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Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg

1924

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

Ter Anzeigenmets beträgt für dr» g ge!v .Z«!lenmillimeter 0,09 Gslbmark. Amtliche u.

auMpLrt. Lnz-izen 0,10 Gekbmark. Bei ichwier.Satz 50/, Aufj*Iag. Ssmmelanzelg. 10»-^ Jfi JltNM Afschlag. »iftlamen 0,30 Solbmert 3«ber Rabatt gilt alt Sanebatt Stiegt oetbee ö«»»#'

St. 11

1924

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über der Sottderbüudler-Reäieru'tci in Tp her zu fcbtranp'tlfen. Das(^cOo de Paris" 6 er littet, b.atz .die.

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der interalliierten MillitLrkontrolle zu prü.

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OCICtt bütfeu, da nach dem Friedensvertrag da» frühere Bildungssystem nicht. angetastet werden

dürfte. DieTimes erklärt zu» Schluß, in West-

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fittolefen, wcli sie an der Pariser Vörie Batstefpeku- latlon.r. in französischen Franken betrieben hatten.

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vom 2. Sonar über die Anerkennung der Verordn Winsen der proviiorttÄien Regierima der Souder-

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KurS der Mark in London ziemlich bedeutend.

1 englisches Pfund wurde ein Markkurs von Billionen festgesrtzt.

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r», die französische Sprache zu gebrauchen. Fran« Wsche Schulen würden errichtet, wo sie nicht be-

Bern, 13. Ian. DieNeue Züricher Zeitung" schreibt zu den Vorgängen in der Pfalz: Die Bluttat von Speyer beleuchtet grell die u n h a l t» barenZustände.dir sich unter dem Terror der Sonderbündler mit offener französischer Duldung in der bayerischen Pfalz herausbildeten. Bon An­fang an war offensichtlich, daß Frankreich die pfäl­zische Conderbündlerbewegung aktiver unterstütze als die rheinische. Das mag mit der geographischen Lage der Pfalz zusammenhängen, die als unmittel­bares Nachbargebiet Elsatz-Lothringens und des von Frankreich bekanntlich heftig umworbenen Saarlandes für die französische Politik eine beson- ocu Bedeutung hat. Unter den Augen de» Eene-

oeiien, s sehr

Bo« der Botschafterkonfereuz.

Paiis 14. Jan. Wie derTempS" tritleiü, wird die Botschafterkonferenz in aller Kürze zusrm- uicnttrftn, um die am Freitag in Paris überreichte Note der deutschen Regierung über die Wiederauf-

rals de Metz terrorisierte zweifellos eine nur kleine Minderheit der Bevölkerung repräsentierende Äutonomistenregierung mit einigen hundert be­waffneten Sonderbündlern das ganze Land rück­sichtslos. Es wurde ausgewiesen, wer für die deutsche Regierung arbeitete. Auch die Rheinland­kommission, in der Frankreich, Belgien und immer noch England vertreten sind, fing seit Jahresbeginn an, die Verordnungen der Sonder­bündlerbewegung offiziell zu registrieren und dann als rechtsgültig anzuerkennen. Gleichzeitig hörte man von einer diplomatischen Demarche, die Lord Curzon in Paris unternommen habe, um über die merkwürdige Tätigkeit der französischen Ve- satzungsbehörde in der Pfalz Aufschluß' zu verlan­gen. Curzons Neugierde und Besorgnis sind ver­ständlich, nicht minder berechtigt aber ist die Frage, wie lange noch England mit der einen Han'd in der R'heinlandkommission die französischen Pläne am Rhein fördern helfen und mit der anderen gleichzeitig in Paris dagegen pro­testieren will.

Die Attentäter entkomme«. x

Paris, 12. Jan. DerMatin" behauptet, daß die Mörder Heinz' bereits nach dem unbesetzten Deutschland entkommen seien. Zur Bekräftigung führt das Blatt einen Brief an, den der Delegierte der Rheinlandkommisston angeblich aus Frankfurt erhalten hat. Der Brief hat folgenden Wortlaut:

Frankfurt, 10. Jan. 1924. (Auf dem Wege nach München.) Sehr geehrter Herr! Da wir auf deutschem Boden angelangt sind, beehren wir uns Ihnen mitzuteilen, daß Sie nicht länger die Gren­zen zu überwachen und auch die Nachforschungen nicht forlzusetzen brauchen. Mit der Hilfe Gottes haben wir an diesen Schandbuben das Gericht ooll- ,ogen. Sie können dieses Gesindel schützen wie Sie wollen» es wird uns nicht entgehen. Wir haben den Schwur geleistet, nicht zu ruhen und zu rasten, bis der letzte dieser Räuber und Verräter am Boden liegt. Heil Oberland. Fünf Oberländer.

Heidelberg, 12. Jan. Zu dem von dem Matin" veröffentlichten Brief, in dem Ober­länder als Rächer an dem Sonder- biindlerführer Heinz bezeichnet werden, wird dem Wolffbüro von zuständiger Seite mit­geteilt, daß die Untersuchung, soweit sie von der verfasiungsmäßigen pfälzischen Regierung vor­genommen wurde, ergab, daß die Tat nicht von Oberland, sondern von deutschgesinn- ten jungen Leuten verübt worden ist und sich als ein Verzweiflungsakt gegen die unerhörte Bedrückung durch die Sonderbündler darstellt. Der Dialekt und das Auftreten der jungen Leute und ihr genaues Vertrautsein mit den örtlichen Ver- hältnisicn während ihres mehrtägigen Aufenthalts in dem Hotel haben den Augenzeugen der Tat zu dieser Annahme Veranlassung gegeben.

Minblet nur vorläufigen Charakter batten, da Entscheidung gegen den cnalikDcn Delegierten «elfen worden toat. Cs hätte also eine zweite Nttnng ftattftnibew müssen, die am Donnerstag

Die Todesopfer i« der Pfalz.

Ludwigshafen, 12. Jan. ließet Opfer der sonderbündlerischen Bewegung in

Pfalz wird folgende Statistik veröffentlicht: Aus- gewiesen sind bis jetzt ungefähr 70 Beamte mit ungefähr 130 Familienangehörigen. Verhaftet wurden über 100 Personen, verwundet wur­den auf beiden Seiten ebenfalls über 100 Personen und getötet etwa 30, so in Lamprecht 8, in Speyer 6, in Hahnhofen 5 und in Ludwigshafen 2.

Der Kampf gegen denMilitarismus".

Berlin, 12. Jan. Wie den Blättern mit­geteilt wird, werden in der Pfalz für die Fran­zosen auf deutsche Kosten neue Truppen­übungsplätze mit Munitionslagern eingerichtet und drei neue Kaserne« gebaut. (Run werden unsere Internationalen ja einsehen, wohin wir gekommen sind!)

Berlin, 12. Jan. Aus Speyer wird der Montags-Post" gemeldet, daß der französische Oderdelegierte für die Pfalz, General de Metz, dis Bekanntgabe der Erklärung verboten hat, die am Sonntag in sämtlichen katholischen Kirchen der Pfalz von der Kanzel herab verlesen werden sollte, und die die Aufforderung an die Katholiken der Pfalz enthält, der ungesetzlichen und unrechtmäßi­gen sogenannten autonomen Regierung keinen Ge­horsam zu leisten. Rach derselben Quelle fand am Senntag. vormittag in Speyer die Trauerfeier für den ermordeten Sonderbündlerführer Heinz-Orbis statt, die ein neuer Beweis dafür war, wie außer­ordentlich gering di« zahlenmäßig« Beteiligung de? Pfalzer an der sonderbündlerischen Bewegung ist, denn nur etwa 300 Personen einschließlich der son­derbündlerischen Truppen und der Franzosen nah­men daran teil. General de Metz feierte den Ge­töteten in einem in französischer Sprache gehaltenen Nachruf als einen Freund Frankreichs und legte darauf an der Bahre im Namen Frankreichs einen Kranz ntebet. Nach der Feier wurde di« Leiche in die Heimat Lbergeführt. Der Leichenzug zum Bahnhof wurde durch fonderbündlerische Truppen geschützt, die den Zug mit der Sepa^atisrenfahne er­öffneten und auch die Nachhut bildeten, wobei sie Pfeifen und Zigaretten rauchten.

Die GohtrWrtHislW.

Paris, 13. Jan. Tie amerikanischen Vertre­ter im Ausschuß der Reparationskommission für die Währungs- und Budgetsragen, General Dawes itnb Owen Pöting haben nach demPetit Parisien" gestern mit den bereits in Paris angekommenen englischen Sachverstöntigen, Sir Robert Kinderslch und Sir LharleS Stamp verhandelt. Die belgischen «ad die italienischen Sachverständigen treffen heute in Paris rin. Morgen vormittag 11 Uhr hält der Sachnec- ständigenausschuß sein« erste Sitzung ab und es ist wahrscheinliche daß et auch am Nachmittag tagen wich.

Paris, 13. Jan. Der amerikanische Dele­giert« für den Ausschuß zur Erforschung der deutschen Auslandsguthaben, Robin­son, übermittelte der Presse eint Erklärung, in der er hridorhebt. er habe bis jetzt keine Mtteilung üLer die Enquete zu machen, die ihn nach Paris führte und er beabsichtige auch nicht, die- zitkünf ig zu tun. Er begebe sich ohne Vorurteil an die Arbeit mit dem Wunsche, dir Tatsachen unparteiisch zu erforschen, in der Hoffnung daß man nach aufmerksamer Prüfung d S Gegnsta'-d"s nach nationalen und int rnntchnaleu Gesichtspunkten zu soliden Schlüssen gelange.

PariS, 13. Jan. Die Pariser Pottzet g-Nern 9 Ausländer, 7 Russen und 2 Griechen,

Die Aufgabe, welche die Botschafterkonferenz als noch offen betrachtet und an deren Durchfüh­rung die deutsche Regierung mitzuwirken durchaus bereit ist, erfordert keine Besuche bei militärische« Stellen. Abgesehen von jenen noch offenen Auf« gaben ist alles, was der Teil 5 des Ver­trags von Versailles an Abrüstungsforderungen enthält, längst erfüllt worden. Der durch diese Ab­rüstung geschaffene Zustand unterliegt nach Artikel 3 des Vertrages von Versailles nicht dauernder Kontrolle, sondern lediglich der Möglichkeit einer etwa aus besonderen Gründen vom Rate de» Völkerbundes anzuordnenden Spezialuntersuchung.

Wenn die deutsche Regierung*gleichwohl für dir für den 10. und 12. d. Dl. in Aussicht genommenen Kontrollbesuche die Voraussetzungen geschaffen hat, so hat sie das getan in der gewissen Erwartung, saß ihre oben dargelegte Rechtsauffassung auch bei der Interalliierten Militär-Kontrollkommission volle Würdigung finden und daß von den weitere« Kontrollbesuchen abgesehen werden wird.

Unterschrift:' gez. Morath.

Prag, 13. Jan. Dar Tschechoslowakische Presfv, bür» meldet au3 Be' «rav über Me Richtlinie«, auf die sich die Konferenz der Kleinen Entente bezüg- lich ibrer HaUuug in der russische« Frage grundsätzlich einigle. ES könnten auf Grund auiOeutt« scher Informationen sot»nd« iwei Punkte fcUoei'teöt werden: Die Regierungen der Steinen Entente ieien sich darin einig, abzuwarten, welchen Standvunkt t« dieser Frage I r a l s c n und England etuneb- m:n würden. Die Regierungen der »leintn En­tente bedielten sich vollkommene Handlungs­freiheit vor, damit Ne entsprechend neuen Um­ständen und der allgemeinen Lage ihren besonderen Standpunkt bestimmen könnten. Rumänien werde seine bisherigen Verhandlungen sorttctzen, da es mit Ruüiand einig- besonder«, Fragen zu regeln vabe.

Alle Nachrichten Über MeinungLverschtcbenhettetr zwischen den Mitgliedern der ik!einen Entente oder zwischen Mitgliedern der iugoitawticben Regicrun«, lnSbiondere zwischen dem Ministerpräsidenten Da- tückisch unv »tn Übrigen Ministern, enibevne« jeder , Grundlage,,. '

Tal- zause» begon» utiteg ri ist, R beiit« i v er­findet Heine

: Tal« mnue, Bau- iteiM. uufge» > schon alt-g-r Ä'ioten Lperc« ch ui* Fahr« t. Für »erlich,

DirObtrt)eiRI*e Zeitung" eridiehtt ieibsmal »ödientli*. Bejugsstei» 115.1. 1,40 Mark einschlietzlich ZuftellungrgebÜhr. Für «usiollenbe Nummer» infolge Streits oo. element.Steignifie lei» Erlag. Der »z von Dr. L.Hitz«r«1d. Druck der Univ.«Duchbruckerei vo» 3ob. Aug. R»*. Markt 2LS3. Kernsprecher 55, Voftiibedtonto: Nr. 5015 Smt Frankfurt e. Main.

Ar Fiiimlkligr llrlU

Mailand, 12. Jan. Zwischen Italien und Jugoslawien ist ein Präliminarabkommen zustande gefommen, womit die Frage von Fiume als gelöst betrachtet wird. Die Lösung besteht im wesentlichen in der Vereinigung vo« Fiume mit It'a'lten im Austausch gegen de« Hasen von Büros und des Deltas an Südslawien. 3« der zweiten Sitzung der Konferenz der Kleine« Entente wurde nur von den Beziehungen zu Jtalten gesprochen und übereinstimmend die Rott wendlgkrtt anerkannt, daß in der internationale« Frage Italien in gleicher Weise wie Frankreich mit der Kleinen Entente zusammenwirken solle.

Wien, 12. Jan. Wie aus Belgrad berichtet wird, ist mit einem Besuch des serbische« Königs in Rom in nächster Zeil zu rechnen.

Europa werde heute eine vorsätzliche Politik «er Unterdrückung verfolgt. England könne **t ihr umsoweniger sympathisieren, weil es der ^lsicht sei, daß diese Politik nicht einmal feie Sicher­et Frankreichs zu gewährleisten Vermöge. , ^

m a«e Killirtnalreät.

Eine Rote der Reichsregierung.

Berlin, 12. Jan. Ich beehre mich den Emp­fang Ihrer Note vom 30. v. M. (Etat-Major Pre­miere Section Nr. 2526) zu bestätigen, in der Sie ankündigen, daß am 10. und 12. Januar in Rostock, Berlin, Dresden, Stuttgart, München, Paderborn, Breslau und Frankfurt a. M. Kontrollbesuche vor- yenommen werden sollen. Die deutschen Berbin- dungsstellen und die für die Kontrolle selbst in Be­ttacht kommenden Behörden sind angewiesen, den Kontrolloffizieren die Durchführung dieser Betuche zu ermöglichen. Die Reichsregierung hat mich in bellen beauftragt, Ihnen, Herr General, bei dieser Gelegenheit zu erklären, daß ihrer Ansicht nach die Kontrollkommission ihre Ausgabe, soweit diese sie mit militärischen Stellen in persönlichen Kontakt bringt, beendet hat. --

Dir total Hill.

Berlin, 12. Jan. An der gestrigen Newyor« ter Börse notierte der sranzSsi'sche Franken 4,67 Dollar (für 100 Franken) gegen 4,77 vorgestern und 509 am 31. Dezember. Am gleichen Tag stieg der

Stuttgart, 12. Jan. Anläßlich des Besuches der interalliierten Militärkontrolikommission b-trn Wehrkreiskommandos in der Olg astraße kam es heutk zu einer Kundgebung einer Anzahl junger Leute, die jolten und pfiffen und vaterländische Sicoer sangen. Zn einer Belast gung der Mitglieder der Kontrollkom­mission kam es aber nicht. Schließlich wurde ein starkes Polizeiaufgebot eingesetzt, das die T-moitstraii« ten im Schach hielt. Später ist die Kommission nach Cannstatt. abgefahren. Nach ihrer Rückkehr von Cann« st tick kam e-s'vor dem der Kommission üb-rlassenen Gebäude zur Ansammlung einer ungeheuren Men­schenmenge, die patriotisch- Lieder fang und durch Jolen und Schreien ihrem Unwillen gegen den Besuch' Ausdruck gao. Tie Ansammlungen nahm einen der­artigen Umfang an, daß stucke Polizeikräste di- Meng« auseinandertreiben mußten. Zu einer Belästigung W Kommission ist es nicht gekommen.

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berechnet, ebenso Auskunft durch bie Del»ästsst-lle und ZuIenbung ber Angebote. Z-Hluna Innerhalb 5 Tage» (1 Dollar 4,20 Toldmark», Berechnutm nach dem Berliner Mittel­kur, be» Zahluug« etagangrtag«,. Berzugszluse» pr» Tag »ach dem Bankzinsfuß

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Mail, den 14. WM

Hart»»,

gönnen bade. Dicie sei aber auf Anratens Betgiens «usgeschob en worden. Die engl'sche Regierung Knne atfo nur zwischen- der Anerkennung der vfälzl- Uen Regi.-rung und einer Prozedur wählen, in bk fi, itn Begriff Nebe, sich elniulaffen. Eine mlit­te re Linie gebe es nicht. Tas Vorgehen Englands hätte nur einen freundschaftlichen Charak- kr trage« können: das fei aber jetzt nach der Er­mordung von ^ein; kaum möetich. Wenn der eng- Itidhe Generalkonsul in- der französtsetten Vcketziings- Nnc ein- Enqn-te geg.n dento^en heS ikomman- tfeuitm veranstalte, müsse er notwendigerweise der -Autoritär der Rhciirlandkomn'.tssion Abbruch tun. sraS verstotze gegen die RbelnlanPakte

«d gegen die Geschäftsordnung de» Rheinlandkommisston. Im Jahre 1921 tote die Rhetnlcmdkom.ntsflon besttntmt, baR daS frrquatuT des Deutschen Reiches für ausländische fionfirfn tm besetzten Gebiete nur -rach Zustimmung Ift Rhein-andkommislion gültig fei. Es mülle also Ht Frage ausgeworfen werden, ob bet Generalkonsul tiibe um blc Genehmigung nach gesucht habe. Das /?chs i>c Paris' ertärt, daß daS nicht ber Fall sei. Dtc sranzöstfche Regierung werbe die britische Geste Nintt beantworten, datz sie offiziell bestturmt, wer ilttv hei der Rette vegl-tte.

r London, 12. Ja«. Die w$tmes schreibt itt Ottern Leitartikel über die Pfalz und das Saat« gebiet, der örtlich« Vertreter der Interalliierten Aheinla«dkommisfion scheine ein besonders emsiger Anhänger der Schule zu sei«, die nach dem Rhein al» der beste« «nd einzige« natürlicheu Grenze Frankreich» im Rordeften au»« fcha u e. Die deutschen Sonderbündler hätte« kau« |<el Fortschritte machen können, ohne feine still- Ü«xigtHbe oder aktive Unterstützung. Bezugneh­mend auf den heute von ihr veröffentlichten drttte« Artikel Über die französische Verwaltung de» Saar- : Ittiete» erklärt dieTimes": Frankreich ver­such« da» Saargebiet, da» ebenso wie die Pfalz An teilt deutsches Gebiet sei, zu eutuationali- |i«te« . Ma« habe es mit de« System der wirt* fchasilich«« Durchdringung versucht. Da» Eaar- brcken sei aber auf der Friedenskonferenz nicht iftaukreich anverttaut worden, sonder« dem Völker­bund. Auf die eine oder die andere Weife durch Einschüchterung und Schmeichelei, durch bereitwil- 8ge Lieferung vo« Kapital oder durch Boykott. Enrch kluge Diplomatie und durch Hartnäckigkeit habe sich Frankreich wirtschaftlich fest «iabllert und H jetzt daran, zu versucheu, die Einwohner zu zwin-

Die smz'Mk flnlDörf.

Berlin, 13. Jatt. Der deutsche Gefchäststrägcr tn Brüssel, Röbiger, t|t, tote totr erfahren, tn Berlin eingetroffen. Der Gefchäftsttäger in Parts, L> oesch, ber seine Abreise wegen leichter Erkran­kung verschieben mustle, wird vorausstchtllch am DienStag früh In Berlin sein. Die ben Geschäfts­trägern tu Parts und Brüssel am Freitag überreich­en Antworten auf daS beutsche Memo- r c n b u nt vom 24. De'cmber sind Inzwischen durch Kurier tn Berltn ctngegangen.

Berlin, 13. Jan. Wie derMontag" lvrichtet, sind die sranzösisLen und belgischen Aniwortuote«. im Aus- I hurtigen Amt übersetzt worden. Da die beiden Noten zusammen 29 Seiten lang sind, konnte ihre Bearbe.'iung seitens der zuständigen Wegieningsstellen noch nick/ be­gonnen werden. DaS Kabinett wird über die beiden Noten voraussichtlich erst beraten, wenn der deutsche Geschäftsträger in Paris, v. Hoesch, in Berlin einge'rossen ist, also nicht vor Dienstag. ,

Dit mlW lliltttliltms In dn M.

I Ktaukrsich mit der englischen Untersuchung ein­verstanden.

Paris/ 12. Jan. Pertinax teilt im Leit­artikel desEcho be Paris" mit, daß die franzö - ftf ch e Steigerung in der Frage der von Eng­land verlangten Untersuchung in der Pfalz Aftern soweit gegangen fei, sich bereit zu erklären, daß der englische Generalkonsul in Aiünchen Clive tiefe Untersuchungen vornimmt, allerdings unter bet Voraussetzung, daß er hierbei von einem ' sranzösischen Offizier begleitet werde. Pertinax erinnert in diesem Zusammenhang da­ran, daß das von der deutschen Regierung dem ; Konsul gewährte Exequatur im besetzten Gebiet Rur mit Zustimmung der Rheinlandkommission susgeübt werden kann.

Paris, 11. Jan. Aus Koblenz wird amtlich «itgeteilt, daß im Anschluß an die Ermordung ° Heinz' die Rheinlandkommission beschlossen hat, eine Entscheidung bezüglich der Einrcgistrierung der Perordnungen der provisorischen pfälzischen Regie- c riing auf acht Tage zu verschieben. Man rechnet damit, daß in diesen acht Tagen eine Losung in der Sntersuchung der Frage gefunden werden kann, die England von Frankreich verlangt habe.

Paris. 13 Jau.~n Parts wird anseuom- nrn, datz ber etiflllitoe Generalkonsul llltve tn München heute in der Pfalz ankommt, W tm Auftrag seiner Regierung ehtt Engnete über das Verhalten der franöstschrn Behörden gegen-