuß zur offiziösen Vespleidnua **»• bfftng« Jr. ttt um 3Uhr sich anschließenden
offiziellen Sitzung würbe den deutschen Vertretern ein Fragebogen des Komitees vorgelegt. Der Reichsbank' Präsident gab zunächst in zweistündigen zufammenhSn- genben AuSsührungen und daran anschließend auf einzelne Fragen der Komifeemitglieoer Auskunft über bie mit her Sanierung der deutschen Wähmng in Verbindung stehenden Fragen, insbesondere über seinen Plan einer deutsche» Gold Notenbank. Die Sitzung war g gn 6 Uhr zu Ens« Dr Schacht unb Dr. Meyer werden heut- efriü'ß 10 Uhr van bem S'o-ien Sachv riän digenausschuß (deutsche Aus'andsguttzaben) gehört werben hei gest rn («’ne A bei en ausg nommen Hit. In dieser Sitzung wird den deutschen Vertretern auch tnit- gefeilt werden, ob baS erste Komitee sie nochmals zu hören wünscht.
Paris, 22. Jan. Der zweite Sachverstänbigea-
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Die Boot ii groilrtiil.
P a ris, 21. Jan. Der Kongreß bet Radikalen •b fozialistifch-radikalen Partei in Lvon bat gestern »8ter dem Vorsitz Herrfots eine Tagesordnung angenommen, in der et den Anspruch Frankreichs ">f di« R«varationen bekräftigte, jedoch Mftellt, daß angesichts der negativen Er- • cbnifle der Rubrbesedung die Reparationen durch !®*e interalliierte Verständigung und internationale «dmachungen gesichert werden müßten. An die «eil« der gegenwärtigen Pfändet seien M^cre zu fetzen, die von der Gesamtbeit Deutsch- «nds gegeben werden müßten und die zu einer Flüssig- wthuna in Form internatiantzler Anleiben «eignet wären.
«atie, 21. San. Heute nachmittag tritt unter «rsih des Präsidenten der Republik bet Oberste Ktiegsrat zusammen.
.Paris, 21. San Ministerpräsident Poinearö bat «ute vormittag nacheinander den Vorsitzenden der Re- *TationsfommiiRon Bartbou, Finanzminister de 2®“eotie unb den englischen Botschafter Lord Crewe "avfangen.
Varis. 21. Jan. Die Gesetzentwürfe zur Ea- «erung der franzönschen Finanzen, über die die Fi- ?anzfvmmiNon der Kammer weiter verbandelt, wer- wahrscheinlich im Plenum der Kammer frühestens ** Donnerstag, den 24. Januar, zur Debatte komme«.
$ie Hoffnung be« französischen Kommunisten ist eine Revolution — in Deuijchlandi
^*6116, 21. Inn. Die kommunistische Partei inkreichs bat gestern in Lyon ihren dritten breskongteß eröffnet Auf dem Kougrcs
ausfchuß hat in feiner gestrigen Nach mittags, itzung, bL von 2 - 5.30 Uhr dauerte, einen allg'mein»" nungsaustausch über seine ^oDert g pflo^n 'und heschlos.eru di* Anwekeuste-- Tr. Schachts in Biris zu v nutzen, um von ihm Erklärungen über die deutschen Auslandsg.itbo.ben unb bie Möglichkeit ihrer Zurück- fübrung rntg g-nzunchmen.
angenommen. D r zwe te Such«
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Pari», 21 Jan Der Vorsitzende der Repara- licnsfommiliion, Bartb ou, erklärte in seiner Be- grüßungsansorache an di« Mitglieder oes Zweiten Sachverständigenkomitees. das beute vormittag 11 Uhr in Paris zusammengetreten ist: Es genügt uns, di« Namen der Geschäftsleute zu kennen, die sich bereif gefunden baden, in das Zweit« Sachveiftänbigenfomitee einzutreten, um Die Gewißheit zu haben, daß sie mit demselben vertrauensvollen Eifer arbeiten werden, wie das Erste Komitee. Di« Reoarationsfommisston weiß ihnen dafür Dank Ihre Aufgabe ist schwierig. Das Problem der deutschen Kapitalflucht läßt sich mit größerer Bestimmtheit stellen als lösen. Aber es ist unmöglich, seine Untersuchung zu vermeiden. Weit entfernt, diese dem BudSeiausgleich unb der Stabilisierung lo abträgliche Kapitalflucht zu leugnen bat Die deutsche Regierung eine Reibe legislativer und administrativer Maßnahmen getroffen, um sie einzudämmen. Tftsr sind leibet «nwtrHam geblieben. Ist also in bie»
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London, 21. Jan. Der diplomatische Berichterstatter beS „Daily Telegvaph" schreibt, Clives Bericht über seinem Besuch in der Pfalz werde offenbaren, daß der britische Generalkonsul keineswegs den Eindruck gewonnen hab«, baß bte separatistische BeklwvtNa ■in bet Pftrk» eh* ^771^37.1 ZT!« imtte fei. Im übrioen werbe die britische Regierung die Ansichten des britifchen Generalkonsuls wohl kaum ber Oefftntftchkeit vorenthalten.
Lonbon, 21. Jan. (Unterhaus.) Das von bem Unferstaatssekretär Ma« Neill verlesen« Telegramm des Generalkonsuls Clive Über die separatistische Bewegung lautet:
Nachdem ich sstns Lage daraus verwandt habe, die Ansichten der Bevölkerung jeder Klasse und jeder Partei «n der Pfalz zu vernehmen ,bin ich zu dem angtmetneii Schlüsse gelangt: 1. Die überwältigend« Mehrheit b-r Bevölkerung steht der autonomen Regierung feindlich gegenüber. L. Diese Regierung bälte niemals ohne fron» zösische Unterstützung in Erscheinung treten können unb würde sofort Vertrieben werden, sobald bte französische Unterstützung aushörte . 3. Nach dem Zugeständnis von Bley ,der das nominelle Hrnipt bei Regierung ist, sind 75 Prozent bet SeuarÄisten von außerhalb der Pfalz
Die „Dberbefftnbe Seltung* erfdietxt ledumel Wöchentlich. — Dezugsvreir 16.—St. I. w 1.40 Mark einschließlich Zuftellungsgebllyr. FD« «uiiattenbe Nummern imolge
». 18 Streits oo. eiement.(irelgniile fein üriag. — 5:et «g non Dr. C. Hitzersid. — Druck bei Uni».»Luchdruckerei von 3eM. Im«, koch. Markt 2123. — Fernsprecher 56, LoMchecktoNto: Ar. 5015 Bnt Frankfurt «. Main.
o rstän ige tausfchuß verbandelt h'Utf nacfimitiag übe* feine A"be tsmfthode.
Paris 21. Jan. Die Mitteilungen bfl M >rg nbl t‘ r f.6 > b:<* heutig? N chmi st- iznua b«5 »rst en Sachverständiienausschu ss s rott en tön ziiständig-r de t'cher Seit- b men.iert. Der Sitzung werden nur Reichebaulprästdeni Dr. Schlichs unb Regürungsrat Meyer von der Krft.'sl.ijf^rom» mi'fion beiwohnen. Auch die Meld^.,. daß Dr. Schacht b n Mitgliedern des Ln-zchusses gefteni statistisches Material übrrmiltelt habe, ist uiizufressenö.
Die eWlifts Retzstkn» itiint.
zi. San. 57* MißtkLLrnsanlrag der Arbeiterpartei ist mit 328 gegen 25ß Stimmen angenommen worden.
London, 21. Jan In Zuiammeusassung bet Erörterung des Mißtrauensantrags der Arbr-ircpsran, erklärte der Führer der Liberalen, Si r I o b n S i m o n, b« Hauptpflicht des Hanfes ist, die unfähige Regierung Baldwins zu beseitigen. Ich Holle.' öab i;Sr Regierung der Arbeiterpartei unter wohlroollenber Haftung aller Parteien bas An;; übernehmen wird. — AustenCham» betloin sagte, wenn die Liherulen m-t der Arbeiterpartei zillammenstimmen sollten, würden sie das Land verraten und nie wieder das Land regieren.
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In den letzten Tagen ist «5 immer deutlicher geworden, haß Poincare mit seiner Polittk auf bas Ganze geht. Es stellt sich habet heraus, daß bie Morgenröte der Bersöh- WNg, von der Milleranb in seiner NeujahrSnbe gesprochen hat, mchts weiter war al« eitel Bftndwerk. Der Kurs |~t französischen Politik hat sich trotz aller geftgentlichen uRtren Sck/wankungen, die tr. den letzten Tagen sichtbar »wen, nicht im geringsten geändert. Und immer sichtbarer steuert dieser Kur« daraus hinaus, Frankreichs Borherr- chaft am Rhein und damit auf dem ganzen europäischen 5*ntinent fo fest und sicher zu begründen, wie eS mft bett i Stikin ber Potncareschen Politik möglich ist.
In der Zielrichtung dieses Kurfts liegt vorläufig Ero- ftnd als ein noch unüberwundenes Hindernis. Mit Deutschland glaubt Pyinoar6 fertig geworden zu fern Kenn er auch in seiner Antwort auf da» deutsche Remoranbum weitere Verhandlunaen offen läßt, so geh: ■t habet hoch von ber Voraussetzung auS. baß der Rnhc- iilbruch als eine Vollenbete Tatsache fringenommen werden iinß. Aber England macht wachsend« Schwierigkeiten, ßelbstverstäiidttch nicht, um Deutfchlaub gefällig zu sein, ftnber» weil ihm der französische Imperialismus doch «Smäbltch zu fthr über den Kops wächst. Der neueste Bor- stoß dieser französischen Politik nchtet sich gegen bi« eng- Iftf*_*k'a*“n8$sone am Rhein. Tie französische Regie hüt Köln einfach blockiert und den englischen Truppen ebenso wie ber Bevölkerung jegliche Zufuhr abgeschnft- ken. Twe Regiezüge laufen um die Kölner Zone herum, ker Grund dieses Streiches ist klar genug . Frankreich »ochte England im besetzten Gebiet ein für allemal fthmlegen. lieber bte Widerstände ber englischen Politik «t sich Poincare schon seit längerer Zeft hinweg. Aber Mbar ist immer noch die engl-sche Besatzungsmacht in köln. Und offenbar empsindet man die dortige An- vitenheit englischer Truppen gewissermaßen als ein Pfahl I ® öieisch, den man gern los sein möchte.
Der französische Vorstoß wird auch sehr stark durch « englische Psalzpolitik beeinflußt fein. D54 englische B^ttttt hat sich seit ein paar Wochen znm erstes Mal Vteder energisch gerührt und den ernsthaften Beriuch Mtacht, den Franzosen bei ihrem Bemühen, durch Be- , rünstignng des Separattstengesindels, autonome Staaten
Rhein zu gründen, cuerwdj das Handwerk zu legen ünb es läßt sich ebenso bestimmt Voraussagen, daß @ag- Wsb auf isiesem Bericht fußen wird, um Frankreich am nd«n totfber etwas Mäßigung und Vernunft beizu- mngew In Erwartung dieser Er.igmsft häft ei Pom- itec offenbar für besser, einen neuen Hieb zu führen unb *n Engländern das Leben i» Silu iiverbtzunt Pt rn--' - m - _______ - ..wsuu;
-.-«*6» wuteriensiofrt ist ei dabei, daß
W Franzosen bte Schuld den Engländern zuschieben. Sie «ehauplen, daß durch die englische Weigerung, auf ftan- Bsische Vorschläge etnzugehen, der Regie die Aufrechter- Haltung des Verfthrs mit der englischen Zolle unmöglich ««nacht worben sei. Frankreich fühlt sich also bereits ft sehr al« Herr bet Situation ow Rhein, daß es sich für befugt unb befähigt hält, England einfach bie Ver- Ngrsbfbingitngen zu btltieren.
englische Oessentlichkeit schäumt infolge diejer aeuen ftanzösischen Hetousfotbetung vor Erregung. Der «Süsche Generalmajor Sir Freberic Maunce veröffentlicht in ber „Dafty News" einen Artikel, in bem er die i «aßnahme ber Eisenbahnregie eilte offene KricgZerklä-
ftellung Deutschlands, bie die erste Vorbedingung für hie Erfüllung seiner Bervflichtungen Ist? Die San« Sllelt ist an Ihren Bemühungen interessiert, von denen zum Teil ihr Gleichgewicht abhängt. Die Beteiligung amerikanischer Staatsbürger an den Arbeiten der nlli< irrten Sachverständigen ist eine bedentfame Tatsache, und ich lege Wert darauf, ihre Wichtigkeit nochmals zu unterstreichen. Das Recht und der Friede, die voneinander unzertrennlich sind, erfordern eine Lösung.
Vririkon übertrug hierauf dem englischen Sackoer« ftäiidigen Mac Kenna den Vorsitz des Anse ichustes.
Paris, 21. Jan. In seiner Antwott auf dir An p ache Barth ns. die erst gestern im Wortlaut ver- pffrnt'i-M wird eiitsch'ilbigte sich der engkische Delo» fli-'Tk Mae Kenna. keine Rebe tiorbereiret zu habe«. Seine v°r'pätete Ankunft hohe ihm nickt bte 3* baiu g (ilf'n Auf alle Fälle tinn#»« «kckts stesi«e«S tun. x» ölM'g'it. ja sogar sich zu eigen
«u machet bie vor acht Tagen Genera! DgweS ge-
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