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ln?t oder rOfcfrr waren, während Frankreich es in der Sand hatte.

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1 ja rieflet djt sogar heute noch it RT Ereignisse «foufeöfciu

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. tabiars hätte Poincare feine Schwierigkeiten nicht gehabt.

^eB. i tfau die Arbeitslosigkeit in England hätte Baldwin seine i e f t i b * Vahltnederkngc nicht erlitten, und gerade der wtrtschast-

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deS Reiche? seM hcrLeifübrten, damit si« nicht Tage? durch eine Minderheit in einen Krieg

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Uiterreduna mit oem Aubenmiaiswr Dr. Strese« mann. Herr v Hoesch ,o»rd Affang nächster Woche nach Varis zuräckkehren.

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Thoma? führte u. a. weiter au?, daß es heute zu viele Leute gäbe, die die großen Opfer Englinds ter- kleinerten, und anzunehmen schienen, daß England Angll hake, Frankreich zu sagen, daß eS einer Kata­strophe entgeqensehe und Dinge tue. die für England vernichtend seien. Man könne sich nicht wundern, daß Frankreich die engtische Regi rung mit Verachtung behandele, wenn alle Regierungen von Woche zu Wo­che. von Monat zu Monat eine derartige schwankende Politik an den Tag legten.

Schatzkanzler Chamberlain, der für die Regierung das Wer ergriff, sagte, wenn Thomas die Regierung wegen ihrer Untätigkeit gegenüber Frankreich ver­urteile, so möchte er ihn fragen, was er unternommen haben würde, um die Durchführung seiner Ansichten gegenüber Frankreich zu erzwingen. Chamberlain nahm johnnn Stellung zu der Rechtfertigung Tho­mas' wegen des Anschlusses der Arbeiterparlei an die Internationale und sagte hierzu u. a jedermann wünsche Krieg zu vermeiden, aber es könne ein Augen­blick kommen, wo eine Nation wählen müsse, ob sie darauf bestehen solle, daß ihre Ansichten ausge­führt würden, oder ob sie sich für das einzige andere Mittel, nämlich den Krieg, entscheiden solle. Zum Schluß gab Chamberlain der Hoffnung Ausdruck, daß

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Paris, 18. Jan. Das erste Sachverständigen« kamst« veröffentlicht folgendes LsminnniquS: Da» Sachverstänbigenkommstee für das deutsche Budget und für die deutsche Währung hak seit einigen Ta« gen Unterausschüsse damit beauftragt, Spezial« studien vorzunehmen. Dies» Unterausschüsse sind heute vormittag zusammengetreten, um dem Ko­mitee im Laufe der Rachmtttagsfitzung Beruht über ihre Arbeiten zu erstattet^- Dieses Versah«» wird bis Ende der Woche beibehalten werden. Das Ko­mitee Hütt seine nächste Sitzung am Montag den 21. d. M. nachmittags 3 Uhr ab, um unter Mit« Wirkung Dr. Schachts die Erörterung der Wäh« rungsfragen wieder aufzunehmcn. In seiner Heu« rigen Nachmittagsfltzung hat das Komitee beschlos» sen, den bekannten englischen Sachverständigen für» fnternatienake Eisenbahnfragen, Sir William Ac-' worth und den Generalsekretär der europäischen Eisenbahnunion Le Verve, aufzufordern, zusammen. einen Bericht über gewisse Eisenbahnfragen zu er«' statten.

Das Rüftungsprogramm der englischen Arbeiter« Partei.

London, 18. Jan. In einer Rede in Bishops­pate erklärte der Wgeordnete Scott Dückers, die Hauptlinien der Außenpolitik der Arbeiter­partei feien wie folgt festgelegt: -

1. Es werde kein Geld mehr für die Flot­tenbasis von Singapor« bewilligt werden. lWas nach dem durch das Erdbeben verschuldeten Ausscheiden Japans zunächst keinen Sinn mehr hat! Die Red.)

2. Die neue Regierung werde von Deutschland die größtmöglich« Summe an Repara- ti'onen fordern.

8. Flott« und Armee Englands miis- sen mächtig bleiben.

4. Sollte im Verhältnis zn Frankreich kein« Entspannung erreicht werden, so werde di« Luft« flott'« großzügig ansgebant werden.

Man sieht, die englische Arbeiterpartei läßt sich nicht von internationalen Phrasen irremachen. -

n (püng. betgott» « Lic.

Di«Dbetfceilii*e Bettung etidietnt iedtemal «Schentlich. Lezug»vr«i» 16.31.1 1,40 Mark clnschllehllch Zuftellmtgrgebühr. Für -uiiallende Nummern inielge Streits oo, eiemen«. itteigniiie kein 6tia<. Bet leg oon Dr. C. pitzerotd. Druck der Univ.»Duchdrmkerei oee Jod. Mn«. Ko», Marti 21.23. Nernjprecher 55, $toRf»e<ftonto: Rr. 5015 Mmt Frankiuri «. Stein.

h Hi/. iaUettwis ecke.

London, 18. Jan In der gestrigen Unteei; han«debaste führte der Führer der Bergleute, Frank Hodges, a»6. die Revolution mit konstitn«! tionelien Mitteln sei im Anzug-, wähvnh die Revolutionen in ander.n Ländern mit Blutvev, gießen und Gewalt begleitet seien Die Arbeiter­partei würde Pläne zur Reorganisation bet Industrie Einbringen. Wenn die Bersta atli« chung da? einzige Mittel für eine zweckmäßige Or- ganisatiou der Industrie und Arbeit fei, werde diese bergeftt lagen.

London 18. Jan. Churchill bezeichnet in einem »on der Presse veröffentlichten Schreiben die Einset­zung einet Arbeiterregterung als ein ernstes natio­nales Unglück. Er regte an, daß das Unterhaus der Zurückweisung des Sozial smus Ausdruck gebe.

Dr. Schacht in Pari«.

Pari«, 19. Jan Es wird bestätigt, ba6 Reichs« kankpräfident Schacht am Montag $nm ersten Mal einer Sitzung des ersten Sjzw-rftäabiaenfomitees bet- wabnen wird. Die Meldung d->sTemos", <$ werde in Begleitung von Staatss>-kr-ttär Bergmann in Parte' einlreffen, ist unrichtig. Staatss kretär Bergmann werkt bereits seit mebnrea Tagen in Poris. Dem ..Demos" zulolae haben gestern vormittag offtäiöfe 3c« korechunaen iwisch-o einige., Mitgliedern des Sachver« ländigenkomltees übet die Liste der Schacht vorru« legenden Fragen stattgefunden. '

Sie eiMe Sorlameiilsieholtt

London, 18. Jan. Tie gestrige Debatte im Unter­haus entwickelte sich zu einem rednerischen Großkamps Mischen Liberalen und Tories. Asanith schlug als erster einen kriegerischen Ton an, als er erklärte, die Libe- ralrn würden endlich mit den Schutzzöllen reinen Tisch machen und sich trotz des hysterischen Ausbruchs der g Iben Pr sse für den Mißtrauens antrag aus 'p-e- chen. Als Sprecher der Regierung erwiderte darauf Srr Johil Ricks.

London. 19. Jan. In der Debatte über den Mißtrauens antrag der Arlxiterprrtei im Unertj '.u'e erneuerte der Arbeiterführer Thomas den Angriff auf öit' Regierung und gab eine Erklärung ab über die Verbindung der Arbeiterpartei mit der Inter,a'ionale, I

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westeuropäische Parlamentarismus ist in einem

a der er begründete, weshalb sich die Arbeitervartei I die Vorschläge der Reichskonfcrenz von per Arbeiter- Wegen birjet Verbindung zu entschuldige» braucht«, tzariei mit bei grbßten Sympathie behandelt würden.

$m $mI6 bei SlrchmiW.

Berlin, 18. 3-2«l Dee deutsche Geschäftsträger Pa'i», v. Hoesch, batte beute eine mebrstündige

P a ris, 19. Jan. Zu Beginn der gestrigen Kommee- sihnng verlangte der Abgeordnete Uhr y die fofort'ge Fest« fehunfl des Zeitpunkte- für die Besprechung seiner Inter­pellation über die Neutralität Frarkreichs gegenüber in­nerdeutschen Angelegenheiten. Die Kammer lehnte die so- sortige Festsetzung ab. Darauf ergriff Poincare da« W-rt Er sagte, daß er die Reden der Abgeordneten Gernot und Renaud zu beantworten gedenke, denen er leider nicht in allen Punkten »nstimmen könne. Er verreichne mit Vergnügen die Erklärung Herriots, daß er ebensowenig wie die Regierung eine Herabsetzung der deutschen Schulden annebrnen wolle. Es sei gut. d da« Ausland wiffe, daß es nicht auf Meinunqk'verschiedenhe'ten unter den Franzosen rechnen dürfe. Er könne ater bv Darstellung Herriots nicht ohne Widerspräche bassen daß die französische Regierung auf den Konferenzen von London unb Paris 1922 nur den Schein gewahrt habe, vber im voraus schon entschlossen gewesen sri, da? Ruhrgebiet zu besetzen. Die-Alliierten Frankreichs müß­ten Vertrauen zu Frankreich haben. Zu Beginn de« Jahre? 1920 habe er in aller Form erklärt, daß da« »folterte Vorgehen Frankreichs und Belgiens nur ein Mittel für den äußersten Fall wäre. Er habe eine inter­alliierte Aktion gewünscht, die Deutschland zwingen sollte, den Fricdeusvertrag auszuführen. Poincare ent» wickelte bann, zum Teil an der Hand bekannter Doku­mente, die diplomatische Vorgeschichte der Ruhrbe'ctzvng. Frankreich, so fährt er dann fort werde stets das Erforder­liche tun, um sich mit seinen Alliierten zu verständigen, aber es werde sich von niemandem ins Scklevviau neh­men kaffen. Im Jahre 1923 mit denselben Drobn »gen gegen Deutschland anzufangen und ihm anbei ein Mora­torium ohne Pfänder zu geben, das hätte bedeutet, Deuffchland zu gestatten, seine Gläubiger für immer unbezahlt nach Hause zu schicken. Ms der Abgeordnete Herriot in der Kammersitzung, in der die Regierung die Zustimmung für die Ruhrpoliffk erhielt, seine Stimm­enthaltung begründete, fei diese Enthaltung wohl ein Kempromiß g-twfen zwischen den Parteifreunden Her- «ots, die für das Kabinett und denen, die gegen es stimmen wolllen. Der Abgeordnete Herriot protestiert tzegen diese Erklärung. Poincare sagte weiter, er be­grüß« es, daß Herriot im Gegensatz zu den Sozialisten erklärt habe, er und feine Freunde würden einer etwaigen Räumung des Ruhrgebiets nicht zustimmen. Er habe auf diese Weise stillschweigend anerkannt, daß da? Ruhrgebiet ein Pfand fefc ans dem man Gewinne ziehen könne, ferner, daß Frankreich Recht getan habe, das Ruhr- gebiet zu besetzen. Die französische Regierung sei tnL Belgien darin einig, das Ruhrgebiet nur nach Maßgabe der deuffchcu Zahlungen zu räumen. Belgien habe viel­leicht andere Pfänder in Erwägung gezogen; Frankreich habe aber geglaubt, diese Pfänder müßten zu denen hinzukommen, die man in der Hand habe, n-'chi aber an deren Stell« treten. Gegenüber den JnterprilaffonS- rebnern, die ihm vorwarfen, er sei nach der Aufgabe des passiven Widerstandes allzu anspruchsvoll gegen­über dem Kabinett Stresernann gewesen, fegte Poin­care, die Rede des Reichspräsidenten Ebert und bia Maßnahmen der deutschen Regierung hätten deutlich gezeigt, daß eS sich nur um eine fiktive Abrüstung handelte. Heute noch, wo die französische Regierung zahlreiche Strafvollstreckungen ausgesetzt habe, habe Gene­ral Degoutt« telegraphiert, daß die deutsche Rcg'erung seine Bemühungen zu durchkreuzen suche. Poincare be- schäfligt sich dann mit der separatistischen Bewegung unb verliest eine Senatsrede Clemcnceaus, aus der er schließt, daß Clemenceau mit Recht oder Unrecht die deuffche Einheit als eine Tatsache betrachtet habe, die fid. durch Gewalt nicht ajt8 der Welt schassen lasse, bat­et aber gewünscht habe, daß bi« Deutschen den Verfall

Frankreich hineingerissen würde». Entgegen der angeb- ticken Behauptung Lloyd Georges habe sich die fran­zösische Politik in diesem Punkte niemals geändert.

Rach kurzer Debatte erklärte sich Point are mit der Tagesordnung UJZa taute- und Bro uff es einverstanden, nach der die Kommet dir Erkläru tg der Regierung, be­sonders binkichtlich der Rubrbesitzung billigt, ibr das Vertrauen aussorickt und unter Ablehnung jedes Zu- Bertrauen au-fvricht und unter Ablehnung jedes Zu­fotzantrags zur Tagesordnung übergebt Die Priorität für diese Tagesordnung wurde non der Kammer mit 415 gegen 151 Stimmen bewilligt. Die erste Hälfte wurde mit.440 gegen 122, die zweite mit 445 gegen 125 ö darauf- die gesamte lag-.somiung durch Hano- auiheben angenommen. Die Sitzung war kur» nach 9 llbr französischer Zelt »u Ende

Paris, 18. Jan. Die Regierung hat in der gejtrigen Kammersitzung zweimal die Vertrauens­frage gestellt; ein erstes Mal, als der Abgeordnete Bruyffrau die sofortige Festsetzung des Datums der Beantwortung feiner Interpellation betreffend die Zurückstellung der Penstonsgefetze beantragte. Poincare erklärte, die Regierung wünsche, daß über ctc Festsetzung des Datums erst am Schluffe der Sitzung verhandelt werde. Die Kammer pflichtete mit 360 gegen 215 Stimmen dieser Auffassung bei. Rack, Schluß der Sitzung wurde die Aussprache über btc vorgenannte Interpellation und die andern J-rierpellatione« mit 360 gegen 215 Stimm«» auf Dienstag verschoben. Im Lager der Oppositions­parteien erklärt man sich mit dem Verlauf der gestrigen Sitzung sehr zufrieden, da man in den Ä bstimmungsergebniffen «inen Beweis für den fin­kenden Einfluß Poincares erblickt. In der Tat hatte Poincare gestern die schwächste Mehrheit er­zielt, seitdem er sich im Amte befindet.

Veincattt nur durch eine Sitzungspause gerettet.

Paris, 18. Jan. Die Erregung der parla­mentarischen Kreise besteht nach der gestrigen Kammersitzung in vollem Umfange fort. Der gestrige Beschluß bedeutete nicht eine Billigung der Regierungsmaßnahmen. Gegen die von der Regie­rung geforderte Vertagung bet Interpellationen stimmten die gesamte Linke und Clemencisten. Alle Welt ist sich darüber einig, daß der Sturz des Mi­nisters während der gestrigen Sitzung sehr nahe schien und daß der Kammerpräsident das Kabinett durch die Unterbrechung der Sitzung für 10 Mi­nuten gerettet hat.

Paris, 19. Jan. Die Finanzkommission der Kammer hat gestern vormittag Erklärungen des Ministerpräsidenten und des Finanzministers über die von der Regierung eingebrachten Gesetzentwürfe zur Stützung der Währung entgegengenommen. Die fast zweistündige Sitzung hatte einen seht leb­haften Charakter. Poincare, her u. a. feststellre, daß die neuen Maßnahmen in keiner Weise als ein Verzicht Frankreichs auf feine Rechte gegenüber Deutschland betrachtet werden dürften, wurden zahlreiche Fragen gestellt. Gestern nachmittag ver­handelte bte Kommission erneut; sie will auch eine Nachtsitzung abhalten.

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Poincare vor der Kammer

Ein Pyrrhussieg. Die Opposition wächst.

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^Amüiches VeMndiMngsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das friiher kurhessifche) Oberhessen

Rechberg abgetebet

Berit!,. 18. Ja». Wir beu Blättern mitgeteilt wird, bar Atuold R c ch b e t g beim Rcichskan-let1 in» eine Audienz nachgesuht. der Kaurker lehnte « aber ab, ibn »u^emoia-tgeu, weil die Angelegenheit, di« R-ck>berz »ut Sutatfc» dringen wolle, im welentlieben efienbar die technffchen Seiten der R.-vaiattonsitag« betrifft, ein Etngebe-t in Einzelheiten oies-s Sragetu treifes iedoch taunt »rferiezlich wäre. Der Kanzlez- Kade Rechberg anheimgestelll, sich zunächst mit der uu räudigen Abteilung des auswärtig.'» Amrs in 8er- bindung zu setzen.

gelangt, die Stützung des Franken, dann ist er ein erledigter Mann. Fragt sich nur, wie lange der Todeskampf bet französischen Währung dauert ur ob mit Widerstandskraft genug gegen- Lockungen wie gegen Drohungen in uns haben um u Zeit­punkt abzuwatten.

jrt! Baldwin zu . begraben. In Frankreich dagegen |M Poincare noch einmal da? Feld behauptet Aber feine Mehrheit ist doch in ihrem inneren Bestand nicht wfrr imponierend. Einzelne Stimmung«bilder eczäblen fegm daß Poincare nur der taktischen Ruhe be? Kam- tzierv-iiffbenten die Weiterexistenz seines Kabinett- neck P verdanken habe. In iebem Falle bat er einen Vvecbus- Vieg erfochten, auch er wird in bett nächsten Wochen tim fsin .'eben kämpfen müssen und wird sterben, wenn k» ibn nicht gelingt, den Absturz des Franken zu be» siegeln Ter Absturz des Friinken aber ist an sich nur b-e «ckrendige ftuanzwirtschaftltche Begleiterscheinung der Mtischen Entwicklung. Die Poincareschen Dörfer, bte fn französischen Etat aufgebaut waren, krachen jetzt femmen nnb baßinter enthüllt sich das Bill» einer Finanz-- Wfifte; die Schiebungen im französischen Etat helfen | Wichts mehr, bie ganze Welt sicht jetzt, baß Frankreich » sii« Finanzen nur dadurch rettete, indem es da? Defizit

Anültch auf Reparat-onskonto abschob. Dieses {Renata« si-nZkonio aber ist bei der anerkannten Zahfengsunsäbz- bst DeiUschlands keinen. Pfennig wert. Darunter leidet i di: Einschätzung des französischen Kredits, uub der s'nkende stank wieder ruft fortgesetzt neue TeuerungSwrilen her- Nr. die ihrerseits zur Erhöhung der SlaatSansgaben und p.r Etbölmng der Inflation zwingen. Woran? bann das Dürfend fei» Mißtrauen gegen die französische Wäbrune tet'ärf! und mit einer «»eiteren Herabsetzung des Fran- DnknrfeS antwortet. Frankreich ist also- in betiMf-en Avickmühke, die uns in den letzten vier Jahren zerm ihlen

Denn das ist sestzuhalten, daß die Unruhe, bie durch bie ganze Politik geht. Von dem einen 10 I ^entralpuukt des deutsche» Reparations- L: >tobfern? beeinflußt wird. Ohne de» Fran-

bk Lcerlmif» der heute das Charakteristikum Englands 8, zwingt dazu, daß die neue Regierrungspartei dabei 8 e? egal, ob das die Liberale oder bte Arbeiterpartei ifl . durch erhöhte außenpolitische Aktivität eine Aende- Bmg der europäischen Konstellation herbrizuführrn sucht, sie auf unserem Kontinent wieder Fried«» und damit die Aägüchleit tu ruhiger Arbeit schafft.

Astciding? hat Englvnb darüber die Refaen nicht Nlloien, t$ kann zur <t* jahr-lang aushiK-n und hat deshalb ganz vorsiHtig zunächst einmal feine rüä- »ürtigcn Verbindungen gesichen, ehe eS zum Angriff M di esranzosische Vormachtstellung übetgi »g. Denn iti England von 1924 1fr doch insoweit von dem des Kchre? 1914 verschieden, daß bet Krieg alS letzte Rkglichkeit nicht »chr im Taschenbuch dec Diplo­mat v siebt O/ttabe das war ja Poi.t'r:--es Stärke, trß er sich auf die mächtigste Wchrmachi stützen konnte h Virtranen darauf, daß nach der grausige» Lehre siS letzten Krieges niemand es wagen würde, an die »affe« l< appellieren Tie große europäische Ais- ckr.andersetzun^, die ff-on s V Jahren be;«nien Bat und fch in bie Entscheidung Hineinr ist, wob i fc-il:ch i Mbl g sagt ist. daß tticht auch das Stadium her Ent- ftefeutrg Jahve dauern kann, wird deshalb nur biplomatifchen Mitteln an-gefvchte». Aber wenn ;beu die Vorgänge der jüngste» Vergangenheit unter R-ser Perspektiv,, bctrachtet, dann zeichnc» sich doch Daß und Gegenstoß mit großer Klarheit ab.

Auf der einen Seite Frankreich, das bet belgi- »eu Unterstützung sicher zu fein glaubte, das Eng- isolieren wollte und auch tm Osten Bundes« Knoffen suchte, um das wehrlose Deutschland völlig ^«zukefseln, gleichzeitig aber auch einen bewaffneten zwischen Deutschland unb Rußland zu treiben. M der anderen Seite England, das mit feiner Rotte nicht viel anfangen konnte, also al» Bundes« *Mie gegen Frankreich keine allzu große Werbe- *ft besaß, das aber trotzdem mit unerschütterlicher «higkeil seine Position zu verbessern wußte unb Nute bereits in bet Vothanb sitzt. Der türkisch- Kiechische Felbzug, bet zunächst einen vollen Erfolg «r°nkreich zu bringen schien, roat bet erste Anlaß.

bie britische Diplomatie Frankreich aus bet Po- »ion bes Siegers hinausmanövrierte unb auf bie *ite bes Besiegten brängte. Die italienisch-spa- Annäherung war bet zweite Zug, bte jugo- ^isch-italienische Verständigung bet dritte, aus -* sich bie Sprengung bet Kleinen Entente von ergab, währenb Belgien unter englischem

~ t* ?uck feipe Beziehungen zu Frankreich zu lockern ' ~ ^1- Poincare ist also, ba auch bie Amerikaner V englischer Seite stehen, mit Belgien unb ber ißt ^Hecho-Slowakei, bie beibe schon aus seiner Um« ;erlet|^!i2?J^meiun9 zu entfliehen suchen, allein, ist baher diplomatisch isoliert. Unb wenn Herrn Poin- - r - die Lösung bet Quadratur des Zirkels nicht

kntüNv.'Szustand, ,hw er feit den Borkriegsta,-n in vds/j| jjftrfv-r Stärke nicht mehr zu beobachten war: in Eng- fcnb richtet sich das Unterhaus daraus ein, bai Kabi-

Ter «nzeigenvkei» »«trägt für d«U 9g«f». Zrttenmllli meter 0,08 Ssfemark. Amtlich«».

auewört. Anzeigen 0,10 (SoUmett Bei Ichwier.Latz 50/, Auffchlag. Sammelanzetg. 100'/, kQ

Aufschlag. ellamtn 0,?0 (Bolbmett I«d«e Rabatt gilt al« Barrabatt. Beleg« werden Uv» ö"Mlg< berechn«», ebenso üluifuntt durch die Keichiittvitelle und Zusendung der Angebote. Zahlung innerhalb 5 Togen (1 Dollar 4,26 Eoldwarks, Berechnung nach dem Berliner Ti titel« tut» be» Zahiungn eingangstage». Berzug»zinjen pro lag nach dem Bankzinsfuß

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