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Frankfurter

Frag, und Anzeige * Nachrichten

(welche auf dem Arifraumterg Sit. G No. 54 Dienstags «. Frettagt ausgegeten werden.)

Mit Römisch, Kayserl. Maj. allergnadkgstem Privèleglo-

Wie auch eines Hochedlen und Hochweisen Magistrats groögünsiiger Bewilligung.

Rs. 84 Dienstag, den 7* October 1794.

Bekanntmachung.

Noch einige Herrschaftliche wohl meublirte Zimmer sind zu vermiethen, kön- nm auch sogleich bezogen werden , man kan deßhalb bei dem Eigenthümer Herrn Seitz das mehrere vernehmen. Dann dient zur Nachricht daß ich vor kurzem m-ei Stucker Aecker e^anft habe, beide sind Weingüter, wovon ich jedoch nur vasNe zu meinen.Baugeschäften brauchen kan, das andere aber zu verkauften wünschte, um so mehr da ich das Capital selbst abgelegt, sollte stch also zu diesem Stück Weingut ein ansehnlicher Burger finden, dem es zu seinem Vergnügen dienen könnte, so bin nicht allein ecbvthig das Capital stehen zu lassen, sondern ihm das gemeldte Stückgen Guth merklich zu verbessern und zum Nutzen einzu- richten, man fragt dieserwegen bei mir selber nach

Seiß in der Hoffnung.

Da seit einigen Tagen verschiedene der hiesigen Gastwirthe die ihnen zugewie- fine ohnehin nur abwechselnde Einquartirung mit der Entschuldigung abzuwenden glaubten, daß bei ihnen viele emigrirte Personen logirten, mithin ihre Gasthäuser besetzt seyen; diese Einwendung aber zum Nachtheil des Einquartirungs- Standes nicht statt finden kann. So geschiehet hierdurch die aus der Nothwendigkeit der Sache geschöpfte ernstliche Errinnerung, bei künftiger Beherbergung fremder Personen vorzüglich den Bedacht auf die Unterkunft der von Zeit zu Zeit ohnehin in einer gewissen verhâltnißmästgen Reihe und Eintheilung ihnen zugewiesene Ein- quarttrung, der Personen und Pferden unfehlbar und so gewis zu nehmen, als eines jeden eignen Ermessen nach jene Entschuldigung von unterzogenem Amt künftighin keineswegs mehr angenommen zu werden vermag. Frankfurt den 6tm October 1794,

Quartier-Amt.