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auftragt, den «»stritt aus der Zentralarbeits-

gemeiuschast sofort z« vollziehen. Bon größere» l Mühe Haders dies« Schwierigkeiten pt beseitigen.

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Kreisen ist man im Gegensatz dazu befriedigt, datz die Bombe endlich geplatzt ist und der Weg zu einer gesunden Reuordnm g der Verhältnisse nun frei zu werden scheint. Wie jetzt versichert wird, ist die Säuberungsaktion durchaus noch nicht beendigt. Vielmehr stehen anscheinend noch wei­tere Verhaftungen von thüringischen Ministern bevor, da noch verschiedene andere Mitglieder der Regierung in die trübe Angelegen­heit verwickelt zu sein scheinen. Der Ordnungsblock wird seine Wahlaussichten durch diese ungeheuer­lichen Vorgänge nur verbesiern können. (laß.")

Berlin, 3. Ian. Wie dieVosi. Ztg." aus Weimar meldet, ist der thüringische Minister des Innern Herrmann auf Antrag des Oberstaats­anwalts in das Weimarer Untersuchungsgefängnis überführt worden.

Bon einem politischen Mitarbeiter wird «n? schrieben:

Angestellten-Verbänden gehört jetzt nur noch der Deutschnationale Handlungsgehilfen-Verband der Arbeitsgemeinschaft an. Der Allgemeine deutsche Gewerkschaftsbund wird Mitte Januar über seine Haltung Beschluh fassen.

Ludwigshafen, 3. Jan. W»e bteWeite Pfälzisch« Landcszeitung" aus zuverlässiger Quelle trsährt.beab- sichtigi der päpstliche Delegat im Ruhrgebiet, Monsignore, Testa, bereits in den nächsten Tagen der Pfalz einen Besuch abzustatten, um sich über die 8er»\ hättnisse in der Pfalz genau zu unterrichten. Testa wich dem Heiligen Stuhl eingehend Bericht über seine Beob»' achtungen erstatten.

schauungen sein. Aus der polttischen Weltanschau­ung der Linken einerseits, und aus der Auffassung von Recht, Gesetz, staatlicher und nationaler SchicksalSgemein- fchaft auf der andern Seite wird sich das eigentliche Kampsmotiv hevausentwickeln. Die grundsätzliche Schei­dung der Geister mutz vorgenommen werden. Die Reichs­tagswahlen de? Jahres 1924 können zum Heil der Nation gereichen, wenn sie auch in unsere politischen 8er» hältnissr diejenige Klarheit und Wahrheit bringen, die ihnen allerdings Von Nöten ist.

meifteft erst int letzten Jahre der Partei beitraten, die führenden Stellen an sich reitze» wollen. MacDonald, der in beiden Sektionen der Partei einen sehr großen Einflutz besitzt, wird

Der Streik in der Berliner Metallindustrie.

Berlin, 3. Jan. DemVorwärts" zufolge sind säst sämtlich: dem Verein Berliner Metallindn- sirie11er angeschlossenen Betriebe stillgelegt worden. Es handelt sich um etwa 100 Betriebe mit 13014000i> Arbeitern. Die Bewegung hat jetzt fast alle großen Werke, so bte A. E. G., Bergmann, Sch.vartzkopff, Borsig, Knorr-Bremsen, Oreustein u. Koppel, OSram ufro. erfaßt. An einzelnen Steilen, so bei der Knorrbvemse A. G. und der Ag» in Lichten­berg Iain ti heute vormittag zu Ausschreitungen radi­kaler Elemente. Die Polizei stellt« jedoch dir Ruhe schnell nieder her.

Berlin, 3. Jan. In der Streikbewegung der Berliner Metallarbeiter ist am gcffrigeu Nachmittag eine gewisse Eiüspanmlng eing^reten. In einer An» zahl von Betrieben wurde die Arbeit ganz, in ander« zum Teil wieder ausgenommen. Der auf Grund der Verordnung Über das Schlichtungswesen bestellte Schlichter hat die Seiten Parteien der Metallindustrie für heute nachmittag zu Vechandlungen eingeladen.

Berlin, 8. Jan. Dte für gestern nachmittag angesetzten Verhandlungen vor dem vom ReichSar- beilsminister gestellten Schlichter, dem früheren Mi­nister Wissel, zur Beilegung d-S Konfliktes in der Ber­liner Metallindustrie scheiterten daran, daß die Un­ternehmer die Unbefangenheit-des Schlichters andrer» fetten und den ReickS.nbMmtmster zu einer Entschei­dung anriefen. Trotz deS Einspruches der Unter» nehmer ha', der Schlichter weitere Vechandlungen aus heute angesetzt. Von den annäh rnd 180 003 Arbeitern und Arbeiterinnen, die in den betrieben des Vereins Berliner Metallindustrieller beschäftigt sind, arbeiten demVorwärts" zufolge 1500-30 Arbeiter nicht.

»etltn, 8. Jan. Der Bundesausschutz des Afabundes hat den Vorstand der Organisation be­

ll nl Zahr ondF kn, di, rschlie, stschiff . andort i

Tie ^betbeirudie Zeitung- tridjeint i«<6smal wöchentlich. D«i»gs»i«is 1.15.1. 1,40 einschttetzllch ZustellungsgebShr. Für ausfaUente Hummern iniolge Streits oo. elemeut.(rieignifie kein Eria». Ver az von Dr. ck.Hitz«r»tv.Druck ber llnio.»Buchdruckerei von 3ob. lug. Koch. Markt 21,22. Fernfprecher 55, Boft-checkkouto: Ile. 5015 Smt Frankiurt a. Main.

Die Freigabe des Verkehrs nur für das altbesetzte' Gebiet.

Esseu, 3 Jan. Die Mitteilung, datz die inter­alliierte Rheinlandkommifsiou den Verkehr zwtfche» dem besetzte« und dem unbesetzten Gebiet freigegeben habe, trifft nur für da» altbesetzte Gebiet zu. Für da» neubesetzte Gebiet bleiben bisher noch die VerkchrS- beschränkungen bestehen. C» ist aber damit zu rechnen, daß in ber nächsten Zeit auch für das neubesetzte Gebiet die gleichen BerkehrSerleichterungen eintreten.

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Berlin ,3.Jan. Am 29. v. M'S. hat die SuetL Mlitaire Belge in der Reichsbankstelle Aachen 296,55 Billionen Mark Reichrbanknote» für angebllch zu Unrecht erhobene Zollgebühren wcgnehmen lassen. |

Offenburg, 3.Jan Die französische Besatzung»-, behörbe hat gestattet chaß das von den Franzosen auf-, gehobene und nach Gängenbach verlegt' Bezirksamt roty der in Offenburg eingerichtet wird. Das von den Fran­zosen als Komma ntnmtur benutzte BezirkSaintSgebäudc wird fre>gegeben, soweit die Franzosen e» nicht für tljer Zwecke «brauchen

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Berlin, 3 Jan Noch einer Meldung betBoise scheu Zeitung" an» Dresden sind am Mittag neuer­liche Verhandlungen zwischen den. führenden Persönllch- bften ber bürgerlichen Parteien der Landtages und der joziasdemokratisch-u Partei eingeleitet worden, die aus die Bildung ^ine» KoalitionSkabinett» Meter Führung d?S früheren sächsischen Ministerpräsident- iten Bnck hinzielen.' Dem Blatte zufsl-e soll die Kan- dlda'ur Buck Aussicht mtf Erfolg haben, da der Deut­schen Volkspartei die Person Buck» genehm sein sott.

Berlin, 8. Jan. Wie demBorwärtS" aus Dres­den gemeldet wird, beschloß gestern die soziaünmokva- krattsch- LandtazSsraktion, ohne die Stelli-ugnahme de» für den 6. Januar einberufenen LandeSpariei vages abzu­warten, der Bildung der großen Koalition in Sachsen ihre 8ustimmung zu geben. Der Ministerpräsident soll von der soziald'.mwkmtischen Fraktion gestellt werden. Nach "Voss. Ztg." sollen die Verhandlungen zwischen den Lund- : tagssraktionen über die Kabinettsbildung bereit» zu einem , Pofittv-n Ergebnis geführt haben. Es werbe . folgende f Mutmaßliche Ministerliste genannt: Ministerpräsident { Heidt (Soz.), Innere» Müller-Chemnitz (Soz.), Ar- i deit Elsner (Soz.), Wirtschaft F-llisch (Soz.), Fi- »an^'n Dr Dehne (D.ut.), Justiz Bünzer (D. Bp!.), Vottsbildung Dr. Kaiser (D Vpt ).

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b7 ittag Uhr

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München, 4. San. Im bavrischcn Landtag haben die Demokratrn einen Antrag eingebracht, daß, fall? die Aufhebung deS Au-nahmezustandeS während der Zeit der Wahlvorbereitungen avgelehnt w-'rd, Sicherungen getroffen werden, daß Ze«tungen und Flugblätter er­scheinen können und die Bede- und Bersammlungskreihcir garantiert wird.

M ü n che n, 3. Jan. Nachdem durch Beschluß des bagrischer. Landtags dir- Z a h l d e r ba h r, sch en M in i- sterien von acht auf fünf verringert werden muß, dürste sich lautAugsburger Abendzeitung" entsprechend dem Ptair de» Wiltschasrsministeriums bei der Neuord­nung feigendc ®titberung ergeben: Ministerium des Aeußcrn und Innern, Ministerium für VultnS und Unter­richt, Finanzministerium, Justtzministettum und Wirt- schaftr-mimsterii:«. In dem Wirt>chatt»mimfterium wür­den Landwirtschaft, Industrie, Handel und Gewerbe ein- >'chites«lich de» Si0atsbauVerwaltung und Arbeiterfragen vereinigt sein. '

Müncheu, 3 Jan. Da? Bolksge richt in Mün­chen erließ argen den 1900 in München geborenen Kap! Leo Grafen von Mvulin-Eckart Haftbe­fehl wegen Hochverrats.

München, 3. Jan. Nach den .Münchener Reuest. Nachr." bat da» Dolksgericht den Termin für die Ver­handlung im Prozeß Hitler noch nicht festgesetzt, da die Anklage noch nicht eingereicht ist.

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Marburg grelles, »tn 4. Sorntm Hartunz

Sin treütntes Urteil eines Nirilei.

(Ein Stamm von Wilden."

Amsterdam, 3. Za«. Der Sonderkorrespon­dent des »Algem«« Handelsblad", der dem Diissel« dorfer Schupo-Prozeß beiwohnte und zahlreiche Studienreise« durch das besetzte Gebiet gemacht hat, führt in seinem Blatt aus, wen« man von der Vak- tanifierung Europa» sprechen dürfe, so sei die Frag« erlaubt, ob dies «icht eine ««verdiente Ätin» kung für die Bewohner des Balkans sei. Wer es erlebt habe, wie die belgische« Gen» darmen in Aachen die deutsche Bevölkerung mit Ge­wehrkolben und Gummiknüppeln bearbeiteten, wer di« Verbrüderung der Soldaten de» General» d« Metz mit den sonderbündlerischen Strauchrittern erlebte und Kenntnis hab« von d«a schmutzigen Finanzoperationen der Familie Dorten, die vo« de« französischen Behörden unterstützt wurden, »« endlich in Düsseldorf Zeug« gewesen sei, wie di« braven Schupooffiziere und Mannschaften weuige« Gerechfigkeit fanden, al» sie einem gewöhnliche« Kongoneger gewährt würde, der würde erkenne«, datz die fleißige, saubere Bevölkerung des kulturell am höchste» entwickelten Teile» Eu^as, nämlich de» Nheinlande« und des Ruhrgebiets, nicht wie ei« Balkaavolk, sondern wie ein Stamm von Wilde« behandelt werde.

Ae engliite M.

London, 3. Jan. In seiner Antwort an die. Londoner Konservative Vereinigung, die ihn ersucht hatte, gewisie Zusagen mit Bezug auf die Möglich­keit eines Kabinetts Asquith zu machen, stellt Mi­nisterpräsident Baldwin fest, daß eine konservativ- liberale Kombination bei der allgemeinen Stellung nähme Asquiths völlig unmög-; lich sei. Datz Lloyd George im Gegensatz zu,. Asquith den Konservativen nicht so ablehnend ge-. gen übersteht, ist bekannt

London, 3. Ian. Die konservativ«^ Partei wird in den nächsten Tagen eine grob« Parteiversammlung abhalten, um einen neuen Führer als Nachfolger Baldwins zu erwählen, da Baldwin die Führerschaft der Partei niederlegen wird. ;

Zn der Arbeiterpartei verbreitet sich ein« Spaltung zwischen den Intellek­tuellen und den Gewerkschaftlern. Die Letzteren weisen es zurück, daß die Jntellek- tucilen, besonders die Juristen, von denen di«

Das Jabr 1224. wird das Jahr bet Wahlen sein. Bor- wikg-nst wird birfrS Jahr Aktennzeichuet bacch die Rek chS- tagtev ahlen.benen in den einzelnen LändernLandeS- w ah len sich btesksellen werden, währerrd in vielen Ge­meinden Mich örtliche Wahlen dorzunebmen sind. Wir werden somit in allernächster Zeit einer großen allge- meinpolitischrn Bewegung un8 gegenüber sehen, die mehr oder minder beherrscht sein wird, von Wahlrücksichten, unb bei benen bi« Ziel, den politischen Wille» be» Volkes ;u erlnnben mit ben versktzedeusten Mit­teln und Methoden zu erreichen versucht wich.

Die ersten Auftakte für bte große unb bie allgemeine Politik auch in den Ländern unb Gemeinden im großen und ganzen bestimme7ll»en R r i ch S t a g S w a h l e n sind bereits ergangen. Dte ssziaDemokratische Partei ift am ReujahrStege als erste btt politischen Parteien mit einem Wahlaufruf an ihre Anhänger im Lande herangetreten, der ber«tS einen Borgeschmctet dafür gibt, wa» wir an Agitation und Demagogie, an Unklarheit und Unwahr­heit demnächst noch über uns ergeben lassen müssen. Es ift ein starkes Stück politischer Unehrlichkeit, wenn bie Sozialdrmokmten dte gegenwärtige Regierung Marx als eine Bedrohung für die orbritenben Maffeis darstetten, denn fit feieine Regierung, die allzu in bie Abhängigkeit von den großen kapitalistischen Jntrresfen getreten ist". Daß die sozialdemokratische Partei in einem, von ihrem Vorstand offiziell gekennzeichneten Wahl- a u f ru f sich derartig öde Schlagworte erlauben zn kön­nen glaubt, ist ein wenig rühmllche» Zeugnis für -hrc politische RückfichtSlosigkeit, die von den ©oiia'bemoteaten, wenn sie selber in der Regierung saßen, immer wieder in ben höchsten Tönen förmlich al» ihr Monopol rekla­miert worden ist.

Tie trnnmenbim Wahlen werden allerdings Klarheit bringen müssen darüber, ob bas deutsche Volk eine ein­heitliche klar« politische Linie eingchalten wllstn will, oder ob e» der Sozialdemokratie, aber auch anderen Parteien gestattet sein solll, ihre poli­tische BLrantworiung nach zweierlei Maß zu mefsen, und sich sür ihre praktische Tätigkeit an Ort v.nb Stelle im Parlament eine andere politische Moral zn- recht zu v'.achen, als für die Agitation in Pr-sse und BolkSversammlungen. Dir Streitigkeit der po­litischen Moral also steht zur Debatte. Und mit ihr bie Reinheit der politischen Sitten.

Es wäre ein Zterhängnis für den Bürgerfrieden, für die innere und äußere Einheit des deutschen Volke-, wenn ber nächste Wablknmpf nichts anderes als bte Wiederhol­ung alter agitatorischer Phrasen, alter, aber leider im deutschen Volke tradillonellcr demagogischer Kniffe würde, nur daraus abgestimmt, dem Gegner ein paar Stimmen abzujagen Der kommende Wablkamps wird mehr wie jeder »orangeyngene e^u Kampf ber Welta«-

T e r 5 b e w, Z. Jan Der Rechtsausschuß de» Land- , ia,-.-, i>at heute gegen fünf sozialbemokratische Stimmen hefchlofsen, dem kommunistischen Anträge enlsprechend dem Plenum bie Auflösung bes 2anb tage» zu empfehlen Mehrere fozialdemokmüsche Abgeorbneie jfimmlen gleichfalls für die Auflösung, doch behielten sich die Fraktionen ihre endgültige Stellungnahme für bie Morgige Plenarsitzung vor.

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Sie SmsilieH I» Minm.

Weitere Verhaftungen bevorsiehenb?

Weimar, 3. Ian. Die zuständigen Stellen wahren über die aufsehenerregenden Vorkomm- se der letzten Tage noch immer Stillschweigen,

n Abgeordtteteukreiien herrscht, wie nicht anders erwarten, gewaltige Aufregung. Na- rlich ist die Stimmung in sozialistischen reisen äußerst gedrückt, da die Partei durch s Verhalten ifir.'r Minister-Geriossen auf das

Hersts b l» ß g e st e l l t ist. In bürgerlichen

AmÜiches VerWndigungsblatt des Kreises Marbmg.

Anzeiger für (das früher kurhessische) Oberhessen

t dir Weg aller, sehr

Hklfr. tr er, '

Die MnMe.

In einer deutsch nationalen Kleinen An­frage wurde nach demTag" unter Bezugnahme auf eine ZeitungSmeldung, daß für die verwaiste L and r" is­st eile-in Her»feld der sozialdemokratische Reoat- teut Hauschildt in Kassel in Aussxht genommen sei, vom StaatSministermm gefordert, daß bte Landratsstelle vor- laitfig von einem vorzeitig in den Ruhestand zu verseseir- ben unb vorgcbilbeten Beamten verwaltet unb end­gültig erst nach den Kom m u n"ltv ah le« besetzt werde. Zur Begründung.wurde an-xfilbrt, daß die Zu­sammensetzung ber jetzigen Kreistage nicht mehr ber Stimmung ber KreiSeintzeiessenen ent­spreche: darum dürste so kurz vor bet Neuwahl ber kom­munalen Vertretungen bie Besetzung solcher LandratS- ftellen nicht erfolgen.

Wie ber Amtliche Preußische Pressedienst meldet, wirb bte Kleine Anfrage vom Minister bes Jnnem S e v e r i n g folgendermaßen beanttvortet:Das Staatsministenvm besetzt frei geworbene LanbmtSämter nach pfüchtmäßizem En iessen. Ter Stimmung ber Bevölkerung wirb durch Anhörung be» Kreistage» Rechnung getragen"

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8er fifflNl m die Weilnell.

B e rl i n. 3. Jan. Nach einer Meldung de»Bee- siner^Togedtatts" aus Breslau ist In ber oderschlesi- fchen Eisenindustrie zwischen Arbeitgebern unb Arbei­tern ein Abkommen getroffen treiben, wonach btt Ar­beitszeit allgemein auf zehn ©tunben festgesetzt wird. Im Bergbau ist auch htnsichtlich der Uebrr- tage arbeit «in UtberarbeitSabkommen geschlossen war­ben, in welchem bte Ackvitgeber sich verpflichtet haben, bie Ahne gemäß ben letzten SchiHssprüchen zu zahlen.

Köln, 3. Jan Wie bieKöln. Ztg." au» Düs­seldorf mefiKf, hat bie Leitung ber ManneSmann-Röh. rettwerke, Abteilung Walzwerke Rath, auf 6en Beschluß ber freigewerkfchaftlichen Metallarbeiter hin, nur acht Stmtden zu arbeiten unb bann bie Arbeitsstellen zu verlassen, heute bekannt gegeben, baß unter biesen Umständen dir Aufrechterhaltung eine» geordneten Be­triebes, «ott-ir dne wirtschaftliche Arbeit unmSglich ge­macht werde und baß sich bte Leitung be» Werkes da­her gezwungen sehe/ben Betrieb vom 3. Januar an vollständig zu schließen und bie gesamte Belegschaft fristlos zu endaffen. Auch bte Vertreter de» chr'Flichc« und deS Hirfch-Dunckerfchen MetallarbetterverbandeS haben erklärt, baß sie sich bem Kampf der fdetgewerk- schgfllich organisierten Arbeiter anfchließen würben.

A« dm Mizchsn-AMch.

V e r l i n, 3. Ian Der Fünfzehnerausschuß be- Mftigte sich im weiteren Verlauf der Sitzung mit Mer Verordnung über die Betriebs- tzillegungen unb die Arbeitsstrcckung vorn tg. Oktober. Die Verordnung über den Verkehr mit Zahlungsmitteln, durch bie bie öffentlichen Kassen von der Ver­pflichtung entbunden werden, Zahlungsmittel unter 50 Milliarden Mark in Zahlung zu nehmen, tcutbe vom Ausschuß angenommen, nachdem der Regterungsvertreter erklärt hatte, daß jetzt die Ausgabe von geprägten Rentenpfcnnigstücken in vollem Gange sei. Alsdann beschäftigte sich der Ausschuß mit einer Anordnung des Neichsarbeits- Ninisteriums über die Art, Höhe und Dauer der Unterstützung für die Erwerbslosen unb Kurz­arbeiter vom 24. Oktober. Angenommen wurde ein Antrag, die Reichsregierung zn ersuchen, im Sinne des seinerzeit im Reichstag gestellten entsprechendem Antrags zu verfahren, wonach Jugendliche bis 16 Jahren, die einen Familienzuschlag zur Erwerbs- losenfürsorge erhalten, zur llebernahme von Arbeit unb zum Besuch der Berufsschule usw. verpflichtet sind und wonach dieser Familiei'^uschlag nicht in bar an die Jugendlichen selbst, jonbern an den Kaurhaltungsvorstanb oder in Form von Bekösti­gung den Jugendlichen selbst ;tt gewähren ist. Zum Schluß wurde ein Antrag angenommen, erneut an bie Regierung eine Anfrage zu richten, wie sie sich zu ben Beschlüßen des Fiinfzchnerausschusses bezüg­lich der Personalabbauverordnung vom 27. Oktober tfu verhalten gedenk-, insbesondere, ob sie bem darin ^beaniraaten Ilelerwachung-ansschuß zuzustimmett Mr eit sek. *

Berlin, 3. Ian. Der Fünfzehuerausschuß des ! I Reichstage» hat heut« beschlossen, die Reichsregit- rung zu ersuchen, von dem Erlaß der Verordn.ung über eine Erhöhung der Umsatzsteuer für die besetzten Gebiete doch nunmehr abzu- jeh e n, da die darin enthaltene Ausnahmestellung ser besetzten Gebiete politisch unerwünscht sei. Der Ausschuß befaßte sich mit dem Verordnangsentwurf zur Abänderung des Gesetzes über die durch innere Unruhen verursachten Schaden, durch den der Ent­schädigungsanspruch eingeschränkt wird. Der An­trag, die Verordnung nicht in Kraft zu setzen, wurde übgelehnt.