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1924

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Der Führer ter englischen Arbeiterpartei, Ramsay

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Vierung der Gruben gearbeitet.

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Prophet seines Herrn und

?^«nmunyx«Htuiab iiniu jiaj ä/iuluuihuv iuuyi|L9nmia) |Ci)i Ijrt für Deutschland erwärmen und der ftanzZsischra Wttif seine volle Antipathie widmen. Aber wenn sich

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hier.

littags.

Sitzung ie An- scktän-

Vom Tfoiflte

der französischen Generals Auffallende» begeben. Der

hörten, ein geschäftlicher sei, so scheine das anzudeu­ten, daß sie die Absicht hätten, die Gesamtheit deS augenblick.tchen deutschen Reichtum- ins Auge zu fas­sen und hierauf di« ungefähren Zahlungsmöglichkei- tm des deutschen Reiches zu bestimmen.

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Reislers Poincarä.

Im Herrschaftsbereich ober bat stch etwas ganz

Eine Interpellation Über die Pfalz.

Berlin, 9. Jan. Die Reichstagsfraktion bei Zentrums beschloß gestern, an die Reichsregierung eine Interpellation zu richten, die hervorhebt, baj die in bet bayerischen Pfalz durch bie Sonder» bundler geschaffenen Zustände mit Gewalt zur Ka­tastrophe drängen und daß fast 700 000 treudeutsche Pfälzer von verräterischem Gesindel in brutaler Weise gequält werden, was nur dadurch möglich sei, daß die französische Besatzung dieses schändliche Trei­ben in kaum verhüllter Offenheit fördert. Die Be- satzungsbehörden steigern ihrerseits die Leiden und das Elend in der Pfalz durch immer neue rücksichts­losere Forderungen. Die Interpellation fragt, was die Reichsregierung im Benehmen mit der bayeri­schen Staatsrcgierung zu tun gedenke, um in bet Pfalz wieder geordnete Verhältnisse und Schutz bet Menschenrechte herbeizuführen.

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Das lügeietz. >tc An. zurück, ter tu Etaatte >, man le nach n fön. htedenr zurück, ezahlen tläfflg.) Keinen t, viel« inen-

Bor einem neuen Wh in der Mir?

Köln, 10. Jan. Wie die ^Rheinische Zeitung" aus Koblenz berichtet, bereiten nach Meldungen, die owohl in der Pfalz wie aus anderen besetzte« Städte« des Rheinlaudes einlaufe«, die Souder-

Di« .JDberljeifiid)« Heilung* eridjeint iedismal wöchentlich. Bezugsoreis 115. 1 1,40Uerl «inschiietzlich Zusiellungsgebkhr. siür «usfallenbe Nummern iniolge Streiks oo. eiemenr.Ereignisie lein (Etiag. Der «g von Dr. C. Hitzerotd. Druck der Univ.»Buchdruckerei von Job. Buq. Noch. Markt 2123. Nernwrecher 55, Boillchecklonto: Nr. 5015 $mt Frankfurt a. Mair..

französische Ortskommandant von Zweibrücken batte offenbar genug von dem Lumpengesindel der Separa­tisten und bat deshalb die schützende Hand von tonen weggezogen. Dir Folg: war. daß der Bürgermeister von Zweibrücken die Fahne der Separatisten 6 er» Niederhofen tti> die alte Verwaltung wtedrrherstrllen konnte. Das Ganze ein Beweis dafür, wie vollkom. men die Herrschaft der sevarartstifchen Subjekte auf das französische Protektorat ang>:wlesen ist. Sht Be­weis also auch dafür, datz dieser Bevölkerung das denkbar grötzte Unrecht gescvievt, wenn man ihr da- Joch der Separatisten auf zwingt. Anders rtet denkt die Rbeinlandkommtssion. Sie bat Wort verfügt, datz die Anordnung des Ortskommandanten von Zwei­brücken null und nichtig sei und der Ortskommandant selbst bat zu Kreuz« kriechen müssen. Die Rheinland- kommtssion bat dabei ausdrücklich nochmals die separatistischen Regierungen anerkannt.

Aber wenn auch die unglüll'ch.n Pfälzer stumm kein wüsten letzt fangen doch allmählich die $afc fachen an zu schreien. Der französisch« Orisfomman» dant von Zweibrücken ist gewiß et« unverdächtige« Zeuge und es »pricht Bände, datz die Rbeinlandkom- milsiou letzt sogar Vertreter der französischen Be- kayungsbebörde mundtot machen mutz, um die ge­meine Vergewaltigung der deutschen Pfalz ungeftört fortfetzen zu können, fra scheint aber doch, datz fU nicht mehr tonst ungestört bleibru wird. JüaS d«

^ätisch mehr rühren, als das jetzige Kabinett. Frag'. H nur, ob er aus diese Weise etwas erreichen »oird.

ein Hairplinstrumenl betrachtet er den Völ'ecbur.o, er ansgebant und eingesetzt werden soll, um btt Vr- «dingungen für den wirllichen Frieden $it Viatfen. «immungsgemätz wird sich Macdonald wahrscheinlich sehr

die Kleine Eülenle.

London, 9. Jan. Reuter erfährt, daß bisher keine Antwort bei der britischen Regierung vor den verschiedenen Regierungen der Kleinen Entente auf die an sie gerichtete Note eingegangen fei, in der sie um Mitteilung gebeten wurden, ob die von ihnen mit Frankri ich abgeschlossenen Anleihen ihre Berpslich- tungen mit Bezug auf die auf die Kriegsanleihe auch von England vorgestreckten Kredite buchen würden. Zweifellos werde die britische -Note eine Ser Haupt­fragen. die von den Staatsmännern der Kleinen En­tente. otc sich heute in Belgrad versammeln, erörtert werden wird Es wird erwartet, daß auf Dieta Zusam- mcnkanst eine gemeinsame Antwort fgriiggestellt werde.

billig.

I«e» et. 314.

liier, ie u. V^c.

mm, e, ere» re» »reifen.

Macdonald, bat am Dienstag grl gentlich der Eröffnung tzes nett gewählten englischen Unterhauses eine Rede ^tzalten, die von der Oesfentl-chkeit scharf unter die Luve genommen wird. Diese Aufmerksamkeit ist nifjt ucr- pmnderlich, denn Macdonald hat nicht etwa nur als Füh­rer seiner Partei gesprochen, sondern schon als künftiger englischer Ministerpräsident. Und da die parlamcnta- estcheZukunst Englands zunächst noch mit ein g.-n Schleiern umgeben ist, so sucht man tn der Rede Macdo

ttastts mit begreiflichem Eifer nach Anzeichen, di: eini­gt, Licht auf die künftige englische Politik Wersen kSnn- lett. An der Tatsache, daß Macdonald zur Bildung der tnglitaen Regierung berufen werden wird, zweifele heute Niemand mehr. Tas Kabinett Baldwin wird in ter Ochsten Woche gestürzt werden, wie sich nach seiner offen- kundigen Wahlniederlage nach dem varlamentariicken System von selbst versteht. Und ebenso natürlich ist es Muh, daß Macdonaü» als der Führer der Opposition im Ulk» Unterhause nach seiner siegreichen Rückkehr in das mugewählte Parlament die Zügel der Regierung in te Hand nehmen wird. Nach welcher Richtung ab»r will kir steuern? Das ist die Frage, auf die man voll Sim-- rong eine Antwort sucht

Die Rede Macdonalds läßt mit voller Deutlichkeit erkennen, daß ter neue englische Ministerpräsident kein Ltürmrr und Dränger sein wird. Daß er sich mu d«n Problemen des Sozialismus auch nur im gecwgsten befassen wird, ist gänzlich ausgeschlossen Die deutschen koMaldemokralen sollten sich an dem Verhalten ter eng« lstchen Arbeiterpartei und ihres Führers einmal ein Bei- W nehmen. Sie haben in Deutschland, kaum an die Wacht gelangt, nichts Besseres zu tun gewußt, als sich m «llerlci abenteuerliche sozialistische Versuche zu stürzen,, »it dem Erfolge, daß nicht nur der Sozialismus, )on- tan auch die deutsche Wirtschaft gründlich mit ihrem Latein ju Ende »nd Die englische Arbeiterpartei mng! bie Sache gan; anders «und zzpar am richtigen Ende an. ttoroonflto hat nicht untfenR an die Spitze seiner Rkoe octr Satz gestellt, daß er das Mimsterämt nicht fiberne'irie, rot Neuwahlen vorzuberciten, sondern um zu acs^e.-i Oft praktische Arbeit wird das einzige Ziel der englischen Arbeiterpartei sein und sie wird au5 diesem Grunde ver­suchen, mit den Liberalen zusammen ihre Regierung min­destens bis in den Herbst dieses Jahres über Wr'ta ju halten Tas bedeutet natürlich Kompronußvolftiik. Äähcend der Wahlen hat die Arbe terpartei sehr stark Kit ben Schlagworten der Kapitalabgabe mtb fer Sozia-

Die

Paris, 9. Jan. Tie beiden amerikanischen Sach­verständigen veröffentlichen durch dieAgeiice Ha- . eint Erklärung, in der es heißt: Tie amerifa- nikchtn Sachverständigen für ben Sachverständigenarts­schuß der Reparationskommission haben keine vorge­faßten Pläne und hoffen, den Plänen anderer Per- sör lichkeirev z« Hilfe zu kommen. Sie erklären: Tas Komitee, das eingesetzt ist, ist ein geschäftliches Komi­tee, da» stch mit Tatsachen beschäftigt und konstruk­tive Folgerungen daraus zu ziehen hat. Seine Ar­beiten trü'fen mit möglichster Beschleunigung geführt werden un^ es müssen ununterbrochene tägliche Sitzun­gen statifiiiden.

PariG. 9. Jan. Zn der gestrigen Erklärung von Dawes und Koung schreibtPetit Parisien", die arnerikonifchen Sachverständigen glaubten, daß es we­sentlich sei, zu einem raschen Ergebnis zu'gelangen. Ans ihren Aeußerungen im Verlaufe der oerschiede- ntn Unterredungen, die sie geführt hätten, erkenne mack, daß nach ihrer Ansicht der erste Sachoerständi- genat Sschuß. der sich mit der deutschen Währung und dem deutschen Haushalt zu beschäftigen habe und sich eventuell auf einige Zeit nach Berlin begeben müffen in einem Monat seine Arbeiten beenden könne. Wenn sie w«üa erklärte», daß de» Ausschutz, dem M «itg»

Kalb legt «S auf die Losreißung der Rdelnpfalz ent scheidender Gewicht und General de Metz Ist, wie satt- fam bekannt, der zetreu« ~

Bit Mk du MtS-

Paris, 10. Za«. Havas verbreitet folgende Nachricht aus Mainz: DerPrösidentHei«, der Sonberbündlerbewegung i« bet Pfalz wurde gestern abend 9V2 Uhr in eine« Restaurant in Speyer ermordet, als erM» Esten einnehmen wollte. Die Mörder erschienen i« dem Restaurant und riefen:Hände hoch!* and feuerte«. Heinz stürzte tot z« Bode«. Einer seiner Begleiter ist leicht verletzt worden. Die Mörder haben die Flucht ergriffen. Ihre Person« lichkekten konnte« bis jetzt nicht festgestellt werde«.' Die Polizei und die Besatzungstruppen haben in der Stadt Haussuchungen vorgenommen. Die Auto«, di« die Stadt verlasten, werden durch Patrouille« durchsucht. Angeblich sollen die Mörder im Auftrtyz einer nationalen Organisation gehandelt habe«. ;

Mannheim, 10. Zan. Wie wir aus zuver­lässiger Quelle erfahre«, sind bei dem gestern abend 9 Uhr in einem Restaurant tn Speyer auf de« Sonderbündlerführer Heinz aus Orbis verübte« Attentat noch vier weitere Todesopfer und noch mehrere Schwerverletzte zu verzeichnen. Die Marne« der Toten sind: Weih, Sand, Weizel unb Fuhheller. Ein gewisser Löwenthal befindet sich nnter be« Schwerverletzten.

London, 9.Jan. Auf einer Kundgebung der Ar­beiterpartei hielt Macdonald ein Ansprache, in der -r die Mißverständniffe und die gereizte Stimmung zwstcben 'Greßbritanmen und Frankreich tief bedauerte Ein Einverständnis mit Frankreich, Italien, Rußland, Deutschland, der Tschechoslowakei und allen anderen Nationen statt einesWettbewcrbs der mt'litärischen Sräftr, würde einen großen Erfolg bedeuten. Ti« Arbeiterparte, wolle die Regierung überitebmen, um zu versuchen, die mannigfaltigen Schtoiengkciten, di« jetzt Großbritannien, Europa und die ganze Welt bedrängen, zu beseitigen. Die erste groß« Pflicht der Partei sei es, die Vorbedingung für den Frieden herzustellen. In allen europäischen 5sauptstädten laln Leute tut der Arbeit, die glimmenden Funken des letzten Krieges nicht erlöschen zu lassen. Tie Arbciterregierung sei berufen, die Friedenskräfte in allen Teilen Europas zu stärken. Sie werde mit allen Mitteln an der Bullend ing des Baues des Völkerbundes Mitarbeiten, damit er das HauptrnflrumeNt zur Sicherung ter internationalen Gerechtigkeit und zur Schaffung der Bedingungen für internationalen Frieden sei. Ti« Tor­heit. sich von der russischen Regierung fern zu halten, werde - beendigt inerten, nicht weil die Arb, -:e:Partei mit den Taten der russischen Regrcrung einverstanden sei, aber die Partei wünsche Handel und Verhandlungen von, Japan lns nach Irland

Der Widerhall der Rede.

^Berl in, 9. Jan. Die Londoner Blätter betonen den geschickten und mäßigen Ton der Macdo- noldschen Programmrede. .Times" nennen seine Aus- fühntngk!'. einen Erfolgs es sei zwar leichter, Verspre­chungen zu mmchen, als sie zu erfüllen. Die libera­len Blätter sagen Macdonald für die von ihm verkün­dete Friedenspolitil bte Unterstützung der libe­ralen P.

Dir Pariser Pvesie spricht von den unreifen Id-cn der Arbeiterpartei. MacdonaL» werde bald er­leben nie schwer der Weg zwischen Ankündigung und Ausführung serines Planes zu schreiten sei.

Marburg

Donnerstag, den U. gotinot

Wartung

IMe Bestimmung nur durch Vermittlung des Bl'^c- Nübeg auswirken soll ,so werden wir von etner Bcsse- wtg wohl wenig merken und so wird sich auch in der Dtzeuwärckg?« Verteilung der europäischen Machtpositii- wenig ändern. Man hat in Paris Lloyd G ocgr Ekböbnl und verspottet. Von Ramsay Macdonald «unb sich vermutlich noch viel weniger ettoas sagen lallen, Jjktoge «r nur den Völkerbund ausmarfchierrn läßt. Tck ^ternaliouale wird sich auch im Gctvande der englischen ^rbeittrrcgiernng" als unsruchtbar erweise«.

etrtindt lotloSen.

Daß bte Parole der Völkerbefreiung, unter der ma, den Krieg gegen Deutschland geführt hat. ein« nieder« trächtige Lge war, wird beute auch In ebemass feind- l'chen Ländern schon anerkannt. Trotzdem hat bte Wett bi bet keinen ernsten Anstoß batan genommen, baß Frankreich fortsäbrt, unter bem Deckmantel vieler Parole bte benkbar gemeinste B .gewaitlgung ber ele­mentarsten Menschenr-ctzte zu Verüben. Der morfan- irste Schauplatz bteta Tätigkeit ist ,ur Ze»1 bte Pfalz. Dort hat Frankreich zunächst erreicht, was lt,m tat Rbelntanb Überall mißglückt ist. Die schwerbewass. n-ten Separatisten haben M tn einzelnen Stübten etintisten können unb bent Namen nach eine Regierung ausgerichtet, di? auf bem schlimmsten Terror einer ganz kleinen Mtnberoelt gegen eine wehrlose Siehr« Helt beruht. Die Träger bteta Separatistenregierung sind auch t« bet Pfalz notorische Verbrecher, bte von buf Franzosen gekauft sind unb stch au .am bort dal« ten können, lvo Ihnen von beit französischen Be« sarungsbehörbtn Vorschub geleistet wtrb. Frankreich bk trachtet bte Pfalz letzt als bte Keimzelle ber erhoff« ten und erstrebten autonomen Rhetnstaaten. Es rech­net bamtt. baß von vier aus bte Bewegung bann wer, ter in bte Rhetnvrovtn; getragen werden kann. Des­

Die militärhnMe.

Berlin. 9. Jan. Wie bereits in bet auslän­dischen Presse angekündigt wurde. Hat die intrralli- tette Militär-Kontrollkommission der Reichsrcgi'kang mitgcteil, daß am 10. unb 12. ds. Mts. in einer Reih« von dei-tschen Stfö'en Kontrollbesichtigungen fi«ttffrbfn. Die Besichtigungen sind, soweit bisher Nachrichten bei den deutschen VcrwaltungSsiellrn vor- litgen, zum Teil auch militätischen Kommandostellrn zupewieftn. Diese sollen indessen in Zivil siattfinden und wewen auch sonst in Formen vor sich gehe«, bie den Gefühlen der kontrollierten Stellen Rechnung tra­gen. Tie zur Durchführung dieser Kontrollbcsichti- gungcn nötigen Maßnahmen sind deutscherseits ge­troffen worden. Die Reichst gitrung hat indessen der imeralliietttn Militärkontrollkommission ertLwt, daß ibtcr Ansicht nach diejenigen Aufgaben, welche die Kommission mit militärischen Stellen in persönliche Berührung bringen, nunmehr als beendet angesehen werden müßte.

Ter «njelgenDtei» beträgt rät ben 9 gelp. Zellenmillimeter 0,08 (Solbmart Amtliche u- auswärt.Anzeigen 0,10 Eolbmark. Bei tchwier.Satz 50'/,f "" ~ ' -----

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Werten restlos in der Veisenkung verschwinden. Englono terb von den Cozialisierungsmaßnahmen, die uns tu Wrutschlaud so ungehcuer geschadet haben, verschont b't't- kn Die praktische Arbeit, die Macdonald in Angriff «bm.n wirb, beschränkt sich voraussichtlich aus das Est- Aet der Verbrauchssteuern und aus die Besirmpsunz oer UrteztSicftglc.'t. Hier wird er etwas tun müssen, damit fei» Partei unb namentlich deren linker Flügel b-i Stange bleiben. Ater auch hier wird es nicht sehr «fck> geben, da der neue Ministerpräsident zunächst das Subflti der alten übernehmen muß. Wahrscheinlich tvi'b Wdrcdouald in seiner eigenen Partei noch erhebllchc Echwierigkerten zu überwinden haben. T«nn wenn er llngerc Zeit am Ruder bleiben will und das will er bSstverstauhlich so wird ec sich grdulden müssen Tie ttlllirru Partecerfolge, bie er seinen Anhängern zeig?« fern:, werden deshalb zunächst wahrscheinlich recht svär- iich fein.

Unsere Aufmerksamkeit verdient vor allen Dingen der hnßenpolillschc Teil der Rede Macdonalds. ~ Er kann 805 eine Mahnung sein, uns vor übertriebenen Hosf- engm und Erwartungen zu hüten. Die Rede des küus- ttgt.i englischen Ministerpräiidente» ist geradezu ducch- Wtckt mit pazifistischen Gedanken und Redensarten Mac- teimfb will ein Einverständnis mit allen anderen Nano- ten Herstellen. Soweit sich dieses Programm auf Ruß- bud bezieht, wird er voraussichtlckh ernst machen, oa sich em Wablkamvs auf die Anerkennung der Snvie'- Rkgieriing ziemlich feflgelegt hat. Aber auch viese Auk- W6t wird nicht so leicht sein und im übrigen w-rd das ^erständigungsprogramm Macdonalds wobl größtenteils 8in frommer Wunsch bu<h?n Der französische M-nistet- Xäiitent hat kein Verständnis für eine solche Außen- bsir-k. Et pocht auf seine GcwaU und er löi-nte Aiw durch die Gegenanweichung von Gewalt mv4 Bes- t»en beleh't werden Baldwin hat darauf verzichtet, und M infolgedessen hübsch ruhig Verhallen. Auch Mac «ald wird aus bte Anwendung von Gewalt verzichten. 6r wird das noch mehr tun als Baldwin, da ?r purer teernationnkn Einstellung nach Pazifist uuo Berst in- Hitzungspolitiker ist. Aber er wird sich trotzdem außen-

ris, 9. Jan. Es bestätigt sich, daß der deutsche Kefchäftsträger, Botschaftsrat v. H o e s ch, in den nächsten Tagen zur Berichterstattung über die Lage nach Berlfti ressen wird Es ist wahrscheinlich, daß der deutsche Geschästsiräger die Reise antreten wird, wenn er tn ben Besitz der ft an sischen Antwort aus die deutsche Note gelangt ist.

Die WWieWt lletsort.

P a ris , 9. Ian. Der belgische Botschafter hat heute nachmittag den Antwortentwurf der belgischen Regierung aus die deutsche Denkschrift vom 24.12. 23 dem Quai d'Orsay übermittelt Wie Havas berichtet, wird die Note an die deutsche Regierung dem GeschäststräAer redenfallk am Freitag übergeben werden

Der FmleiWr uni DeWlani.

Berlin, 10. Jan. Reichswirtschastsminister Luther erklärte dem Vertreter des W. T. V. gegen­über, die gestrige Darstellung des französischen Fi­nanzminister de Lasteyrie über den Frankensturz beweise die in Frankreich herrschende schwere Be­unruhigung. Die immer wiederkehrenden Vorwürfe über angebliche deutsche Propaganda müßten furallesherhalten, was irgend­wie für Frankreich Unangenehmes ge­schehe. Die angebliche Vereinbarung deutscher Ban­kiers in Frankfurt, die beschlosien habe, den Franken zu stürzen, habe n i e stattgefunden. Auch wurde die wirtschaftliche Lag« Deutschlands einen Einfluß auf den Frankenkurs g a r n i ch t ermöglichen. Gegenüber der Behauptung, Deutschland habe seine Reparationsverpflichtungen nicht erfüllt, verwies der Minister auf das Urteil des amerikanischen Institute of öconomic, wonach Deutschland bereits mehr als 25 Mil­liarden Eoldmark gezahlt habe. Die wirkliche Ursache des _ Frankensturzes fei die wachsende Abneigung der geschäft­lichen Interessentenkreise aller Län­der gegen die militaristische Politik Frankreichs, wie sie aus der Tatsache hervor­geht, daß Frankreich an die Kleine' Entente eine Anleihe von 800 Millionen Franken 3 h Rüstungszwecken gegeben hat. Der wirt­schaftliche Hauptgrund für den Rückgang des Fran­ken sei die Rückwirkung der an Rhein und Ruhr betriebenen verschleierten Annektionspolitik, die Deutschland fast zum finanziellen Ruin gebracht habe und auf ben französischen Kredit zurückwirke. So­lange diese Politik andauere. könne Deutschland keine nennenswerten Reparationen leisten und der auf Deutschlands Leistungen aufgebaute französische Etat muffe mit einem immer wachsenden Defizit abschliogen. Solange Frankreich diese Politik nicht ändere, werde bet Sturz bes Franken nicht aufzuhalten sein.

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Eine Devisenzentrale in Paris?

Paris, 9. Jan.Journ^e Industrielle" for­dert heute die Errichtung einer Devisenzen­trale, weil die Zahl der an Wechsel­geschäften offiziell am Pariser Markt regi­strierten Transaktionen zweifellos um mehr als d ie Hälfte geringer sei als die Ziffer bet tatsächlichen Transaktionen, unb weil maßgebende Wechselmakler bie monatlichen Gewinne an Währungstransaktionen in ben Pariser Banken unb Wechselstuben augenblicklich mit etwa 300 Millionen Franken angeben.Diese un­erhörten Gewinne", schreibt bas Blatt,stellen bie Substanz dar, bie bie Spekulanten täglich ben fran­zösischen Sparern, Rentenbesitzsrn» Gehaltsempfän­gern unb Probuzenten jeber Art entziehen."

Amüiches VerMndigungsblatt des Kreises Marburg

Anzeiger für (das früher, kutheffifchej Obexhessen