Frankfurter Frag' und Anzeige'Nachrichten
(welche auf LemLiebfrauenbers tüt S No. 54 Dienstags u. Freitags ausgegeben werden.)
' Mit Römisch , Kayserl. Maj. allergnädigstem Pnvilegio.
Wie auch eines Hochedlen und Hochweisen Magistrats grosgünstiger Bewilligung.
No. 52. Freitag, den 22. Junii 1792.
Bekanntmachung.
Mittwoch den ryten Junius Nachmittags 3 Uhr, wird der, der hohen Familie von Frankenstein zuständige groft Frucht-Zehnde im Affenstein und Lindau, in dem sogenannten Cleeischen Hof^dahier dem Meistbieceuden mit Vorbehalt hoher Herrschaffclicher Ratification überlassen werden.
Sachsenhausen den iLttn Junius 1792.
Von Amts und Belleuep wegen.
Nachdem« von den Hochansehnlichen , zu gegenwärtigem Wahltage allhier versamm. lesen Botschaften, daß alle und jede Hazardspiele, so wie alle hohe Wetten bey Commerce- spielen, bei Confiscation des auf das Spiel grsejten Geldes, und sonstiger willkürlicher Bestrafung der Contravenienten, ernstlich verboten seyn; auch die bekannte Spieler von Profeßion, sobald sie sich irgenbs eines geheimen Betriebs ihrer Spielprofeßion verdächtig machen, sogleich aus der Stadt geschaft werden sollen, für gut und heilsam befunden worden; und also erwartet wird, daß jedermänniglich sich von selbst bescheiden werde5 die Commercefpiele im Verhältniß mit seinem Vermögen, und nicht übertrieben hoch zu spielen, damit es nicht auch hierunter anderweiter Vorsehung bedürfe; so wird solches hiermit öffentlich kund gemacht, damit die seit der Zeit der Wahlversammlung sich hier aufhaltende, oder noch ankommende Fremde sich darnach gebührend achten, und für Verantwortung und Schaden hüten können. Frankfurt am Main, am 16. Junius 1792.
/'s c \ Des Heil. Römischen Reichs
( ^V Erb-Marschall-Amt.
Diarium oder Tagebuch der Wahl.und Krönung deS Hochsttlisen Kassers Lcopol- «i IL verkauft a 30 kr. geb. der Buchhändler Weber.