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1924

Innerbald 5 Toaee (1 Dollar - 4,20 Goldmarkl, Dere-biruna nach dem Berliner «littet, hi« de, Zahl««,,« «iwgMgstag«. «erzugszinfeu pr» leg ««ch dem B«nf}tn«f*5

EkiiUmg der englWe» Parlaments

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Politik Bismar ck s und di« vornehme Zurückhilftin^ !3nig WilhrlmSl. verstanden es, alle Reibungen M beseitigen, di« aus Engherzigkeit und Rückständigkeit sch hier und dort ergaben.

Endlich war eS soweit. Der durch die Geschichte ge­heiligte allpreutzische KrSnungstag wurde zum Tage der Ausrufung d«4 neuen Reiches auf den Schultern Preu» fens erwählt. Rings um Paris donnerten die Geschähe, nur noch nach Tagen zählte der Widerstand der Partee Zn Westfrankreich war der deutsche Sieg vollendet, in Kord- und Ostsrankr«'ich stand er bevor. Als die Fahnen» kmvagni« der Königsgrenadicre mit 60 preußischen unb tüderischen Feldzeichen am Morgen des 18. Januar 187li einem frost Na re n Wintertag«, in den gewaltigen Schkosthos zu Versailler einrückte und die deutschen Fahnen in den Prunksaal hinausgeleitcte da war es, ob bi« rächend« Pergeltungsstunde geschlagen habe.

Aus der Von Bismarck versagten unvergänglichen An» fbrache Kaiser Wilhelms haben wir als Merk- und Mahn» Worte für alle Zukunst durch den Wandel der Zetten jeffeuhaltrn:UnS aber und unseren Nachfolgern an der Kaiserkrone wolle Gott verleihe«», allzeit Wahrer des Deutschen Reiches zu sei«, nicht an kriegerischen Eriche» ww,e«. sondern an den Gütern nnb Gaben des Friedens, fets knt Gebiete nationaler Wohlfahrt, Freiheit und lkesittung." Unvergeßlich und tief ergreifend war für NT* Anwesenden der Augenblick, als sich die Fahnen Unkten, tausendfacher Jubelruf durchbrach und der Kroß-

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Pari», 16. Ja«. Nach demNew Pork He­rold" ist e» dem Sachoerständigenausschuh noch nicht gelungen, einen Arbeitsplan aufzustellen, der die Aufnahme der Arbeit in den beiden Unteraus« schössen ermöglichen werde. Er hoffte, dies heute bewerkstelligen zu können. Die Schwierigkeiten seien hinsichtlich gewisier Delegierter entstanden, die sowohl persönlich wie in ihrer Eigenschaft al» Be« amte sowohl an budgetären Emissionen als auch an Anleihen interessiert seien, oie alle darauf bestan­den. in den beiden Unterausschüssen zu sitzen. Ge­neral Dawe« sei der Ansicht, mit s.ilfe der itasteni« lchen Delegation die führenden französischen unK- belgischen Sachverständigen davon zu überzeugen, daß keine Gefahr bestehe, da die Delegierten ständig miteinander in Fühlung bleiben und die Unter­ausschüsse keine Entscheidungen treffen würden.

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London, 16. Jan. Discount Grey begrüßte in der Adrehdebatte im Oberhaus di« von der Re- oarationskommission eingesetzten Ausschüsse zur Prüfung von Deutschlands Zah­lungsfähigkeit. Eine optimistische Auffas­sung bezüglich der europäischen Fragen ^hege er nicht. Der einzige Weg, den er zu einer gedeih- krchen Entwicklung erblicke, sei der. dah jede Station die Völkerbundssatzung unterschreib« unter der Lor- aussetzung, dah eine jede ihre bewaffneten Streit­kräfte nur durch den Völkerbund zur Geltung brin­gen werde. Grey sagte, es tonne kein dauerndes Arbeitsübereinkommen zwischen den Liberalen und der Arbeiterpartei geben. Er sehe die llebernahme der Regierung durch die Arbeiterpartei ohne Be­sorgnis an. Lord Eurzon erwiderte, es sei richtig, dah die internationale Lage auherordentlich bewölkt sei. Die Regierung sehe den einzigen Schlüssel für eine Lösung in der Aufrechterhaltung ter Entente. Im letzten Jahre habe sie unermüd­liche Anstrengungen in dieser Richtung unternom­men Eurzon trat für volle Oefsentlichkeit bei der Politik der Regierung ein.

Die MrlMu in Der SW

Pari». 18. Jan Wie Sava« Mitteilt, Habe« die kraazöfisch-easiiichc« U*terbanM««aew »ter

standen war. M» nun die englr,ch« Rcyftrung von ihren äaenen Ratgebern erfuhr, daß dir bevorstehende Ruhr» befehung ungeketzkrch war, beschränkte sie sich bat« ans, ihren Verbündeten zu sagen: Wenn wir «ns auch dem Unternehmen nicht anschließen, well wir überzeugt <ittb, dah Ihr unrecht habt, so hoffen wir doch, dah ei Euch gelingt. Welch ein Wahnsinn! Sobald nun der Augenblick kommt, diese Politik zu ändern, sind Vorhandensein des festen Entschlusses auch die Schwierigkeiten überwunden, die England bei fernen Anstrengungen entnegenstehen, die es aber auf sich nehmen mutz, um seine Autorität wiederzuoewrnnen. Wir müssen um seden Präs neueWegederDolitik einschlagen und dürfen «S nicht dulden, datz man uns übergeht Ich bin überzeugt, dah feine Nation, in ganz Europa uns wäter feite stehen Ulfen wird, wenn wir nachdrücksich bekunden, bist nur unseren Ent­schlüssen Geltung zu verschaffen wünschen." X

Im weiteren Verlauf feinet Rede macht MacbonaK» der Regierung ihre unschlüssige Politik nach dem Januar 1923, sowie ihre Note über die UngesetzmStzigkeit der $Rubrbefefeung zuni Vorwurf. Macdonald spielte auf das Paäser Communique en und erklärte zum Schluß, datz die Regie'-ung, die eine so ungesetzliche Politik treibe, 'einen Anspruch auf dar Vertrauen ihre- Lande» haben könne.

L o n d o n, 16. Jan. In Beantwortung änet Anfrage über bie angeblichen Vereinbarungen der deutschen und französischen Regierung und der deutschen Industriellen int Unterhaus etfPrte der Präsident de» Handelsamtes Lord Greame noch, ü« französisch« Regierung habe der btiH« scheu Regierung Sie Versicherung abgegeben, datz keine Vereinbarung, welcher Art sie auch immer getroffen seien, gemacht wurden, ohne datz die Alli­ierten gefragt wurden. In Beantwortung bet Anfrage, ob die in Sachlästungen bestehenden Repara­tionen der Besetzung deS Ruhrgebiete- zugenommen hätten, erllärte Lord Greame, er glaube, datz sie infolge des Rückgänge- der Kohlenförderung und der Lage im Transportwesen geringer geworden seien.

Hrbeber bei Attentats auf Srini (Orbi») gefunden habe Auch wurde der Stadt Speyer von den Sonderbündlern röffnet, datz sie sämtliche Beerdigungskosten für den ge­töteten Heinz (Orbis) zu tragen habe, mit bet Be­gründung, weil dir Stadtverwaltung noch nicht» zur Er­mittelung der Täter getan habe.

Sm hiesigen Amtagrrichtsgebäude werden von dm den Separatisten zur Zeit über 40 Personen festgehul» reu. Jeder Besuch oon 9a niltenanoibongen ist streng Dtiboten. Weitere 15 Finanzb amic find von dea Se­paratisten aus der Pfalz ausgewffea worden.

HoilÄe MntiM'Silk.

Berlin. 16. Jan. Ti« Blätter teilen noch fol­gende Crnj-fljriten über die Verhaftung des frühe­ren Offiz'et» Thortnann mit, bet beschuldigt wird, eine» Kl »schlag auf General v. Ser4t vorbereitet itt haben. Thonnann kam vor einigen Tagen nach Art» lin und begab sich in da» Büw der deurschoölkis den Freiheitspartei. Er verlangte und erhielt dort di» oPr-ffe r nes Herrn D.. dm er v"n früher her zu ken­nen bchauptete. Er suchte Herrn D. auf und legi» ; ttmierte sich durch einen Ausw>iS des Wickingbu»»' i dts. der lern Kapitän Ehrhardt nahesteht und et* i klärte im Laufe bet Unterhaltung, er s.n in der Ab-. sicht nach Brrlin gekommen, Herrn ». Seeckt zu er* l»d gen. T ging zum Schein auf den Mordvlan n> und vcriprach Thormann, einen geiignetett Man» zu stellen, der die Tat auSzuführrn hätte. Nach der Unterredung machte Herr D. sofort dem Reichs'om- missat für bie öffentliche Skcherh.it, Oberst Künzek, von dem Moichpwn Mitteilung. Oberst Küuzer, de« auch die Hintermänner Thormann» faifen wollt», be» auferegte Herrn L., auf den Plan scheinbar tüte*

Belgien and die Reparationen.

Brüssel, 17. Jan. Der Minister des Aeußern erklärte im Senat: Die Reparationen sind für das Leben Belgiens unumgänglich notwendig. Mr haben Milderungen in der Besetzung eintreten lassen, wenn aber das Deutsche Reich glaubt, daß wir die oon uns besetzt gehaltenen Gebiete räumen werden, bevor da» Merk der Gerechtigkeit verwirk­licht ist, dann täuscht es fich. Die Aufrechterhafe tung der westlichen Entente ist für die Aufrecht- erbaltung des Weltfriedens unumgänglich not­wendig. Der Minister gab dann seiner Hoffnung AuÄ>ruck, daß Belgien ähnlich wie mit Frankreich mit England einen Defensivvertrag schließen werd« und außerdem einen Vertrag drei, der den Frieden sichere. Die Rüstungen des Deutschen Reiches über­träfen bereits den vom Versailler Vertrag ge­zogenen Rahmen. Die Kontrolle der Entwaffnung f«i wesentlich und Belgien werde alle in dieser Hin­sicht nützlichen Maßnahmen entweder mit allen Alliierten oder mit dem «inen oder anderen von ihnen treffen, falls sie in dieser Frage uneins seien.

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-wSbracht«.

Mehr al» vier Jahrzehnte vergingrn im Frieden für tal Deutsche Räch, bas an innerem Ausbau tot au Machtentfaltung auf allen Gebieten sich ent- Aitelte und wohl zur Hoffnung berechtigt schien, daß eS

fei, Anstürmen und Gefahren siegreich zu trotze» berufen fein werde. Der Weltenbrand, entfacht durch bie fran- Msche Rachsucht, den britischen GeschästSntid, die ruf» ifene Eroberungslust, nicht aber durch deutsche Heraus» ferdecung, nicht durch deutsche Schuld, brachte die Der« »chiende Entladung. Durch ungeheure Uebermacht be» kengt, durch Stot und Entbehrung gepänigt, leider auch durch innere Gegensätze und falsche Aussaffungr» ge- tzbwächt, unterlag das Deutsche Räch, nachdem eS in hunderte» von Schlachten gehegt batte. DaS Kaisertum siel, Tentschlands Waffenmacht wurde zerbrochen, feine w-nschastliche Kraft empfindlich getroffen, seine Zukunft « Frage gestellt.

Aber »in» iS uu3 trotz allem geMiefu«: die Ein»

Die SMttWWi-AMKe.

Paris, 17. Jan. Der erste Sachverständigen­ausschuß hat gestern vormittag von 10 bis 12% Uhr eine Sitzung abgehalten, über die der Press« keine Mitteilung gemacht wurde.

London, 16. Jan. Die heutige Unterhaus­sitzung über die Thronrede brachte eine groß an­gelegte Rede des Unterstaatssekretärs des Aeußern Mac Neill, in der er sich eingehend mit den gestern von Ramsey Macdonald und Lloyd George gegen die äußere Politik der Regierung gerichteten An­griffe auseinandersetzte. Max Neill befaßte sich weiter mit den Tagesfragen, der Haltung der briti- ichen Regierung gegenüber dem'seinerzeit von der amerikanischen Regierung angeregten Reparations- Untersuchungsausschuß, der Sonderbündlerbewe- gung in Deutschland und der französisch-belgischen Ruhrbesetzung. Die Beantwortung der Anfragen Lloyd Georges über die Gustems Recorery Act und das Abkommen der französischen Regierung mit den deutschen Industriellen überließ er dem Schah­kanzler bezw. dem Präsidenten des Handelsamtes.

London, 16. Jan. Lloyd George, bst feine Rebe mit einem heftigen Angriff genen bi« gegen­wärtige Regierung begann und im Besondere «r ihre Haftung tn der R p^rationZfraae beanstandete, sprach vor allem fl'et bie Bef ß-rng dmtfchei Geb e r». Seme Anfragen an die Regierung betreffend da» Auftre­ten bet Franzosen dort w'rd Mac Neill voraussicht­lich beule beantworten. Nach einer Erörterung der katastrophalen Möglichkeiten, bie sich au» der Be- s tzunz b 9 Rnbrg b ets ergchen könvton. kam Llchd George ans bie sonfe rbündl rische Bewegung zu »prechen und sagte wenn einer der Alliierten sie eco.uligen würde, so wär» da» ein schändlicher Bruch deS Vco- sailler Vertrage-.

Nach Lloyd Georg« sprach Baldwin, der da» ver­gangene Jahr al» nicht erfolgreich für die Förderung der Sach« de» Frieden» und bet Wohlfahrt in Eu­ropa bezeichnete, aber gleichzeitig die neuerliche Ein» schung von Sachversiändigeu-Aurschüsfen zur Prü­fung der deutschen Finanzlage durch bie Reparation?- kmmiossion als einen ersten Schritt vorwärts be­grüßte. Nach der Bemerkung, baß bie sonbetdünb- lertsch« Bewegung in den besetzten deutsch»» Gebt«- ten der kritischen Regierung die größte Sorge ver­ursache. schloß Baldwin s-iene kurze Rede mit her Erklärung; Wenn un» im Unterhaus« der Fehde- handschuf zugeworfen wird, so sind wir bereit, ihn aaszunchmen uiti) mit der Mitte lung, baß bie Kon- servotiren keine Non Parteiintevesfen biklierie Spvo» ffeien gegen ein« nicht konservative Reg rcung be» ak.sichfegten, vielmehr bei der Lösung der schwebenden Problem«, mir z. B bew der ArbeitÄosigkrit, mit» arbe'ten wollten.

London, 16. Jan. Im Verlauf der geftrigen UnterhonSfitzung hat Macdonald nach verschiedenen Ein­wänden gegen bie Thronrede ausgeführt, daß die Lage Englands in Europa sich bedenllich verschlechtert hab«. Macdonald betonte, daß wenn England den festen Ent- schluß faffe, dem Chav» än ®tfce $u machen, auch «ne Aendeninkk in der politischen Sagt Deutschland» äntreten würde Zu bet Frag« der Ruhrbesetzung erllärte der Redner:

Wenn wir un» yodVt Körnte im Grifte zurückversetzen, so stellen wir fest, daß das englische Kabinett mit der französischen Positik in der Ruhrfrage nicht «nver-

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Ptolz in leinet uenew Richtung entmickeit. Die eng» liich« Regiert.«« scheine daraus r« besteben, datz di« RbrinlaudkomMiMo« sich nicht, mit »oteefebee war, cat Dtn«ee«tag 66er bie oon bet Pfälzer Keaiemng »rlosseuen verorbnunge» a««s»tche. Franzöfischerseits »ttbe lieriber mit bew Helatoar- Verbandelt.

6b euer, 16. Jmt. Auf Wunsch des englische» Generalkonsuls Clives waren bei feinem gestrigen Be­such in Eoeoer Bllrqermeipt: Dr. Vollmer, bie Ver- tittet der otälz-uche» Stöbt« und Gemeinden sowie die Cc'stlichkeft aclaven, um über die durch die Herrschaft ter Separatisten geschaffene Lage zu berichten. Auch diel« Desvrechuim ergab einwandfrei, ban btt gesa.nte ofölzische Bevölkerung den Separatsten schloss ab­lehnend gegenüberstehi und drtz nie separatistische Be­wegung in bet Pfalz nut dadurch zustande gebracht Torben konnte, da» di« kra»wüschen Bcsotzungsbebör- den diefe Bewegung in jeder Weife unterstützten. Genetalkansui Cl'-oen bat brate feine Informations­reise durch die Pfalz fortgesetzt.

Mannheim, 16. Jan. Ter engksche Generalton'n! CliveS hatte eine Unterredung mit dem Redakteur dec Neuen Badischen Landeszätung^', bevor er Mittwoch früh von Mannheim wieder in bie Pfalz fuhr, Clives be­tonte, daß er bie Verhältmsse ganz neutral zu untersuchen wünsch«. M

Speyer, 16. Jan. Die Stadt Speyer ist von der eparat-stlsch»» Regierung z» einer Geldstrafe von 20000 Goldmark verurteilt worden, w-lll die sog. autonome ${afertgemtng Noch tounew leinen Anhaltspunkt für die

All fei ikW» 616111.

Düsseldorf, 16. Jan. Der kommandierende General setzte die Bestimmung außer Kraft, wo­nach die Verwendung von Hüttenkoks zu Heiz» rwecken verboten ist. Ferner hob General Degou^e die Verordnung auf, die den Verkehr von Kraft­fahrzeugen innerhalb des besetzten Gebietes be­schränkt. Die Besitzer von Kraftfahrzeugen bedür- fen danach nur noch eine» einfachen Erlaubnis schein«, den der Dtstrittskommissar ausstellt. Der Erlaubnisschein gilt für ein Jahr.

Di« vnters«ch«ng im etmlischeu Gebiet.

Köln 16. 3ao. Wie bieKöln. Ztg." von zu- stiindiget Seite erfährt, vcsteht die Aufgabe bet beute vormittag biet eimettorieiea franzof'schen Unter» wchungskommissto» in der Feststellung, ob seinerzeit vom dritischr» bcpuncn ®»bici aas .irgendwelche Vor- tHrcitungen zur Bekömotu-tg bet Sonderdiindlet t» Türen und Honnef getiufn.it worbe» find. Die briti- sScn Behörde» find, wie mitgeteilt wirb, mit bet Untersuchung etnnetftinbex Der Standpunkt der tiittfeien Beböroea ist in dieser Frage gruadsätzlich gckenuzeichnet durch die Besti rmungen bt» Rheinland- cbkommens. Die Unter,uchungskornmikfion bat ihre Tätigkeit sofort nufge.-wrnuun.

9tt ölirr it$ Stonfffi.

Pari«, 16. Fan. Die von der Regierung an­gekündigten gesetzlichen Maßnahmen zur Bekämp­ft-ng des weiteren Frankensturzes werden heut« nachmittag endgiltig festgesetzt werden. Die Kam­mer dürfte jedenfalls schon morgen ihre sofortig« Verweisung an den Finanzausschuß beschließen. Dieser wird alsdann sowohl den Ministerpräsi­denten als auch den Finanzminister über die Wirk­samkeit der vorgefchlagenen Maßnahmen hören Die Anträge selbst werden zweifellos schon Anfang kommender Woche im Plenum der Kammer behan­delt werden. WieOeuvre" erfährt, will man durch Steuererhöhungen eine Mehreinnahme von 4700 Millionen Franken erzielen, durch Sparmaß­nahmen, die Einschränkung der Beamtenzahl und der Pensionen 1500 Millionen Franken.

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Donnerstag. Heu 17. Zanuar

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1871 18. Januar 1924

Am 18 Jamrar 1871 fand im Königsschlosse »u GersaillcS, von wo vor damal» tuttii 200 Sabre» WSm'g 8wbtmfl -XIV. von Frankreich bie Eroberung;-. Waub» unb PlSnderungszüg« gegen daS machtlose d-nfech« gri<6 b«iobl«L hatte, bi« feierlich« Verkündiqunq des »tuen Deutschen Kaiserreiches statt. Der Wunsch, daß Deutschlands lang und beiß ersehnte Einheit unter einem Ms föderativer, aber streng gesicherter Grundlage be» ruhenden Kaisertum geschaffen werden müsse, kitt? tie deutschen Heer« über alle Siegesfelber von W5cth »üb Spicheren bis vor Paris geleitet. So wurde tat» Mlich ber güldene Reis btt deutschen Saiferfejn» im Jfener bet Schlachten und Siege des Krieges 1870/71 ge- ftimebet. Daß bie Einheit bes deutschen Volkes unter -änet neuen starken Kaiserherrschaft als Siegesprris beim» ftbta&t werden würbe, galt dem brutschen Gesamwolfe ekS rin selbstverständliches Verlangen. Allerdings be-

durfte es des Ausglriches mancher Gegensätze, bis »üblich alles sowrit geordnet war, daß das Räch von den b.nx> nicken Alpen bis zum Meere, von der Mosel bis zu bet Memel fertig war. Die kluge. Nichts überstür;ende

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tnnetfealb 5 Tage« (1 Dollar = 4*0 <5o(bmetf), Berechnung nach dem Berliner Mittel» 1-24

iufmM l«tt, die dem deutschen Volke vor 53 Jahren zu Vrr» zuvat * s""

Amtliches VeMndigungsblatt des Kreises Marbmg.

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

feister geschenll worden ist. Sie ist .ins ba* heiligt Dfermächtnir au» großer Zeit, die Zuversicht unb bie bofinung in beit Jahren deutscher Not und Entbehrung. Ser Ansturm gegen bie deutsche Einheit braust vielfältig küi' bolschewistisch-internationale Umtriebe an einer 6td(», noch weit bedtohsichet aber die vom fran;önschkv Erbfeinde mehr ober weniger offen begünstigte und unter» ßLtzte LoSlteunungSbewegung am Rhein. Dir Franzosen teisscn ganz genau, daß der sicherste Hebel zur Zer» Irrung Deutschland» die Untergrabung und Aukwuchtung feuer Einheit ist. Hier»«» müssen wir lernen. Ka» soll da» Gelöbni» zum Gedenke» ber UeickSgrünbuna sein.Deutschland» Einheit ist fe Gewähr ber deutschen Kraft." Dieser Satz BlSmarckS le6f noch heute, ja heute noch mehr als je zuvor in voller Deining Dar.tm halten wir mit allen Fasern deutscher Kraft an der Unantastbarkeit, an ber Heiligkeit unseres kitten vaterländischen Boden» fest. Nicht eher darf d»t? «utsche Volk sich ber Ruhe hingeben, bi» bie Sinh« t, wie »nach dem Siege von 1870/71 war, aus ber West- unk phnarl wieder errungen fein wird. Hierzu aber gehört »» feierliche BeienntniS: weg mit dem Partrikram, knn es der Einhät deS Vaterlandes gilt. Schon zetz.-n te. Gott fei «S gebantt, bie ersten leisen, aber erkenn» j wrtn Spuren ber Besserung HeS Wiederaufstteqes. Es jjl i »hl hinaufl Hände an» Werk! Rieder mit allen, - m> *1 E an der vaterländischen Einheit und Geschlossenheit zu Yxef-tl*- ! Mitteln wage«! DaS fei bet praktische Leitsatz unse» v k Rrichsgründungsgcbenkseier 1924, auf beten Beqch tc'L - 5?^ veränigten Marburger Ätitger»erctne iP" alle ihre Freunde am Frettop, den 18 Januar, i ®«6r abends in den Stabtsöl-n btermit ettftnec*;nll I kracht wird