Elli Herr sucht Gelegenheit ft eher je lieber in Gesellschaft mit extra Post über Nürnberg., Regenspurg nach Wien zu reisen.
ES wird ein Mensch von gesehen Jahren gesucht, der zur Eorrespondenz und zu Hand- lungrgeschäften zu gebrauchen , auf dessen Rechtschaffenheit man sich verlassen kann, und der dierfalls gültige Zeugnisse vorzubringen kW Stande ist.
Es wird ein Stall für zwey Pferde in der Gegend der Schnurgasse oder Töngesgasse zu miethen gesucht.
Ein Herr suchet Gelegenheit in Gesellschaft nach Hamburg oder Bremen zu reisen.
Ein Frauenzimmer von gesetztem Alter, da« in der Kvcherey, im Nahen und allen andern weiblichen Arbeiten erfahren ist und Zeugnisse hat, wünschet als Haußhälterin, Kammerfrau oder Erzieherm -der Kinder unterzu- kommen.
Bekanntmachung.
Bey P. J. Döring auf der Döngesgasse ist neu herausgekommen und zu habe»:
Geschichts-Kalender allerer und neuerer Zeiten, mit 12 feinen Kupf., 43 kr. geb. i fi. Dieser neue Tafthen-Kalender ist wegen seiner außerordentlichen und merkwürdigen Geschichte, für alle Klassen von Lesern sehr interessant u. lehrreich. Der Inhalt ist.folgender: .i)Die Bartholomäusnacht, oder die Pariser Bluthoch- zeit, eine Skizze aus dem i6ien Jahrhundert. 2) Geschichte derHugonotten unter Heinrich IH. bi« zur Ermordung Heinrich IV. 3) Außerordentliche BrayourrinesböhmischenSoldaten.
4) Etle« Betragen gegen Feinde. 5) Anekdote von Ludwig XV. 6) Charakterzüae und Anekdote von Ludwig XVI. Die merkwürdigsten Scenen aus der Bartholomäusnacht sind von einem geschickten Künstler gezeichnet und gestochen. Das erste Kupfer stellt vor: Die Niederlage der Calvinisten bey Amboise 2. Prinz von Conde im Gefängniß. g. Fußfall der Prinzessinn von Cond« vor dem Kv- M 4' Herzog von Guise begnadigt einen Mörder. 5. Admiral de Coligni wird auf Ber Straße durch einen Schuß verwundet. *- Coli-ny wird auf seinem Zimmer erstochen.
7. Mordscene in der Bartholomäusnacht, z. Mordscene im Louvre. 9. Mordscene auf der Straße am Bartholomaustag. 10. Coligny am Galgen, unanständige« Betragen Kail IX. ir. Ermordussg der Herzog« von Guise. ^2. Ermordung Heinrich IV. durch Ravaillac.
In Gocha , stehet ein geräumiges Hau» mit Hauezartcn leer, und ist entweder zu ver- mielhcn oder zu verkaufen, welche» vieücicht ma chem Fliehenden eine willkommene Nach« eich: seyn wird.. Da« nähere.ist bey Herrn Amtsrath Jacobs in Gotha zu erfragen.
Hofmann , Pfecdeverleiher, macht hiermit- b: sannt , bjß er sein Logik im Junghof m- lassen hat w d gegenwärtig auf der ÄllenM kit. E No. 88 wohnet und empfiehlt sich mit seinen Reit- und Zugpferden ferner zum gr« neigten Zuspruch. _______
Eine g-ose silberne Schuhschnalle ohne Bügel, ist vorgestern Vormittag zwischen n und 12 Uhr iirOtr Gegend vom gcldnen Roß, Hirschgraben, Mainzergasse, Römerbcrg, Reugaffe, Augsburger Hof rc. verloren worden; um deren Zurückgabe gegen Erkenntlich- keit sehr gebeten wird.
Es-ist in der Nacht zwischen dem tAn und iZten Oktober ein Koffer vom Wagen in Bretzenheim gestohlen, worin sich verschiedene Wäsche theil« mit einem B theil- mit L» gezeichnet, sin blauer Rock mit weißem Futter, ein schwarzer Rock, seiner Mantel ncbsi verschiedene Papiere sich befanden, wie auch ßi- berne Schubschnallen und mehrere FeM- dürfnisse. So sehr der Bestohlene dadurch IN die äußerste Verlegenheit gesetzt ist; so wehrt da, noch seinen Kummer, daß dadurch mehrere Gelder, so ihm von dürftigen Sol- düle» anverlraul waren — worunter sich zwey alle Brandenburgische Gulden befanden, mit geraubt sind. ©eUie jemand dergleichen verdächtige Sachen bemerken , so wird hiermit dringend gebeten; solche» in der Mainzergasse Lit. J No. 52 menschenfreundlichst anzuzeigen, wo:6fr Mann dessen, dem dadurch fast all" geraubt ist, das sich so leicht nicht wieder an« schaffen kann, zu erfahren ist.
B t i ch l i