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und,

Artikels 48 der Reichs Verfassung die in Artikel der Reichsverlaffnng gewji-rlristete Wablsreiheit ba£ Wahlgehttunts nicht Nutzer Straft setzt, »tx- daS Verbot Vies« Organisationen waüwcrcchtitte

des 125 und der«

stellt und ist als vemntwortliche Behörde für di« Auf­rechterhaltung von Ruhe und Ordnung dafür nachh-n tz-och auf die Anklagebank gezerrt worden, während die wirklichen Verbrecher und Verantwortlichen frei »ui- gingen

Regierungspräsident Erützner legt Berufung ein.

Berlin, 8.3<nj. Dem58. T." zufolge, hat der MegierungrvrLfident Grützner, der In dem Düsseldorfer Schupo Prozeß zu 80 Jahren Zuchthaus verurteiltwoicken war,an das französische Kriegs­gericht in Düsseldorf folgendes Telegramm gerichtet: Lege gegen meine am 27. Dezember etf/fl*? Verurteilung Berufung in tatsächlicher und rechtlicher Beziebung «in, insbesondere wegen Verletzung deS Hanger Landkriegsabkommens, da ich als Inhaber der LandeS- polizei deS Regierungsbezirks Düsseldorf am 30. S--v- kember gegen die Separatisten als deutsche Hoch- und Landesverräter lediglich nach deutschen Gesetzen »nge- schritten bin.

habe die stärksten Verbesserungen seit dem Kriege er­fahren. DaS ganze sei Hand in Hand gegangen mit einem bemerkenswerten Nachlassen der Spekulation und der gefährlichen Kreditüberspannung. Amerika habe niemals in der Geschichte einen so hohen Stan­dard of Life und einen so hohen Grad kommerzieller und industrieller Tätigkeit erlebt, wie jetzt. Di« wirt­schaftlichen Aussichten für Amerika seien glänzend und die Lage in der Welt sei hoffnungs­voll, allerdings nur auf Grund der Aussichten, die die aufgenommenen Verhandlungen über eeine Regelung der deutschen Frage böten. Selbst wenn diese letztere Regelung zustande komme, so gebe eS noch genügend andere wichtige Problem« im Zusammenhang mit der Wiedcrh-rstellung des internationalen Handels aus Grund des Wiedereintritts von deutscher Kohle und deutschem Stahl in den Wettbewerb auf den Welt­märkten und im Zusammenhang mit der etwaigen

Mmk M lit MM der Seit.

Paris, 2. Jan. In der Erklärung des Staats­sekretärs Hoover zum Neujahrstage heißt rS nach inet Washingtoner Meldung desNrwyork Heralb" «ch, im Jahre 1923 hätten die Vereinigten Staaten Sen höchsten Pxoduktionsstand seit dem ~ ege aufznweisen gehabt. Die Beschäftigung sei filos gewesen, b« Reallöhne hoch und die Kapttal- msammlung hab« sich vermehrt. Der Wohnungsbau

Fortschritt« gemacht und das Eisenbahnw^e»

Sie Dritte Steierierortüiig.

Berlin, 8. Jan. Da die Beratungen übe« die dritte Steuernotverordnung innerhalb deS Reichökabi- uettS noch nicht abgeschlossen sind, wird sich laut ,Vvss. Ztg" der 16 et Ausschuß des Reichstages in seiner heutigen Sitzung vorerst mit der Erhöhung b« Umsatzsteuer im besetzten (Wbiet beschäftigen. Dem Blatte zufolge ist geplant, die Umsatzsteuer, die nach Set zweiten Steuernotverordnung für dar ganze Reich von 8 ans 2,5 Prr^ent heraufgesetzt worden ist, fit dar besetzte Gebiet auf 8 Prozent zu erhöhen.

Marburg

Donnerstag, ien 3. Zanrrar Sartun,

Rette Srätof Im IHrtis«.

Erfurt, S.Jan. DieThüringische Mg. Zig." meldet ans ziiverlässtger Quelle: Die nach We-mar ent­sandte krmmisfion der Reichsreaierung bat nun auch die Personalangelegeahrrten dcS Ministeriums d-:S Jnnernl einer Prüfung unterzogen und hierbei hat sich herausge­stellt, das Ncmütfiellungen von Beamten bis zum 22. 12. 1923 laufend stattgefilnden haben. Dabei ist man Fäl- schun-cnin den Einstellungrurkunben auf di« Spur gekommen, indem Einstellungsdaten aus­radiert bezw. verändert wurden, um dadurch Den Ein­druck zu erwecke«, daß di- Einstellungen bereits im Septunber bezw. Oktober stattgefuude» haben. Belastende Seiten find aus den Mcn bemus-gerissen und entfernt worden. Tie PersonalansU.genheiten wurden von dem nichtfachmännischen Assessor K n u tz e, der wie bev-sts gemekdet, verhaftet wurde, zusammen mit dem Mrbi­ster Hertmann b«rhettet. Die Angelegenheit wurde dem Oberstaatsanwalt in Weimar übergeben. Es scheinen sich dabei weitere für den Minister Herrmann be« lastentze Tatsachen ergeben zu haben, denn auch b'ejer wurde festgenommen. Bei den noch eingestellten Beam­ten soll es sich durchweg um sozialdemokratische Partei­mitglieder gehandelt haben.

Berlin, 2. Jan. Wir uns von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, wird die Rrichsregierung zu den Ermitte­lungen der nach Weimar entsandten Reichsbeaustcagteu erst Stellung nehmen, nachdem das thüringische Sttats- ministerium zu diesen Feststellungen sich geäußert bat. Die Aussprache mit den tbüring,scheu Staat Sm inistern wird voraussichtlich am nächsten Sonnabend in Berlin stattfinden.

T>te ,Dbtrbeilti<be Seitxxfl ttl*«t»t totem«! tod)«ttfli*. Stjujscitt» 1.15. 1. 1,40 M«rk «inschltetzlich Zuftellungrgebähr. F«r «uefaaeebe Rümmer» tntolgt öttell* oo. eument.eEietgttifi* kein Lriap. P«i «z non Dr. T. vttze rotd. Druck 6et Univ.«Buchdrucker«! vou 3ob. Lug. Koch. Markt 21.28. Errntorecher 55, Bofticheckkonto: Nr. 5015 $«t Frankturk a. Mair.

nachdem in Rübe das Ergebnis des Dtlsteldorser Pro­zesses gewettet werden kann, zeigt sich immer deut- t'cher, daß das Düsseworker Urteil ein Tenden.zurteU allerschlimmster Art ist, und daß di« Cdarakrettsicrun- geu, die vou englischen Jourmrlisten gegeben wurden, die während des ganzen Verlaufs deS Prozestes an­wesend waren, kein-SweaS zu milde find. Von einer Seite, die Gelegenheit hatte, dem Düsseldorfer Prozetz von Anfang bis zu End« beizuwohne«, wird uns ge- tchttebeni

Im Dtiffeldorser Prozetz ist durch die Beweisauf. nähme einwandfrei sestgefteklt worden, daß die Schupo sich in rechimätziAer Ausübung de» Amts befunden bat. Aufgabe der Polizei ist eS, für dw öfsentlwhe

W* gu t-J-uvll unv XDc.10^..oen zu ve-

kämpfrn. Dis Beweisausnahme hat ergeben, daß vor d-m Einsetzen der Schuvo in der Schupokaserne zahl­reich« Zivilisten, darunter auch erfahrene Kriminalbe­amte, und zuletzt auch ,in blauer Schutzmann, «in«- trofsen sind und ttändtg und in sortgosetzt verstärktem Matze un< Hilf« gebeten haben. Sie meldeten, datz an einzelnen Stellen die blaue Polizei angegriffen würde, ht höchster Gefahr sei, und rusanmwngebauen Würde. Die Hilferufe wurden immer mehr verstärkt. Ste waren für die Polizei ums» glaubhafter, als st« nicht nur von einfachen Zivilisten, sondern auch von er­fahrenen Kriminalbeamten mttgetettt Wurden, ht deren Glaubhaftigkeit und Zuverlässigkeit Zweifel zu setzen rttcht der beringst« Anlatz vorlag. Zwtschen- ourch wurden fortgesetzt Schüsse vernehmbar. Sin iranzöstscher Jäger yat al» Z.-ug« einwandfrei belun- der, datz vor der allgemrinen Schr.-tzerei mindestens 15 einzelne Schüsse zefallen stnd. Die Bewetsaus- »ahme hat weiter ergebe«, datz Vie Alarmruse der vorgenannten Zivilisten und Beamten keineswegs übertrieben waren. In »er ganze« Umgebung der Schuvokaierne stnd vor dem Eingreifen der grünen Polizei die verschiedensten verbrechen begangen und einwandfrei durch dir BeweiSausnabn« erwiesen wor­den: Auflauf Zusammenrottung. Widerstand gegen dre Staatsgewalt. Körververl-Hmg, Bedrohung, Nö­tigung, tätlich« Angriffe aus Polizeweamte, Gesan- pxuenbtsreiung, Störung der öfspntllchen Ordnung, Rebelion, LanVsriedenSbr^ und Aufrubr. Jedes einzelne dieker verbrechen hätte »en Eins«» der Polizei gerechtfert'gt.

Aber es fant n»ch ein W«l:reS hinzu: Die «Kthnetne Metnuni gmg dxtztx, hast Matthes «x diesem T«ge die Rheinische R'tzubLk aukrnfe» und bex Versuch xtachcn würde, das Rheinland vom Reich abzutrennen. Matthes hat auf die Frage der Rerttibiger, welche Ziele et an diesem Tage verfolgt hat, die Antwett bertoetftrt. also ein »fsvu-S GestäirdmS deS Hochverrat». Die Beweisam- nahmr hist w-itrr ergebe», daß zwar dir Meng: der Neugierigen und Verführtes, bie mit Weib und Kind aus den Eifeldörsern nach Düsfelborf geschleppt Warr«, eine sriedliche Menge war. Diese friedliche Menge aber war umgeben von Bewaffnete», sog. Garden, die Matthes selbst auf 10 Pr»»ent der Gesamtzahl mindestens .3000 Mann ang-gegeben hat. Diese Leute tragen Gxmmi- tnflttel und Revolver. Matthes hat im Namen der Obersten Heeresleitung eine Parad« befohlen, um. wie er sagt«, bie militärische Disziplin dieser Leute feftzu- stellen, und in der Ansprache hat er diesen Garden gesagt, sie sollten, wenn et notwendig wäre, feste drei »schlagen! ES ist festg-stellt, daß biefe Garden bex HindenixrgtvÄl. abgesperrt haben. Schon bar hätte ein Emschre-ten bei Polizei ,die de» freien Verkehr auch bei genehm-giex Aufzügen aufrecht erhalten muß, gerechtfertigt. TS tuuroe sestgestellt, daß ix dem Aut» des Führers Matthes fich Eierhandgranaten befanden, deren Anwendung nur d'irch das schnelle und tatkräftige Zugreife» der PKi^i ver­hindert worden ist ES ist weiter einwandfrei ftstze- stellt, daß alle Seitenstraße» durch einen Kordon von bewaffneten Garbe» abgespertt wäre». Der oberste Be­fehlshaber der rtzeimfchen Garden an diesem Ttg; war der berüchtigte Kapitän Parsifal, dessen Schreck-«?Regi­ment ix Krefeld «llgrmein bekannt ist und der e:x gefähr­licher Abenteurer ist. Di« sogenannte friedliche Demon­stratio» und de« Aufzug bet Sonderbündler rotr durch bie Franzosen genehmigt. ES war aber nicht genehm iot, daß dieser friedliche Auszug in Begehn!*; von Verbrechen auSartete und die Angriffe ans bie Pelizei, die Morde. Verletzungen und Bedrohungen und schließlich noch taS hochverräterische Uxt-rnehme» der LoSrttßung der Rhein- lande jixb doch stcherlich nicht genehmigt.

DaS Urteil iix Schupsptt^ß ist foant juristisch vSii.z unhaltbar. Dir Gchupo hat die Ordnung wieder herge-

bereämet. ebenso «»efunft lut» di« ®e(*äft»tten« und Zusendung der Angebote. Zahluna Innetbelb 5 lagen (1 Dollar-4,20 Goldmark), Berechnung nach dem Berlin«! Mittel- lut» Xtt Zahlung,er»,««8»ta,er. Berzugizinsen pro Tag nach dem Bankzinifutz.

Berlin, 2. Ja«. Stne v-ckanntrnachuns »es NeichsstnanzmtntstertumS ImRetchSanetger" setzt »le Umsatzsteuerumreebnuxossätzr fest. Mr die Umsätze irx Dezember 1923 aus 1 Billtxn Mark, ftir bie Um­sätze tut vierten Kathndervterteljahr 1923 auf 502 Miütardcn Mark, für bi« Umsätze htt Kalenderjahre lt23 auf 115,5 Milliarden Mark.

Berlin, 2. Jan. Der RcchtsauSfchutz des Reichs­tages ttttt laut .B. am 3. Januar zusammen utt» wird sich mit der Handhabun» des AuSnahmezustxn- V«S ht der Wahlzeit beschäftig»».

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Ans dea $ßrtefen.

Berlin, 2. Jan. Wie dieVoss. Z4§." mittrilt, tritt der BarteiauSschuß der demokratische« Partei «m S»nntag 87. Januar in Bettix zu einer Tagung tzu- sammen, d»e sich u. «. mit den Aufgabe« deS nächst- jShrrgen PatteitageS beschäftigen wird. Am heutigen Lorm'ttah hält der Parteivorstand eine Sitzung <6.

LautVorwärts" hat der sshialdemokr tiische Par« ieiuorstand nrbehrlsttch der Zustimmung des Parrei- aasschusseS beschlafen, den Parteitag der sozialdemo­kratischen Partei auf den 30. März nach einer mitt«l- dnitfcher. Äadt einznberufen. Der Ort der Tagung ist noch nicht bestimmt.

Berlin, 2. Jan. Der Reichskanzler weist namens ter ReichSregteruug in einem Schreiben an den Prä­sidenten deS Reichstages daraus bin, daß das ver­bot politischer Parteien nach Anffaffung her ReichS- «ateruno mir als verbot von Vereine« oder Ber­einigungen Inhalt und Bedeutung bat, »ag-gen nicht bindett, der politischen Meinung durch Wabi bestimm­ter Bewerber für parlamentarische Körperschaften Ausdruck »x geben. Da eine Alatznahme aus Grund

A» 8 Sy mi.

Berlin, 8. Jan. SSie-bie Blätter aus Mönchen melde«, hat nunmehr bie bayrische Regierung die Vor­lage über eine Abänderung des Landtagzwahlgesehes dem Sanbt«| zugehen lassen Der Rechtrausschuß des Rnchs- tagS tritt laut »emB. T." am 3. Januar zusammen und wird sich mit der Handhabung beS AuSnasänezustan- des in ber Wahtzeit beschäftigen.

München, 2 Jan. Eine bett batzerischen Land­tag zugegangeue Regierungrvorlage über Aend-rung des LandiagAvahlgesejzes sieht dem Vernehmen nach» Vermrnderung »er Zabl der Abgeordxeten aus Ili vor.

nchen, 2. Jan. Der neue bayerische Wahl- gesetzeniwurs brixßt ein« weitere Neuerung. Statt der bisherigen 8 Wahlkreise sollen nut noch 4 Wahlkreise weiter bestehen, nämlich Wahlkreis Oberbayern Schwa­ben, Wahlkreis $ubeiiaf<in Oberpfalz, Wahlkreis Pfalz» Wahlk-ris Fraxken. Tie für Kobxrg bisher geltende Sonderregelung mit zwei Abgeordneten wurde im neuen Entwurf fallen gelassen. Koburg soll nur noch einen Abgcvttnet:» bekommen. Die neue WahlkreiSttnieikunz entspricht der rktchstagZwnhlkreiseinteilung.

München, 2. Jan. Zur Vorb« ittmg d-S Volks« begrhcrns, tote es der Lmrvcsansschnß ber Baperishen LvlkStzarlei bq'chlojfin hat, werde« bereits in alle«

Köln, 3.Jan. DieKöln. Volkszeitung" ber^chltt, noch einer Unterbrechung von 11 Monaten ist der Ver­kehr über Efchenbur, jetzt wieder ausgenommen und die direkte Berbindung zwischen Krankfurt und Ba­sel ist wieder hergestellt. Eine Genehmi­gung für bie Durchreise durch daS besetzte Gebiet ist nicht notwendig. Nur der Auf-nt- halt in dem besetzten Gebiet wird von einer Wnreise- gcnchmigung abhängig gemacht. Nachdem der durch» geh er de P-rsonenverkchr über KehlStraßburg wie­der ausgenommen ist, ist auch der Personenverkchr über Rastatt-Wintersdorf freigegcben tootben, sodaß jetzt der Personenverkehr über sämtlich« Ladisch-elsäßische Grenzübergänge wieder im (Sangt ist. Für bie Einreise JSa* dem Elsaß ist jedoch die für Frankreich allgemein »^langte Zureisegenehmigung notwendig.

Karlsruhe, 2.Ja». Am Donnerstag, den 3. Januar fetzt der Personenverkehr »wischen Mannheim fanb Ludwigshafen, RheinS- heim und Germersheim sowie Maxau und M aximilian.Saa in beschränktem Umfange wieder ein. Zugleich mit dem Personenverkehr wick- auch der Wagenladung-, nicht aber Fracht- und EiMck- gutverkehr auf ben vorstehenden Uebergängen wieder a«s- genommen. Der Verkehr von Aißhof nach Speyer kann erst nach der Instandsetzung tec Schiffsbrücke axsge- «mmen werden.

England «wb die Lage in dem besetzte« Gebiet.

, - 8 o n b «, 2. Ja«. Der KötnerTi«tes"-KAr- »espsudent hat bereits weiter«« Beweismaterial in ; de» tzrinden, daß di« Franzose« einen neuen Schritt l«it Hilfe der sonderbiindlerifchen Werk;««»« in bee I Pfalz beabsichtigten. Die Frani»;«» ermutigte» die Eonderbiindler zur Uebernahme der Regierungr- Ifenftienen. Die Franzosen planten auch Lei n autonome« Hessen-Nassau z u Ichaffe». (!!!)

London, 2. Jan. Der diplomatische Berichtecstatter

Daily Nrtvs" schreibt zu bet neuen Swckftng in de« Dvcrbandlungen zwischen Großbrimnnien und den fron» MKisch-belgischnt Behörden über die Kontrolle btt Dk»s cnbahnen in ber britischen Besetzungr- H < n e, es sei unwahrscheinlich, baß bie britischen Bc Moden in «rgenb einer Weise ben ftanzösischen Forde- nachgeben würden, da die Kontrolle der Ei'»«- abnen durch bie Franzosen und Belgier die Engländer 6(1» vor eine unmögliche Lage stellen toflrbett, die neuen wuzösischen Vorschläge seien daher unannehmbar.

Paris 8. Jan. DasEcho de Paris" weist in wem Telegramm aus Speyer darauf hin, daß s o n - W ekbündlerische Banden, die fich beschei­denRegierung der autonomen Pfalz" nennen, sich Nrch^ angeeignet hätten, Passierscheine auszu- Merten. DaS Blatt erklärt, 68 handele sich hier um Mn Recht, da, widerrechtlich Frankreich em- zogen werde. ES weise darauf hin in der Hoffnung, hß man endlich in Pari- bie Maßnahmen ergreife, M>« notwendig seien, denn das vorgehen der Sonder- hünd'.cr füge dem Prestige und den Rechten Frankreichs «ti BefitzungSmach' ernsten Schaden zu.

Bersonen, welche die Vvu her Organisation Vertrete= ne« politischen An'chaunngeir leiten, nicht, ihr Watzt- rmtzt auszutwen oder in der Zett vom Tage bet <nM=

Rückkehr von Kapitalien nach Europa, die nach Bereinigten Staaten ausgesührt worden seien.

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MM zm 8Asr-8ksre!>

Nach ben nunmehr vorltegenden Berichten

lichen Bekanntmachung deS Wahltage« btS zur Ve- endtgung der Wahlhandlung die Wahl vorzuberetten. EnttvrechendeS gilt für reine Wählerveriammlungen der Wahlberechtigten. Der Inhaber bet vollziebenben Gewalt behält aber das Recht, Versammlungen au» Gründen der Aufrechterballung der vssenütchen Stcherheit m verbieten. Die nach der Verfassung im Falle deS Ausnahmezustandes zulässige Beschränkung der Presiesreiheit soll auch In einer GenehmigungS- pfltcht für Flugblätter b:stehen. Während bet Wahl­zeit soll die Genehmigung nur versagt werben, wen» nach dem Inhalt deS Flugblattes auf einen gewalt­samen Umffiirj der Verfassung htngewirkt wird.

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Sh HMurWent n ile Wend- LMiMWM

Berlin, 2. Jan. Tie deutschen Jugendvereini- gnirgen sämtlicher Parteirtchtungon hatten dem Reichspräsidenten im November vorigen JahreS eine Kundgebung, enthaltend ein Bekenntnis zum Vater­land, übermittelt. Der Neichsvräydcnt bat darauf u. a. geantwortet: Zur Jahreswende seufzt da« deutsche Volk unter hartem Druck und quälendem Elend. Dennoch ist die Hoffnung im deutschen Lande noch nicht erstorben. Diese Hoffnung aber hat ihre besten und stärksten Wurzeln in dem vertrauen auf b c deutsche Jugend. DaS ,unge Deutschland hat bte8 vertrauen bisher gerechtfertigt. Es hat in Sorgen und Kümmernis doch nicht versäumt lebte seel'schcn Triebkräfte zu stärken und Heimatsliebe und Hetmats-s kultur zu pftegen. Deutsche Jugend! eibalte und stärke sie sich diesen Gemeinsinn und diesen JdealiS- 'nus. Das deutsche Volk kann nur leben und eine ge­achtet- Stellung unter den Völkern ctnnevmcn, wenn ei seine Geschicke in einer freien und friedliebtndon Demokratie selbst bestimmt. TMe Sclbstbestimmunr wird aber nur dann lebende und dauernde Kraft deS ganzen Volkes sein, wenn die junse Generation bU dafür nötigen Eigenschaften beranbiltzet gcir ndeS Ra> tionalgeftibl, staarSbürgeriche Gesinniing. dos Be- toufstietn ber Vorantwottmg vör btt Gemcinichaft sozialen Empfindens imb nicht zuletzt die Achtuny vor der Weltanschauuna und ber ct rliLcn lieber* zeugung anderSdentender Volksgenossen. Deutsch« Jugenb, wenn Du tn >'oüh«r Gesinnung die Schwell« beS neuen Jahres «derkchr. «test, wirst Du selbst am meisten dazu betragen, das; auS der Schiver« bet Gegenwart heraus bet Weg he? deutschen VolkcS all­mählich wieder aufwärts ffibrt tu einem geeinten und freien Dutschland.

Der >xi«iatu»r«t» »«triigt für »«x » -esp. Zeilenmtlltuteter 0,08 <tz»l»«ark. Amtlich«». w auswirtSnjeig«» 0,10 Sowmatt. B«i jch»i«r.Satz 50 «ufick-l-g. Eainm«l»»,«ig. 100 /, SO Ausschlua. «etlame» 0,30 ®elbm«rt Seher Rabatt gilt al» Banebatt. Beleg« werden »« 0*1*8*

1924

FmlkM lebni sb.

Paris, 3. San. Havas meldet, im Quai ^Cirfai wird der Entwurf einer Antwort auf das Jwn Deutschland am 24. Dezember überreichte Me- itoranbum iertiggestellt. Der Entwurf wird mor- DM Poincar^, der nach dem Matz-Departement ge­reist ist, vorgelegt werden. Dann wird er der beb Mchen Regierung unterbreitet werden. Da Aii- »ister Iaspar am Sonntag von Brüssel abwesend Mi, glaubt man nicht, datz die Antwort dem deut­schen Geschäftsträger vor Mitte nächster Woche zu- gestettt werden kann.

Dasmäßige* Frankreich.

Pari», 3. Ian. Der diplomatische Redakteur >4« Havas-Agentur glaubt, datz die ihm gewordenen Mitteilungen über den Inhalt der im Quai d'Orsay festgelegten, auf das deutsche Memorandum vom 4. Dezember zu gebenden Antwort solgendermatzen uteu: Die französischen Lokalbehördcn im besetzten 46biet find im allgemeinen ausdrücklich gegen < i e Gemeinsamkeit der von bet deutschen Regierung im Ruhrgebiet und in bem. Rheinland «erlangten Maßnahmen. Sie seien geeignet, dem Wert des Pfandes und der Sicherheit der Besatzungsmächte Abbruch zu tun. Manchat Grund zu, der Annahme, datz den dentfchen Borfchläge« kein« Folge gegeben werde, da sie di« kUenbeit Gründe der französischen Newaratiou»- volitik, die so oft proklamiert würden seien, in Frag« stellen könnten. Die französische Rote sei in einem sehr gemäßigten Tone abgefatzt und trag« lediglich technische« Charakter, ja sie sperre nicht u«s«mal den Weg zu späteren Dethaurluugen, je

«Urden. (!!)

i London, 2. Ian Zu von französischer Seite gegen die britischen Regierungsstellen erhobenen Borwürfen wegen der Veröffentlichung des Inhalts ber letzten deutschen Denkschrift führt der diplo­matische Berichterstatter desDaily Telegraph" Pms, im gegenwärtigen Augenblick könne die Diplo­matie nicht offen genug gLfiihrt werden. Der An­nahme müsse entgegengetreten werden, datz das in Frage kommende Memorandum über bie besetzten -.(gebiete Frankreich utt» Belgien allein und nicht dir Uülrigen Alliierten angehe. Lord Curzon selbst hab« ?ht einer seiner Reden erklärt, datz Großbritannien ial« eine der Besetzungsmächte Anspruch darauf Ä-abs. mit Bezug auf Veränderungen de« Besetzungs- ' reg'mes zu Rate gezogen zu werden.

Amtliches VeMndigungsblatt des Kreises Mardmg.

Anzeiger für (das früher kurhessifchej Oberhessen