Bekanntmachung.
Am letztverwickenen Dienstag Abend, ist von der Zeil nach der 'Friedberaergösse ein Wechsel- brief von ;Oo Stück Carld'or datirt „Franck- furt den 28. März 1792. Ein Monat nach dato an die Ordre des Herrn Chr. SB, 0, W. und von demselben in Bianco endoflirt“ Verlohren worden. Da selbiger zur Verfallzeit richtig bezahlet und also weiter von keinem Werth ist: so wird solches nur zur Verhütung etwaigen Mißbrauches hiermit angezeigt, der Finder aber gebeten, gegen Erkentlichkeit eines LaubthalerS für feine Bemühung, aufdem NachrichtScom- lor ihn abzugeben.___________________________
Verwichenen Freytag ist ein versiegeltes Päckchen in Pappier Addrejft Herrn " ^mer 5 Meygermeistcr dahier, aus Irrth Brecht abgegeben worden; wer solches in .. >en hat wird sehr gebeten auf dem Nachricht» -Comtor «S anzuzeigem_____________________________
Da mein Lehrling Frid. Carl Stellwag, hiernachst von Sachsenhausen gebürtig , ver- wichencn Sonntag, heimlich fortgelaufen, so wollte höflich ersuchen, ihme nichts für meine Rechnung zu borgen und wer etwa für mich an ihn, ftit anfangs voriger Messe, Auszah, lungen geleistet, mir solches erweislich zu machen ; auch bitte jedwedes, wer von dessen uns erlaubten Vergehungen : als Spielen oder sonsten etwa» weis, mir solches me ßchcn- freundschaftl. anzuzeigen. Ich werde es mit dem wärmsten Dank erkennen und jedem pflichtmäßig dargegen zu dienen bereit seyn.
Johann Daniel Härter _________________am Liebfrauenberg._______
In Lit. L. No. 134. sind in der zweiten Meßwoche drey Pack Schuncken von einem Fuhrmann abgeladen worden, da nun der Inhaber keinen Frachtbrief erhalten und nicht weiß wem sie zugehören, so stehen sie demjenigen der sich hinlänglich dazu legitimiren kan gegen erstattender Unkosten zu Diensten.
Eine Parthie Schweitzer und Holländische Leinwand von verschiedener Qualität ist in billigsten Fabriquepreisen Stückweis zu haben bey
Joh. Barensfeld «uf dem großen MnnwrlU
T , » Anzeige für Lehrer und Freunde der französischm Sprache.
So eben hat bei mir die Presse verlassen: Essai d’une Grammaire achevée 011 traite de l’Etymologie & de ia Syntaxe Fran^oife avec des Tables par Fr. Th, Chanel. d. t. Versuch einer ausführlichen französischen Sprachlehre, oder vollkommene Darstellung der französischen Wortforschung und Wortfügung mit Tabellen von Acanz Thomas Chastel , Lehrer der französischen Sprache auf der Universität zu Giessen, 2 Theile, gros Octav, mit Churfürstlich Sächsischem Privilegium fl. 3. oder 2 Rihlr.
Dieses allgemein nützliche Schulbuch habe ich zwar schon in voriger Messe zu liefern versprochen, allein da es eine weit stärkere Bogenzahl gegeben, so war eö ohnmöglich. Ich glaube dies Buch niemand empfehlen zu dürfen, da es sich von selbst empfiehlt und die häufigen Anfragen, die an mich seither gemacht wurden sind hinlängliche Beweise, daß man sich von dem Verfasser kein zusammen gestoppelte» Werk versprechen darf, da er eine lange Zeit über diese Arbeit zugebracht hat, welches jeder Sachverständige der es im Manuscript bey mir durchsah, anerkannte, und über den ausserordentlichen angewendten Fleiß und Unverdros- senheit erstaunte. Ich habe meinerseits alle» beygetragen, und das äussere so beguem als möglich einjurichten. Es ist auf schöues weises Druckpapier mit ganz neuer Schuft ge- druckt und die genaueste Correctur besorgt worden. Dennoch habe ich um es als ein Schulbuch jedem Lehrer und Schüler zu erleichtern, den Preiß sehr gering gemacht, da die 2 Theile , 59 Bogen nebst 13 Tabellen enthalten. Um es aber noch bequemer fut Schulen in denen es eingeführt werden sollte, zu machen, so mache ich folgende Parthie- preiße. 12 Stück für fL 32. 25 Stück für fF 60. 50 Stück für fl. 120. und 100 Stuck für fL 200; Wofür aber der Betrag zuvor baar eingesandt werden muß. Frankfurt am Main den 14. Mai 1792.
Johann Gottlob Pech, Buchhändler, auf dem großen Kornmarkt.