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1924
Der Beginn des neuen Jahres
* t» Thema. In London
meisten
. cr Kanzler an das besetzte Gebiet.
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'eine politische und geographische Lage bestimmt und
des Reichs Heeres und der
Perrane verhandele mit dem polnischen Eeneralstab wegen des Baues großer Rüftnngs- und Muni« tionswerke in Polen.
Deutsch-österreichische Reujahrskundgebunge«.
Berlin, 31. Dez. Der Reichspräsident hat dem österreichischen Bundespräsidenten folgendes Telegramm zugesandt:
Bundespräsident Harnisch, Wien. Zum Jahreswechsel spreche ich Ihnen und dem stammverwandten östereichischen Volke herzlichsten Glückwunsch aus. Deutschland gedenkt in aufrichtiger Dankbarkeit der vielen Beweise hilfsbereiter Anteilnahme des Brudervolkes. Möge das neue Jahr unsere Länder fördern auf dem Wege bet Gesundung, teil Oesterreich zu unserer Freude bereits mit gutem Erfolg beschritten hat.
gez. Ebert, Reichspräsident.
Berlin, 31. Dez. Dem Reichspräsidenten ist vom österreichischen Bundespräsidenten folgendes Telegramm zugegangen:
Anläßlich des neuen Jahres bitte ich nebst wärmsten Glückwünschen für Ihr persönliches Wohlergehen die Verstcherung entgegenzunehmen, dag ganz Oesterreich in herzlichster Sympathie des schwergeprüften deutschen Volkes gedenkt und die teste Hoffnung hegt, daß auch für Deutschland bald bessere '->-d glücklichere Zeiten kommen möchten.
gez. Hainisch.
zrcle bair.nf ab, die bestehenden Freundschaften aufrecht- ^«erhalten und die unerläßliche Grenze zu bewahren. Siealsür ht England.
italienischen Annäherung verbünde« «erde. Inzwischen seien weitere Symptome ein« italienisch-polnischen An-
'b der Erwartung. Ausdruck, daß ttigfeit durch die dringende Not >r Zeit etwas m den Hinter»
«neber in seine vollen Rechte S-fttzt werde. — Anschließend RachsvatS dem Reichspräsi» i Rschsrats aus. Später • und Marineleitung dem
Reujahrs-Anfrnf Dr. Keßlers.
Berlin, 31. Dez. An die Wehrmacht! Auch beim diesjährigen Jahreswechsel drängt es mich, allen Angehörigen von Heer und Marins meinen wärmsten Dank und Anerkennung für ihre treue Pflichterfüllung in schwerer Zeit auszusprechen. Berufen zum Schutz der deutschen Heimat, hat die Reichswehr voll ihre Schuldigkeit getan und sich damit in weitesten Kreisen des Volkes neues Vertrauen und Ansehen erworben. Für das kommende Jahr vereinigen wir uns zu dem Gelüboe, daß die Reichswehr allen Schwierigkeiten zum Trotz bleibt: eiserne Klammer der Einheit des Reiches und unerschütterlicher Grundstein der verfassungsmäßigen Ordnung, auf der sich unser Vaterland aufbaut zu Größe und Freiheit
An das Reichsherr.
Berlin, 31 Dez. Dem deutschen Reuhsheer Glück zum neuen Jahre! Hinter uns liegt ein Jahr angestrengter und erfolgreicher Arbeit. Das Heer schreitet vorwärts auf dem Wege der Ausbildung und bet Festigung zum Wohle des Vaterlandes. Warme Anerkennung gilt allen Kommandanten und Truppen, welche für die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung im Reich eingesetzt waren und sino. In musterhafter Disziplin haben sie oft unter den schwierigsten Verhältnissen ihre Schuldigkeit getan und bewiesen, daß in der jungen Wehrmacht die alten Soldateneigenschaften lebendig sind. Besonderer Dank gebührt allen Bestrebungen, welche darauf abzielen, durch die in uns liegende Kraft der Ordnung und Selbstlosigkeit in den wirtschaftlichen Röten des Volkes zu helfen Wenn uns die Möglichkeit belassen bleibt, auf diesem Wege vorwärts zu schreiten, so wird die Reichswehr immer mehr zu einem segensreichen und ausschlaggebenden Teil der Reichsgewalt werben. Das Heer geht einem nicht
London, 1.' Jan. In «irrer Neujahrsbotschaft klagt Lord Curzon, die konservative Partei ist ncrti immer weitaus bL stärkste und keine andere Partei da.' irgendwelchen Anspruch darauf zu regieren. Die Konservativen müssen chre ganze Kraft einsetzen, «m z» verhindern^ daß eine Politik, die nee von einem
Neue Verordnung.
KSln, 31. Dez. Tie „Köln. Zig." meldet aus Tüss<»ors: T«ch die neue vaoÄrnung Nr. 91 be8
Die .Obertzessticke Zeitung" «richtint ierhsmal wöchentlich. — Bezuzrorei» 1 —IS. 1. 1,40 Mark einschließlich Zustellung-Gebühr. Für ae,fallende Xummetn infolge Streit» oo. elenirn«.Ereignisse lein Erjag.—?'er:ag aen Dr. T. Hi,erotb. — Druck der Univ.«Buchdruckerei von Job. Lug. Koch, Markt 21/23. — ssernjprecher SS, Postscheckkonto: Ar. 5015 Amt Frankfurt a. Main.
der Reichswehr. Von ihr wird Aufopferung und selbstlose Hingabe neben dem stillen Tragen von Entbehrungen verlangt. Ich vertraue darauf, daß die Reichswehr auch diesen Forderungen gewachsen sein und fest stehen wird in Treue, in Gehorsam, in Kameradschaft und in Einigkeit.
gez. v. Seeckt, General der Infanterie u. Ehef der Heeresleitung.
An die Reichsmarine.
Berlin, 31. Dez. In stillem Schaffen hat die Reichsmarine im verflossenen Jahr an ihrer Ausbildung und Festigung gearbeitet. Sie hat rm Jnlande als zu- t>erläMer Rückhalt her Regierungsgewalt gedient und int Ausland durch ihr Auftreten für das Ansehen unseres Lölkes geworben Was trotz aller Hemmungen, die unserer Seegeltung von außen auferlegt worden sind und trotz aller Not der Zeit, von der die Marine als Ganzes sowie jeder Einzelne betroffen wird, erricht worden ist, darf uns mit stolzer Befriedrgung erfüllen Auch im neuen Jahr bleiben unsere Augen auf die hohe See gerichtet, wo unsere Ziele liegen. Auf den uns gelassenen alten Schiffen gilt es achten, den deutschen SecmannS- und Soldatengeist lebendig erhalten, und wie der Seemann sich erst im Kampfe gegen den Sturm im Ausharren in Gefahr, im Entbehren in der Not bewährt, so wollen auch wir uns bewähren int Kampfe und in der Rot unseres Volkes, im Dienste unseres Vaterlandes, in nie wankender Hoffnung und Begeisterung für feine Ziiknnst. Das ist unser Gelöbnis mtb unser Wunsch für das neue Jahr.
gez. Behacke, Admiral u. Ches der Marineleitantz
Näherung vorhanden. Die italienische Firma
Die jukünslige Kohlensteuer beträgt 6,40 französisch« Frank für die Tonnen Briketts, 1,50 französische Franst Dem Präsidenten des Senats erwiderte der KSnia I f?.(. Tonne Ruhrkohlen. Im übrigen tfi nach ans dessen Ansprache, die Haltung Belgiens iei durch 5» Reparationslieferungen der verfüg-
------ - - “ ■ > bare Rest dei Produktwn für den Verkauf frei- gegeben worden. Die auf dem Wasserwege kommende:' Reparationslieferungen sind bis zu einer ge- nnistn Menge unentgeltlich zu fahren, wofür per Besitz bet Flotte, sowie sämtliche Lqgev- «ch Ustschsagvor. richiungcn gewährleistet wurden.
Ar Lrzr im kW« Wifi.
Micum-Bertrag des Vraunkohlen-Syndikav».
Köln, 31. Dez. Das Rheinische Braun- kohlensyndikat hat nach laugen müheoollrn Verhandlungen am 29. d. Mts. abends die Vereinbarungen wegen der Reparationsliefe rungetr und Zahlung der Kohlensteuer mit der Micum in Düsseldorf abgeschlossen. An ReparatioaSlieferuu- gen sind in erster Linie in den ersten drei Monaten monatlich 50000 Tonnen an Briketts und vom vierten Monat an monatlich 70 000 Tonnen Briketts unentgeltlich zu liefern. Für die Zeit vom Beginn der Ruhrbesetzung ist ein erheblicher Betrag an Kohlensteuern an die Micum nachzuzahlentz
herrsche allgemeine Ueberraichnng darüber, daß die Staatskunft Prags, die bisher viel Vorsicht uns Mäßigung gezeigt, sich in «ine Allianz habe verwickeln lasse«, die früher oder später fast unvermeidlich Europa wieder in zwei bewaffnete Lager tei» len müsse. Die öffentliche Meinung Italiens
kleinen Telle der Allgemeinheit gutgehettzen wird, d-m Lande aufgezwungen loeröe.
London, 2. Jan. Die NeulahrSbetrachtungen der englischen Presse ktnd allgemein wenig zuverstcht- lich gestimmt. Dte unmittelbar bevorstehende Aussicht einer Regierung der Arbeiterpartei nimmt darin beb Hauptplatz ein. Die liberale .Daily News" schreibt dte sorgfältig genährte Panik wegen der Aussicht nu^ eine Arbeiterregierung werde bald im Lichte der Wtrk- ltevkeit zerstört werden. Eine der ersten Aufgaben der nächsten britischen Regierung werde fein, offiziell das neue Ritßland anzuerkennrn. Auch in der Frage der Wiederherstellung Europas fei die Aussicht besser geworden seit der Nuhrinvasion Das Arbeitslofenvro- blem Englands könne nur gelöjt werden In einer Welt, die Frieden habe und flch nicht fürchte. Der Schlüssel zum Frieden und zur Wohlfahrt lieg« lm Herzen Europas.
»Daily Chrontcle" schreibt, sür alle liberalen und fortfchrtttltchen Leute beständen augenblicklich mehr Hoffnungen alS Befürchtungen.
.Daily Expreß" steht das Jahr 1924 mit einer Note wirtlicher Hoffnung beginnen.
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Wut uni lie i"™™6" Swonit- hirthniM.
London, 31. Dez. Der diplomatische Bericht, erstatter des „Daily Telegraph" schreibt, das f r a n- zösifch- tschechoslowakische Bündnis sc? weiterhin da» in de« diplomatische« Kreise« a m
Der Neuj«hrswu«sch der französische« Kaufleute in Berlin.
Paris, 1. Jan. Havas berichtet Ber lin: Ein Vertreter bet französischen Kolonie hat bei dem
Der Reichspräsident erwiderte darauf mit einer Ansprache, in ber ei u.a. heißt: Mit Recht wiesen Sie darauf hin, daß bas abgelaufene Jahr dem deutschen Volke schirre Opfer auferlegt hat: insbesondere blicken unsere : Brüder an Rhein und Ruhr auf ein Jahr harter Be- •rängniä zurück. Dankbar tarntetn wir uns ober auch feste bei Opfermutes, mit dem alle Schichten der Br- tzö'kernng da» harte Los getragen und weiter tragen. ./ "öge dar neue Jahr diesen deutschen Gebieten eine Er- kichlerung ihres schweren Schicksals dadurch bringen, baß es gelingt, auf ber Grundlage de- wahren Srtedens und des Rechts ber Völker oie «^nrmöglichkeiten und die wirtschaftlichen Kräfte rhrer Bewohner wieder iu entfalten. Groß ist die wirtschaft- Wche Not m weiten Schichten unseres Volkes. Bei all-n nstrenguitgen de» Reiches ist dem schlimmsten Elend aber 5* stntorn, wenn jeder Einzelne nach besten Kräften sUihilfe. Mi! Befriedigung kann innn seststellen, daß i uns tote im Auslande sich viele menschenfreundliche «rzo« nud Hände «gen; aber noch sind unter uns viele, st unberührt von der Not der Volks abseits stehen.
” ti<6tet sich unser dringender Appelle zur Menschen- Auch die Zukunft toirb von uns allen schwere vpser fotbertt, wenn wir unsere nationale Existenz er- und sichern wollen. Zur Erreichung dieses Ziele- rft mctzr denn je gerade heute der Wille des ganzen oeub +-!! ' »ur Zusammengehörigkeit notwendig.
Hiernach empfing der Rejchsprästdent den Reich-- **t8t>rii<beuie« Löbe und den V-zepläfidenten Dr. R t e- ihm i* G ückwünsche des ^euh-lageS über- s -b bit Hoffnung aussprachen, daß da? neue 'leichtern ng der mißenpolitischeu Lage «oie anieruufl dem deutschen Volke segeur-
Marburg
Mtwoch. Dm 2. Sannar Hart»«,
pi schl«tz zu ab nicht »n, Befn Mp hsfet ser Rotz.
des neue»
heutigen Empfang tu der französischen Botschaft ben Eollnfch ai'-ogcsprochcn. dhß bic gezfiantcu Ubkomtneu'
Düsseldorf, 31. Dcz. Rcichskanzler Marx richt«! an di- tRrUintSiifiM. uaf> PittP n i&KÄtX
nrutz, e-.m er ihnen die herzlichste» Wünsche für eine Hesse« Zukunft übermittelt. Er betont, baß et mit ihnen
Italien» Besorgnisse.
R o m, 31. Dez. Die italienische $«ffe nimmt die Mitteilungen über den ftanzöstsch-tschechoslowak-schi.« Bertra, mit mißtrauischer Besorgm- aup Sowchl „I v ea Nazionale" als „M e s s a g e r o“ erklären, die Tschechoslowakei als Vormacht der Kleinen Entente lasse sich von Frankreich zur Einkreisung Deutschland- und gleichzeitig I tatet ns mißbrauchen. Auch „I l Mond o" umritt Italien vor den französischen Hegemott-ebestrebungen, die sich gegen Berlin so gut tote gegen Nom richten.
® 4 r 11 n, 1. Jan. Anläßlich dos feuiißm Neujahrs- rmpianges devlemnttschen Korps beim Reichspräsident Veit als e>oyen des tnplematischen Korps der apostolische twn!^ Monsignore Pacelli, eine Ansprache, in K r tt V a ausführte: Das soeben verflossene Jahr ist «ü 't eb»e schnür.' Schmerzen und Leiden für die Mensch- fei* >ft»ngegang<'n. Aber besonders an diesem Tage, dm txsn man gewöhnlich mit Freude und Fröhlichkeit fekrt richtrn sich unsere Blicke mit umso innigerer Teil- mahm auf gewisse unglückliche Klassen des Volkes, in besser Mitte wir leben. Das sind die werktätigen Stände T so tote die Geistesarbeiter, das ist der Mittelstand, find Kranke, Greife, Frauen und Kinder, denen oft ba> Allernötigste zum Leben fehlt. Wir sprechen den Herzen unteren Beifall aus, die sich bemühen, ein feerschütterndes Elend zu mildern, und wir wünschen gift* peud, daß alle Nationen sich jener Gesundung und ruhigen Wohlfahrt erfreuen mögen, btt auf Gerechtigkeit, mr .friedlicher Arbeit und auf duldender Liebe beruht.
In seiner Erwiderung sagte der Reichspräsident Ebert u. <t: Dankbaren Herzen vegrüße ich die Worte bes Mitgefühl-, mit denen Sie der Not de« deutschen Vol- ll- und derjenigen unserer Volksgenossen gedacht haben, bie in diesem schweren Winter unter bitterer Betrübnis biden. Mit anfrichtiger Genugtuung stellen wir fest, daß weite Kreise der fremden Stationen sich der tn Deutschland herrschenden Not bewußt geworden sind, und, vom Geiste wahrer Menschlichkeit beseelt, unS Hilfe und Beistand Geleistet haben. Manches Setöcn ist dadurch gemildert «nd vielen ist auf diesem Wege wirksam geholfen worben. Es ist bei Beginn des neuen Jahres der sehnlichste Wunsch des deutschen Volkes in seinem har« n und dul- Seuden Ringen um fein Leben und seine Zukunft, daß Wmfi ihm Soll» das hohe Gut rnhiaes^^rbeit und frted--
Der Retch-kanzler begrüßte hierauf die diplomatischen •ertreter. r
Hiernach empfing der Reich-Präsident den ReichS- bwzler, die Reichsmtnister und Staatssekretäre.
Hierbei hielt der Reichskanzler eine Ansprache, in der er au-führte: Dunkel ^Legt das Jahr 1923 hinter «ns. Es gehört der ganze Starkmut der deutschen Station bazn. dem Iah« 1924 und der politischen Entwickelung in ihm gettofl entgrgenzusehen, aber die edlen Eigenschaften des deutschen Volkes, die in der Not der Zeit be» tzniders hell zu Tage treten, lassen un- Hoffnung schöpfe«, daß es uns trotz aller entgegenstehenoen Hiu- fermsfe möglich fein wird, deutsche- Volk und Vaterland •inet besseren Zukunft entgegeuzusühr?n. Die Männer, bie Sie, hochve«hrter Herr Reichsprälideut, mit Ihrem Verträum beehrt und au verantioortung-dolle Regie- mngsflelle berufen haben, fühlen sich heute ganz beson- berS von dem ernsten und heiligen Pflichtgefühl durch- brungen, von neuem feierlich zu erllären, baß die ihre s-lknze Kraft daran setzen werden, um unser geliebte- feutscheS Vaterland im kommenden Jahre aus dem tie> Jen Verfall herauSzuführen und die wirtschaftlichen und Kuanziellen Verhältnisse nach Möglichkeit zu gesinnter Unfit'icklung zu bringen.
Der Attz«igcn»rel, bettü«t kür dtu gzew. Zellenmillimeter 0,08 Ssltzmark. Lintltche u.
auswirt.Anzeigen 0,10 Eoldmark. Bet Ichwier.Satz S0'/,Aufjck>!ag. Eaminelanzelg.lvO'/, Kft TgNPM Aufschlag. J'eflamen 0,30 (SelbmerL Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Beleg« werden yuljly derechaet, ebenso Auskuntt durch die Ibeichättsitelle und Zusendung »er Angebote. Zahlung innerhalb 5 Tagen sl Dollar —4,20 Eoldmarkf, Berechnung nach dem Berliner Mittel- kurs de, Zahlune,efi«gang»taze-. Verzugszinsen pro Tag nach dem Bankzinsfuß
die oanze Scktwere des Leids fühle, da- sie haben ecd.tlden müssen. „Umso größer ist meine Genugtuung darüb r. daß ich ben Schwestern und Brüdern im besetzten Gebi- versicbern kann: „Ihr seid nicht allein!" Ein
leichte« Jahre entgegen. Die wirtschaftlichen , Schwi^igkeite« bes Lantz« laste« schwer auch auf
Rückblick ovf da» vergangene Jahr erfüllte fast jchernrann im deutschen Vaterlande mit tiefem Mitgefühl für eure Nöte und mit tiefem Dank für eure T«ue. Alle d:ngs können wir da» Heil nicht nur tzon außen her erwarten. Da- deutsche Volk selbst wird um den Frieden und um die Freiheit ringen und dafür schwere Opfer auf sich nehmen müssen. Bauend auf b-t* Vertrauen des Volke» hat bie Reich-'«gier«ng sich entschlossen, alle Kräfte zur Erreichung des ZieieS -tufzutveudsn." Der Kanzler weist dann daraus hin, daß zu harten Maßnahmen gegriffen toetbeu muß, und so werd: das neue Jahr vom brutschen Volke dir schwersten Opfer verlangen. Der NeujahrSgruß schließt mit der Versicherung, daß bas deutsche Volk still, opftrungsfrettdist und zuversichtlich die Last erfolgen we dr, und tu t dem Wunsch, daß der Rheinländer sein sroheS Temperament und der Westfale die unbeugsame Zähigkeit sich bewahre« mögen, die bie Mühen be« neuen JahreS leichter machen
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feer-t»- k -avLerte bi« Wünsche mit Wor<
Amüiches VeMMgungsblaü des Kreises Mardmg.
Anzeiger für (bas früher kurhessüchej Oberhessen
—*—
Ätijrtr in HmIiiI.
Neujahr i« Paris.
Pari», 1. Jan. Bei bem heutigen Neujahcr- empfang des diplomatischen Korps im Elysee sagte der Doyen, der päpstliche NuntiuS, Msgr. Geretti, in einer Ansprache, die jeden beunnihigenden tragischen Ereignisse, dir den Verlauf des vergangene« Jahre» gr- kennzerchnet hätten, brauche man nur in die Erinnerung $u rufen. Trotz alledem sei es möglich gewesen, den Frieden auftecht zu echalten. Angesichts der Gefahren habe sich die menschliche Solidarität stärker etniefen. als alle Egoismen.
T«r Präsident der Republik sagte in seiner Erwiderung. die Beharrlichkeit der französischen Politik, die mit unerschütterlicher Mäßigung durchgeführt worden sei, habe schließlich doch Früchte getragen. Es scheine, daß man jetzt da- Herannahen der entgilrigen Ge- suvdunZ und des endgiltigen Friedens begrüßen dürfe. Frankreich, dessen Genie dem Haß und der Zwietracht so fern stehe, wünsche von ganzer Seele ben Frieden uitb bie Entspannung.
Neujahr in Brüssel.
Brüssel, 1. Jan. Bei dem NeujahrSempfing tm kön'gllchen Schloß sagte der König in Erwiderung auf eine Ansprache des Präsidenten ber Deputierten- '«'.ittntr, bie Regelung ber ReparatiouSfrage sei für He Wiebechcrstellung dcS wirtschaftlichen EleichzewiLt» Belgiens unerläßlich. Die Berechtigung der Reparation sei wie von ber ganzen Welt, so auch von Teutfchlaud anerkannt worben.
«mnssch ar'ssgcsprvcht«, bsiß bic geplanten ÄbkomsreE s«i »w» des zwischen Puris und Prex geplanten zwischen Frankreich und Deutschland möglich gemacht Pakte» am meiste« besorgt, weil sie der Ansicht werben. Die französische Kolonie bringe den Wunsch sei, tzatz, wenn eia derartiger Pakt auch i« rum Ausdruck, da- Jahr 1924 möge eine politische erfter Linie gegen Deutschland ge, EutspInnung bringen, die für die ftanzösischen Cöe. richtet sei, er^doch die Konsolidierung schäftsleute in Deutschland die Grundlage de« Er-Id er Kleine« Vatente möglicherweise folgeS fei, damit sie ihre Aufgaben im Interesse der mit U«terstÜtzun, Griechenlands be- srauzösssche« Industrie und be» französischen Handels deute, und der geplante« italienNch-russischrn durchfüh«« können. Der Botschafter versicherte die I Nerftändigun, im Wege stehen konnte. Das Ergeb- Franzosen in Berlin in der wachsamen Aufmerksam- I«is könnte sei«, datz die Bersöhnung zwi» kett, die die französisch« Regierung der Wiederaufnah nie Ische« Italien und einigen seiner f t ü • 51er Handelsbeziehungen zwischen Frankreich und Iberen Feinde, wie Ungarn und Buk» Derttschland widme, und erklärte: Möge das Jahr I g a r i e u, b e s ch l e u n i g t w ür v e und dah diese 1924 alle.- denen, die die Aufgabe haben, den Frieden Versöhnung mit »er letzte« spanisch- rviederherzustellen, jenen Klarblick und jene Herrschaft " ‘ ---
über sich selbst, jene« Glaube« und jene» Feingefühl für die Erfüllung internationaler Verpflichtungen geben. die allein in der Lage sind, ein dauerhafter Ge- tztnde für die nötige Solidarität aufzurichten.