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der Enlsch N tgungsfrage betreiben würden. Dieser hab« die Reichsregierung nicht vorgreifen wollen, sei aber bereit, in eine Behandlung des gesamten Fragen- komplexes mit den Ententestaaten einzutreten.

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wandleng der Reichsbahn in «m nach Privatwirt» christlichen Grundsätze arbeitendes BetriebSunterneh» men feien im Gange. Voraussichtlich werde demnächst Nähe:es mitgeteilt werden können. Unabhängig da- ho» sei der Reichsverkehrsminister aber sofort daran gangen, die inneve Wirtschaft de- Unternehmens, »weit möglich, zu konsolidieren und der gegenwär­tigen finanziellen Lage anzupassen. Man könne schort etzt den Erfolg der Sparmaßnahmen Überblicken. Di« auf den Außerordentlichen Haushalt entfallenden Be- triibsau^gaben einschließlich d»S Cchuld nrieustes wür« ab 1. Januar durch die Einnahmen aus den Personen- und Gepäcktorifen voll gedeckt. Die Ermäßigung der Gütertarife um 8 Prozent erfolge in der Hoffnung. Latz der h-erin liegende Anreiz für die Belebung des Ver­kehrs die Einnahmen int Ganzen günstig beeinflussen werde. Trotz der Balanzierung der Berrieösrechnung et noch kein- Deckung der für die Ruhr- und Rhein, landb ahnen immer noch anfallenden laufenden Aus- gaben geschaffen. Für die großen Bauten würde» jetzt Mittel Mts bisher zur Verfügung stehenden -Krediten verwandt, die die Reichsbahn sich weiter selbst zu be- schvsfln habe Man müsse berücksichtigen, daß bei Reichsbahn die Einnahmen aus dem besetzten Gebiet ehlen, daß ihr bis jetzt trotz der Abkommen mit der gtt.ik so gut wie gar keine Frachten auS dem lleber- gangSverk^r mit diesen Gebieten zuflössen und daß cutch im übrigen Deutschland der infolge »er Konsoli­dierung der Währung und der Besserung di» Wirt- chustdlebens zu erwartende Berkchrsmtfschwung nur langsam eintrete. !

einstige deutsche Flotte.

11. Zan. Reuter meldet, vag dir versenkte deutsche Kriegsflotte dem- werden soll. Die Kontrakte seien

klüftige Ausland sehe, daß Deutschland politisch und wirtschaftlich über Rhein und Ruhr verfüge und durch deren Wirtschaft die nötigen Sicherheiten für Kcedie Gewähren könne. Gleichzeitig sei man in Berlin der

Berlin, 11. Jan. Bisher sind rund 54000 Beamte auf Wartegeld gesetzt. Die Ersparnisse an Personalausgaben werden auf 83 Millionen Gold- mark veranschlagt.

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technische Antwort der französtschen Regierung aus |fcie deutsche Denkschrift wolle die Frage nicht er- i schöpfen und bedeute keinen Abschluß. Die franzö- ßsche Regierung sei bereit, jederzeit deutsch« An- regungen entgegenzunehmen und fie sachlich zu er­örtern.

Paris, 12. Zan. Havas berichtet über die Unterredung, die Botschaftsrat v. Hoefch mit dem politischen Direktor am Quai d'Orsay, Perettt della Rocca, hatte. Die Unterredung dauerte % Stun­de«. Perettt entwickelte vor dem deutschen Ge­schäftsträger die Ansichten, die in der französischen Role niedergelegt sind. Er ergänzte sie durch Er- Äuterungen und Kommentare, über die sich die französische Regierung von vornherein mit dem bel- pschen Kabinett verständigt hatte.

Brüssel, 11. Zan. Ter Minister des Aeußern hat heute dem deutschen Geschäftsträger die Ant- »ort der belgischen Regierung auf die deutsche Rote »om 24. Dezember 1923 übergeben. Die Antwort erklärt, die belgische Regierung sti bereit, auf dem seit der Einstellung und Beendigung des pafsioen Widerstandes eingefch-agenen Weg fortzufahren, es Müßte aber daran fcftgehalten werden, daß die Dis- ikuffion über einen Modus vivendi nur die Modern­itäten der Verwaltung der Pfänder behandel» j tonne, ohne am Grundsatz der Pfänder etwas zu ändern, und daß der Erfolg von Berhan-lungen in hohem Maße von der loyalen Ausführung des Ber- sailler Vertrages durch Deutschland abhänge.

! Paris, 11. Zau. Die französilche Antwort auf die deutsche Denkschrift vom 24. Dezember, betref­fend die Herstellung eines Modus vivendi in den besetzten Gebieten, wird nach demSlatin" zwei­fellos heute dem deutschen Geschäftsträger über­reicht werden. Jetzt sei man einig darüber, was

zwischen der Admiralität und einer Bergungs- gesellschaft unterzeichnet worden. Es handelt sich um 68 Schiffe, von denen eine große Anzahl zum Abbruch verkauft und kleinere Anzahl für itlungs, zwecke als Ziele Verwendung finden dürften.

Sie Ssui-Mg her WnM.

Berlin, 11. Jan. Auf bi? in einigen Berli­ner Morgenzeitungen vom 11. Januar verbreitete Nachricht über die Sanierung der Reichsbahn wird zn- stSnt-igcrse.ts mitgeteilt, die Vorbereitungen zur Um-

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Innsbruck, 1t Jan. Der Landesh äupwiann von Tirol Dr. @5 tu P f empfing d-n Reichstaasabge­ordneten und UniversitütSvroftllor Georg Schrei­ber, der den Dank deutsch:! Streife für die grotz- .üfltgeu Hilssmaqnabme» Tirols zu« AusSmtck brachte Bisher wurden über 3500 Kinder aus Deutschland nach Tirol gebracht. Der Tiroler Landtag bewilligte einstimmig eine Landesspende von 100 Millionen Kronen. Ferner beträgt die Landes- sommlung Tirols für die Deutschlandhilfe biS jetzt 150 Millionen Kronen. Dr. Stupf erwiderte mit schlichten Worten. Tirol tue nur btre Pflicht. Pro­fessor Schreiber brachte im besonderen die Notlage der deutschen Stud-nten zur Sprache und schilderte die Wirksamreit der Wirtschaftshilfe der deutschen Stu­dentenschaft.

Budapest, 11 Ian. Der Budapester Aerztever- kand bat dem Leipziger Aerzteverband mitgeteilt, daß er Spenden in Höhe von 11'4 Millionen ungarische Kronen gesammelt oat für die er ein Liebesga­benpaket mit Lebensmitteln für die mit Eristrnz- sorgen kämpfenden deutschen Aerzte absen­den werde. Die ungarischen Aerzte seien sich völlig klar darüber, was ste in wissenschaftlicher Hinsicht ihren deutschen Kollegen schulden.

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Berlin, 11. Jan. Das Reichs ka binett hat die gestrige Nachmittagssitzung der Erörterung der p f ä l - zischen Angelegenheit gewidmet. Durch die Er­mordung des Separaiistenanführkrs Hein z-Orbis ist die durch die SeparatNenputsche und ihre Begünstigung durch die Befahnnosbehörden geschaffene unhaltbare Lage blitzartig beleuchtet worden. Seit Wochen ist eine wehr­lose Bevölkerung auf Gnade und Ungnade dem ungeheminieii Ter-»r r-ner skrupellosen Bande -aus geliefert, die sich als unbeschränkte Herren ,m Lande arfsühren Plünderungen, Vertreibungen, Frei- heilsberanbuegeu, Raab und ^Erpressung sind an der Tagesordnung. Die rechtmäßkg- Polizei wird durch die BesätzungsbeHörden auf Schritt und Tritt ge­he m m t, von tbren gesetzlichen Mitteln Gebrauch zu machen. Das französische Militär, das sonst in jedem harmlosen Vorfall sofort eine Bedrohung der Sicherheit der Besatzungstruppen und der ötfentlichen Ordnung er­blickt, sieb: nicht nur tatenlos diesem Treiben zu, sondern begünstigt cS in jeder Beziebnng. Die neueste Ent wickelungsphase ist, daß den Gewaltakten der Separa­tisten in der Phraseologie der Besatzungsoehörden bet Au­ch ein der Legitimität gegeben wird.

Raub heißt nicht mehr Raub, sondern Komis- ka Hon. Dieser Politik der Heuchelei wird die Krone aufgesetzt, ivcnn jetzt die vcrbrecherilchen Akte diese« Banden, die das Geg enteil von Recht und Gesetz sind, als Verordnung'n und Gesetze b handelt und ge­nau so wie die Gesetze des Reichs und der'rder vom Büro der Jnterallierien Rheinlandkommisswn registrier^ werden. Tic Reichsregierung hat h'ergeen durch die deutschen Vertretungen in Paris und Brüssel schärfste Verwahrung einigen las­sen. Tic Suichsregicrung sicht mit Stolz auf den be- wuudtrnstoerb'n Kampf, den die Pfälzer Bevölkerung auf chl-.ni g fährdeten Vorposten für Deutschlands Da­sein und Deutschlands Einheit kämpft. Tie Reichs- r'gierung wird im engsten Einvernehmen mit der baye­rischen Staatsregierung alles was an ihr liegt, am, damit nicht nach den Absichten eine- kleinen Haufens von Hochverrätern der erdrückerd.'N Mehrh:it me Los­trennung aufgenötigt wird, der sie mit jeder Faser ihres Seins widersteht.

(Näheres Über die Vorgänge in der Pfalz im zweiten Blatt.)

Deutsches Reich.

Be r li n, 11. Jan. Der hiesige Sladtrat Dr. Höf- ne r, gegen den wegen AmtsmißbrauchS ein DisMinar- versabren eröffnet tvorden war, wurde nach Beendigung des Verfahrens seines Amte» enthoben.

B e r l i n, H. Jan. Rach einer Meldung derB. Z-" ist infolge der weiteren Herabsetzung der Sohlenprege mit einer Ermäßigung der städtischen Tarife für Gas, Wasser und ElekttiziiLt zu rechnen, unk» Mir totrb ber Xhtbtfnifkc Gas dsn 21 auf 19 wer 18 Psg

Berlin, 1L Jan. Wie die Blätter von zu« sündiger Seite erfahren, hat General v. Seeckt vor einiger Zeit Richtlinien bezüglich der Ge« nehmtgung von Bersammlungen er­lassen. Danach sind Versammlungen unter freiem Himmel in der Regel zu verbieten. Versamm­lungen in geschlossenem Raum sind anmeldepflichtig. Eie sollen verboten wer- den, wenn es sich um verbotene Organisationen bandelt oder wenn eine Störung der öffentlich«» Ruhe und Ordnung befürchtet werden mutz. Ab« geordnete sollen im allgemeinen zu ihren Wählern sprechen dürfen. Geschlosiene Mitgliederversamm- lu'ngen sind zu gestatten, auher für verbotene Dr« ganisationen. Eine Anmeldepflicht besteht für diese geschlossenen Versammlungen im ubrtgen nicht.

Ve rlin, 11. Jan. Den Abendblättern zufolge hat die französische Regierung einen ^Eesetzentwarf ein­gebracht, der eine Erhöhung der Geheimfonds für Propaxandazwecke um jährlich (»Millionen Franken au' 63 Millionen vorsieht. Hiervon entfallen allein 43,7 Millionen auf den Etat des Auswärig-n Amts. Für die tägliche Verbreitung telegraphischer Rachrichten ist dabei besonders das Gebiet der Ver- 35rrtir,;g*er Staate«, das lateinische Amerika und der F-rne Osten, in Aussicht genommen worden.

js»~ Das neue-Gerichtsmanövcr.

Puti s, 11. Jan. WieMalin" berichtet, wer­den, neun der vor dem belgischen Schiedsgericht zur Vecharchlrnq stehende Prozetz zu einer Verurteilung der deutschen Negierung führen sollte, die Deportierten aus dem Norden Frankreichs auch ihrerseits eint Mcge ans Entschädigung gegen dir deutsche Ngeie- rurg anstrcngen. Die Zahl der Deportiertest gibt Metin" mit 250000 an.

fei sogar der Ansicht, datz die Antwort nicht die Verhandlungen «U den Deutschen abschlietze. Die feanzösische und dir belgische Regierung wollten dir Lür für weiterr Brrhandlungru offen lassen.

Paris, 11. Jan. Havas meldet, daß die fran­zösische und belgische Antwort aus dir deuisckfe. Rote vom 24. Dezember 1923, die heute nachmittag mh 5 Uhr den deutschen Geschäftsträgern bi Paris und Brüssel überreicht werden, vällig therel» stimm en und die UebeiUtche mit münd- licht n Erklärungen verbunden ft in Ivette.

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Paris, 12. Zan. Der deutsche GeschaststrSger i Botschaftsrat v. Hoefch wird, wie verlautet, am Sonnabend abend nach Berlin reisen.

! Köu, 11. Jan. DerLoln. Ztg." wich aus Berlin gemeldet, daß die Ankunft des Botschaftsrats von Horsch sich verzöge« und es den Anschein habe, Äs »h eine Verzögerung der französtsch-brlgischen An- wo« e'pgftreten sei, weil man in Paris und Brüs­sel eine umfassendere BehaMung der gesamten Ent- schäcigangsfrage ermattet habe. Me der Berichter- Kalter auisührt, K.hen auch die mah^benden deut'che« Stellen aus dem Standpunkt, daß die Frage von schein unv Ruhr nur einen Teilausschnitt aus dem große.. Komplex darstellt. Tie deutsche Regierung hätte vor. vornherein garnicht die gesamte Zntschädi- gungssroge in ihrer Denkschrift angeschnitten, schon weil die Verlängerung der Mieumvettrage ohne aus- ttnbi|rbe Kredite nicht möglich sei und Deutschland bitte Kredite nur bekommen könne, wenn das kapital-

T>ie MDbtt6eiRid>e Leitung etfdietnt fetbemal »ädtentli*. Zeiegweit L15.1. 1,40 Mark einfchlietzllch ZuftelluagrgedLhr. Für «uiiattenbe Stummem intolge Sutils ob. eitment.titeigntöe kein Lrmtz. ker-ng oon Dr. C. Hitzerotd. Druck der Univ.»Buchdruckerei von 3nb. »ng. «»4. Markt 21.23. - Remtpietb« 55, Pott.beckkonta: Ät. 5015 »mt Fravktvrt a. Kain.

Ar SeooiteMiiai.

Berlin, 11. Jan. Der Unterauslckutz deS stän­digen AuSichuffes des preußischen Landtages (Be» amtenrrb&'tu) erl-dtgte den Abschnitt Wer dfe Set« setzung In den einstweiligen Ruhestand. Die Vorlage wurde mit der Abweichung angenommen, daß bet der Birückstchttgung der FamitienvTrüältntNe in erster Linie dfe verheit ateten weiblichen Beamten in Be­tracht kommen sollen. Das bet einer Versetzung m den einstweiligen Ruhestand zu gewährende Warte­geld soll solange rutien als die wirtschaftliche Ver­sorgung gesichert Ist. Zur Sich.rnng einer möglichst gerechten Durchsührung des PersonaiaSbaucS soll nach einem Antrag der Koalittonspartetrn. dem auch btt Deutschnationalen juftttninten, in jeder Provinz ein Schiedsgericht mit einem unabhängigen Richter an de? Spitze gebildet werden. Daneben soll noch inve- zuö trrf die allgemeine Dnrchsststrunck des Abbaues etne Art UeberwachungsaussSutz des Landtages ge­bildet werden. Bei der Verminderung des Personals sind die Arbeitnehmer vor den Beamten dann auSzu- toetbeiL hjorn sie tm wefenisichtn gleichartige Auf­gaben erfüllen.

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London, in Scapa Flow nächst gehoben

Unterhaltung darüber weiter fortzuletzen. Denn ge­rade Me drutfche Regierung betrachtet die Lotung der Rbein- und Rabrftage atz die Borbedingt.-ng feder ernftbafun Verhandlung der Revaralionsfrage. Wir haben oft genug den Grundsatz aufgestellt: Ohne Rhetn und Rnbr feine Reparation. Nun wird sich zeigen müssen, od PoincarL auf biefent Wege folgt.

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Die Regie.

Sffen, 11. Jan. Die Bahnhöfe Hörbe unb Av- lerbeck flnb von bet Reichsbahnverwaltung toteber in Bettteb genommen worben. Ter Personen- unb Ge- päckverkehr wirb bnrch HSrbe burchgeführt. Die Regie hat ben Bahnvetkehr zwischenWeiel-Fttedrichsfelb unb Wesel-Sveelen wieder aufgenommen. Der Petsonen- nnb Geväckverkebr erfolgt wie bisher nur bis Wesel. Tet Verkehr vom unbesetzten in das besetzte Gebiet erforbert in Wefel Neuabfertigung burch btt Regie. Ev«nfo ist bet Verkehr zwischen Wescl-Büberich-Men- se'en wieder ausgenommen worden. Die Abfertigung des Pettonen- unb Gepäckvekkebrs erfolgt bis Wesel. Auch hier erforbert bet Verkehr vom unbesetzten in bas besetzte Gebiet in Wesel bfe Neuabfert'- >> g durch die Regie.

inonat tiagtP mög*4 Sufgab*

1 ßg wäre möglich, daß sich Mes- 6ntwicklng auch in I der französischen Antwort widerkpieg'li. Hinter ben j Kulissen iS in den letzten Tagen zweifettos allerlei , JpetessantkS vor sich gegangen. Cs scheint dt.smal besonders schwierig gewefen zu fein, ßwischen der sranzSsischrn unb der belgischen Auffassung diejenige lUbereinstimmiing betzuftellen, auf die die beiden Ein­bruchmächte bei ihrem Verbaeften gegen Deutschland Wttt legen müssen. Frankreich wollte Wohl ursprüng- US auf die deutschen Rhein- und e:luhrforderungen eine ziemlich schroffe Antwott etteilcn. Poincare bat bisher alle Fragen, die das besetzte Gebiet betreff:n shstematisch entweder Herrn Tirard in CoblenZ oder dem General Degontte (nun wieder in Mainz) über­wiesen. Rbein unb Ruvr sollen seiner Anfickt nach etwas sein, bas völlig fiir sich besteht unb in bas bie brutsche Regierung sich nicht einzumischen bat. Belgien hat aber dann als seine Aussassung vertstnd'gcn lassen, daß ihm alle Vrrbandlngen willkommen feien, die zn einet Lösung bet wirtschaftlichen Fragen bienen könnten. Bis zu einem gewissen Grabe bat sich Brüssel bamlt durch- gefetzt unb so haben alle frauzSsifcklen Quellen in beit letzten Tagen verlauten 'assen, die französische Ant­wort werde Anknirpfungs-'unkte für weitere Verhand­lungen bieten. Soweit man die Dinge jetzt schon er­kennen kann, wird als ein solcher Anknüpfungspunkt vor allem der st.aniösiiche Einwand zu betrachten fein, die deutiche Regieri,no sasse die Frage zu eng unb lasse außer Betracht, daß Rhein und Ruhr ein AuS- scknilt aus der Gesammelt der ReparationSfrage feien.

W,7d dieser Einwand tatsächUH erhoben, so wird man

, leiste utirtre ka er- üt de»

Amlliches Verkündigungsblatt des Kreises Marbmg

Anzeiger für (bas früher furhefsischej Oberhessen

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Gewähren könne. Gleichzeitig ,et man in «ms ye«-

"M | Ansicht gewesen, daß die Untetausichüsse der Repit«- , ....... ------------ --------, , . , m ..

I Non-konlmissioni numneht von sich aus die Üüjunz in Leuijchtand ym bereit fein, über diesen Punkt bi«

WiAitt flöliwlitto AWkldSUSll.

Man Nsird Acht einen Augenblick daran zweifeln tzürfeu, daß PaincarL im 6fmnbe feines Hrrzan» st»S ycrlreter der Vernichtungspolitik bleiben wird, die er v'sher gegen Tentschlmrd verfolgt hat. AVer es wäre dock wohl falsch, bei der Reparalionsrechnuna andere Jaki.iren vollkommen außer Betracht zu lassen. Diese Jattoren sind vorhanden und ihre Auswirkung wird ausschlaggebend für die Jrage sein. Wie weit stÄ der VemiLnittgSkrieg der französischen Politik unge- bemmi weiter geltend machen rann. Die deutsche Re parationssragc bildet ia kein Ding fiir fick, sondern fleht, im engsten Lusamm-nbang mit dem gesamten ttoinplcx der internationalen Fmgen, die bis ans den heutigen Tag ht immer wachsendem Motze eine gefähr­liche Spannung nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt ausrecht erhalten haben. Frankreich sucht aus jede. Weife feine Matztoosi.ion zu stärken neuerdings burib Einbeziehung d-r gesamten Aus­gabe in sein Bündnissystem- auf der andern Mite wächst auch der Widerstand nicht nur Englands und Italiens, sondern .tu<S der Vereinigten Staaten von Amettta gegen dieses Bestreben nach absoluter Vor­herrschaft.

Die Spannung ist in der letzten Zeit autzerordent- lich stark geworden. Im Jusammenhat'g mit der französischen Politik am Rhein und im besonderen in der Pfalz ist zwischen Engtand unb Frankreich ein ganz febarfer Konflikt entstauben, der letzten Endes natürlich nickt den Pfälzern, sondern ber Frage, ob Frankreich ungetzemlmt und ungestraft leine Machtposition am Rhein befesti­gen soll. Die neuen französischen Bünbnisvtüne ha­ben England unb Italien auf8 Tiefste beunruhigt unb es hängt zweifellos mH dem AnwoWsen dieser Internationale« Spannung zusammen, daß anck die Vereinigten Staaten wieder aus den europäischen Plan treten, nmEngland wenigstens diplomatisch hiis- relche Hand zu leisten. Der englische Kabine'töweafcl steht vorläufig noch nickt tot Vordergrund. Od er die englisch französischen Brziehnngen wesentlich verschär­fen wird, ist wobl auch noch die Frage. Aber auch wenn man dieses Moment n*d>t mit in Rechnung stellt, ist garnicht zu verkennen, daß die interimtionale Lage mehr unb mehr durch den Gegendruck bestimmt wird, den ber Druck der französischen Politik uatiu- wotwkNbig erzeuge« muß unb erzeugt hat.

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Parts, 12. Zan. Dem bentfchen Eefchäfts- trSger Botschaftsrat v. Hoefch wurde gestern nach- »ittag vom politischen Direktor de» Ministeriums des Aeußeru Perettt della Rocca, da Poincarä durch die Kammersitzung über die auswärtigen An- i ßelegenheiten verhindert war, di« Antwort auf die deutsche Rote »om 24. Dezember i« Form eines Vkemorandum« von 14 Seiten überreicht. Diese» zeht Punkt für Punkt auf die deutschen Ausfüh­rungen vom 24. Dezember ein, um den französtschen Standpunkt, der nach den Presseäußerungen be: letzten Tage anzunehmeu im wesentlichen ablehnend ist, Z« begruuben. Es folgte eine fast einstünbigc Unterrebung über alle bie Lage im besetzten Gebiet betreffenben Fragen, bett« Rocca erklärte, bie sehr

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Der T »4«iae»»r«i» 5«irägt f»r den Sgesp.Zeilenmlllimettr 0,08 Soldmark. Amtliche «. ,

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