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Speyer, 4. Jan. Ein neuer Beweis für den unerhörten sonderbündlerischen Terror in der Pfalz ist folgende „Verordnung" eines sonder- Lündlerischen Dezirkskonrmissars an die Landgemeinden seines Bezirks: Der Bürgermeister hat sofort eine Sitzung des Gemeinderats einzuberufen und folgendes bekanntzngeben: 1. Die Regierungsgewalt innerhalb der Pfalz geht einzig und allein in die Hände der „autonomen Pfalz" über. Wer in Wort, Tat und Schrift die Sache der Regierung bekämpft, hat Strafverfolgung mit aller Schürfe zu gewärtigen. 2. Für Ruhs und Ordnung innerhalb des Ortsbereiches ist die Gemeinde verantwortlich und haftet mit bam Vermögen für alle
Kille, die als Widersetzlichkeit gegenüber der Regierung zu betrachten sind: insbesondere wird „in Erinnerung gebracht", daß das Standrecht verhängt ist. 3. Plakate usw. sind auf Anordnung der Regierung oder deren Unterorganen nach ihrer Zustellung sofort an der Gemeindetasel und sonstigen sichtbaren verkehrsreichen Stellen innerhalb der Gemeinde anzubringen, bezw. durch die Ortsschelle bekannt zu geben. 4. Versammlungen, Umzüge und sonstige Veranstaltungen, gleich welcher Art, müsien 3 Tage zuvor auf dem Bezirksamt (Kommissariat) angemeldet werden und bedürfen der Genehmigung. Di« diesbezügliche Ordonnanz der Besatzungsbehörden wird hiervon nicht berührt.
Pirmasens, 4. Jan. Der größte Teil der Landgemeinden, deren Bürgermeister unter dem Druck der Gewalt sich Treuerklärungen von den Sonderbündlern abnötigen ließen, haben jetzt diese Erklärungen widerrufen. Die noch ausstehenden Gemeinden werden dieser Tage ebenfalls ihre
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, Deutsches Reich.
Der Lohnionflikt in der Berliner Metallindustrie.
® e r t bt , 4. Jan. Jn der Schlichtung-streitig« feit des Perbandes Berliner Metallindustrieller mit dem deutschen Metallarbciterverband, Ortsveraraltung Berlin hat der Verband Beniner Metaliindustrieller den ständigen Schlichter für Großberlin, Reichs nn- nistc« a.T. Wissel, auS Besorgnis vor Befangenheit ab gelehnt. Der Reichs arbeitsminister hat die Ablehnung für unbegründet erklärt, da nicht der geringste Anlaß zu einem Zweifel an die Unparteilichkeit deS Schlichters ^wrliegt und insbesondere die frühere Tätigkeit Mssels in einer Arbeitnehmeroerrini- gung nach seiner ganzen Persönlichfieit die Besorgnis der Befangenheit nicht vechffertigen könne. Das Verfahren wird von diesem mit größter Beschleunigung durchgeführt werten.
Berlin, 4. Jan. Die Lage in dein Lohnkon- flikt in der Berliner Metallindustrie hat sich gestern wenig verändert. Die Zahl der feiernden Arbeiter bewegt sich weiterhin um 150000 Mann herum. Dem vorwärts" zufolge wurden heute früh sämtliche Arbeiter des Blockw rkes Siemens und des Eharlottenkurger Siemensiverkes auSgesperrt.
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-Nicht sehr sympathisch ist", sagte er dann offen.
--Ihr Charakter ist oberflächlich und schwer ver- i Mündlich, ihre Erziehung ist sehr, sehr mangelhaft, Iwas sich hoffentlich noch nachholen läßt, aber doch
Marburg und Umgegend.
Marbnrg, 5. Januar (Hartung).
* Wegfall von Stempelabgaben, Durch die Verordnung über die Außerhebungssetzung von Stempelsteuern vom 24. Rov. 1923, Gesetzsammlung S. 538, ist bestimmt worden, daß die in Abschnitt 1, Ziffer 1 und 3 der Tarisstelle 48. Pacht- und Mietverträge des Preuß. Stempelsteuer-, gesetzss vorgeschriebenen Stempelabgaben mit SGit», kung vom 1. 4. 24 ab bis auf weiteres unerhobenf bleiben sollen." Das heißt, daß die Pacht- unb Mietverträge bis auf weiteres unoerstempelt blei«; ben. Ausgenommen sind die Jagdpachtverträge, deren Stempelpflicht fortbesteht. i
Uns Sentrn.
München, 4. Jan. Die Bundesvorslandsschaft des Bavritchen Bauern- und Mittelstandsbundes hielt unter dem Vorsitz des Landtagsabg ordneten Eisen berg er eine Sitzung ab. in der die politisch« Lage erörtert wurde. Jn einer Entschließung wurde die ablehne nde Haltung der Landtagsfraktion des Bauernbundes gegenüber km Ermächtigungsgesetz gebilligt und hie schleunigste Durchführung der Wahlen gefordert, die durch dir Ausnahmeverordnungen nicht beeinflußt werden dürften. Dem bisherigen Landwirtschastsminister M u z l - Hofer sprach der Bundesvorstand für seine bisherige Tätigkeit seinen Dank aus.
München, 4. Jan. Die Fraktion der Bayrischen Mittelpartei und der Deutschen Volkspartri hat einen Abänderungsantrag zur Regierungsvorlage über die Abänderung des Landtagswahlg?fttzes angebracht, in dem u. a. gefordert wird, daß die Störung einer öffentlichen Versammlung mit Gefängnis und Geldstrafe bestraft und daß in Artikel 41 des geltenden Landeswahlrechtsgesetzes zu setzen ist statt 140 Abgeordnete 95 Abgeordnete.
Mitgift in totem Kapital für die junge Dame bedeuten. Werner hatte mir die Juwelen bis gut; Volljährigkeit seiner Tochter in Verwahrung gegeben ; ich habe sie sowohl wie dar Geld — mit Ausnahme der für die Reise nötigen Summe — an die Reichsbank in Berlin gesandt, da es mir nicht an«, gezeigt erschien, der jungen Bunte derartige Werte mit auf die Reise zu geben; die Juwelen und dast Geld sind der genannten Bank auf Ihren Namen^ £>m Baron, übermittelt worden, weil Sie der Voi> mutrd sind, und damit bei der Erhebung keine Schwierigkeiten entstehen konnten. Ich besitze die Quittung über die Ihrer Nichte vorausgereiste Sendung, über deren Bestimmungsort und Art der Empfangnahme ich sie mündlich genau unterrichtet habe. Sie kann doch unmöglich vergessen habens Ihnen diese wichtige Mitteilung zu machen!" s
„Ob sie es vergessen hat, was nicht anzunehmen ist, kann ich nicht wissen, gesagt hat sie mir bis zur Stunde kein Wort davon", erwiderte Elbenborn. s
Mit sichtbarer Betroffenheit vernahm der. Bankier aus Elbenborn Munde, daß Pilar ihren Onkel völlig in Unkenntnis über ihr kleines Der«: mögen gekästen hatte. Ebe er seiner Ueberraschungs Ausdruck geben konnte, fuhr Elbenborn fort: „Im- Verlauf von Ereignisten hat Pilar mir eine Mitteilung gemacht, deren Wahrheit nachzuprüfen ich' eben Auftrag gegeben Habs. Vielleicht sind Sie aber in der Lage, einiges Licht in diese mir höchst fatale Angelegenheit zu bringen. Ist Ihnen ein Don Ramo Casablanca de Roldan bekannt?"
„Ich höre diesen Namen zum ersten Mal." J „Wo kann sie ihn kennengelernt haben?" tla Elbenborn. „Er ist — ich bitte Sie das folgend« als vertraulich zu betrachten, da mir urkundlich« Beweise dafür noch nicht vorliegen — dieser Easm blanca folgte meiner Nichte nach Newyork . .
(Fortsetzung folgt.^.
(Nachdruck verboten.)
Die Nichte aus Florida.
5c nan von E. v. Adlersfeld-Ballestrem.
81. Fortsetzung.
Elbenborn hatte sehr aufmerksam zugehört und sthlte sich über die von seinem Bruder beanstan- kten Bekanntschaften nicht sehr beunruhigt; allerdings erklärte ein solcher Verkehr manches im Bs- ;nehmen Pilars, aber schließlich konnte man doch hoffen: aus den Augen aus dem Sinn. Nach den Killen Worten des Bankiers zögerte er ein wenig mit der Antwort.
„Pilar ich ja zweifellos eine sehr reizende Per- ;fcii, aber sie hat doch so manches an sich, das uns
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-er, gufi unablässig erweitert stürbe."
’ F; „Nun, dann hat Pilar es meisterhaft verstanden,
Zweiter. Donna Pilar galt mit Recht in unseren jSreiien als das Muster einer gut erzogenen jungen * ISomc, deren Bildung durchaus nicht gering war nmb sorgfältig durch ihren Vater nach allen Seiten
manchen Anstoß in unserem engeren Familien- j,,n ‘ kreise sowie m weiteren unserer Nachbarn erregt Hai . . ."
4 „Sie setzen mich in Erstaunen, Herr Baron", fiel d ,Sennor Zora lebhaft ein. „Ihrem Bruder lag die Erziehung seiner Tochter sehr am Herzen, und er führie sie nach dem Tode seiner hochgebildeten Frau
Stellungnahme gegenüber den Sonderbündlern be-
rtchttgen.
Köln, 4. Jan. Den Gemeinden des Bezirks
Landau ist, wie der „Köln. Ztg." berichtet wird,
von dem französischen Vezirksdelegierten die schrift. liche Mitteilung zugegangen, daß die Sonderbündler bei der Rheinlandkommission die Genehmigung eines von der sog. autonomen Regierung erlastenen Gesetzes über eine Neuregelung der Erwerbslosen» sürsorge beantragt haben. Bis zum Inkrafttreten dieses Gesetzes sollen nach Anordnung des Bezirksdelegierten zwangsläufig von den arbeitenden Betrieben 20 Prozent der bis jetzt an die Krankenkasten gezahlten Beiträge für die Erwerbslosen- unterstützung abgeführt werden.
Wie dem gleichen Blatt aus Kaiserslautern gemeldet wird, wurden das dortige Bezirksamt und das Zollamt geschloffen, weil die Beamten die von der sog. autonomen Regierung der Pfalz verlangte Loyalitätserklärung nicht abgegeben haben.. Auch das Finanzamt in Neustadt a. d. Hardt ist geschloffen worden. Die Beamten haben sich bis zum 2. Febr. zu entscheiden, ob sie unter der autonomen-Regierung arbeiten wollen. Andernfalls haben sie Absetzung und Ausweisung sowie Vermögensbeschlagnahme zu gewärtigen.
düng zu übergeben, welche all die offensichtlichen Lücken in ihrer Erziehung möglichst ausfüllen soll. Dies ist ja ein Rätsel, das mich geradezu verwirrt! Ich darf auch nicht leugnen, daß es mich schwer enttäuscht hat, daß meine Nichte so unvollkommen, ja so schlecht die deutsche Sprache beherrscht. Es ist wirklich kaum möglich, sich einigermaßen mit ihr außer über das Allgemeinste zu verständigen, da wir leider nicht Spanisch verstehen."
.Herr Baron, finden Sie, daß ich mich deutsch verständlich ausdrücken kann?" fsdgte der Bankier scheinbar unvermittelt.
„Sie beherrschen unsere gdwitz nicht leichte Sprache ausgezeichnet", erwiderte Elbenborn wahrheitsgetreu ohne Zögern.
Sennor Zora erwiderte: „Ich weiß, daß ich richtig, wenn auch langsam spreche, um Fehler zu vermeiden, aber drüben in Tallahassee sprach Ihre Nichte Deutsch wie ihre Muttersprache, die sie ja auch ist. Ihr Bruder legte großen Wert darauf, da et wohl voraussah, daß Deutschland dereinst seiner Tochter Heimat sein würde. Natürlich sprach sie auch Spanisch fließend, ebenso Englisch, und ihre Fortschritte im Französischen waren durchaus befriedigend; im Hause Ihres Bruders aber wurde nur Deutsch gesprochen."
„Und mir hat Pilar gesagt, daß sie mit ihrem Vater nur Spanisch gesprochen habe!" fuhr es Elbenborn wider Willen heraus.
„Das ist allerdings befremdend",' gestand Sennor Zora verdutzt ein. „Welchen Grund kann Ihre Nichte wohl haben, eine Sprache zu verleugnen, zu radebrechen, die sie vollkommen beherrscht? Lieber Gott, sie hat ja sogar den französischen Sprachlehrer und seine Frau im Deutschen unterrichtet und war sehr stolz auf ihre Erfolge! Herr Baron, ich gestehe Ihnen, daß ich hier vor einem Rätsel stehe, für welches mir eine auch nur
halbwegs annebmbare Lösung fehlt.
„Wahrscheinlich wird Ihr« Anwesenheit hier
dieses Dunkel klären", versetzte Elbenborn lebhaft. „Pilar ist mir in vielem ein Rätsel. — Um auf meinen Bruder zurückzukommen: er schrieb mir, daß er als armer Mann aus dieser Welt scheiden müste. Das mag ihm seine letzte Lebenszeit sehr schwer gemacht haben."
„Er war vor dieser verunglückten Exportspeku- lation ein recht wohlhabender, man darf sagen ein reicher Mann; ich muß das wisten, da ich sein Vermögen verwaltete, und ich darf mich artch rühmen, ihn vor dem Teilnehmer an diesem Geschäft gewarnt zu haben — leider vergebens."
„Ach, das ist eine Geschichte, die nicht neu ist, aber wem sie widerfährt, dem gehen solche Enttäuschungen hart an die Nähte. Es var mir wirklich ebenso schmerzlich wie peinlich, meine Nichte in dem geradezu ärmlichen Zustand, in dem sie in Europa anlangte, in Empfang zu nehmen. Das arme Mädel hatte tatsächlich nur ein halbwegs anständiges Kleid, das noch dazu weiß war, auf dem Leibe. Mit Wäsche war sie noch ausreichend versehen, aber sonst mußte ich sie in Hamburg von Kopf bis zu Füßen ausstatten, auch besaß sie keinen Pfennig und sagte mir, Sie hätten ihr das Reisegeld gegeben, wofür ich Ihnen meinen besten Dank ausdrücken möchte."
Wieder machte der Bankier große Augen.
„Das müsten Sie nicht recht verstanden haben; ich gab ihr nichts", sagte er erregt. „Wenn Donna Pilar mittellos ankam, dann muß sie unterwegs ihr Reisegeld und ihr Gepäck verloren haben. Von Tallahassee ist sie mit allem, auch mit Reisegeld, reichlich versehen abgereist. Nach dem Tode ihres Vaters fand sie als ihr Erbe eine nennenswerte, wenn auch nicht sehr große Summe vor — auf Heller und Pfennig genau füufzehntauscnd Dollar: dann ergab der Verkauf des Hauses und der Möbel noch fast ebensoviel, und endlich besitzt Ihre Nichte
die Juwelen ihrer Mutter, die, wenn sie auch nicht
gerade fürstlich sind, immerhin doch eine hübsche
Ms das zu verbergen", rief Elbenborn erstaunt. »Welchen Grund sollte sie aber dazu gehabt haben, Willi sie doch sehen mußte, welchen Wert wir selbst Darauf legen, so daß wir uns — meine Schwester,
ie zurzeit abwesend ist, und ich — entschließen ußten, Pilar im Herbst einer Dame zur Ausbil
Aber das ist noch nicht alles. Tie Soz
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Tratte bat nicht nur ihrer Theorie nach, sondern auch
moralisch allen Kredit.verloren. Sachsen und Thü
ringen süid diejenigen Länder, in denen der Sozialis
mus sich hemmungslos anstvben konnte, lind nir- gends ist der Trümmerhaufen der Sozialdemokratie jo jämmerlich, wie gerade in diesen beiden Ländern. In Sachsen war Zeigner der Abgott der Massen. Und schließlich har sich dieser Mann, der Deutschland an den Rand des Bürgerkrieges brachte, als ein Beispiel von Korruprion erwiesen, das in Deutschland glücklicherweise immer noch zu den größten Seltenheiten gehört. Und nun folgt Thüringen diesen sächsischen Sparern Auch hier muß der Staatsanwalt ein greifen, auch hier muß ein sozialdemokratischer Minister verhaftet werben,. weil er bas Amt, wie es scheint, zu strafwürdigen Taten mißbraucht hat. Wie hat der „Vorwärts" getobt, alS die Reichsrcgierung einen Kommissar nach Thüringen schickte, um dort nach dem Rechten sehen zu lassen. Wie nötig es war, beweist das Ergebnis dies-w Reichs-Kontrollkommission. Offenbar hat man in der thüringischen Regierung die Gelegenheit für günstig gehalten, um rasch noch vor Tagesschluß alles in die Parteischreine einzubringen, das irgendwie einzubringen war. Auf einige Urkundenfälschungen ist es dabei offenbar nicht angekommen. Der Fall des thüringischen Ministers Hermann liegt zwar nicht so schlimm wie der des sächsischen Ministerpräsidenten Tr. Zcigner Bei seinen Verfehlungen scheint weniger der persönliche Eigennutz, als das Pacteiinter« esse ausschlaggebend gewesen zu fein. Aber auch dieser Fall hat doch bewiesen, daß der Staat und seine allein maßgebenden Interessen an dieser'Parteiregierung keine Stütze haben. Der Wahltag wird Abrechnungstag. aber in einem andern Sinne, als der „Vorwärts" glaubt.
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Die Qualen eines Nervösen. '
Ein nervöser Mensch tft ein unglücklicher Men
Kleine 5Btbetwartigfet»en können tt>e zur Verrwe
lung bringen, die kl-tnste Aufr-gnng kann tont lang Kopfschmerzen ober Uebellcit verursachen, y, ärget die Fliege an der Wand, und et ärgert sich tot# herum darüber, daß er sich so ärgert.
Nervenleiden sind zumeist Äebirnleiden —1 «SÄ Geisteskrankheit, unbewußte Handlungen^ Rücke» markslähmutigen uito. sind Nur besonders totoeti Folgen derselben. Jn leichteren Fälleff äußert sich RervosttSt durch: Kopß schmerzen, Glieberrttzanj, Stodungenj Rückenschmerz en, GestchtSfchmevzeaj Schmerzen im HalS. Armen und lenken^ Augenßttmmern, Bkntwalruni gen, Herzklopfen, Schl aflo stgk t Itl schwere ober schreckliche Träume, Bet klemmungen, Schwind elanfülle, Angstz gefühle, äbe'tmäiito(e Gmp finbMchket? gegen Geräuschs, Reizbarkeit, befom ber3 früh nach dem Ausstehen, Unruhei Launenhafttgkett. Versage« deS Sri dächtntsses, gelbe Hautslecke, Kkopfej in den Adern, Gefübl von Taubheit tj den Gliedern, Zittern ber Hände uni Kniee bei Erregungen, blaue Ringetz um die Angen, Odrensausen, sonders bare Gelüste und Abneigungen, Schrecks dasiigkeit. Viele Weniger auffällige Erfchetnmtz gen treten einzeln oder zusammen auf und sind Ach reichen dafür, daß die Nerven angegriffen sind.
Zeigen ste sich, so sollte unbedingt sofort etwas M sckehen. Man mutz den erschövst-m Nerven diejeM gen Stoffe »ufüvren, die sie bei der übermätzigen Ntz strengung verbraucht haben. Diese Stoffe bestehet aus organischen. Pbosphorläureverbindungen, und es ist der Wissenschaft gelungen, ste aas organischen SuO stanzen in sehr starker Konzentrat'on zu MwinneH Jn zweckmäßiger Zusammensetzung enthält sie dÄs bekannte, sehr empfohlene Dr. med. Robert HahnH ,Rervisan" Hören Sic, Wie es beurteilt Wird:
Ich bin fehr zufrieden, fühle mich setzt viel Wohler, hauptsächlich der Schlaf tft viel besser geworben, ich. schlafe jetzt.fast icbe Nacht ununterbrochen durch, Was erst nicht der Fall War..... Bruder, Justiz-,
Wachtmeister......daß ich mit Ihrem »Rer^
visan" sebr zufrieden bin, ich bin mein Nervenletdcrl, Gott sei Dank los, wofür ich Ihnen sehr dankbar Bitt; . ... Ich habe cs schon vielen empfohlen und Werde, es auch Welter tun. Bal. Göring. . . «fc
meiner Befriedigung kann ich Ihnen die freubtee; Mitteilung machen, baß ich mich Wieder Wohl unb ge«. sund fühle unb Wieder ein ganz anderer Mensch bin.. Werde mich bemühen, 86t .Nervisan' überall zu empfehlen, danke Ihnen nochmals nachträglich. Fr.- Fuchs. . . . und noch viele andere mebt. )
Wenn man sich unter Berufung aus diese Zeitung an Dr. med. Robert Habn & Co., G. m. b. H., Magde- lnrg 646 Wendet, so erhält man vollständig kostenlos und portofrei eine Probeschachtel dieser nervenstärkenden Pastillen zugesandt, außerdem auw noch ein Buch,- ♦n Welchem die Ursachen und die Heilung der Nervenleiden klar und verständlich geschildert sind. Ei« Mittel, welches von jedem aufs günstigste bcnrtetft. Wird, sollte man mindestens versuchen, besonders Wenn dieser Versuch niwts kostet. (5775
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.Die sozialdemokratische Partei gibt sich den Anfch in, tzfS glühe sie förmlich vor Wahleifer. Der Partei- Vorstand malt die Wahrscheinlichkeit baldiger Neu- Wähicn zum Reichstag an die Wand und der „Vor- tzrätts" bramarbarsiert in allen Tonarten, um dea -Eindruck ju erwecken, als sei der Sozialdemokratie nn- Hehener wohl bei dem Gedanken, demnächst im Wahl- tzrmpf als Preisfechter aufzutreten. Hinter diesem Getue verbirgt sich tatsächlich eine außerordentlich kat- ^r;ämmekliche Stimmung. Tie sozialdemokratische Kartei ist bisher um die Frage der Reichstagsneu- tzocchlen hen-mgegangen, wie «ine Katze um den heißen Brei. Sie hat noch jedeSmal dem Reichstag vor der Drohiing mit der Auflösung einen Kotau gemacht, um ten sie jeder chinesische Sühneprinz beneiden könnte. So auch das letzte Mal wieder, als der Reichskanzler -Lr. Marx nur die Wahl ließ, zwischen Zustimmung ,|tt dem Ermächtigungsgesetz und Auflösung des Par- ^lMnentes. schluckte die sozialdemokratische Reichstilgs- -feaktiou denselben Mssen, den sie kurz vorher als völlig Mgeuießbar mit allen Zeichen des größten Widerwillens von sich gewiesen hatte. Ein paar Wochen Wäter schwenkt sie mit großem Geschrei die Fahne der Neuwahlen. Aber auch das lauteste Geschrei kann den Eindruck nicht verwischen, daß die sozialdemokratische Iartei eine geradezu schlotternde Angst vor der dg> gen Mcchlcourage hat.
Und sie hat allen Grund dazu. Derselbe „Vorwärts", der von Wähleifer überschäumt, hat in einer stinkv letzten Nummern das Ergebnis einer Untersuchung veröffentlicht, das er mit Hilfe von Vertrau- ensleaten in einigen Betrieben der Berliner Großindustrie veranstaltet hat. Sicher teilt das Blatt das Sä limmstc auS diesem Ergebnis nicht mit. Mer auch diejenigen Berichte, die eS veröffentlicht, lassen einen tiefen und lehrreichen Blick in die Verhältnisse der stziaidemokratischen Partei tun. Das durchgehende Mltkmal aller Berichte ist: Massenabkehr der Arbeiter tri b r sozialdemokratischen Parlei. Einige Beriea't- knSlente berichten, daß dieselben Argumente die früher Kr Keichsverband zur Bekämpfung der Sozialdemokratie verbrachte, jetzt ständig von den Berliner Industrie- atbiitern gegen die einstmals geliebte Partei gebracht werden. Und ebenso charakteristisch ist das Zuge- ?ä«driS, daß die wirtschaftsfriedliche Bewegung der $s(j. Gelben in den Betrieben außerordentlich große Kcrtschritte macht. Der „Vorwärts" tröstet sich schließ- sich mit der Behauptung, daß doch immer noch ein Stamm von treuen Anhängern der Partei übrig ble'be, der gegebenenfalls die Sozialdemokratie her- uShaucu werde. Daß aber unter den Massen eine Flucht von der Partei eingesetzt hat, steht zwischen Men Zeilen des „Vvrwärts"-bericht:s deutlich zu lefen.
Man saßt sich förmlich an ben Kopf vor Staunen: Bon der „Masse". Ja die Masse! Sie ist eben früher den wachsenden Erfolgen der Partei nachgelaufen und jetzt, da die Partei keine Erfolge mehr hat, 'ehr»sie dem Kotzen von ehemals den Rücken. Tie Tinge miüssen schon trostlos liegen, wenn dem Zentralorgan der So- ziachemokraten diese Erkenntnis allmählich dämmert. -Zn der Tat, die Sozialdemokratie hat in ben letzten -Jahren keine Erfolge gehabt. Und doch war die Ge- jlegenheit so günstig. Sie saß in dcv Macht und konnte ikir-eijtn, was sie wert war. Sie hat aber nur be- jMiefen, daß sie nichts vermochte unb baß all ihre The- iwir nur ans leeren Redensarten bestaub. Der Sozia- jMsmits hat in den Jahren der sozialdemokratischen iNegierungH-rrlichkeit rettungslos Schiffbruch gelitten mid deshall- ist es kein Wunder, daß dieselbe arbeitet- schaff der Partei enttäuscht ben Rücken kehrt, ter ^jahrzehntelang der HimmA mtf Eiden versprochen worden ist.